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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tubolito - Erfahrung



phank61
10.03.2019, 10:28
Hi,

ich habe zu Weihnachten zwei Tubolito Schläuche fürs Rennrad bekommen. Dazu liegen noch ein paar GP 4000 im Keller und auch noch ein paar andere Teile, die ich in einer "Generalinspektion" im wärmeren Frühling montieren möchte.

Dazu kommt im Juni eine Tour von Stuttgart nach Marseille mit dem Rennrad. Da wollte ich die Dinger eigentlich im Rad haben, weil sie leicht und haltbar sein sollen und auch der Pannenschutz besser ist als bei herkömmlichen Reifen. Dazu trage ich mein Gepäck auf dem Rücken (kenne ich schon von einigen MTB Alpencross-Touren). Der Schlauch mit 38 Gramm ist da schön leicht und klein.

Da ich noch ein paar Amazon Gutscheine hatte wollte ich mir nochmal zwei Schläuche bestellen. Allerdings fand ich eine ganze Menge an sehr negativen Erfahrungen, vor allem, dass das Ventil ausreißt.

Fährt die Schläuche jemand von Euch und wenn ja, mit welchen Erfahrungen?

Gruß und Dank von Peter

tacoma
10.03.2019, 12:18
Maybe it helps!

Erfahrungen mit tubolito-Rennradschläuchen (60mm Ventillänge) seit Juni 2018!

1. Die Schläuche sind auf Disc-Carbon-Laufrädern (DT SWISS) montiert mit Conti GPI 4000 S2 25mm, Reifendruck 6,5 bar! Eine Reifenpanne hatte ich bis dato noch nicht. Sie halten extrem gut die Luft! Wesentlich besser/länger als Butyl-Schläuche.

Allerdings sollten die Reifen, zur Verbesserung des Abrollverhaltens, dem Körpergewicht angepasst werden also z.B. nicht zu hart aufgepumpt werden…… man muss da eben ein wenig mit unterschiedlichen Reifendrücken herumspielen! (BTW: mit mehr als 7,5 bar wurden sie noch nicht aufgepumpt)
Und außerhalb des Mantels sollte man den Reifen nur mit „Montageluftdruck“ (also nur leicht) aufpumpen.
Gewechselt - auf ein anders Laufrad - hab ich den Schlauch auch noch nicht. Weiß nicht wie ihm das bekommt!
BTW: Mit den „schrottigen“ ECLIPSE-Schläuchen ( die ich mal am CC-Hardtail gefahren bin) sind die Tubolitos nicht zu vergleichen!


2. Eine "Schwachstelle" ist der Ventilsitz bei der Verbindung mit dem Kunststoff des orangefarbenen „Ventilrohrs“! Da sehe ich ein Verbesserungspotential!
Schlüsselerfahrung:
Bisher hab ich meine Reifen immer mit einem schraubbaren Pumpenaufsatz aufgepumpt. Das ging bei den Tubolitos nicht mehr so easy, weil beim Abschrauben des Aufsatzes immer das Ventil mitentfernt würde. Der Sitz des Ventils im Ventilrohr ist nicht besonders fest! Daraus folgt: Pumpe mit Klemmkopf verwenden!
Bei der Montage des Ventils in das Kunststoffrohr ist generell ein „sensibles Händchen“ gefordert! Vorsichtig mit der Hand eindrehen und dann mit dem Ventilschlüssel mit max. einer Umdrehung „festziehen“! (Zitat: tubolito)
Auch bin ich mir nicht sicher, ob das „Ventilkunststoffrohr“ überhaupt ein Innengewinde hat........
Für den Notfall hab ich immer eine 2cm Conti-Ventilverlängerung dabei! Vom Support wurde mir auf Anfrage bestätigt, dass man Ventilverlängerungen benutzen kann! (Notfalls Ventilrohr kürzen, Ventil einschrauben, Verlängerung aufschrauben…)

3. Warum finden die tubolito-Schläuche bei mir Verwendung? Der Grund liegt darin, dass ich versucht hab ein Disc-Rad auf das UCI-Limit von 6,8 kg zu bringen - so I gave it a try!

avis
10.03.2019, 13:42
Gibt es hier nen Faden zu.
Quintessenz war, dass neben potentiellen Haltbarkeitsproblemen und dem Preis, der Rollwiderstand einfach signifikant schlechter ist.
Macht dann wenig Sinn, mehrere Watt zu verlieren um insgesamt ~25gr gegenüber einem Supersonicschlauch zu gewinnen.

usr
10.03.2019, 14:06
Die Pannenhäufigkeit finde ich recht hoch, hatte schon mehrere klassische Stichplatten und zusätzlich noch das Tubolito-spezifische Problem dass manchmal einfach so über Nacht die Verschweissung undurchlässig wird (bei mir war es die mit der die Röhrenenden zu einem Ring zusammengefügt werden). Auf Dauer für meinen Geschmack zu teurer, zumal das flicken (um Kosten zu drücken und/oder als Plan C unterwegs) noch sehr durchwachsen erscheint. Wenn alles passt hält der Reifen aber sensationell gut Druck, daher bleibe ich ihm speziell für Mehrtagesreisen treu, wo ich nicht ständig an die Standpumpe will/kann.

Zum flicken: kenne bisher nur das Flickset zweiter Generation (durchsichtige Kleberechtecke), damit war es einmal katastrophal (hätte wohl zum mit alle 20 km nachpumpen nach Hause retten gereicht), einmal vorbildlich dicht. Beim undichten Exemplar habe minutenlang manuell angedrückt und den Schlauch erst viel später eingebaut, beim anscheinend dichten habe ich das Gegenteil ausprobiert: nur kurz andrücken und dann frisch in den Mantel und sofort ordentlich Druck drauf, in der Hoffnung dass der Druck die Klebestelle schneller verpresst als die sickernderweise aufzustemmen. Die Flicken dritter Generation (orangene Ovale) sollen besser sein.

Bei defekter Verschweissung hilft wahrscheinlich kein Flicken (zu unebene Geometrie), zu Hause mache ich mir dann den Spaß mein Glück mit dem Lltkolben zu versuchen (ziemlich aussichtslose Spielerei, aber beim zehnten mal hätte ich die Technik vielleicht weit genug verfeinert)

usr
10.03.2019, 14:14
Macht dann wenig Sinn, mehrere Watt zu verlieren um insgesamt ~25gr gegenüber einem Supersonicschlauch zu gewinnen.

Mit dem Rucksack von Stuttgart nach Marseille wirst du mit dem Supersonic aber auch nicht glücklich, da willst du jedes bisschen Nachpumpbedarf einsparen. Und gegenüber einem schweren Butylschlauch mit vergleichbar wenig Nachpumpbedarf schaut der Tubolito gleich wieder ganz anders aus, da gewinnt er in jeder Kategorie außer beim Pannenrisiko.

Was ich sagen will: am Rennrad überzeugt der Tubolito in genau einer Nische und das ist genau die nach der der TE fragt.

avis
10.03.2019, 14:20
Schlechter rollen tat er meine ich sogar noch als ein Standardbutylschlauch.
Nur sind solche Unterschiede bei dem Einsatzzweck ja auch egal.
Wie allerdings auch eine Gewichtsersparnis von ~120g gegenüber Standardbutyl völlig unerheblich ist, wenn die Fuhre eh 20kg hat und man gleichmäßig mit 25km/h die Landstraße entlang rollt.
Relevante Vorteile kann ich also auch da nicht sehen, denn wie du sagst ist der dicke Butylschlauch pannensicherer und vor allem viel besser zu flicken oder zu ersetzen, was bei Reisen ja schon wichtig ist.
Aber gut, jeder wie er mag!
Geringes Packmaß könnte aber evtl. tatsächlich ein Vorteil sein.

Winner1234
10.03.2019, 17:06
Benutzt doch bitte einen alten Thread

Rolf1
10.03.2019, 17:36
Hi,

ich habe zu Weihnachten zwei Tubolito Schläuche fürs Rennrad bekommen. Dazu liegen noch ein paar GP 4000 im Keller und auch noch ein paar andere Teile, die ich in einer "Generalinspektion" im wärmeren Frühling montieren möchte.

Dazu kommt im Juni eine Tour von Stuttgart nach Marseille mit dem Rennrad. Da wollte ich die Dinger eigentlich im Rad haben, weil sie leicht und haltbar sein sollen und auch der Pannenschutz besser ist als bei herkömmlichen Reifen. Dazu trage ich mein Gepäck auf dem Rücken (kenne ich schon von einigen MTB Alpencross-Touren). Der Schlauch mit 38 Gramm ist da schön leicht und klein.

Da ich noch ein paar Amazon Gutscheine hatte wollte ich mir nochmal zwei Schläuche bestellen. Allerdings fand ich eine ganze Menge an sehr negativen Erfahrungen, vor allem, dass das Ventil ausreißt.

Fährt die Schläuche jemand von Euch und wenn ja, mit welchen Erfahrungen?

Gruß und Dank von Peter


Hallo,

ich habe zwar keine Erfahrungen mit dem Tubolitoschlauch aber leider welche mit dem Eclipseschlauch, der der direkte Konkurrent ist. Man ist anfangs begeistert, dass er die Luft lange hält, aber nach ein paar Monaten kommt man nicht mehr mit dem Flicken nach. Wegen der extrem geringen Wanddicke kann man ihn auch zur Prüfung der Dichtheit bzw. um Lecks zu finden nur mit sehr geringem Druck aufpumpen mit der Folge, dass man die Lecks kaum findet. Ich bin ja wirklich notorischer Leichtbaufreak, aber solche Schläuche sind nicht nur Mist sonder eher ganz großer Mist. Von besserer Pannenresistenz kann nicht die Rede sein. Das wäre auch vollkommen ungewöhnlich, da diese Leichtschläuche eine extrem geringe Wanddicke haben. Vredestein Latex Race (46 - 50g) sind fast doppelt so dick! Man kann sie bei der Montage hervorragend zwischen Reifen und Felge einklemmen und damit ruinieren. Die Montage ist während einer Tour keinesfalls mal eben so zu machen. Da ist äußerste Sorgfalt gefragt! Ich kann nur raten: Finger weg!!

Ciao Rolf

kilval
11.03.2019, 07:16
fahre die tubolitos seit knapp einem jahr und habe bisher 15000 km und viele höhenmeter ohne defekt zurückgelegt (zwischen gran canaria, strade bianche und teilweise sehr schlechten straßen in italien und frankreich war alles dabei).
laut test in der neuen roadbike soll der rollwiderstand jedoch niedriger sein als bei butylschläuchen.