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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bike Leasing über Firma (company bike) ja/nein?



neubicolt
12.03.2019, 12:45
Moin,

ich habe neuerdings die Möglichkeit über Company bike ein Rad für 36 Monate zu beziehen. U.a. ist dort auch Cannondale mit aktuellen Modellen vertreten :D. Bei einer UVP von 3000€ zahle ich ca. 55€ netto im Monat inkl. Versicherung und sowas. Anschließend kann ich zu 10% der UVP das Rad übernehmen.

Hat jemand Erfahrungen mit sowas und ob sich das wirklich rechnet? Muss den Kram dann ja auch noch versteuern. :confused:

VG

DJTornado
12.03.2019, 13:03
Ob die 55€/Monat Netto tatsächlich stimmen, kannst du ja jederzeit nachrechnen. Die 10% darf dir kein Leasinggeber garantieren und werden seit einiger Zeit von den Finanzämtern auch nicht mehr anerkannt. Meist kommt man günstiger weg, wenn man ein Rad aus dem Ausverkauf nimmt und dies zu 0% finanziert. btw: Prüfe die Versicherungsbedingungen, oftmals sind Lackschäden etc. ausgenommen, die der Leasinggeber sich von dir bei Rückgabe bezahlen lässt.

neubicolt
12.03.2019, 13:15
Ob die 55€/Monat Netto tatsächlich stimmen, kannst du ja jederzeit nachrechnen. Die 10% darf dir kein Leasinggeber garantieren und werden seit einiger Zeit von den Finanzämtern auch nicht mehr anerkannt. Meist kommt man günstiger weg, wenn man ein Rad aus dem Ausverkauf nimmt und dies zu 0% finanziert. btw: Prüfe die Versicherungsbedingungen, oftmals sind Lackschäden etc. ausgenommen, die der Leasinggeber sich von dir bei Rückgabe bezahlen lässt.

Ja klar, die 55€ sind ja anhand meiner Daten berechnet am Beispiel eines Rades für 3000€. Bzgl. 10% steht folgendes im FAQ:

"Für neue Verträge, die bis zum 31.12.2019 abgeschlossen werden, werden wir Ihnen die Räder bei Privatkauf ab 2022 ebenfalls für 10% des UVPs anbieten."

Versicherung:

"Nicht abgedeckt sind folgende Bestandteile des im Leasingvertrags ausgewiesenen Leasingobjekts:

Verschleißteile, Verbrauchsmittel, Betriebsmittel,
Austauschbare Leuchtmittel (z. B. Glühbirnen, LED)
Objekte, in die keine Originalteile eingebaut wurden oder der Einbau oder die Installation nicht durch eine Fachwerkstatt durchgeführt wurde
Sonderausstattung und Zubehör, das vom Leasingnehmer/Nutzer nachträglich selbst angebracht wird oder das durch den Hersteller des Leasingobjektes nicht zur Verwendung zugelassen ist

Zudem wird keine Kostenübernahme geleistet, wenn der Verlust oder die Beeinträchtigung auf folgende Ursachen zurückzuführen ist:

Verlieren, Stehen-, Hängen- und Liegenlassen
Hoheitliche Eingriffe (z. B. Beschlagnahme)
Schäden, die unter die Herstellergarantie fallen
Betriebsbedingte normale oder vorzeitige Abnutzung, Verschleiß
Verbrauchsgüter, z. B. Reifen, Bremsen, Leuchtmittel u. ä.
Störungen, die durch Einstellung laut Bedienungsanleitung behoben werden können
Schäden an oder durch Software, insbesondere auch aufgrund falscher Handhabung von Software oder durch falsche Installation
mangelnde Wartung laut Herstellerempfehlung
Serienschäden/Rückrufaktionen
vorsätzlich oder grob fahrlässig von dem jeweiligen Nutzer, dem Leasingnehmer oder dem jeweiligen Partner* herbeigeführte Schäden
nicht fachgerechter Einbau bzw. unsachgemäße Inbetriebnahme des Leasingobjektes
Krieg, kriegsähnliche Ereignisse, Bürgerkrieg, Rebellion, innere Unruhen, Terrorismus.

Gosy
12.03.2019, 13:50
Ich hatte so ein Rad und die 3jahre sind rum .brutto kostet das Rad mehr als der uvp.

rumplex
12.03.2019, 14:05
Ob die 55€/Monat Netto tatsächlich stimmen, kannst du ja jederzeit nachrechnen. Die 10% darf dir kein Leasinggeber garantieren und werden seit einiger Zeit von den Finanzämtern auch nicht mehr anerkannt. Meist kommt man günstiger weg, wenn man ein Rad aus dem Ausverkauf nimmt und dies zu 0% finanziert. btw: Prüfe die Versicherungsbedingungen, oftmals sind Lackschäden etc. ausgenommen, die der Leasinggeber sich von dir bei Rückgabe bezahlen lässt.

Richtig.

rumplex
12.03.2019, 14:10
"Für neue Verträge, die bis zum 31.12.2019 abgeschlossen werden, werden wir Ihnen die Räder bei Privatkauf ab 2022 ebenfalls für 10% des UVPs anbieten."

Solche Wertverluste erkennen aber die Finanzämter mittlerweile nicht mehr an. Jetzt meist 50%. das heißt, dass Du höher versteuern musst.

Gosy
12.03.2019, 14:10
Falsch . Uns wurde auch die 10 % garantiert und eingehalten . Arbeitgeber übernehmen die Differenz. Dazu sind auch neue gesetzte geplant wegen der Steuer. Das Rad war günstiger als die 0% Finanzierung . War schon reduziert und dann noch die steurerersparnis drauf. Kommt halt auch aufs Einkommen und Steuersatz an.

Ergänzung : der neue wert beim Rückkauf wäre sonst 17 % gewesen.

rumplex
12.03.2019, 14:23
Solche Wertverluste erkennen aber die Finanzämter mittlerweile nicht mehr an. Jetzt meist 50%. das heißt, dass Du höher versteuern musst.

Nicht?

[k:swiss]
12.03.2019, 14:41
Bei uns wird auch Bikeleasing über Jobrad angeboten.Ich wollte das auch erst machen, aber
nach genauem durchrechnen war das für mich nicht mehr interessant.
Man spart im Schnitt etwa 10 Prozent beim Rad, aber nur auf die UVP des Rades. Die dargestellte Einsparungen in den Vorteilsrechnern der Portale beinhaltet ja immer noch eine Versicherung, die ich in meinem Fall (eigene Hausrat mit Radersatz bei Diebstahl) nicht brauche aber trotzdem bezahlen müsste. Bereits reduzierte Modelle (Canyon Outlet z.B.) zu leasen ist zwar möglich, werden aber bein Nachfrage nur zur alten UVP oder zumindest mit deutlichem Aufschlag besteuert, da die Händler Jobrad die Räder günstiger überlassen müssen. (Giant z.B. wollte ein um 25 % reduziertes 2018er Modell nur zum vollen Kaufpreis über Jobrad finzieren..) nein danke.
Den Rabatt den ein Händler dem Leasinggeber einräumt, kann man durch geschicktes Verhandeln oft selbst herausholen und spart dadurch mehr als bei einer Finanzierung über 3 Jahre.

thigh
12.03.2019, 15:14
Das Rad war günstiger als die 0% Finanzierung . War schon reduziert und dann noch die steurerersparnis drauf.


Zählt beim Leasing nicht allein die UVP? Das war jedenfalls der Grund, warum ich es damals nicht gemacht habe. Direktkauf mit Rabatt war günstiger als Leasing zu UVP.

neubicolt
12.03.2019, 15:35
Hier das Ganze mal am Beispiel eines 2019er Supersix Ultegra Disc:

Sie bekommen ein tolles Fahrrad im Wert von 2.999,00 EUR (UVP) sowie die passende Rundum-Schutz-Versicherung im Gesamtwert von ca. 292,00 EUR.

Ihr Nettogehalt wird dafür im Leasingzeitraum (36 Monate) um ca. 57,00 EUR/Monat reduziert. Der zu versteuernde Sachbezug gemäß der 1%-Regel (1% vom UVP des Rades abgerundet auf volle Hundert) wird in der Berechnung bereits berücksichtigt.

Am Ende der Leasingzeit geben Sie das Rad einfach zurück. Optional möchten wir Ihnen nach Leasingende das Rad zum Preis von 10% des UVPs anbieten. In der Beispielrechnung haben wir einen Verkaufspreis zum Ende der Vertragslaufzeit von 10% des UVPs bzw. 300,00 EUR (Gebrauchtradpreis) angenommen. Die von den Finanzbehörden seit kurzem geforderte Versteuerung eines geldwerten Vorteils übernehmen wir für Sie ab dem 01.01.2018 gemäß § 37b EstG – so dass für Sie über den Gebrauchtradpreis hinaus keine weiteren Kosten entstehen.

rumplex
12.03.2019, 15:42
Die von den Finanzbehörden seit kurzem geforderte Versteuerung eines geldwerten Vorteils übernehmen wir für Sie ab dem 01.01.2018 gemäß § 37b EstG – so dass für Sie über den Gebrauchtradpreis hinaus keine weiteren Kosten entstehen.

Ah, so rum ....

neubicolt
12.03.2019, 15:48
Kann es sein dass sich das eher lohnt wenn das Rad teuer wird, so 4000€ aufwärts?

rumplex
12.03.2019, 15:54
Kann es sein dass sich das eher lohnt wenn das Rad teuer wird, so 4000€ aufwärts?

Tendenziell ja. Hängt aber auch von Steuerklasse ab, und natürlich vom Gehalt.

neubicolt
12.03.2019, 16:00
Tendenziell ja. Hängt aber auch von Steuerklasse ab, und natürlich vom Gehalt.

IV und deutlich im Bereich Spitzensteuersatz :ü

felixthewolf
12.03.2019, 16:01
Die meisten dieser Anbieter nehmen für die Vermittlung und die Finanzierung ca. 10% des Kaufpreises als Provision/Zins.
Denn speziell die Finanzdienstleister haben nichts zu verschenken.
Das ganze basiert auf der Idee, dass der Händler die 10% schluckt und den HickHack mit dem Fiannzamt beim Rückkauf der AG übernimmt. Sonst spart es dir real nichts.
Wir haben ständig solche Anfragen, weils auch gerade ordentlich gepushed wird. Da wir bei Custombikes aber nicht mal eben 10% nachlassen können, sondern diese aufschlagen müssen, hat sich das Thema Jobrad dann meist schnell erledigt und ist mit einem Privatkredit für alle beteiligten schneller und unbürokratischer, weil schlicht weniger dringhängen, die mitverdienen wollen. Ich fürchte, da wird gerade eine ordentliche Blase aufgebaut, die in 2-3 Jahren wenn die Bikes dann alle übrig sind, möglicher Weise platz, wenn da nicht schon vorher ein Riegel vorgeschoben wird vom Finanzamt.

Gruss, Felix

neubicolt
12.03.2019, 16:31
für alle beteiligten schneller und unbürokratischer, weil schlicht weniger dringhängen, die mitverdienen wollen. Ich fürchte, da wird gerade eine ordentliche Blase aufgebaut, die in 2-3 Jahren wenn die Bikes dann alle übrig sind, möglicher Weise platz, wenn da nicht schon vorher ein Riegel vorgeschoben wird vom Finanzamt.

Gruss, Felix

Ich glaube die Tendenz seitens der Finanzämter ist gerade das Ganze attraktiver zu machen und die 1%-Regel aufzuweichen analog zu eAutos.

Bin momentan hin und hergerissen. Finanzierung mache ich nicht. Dann bezahl ich es bar.

Onkeltilman
12.03.2019, 16:45
Bike Leasing hätte ich auch gerne. Aber nicht für ein Rennrad. Ich würde dann ein E-Lastenrad (Bullitt/R&M Load) anschaffen wollen (5-5,5k€). Rennräder baue ich dafür zu gerne selbst auf.

Aber: Hätte, hätte Innenlager. Mein AG sperrt sich, obwohl er Fahrradverkehr, E-Autos und aktive Mitarbeiter fördern will...

DJTornado
12.03.2019, 16:56
Ich glaube die Tendenz seitens der Finanzämter ist gerade das Ganze attraktiver zu machen und die 1%-Regel aufzuweichen analog zu eAutos.

Bin momentan hin und hergerissen. Finanzierung mache ich nicht. Dann bezahl ich es bar.

Bitte mal genau lesen, analog e-Autos nur dann, wenn das Modell keine Gehaltsumwandlung ist sondern eine Zusatzzahlung des AGs darstellt. Ansonsten hat sich nämlich genau gar nichts bei Rad-Leasing geändert.

felixthewolf
12.03.2019, 16:58
Finanzierung mache ich nicht. Dann bezahl ich es bar.

Dann ist die Wahrscheinlichkeit zu sparen, in Verhandling mit deinem Stammhändler für Lagerware durchaus höher.

Gruss, Felix

neubicolt
12.03.2019, 16:58
Bitte mal genau lesen, analog e-Autos nur dann, wenn das Modell keine Gehaltsumwandlung ist sondern eine Zusatzzahlung des AGs darstellt. Ansonsten hat sich nämlich genau gar nichts bei Rad-Leasing geändert.

Ja bekannt, diese Lücke soll wohl aber geschlossen werden. Das meinte ich mit Tendenz.

rumplex
12.03.2019, 16:59
Bike Leasing hätte ich auch gerne. Aber nicht für ein Rennrad. Ich würde dann ein E-Lastenrad (Bullitt/R&M Load) anschaffen wollen (5-5,5k€). Rennräder baue ich dafür zu gerne selbst auf.

Aber: Hätte, hätte Innenlager. Mein AG sperrt sich, obwohl er Fahrradverkehr, E-Autos und aktive Mitarbeiter fördern will...

Keine kommunale/Landesförderung bei Euch? In München gibts für E-Lastenräder bis zu 2000 Euro Prämie.

duesi_I
12.03.2019, 17:12
Moin,

also ich habe zur Zeit ein MTB über businessbike geleast, bis jetzt alles top.
Man solte sich aber gut die Policen der zwingend zu nehmenden Vollkasko-Versicherung
durchlesen.
Bei meinem Vertrag sind ausdrücklich Renneinsätze untersagt, oder aber man
klärt das mit der Versicherung, doch dann ist das Rad zum gleichen Preis nur noch
Diebstahl versichert,
Daher scheidet Leasing beim Rennrad für mich aus.
Beim MTB finde ich das schon geil, Vollkasko selbst bei eigener Blödheit für
150€ im Jahr.
Es sollte auch bedacht werden dass man sich damit quasi 3 Jahre, eurer seits, an
die Firma bindet, denn im Falle einer Kündigung des Arbeitnehmers muss er sofort alle
ausstehenden Leasingraten zahlen und evt. finanziellen Schäden des Arbeitgebers.

Onkeltilman
12.03.2019, 17:42
Keine kommunale/Landesförderung bei Euch? In München gibts für E-Lastenräder bis zu 2000 Euro Prämie.

Nix. :(

stolle12
12.03.2019, 20:26
Moin,

also ich habe zur Zeit ein MTB über businessbike geleast, bis jetzt alles top.
Man solte sich aber gut die Policen der zwingend zu nehmenden Vollkasko-Versicherung
durchlesen.
Bei meinem Vertrag sind ausdrücklich Renneinsätze untersagt, oder aber man
klärt das mit der Versicherung, doch dann ist das Rad zum gleichen Preis nur noch
Diebstahl versichert,
Daher scheidet Leasing beim Rennrad für mich aus.
Beim MTB finde ich das schon geil, Vollkasko selbst bei eigener Blödheit für
150€ im Jahr.
Es sollte auch bedacht werden dass man sich damit quasi 3 Jahre, eurer seits, an
die Firma bindet, denn im Falle einer Kündigung des Arbeitnehmers muss er sofort alle
ausstehenden Leasingraten zahlen und evt. finanziellen Schäden des Arbeitgebers.

Habe auch bei diesen Anbieter einen Vertrag für das e bike meiner Frau.
Bei Businessbike ist der Verkaufspreis abzügl. Rabatt die Berechnungsgrundlage (zumindest noch 2017 bei meinem Vertrag ). D.h. der Nachlass kommt den Kunden zugute.

Jobrad gibt den Preisvorteil meines Wissens nach nicht weiter.

DJTornado
12.03.2019, 20:44
Das FA besteht auf LP...

duesi_I
12.03.2019, 21:16
Habe auch bei diesen Anbieter einen Vertrag für das e bike meiner Frau.
Bei Businessbike ist der Verkaufspreis abzügl. Rabatt die Berechnungsgrundlage (zumindest noch 2017 bei meinem Vertrag ). D.h. der Nachlass kommt den Kunden zugute.

Jobrad gibt den Preisvorteil meines Wissens nach nicht weiter.

Korrekt, das kann ich bestätigen. Die Leasingrate
richtet sich nach dem Kaufpreis, der zu versteuernde
Geldwerte Vorteil allerdings nach der UVP.

stolle12
12.03.2019, 21:47
Korrekt, das kann ich bestätigen. Die Leasingrate
richtet sich nach dem Kaufpreis, der zu versteuernde
Geldwerte Vorteil allerdings nach der UVP.

Klar! Das ist absolut korrekt.

neubicolt
13.03.2019, 08:36
Moin,

also ich habe zur Zeit ein MTB über businessbike geleast, bis jetzt alles top.
Man solte sich aber gut die Policen der zwingend zu nehmenden Vollkasko-Versicherung
durchlesen.
Bei meinem Vertrag sind ausdrücklich Renneinsätze untersagt, oder aber man
klärt das mit der Versicherung, doch dann ist das Rad zum gleichen Preis nur noch
Diebstahl versichert,
Daher scheidet Leasing beim Rennrad für mich aus.
Beim MTB finde ich das schon geil, Vollkasko selbst bei eigener Blödheit für
150€ im Jahr.
Es sollte auch bedacht werden dass man sich damit quasi 3 Jahre, eurer seits, an
die Firma bindet, denn im Falle einer Kündigung des Arbeitnehmers muss er sofort alle
ausstehenden Leasingraten zahlen und evt. finanziellen Schäden des Arbeitgebers.

Ich hab mir schriftlich bestätigen lassen dass auch Renneinsätze kein Auschlusskriterium sind. War hier kein Thema bei denen. Meine Selbstbeteiligung ist auf maximal 100€ festgeschrieben. Ist für mich auf jeden Fall interessant quasi drei Jahre sorgenfrei Rennen fahren zu können und zu wissen im Zweifel nur 100€ für ein neues Rad ausgeben zu müssen. :)

Gevi
13.03.2019, 09:38
Hi, meine Frau und ich haben das auch beide gemacht und ich habe das sowohl mit ihrem geringeren als auch mit meinem Gehalt durchgerechnet (und auch die Versicherung etc bei Privatkauf rausgerechnet) - das lohnt sich auf jeden Fall!
Mich wundert hier ehrlich gesagt dieser Negativ-Tenor - bikeleasing-service.de - Rechner - ich bekomme sonst auf keines meiner neuen Räder über 25% Rabatt. :)

Gosy
13.03.2019, 09:45
Ich hab grob gerechnet 600 Euro gespart . Rad von 3000 auf 2600 reduziert. War Versichert und sogar ein pannenservice dabei :applaus:. Das nächste Rad hab ich trotzdem so gekauft :confused:

canno-range
13.03.2019, 11:03
Die Wirtschaftlichkeit scheint sehr stark abhängig vom Anbieter des Leasings zu sein.
Mein Arbeitgeber bietet das Leasing über eine Leasinggesellschaft an, bei der viele Freiheiten bestehen.
Ich habe den Kaufpreis mit dem Händler (grundsätzlich ist da jeder Händler möglich) vereinbart. Diesen zahlt die Leasinggesellschaft an den Händler auch aus. Zu versteuern ist das Rad natürlich nach der UVP. Beim Kauf kann man aber übliche Rabatte verhandeln.
Das Leasing läuft über 36 Monate, verbunden mit einem gesicherten Rückkaufwert. Eventuelle Nachversteuerungen bei anschließneder Übernahme des Rades durch mich übernimmt die Leasinggesellschaft.
Zusätzlich wird noch angeboten, dass Rad an die Leasinggesellschaft sofort voll zu bezahlen. Das eingesetzte Kapital wird mit 3,8% p.a. verzinst. Für den Fall, dass das Rad vorab voll bezahlt wird, entfällt auch der Zwang zur Versicherung des Rades.
Mein Arbeitgeber hat mit der Leasinggesellschaft einen Rahmenvertrag geschlossen, in dem diese Konditionen vereinbart sind. Insgesamt sind auf diese Weise deutliche Einsparungen gegenüber dem Direktkauf möglich, abhängig von der Höhe des Kaufpreises und vom Gehalt. In meinem Fall lohnt es sich auf jeden Fall.

Vordrängler
13.03.2019, 21:00
ich habe mein erstes Leasingrad fast durch, im Oktober werde ich es nach 3 Jahren für 10% auslösen. Es ist über business-bike gelaufen. Mein Arbeitgeber ist hier sehr progressiv reingegangen und wir bekommen noch eine monatliche Summe dazugeschossen. Ich konnte ein 4400 €-Rad für 2990.- Euro gesamt erwerben, diesen Rabatt gibt dir kein Händler, ein Versender- wie in meinem Fall der Erwin- schon gleich gar nicht. Mein Arbeitgeber hat meines Wissens inzwischen schon an die 1000 Räder geleast.
Laut unserem Betriebsrat können wir nach Ablauf sofort wieder ein Rad leasen, die Konditionen sollen noch besser sein, die 1% FA-Regel soll laut unserem HR-Büro komplett entfallen.
Das ganze hat aber auch ein paar kleine Macken, das muss einem klar sein: sobald du etwas an dem Rad veränderst (Laufradtausch oder ähnlich banales) könntest du ein Problem kriegen, Veränderungen darf man am Rad nicht vornehmen.
Mehrmals hatte ich zum Test den inkludierten und bezahlten Pannenservice angerufen: Vergiss es, hoffentlich brauche ich das nie. Das klappt nicht, ist nur ne schlechte Hotline, mehr nicht.
Bei uns ist der Betrag auf inzwischen 5000 Euro Gesamtsumme gedeckelt, bei meinem ersten Vertrag ware es noch 4400€.
Fürs Rennrad absolut ok. Bei mir würde derzeit aber ein neues MTB anstehen, da käme ich mit 5k leider nicht hin. Man kann aber leider den Aufpreis für ein 7k-Rad nicht bar drauflegen. Dazu kommt noch, daß ich auch gerne Rahmen kaufe und selbst aufbaue, geht beim Business-Bike auch nicht.
Aus ökologischer Sicht war das Pushen des Leasings ein voller Erfolg: der Radparkplatz vor der Firma hat sich verdreifacht, musste wegen der vielen Räder (leider die Hälfte E-Bikes) neu gebaut werden. E-Bikes mag ich ja gar nicht, aber wenn sie auf dem Arbeitsweg ein Auto ersetzen sind sie super.

Gosy
13.03.2019, 21:36
Bei uns gehen auch Custom Bikes, Maximum 10.000 Euro.

Vordrängler
13.03.2019, 22:05
Bei uns gehen auch Custom Bikes, Maximum 10.000 Euro.

dann muss ich wohl nochmal beim HR anklopfen.........:D

neubicolt
14.03.2019, 08:36
Bei Company-bike hab ich keine Grenze was das Budget angeht, aber in Bezug auf die Hersteller. Im Prinzip suche ich dann ein reines Renngerät für mich.

Cannondale - Supersix Disc hab ich ja, interessant evtl. nur wegen der Versicherung

Giant - uninteressant

BMC - Teammachine SLR02 nur mit mech. Ultegra, mit Di2 ausverkauft

BH - uninteressant

Merida - das Reacto 7000 Disc mit Di2 wäre eine Alternative


Also Teammachine Disc SLR02 two oder Merida Reacto 7000 Disc?

Onkeltilman
14.03.2019, 09:10
Nimm ein zweites SuperSix :)

Edith: Bzw. warte ob C'dale nicht dieses Jahr ein neues SuperSix rausbringt. (Siehe Vorwerk :D)

neubicolt
14.03.2019, 09:27
Nimm ein zweites SuperSix :)

Edith: Bzw. warte ob C'dale nicht dieses Jahr ein neues SuperSix rausbringt. (Siehe Vorwerk :D)

Kommt da was? Kann nichts finden. Finde ein einziges disc-Model recht dünn. Hatte auch kurz überlegt beim Crosser umzusteigen, was aber beim SuperX am asymmetrischen Hinterbau scheitert. Ich lass doch nicht drei Laufradsätze neu zentrieren :confused:

duesi_I
14.03.2019, 10:13
1% FA-Regel soll laut unserem HR-Büro komplett entfallen


Das stimmt so leider nicht, trifft nur zu wenn die Firma das Rad zahlt und nicht bei Leasing mit Gehaltsumwandlung!
Also wie immer, wer schon genug hat bekommt einfach noch mehr ;)
Keine Ahnung warum das so verabschiedet wurde und nicht umgekehrt.

LudoD.
14.03.2019, 10:20
Laut unserem Betriebsrat können wir nach Ablauf sofort wieder ein Rad leasen, die Konditionen sollen noch besser sein, die 1% FA-Regel soll laut unserem HR-Büro komplett entfallen.


Gibt es irgendwo weitere Infos darüber?

Mein AG hat das Bikeleasing vorletztes Jahr grundsätzlich abgelehnt. Wenn sich da irgendwas geändert hat würde ich es gerne nochmal anstoßen wollen.

Gevi
14.03.2019, 12:07
Bei Company-bike hab ich keine Grenze was das Budget angeht, aber in Bezug auf die Hersteller. Im Prinzip suche ich dann ein reines Renngerät für mich.

Cannondale - Supersix Disc hab ich ja, interessant evtl. nur wegen der Versicherung

Giant - uninteressant

BMC - Teammachine SLR02 nur mit mech. Ultegra, mit Di2 ausverkauft

BH - uninteressant

Merida - das Reacto 7000 Disc mit Di2 wäre eine Alternative


Also Teammachine Disc SLR02 two oder Merida Reacto 7000 Disc?

Wie siehts aus mit dem SystemSix? Dann bleibst Du auch bei C'dale ;)

neubicolt
14.03.2019, 12:26
Wie siehts aus mit dem SystemSix? Dann bleibst Du auch bei C'dale ;)

No way! Favorit wäre das Teammachine. Gibt es mit Di2 aber nur noch felgengebremst. Da muss ich nochmal in mich gehen ob das Sinn macht.

Onkeltilman
14.03.2019, 13:43
Kommt da was? Kann nichts finden.

Ich habe meine Vertreterin gefragt; Sie sagte, da kommt in den nächsten 5 Jahren nichts neues ;)


Im Ernst: ich könnte mir schon vorstellen, dass im Zuge vom CAAD13 auch demnächst ein neues SuperSix in der Pipeline ist.

MatthiasR
14.03.2019, 15:27
Die von den Finanzbehörden seit kurzem geforderte Versteuerung eines geldwerten Vorteils übernehmen wir für Sie ab dem 01.01.2018 gemäß § 37b EstG – so dass für Sie über den Gebrauchtradpreis hinaus keine weiteren Kosten entstehen.

Geht das denn so einfach? Wenn dein Arbeitgeber (das ist doch vom Arbeitgeber?) irgendwelche Kosten übernimmt, entsteht doch (wieder) ein geldwerter Vorteil, der eigentlich versteuert werden müsste?!

Außerdem zahlst du bei diesem Angebot halt für die Versicherung mit - würdest du die sonst auch nehmen?

Btw. deckt die Versicherung (zumindest bei uns, aber das wird hier nicht anders sein) nur den Schaden des Anbieters ab. D.h. wenn du nach zwei Jahren das Rad schrottest, musst du zwar nichts bezahlen, hast aber auch kein Rad mehr. Und die bereits gezahlten Raten sind einfach weg. Bei einem eigenen Rad würde dir die Versicherung (wenn du eine hast) zumindest den Zeitwert ersetzen.

Gruß Matthias

PS: Ich habe selbst ein JobRad, würde es aber wahrscheinlich nicht mehr machen.

neubicolt
14.03.2019, 15:49
Mein AG übernimmt im Prinzip garnix außer die geänderte Gehaltsabrechnung. Ich bekomme keinen Zuschuss o.ä.

Mir wurde versichert dass ich im Leasingzeitraum bei Verlust ein gleichwertiges Rad gestellt bekomme. Das Ganze gilt auch für Stürze im Rennen.

Stellt sich nur noch die Frage welches Rad :confused:...würde wohl tatsächlich zurück auf Felgenbremse wechseln. Nicht weil Disc nicht super wäre, aber ich brauche sie hier schlicht nicht.

BMC Teammachine SLR01 three mit Di2 wäre toll, aber mal echt sauteuer :eek:

Cannondale SuperSix gäbe es nur mit Red eTap. Damit habe ich so gar keine Erfahrung. Gerade in Rennen ist elektronisch schalten schon was feines.

Vordrängler
14.03.2019, 23:49
Gibt es irgendwo weitere Infos darüber?

Mein AG hat das Bikeleasing vorletztes Jahr grundsätzlich abgelehnt. Wenn sich da irgendwas geändert hat würde ich es gerne nochmal anstoßen wollen.

ich versuch mal genaueres zu erfahren

neubicolt
15.03.2019, 09:24
Also ich hab mich jetzt für ein konkretes Model entschieden. Es soll, wenn, das BMC Teammachine SLR01 three mit Ultegra Di2 werden. Finde es einfach ein Rattenscharfes Rad. Zu 6500€ würde ich es mir aber wohl nie selbst kaufen wollen.

Netto kostet mich das Rad 126€ im Monat inkl. Vollkasko und Mobilitätspaket (Leihrad, Fahrtkosten etc). Bei Totalschaden erhalte ich ein gleichwertiges Neurad. SB max 100€. Ich zahle also, sollte ich das Rad nach 36 Monate übernehmen, insgesamt 5186€ inkl. Versicherung. Ok, zu dem Preis bekomm ich das Rad mutmaßlich im Herbst auch im Ausverkauf. Die Versicherung ist aber schon ein wichtiger Aspekt. Eine Fahrradversicherung die gegen Sturz absichert kostet ca. 1800€ übder drei Jahre. Ich müsste also das Rad für ca. 3400€ im Ausverkauf bekommen um ein gleichwertiges Angebot zu haben. Das erscheint mir dann doch unrealistisch.

Hab ich hier einen Denkfehler? Für mich sieht das jetzt erstmal nach einem guten Deal aus.

Die Vorgehensweise wie die 10% Kaufpreis trotz gegensätzlicher Regelung des FA gewährleistet wird ist hier beschrieben: https://company-bike-solutions.com/neue-restwert-regelung-company-bike-solutions-uebernimmt-steuerliche-nachteile/

sinixx
15.03.2019, 12:15
Seit diesem Jahr soll es auch eine steuerfrei Version des Jobrads geben. Diese gilt, wenn der Arbeitgeber die Kosten „zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn“ übernimmt.
Diese Variante erscheint mir am sinnvollsten, denn so ist das Fahrrad eine betriebliche Ausgabe.
Bleibt die Frage wie ist das mit dem „zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn“ definiert?
Hat jemand schon Erfahrungen mit diesem steuerfreiem Modell?

DJTornado
15.03.2019, 12:38
Es gibt eine aktuelle Neuerung bei den Modellen mit Gehaltsumwandlung, es sollen hier nur noch 0,5% des LP als geldwerter Vorteil angesetzt werden, nicht mehr 1%. Ist seit heute auf der HP von Jobrad & Co aufgeführt. Falls man unter der SV BBG liegt, spart man hier tatsächlich eine Menge Geld.

Gevi
15.03.2019, 19:08
Es gibt eine aktuelle Neuerung bei den Modellen mit Gehaltsumwandlung, es sollen hier nur noch 0,5% des LP als geldwerter Vorteil angesetzt werden, nicht mehr 1%. Ist seit heute auf der HP von Jobrad & Co aufgeführt. Falls man unter der SV BBG liegt, spart man hier tatsächlich eine Menge Geld.

Wobei diese Info derzeit wirklich nur von Jobrad geteilt wird. Abwarten.
Vorher durfte man keine Gehaltsumwandlung haben - ergo - traf das für fast keinen zu. ;)

DJTornado
15.03.2019, 19:24
Das ist falsch, kommt vom Bundesministerium. Aber egal...

Gevi
15.03.2019, 23:04
Das ist falsch, kommt vom Bundesministerium. Aber egal...

? Nee, wenn Du hier etwas als "falsch" darstellst, solltest Du vorab schon richtig lesen.
Nur "Jobrad" sagt, dass das vom Bundesministerium kommt. Etwas anders habe ich nicht behauptet.

DJTornado
16.03.2019, 09:38
Dann geh auf die Seite vom Bundesministerium, im Parallelforum ist mittlerweile der Link. Aber mecker mal weiter :eek:

Labi
16.03.2019, 09:53
;5887137']Bei uns wird auch Bikeleasing über Jobrad angeboten.Ich wollte das auch erst machen, aber
nach genauem durchrechnen war das für mich nicht mehr interessant.


Bei uns auch Jobrad und es war sehr interessant, da mein Arbeitgeber 35€ der Leasingsrate übernimmt und ebenso die Versicherung. :D Im Juli sind die 3 Jahre rum, ich werde mein Canyon Ultimate SL mit Ultegra DI2 (hätte ich mir sonst nicht gegönnt) übernehmen und wahrscheinlich ein neues Leasing für ein MTB starten. (Mein Stahlhobel ist Baujahr 1994 :D, fahre sonst nur Rennrad oder Crossrennrad, aber für Fototouren wäre ein leichtes Hardtail schon nett ;- )

Gruß, Labi

Gevi
16.03.2019, 18:37
Dann geh auf die Seite vom Bundesministerium, im Parallelforum ist mittlerweile der Link. Aber mecker mal weiter :eek:

Wäre nett, wenn Du den Link dann auch hier posten würdest - ich denke, nicht nur ich weiß nicht, was Du mit Parallelforum meinst. Aber "nett" scheint eh nicht so Deines zu sein. Anders kann ich mir nicht erklären, warum Du mich hier so von der Seite "anblaffst". Ein wenig Sozialkompetenz sollte man schon in ein Forum mitbringen.

neubicolt
08.10.2019, 14:10
Möchte das Thema aus aktuellem Anlass nochmal nach oben holen.

Meine Frau betreibt nebenberuflich ein Kleingewerbe (Kleinunternehmeregelung). Sie möchte gern ein neues Rad und überlegt nun dies über die "Firma" zu leasen. Soweit ich das verstehe läuft das steuerlich wie folgt ab:

- Leasingrate wird monatlich zu 100% als Betriebsausgabe angegeben und vermindert den Gewinn
- Seit 2019 ist die private Nutzung steuerfrei, ergo brauche ich keine 0,5% vom UVP monatlich als Umsatz werten

Ich lese jetzt dass lediglich die Umsatzsteuer auf die private Nutzung berücksichtigt werden muss. Hat jemand eine Ahnung was es damit auf sich hat? Verstehe es nicht so ganz und wie im Detail das ganze in der EÜR berücksichtigt werden muss.

VG

Keita
08.10.2019, 14:46
Für die Privatentnahme aus dem Betriebsvermögen muss die Umsatzsteuer abgeführt werden, denn die Vorsteuer kannst Du nur für den Anteil geltend machen, der betrieblich veranlasst ist.

Bsp.: Leasingrate 100 EUR, Privatnutzung 20%
=> für die 20% = 20 EUR muss die USt. in Höhe von 20 EUR * 19% = 3,80 EUR abgeführt werden

Das sollte aber nicht für Fahrräder gelten, denn im EStG heißt es

Die private Nutzung eines betrieblichen Fahrrads, das kein Kraftfahrzeug im Sinne des Satzes 2 ist, bleibt außer Ansatz.

neubicolt
08.10.2019, 15:00
Hm, lt. Homepage von Jobrad gilt folgendes:

"Wie bisher können Sie die Leasingrate für Räder und Pedelecs, die dem Betriebsvermögen zuzuordnen sind, als Betriebsausgabe geltend machen. Neu ab 2019 ist der Wegfall der Entnahmebesteuerung: Die private Nutzung ist künftig einkommensteuerfrei, Umsatzsteuer auf den Privatentnahmeanteil ist jedoch weiterhin abzuführen."

Frage ist halt wie der Nachweis jetzt läuft da ja die 0,5%-Regel außer Kraft gesetzt wurde. Führe ich die 3,80€ aus deinem Beispiel dann als Umsatz in der EÜR?

Nurbergabfahrer
08.10.2019, 15:07
Hallo Neubicolt,
bin auch selbständig und habe ein Rennrad geleast. Kosten gehen voll auf die Firma, abgesegnet von meinem Steuerberater. Das Bike muss auch nicht beruflich genutzt werden, dient einzig allein um meine körperliche Berufstätigkeit zu erhalten. Mein Nachbar, ebenfalls selbständig, hat mittlerweile 5 Jobräder auf seinem Namen laufen. Sieht trotzdem nicht fitter aus, aber das ist eine andere Geschichte.

neubicolt
08.10.2019, 15:10
Hallo Neubicolt,
bin auch selbständig und habe ein Rennrad geleast. Kosten gehen voll auf die Firma, abgesegnet von meinem Steuerberater. Das Bike muss auch nicht beruflich genutzt werden, dient einzig allein um meine körperliche Berufstätigkeit zu erhalten. Mein Nachbar, ebenfalls selbständig, hat mittlerweile 5 Jobräder auf seinem Namen laufen. Sieht trotzdem nicht fitter aus, aber das ist eine andere Geschichte.

Hast du den privaten Anteil in irgendeiner Form berücksichtigt? Als Kleinunternehmer ist einiges etwas anders. Steuerberater haben wir nicht. Mache alles ich, nur bei manchen Details komme ich ins grübeln. Mit der Umsatzsteuer hast du als Kleinunternehmer ja sonst nicht wirklich was zu tun.

Keita
08.10.2019, 15:51
Ach sorry, hatte "Kleinunternehmer" überlesen. Da Deine Frau keine Vorsteuer geltend machen kann, müsste sie auch keine Umsatzsteuer auf die Privatnutzung entrichten. Bei ihr läuft ja alles brutto, d.h. um beim obigen Beispiel zu bleiben

119 EUR (100 EUR netto + 19% USt) Leasingrate, 20% Privatanteil = 23,80 EUR, der aber einkommenssteuerneutral ist.

neubicolt
08.10.2019, 15:57
Um konkret zu werden. Ich habe den fertigen Antrag hier liegen. Leasingrate 73,97€ zzgl. Mwst. Muss ich dann die 17,60€ jetzt angeben in der EÜR oder darf ich das nach der neuen Regelung quasi unter den Tisch fallen lassen?

Keita
08.10.2019, 16:44
Die 17,60 EUR (oder was immer auch als privater Anteil tatsächlich anfällt, die 20% waren fiktiv) darfst Du bzw. Deine Frau nach der Steuernovelle zum Jahresbeginn unter den Tisch fallen lassen. Sie verbucht die 88,02 EUR als Aufwand, Privatnutzung muss weder für die Einkommen- noch für die Umsatzsteuer berücksichtigt werden.
Wenn sie keinen Steuerberater konsultieren will, kann sie auch beim Fiskus eine verbindliche Auskunft einholen, die bei dem geringen Gegenstandswert kostenlos sein sollte.

P.S.: Alles ohne Gewähr!

alpenexpress
08.10.2019, 16:48
Hallo, bin auch selbständig und einige meiner Mitarbeiter haben ein Jobbike von mir. Ich habe mit meinem Steuerberater schon einige Male diskutiert, ob für mich auch ein Dienstfahrrad möglich sei. Seine Antwort: Im Gegensatz zum Angestellten kann ich nur dann ein Fahrrad geltend machen, wenn ich es mindestens 10% beruflich (hierzu zählt nicht der Weg zur Arbeitsstätte) einsetze. Kundenbesuch oä wäre OK. Er hat das mit aktuellen Fachartikeln umtermauert und auch meine Recherche hat das Gleiche ergeben.
Bei einemm teuren Rennrad ist es schwierig die betriebliche Nutzung nachzuweisen.
Schade.
Wenn ihr fundierte andere Informationen oder Stellungnahmen der Finanzämter habt, lasst es mich wissen.
Bei der EKSt-Erklärung etwas anzugeben, was dem Sachbearbeiter nicht auffällt oder bei einer echten Steuerprüfung bestehen zu können, sind 2 Paar Schuhe.
LG

elmar
08.10.2019, 17:33
Mein AG sperrt sich, obwohl er Fahrradverkehr, E-Autos und aktive Mitarbeiter fördern will...

Kirchlich?

relppurtsb
08.10.2019, 22:20
Hallo, bin auch selbständig und einige meiner Mitarbeiter haben ein Jobbike von mir. Ich habe mit meinem Steuerberater schon einige Male diskutiert, ob für mich auch ein Dienstfahrrad möglich sei. Seine Antwort: Im Gegensatz zum Angestellten kann ich nur dann ein Fahrrad geltend machen, wenn ich es mindestens 10% beruflich (hierzu zählt nicht der Weg zur Arbeitsstätte) einsetze. Kundenbesuch oä wäre OK. Er hat das mit aktuellen Fachartikeln umtermauert und auch meine Recherche hat das Gleiche ergeben.
Bei einemm teuren Rennrad ist es schwierig die betriebliche Nutzung nachzuweisen.
Schade.
Wenn ihr fundierte andere Informationen oder Stellungnahmen der Finanzämter habt, lasst es mich wissen.
Bei der EKSt-Erklärung etwas anzugeben, was dem Sachbearbeiter nicht auffällt oder bei einer echten Steuerprüfung bestehen zu können, sind 2 Paar Schuhe.
LG

Gute Info. Mein Steuerberater hat vor längerem auch vom Dienstfahrrad abgeraten, da für Selbstständige bzw geschäftsführende Gesellschafter ohne Nachweis einer signifikanten dienstlichen Nutzung nicht rechtfertigbar neben einem Firmenwagen. Sein Argument war auch, dass meine Räder für den möglichen Zweck schlicht zu teuer und damit unglaubwürdig wären.

Zwei Firmenwagen waren und sind aber kein Problem (es gehen sogar noch mehr Autos, aber eben nicht das Rad). So etwas flutscht problemfrei durch eine Betriebsprüfung. :krabben:

Wenn es bessere News dazu gibt, wäre ich sehr dankbar.

neubicolt
09.10.2019, 08:40
Gute Info. Mein Steuerberater hat vor längerem auch vom Dienstfahrrad abgeraten, da für Selbstständige bzw geschäftsführende Gesellschafter ohne Nachweis einer signifikanten dienstlichen Nutzung nicht rechtfertigbar neben einem Firmenwagen. Sein Argument war auch, dass meine Räder für den möglichen Zweck schlicht zu teuer und damit unglaubwürdig wären.

Zwei Firmenwagen waren und sind aber kein Problem (es gehen sogar noch mehr Autos, aber eben nicht das Rad). So etwas flutscht problemfrei durch eine Betriebsprüfung. :krabben:

Wenn es bessere News dazu gibt, wäre ich sehr dankbar.

Du sagst es, vor längerem. Ich denke der politische Wille das Jobrad zu fördern ist mittlerweile auch in den Finanzämtern angekommen.

Gosy
09.10.2019, 08:54
Der Sinn vom Jobrad war ja das man es auch dafür nutzt. Ich kenne nur Leute die sich günstig ein mtb oder Rennrad gekauft haben fürs Hobby. Seitdem auch mehr beim Kauf versteuert werden muss vom Restwert ist es uninteressanter geworden.

Masematte
09.10.2019, 09:01
Es bleibt aber noch immer eine -% Finanzierung, egal wie versteuert werden muss.
Daher lohnt sich das eigentlich noch immer für jeden der nicht in Geld schwimmt...so ist zumindest mein aktueller Kenntnisstand. Ich kann ja normal handeln mit meinem Händler, den "Stammkunden Rabatt" habe ich bekommen und dann als klar war das es ein Jobrad wird hat er die Provision einfach wieder aufgeschlagen.

Gosy
09.10.2019, 09:37
Wenn ein Rad reduziert ist rechnet sich die Rate danach . Der uvp zählt nur für die Versteuerung, aber man sollte sich nur soviel Rad wie man kann leisten .

neubicolt
09.10.2019, 11:14
Hatte gerade mit meinem zuständigen FA gesprochen. Die sind noch nicht so weit mit der Thematik, aber sie würden es so machen wie hier beschrieben. Leasingrate zu 100% in die Kosten und weiter keine Besteuerung. Das Ganze natürlich so nur für Kleinunternehmer.

Abstrakte
09.10.2019, 13:11
Gute Info. Mein Steuerberater hat vor längerem auch vom Dienstfahrrad abgeraten, da für Selbstständige bzw geschäftsführende Gesellschafter ohne Nachweis einer signifikanten dienstlichen Nutzung nicht rechtfertigbar neben einem Firmenwagen. Sein Argument war auch, dass meine Räder für den möglichen Zweck schlicht zu teuer und damit unglaubwürdig wären.

Zwei Firmenwagen waren und sind aber kein Problem (es gehen sogar noch mehr Autos, aber eben nicht das Rad). So etwas flutscht problemfrei durch eine Betriebsprüfung. :krabben:

Wenn es bessere News dazu gibt, wäre ich sehr dankbar.

Das Rad würde ich als Unternehmer auf dem Konto „Absatzförderung/ Werbung“ buchen.
Ein Beispiel aus der Praxis:
Es ging um einen Auftrag der beim Kunden (Akademiker) vor Ort angebahnt werden sollte. Terminlich konnte der Kunde nur am WE, genau im Timing zu meinen Vorbereitungen zur MSR300. Meiner Bitte, ob ich leicht verschwitzt im Sportdress aufschlagen darf, ist er nachgekommen. Wir arbeiten im Bereich Energie- und Umwelttechnik.
Beim Termin ging es jetzt samt Aufmaß und Preisverhandlung 15 Minuten um das Geschäftliche. Beim Rest von einer guten Stunde wurde über folgendes gesprochen: An.-und Abreise 80 km Radfahren (unvorstellbar), Fitness, Gesundheit, Übergewicht usw. Am nächsten Arbeitstag ruft uns der Kunde an und erteilt den Auftrag mit folgender Begründung: Nicht das billigste Angebot, mein Auftreten (ohne mein SUV) hat ihn aber nachhaltig beeindruckt.
Man lernt schnell. Aus dem Zufallsmarketing habe ich jetzt Programm gemacht. Bei bestimmten Kundenklientel wird im Außendienst seit 5 Jahren das Rad benutzt.
Ein Dienstrad haben wir nicht. Durch die bisherige 1% -Regelung war mir der Vorteil zur gering, dass sich der Aufwand lohnt.

neubicolt
09.10.2019, 13:19
Das Rad würde ich als Unternehmer auf dem Konto „Absatzförderung/ Werbung“ buchen.
Ein Beispiel aus der Praxis:
Es ging um einen Auftrag der beim Kunden (Akademiker) vor Ort angebahnt werden sollte. Terminlich konnte der Kunde nur am WE, genau im Timing zu meinen Vorbereitungen zur MSR300. Meiner Bitte, ob ich leicht verschwitzt im Sportdress aufschlagen darf, ist er nachgekommen. Wir arbeiten im Bereich Energie- und Umwelttechnik.
Beim Termin ging es jetzt samt Aufmaß und Preisverhandlung 15 Minuten um das Geschäftliche. Beim Rest von einer guten Stunde wurde über folgendes gesprochen: An.-und Abreise 80 km Radfahren (unvorstellbar), Fitness, Gesundheit, Übergewicht usw. Am nächsten Arbeitstag ruft uns der Kunde an und erteilt den Auftrag mit folgender Begründung: Nicht das billigste Angebot, mein Auftreten (ohne mein SUV) hat ihn aber nachhaltig beeindruckt.
Man lernt schnell. Aus dem Zufallsmarketing habe ich jetzt Programm gemacht. Bei bestimmten Kundenklientel wird im Außendienst seit 5 Jahren das Rad benutzt.
Ein Dienstrad haben wir nicht. Durch die bisherige 1% -Regelung war mir der Vorteil zur gering, dass sich der Aufwand lohnt.

Find ich klasse, unabhängig von der eigentlich Thematik :gut:

Die 1% wurden ja aber schon auf 0,5% runtergedampft und sind ja nun bis 2021 auf 0% gesetzt. Lediglich die Umsatzsteuer musst du berücksichtigen wenn du kein Kleinunternehmer bist. Insofern dürfte sich das deutlich positiver gestalten.