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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Akku Pflege am Garmin



KlaR
10.06.2019, 10:44
Hallo zusammen
Ich bin vergangene Woche von meinem Garmin 820 auf den 530 umgestiegen. Mit dem 820 war ich soweit zufrieden, jedoch hat der Akku nur noch 4-5 h gehalten- ohne Navigation.
Der neue hat jetzt 10h inkl. Navigation hinter sich und steht bei 53%.
Was kann ich / soll ich tun, um die Akkuleistung möglichst lange zu erhalten?.
Immer leer fahren und erst dann laden oder immer gleich wieder auf 100% laden?
Wer kennt sich aus?
Danke

Jim Bob
10.06.2019, 10:54
https://batteryuniversity.com/learn/article/how_to_prolong_lithium_based_batteries

Grob gesagt, idealerweise nicht unter 30% entladen, nicht über 70% laden, niemals tiefentladen. Wenn auf 100% geladen, nicht tagelang am Ladegerät hängen lassen.

RS1325
10.06.2019, 10:56
Ein weites Feld.....https://www.connect.de/ratgeber/irrtuemer-und-wichtige-tipps-bei-der-akkupflege-1284709.html
Im Prinzip hast Du da wohl kaum Möglichkeiten der Beeinflussung, der Akku unterliegt halt der Alterung. Diese fällt je nach Qualität unterschiedlich schnell aus. Hab' schon Akkus gehabt die nur 50% der eigentlichen Ladezyklen durchgestanden haben...
Den Akku am 820 kann man übrigens wechseln - siehe youtube

Malin
10.06.2019, 11:03
...

Selbe Situation hier, nur dass ich keine Lust habe Rücksicht auf den neuen Akku zu nehmen. Ich benutz den wie ich will und irgendwann ersetze ich ihn halt oder kaufe mir ein neues Gerät (oder wie beim 820er tausche ihn auf Garantie). Ich stelle mir das sehr mühsam vor, den Akku immer zwischen 30-70% zu halten nur damit der nach 2 Jahren vielleicht 2-3% mehr Kapazität hat.

Jim Bob
10.06.2019, 11:17
Selbe Situation hier, nur dass ich keine Lust habe Rücksicht auf den neuen Akku zu nehmen. Ich benutz den wie ich will und irgendwann ersetze ich ihn halt oder kaufe mir ein neues Gerät (oder wie beim 820er tausche ihn auf Garantie). Ich stelle mir das sehr mühsam vor, den Akku immer zwischen 30-70% zu halten nur damit der nach 2 Jahren vielleicht 2-3% mehr Kapazität hat.Sollte man nicht zu dogmatisch sehen. Was trotzdem zu vermeiden ist: immer möglichst leer fahren, dann möglichst voll laden. Da gehts dann nicht um 2-3%, sondern um Jahre, die der Akku länger lebt. Oder auch nicht.

Malin
10.06.2019, 11:29
Da hast du bestimmt recht. Aber in 3-4 Jahren brauch ich eh wieder ein neues Gerät aus einem Grund, den ich heute noch nicht kenne, den mir die Marketing Abteilung von Garmin aber zu gegebener Zeit mitteilen wird.

KlaR
10.06.2019, 13:46
Aber vielleicht erklärt das die extremen Einbußen meines Geräts. Ich habe den akku nach den Ausfahrten immer schön auf 100% geladen, auch wenn der Akku nur bei 60 oder 70% war.
Ich werd auf jeden Fall mal versuchen die Empfehlung zu beherzigen.

DaPhreak
10.06.2019, 13:53
... . Ich habe den akku nach den Ausfahrten immer schön auf 100% geladen... .

Na klar, wie denn sonst?
Soll man sich nen Wecker stellen, um das Ladegerät früh genug abzuziehen?

BTW: die extremen Einbußen hatten wohl fast alle mit dem 820er. Mein Austauschgerät hat wieder akzeptabel lang durchgehalten.

Ralphi
10.06.2019, 17:48
Aber vielleicht erklärt das die extremen Einbußen meines Geräts. Ich habe den akku nach den Ausfahrten immer schön auf 100% geladen, auch wenn der Akku nur bei 60 oder 70% war.
Ich werd auf jeden Fall mal versuchen die Empfehlung zu beherzigen.

Diese Li-Ion Akkus, die in den Edges verbaut sind, mögen drei Dinge nicht.

Tiefentladungen, Überladungen und auch sehr starke Hitze (zum Teil auch Belastung bei großer Kälte) mögen sie nicht.

1.) Tiefentladen kann man den Edge im normalen Betrieb eigentlich nicht, da Garmin eine recht konservative Abschaltung implementiert hat (wie fast alle Hersteller übrigens, die halten sich wirklich an eine sehr konservative Entladungkurve und schalten die Geräte bei einer Spannung ab, die noch weit von einer kritischen Entladespannung entfernt ist).

Was aber kritisch ist, ist das vergessene 'Überwintern' in der Schublade. Sprich, wenn eines dieser Geräte längere Zeit in der Schublade vor sich hin versauert und vergessen wird, mal wieder etwas Nachzuladen. Dann kann ab einer Spannung von bereits knapp unterhalb 2.9xV der Akku merklich Schaden nehmen, wenn dieser Zustand längere Zeit anhält.

Um ehrlich zu sein, die meisten meiner Geräte, denen urplötzlich die Ausdauer abhanden gekommen war, die befanden sich in genau solch einem Zustand der Vergessenheit (Bluetooth Freisprechanlagen und so ein Krempel, die irgendwo längere Zeit in einer Schublade liegen).

2.) Überladen: ich behaupte jetzt mal, dass man so gut wie alle aktuellen Bikecomputer nicht überladen kann, da ebenfalls eine recht konservative Ladeschußspannung im Gerät implementiert ist (mit Luft nach oben). Die macht bei knapp 4V zu, dann wird nicht mehr nachgeladen. Also selbst wenn man das Dingens mal 1-2 Tage am Ladegerät vergisst, wird da nichts passieren, weil kein Ladestrom an den Akku abgegeben wird.

Natürlich sollte man das nicht auf die Spitze treiben und das Gerät tagelang am USB-'Netzteil angeschlossen lassen.

3.) Hitze: läßt sich leider beim Radfahren nicht vermeiden, zumal die Dinger ja auch an expornierter Stelle montiert sind. Daher ist es nicht ungewönhlich, wenn vor allem bei Vielfahrern, die auch bei starker Hitze unterwegs sind, der Verschleiß oder sagen wie besser die Alterung höher ist, als bei den nicht so eifrig Trainierenden.

Wie gesagt, verhindern kann man das nicht, aber der Fahrtwind kühlt den Bikecomputer ja auch etwas. Daher im Hochsommer immer schön einen 40'ziger Schnitt anpeilen (okay, war ein Scherz) -> aber nach Möglichkeit den Bikecomputer bei einer längeren Pause nicht in der prallen Sonne liegen lassen (auch die hohen Temperaturen, die im Auto herrschen können, sind nicht so gut als Lagerungsort geeignet).

Und again, bei den meisten meiner Geräte war eine irgendwann mal stattgefundene Tiefentladung das entscheidende Ereignis (das mögen Akkus unterschiedlicher Baurt ja generell nicht).

Und irgendwann beginnt dann doch der Alterungsprozess, aber normalerweise erfolgt das eher schleichend.

KlaR
10.06.2019, 22:18
Tiefenentladung kann ich zumindest ausschließen, da das Gerät ganz jährig in Betrieb ist.
Alle anderen Fehler hab ich natürlich gemacht, immer vollladen auch nach kurzen Einheiten und Hitze kann ich auch nicht ausschließen.
Aber schön, dass sich die Hinweise decken. Und: kann ja nur besser werden 😊
Danke für die Infos

Ralphi
11.06.2019, 08:00
Tiefenentladung kann ich zumindest ausschließen, da das Gerät ganz jährig in Betrieb ist.
Alle anderen Fehler hab ich natürlich gemacht, immer vollladen auch nach kurzen Einheiten und Hitze kann ich auch nicht ausschließen.
Aber schön, dass sich die Hinweise decken. Und: kann ja nur besser werden 😊
Danke für die Infos

Ich kenne wirklich niemanden, der darauf achten würde, dass seine Sport-Gadgets nicht zu 100% geladen werden, also diese vor Erreichen der Vollladung vom Ladestecker zieht (gleiches gilt für Smartphones). Ob man den Ladeprozess nach jeder noch so kleinen Runde anstoßen muss, das kann man eventuell überdenken (hängt aber auch vom Nutzerprofil ab, denn was nützen einem diese Gadgets, wenn ihnen unterwegs der Sprit ausgeht.

hholgi
11.06.2019, 14:49
LiIon Akkus immer möglichst zwischen 20% und 50%max beim lagern. Je mehr drin ist desto schneller laufen die chemischen Alterungsprozese.
Dazu möglichst im Keller .. also grob um 15° oder bischen kälter

Arm Lancestrong
11.06.2019, 16:14
LiIon Akkus immer möglichst zwischen 20% und 50%max beim lagern. Je mehr drin ist desto schneller laufen die chemischen Alterungsprozese.
Dazu möglichst im Keller .. also grob um 15° oder bischen kälter

und bei welcher Luftfeuchtigkeit?:D

1Tilly
11.06.2019, 17:19
Laden u d benutzten, wenn kaputt einfach wechseln

Tilly

Vordrängler
11.06.2019, 18:37
Laden u d benutzten, wenn kaputt einfach wechseln

Tilly

Das erscheint mir am besten, so halte ich das auch. Und ausser bei dem f... 820er hatte ich auch niemals wirklich ein Problem