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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragen zur Übersetzungsänderung und Wechsel des Schaltwerks



MarcusT
22.07.2019, 16:45
Hallo,
mein Rad (2013 gekauft) folgendermassen ausgestattet:
Ultegra mechanisch/ Seilzug (genaues Modell/ Evolution/ Serie,weiß ich leider nicht)
10 fach; Vorne kompakt 50/34, hinten 11/28
kurzes Schaltwerk

Habe die Kassette nach nem Jahr getauscht gegen eine 12-30, ging absolut problemlos in jeder Hinsicht.
Nun möchte ich noch bergtauglicher werden, 32 oder (vielleicht) sogar 34 Z hinten max.

denke an dieses Schaltwerk: (das es eine Stufe unter Ultegra ist stört mich in keinster Weise)
https://www.bike-components.de/de/Shimano/105-Schaltwerk-RD-5701-10-fach-p32530/

denke an dieses Sram Verschleissset: (weil von Shimano gibts nur 11-32, und 11 brauch ich nie)
https://www.bike-components.de/de/SRAM/Apex-X7-GX-PG-1050-Kassette-PC-1051-Kette-10-fach-Verschleissset-p50105/

Meine Fragen wären:
1) haut das alles so einfach hin, wie ich es mir vorstelle und schaltet so perfekt wie gewohnt? Oder gibt es Einwände, irgendwas besonderes zu beachten oder zu bedenken? (das Kettenlänge angepasst werden muss, Schaltung ein stellen, ggf. Anschläge kontrollieren ist mir klar)
2) passt die Sram Kette uneingeschränkt zu den vorderen Shimano Zahnrädern ("Verluste", überm. Verschleiss, Geräuschentwicklung usw.)
3) es gibt auch 10 fach Kassetten mit 34 Z. das verlinkte Schaltwerk packt lt Angaben max 32 Z, aber könnte es auch 34 schalten? falls das mal angebracht wäre, man wird ja nicht jünger.

Danke!!!

PAYE
22.07.2019, 16:56
Hallo,
mein Rad (2013 gekauft) folgendermassen ausgestattet:
Ultegra mechanisch/ Seilzug (genaues Modell/ Evolution/ Serie,weiß ich leider nicht)
10 fach; Vorne kompakt 50/34, hinten 11/28
kurzes Schaltwerk

Habe die Kassette nach nem Jahr getauscht gegen eine 12-30, ging absolut problemlos in jeder Hinsicht.
Nun möchte ich noch bergtauglicher werden, 32 oder (vielleicht) sogar 34 Z hinten max.

denke an dieses Schaltwerk: (das es eine Stufe unter Ultegra ist stört mich in keinster Weise)
https://www.bike-components.de/de/Shimano/105-Schaltwerk-RD-5701-10-fach-p32530/

denke an dieses Sram Verschleissset: (weil von Shimano gibts nur 11-32, und 11 brauch ich nie)
https://www.bike-components.de/de/SRAM/Apex-X7-GX-PG-1050-Kassette-PC-1051-Kette-10-fach-Verschleissset-p50105/

Meine Fragen wären:
1) haut das alles so einfach hin, wie ich es mir vorstelle und schaltet so perfekt wie gewohnt? Oder gibt es Einwände, irgendwas besonderes zu beachten oder zu bedenken? (das Kettenlänge angepasst werden muss, Schaltung ein stellen, ggf. Anschläge kontrollieren ist mir klar)
2) passt die Sram Kette uneingeschränkt zu den vorderen Shimano Zahnrädern ("Verluste", überm. Verschleiss, Geräuschentwicklung usw.)
3) es gibt auch 10 fach Kassetten mit 34 Z. das verlinkte Schaltwerk packt lt Angaben max 32 Z, aber könnte es auch 34 schalten? falls das mal angebracht wäre, man wird ja nicht jünger.

Danke!!!


Das von dir ausgesuchte Shimano RD-5701 in langer Ausführung GS ist goldrichtig.
Es ist bei 2fach Antrieb bis 32 Zähne spezifiziert. Ob es auch bis 34 Zähne sauber schalten kann hängt nur vom Ausfallende deines Rahmens ab, das musst du testen, vorher weiß das niemand exakt. Vermutlich wird es aber gehen.

SRAM Kassette in 10s sollte unproblematisch sein, ebenso die SRAM 10s Kette. Normalerweise laufen SRAM Ketten problemlos auf Shimano Kettenblättern, alles andere wäre die Ausnahme.
Es gibt von Shimano auch 11-34 Z Kassetten aus der MTB-Baureihe, welche kompatibel mit Road Antrieben sind:

https://www.bike-components.de/de/Shimano/XT-Kassette-CS-M771-10-10-fach-p24985/

Ich fahre selbst diese Shimano XT Kassette CS-M771-10 10-fach mit oben genannten RD-5701 GS in 11-32 Z mit Shimano Kette. Bin sehr zufrieden damit, lediglich das 11er Ritzel bräuchte ich nicht. Stört aber auch nicht sonderlich.

leisure17
22.07.2019, 17:08
Das funktioniert alles bei vielen Rädern problemlos zusammen, hab/hatte selbst einige dieser Konstellationen an Rennern von Trek, Koga, Genesis, Canyon, Cube selbst gefahren oder für Freunde so aufgebaut.
Ist eine stimmige und preislich überschaubare Lösung, wenn die Berge sehr steil sind oder die Leistung so niedrig wie bei unsereins.

karsten1974
22.07.2019, 18:33
Eine 1:1 Übersetzung 34-34 ist keine gute Idee, da immer die gleichen Speichen am Hinterrad die „Prügel“ beziehen während die anderen Speichen Dauerurlaub haben. Das wird Deinem Hinterrad auf Dauer nicht guttun. Also maximal 34-32.

PAYE
22.07.2019, 18:35
Eine 1:1 Übersetzung 34-34 ist keine gute Idee, da immer die gleichen Speichen am Hinterrad die „Prügel“ beziehen während die anderen Speichen Dauerurlaub haben. Das wird Deinem Hinterrad auf Dauer nicht guttun. Also maximal 34-32.

Hm,
also bevor der Fahrer leidet würde ich dann eben doch lieber die Speichen leiden lassen! Wie viele Millionen km fährt man schon mit 34-34?
Muss letztlich aber jede/r für sich selbst wissen.

MarcusT
22.07.2019, 19:33
Hi,
super, danke für eure kompletten Antworten!

Zur Sache mit den Speichen: an beiden Meinungen ist was dran, allerdings gilt der Einwand ja nur in der Phase EINER Bergauf- Fahrt, und da auch nur wenn kein einziges Freilauf- Klicken zu hören ist. Ansonsten ist die Radstellung zur Kurbel ja wieder eine andere.
Tendenz (momentan) ist aber sowieso 32.

Hab grad verglichen. Von der Abstufung ist die 11-32 ja gar nicht so schlecht, da sie im mittleren Bereich einen Zahn enger ist.
Der Nachteil ist dann am Ende, (müsste ich eher mit 14 fahren, da auch 12 meist zu lang ist) aber mit Höchsttempo bergab ist eh nicht meins. Werds mir überlegen.

Ein Kollege mit etwa gleichem Leistungsniveau meinte das 34-30 (so wie jetzt) überall hin reichen, und das die 2 Zähne eh nur ein halber Gang sind. Aber wenns richtig hart wird, hilft jeder Zahn mehr, denk ich.

leisure17
22.07.2019, 22:03
Ich kam auch mit 34/30 überall hoch, wo ich hin wollte. Aber bei 34/32 tritt man halt 64 pro Minute, wo es vorher nur 60 waren. Mit einem 34er Ritzel sogar 68.
Das spüre zumindest ich sehr deutlich, besonders in puncto Ermüdung bei sehr langen Anstiegen.

Alumini
23.07.2019, 09:27
+1

Ein halber Gang ist ein halber Gang. Völlig egal, was Dein Kumpel meint, DU musst Dich wohlfühlen damit. Leichter ist leichter, und wenn er nicht gebraucht wird, hast Du ne 1 Ritzel bessere Kettenlinie gewonnen. Lässt sich am Ende auch in Watt umrechnen. ;)

Aber: bei der Kassettenwahl nicht nur auf den kleinsten Gang schauen, auch in die Mitte der Kassette, ob Dir da die vorhandenen Ritzel, und die Position der Gangsprünge taugen (auch auf dem großen Blatt) passen. Den kleinen Gang fährst Du im Verhältnis äußerst selten. Wenn's sich in der übrigen Zeit nicht gut anfühlt, hast Du nichts gewonnen. Mir taugt da bspw. die 11-32 insgesamt besser, als die 34er, ich bräuchte den einen Gang außer an extremen Rampen deutlich >20% nicht wirklich, und so brächten MIR die 2 Zähne Vorteil letztlich in Summe mehr Nachteile ein.

zaunk
23.07.2019, 15:14
Eine 1:1 Übersetzung 34-34 ist keine gute Idee, da immer die gleichen Speichen am Hinterrad die „Prügel“ beziehen während die anderen Speichen Dauerurlaub haben. Das wird Deinem Hinterrad auf Dauer nicht guttun. Also maximal 34-32.
Ein Moskopp-Leser...
Ist richtig, solange du ohne Freilauf fährst.

karsten1974
23.07.2019, 15:55
Hm,
also bevor der Fahrer leidet würde ich dann eben doch lieber die Speichen leiden lassen! Wie viele Millionen km fährt man schon mit 34-34?
Muss letztlich aber jede/r für sich selbst wissen.

Wenn der TE eine Übersetzung von 34/32 oder 34/34 wünscht, wird er vermutlich häufig längere Anstiege, vermutlich sogar alpin fahren (wollen).
Bei einer 1:1 Übersetzung 34/34 wird er dabei häufiger die Werkstatt seines Vertrauens zum Nachzentrieren, etc. aufsuchen müssen, als ihm auf Dauer lieb sein wird. Und hierbei sprechen wir nicht von Millionen gefahrenen km. Da spielen auch noch das (uns unbekannte) Gewicht des TE und der verwendete LRS eine entscheidende Rolle. Bei einer Kombination von hohem Systemgewicht plus HR mit wenig Speichen plus 1:1 Übersetzung reicht vielleicht schon ein Alpenpass, damit sich auf der Abfahrt die ein oder andere Speiche verabschiedet.

karsten1974
23.07.2019, 15:58
Ein Moskopp-Leser...
Ist richtig, solange du ohne Freilauf fährst.

Herr Moskopp weiß wovon er spricht. :)

PAYE
23.07.2019, 17:36
Ich kann mich nur wundern wie ich die letzten 30 Jahre mit >250tkm und schwerpunktmäßigem Fahren in bergigem bis alpinem Gelände mit meinen 1:1 Übersetzungen nie irgendwelche technischen Probleme beobachten konnte. :krabben:

Aber wenn Maro Moskopp das so sagt ... :D

leisure17
23.07.2019, 21:17
Ich kann mich nur wundern wie ich die letzten 30 Jahre mit >250tkm und schwerpunktmäßigem Fahren in bergigem bis alpinem Gelände mit meinen 1:1 Übersetzungen nie irgendwelche technischen Probleme beobachten konnte. :krabben:

Aber wenn Maro Moskopp das so sagt ... :D

Jo, bei mir hält das auch seit Jahren, ohne je nachzentrieren zu müssen. Warum die Speichen stärker beansprucht werden sollten, kann man Inschenörshirn eh nicht nachvollziehen.

Marin
24.07.2019, 08:37
Wenn der TE eine Übersetzung von 34/32 oder 34/34 wünscht, wird er vermutlich häufig längere Anstiege, vermutlich sogar alpin fahren (wollen).
Bei einer 1:1 Übersetzung 34/34 wird er dabei häufiger die Werkstatt seines Vertrauens zum Nachzentrieren, etc. aufsuchen müssen, als ihm auf Dauer lieb sein wird. Und hierbei sprechen wir nicht von Millionen gefahrenen km. Da spielen auch noch das (uns unbekannte) Gewicht des TE und der verwendete LRS eine entscheidende Rolle. Bei einer Kombination von hohem Systemgewicht plus HR mit wenig Speichen plus 1:1 Übersetzung reicht vielleicht schon ein Alpenpass, damit sich auf der Abfahrt die ein oder andere Speiche verabschiedet.

Ich fahre auf meinen 3 Rädern 40:42, 38:42 und 34:46 als niedrigste Übersetzungen und nutze diese auch sehr häufig. Auch auf mäßigen Anstiegen ist man mit angenehm hoher Trittfrequenz schnell im ersten Gang wenn man halbwegs gemütlich fährt.

Dass die Laufräder beim Bergfahren höher belastet werden als beim Rollen im Flachen ist klar, aber das Drehmoment das die Speichen übertragen müssen ist natürlich unabhängig von der Übersetzung und im Zweifelsfall bei niedrigerem Gang geringer weil die Spitzen kleiner sind als beim Raufwürgen im Wiegetritt.

zaunk
24.07.2019, 08:45
Karsten bezieht sich auf diesen Arikelt von Maro Moskopp: http://www.radplan-delta.de/rennradtechnik/das1zu1syndrom.html
Klingt erstmal nicht verkehrt. Ignoriert aber mMn dass die belasteten Speichen wechseln, sobald der Freilauf neu greift.
Wer Angst vor übermäßiger Speichenlast hat und ständig Alpenpässe hochfährt kann ja ab und an mal einen Tritt rausnehmen und den Freilauf arbeiten lassen ;)

Marin
24.07.2019, 11:04
Aaah was für ein Blödsinn

leisure17
24.07.2019, 16:04
Karsten bezieht sich auf diesen Arikelt von Maro Moskopp: http://www.radplan-delta.de/rennradtechnik/das1zu1syndrom.html
Klingt erstmal nicht verkehrt. Ignoriert aber mMn dass die belasteten Speichen wechseln, sobald der Freilauf neu greift.
Wer Angst vor übermäßiger Speichenlast hat und ständig Alpenpässe hochfährt kann ja ab und an mal einen Tritt rausnehmen und den Freilauf arbeiten lassen ;)

Ja eben, aber nicht nur das. Vor allem sollte ein Laufrad so gebaut sein, dass alle einwirkenden Kräfte nur elastische Verformung bewirken, und dies im Bereich der Dauerfestigkeit.
Dann hält die Einspeichung auch fast ewig.

messenger
24.07.2019, 19:15
Gegenüber einem kräftiges Scheiben-Bremsen in der Abfahrt ist der Anstieg auch mit 1:1-Übersetzung ein kraftloses Pille-Palle für die Speichen. Und trotzdem muss man nach der Abfahrt nicht zur Inspektion....

Gruß messi

MarcusT
25.07.2019, 14:03
Danke für die vielen Antworten und Denkanstöße zum Thema!!

@karsten1974, # 10: 75 kg, LRS (24 Speichen) DT Pr1400 Dicut Oxic, 21 mm. (Hinterrad aber die verbessert eingespeichte 2020 Version)
ne, alpin bin ich (noch) nicht gefahren. aber in meiner Gegend ist es hügelig. Klar, solche Kracher wie 20% + sind auch hier seltenst. Das steilste was ich fuhr: 200 Meter mit 17%. Vorderrad hebt sich zeitweise ein paar cm, aber kontrollierbar. Ich empfand das als ziemlich heftig, vor allen Dingen weil ich da mit ca. 175 HF ankam, da schon 600 Meter mit ca 13% voran gingen. Gefahren mit 34/30. Hier hätt ich gern nochmal geschalten!
Oder man hat so 100 km auf der Uhr und muss zB 200m mit 8% hoch. Da gehts dann da drum Kräfte zu schonen, auch hier dann gern 32 Z. Bin halt ein reiner Hobbyfahrer, eher mässige Leistungsfähigkeit.

habe mich jetzt für 32 Z entschieden, wenn das nicht reicht muss ich halt trainieren oder ab steigen. ausserdem ist das Werk ja eh nur für max 32 Z aus gelegt. zudem die bessere Abstufung zu 34Z.

Habe das von mir verlinkte Schaltwerk RD 5701 GS in einigen Shops viel günstiger gesehen. Dazu habe ich noch die Kette CN 6600 und die Kassette CS-M771-10 11-32 in den Korb gelegt.

@PAYE: ich frage mich grad, ob die Kette lang genug ist? fahre sie standartmässig, aber so viel hab da immer gar nicht entfernt bei 12-30 Kassette, 6 Glieder glaub ich..jetzt kommen ja der grössere Umfang und der längere Käfig dazu.
ach ja, hab noch diese Kassette gefunden:
https://www.rosebikes.de/shimano-tiagra-cs-hg500-10-fach-zahnkranz-2016--812002?product_shape=Standard

wird wohl von der "Schaltperformance" nicht ganz an die CS M 771 hin kommen..?

PAYE
25.07.2019, 17:12
...

habe mich jetzt für 32 Z entschieden, wenn das nicht reicht muss ich halt trainieren oder ab steigen. ausserdem ist das Werk ja eh nur für max 32 Z aus gelegt. zudem die bessere Abstufung zu 34Z.

Habe das von mir verlinkte Schaltwerk RD 5701 GS in einigen Shops viel günstiger gesehen. Dazu habe ich noch die Kette CN 6600 und die Kassette CS-M771-10 11-32 in den Korb gelegt.

@PAYE: ich frage mich grad, ob die Kette lang genug ist? fahre sie standartmässig, aber so viel hab da immer gar nicht entfernt bei 12-30 Kassette, 6 Glieder glaub ich..jetzt kommen ja der grössere Umfang und der längere Käfig dazu.
ach ja, hab noch diese Kassette gefunden:
https://www.rosebikes.de/shimano-tiagra-cs-hg500-10-fach-zahnkranz-2016--812002?product_shape=Standard

wird wohl von der "Schaltperformance" nicht ganz an die CS M 771 hin kommen..?

Kettenlänge:
sie muss eben lang genug sein damit du groß-groß gerade noch schalten kannst ohne dass Schaltwerk oder Ausfallende ausreissen. Musst du ganz vorsichtig im Stand testen was noch geht. Zu lang ist auch ungünstig.
Faustregel: da immer nur ca. die Hälfte des Ritzel von der Kette umspannt wird brauchst du z.B. bei hinten 4 Zähnen mehr am Ritzel ledig 1 Kettenglied mehr (also 1 Innen- plus ein Außenglied Kette), nicht 2 Kettenglieder!
Der längere Schaltkäfig spielt keine Rolle, da ggf. dieser einfach nach vorne gezogen wird.

Kassette:
die Schaltperformance dürfte bei Tiagra wie XT gleich gut sein, lediglich das Gewicht ist unterschiedlich. XT hat einen leichteren Spider für die großen Ritzel.
Etwas kostengünstiger wäre diese Kassette:

Shimano Kassette CS-HG81-10 10-fach

https://www.bike-components.de/de/Shimano/Kassette-CS-HG81-10-10-fach-p25082/

MarcusT
29.07.2019, 10:18
ok, danke!
da fällt mir noch was ein: mit dem Schalt/ Bremshebel hat das ganze ja nix zu tun, und ist KEINE Änderung nötig, oder?
(also der bisherige Griff schaltet das neue längere Werk genauso wie das kurze Werk, hoffe ich)

Krauser
29.07.2019, 10:34
Ja, keine Änderung notwendig.
Dem Schalt/Bremshebel ist die Länge des Schaltwerks egal.

MarcusT
29.07.2019, 11:13
Danke!!!

MarcusT
29.07.2019, 22:17
also ich hab heut das Werk RD 5701 GS, die Kette CN 6600 und die Kassette 11-32 CS-M771 10-10 ein gebaut.
Anschläge u Schaltzug ein gestellt; die Kette habe ich im Vergleich zu 12-30 eine Einheit länger gelassen.

Haut alles hin soweit, bis auf ne Kleinigkeit mit der ich zwar leben könnte aber naja...
(NUR im 2 ten) vorne auf klein 34, hinten auf 28, läuft es akustisch nicht 100 %ig sauber.
man könnte es so beschreiben: vom Geräusch her: wie wenn die Schaltung nicht ganz genau ein gestellt wäre und die Kette zB wird vom nächsten Ritzel etwas erfasst und möchte steigen oder fallen, bleibt aber letztendlich da wo sie ist. aber nur halt ein bisschen. es ist unregelmässig. kann da jemand was dazu sagen?

fahren und schalten tuts aber alles perfekt, auch dieser 2te Gang. auch ist sonst alles ruhig, wie gewohnt.
hm..??
und was ist mit dieser WErk- Anschlagschraube, hats viell damit zu tun. hab ich nix dran gemacht, weiß nicht was die bewirkt.
ist ziemlich rausgedreht 4-5 Gänge sieht man noch. Ungefähr so wie beim kurzen Werk, das jetzt draussen ist.

Danke!!

PAYE
30.07.2019, 18:19
also ich hab heut das Werk RD 5701 GS, die Kette CN 6600 und die Kassette 11-32 CS-M771 10-10 ein gebaut.
Anschläge u Schaltzug ein gestellt; die Kette habe ich im Vergleich zu 12-30 eine Einheit länger gelassen.

Haut alles hin soweit, bis auf ne Kleinigkeit mit der ich zwar leben könnte aber naja...
(NUR im 2 ten) vorne auf klein 34, hinten auf 28, läuft es akustisch nicht 100 %ig sauber.
man könnte es so beschreiben: vom Geräusch her: wie wenn die Schaltung nicht ganz genau ein gestellt wäre und die Kette zB wird vom nächsten Ritzel etwas erfasst und möchte steigen oder fallen, bleibt aber letztendlich da wo sie ist. aber nur halt ein bisschen. es ist unregelmässig. kann da jemand was dazu sagen?

fahren und schalten tuts aber alles perfekt, auch dieser 2te Gang. auch ist sonst alles ruhig, wie gewohnt.
hm..??
und was ist mit dieser WErk- Anschlagschraube, hats viell damit zu tun. hab ich nix dran gemacht, weiß nicht was die bewirkt.
ist ziemlich rausgedreht 4-5 Gänge sieht man noch. Ungefähr so wie beim kurzen Werk, das jetzt draussen ist.

Danke!!

Es liest sich als ob das Schaltwerk ziemlich OK aber eben nicht *perfekt* eingestellt ist und die Kette auf dem "problematischen" Ritzel ein wenig zu stark an den Steighilfen des Ritzels hängen bleibt.
Das behebt man üblicherweise mit der vorsichtigen Drehung an der Seilzugeinstell-Schraube am Schaltwerk hinten. Bei Drehung im Uhrzeigersinn wandert die obere Schaltrolle etwas weiter weg nach außen (also weg von den Speichen, im Gegenuhrzeigersinn nach innen (also näher Richtung Speichen).
=> probier einfach mal ein 1/4 bis 1/2 Umdrehung in der "sinnvollen Richtung" und merke dir wie viel du gedreht hast. Kannst du dann problemlos rückgängig machen.

Ansonsten gibt es ja nur wenig Einstellschrauben:

die H und L Anschlagschrauben (high speed / low speed) (für die maximale Schwenkbewegung zu den Speichen hin und nach außen zum Rahmen hin des Schaltwerks)
die b-screw (für den Abstand Leitrolle/Ritzel)
die Seilzugeinstell-Schraube (für die exakte Positionierung der Leitrolle unter dem Ritzel)



Wenn dir das alles nix sagen sollte so lass besser die Finger vom konzeptlosen Rumfummeln! Und gib es jemandem der weiß was er tut. Meist lassen sich solche kleinen Geräusche eliminieren.

Alumini
31.07.2019, 11:33
Und wenn man nicht weiß, wofür die B-Screw ist, weiß man auch nicht, wie sie einzustellen ist, daher ist vielleicht ein Besuch bei YouTube zu empfehlen. Dort gibt's genügend Videos, wie man ein Schaltwerk justiert.

MarcusT
31.07.2019, 12:56
habs gestern im Laufe des nachmittags doch noch hin bekommen.
@PAYE: Du lagst richtig mit deiner Einschätzung. es war wirklich das, wonach es sich angehört hat. der Zug hatte minimal zu viel Spannung. das 28er "wollte" ein klein bisschen steigen.

irgendwie dacht ich mir das schon, aber alles andere hat gepasst und zudem spürte ich eine sehr geringe Zugspannung am Schalthebel, wenn man von ganz rechts wieder zurück schaltet. und da meinte ich, das es eher zu wenig Spannung hat. :confused:

ich verstehe dieses Parallelogramm und die Einstellerei eigentlich schon. und ich denke, das ich da auch richtig vorgehe.
nur dieser Schraube für die mehr oder weniger Umschlingung habe ich bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
hab mich da drüber im internetz gestern dann aber auch schlau gemacht.

die Anschläge stelle ich noch ohne störende Kette ein. (und nat. mit ausgehängtem Zug)
selbst den Zug habe ich beim vorhergehenden Kassetten/ Kettenwechsel erstmal ohne Kette ein gestellt und es war auf Anhieb in Ordnung.
Diesmal hätte das wohl niemand bezahlen können ;)

naja, alles gut; vielen Dank!!!
jetzt kann ich Wände hoch fahren ;)

glaub ich hab auch das richtige Material gewählt, merke keinen Unterschied zu meiner vorherigen Ultegra Kassette.
das 2 x 3 Paket dieser Kassette find ich auch gut.
und nebenbei stelle ich fest, das 11 fach für mich in diesem Fall auch nicht relevant ist, weil der kleinere Gangsprung erst bei den ganz dicken Gängen zum Tragen kommt (Vergleich 10-11/32 zu 11-11/32)

messenger
31.07.2019, 13:53
habs gestern im Laufe des nachmittags doch noch hin bekommen.
@PAYE: Du lagst richtig mit deiner Einschätzung. es war wirklich das, wonach es sich angehört hat. der Zug hatte minimal zu viel Spannung. das 28er "wollte" ein klein bisschen steigen.

irgendwie dacht ich mir das schon, aber alles andere hat gepasst und zudem spürte ich eine sehr geringe Zugspannung am Schalthebel, wenn man von ganz rechts wieder zurück schaltet. und da meinte ich, das es eher zu wenig Spannung hat. :confused:)

Auch wenn es klugschei§§erisch ist und selbst fast jeder Schrauber-Profi falsch verwendet: Die SPANNUNG des Zuges ist nicht für die Einstellung verantwortlich! Du kannst eine beliebig stärkere Parallelogramm-Feder einsetzen (und damit die Spannung erhöhen / gibts auch serienmäßig einstellbar etwa bei XTR95 oder Ultegra8), ohne das irgendwas an der Gangjustierung ändert!
Was beim Einstellen passiert, ist die Änderung der Länge der Aussenhülle (mittels Hülse) bzw. die Längendifferenz zwischen Innen- und Aussenzug.

Im Gegensatz übrigens zur B-screw oder V-Brakes. Da wird in der Tat durch Spannung die Einstellung verändert.

Gruß messi

DJTornado
31.07.2019, 14:28
Soso, die Länge der Aussenhülle ändert sich also. Bisschen viel Kluggeschissen

MarcusT
31.07.2019, 14:30
Also die Funktionsweise eines Bowdenzugs kenne ich, bilde ich mir zumindest ein.

Grundsätzlich hast du Recht. Und wenn die Parallelogrammfeder stärker ist, wird die Handkraft am Schalt/Bremshebel eine höhere sein. Stimmt auch.
von 10 nach 9 gehts leichter ist klar, weil nur die grundsätzliche Vorspannung der Feder wirkt.

in diesem meinem Fall hatte ich halt das Gefühl, das bei der nächsten Rechtsdrehung/Verkürzung der Hülle schon ein wenig Leerweg des Hebels entsteht. mein Fehler

messenger
31.07.2019, 14:41
Soso, die Länge der Aussenhülle ändert sich also. ...n

Selbstverständlich. Die Einstellschraube zur Justage am Schaltwerk ist funktional eine "Längen-einstellbare Außenhülle".

Gruß messi

PAYE
31.07.2019, 16:33
Selbstverständlich. Die Einstellschraube zur Justage am Schaltwerk ist funktional eine "Längen-einstellbare Außenhülle".

Gruß messi


Das ist vollkommen korrekt.