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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : SRAM Force 1 50x10-42 zu laut.



Cattie
09.03.2019, 12:23
Ich habe mir ein Canyon Ultimate CF SL Disc mit einer SRAM Force Gruppe aufgebaut.
50er SRAM Force 1 Narrow Wide Kettenblatt vorne und hinten die teure 10-42 Kassette von SRAM. Kette ist auch von SRAM eine X1.

Jetzt habe ich das Problem, dass das 10er Abschlussritzel unter Volllast im Sprint knirschende Geräusche von sich gibt. Das 42er Ritzel läuft hörbar lauter als der Rest der Kassette, aber lässt sich wohl auf den Schräglauf und die neuen Teile zurückführen. Alle anderen Gänge laufen sauber und geräuschlos.

Ich habe jetzt schon akribisch und nach Anleitung die Schaltung eingestellt, es ist auch nicht die erste Force 1 Schaltung welche ich einstelle.

An meinem Cannondale Slate habe ich auch alles selber eingestellt und dort läuft es (mit 46er SRAM 1x Kettenblatt) ohne Probleme. Merkwürdig ist, dass die Kettenstreben des Slate 1 cm kürzer sind, die Kettenlinie bei dem Canyon eigentlich also noch besser sein sollte.

Wie kann das sein?

the_brain_mave
09.03.2019, 13:14
Resonanzen, Fertigungstoleranzen, Einlaufzeit.

Mifri
09.03.2019, 13:36
Wenn man natürlich 3-4 Std. am Stück mit 50/10 am sprinten ist oder mit 50/46 bergauf fährt ist das sicherlich nervig. Vielleicht hilft ja eine Dura Ace oder Ultegra Kette.

BerlinRR
09.03.2019, 15:24
Wenn man natürlich 3-4 Std. am Stück mit 50/10 am sprinten ist oder mit 50/46 bergauf fährt ist das sicherlich nervig. Vielleicht hilft ja eine Dura Ace oder Ultegra Kette.

Bei kurzer Zeit nervt es dich nicht wenn die Gänge nicht ordentlich fahrbar sind?

Beaver
09.03.2019, 15:52
Und ernstgemeinte Frage an den TE: Mit dem Rad fährst Du auf der Straße? Wohnst Du im Hochgebirge?

Da würden mir hier im Flachen diverse Gänge fehlen. Und wie ist das bei einem plötzlichen Abbremsen, muss man dann bei Anfahren die nötigen Gänge auf einmal runterschalten?

a x e l
09.03.2019, 15:57
Und wie ist das bei einem plötzlichen Abbremsen, muss man dann bei Anfahren die nötigen Gänge auf einmal runterschalten?

Wo siehst du den großen Unterschied zu einer klassischen Übersetzung beim Anfahren?

BerlinRR
09.03.2019, 16:32
Da würden mir hier im Flachen diverse Gänge fehlen. Und wie ist das bei einem plötzlichen Abbremsen, muss man dann bei Anfahren die nötigen Gänge auf einmal runterschalten?

a) dir fehlt die Variabilität in der Trittfrequenz
b) mehr Gangsprünge heißt auch, dass man weniger Ritzel schalten muss

Mifri
09.03.2019, 17:41
Bei kurzer Zeit nervt es dich nicht wenn die Gänge nicht ordentlich fahrbar sind?

Ordentlich fahrbar ist etwas anderes als ein knirschendes Geräusch und hörbar lauter.

Beaver
09.03.2019, 18:36
Wo siehst du den großen Unterschied zu einer klassischen Übersetzung beim Anfahren?

Naja, ich fahre vorsichtig los, drücke den linken Hebel und die Kette ist auf dem kleinen Blatt. Hinten müsste ich dann ja mehrfach schalten, das würde mich schon stören.


a) dir fehlt die Variabilität in der Trittfrequenz
b) mehr Gangsprünge heißt auch, dass man weniger Ritzel schalten muss

a) ich fahre eben abends meine Stunde alleine mit gleichmäßig hoher Trittfrequenz und Puls - ich denke, das ist als Sport am sinnvollsten. Mit 1er Gangsprüngen kann ich da gut leichte Steigungen und Windänderung ausgleichen und habe immer den richtigen Gang (und das ist eine 15-25 Kassette, also wirklich "feine" Unterschiede).

b) von 50/18 (1:2,8) auf 34/18 (1:1,9) bei mir, wären es beim TE mit 10-12-14-16-18-21-24-28-32-36-42 drei Gänge hoch auf das 28er (1:1,8). Und bei den ganzen 2er Schritten ist zum Beispiel von 12 auf 14 Zähne mit 7km/h gleichzusetzen, da müsste man schon auf Dauer 15 U/min Unterschied abkönnen und kompensieren. Also in Berlin mag das Sinn machen, aber auf einer Landstraße für mich nicht. :confused:

BerlinRR
09.03.2019, 19:44
Ist ja auch nicht dramatisch, wenn es dir so passt.
Trotzdem fehlt dir die Variabilität in der TF ;)

Ich kann relativ effizient im Bereich 85-110 treten. Darum würde ich auch nie enger gestuft als 11-28 oder 11-30 nehmen (außer beim Zeitfahren)

Cattie
09.03.2019, 20:07
@Beaver Ja, mir reicht das in der Eifel aus. Kann ich locker über die Trittfrequenz ausgleichen. Ich finde sogar, dass es mir insgesamt gut tut, weil man nicht so monoton fährt. Lineares schalten ist schon eine feine Sache.
Das 10er knirschen gibt einem im Vollsprint aber halt kein gutes Gefühl, auch wenn das immer nur ein paar Sekunden sind.


Das Schaltauge kann man auch ausschließen, wenn alle anderen Gänge sauber laufen?

Kann es etwas mit dem 50er Blatt zu tun haben?

Horstelin
09.03.2019, 21:17
Das Schaltauge kann man auch ausschließen, wenn alle anderen Gänge sauber laufen?


Vielleicht ist die Low schraube nicht richtig eingestellt?

Pedalierer
09.03.2019, 21:22
Das 10er Ritzel ist halt kein optimaler Gang – Polygonaleffekt und so.
Wenn dann die Kettenlinie nicht optimal ist, die Kettenstreben eher kurz dann ist halt noch ungünstiger. Ist halt nur ein Not-Ritzel.

Cattie
09.03.2019, 23:11
Das 10er Ritzel ist halt kein optimaler Gang – Polygonaleffekt und so.
Wenn dann die Kettenlinie nicht optimal ist, die Kettenstreben eher kurz dann ist halt noch ungünstiger. Ist halt nur ein Not-Ritzel.

Wie gesagt, die Kettenstrebe des Slate ist 1cm kürzer und dort gibt es das Problem nicht.

Pedalierer
10.03.2019, 09:05
Wie gesagt, die Kettenstrebe des Slate ist 1cm kürzer und dort gibt es das Problem nicht.

Dann tausch doch mal die Komponenten unter beiden Rahmen aus und schau ob das Problem mit wandert oder bleibt.

Cattie
10.03.2019, 16:54
Dann tausch doch mal die Komponenten unter beiden Rahmen aus und schau ob das Problem mit wandert oder bleibt.

Da war ich wohl etwas zu vorlaut. Das Slate hat das Problem auch, fällt dort aber wohl nicht so auf, wenn ich auf Schotter unterwegs bin, wie ich eben feststellen musste.

Ich habe mir beide Räder jetzt nochmal genauer angeguckt.
Wenn ich die Kurbel rückwärts drehe, dann fällt auf, dass die Kettenglieder manchmal leicht am darüber befindlichen Ritzel hängen bleiben und dann erst "einrücken". Jetzt pedaliere ich natürlich nicht im Sprint rückwärts, aber auch beim vorwärts drehen der Kurbel gibt es einen kleinen "Loslassruck". Wie gesagt, übrigens auf beiden Rädern.

Darin liegt wohl der Hund begraben. Scheint wohl ein Kettenlinienproblem zu sein?

Pedalierer
10.03.2019, 17:07
Das Problem liegt eher daran das die Ketten beim 10er Ritzel eben sehr eckig/polygonal verläuft. Ein 11er Ritzel läuft eben schon merklich rauher als ein 12, ein 10er ist halt ziemlich Suboptimal und läuft noch sperriger.
Das ist ein geometrisches Problem.

Cattie
10.03.2019, 18:49
Das Problem liegt eher daran das die Ketten beim 10er Ritzel eben sehr eckig/polygonal verläuft. Ein 11er Ritzel läuft eben schon merklich rauher als ein 12, ein 10er ist halt ziemlich Suboptimal und läuft noch sperriger.
Das ist ein geometrisches Problem.

Die 12 Ritzel haben das Problem aber auch bei mir. Halt nicht so krass, aber doch beobachtbar.