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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 50gr Mehrgewicht bei GRAVEL-FELGEN - zu viel ? -> Einfluss auf Fahrverhalten?



bezel
19.10.2019, 10:00
Hallo!

Ich möchte für meinen 'Gravelcrosser' einen Laufradsatz (Alu) aufbauen lassen, in der engeren Auswahl sind die Felgen von DT Swiss

- Crossfelge RR481
https://www.dtswiss.com/de/produkte/felgen/road/cross-road/rr-481/
Gewicht ca. 485gr.

oder die neue

-Gravelfelge GR531
https://www.dtswiss.com/de/produkte/felgen/road/gravel/gr-531/
mit dem ordentlichen Gewicht von ca.535gr.

Aufgrund der 24mm MW tendiere ich schon Richtung GR531 - aber die Felge bringt schon was auf die Waage!
Was denkt Ihr, sind die 50 Gramm Mehrgewicht pro Felge (gegenüber der RR481) doch zu berücksichtigen, merkt man dieses Mehrgewicht?
Was empfehlt Ihr?

Ich danke Euch vielmals für Eure Hilfe!
Viele Grüße

Voreifelradler
19.10.2019, 10:16
Beim graveln ist das letzte worauf es ankommt das Gewicht, besonders bei Reifengewichten jenseits 300g und etwa 500g schwereren Gruppen ist das völlig unerheblich.
Wichtig sind stabile und breite Felgen, die auch mittlerweile ab 22C bis 25C breit sind. Dadurch kommt natürlich auch mehr Gewicht. Bei breiten Felgen liegt der Vorteil auch im niedrigen Druck der Reifen.

Ein guter Kompromiss ist eine DT Swiss R500 Felge mit 22C, die aufgebaut mit Novatec 6L Naben runde 1500g wiegt und bei slowbuild für 299€ inklusive Versand zu haben ist.

Montesodi
19.10.2019, 10:17
Von diesen beiden würde ich die RR481 nehmen. Mit 22C sind die doch genug breit. Mehr als 500g sollte bei mir die Felge nicht wiegen.

Zero Issuer
19.10.2019, 11:37
Ein Ei wiegt circa 50 bis 70 Gramm. Die 50 Gramm Mehrgewicht pro Laufrad wirst Du in keinster Weise wahrnehmen.

vinzenz
19.10.2019, 13:03
Hallo!

Ich möchte für meinen 'Gravelcrosser' einen Laufradsatz (Alu) aufbauen lassen, in der engeren Auswahl sind die Felgen von DT Swiss

- Crossfelge RR481
https://www.dtswiss.com/de/produkte/felgen/road/cross-road/rr-481/
Gewicht ca. 485gr.

oder die neue

-Gravelfelge GR531
https://www.dtswiss.com/de/produkte/felgen/road/gravel/gr-531/
mit dem ordentlichen Gewicht von ca.535gr.

Aufgrund der 24mm MW tendiere ich schon Richtung GR531 - aber die Felge bringt schon was auf die Waage!
Was denkt Ihr, sind die 50 Gramm Mehrgewicht pro Felge (gegenüber der RR481) doch zu berücksichtigen, merkt man dieses Mehrgewicht?
Was empfehlt Ihr?

Ich danke Euch vielmals für Eure Hilfe!
Viele Grüße


Das Rad wird dadurch vermutlich unfahrbar... durch die enorm ansteigende Zentrifugalkraft werden sich die Speichen dehnen und das LR wird immer weicher - wenn Dir nicht vorher durch die erhöhte Reibung das Lager schmilzt und plötzlich blockiert...
Denk auch an die Drehimpulserhaltung.. das Mehrgewicht erfordert vermutlich einen Eibnau einer Servolenkung, sonst kriegst keine Kurve mehr

würde die Schläche auch mit Helium füllen... und den Rahmen auch... :D

sorry, aber wegen 50g so ein Fass aufzumachen, da konnte ich mein Ironiezentrum nicht mehr im Zaum halten...

Jim Bob
19.10.2019, 13:44
Der Maulweitenhype überschreitet so langsam die Grenze von "Gravelcrosser" zu "Hardtail-MTB mit Rennlenker". Mir persönlich wäre ein MTB-Reifen >40mm auf einer 29"er-Felge zu zäh zu fahren.

DT empfiehlt *) für eine 24mm-Felge nicht mal mehr einen 28er Reifen, auf den ich ungerne verzichten würde.

*) https://dycteyr72g97f.cloudfront.net/uploads/WXD10000000866S/MAN_WXD10000000866S_WEB_ZZ_001.pdf

PAYE
19.10.2019, 13:47
Ein Ei wiegt circa 50 bis 70 Gramm. Die 50 Gramm Mehrgewicht pro Laufrad wirst Du in keinster Weise wahrnehmen.

Bzw. der Rollwiderstand des Naturbodens mit/ohne Dreck & Schotter hindert den unbändigen Vorwärtsdrang sicherlich weit mehr als etwas mehr Felgengewicht.

Grifoncino
19.10.2019, 14:26
Mein hardtail cc MTB hab ich mit Felgen mit 20er Maulweite damals 2014 (!) Aufgebaut. Hoffe der arme Kerl, der es letztes Jahr gekauft hat, kann heute noch damit fahren 🙄
Diese Felgen https://www.dtswiss.com/de/produkte/felgen/mtb/cross-country/xr-331/

Mit Messerspeichen. Geile Laufräder waren das.
Sauleicht.
Auf die Maulweite habe ich damals nicht geachtet, sonst hätte ich sie auch als unfahrbar abgetan. Gibt aber trotzdem gut. Auch grobes geläuf. Aber ich muss gestehen ich hab da gar keine Ahnung von...

Eddy Murcks
19.10.2019, 14:30
Das Rad wird dadurch vermutlich unfahrbar... durch die enorm ansteigende Zentrifugalkraft werden sich die Speichen dehnen und das LR wird immer weicher - wenn Dir nicht vorher durch die erhöhte Reibung das Lager schmilzt und plötzlich blockiert...
Denk auch an die Drehimpulserhaltung.. das Mehrgewicht erfordert vermutlich einen Eibnau einer Servolenkung, sonst kriegst keine Kurve mehr

würde die Schläche auch mit Helium füllen... und den Rahmen auch... :D

sorry, aber wegen 50g so ein Fass aufzumachen, da konnte ich mein Ironiezentrum nicht mehr im Zaum halten...

Wenn ich schon unqualifizierte Kommentare hier hinterlassen würde, dann doch in korrektem Deutsch. Die Frage war völlig berechtigt. Manche haben schon hunderte von Euro ausgegeben, um 100 Gramm an den Felgen einzusparen. Ich würde in diesem Fall auch die leichtere Felge nehmen.

PAYE
19.10.2019, 14:32
Mein hardtail cc MTB hab ich mit Felgen mit 20er Maulweite damals 2014 (!) Aufgebaut. Hoffe der arme Kerl, der es letztes Jahr gekauft hat, kann heute noch damit fahren 🙄
Diese Felgen https://www.dtswiss.com/de/produkte/felgen/mtb/cross-country/xr-331/

Mit Messerspeichen. Geile Laufräder waren das.
Sauleicht.
Auf die Maulweite habe ich damals nicht geachtet, sonst hätte ich sie auch als unfahrbar abgetan. Gibt aber trotzdem gut. Auch grobes geläuf. Aber ich muss gestehen ich hab da gar keine Ahnung von...

Denk dir nix!
Ich fahre nach wie vor mit DT Swiss XR 425 Felgen rum, aktuell sind da 50 mm breite Reifen drauf:
ETRTO: 559 x 17; Breite: 21.8 mm, Höhe: 20.2 mm

Ziggi Piff Paff
19.10.2019, 14:33
Wenn ich schon unqualifizierte Kommentare hier hinterlassen würde, dann doch in korrektem Deutsch. Die Frage war völlig berechtigt. Manche haben schon hunderte von Euro ausgegeben, um 100 Gramm an den Felgen einzusparen. Ich würde in diesem Fall auch die leichtere Felge nehmen.

ja finde ich auch. Es war einfach nur eine Frage und kein Fass. Vinzenzs Übertreibungen sind aber trotzdem lustig. Hätte einfach den letzten Satz weglassen sollen.

Um es zu testen kann der TE ja seine jetzigen Reifen mal mit Dichtmilch fahren und mal ohne. Ich glaube aber nicht, dass er einen Unterschied merkt.

Uli97
19.10.2019, 14:38
Ich finde, den Trend zu immer noch breiteren Reifen und noch mehr Maulweite mit noch weniger Druck so langsam gaga. Da fahr ich doch gleich MTB.
Ich bin mit dem Crosser nach wie vor auf 15c Open pro und 35/33mm Schluffen mit 2,5 Bar ganz flott unterwegs. Ja, da bin ich vielleicht nicht up to date aber die Open Pro sind auch nicht tot zu kriegen.
Auf dem RR gehts mir ähnlich, ich bin komplett auf 23mm Clincher und 22mm Tubulars mit 7,5 bzw 8 Bar zurück. Mir Wurst was man heutzutage zu fahren hat.
Ich würd die "schmalere" Breitfelge nehmen und 100g sind 100g.

pinguin
19.10.2019, 15:10
Ein 35 mm Reifen auf einer Felge mit 19 mm Innenweite ist real 38 mm breit. Das genügt mir persönlich als gute Lösung seit mehreren Jahren.

24 mm (und auch 22 mm) haben in meinen Augen keinen Vorteil. Es sei denn, man möchte Richtung Monstercrosser gehen.

Ein Schotterrad darf schon noch rennradähnliche Züge (Optik, Lenkverhalten, ...) aufweisen.

Für alles Andere nehme ich ein Race-Fully...

seankelly
19.10.2019, 15:27
Ich finde, den Trend zu immer noch breiteren Reifen und noch mehr Maulweite mit noch weniger Druck so langsam gaga. Da fahr ich doch gleich MTB.
Ich bin mit dem Crosser nach wie vor auf 15c Open pro und 35/33mm Schluffen mit 2,5 Bar ganz flott unterwegs. Ja, da bin ich vielleicht nicht up to date aber die Open Pro sind auch nicht tot zu kriegen.
Auf dem RR gehts mir ähnlich, ich bin komplett auf 23mm Clincher und 22mm Tubulars mit 7,5 bzw 8 Bar zurück. Mir Wurst was man heutzutage zu fahren hat.
Ich würd die "schmalere" Breitfelge nehmen und 100g sind 100g.

+1
:Applaus:

schnellerpfeil
19.10.2019, 15:29
Bei einer Neuanschaffung würde ich ganz klar die breitere Felge empfehlen. Ist meiner Meinung nach einfach sinnvoller, als ein paar gesparte Gramm. Der eine will eben ein Quentschen mehr Agilität, der andere ein sichereres Fahrgefühl.

Mida
19.10.2019, 15:46
Ich würde sagen das >99% aller Radler nichts merken man heimlich 3mm schmalere Felgen montieren würde. Riesenhype getrieben hauptsächlich von Leuten der Radbranche und Bike Followern.

schnellerpfeil
19.10.2019, 15:51
Ich würde sagen das >99% aller Radler nichts merken man heimlich 3mm schmalere Felgen montieren würde. Riesenhype getrieben hauptsächlich von Leuten der Radbranche und Bike Followern.

Ich würde sagen das >99% aller Radler nichts merken, wenn man heimlich 200g am Rad verstecken würde. Riesenhype getrieben hauptsächlich von Leuten der Radbranche und Bike Followern.
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Ich finde das ist eine sehr sonderbare und vor allem sinnentleerte Aussage. Die kann man auf nahezu alles projizieren, was es auf der Welt zu konsumieren gibt.
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Bin auch schon wieder weg aus dieser Diskussion :)

Gosy
19.10.2019, 15:52
Hab ich auch lange gedacht aber ich möchte meine 19 c mit 25 mm reifen nicht mehr missen .

felixthewolf
19.10.2019, 16:21
Die Lösung könnte hier in der Tat eine MTB-Felge sein.
Wir verbauen für den Gravel-Bereich häufig die XR391.
Diese wiegt ca. 450gr und hat 25mm Maulweite.
Alternativen gibts von mit 25mm Maulweite gibts von RaceFace, Pacenti, Newmen.

Den "Hype" mit der Maulweite gehen wir voll mit. Denn schließlich kommen unsere Kunden zu uns, weil sie etwas besseres haben wollen, als die vorher hatten. Es gilt daher niemandem etwas einzureden, man bräuchte das. Aber wenn einer wissen will, was bei einer Neuanschaffung besser ist, dann ist meine Antwort: breiter.

Gruss, Felix

seankelly
19.10.2019, 16:34
Die Lösung könnte hier in der Tat eine MTB-Felge sein.
Wir verbauen für den Gravel-Bereich häufig die XR391.
Diese wiegt ca. 450gr und hat 25mm Maulweite.
Alternativen gibts von mit 25mm Maulweite gibts von RaceFace, Pacenti, Newmen.

Den "Hype" mit der Maulweite gehen wir voll mit. Denn schließlich kommen unsere Kunden zu uns, weil sie etwas besseres haben wollen, als die vorher hatten. Es gilt daher niemandem etwas einzureden, man bräuchte das. Aber wenn einer wissen will, was bei einer Neuanschaffung besser ist, dann ist meine Antwort: breiter.

Gruss, Felix

Dann nochmal eine technische Frage, felix: ist breiter auch dann sinnvoll, wenn man NICHT mit weniger Druck im Reifen unterwegs ist. Also konkret: ist 8 bar im 25mm Reifen auf 19c besser als auf 17c? Spürt man das?

felixthewolf
19.10.2019, 16:43
Dann nochmal eine technische Frage, felix: ist breiter auch dann sinnvoll, wenn man NICHT mit weniger Druck im Reifen unterwegs ist. Also konkret: ist 8 bar im 25mm Reifen auf 19c besser als auf 17c? Spürt man das?

Hi

wenn du den selben Druck bei mehr Volumen (z.b. durch eine breitere Felge) fährst, ists sogar härter.
Wer einen Reifen weiterhin mit 8bar tot pumpt braucht oder will sich explizit sich um so manches auch keine Gedanken machen.
Nur eine breitere Felge fährt sich pauschal nicht besser, sie ist aber die nötige Vorraussetzung um einen Reifen mit weniger Druck fahren zu können.
Sonst fährt man eben nur mehr Gummi spazieren.

Gruss, Felix

Marco Gios
19.10.2019, 16:43
Lustig: keiner fragt, was der TE mit dem Rad vor hat, welche Strecken er fährt, welche Reifen beabsichtigt sind, wie das Fahrkönnen eingeschätzt wird. Aber trotzdem viele Tipps dazu, was vermeintlich besser ist...

bezel
19.10.2019, 19:34
Von diesen beiden würde ich die RR481 nehmen. Mit 22C sind die doch genug breit. Mehr als 500g sollte bei mir die Felge nicht wiegen.
Eigentlich möchte ich bis maximal 47mm Reifen unterwegs sein.
Es kommt einfach vor, dass ich manchmal auf Strecken unterwegs bin, die nicht einer Waldautobahn gleichen, sondern es sich um (wohl nicht zu anspruchsvolle) trails mit groben und größeren Steinen, aber auch mit Wurzeln handelt. Da finde ich es einen wesentlichen Unterschied, ob ich mit 35mm oder 40mm Reifen fahre, oder mit niedrigerem Reifendruck mit 47ern.

Es geht jetzt nicht darum, ob 45mm oder 47mm Reifen sinnvoll sind, oder nicht - nur, ob bei Einsatz dieser (+ etwas niedrigerem Luftdruck) eine 22er Felge dann auch tasächlich genügt und es sinnvoll ist und so es soviel ausmacht, am Felgengewicht zu sparen (Stichwort 'Massenträgheit').

Grüße!

Indurey
19.10.2019, 19:40
Also aus meiner Erfahrung würd mal sagen bei 50gr Differenz eher indifferent, spür ich eher nicht. 100gr pro Felge spür ich aber hinsichtlich der Agilität definitiv.

Ansonsten find ich den Trend zu breiten Felgen & Reifen klasse, dadurch bekomm ich aufgrund der sinkenden Nachfrage meine noch schmaleren Teile eher mal günstiger :)

Montesodi
19.10.2019, 19:45
An meinem Graveler habe ich "nur" 19C Felgen. Reicht mir. Fahre aber auch nur 35mm Reifen (Schwalbe One) bzw. aktuell 30mm (Vittoria Corsa Control).
Mir wäre geringes Gewicht wichtiger. Mehr als 22C braucht es aus meiner Sicht nicht.

bezel
19.10.2019, 20:01
@Indurai: schau Dir an, was derzeit bei den Gravelbikes von Herstellern propagandiert wird: da scheint ja eine Felge unter 25mm ganz unmöglich zu sein ...

(Ach nur so am Rande, aktuelle Gravelbikes aus dem höherpreisigen Segment (zB auch das open wide) werden zum Teil auch mit den GR531 -dann als Systemlaufräder mit den GR1600- ausgeliefert. Gewicht scheint da plötzlich, trotz superleichten Rahmen, plötzlich keine Rolle mehr zu spielen)

PauleMessier.
19.10.2019, 20:35
Ich finde, den Trend zu immer noch breiteren Reifen und noch mehr Maulweite mit noch weniger Druck so langsam gaga. Da fahr ich doch gleich MTB.

Auf dem RR gehts mir ähnlich, ich bin komplett auf 23mm Clincher und 22mm Tubulars mit 7,5 bzw 8 Bar zurück. Mir Wurst was man heutzutage zu fahren hat.
Ich würd die "schmalere" Breitfelge nehmen und 100g sind 100g.

Fahre selbst noch an einem Rad 23 er Falt
Da gibts ja viele, die haben kein eigenes Fahrgefühl, lassen sich enorm schnell beeinflussen
Solche würden auch auf 21 zurückgehen....

PauleMessier.
19.10.2019, 20:39
Ein Ei wiegt circa 50 bis 70 Gramm. Die 50 Gramm Mehrgewicht pro Laufrad wirst Du in keinster Weise wahrnehmen.

Was? Doch so schwer?

Indurey
19.10.2019, 20:44
Was? Doch so schwer?

Taugt denn ein rohes Ei als "Dichtmilch"?

PauleMessier.
19.10.2019, 20:46
Wenn ich das mit ja beantworte, fährt das halbe Forum Tubeless

enasnI
19.10.2019, 21:05
Ist doch eigentlich ganz einfach. Wenn min. 40 mm Reifen oder breiter mit Tubeless Thema sind, dann nimm die breitere Felge.

Wenn du einer von den Gestrigen bist, die in ihren Crosser einen Tourenrad-Schlauch knallen und damit 2,5 Bar fahren, dann nimm die Gewichtsersparnis mit.

Wenn man diese Gestrigen mal auf einen modernen Gravler mit Tubeless setzt, dann merken die aber meistens schon, das damit die Post ein wenig anders abgeht.

Oft allerdings verweigern diese Gestrigen diese Neuerungen so hart, dass du sie auf so ein modernes Zeug, was keiner braucht, nicht mal für eine Testfahrt draufbekommst.

Dann einfach in ihrer Welt alt werden lassen. Tut ja keinem weh.

Zero Issuer
19.10.2019, 21:40
Bzw. der Rollwiderstand des Naturbodens mit/ohne Dreck & Schotter hindert den unbändigen Vorwärtsdrang sicherlich weit mehr als etwas mehr Felgengewicht.
+1 definitiv und unwidersprochen richtig.

Ziggi Piff Paff
19.10.2019, 22:11
..


Wenn du einer von den Gestrigen bist, die in ihren Crosser einen Tourenrad-Schlauch knallen und damit 2,5 Bar fahren, dann nimm die Gewichtsersparnis mit.

Dann einfach in ihrer Welt alt werden lassen. Tut ja keinem weh.


Bin einer von diesen Gestrigen, aber es sind so eher 3 bar.

Was mach ich falsch? Mangels Geld wede ich auch sobald kein TL fahren können.:ü

seankelly
19.10.2019, 22:18
Hi

wenn du den selben Druck bei mehr Volumen (z.b. durch eine breitere Felge) fährst, ists sogar härter.
Wer einen Reifen weiterhin mit 8bar tot pumpt braucht oder will sich explizit sich um so manches auch keine Gedanken machen.


Kapier ich nicht. Wieso hat ein und derselbe Reifen mehr Volumen, sobald er auf einer breiteren Felge sitzt? Das scheint mir physikalisch nicht einleuchtend.

Voreifelradler
19.10.2019, 22:31
Probiere es aus und du wirst es feststellen. Ich habe es selbst nicht glauben wollen.

enasnI
19.10.2019, 22:35
Bin einer von diesen Gestrigen, aber es sind so eher 3 bar.

Was mach ich falsch? Mangels Geld wede ich auch sobald kein TL fahren können.:ü

Du machst nix falsch, aber wenn man kompromisloser im Dreck, Matsch und Schotter wühlen möchte, dann ist es eine Erfahrung wert.

Wer Crossrennen fährt, fährt ja auch kein Clincher mit 3 Bar. Da werden dann eben Schlauchreifen mit sehr wenig Druck gefahren. Nicht alltagstauglich, kommt der Sache aber schon nahe.

Beim Gravelbike kommen dann eben noch breitere Reifen ins Spiel und ein Tubeless-System ist durchaus alltagstauglich und wenn man einen Schlauch mitführt, dann ist das alles auch relativ beherrschbar im Pannenfall.

seankelly
19.10.2019, 22:45
Probiere es aus und du wirst es feststellen. Ich habe es selbst nicht glauben wollen.

Dass es besser rollt bzw. sich besser lenken lässt glaub ich schon. Aber das Volumen ändert sich ja nicht, höchstens die Form des aufgepumpten Reifens im Querschnitt.

Keita
19.10.2019, 22:48
Kapier ich nicht. Wieso hat ein und derselbe Reifen mehr Volumen, sobald er auf einer breiteren Felge sitzt? Das scheint mir physikalisch nicht einleuchtend.

Weil mit zunehmender Felgenmaulbreite der Reifenquerschnitt von einem Kreis (theoretische 0C-Felge) zu einem Halbkreis wird. Stell Dir einen Metallring vor, den Du an einer Stelle öffnest. Jetzt ziehst Du die beiden Enden immer weiter auseinander und erhälst ausgehend von einem Kreis (der "Ur-Ring") einen Bogen, der einem Halbkreis ähnelt.

seankelly
19.10.2019, 22:55
Weil mit zunehmender Felgenmaulbreite der Reifenquerschnitt von einem Kreis (theoretische 0C-Felge) zu einem Halbkreis wird. Stell Dir einen Metallring vor, den Du an einer Stelle öffnest. Jetzt ziehst Du die beiden Enden immer weiter auseinander und erhälst ausgehend von einem Kreis (der "Ur-Ring") einen Bogen, der einem Halbkreis ähnelt.

Richtig. Aber: das Volumen ändert sich ja nicht. In deinem Beispiel: der Halbkreis hat dieselbe Mantelfläche (Mantel = geometrischer Begriff) wie der Kreis. das Material des Reifens dehnt sich ja nicht, nur weil sich die Felgenbreite ändert. Es dehnt sich NUR, wenn sich der Luftdruck erhöht. Und zwar unabhängig von der Felgenbreite.

cadoham
19.10.2019, 22:58
Dass es besser rollt bzw. sich besser lenken lässt glaub ich schon. Aber das Volumen ändert sich ja nicht, höchstens die Form des aufgepumpten Reifens im Querschnitt.


Das Volumen des Reifens selbst bleibt natürlich identisch, aber eine breitere Felge selbst bietet mehr Volumen,
als eine schmalere. ;)

PauleMessier.
19.10.2019, 23:07
Das Volumen des Reifens selbst bleibt natürlich identisch, aber eine breitere Felge selbst bietet mehr Volumen,
als eine schmalere. ;)

blub :D

Keita
19.10.2019, 23:16
Richtig. Aber: das Volumen ändert sich ja nicht. In deinem Beispiel: der Halbkreis hat dieselbe Mantelfläche (Mantel = geometrischer Begriff) wie der Kreis. das Material des Reifens dehnt sich ja nicht, nur weil sich die Felgenbreite ändert. Es dehnt sich NUR, wenn sich der Luftdruck erhöht. Und zwar unabhängig von der Felgenbreite.

Beim Halbkreis kommt doch zur Mantelfläche des Reifens noch die der Felge hinzu. Der Halbkreis hat ja gegenüber dem Kreis die doppelte Fläche.

seankelly
19.10.2019, 23:29
Der Halbkreis hat ja gegenüber dem Kreis die doppelte Fläche.

Bei gleichem Luftdruck hat der Halbkreis die gleiche Fläche, nur halt eine andere Form (Halbkreis eben) als der Kreis. Es ist doch ganz einfach: auf jedem Reifen steht der max. zulässige Luftdruck. Der limitiert das Volumen, unabhängig von der Felgenbreite. Genaugenommen ist das Volumen sowieso egal, da ein Reifen ja kein Luftballon ist und das Volumen im aufgepumpten Zustand ja sowieso kaum zunimmt.

pinguin
19.10.2019, 23:36
Ihr Praktiker... :D

Ich fahre momentan auf dem Race-Fully einen 2,1" Reifen auf 30 mm Innenweite. Das sieht ungefähr so aus wie die Bereifung der Karren, die die Jugend anno dunnemals so durch die Städte getrieben hat. GoKart...

Verwende ich den gleichen Reifen auf 25 mm Innenweite sieht's aus, wie halt so ein MTB-Radl aussieht...

Der Unterschied im Luftdruck kann immens sein. Den Reifen fahre ich mit etwa 2 bar auf der 25 mm Felge, mit weniger als 1,5 bar auf der 30 mm Felge.

Und da spielt die Musik dann. Traktion trotz mässig Profil.

Pedalierer
20.10.2019, 00:17
ja das Volumen steigt bei breiterer Maulweite. Der Druck sollte dann etwas sinken. Und das ist dann auch schon das Limit an der Sache. Der vermeintlich bessere Rowi ist nur unter Komfortverlust zu bekommen.

Man kann auf der breiten Felge halt den Druck weiter senken (ohne wegkippen in Kurvenlage oder Durchschlagsrisiko) , also Komfort gewinnen, aber nur unter schlechterem Rowi. Man bekommt nix ohne Nachteile an anderer Stelle. Bevor ich Felgen mit >550g fahre, nehm ich persönlich lieber die leichtere Felge und hab ein Rad das sich wie ein Sportgerät lenkt. Andere wollen halt SUVs.

enasnI
20.10.2019, 01:49
ja das Volumen steigt bei breiterer Maulweite. Der Druck sollte dann etwas sinken. Und das ist dann auch schon das Limit an der Sache. Der vermeintlich bessere Rowi ist nur unter Komfortverlust zu bekommen.

Man kann auf der breiten Felge halt den Druck weiter senken (ohne wegkippen in Kurvenlage oder Durchschlagsrisiko) , also Komfort gewinnen, aber nur unter schlechterem Rowi. Man bekommt nix ohne Nachteile an anderer Stelle. Bevor ich Felgen mit >550g fahre, nehm ich persönlich lieber die leichtere Felge und hab ein Rad das sich wie ein Sportgerät lenkt. Andere wollen halt SUVs.

Ab er wir reden hier doch von Mountaibike artigen Reifen, wenn es um Gravel geht. Kannst ja mal bei mtb-news.de im Forum mit deiner These aufschlagen, dass weniger Druck einen schlechteren Rollwiderstand bedeutet. Ich glaube, sie lachen dich dann einfach nur aus. :)

Ziggi Piff Paff
20.10.2019, 07:09
Du machst nix falsch, aber wenn man kompromisloser im Dreck, Matsch und Schotter wühlen möchte, dann ist es eine Erfahrung wert.

....


...
Der Unterschied im Luftdruck kann immens sein. Den Reifen fahre ich mit etwa 2 bar auf der 25 mm Felge, mit weniger als 1,5 bar auf der 30 mm Felge.

Und da spielt die Musik dann. Traktion trotz mässig Profil.




Ab er wir reden hier doch von Mountaibike artigen Reifen, wenn es um Gravel geht. Kannst ja mal bei mtb-news.de im Forum mit deiner These aufschlagen, dass weniger Druck einen schlechteren Rollwiderstand bedeutet. Ich glaube, sie lachen dich dann einfach nur aus. :)



hätte ich aber auch gedacht. Weniger Druck bedeutet höheren Rollwiderstand bei MTb und Gravel oder Crosser Reifen.

bezel
20.10.2019, 09:00
... Bevor ich Felgen mit >550g fahre, nehm ich persönlich lieber die leichtere Felge und hab ein Rad das sich wie ein Sportgerät lenkt. Andere wollen halt SUVs.
Gewichtsunterschiede:
DT Swiss GR 531 Gravelfelge 535g (mit 24mm Maulweite)
DT SWISS RR481 Crossfelge 485g (22mm MW)
DT Swiss XM421 AllMountain 465g (25mm MW)

Veto
20.10.2019, 09:30
Heute zur Beweisssicherung müssen einfach alle mal beim Cyclocrossrennen in Bauschheim starten, schönes Matschewetter und anspruchsvolle Strecke. Wer die breiteste Felge hat, gewinnt.:5bike:

PAYE
20.10.2019, 09:41
... Wer die breiteste Felge hat, gewinnt.:5bike:


Wie sich doch die Zeiten ändern!
Es gewinnt also nicht mehr der mit dem Längsten sondern mit dem Dicksten. :D

Cleat Commander
20.10.2019, 09:53
Wie sich doch die Zeiten ändern!
Es gewinnt also nicht mehr der mit dem Längsten sondern mit dem Dicksten. :D

Frauen wissen das seit Jahrtausenden :D

seankelly
20.10.2019, 09:59
Frauen wissen das seit Jahrtausenden :D

Unsinn. Schmecken muss er! :D

Voreifelradler
20.10.2019, 10:01
Gewichtsunterschiede:
DT Swiss GR 531 Gravelfelge 535g (mit 24mm Maulweite)
DT SWISS RR481 Crossfelge 485g (22mm MW)
DT Swiss XM421 AllMountain 465g (25mm MW)

DT Swiss R500: 495g 22C

Breite Felge und tubeless kombiniert bietet nicht nur im Gelände, sondern auch auf der Straße Vorteile. Ich habe es selbst lange nicht glauben wollen, aber ich möchte es auch nicht mehr missen. Seit dieser Woche habe ich neben Crosser und Schotterrad auch den Straßenlaufradsatz 21C TL montiert.

Das sollte man bei dieser ganzen Diskussion nicht vergessen, dass alte und schmale Felgen nicht tubelesse-fähig sind und gerade beim Crossen dadurch eine weitaus höhere Pannenanfälligkeit haben.

bulz
20.10.2019, 10:14
Heute zur Beweisssicherung müssen einfach alle mal beim Cyclocrossrennen in Bauschheim starten, schönes Matschewetter und anspruchsvolle Strecke. Wer die breiteste Felge hat, gewinnt.:5bike:

:Applaus::Applaus::Applaus::Applaus::Applaus:

Und wenn man die Theoretiker ernst nimmt, was man ja unbedingt machen muß, sonst steht man außerhalb des Mainstrems dann pumpt man die Reifen gar nicht erst auf:

Vorteile:
weniger Gewicht
Pannenanfälligkeit sinkt enorm
Snake Bites merkt man nicht

Und das Wichtigste: Mehr Rollkomfort kann man nur mit niedrigen Reifendruck bekommen.

Aber Autoreifen und Fahrradreifen unterliegen den gleichen physikalischen Gesetzen:
Zitat aus https://www.werkstatt-tipp.de/zu-geringer-reifendruck-das-unterschaetzte-problem.html/

Bei zu geringem Reifendruck steigt der Rollwiderstand des Fahrzeugs (Fahrrad)
• Die Folge ist erhöhter Spritverbrauch (Trittkraft). Als Faustregel gilt: 0,2 bar zu wenig Druck bedeutet 1% mehr Verbrauch. Bei 0,6 bar zu wenig, steigt der Verbrauch (Trittkraft) gar um 4 %.
• Der Reifenverschleiß ist deutlich erhöht. Die Pneus können sogar in der Struktur beschädigt werden. Diese sind dann auch durch die Korrektur des Reifendrucks nicht mehr zu beheben.
• Der Bremsweg wird länger. In Fahrtests wurde nachgewiesen, wenn der Reifendruck in den Vorderreifen 1 Bar unter dem Soll ist, den Weg bis zum Stillstand um 10% verlängert.
• Die Lebensdauer der Reifen ist reduziert. Bei konstant 0,4 bar zu wenig Druck, steigt der Verschleiß um 30%.
• Bei zu geringem Reifendruck können die Pneus überhitzen. Bei 20 Minuten schneller Fahrt können dann schnell bis zu 120 Grad Celsius gemessen werden. Dann besteht die Gefahr, dass sich die Lauffläche ablöst. Wir alle kennen diese Reifenreste, die man häufig am Rand von Autobahnen liegen sieht.
(Dann passiert den Theoretikern nicht, da sie nur theoretisieren)
• Bei Kurvenfahrten können Reifen mit geringem Reifendruck die auftretenden Seitenkräfte nicht mehr sauber auffangen, der Fahrer droht die Kontrolle über den Wagen zu verlieren.

nabi
20.10.2019, 10:53
Richtig. Aber: das Volumen ändert sich ja nicht. In deinem Beispiel: der Halbkreis hat dieselbe Mantelfläche (Mantel = geometrischer Begriff) wie der Kreis. das Material des Reifens dehnt sich ja nicht, nur weil sich die Felgenbreite ändert. Es dehnt sich NUR, wenn sich der Luftdruck erhöht. Und zwar unabhängig von der Felgenbreite.

Da muss ich doch mal eingreifen:
Selbstverständlich hat ein Halbkreis den man aus einem Kreis „aufbiegt“, die doppelte Fläche des ursprünglichen Kreises.
Damit wächst das Reifenvolumen, ohne Berücksichtigung des Felgenvolumens ( in diesem Extrembeispiel) auch um den Faktor 2.

Für Leute die das nicht sofort einsehen mal möglichst einfach hergeleitet :
Vervollständigt man den neuen Halbkreis zum Vollkreis, so hat dieser den doppelten Umfang des Ursprungskreises, den doppelten Durchmesser und damit die vierfache Fläche. Die Hälfte vom Vierfachen ist dann immernoch das Doppelte...

seankelly
20.10.2019, 11:05
Da muss ich doch mal eingreifen:
Selbstverständlich hat ein Halbkreis den man aus einem Kreis „aufbiegt“, die doppelte Fläche des ursprünglichen Kreises.
Damit wächst das Reifenvolumen, ohne Berücksichtigung des Felgenvolumens ( in diesem Extrembeispiel) auch um den Faktor





Wenn das Reifenvolumen um den Faktor 2 zunehmen würde, würde der Reifen schon längst geplatzt sein. Ein Reifen bekommt ja schon Risse, wenn ich ihn statt der erlaubten 8 bar dauerhaft mit 10 bar fahren würde. Und selbst diese Zunahme des Luftdrucks macht wohl nur ein Minimum als Volumenszunahme aus.

In deinem Beispiel: wenn ich aus einem Kreis einen Halbkreis "aufbiege", dann bleibt die Fläche selbstverständlich gleich. Schneide doch mal ne Klopapierrolle auf und bieg sie gerade. Hast du dann etwas mehr Fläche als vorher? Ich denke nicht ;)

Jim Bob
20.10.2019, 11:09
Ab er wir reden hier doch von Mountaibike artigen Reifen, wenn es um Gravel geht. Kannst ja mal bei mtb-news.de im Forum mit deiner These aufschlagen, dass weniger Druck einen schlechteren Rollwiderstand bedeutet. Ich glaube, sie lachen dich dann einfach nur aus. :)Könnte damit zusammenhängen, dass das Thema dort aus der Perspektive "Reifen ab 50mm" und "Trails ab S3" betrachtet wird. Unter 40mm Reifenbreite quasi unfahrbar.

Für mich ist ein "Gravelcrosser" (TE) kein MTB, sondern ein Rennrad, das für lange, schnelle Touren vorzugsweise abseits vom Straßenverkehr gebaut ist. Heißt: Asphalt, miese Radwege, Schotter, Feldwege, Verbundpflaster, Betonplatten, Waldwege und S0. Und da macht "Traktion/Rollwiderstand dank ohne Luft" nur einen kleinen Anteil aus.

Insofern:
Lustig: keiner fragt, was der TE mit dem Rad vor hat, welche Strecken er fährt, welche Reifen beabsichtigt sind, wie das Fahrkönnen eingeschätzt wird. Aber trotzdem viele Tipps dazu, was vermeintlich besser ist...

Mida
20.10.2019, 11:16
Heute zur Beweisssicherung müssen einfach alle mal beim Cyclocrossrennen in Bauschheim starten, schönes Matschewetter und anspruchsvolle Strecke. Wer die breiteste Felge hat, gewinnt.:5bike:

Das gilt aber nicht. Das Thema muss wie so viele rein theoretisch geklärt werden, oder will hier jemand wirklich in die Praxis?

Keita
20.10.2019, 11:26
Schneide doch mal ne Klopapierrolle auf und bieg sie gerade. Hast du dann etwas mehr Fläche als vorher? Ich denke nicht ;)

Das System besteht doch nicht nur aus dem Reifen :confused: Wenn ich die Klopapierrolle zu einem Halbkreis aufgebogen auf eine Platte lege, kommt doch zur Fläche der Rolle noch die der Platte hinzu.

nabi
20.10.2019, 11:39
Wenn das Reifenvolumen um den Faktor 2 zunehmen würde, würde der Reifen schon längst geplatzt sein. Ein Reifen bekommt ja schon Risse, wenn ich ihn statt der erlaubten 8 bar dauerhaft mit 10 bar fahren würde. Und selbst diese Zunahme des Luftdrucks macht wohl nur ein Minimum als Volumenszunahme aus.

In deinem Beispiel: wenn ich aus einem Kreis einen Halbkreis "aufbiege", dann bleibt die Fläche selbstverständlich gleich. Schneide doch mal ne Klopapierrolle auf und bieg sie gerade. Hast du dann etwas mehr Fläche als vorher? Ich denke nicht ;)

Du verwechselst möglicherweise die Fläche der Klorolle mit dem umschlossenen Volumen.
Ersteres bleibt natürlich gleich, letzteres verdoppelt sich.

powergel
20.10.2019, 11:51
Ich würde mal das Gesamtgewicht vom fahrfertigen LRS inkl Bereifung ausrechnen und schauen, wie viel % die 50g/100g ausmachen. Dann würde ich die selben % zu meinem aktuellen LRS addieren und überlegen, ob ich das merken würde.

Beim RR würde ich dann auf die schmalst mögliche Reifen/Felgenkombi gehen, die meinen Wunschluftdruck sicher fahren lässt. Beim Gravelbike dann noch schauen, ob die Reifenbreite dann auch die gewünschte Traktion ermöglicht.

bulz
20.10.2019, 15:10
Du verwechselst möglicherweise die Fläche der Klorolle mit dem umschlossenen Volumen.
Ersteres bleibt natürlich gleich, letzteres verdoppelt sich.

Wenn (theoretisch) die Felgenbreite gleich der Reifenbreite (aufgewickelt) ist, dann ist das Volumen gleich Null.

Lehrsatz: Je breiter die Felge, desto kleiner das Volumen.

seankelly
20.10.2019, 15:27
Wenn (theoretisch) die Felgenbreite gleich der Reifenbreite (aufgewickelt) ist, dann ist das Volumen gleich Null.

Lehrsatz: Je breiter die Felge, desto kleiner das Volumen.

Das leuchtet ein. Dann ist es also weder richtig, dass sich das Volumen des Reifens durch eine breitere Felge nicht verändert, noch dass es gar größer wird.

Keita
20.10.2019, 15:52
Nein, das Volumen nimmt mit zunehmender Maulbreite bis zum Schwellwert zu, danach nimmt er wieder ab. Der Schwellwert ist vereinfacht betrachtet beim Halbkreis erreicht, mit abnehmender Maulbreite wird er zu einem Kreis und mit zunehmender zu einer waagerechten Halbellipse (oder eben zu einer Geraden).

Maxe_Muc3
20.10.2019, 17:18
Alle Größen mit Index "1" sind für den Vollkreis, alle mit Index "2" für den Halbkreis.

U1=2R1*PI

U2=2*U1 (da ja die "Breite" des Reifenmaterials gleich bleibt, aber bei breiter Felge nur ein Halbreis abgedeckt wird.

-> R2=2*R1 (da Halbkreis)

F1= R1²*PI (abgedeckte Fläche)
F2=(2*R1)²*PI=4*R1²*PI

F2=4*F1

-> F2/2=2*F1 (da Halbkreis)

Für die Nicht-Mathematiker :D

seankelly
20.10.2019, 17:55
Alle Größen mit Index "1" sind für den Vollkreis, alle mit Index "2" für den Halbkreis.

U1=2R1*PI

U2=2*U1 (da ja die "Breite" des Reifenmaterials gleich bleibt, aber bei breiter Felge nur ein Halbreis abgedeckt wird.

-> R2=2*R1 (da Halbkreis)

F1= R1²*PI (abgedeckte Fläche)
F2=(2*R1)²*PI=4*R1²*PI

F2=4*F1

-> F2/2=2*F1 (da Halbkreis)

Für die Nicht-Mathematiker :D

DAS wollten wir wissen! :gut:

Keita
20.10.2019, 18:11
DAS wollten wir wissen! :gut:

Dass das Volumen (bis zum Schwellwert) zunimmt?

Cleat Commander
20.10.2019, 18:29
Das ist das schöne an Tubulars. Da braucht man keine höhere Mathematik um zu wissen, dass ein Reifen rund ist :D

felixthewolf
20.10.2019, 18:34
DAS wollten wir wissen! :gut:

Stell dir mal einen Reifen vor, schön rund als Kreis mit 25mm Durchmesser.
Das wäre jetzt ein Reifen auf einer sehr schmalen Felge.
Und schneidest du den Kreis an seiner Unterseite auf und biegst du beiden entstandenen Enden weiter auf.
Leuchtet es da nicht ein, dass das Volumen zunimmt?
Oder nimm die Praxis: Reifen werden auf breiteren Felge auch breiter, aber nicht flacher. Das Volumen muss also zunehmen.

Gruss, Felix

Pedalierer
20.10.2019, 18:38
ja die Reifen werden sogar minimal höher + breiter. Zudem ist der Bereich innerhalb der Felge auch größer > tieferes + breiteres Felgenbett.

bezel
20.10.2019, 20:06
Ich würde mal das Gesamtgewicht vom fahrfertigen LRS inkl Bereifung ausrechnen und schauen, wie viel % die 50g/100g ausmachen. Dann würde ich die selben % zu meinem aktuellen LRS addieren und überlegen, ob ich das merken würde.

Beim RR würde ich dann auf die schmalst mögliche Reifen/Felgenkombi gehen, die meinen Wunschluftdruck sicher fahren lässt. Beim Gravelbike dann noch schauen, ob die Reifenbreite dann auch die gewünschte Traktion ermöglicht.

Die Frage ist halt, ob sich ein Mehrgewicht an der Felge an sich, sich mehr auswirkt, als wenn man zum Beispiel eine schwerere Nabe verwendet.
(zB. "schwere" Felge mit verbauter leichter Nabe vs. "leichte Felge" mit schwerer Nabe)

felixthewolf
20.10.2019, 20:50
Die Frage ist halt, ob sich ein Mehrgewicht an der Felge an sich, sich mehr auswirkt, als wenn man zum Beispiel eine schwerere Nabe verwendet.
(zB. "schwere" Felge mit verbauter leichter Nabe vs. "leichte Felge" mit schwerer Nabe)

Ich denke diese Frage ist nun ob aus der Erfahrung oder aus dem Physikunterricht leicht zu beantworten.
Geringere rotierenden Massen lassen sich leichter beschleinigen. Beschleinigung gibts beim Fahren nicht nur in Fahrtrichtung.

Die Frage des Threaderstellers ist dagegen schwerer zu beantworten und hängt maßgeblich an den gewünschten Reifen, dem Reifendruck, der Fahrweise und den Vorlieben des Fahrers.

Gruss, Felix

bulz
20.10.2019, 20:55
Stell dir mal einen Reifen vor, schön rund als Kreis mit 25mm Durchmesser.
Das wäre jetzt ein Reifen auf einer sehr schmalen Felge.
Und schneidest du den Kreis an seiner Unterseite auf und biegst du beiden entstandenen Enden weiter auf.
Leuchtet es da nicht ein, dass das Volumen zunimmt?
Oder nimm die Praxis: Reifen werden auf breiteren Felge auch breiter, aber nicht flacher. Das Volumen muss also zunehmen.

Gruss, Felix


Ein zB. 35er Reifen wird auf breiterer Felge auch breiter, aber die Reifenhöhe nimmt ab. Außer du hast einen Zaubertrick.

Weiter in der Logik
Je breiter die Felge desto geringer die Reifenhöhe
Je geringer die Reifenhöhe desto mehr Durchschläge
Je mehr Durchschläge desto mehr muß der Reifendruck erhöht werden

Ergebnis
Wenn der Reifendruck gesenkt werden soll muß die Reifenbreite erhöht werden
Größere Reifenbreite ergibt höheres Gewicht

Frage: Warum nicht gleich ein MTB Forum wählen?:D

messenger
20.10.2019, 20:57
Geringere rotierenden Massen lassen sich leichter beschleinigen.

Gruss, Felix

...und verlieren schneller ihre Geschwindigkeit. Erst wenn man bremst, ist die kin. Energie vergeudet.

Gruß messi

seankelly
20.10.2019, 21:03
Ein zB. 35er Reifen wird auf breiterer Felge auch breiter, aber die Reifenhöhe nimmt ab. Außer du hast einen Zaubertrick.

Weiter in der Logik
Je breiter die Felge desto geringer die Reifenhöhe
Je geringer die Reifenhöhe desto mehr Durchschläge
Je mehr Durchschläge desto mehr muß der Reifendruck erhöht werden

Ergebnis
Wenn der Reifendruck gesenkt werden soll muß die Reifenbreite erhöht werden
Größere Reifenbreite ergibt höheres Gewicht

Frage: Warum nicht gleich ein MTB Forum wählen?:D

Das dachte ich auch. Ein Reifen wird ja nicht gleichzeitig breiter und höher; insofern keine Volumenszunahme.

Aber ok, mich hat das nur theoretisch interessiert. In der Praxis wirds sowieso egal sein.

Pedalierer
20.10.2019, 22:06
er wird breiter und minimal höher weil sich die Form des Reifenquerschnitts unterscheidet. Die Flanken stehen senkrechter als bei einer Kombi mit schmaler Felge wo der Reifen eher wie ein Birne drauf sitzt.

Ist ein Denkfehler da von einem Kreisausschnitt mit gleichem Winkelmaß auszugehen.

felixthewolf
21.10.2019, 08:27
Ein zB. 35er Reifen wird auf breiterer Felge auch breiter, aber die Reifenhöhe nimmt ab. Außer du hast einen Zaubertrick.

Weiter in der Logik
Je breiter die Felge desto geringer die Reifenhöhe
Je geringer die Reifenhöhe desto mehr Durchschläge
Je mehr Durchschläge desto mehr muß der Reifendruck erhöht werden

Ergebnis
Wenn der Reifendruck gesenkt werden soll muß die Reifenbreite erhöht werden
Größere Reifenbreite ergibt höheres Gewicht

Frage: Warum nicht gleich ein MTB Forum wählen?:D

Geht man davon aus, dass die falsche Beschriebung zutreffend wäre, und die Reifenhöhe tatsächlich abnimmt, ist die folgende Logik als richtig zu bezeichnen.
Allerdings ist diese Logik und das Ergbenis dieser Überlegung irrelevant, weil die Reifenhöhe nicht ab- sondern zunimmt

Felix

seankelly
21.10.2019, 09:28
Geht man davon aus, dass die falsche Beschriebung zutreffend wäre, und die Reifenhöhe tatsächlich abnimmt, ist die folgende Logik als richtig zu bezeichnen.
Allerdings ist diese Logik und das Ergbenis dieser Überlegung irrelevant, weil die Reifenhöhe nicht ab- sondern zunimmt

Felix

Mit Verlaub, aber ich kapiers nicht. Wie sollte der Umfang des Reifens allein dadurch zunehmen, dass er auf einer breiteren Felge sitzt? Das Material dehnt sich ja nicht. Es dehnt sich NUR, wenn es aufgepumpt wird.

felixthewolf
21.10.2019, 09:33
Mit Verlaub, aber ich kapiers nicht. Wie sollte der Umfang des Reifens allein dadurch zunehmen, dass er auf einer breiteren Felge sitzt? Das Material dehnt sich ja nicht. Es dehnt sich NUR, wenn es aufgepumpt wird.

es tut mir leid, aber wenn du nicht verstehst, dass sich die Fläche eines Kreises vergrößert, wenn du diesen öffnest und ihn an der Öffnung aufziehst, gehen mir die Erklärungen aus.
https://www.mathepower.com/kreis.php

Einen habe ich noch: Wenn der Umfang eines Kreises größer wird, so steigt auch seine Fläche. Jetzt?

Gruss, Felix

seankelly
21.10.2019, 09:39
es tut mir leid, aber wenn du nicht verstehst, dass sich die Fläche eines Kreises vergrößert, wenn du diesen öffnest und ihn an der Öffnung aufziehst, gehen mir die Erklärungen aus.

Gruss, Felix

Doch, das ist schon klar. Das hatte keita ja schon dargelegt. Aber der Kreis vergrößert sich ja durch das neu entstandene Stück Umfang (die Felge) und nicht dadurch, dass das ursprüngliche Kreismaterial (der Reifen) zunimmt.

bezel
21.10.2019, 10:02
es tut mir leid, aber wenn du nicht verstehst, dass sich die Fläche eines Kreises vergrößert, wenn du diesen öffnest und ihn an der Öffnung aufziehst, gehen mir die Erklärungen aus.
https://www.mathepower.com/kreis.php

Einen habe ich noch: Wenn der Umfang eines Kreises größer wird, so steigt auch seine Fläche. Jetzt?

Gruss, Felix

Ich kann eine notwendig große Innenweite bei 29" Reifen noch verstehen, aber bei Gravelreifen bis 45/47mm - da sollen 2 mm breitere Felgen (zB 22i vs 24i) doch so wesentlich viel ausmachen (auch wenn tubeles und mit wenig Druck)?

felixthewolf
21.10.2019, 10:12
Doch, das ist schon klar. Das hatte keita ja schon dargelegt. Aber der Kreis vergrößert sich ja durch das neu entstandene Stück Umfang (die Felge) und nicht dadurch, dass das ursprüngliche Kreismaterial (der Reifen) zunimmt.

Aber wenn sich der kreis doch vergrößert, eben duch die Felge als neues Umfangsstückt, vergrößert sich doch auch die Querschnittsfläche in 2D und damitd s Volume in 3D.
Der Reifen selbst bleibt als ursprüngliches kreismaterial gleich.

Gruss, Felix

felixthewolf
21.10.2019, 10:16
Ich kann eine notwendig große Innenweite bei 29" Reifen noch verstehen, aber bei Gravelreifen bis 45/47mm - da sollen 2 mm breitere Felgen (zB 22i vs 24i) doch so wesentlich viel ausmachen (auch wenn tubeles und mit wenig Druck)?

Gerade da. Je kleiner die Ausgangsbreite, desto größer ist die prozentuale Zunahme bei nur 2mm.
von 20-22mm sind das +10%, von 30 auf 32mm sind es nur 6,67%, von 40 auf 42mm sind es nur noch 5%

Gruss, Felix

immerflach
21.10.2019, 10:25
Ich kann das Diskutieren um Breitreifen wirklich nicht nachvollziehen, in CC Rennen fahre ich immer noch die Fulcrum R3 als 17c mit 33-622, dann ganze als Cantiversion. Der LRS ist leicht und erfüllt alle Erwartungen, Testfahrten mit sooo modernen Gravelbikes, 40er Reifen und Scheibe sind in die Hose gegangen (was Rundenzeiten angeht)

felixthewolf
21.10.2019, 10:43
Ich kann das Diskutieren um Breitreifen wirklich nicht nachvollziehen, in CC Rennen fahre ich immer noch die Fulcrum R3 als 17c mit 33-622, dann ganze als Cantiversion. Der LRS ist leicht und erfüllt alle Erwartungen, Testfahrten mit sooo modernen Gravelbikes, 40er Reifen und Scheibe sind in die Hose gegangen (was Rundenzeiten angeht)

Liegt das vielleicht daran, dass es zwischen den Anwendungen Cross-Rennen und dem, was man langläufig mit dem Gravelbike macht, Unterscheide gibt?
Mir ist noch kein Gravelbike untergekommen, welches als die Ultimative CX-Maschine beworben wurde.

Gruss, Felix

Jim Bob
21.10.2019, 14:06
Je breit, umso Komfort, umso Grip, umso schwer, umso träge, umso MTB.
Man muss sich halt entscheiden, ob man lieber ein MTB mit Rennradlenker oder ein leidlich geländegängiges Rennrad haben möchte.

felixthewolf
21.10.2019, 14:37
Je breit, umso Komfort, umso Grip, umso schwer, umso träge, umso MTB.
Man muss sich halt entscheiden, ob man lieber ein MTB mit Rennradlenker oder ein leidlich geländegängiges Rennrad haben möchte.

und deswegen der Vorschlag eine leichte breite Felge zu wählen um aus einem mäßig breitem Reifen möglichst viel herauszuholen. Das hält das gewicht niedrig, bietet aber durchaus mehr Vorteile bei Grip und Rollwiderstand im gelände als ein breiter Reifen auf einer schmaleren Felge. Daher der "Hype" zu breiten Felgen.

Gruss, Felix

immerflach
21.10.2019, 15:30
Liegt das vielleicht daran, dass es zwischen den Anwendungen Cross-Rennen und dem, was man langläufig mit dem Gravelbike macht, Unterscheide gibt?
Mir ist noch kein Gravelbike untergekommen, welches als die Ultimative CX-Maschine beworben wurde.

Gruss, Felix

Was macht ein Gravelbiker denn so besonderes, was man mit einem typischen CX nicht machen kann?

Marco Gios
21.10.2019, 15:43
CX ist näher am Rennrad, Gravel näher am Tourenrad.

Pedalierer
21.10.2019, 15:45
bei Gravel ist auch Bikepacking eine Option. Ösen für Gepäck oder Schutzbleche sind auch meist dabei. Zudem lenken die träger > flacherer Lenkwinkel, längerer Hinterbau. sin eher auf gutmütiges geradeausfahren konzipiert. CX ist weniger, leichter kompromissloser.

Voreifelradler
21.10.2019, 16:25
Was macht ein Gravelbiker denn so besonderes, was man mit einem typischen CX nicht machen kann?

Flink, wendig, weniger Reifenbreite, keine Schutzblech- und Gepäckträgerösen, steiler Lenkwinkel, i.d.R. auch kürzer.
Den Unterschied zwischen meinem Gravelrad und Crosser sind wirklich spürbar, trotz identischer Reifenbreite.

bezel
21.10.2019, 19:26
...
Den Unterschied zwischen meinem Gravelrad und Crosser sind wirklich spürbar, trotz identischer Reifenbreite.
Nein, das ist es ja - beim Gravelbike wird meist weit über 35mm gefahren!

Veto
21.10.2019, 19:56
Was macht ein Gravelbiker denn so besonderes, was man mit einem typischen CX nicht machen kann?

Für jemanden der Rennen fährt wohl nichts, der Fahrer und sein Können ist IMMER entscheidend, das scheinen viele nicht zu verstehen. Für wen sind denn erfundene Begriffe wie Gravel, Commuter oder weitere? Was macht man mit den Spezialrädern was wir die letzten 40 Jahre nicht schon gemacht haben?

PolarSun
21.10.2019, 19:58
Nein, das ist es ja - beim Gravelbike wird meist weit über 35mm gefahren!
Was ist dabei eigentlich der Hintergrund?

Die typischen Gravelstrecken sind ja eher technisch anspruchslos. Wieso der Trend zu immer fetteren Reifen gerade für diese Strecken? Die Räder ähneln in dieser Hinsicht deutlich frühen MTBs (nur mit Rennbügel).

Am Crosser hingegen, wo es in einigen Terrains durchaus Sinn ergeben würde, darf man wieder nicht. Privat ist das freilich egal, aber interessant wäre schon, inwieweit dieser Reifentrend rational zu erklären und inwieweit er Mode ist.

powergel
21.10.2019, 23:01
Die Graveler in meinem Umfeld und auf meinen Wegen scheinen zum Grossteil Genussradler und (Wieder-) Einsteiger. Da fehlts oft an der Power und der Erfahrung mal den Sattel zu entlasten. Da ist ein Maximum an Federung und Reserven schon hilfreich. Und die Einbussen bei der Agilität sind auch egal oder häufig gar nicht bewusst.
Die neue Vielfalt an Breiten finde ich klasse - kann man unter einer grösseren Auswahl das für seine Bedürfnisse passende raussuchen.

Pedalierer
21.10.2019, 23:09
Gravel ist halt auch so ein Trend im demografischen Wandel. Wer da einsteigt will weder im Verkehr mit Autos unterwegs sein noch sich verausgaben oder besonders agressiv sportlich sitzen. Das sind in der Mehrheit sportliche Genussradler, ist ja auch ok aber eben auch nicht der heilige Gral.

PolarSun
21.10.2019, 23:31
Stimmt natürlich, da habt ihr beide recht. Ich hatte da einfach zu kurz gedacht und das nur aus sportlicher Perspektive betrachtet. Für Genußradler spielt so eine Sichtweite natürlich keine maßgebliche Rolle.

Ist auch nicht despektierlich gemeint; ich freue mich über jedes Rad mehr draußen. Die heutige Vielfalt - und das sind ja nicht nur die Reifenbreiten, sondern auch andere Elemente bis zu den verschiedenen Radgattungen - kann an diesem Punkt nur helfen. (Wobei ich mich des Eindrucks nicht ganz erwehren kann, dass man sich - angesichts der derzeitigen Präsenz dieser Vielfalt - tatsächlich eher um das klassische Rennrad sorgen müßte. :eek:)

Veto
22.10.2019, 01:15
Die Graveler in meinem Umfeld und auf meinen Wegen scheinen zum Grossteil Genussradler und (Wieder-) Einsteiger. Da fehlts oft an der Power und der Erfahrung mal den Sattel zu entlasten. Da ist ein Maximum an Federung und Reserven schon hilfreich. Und die Einbussen bei der Agilität sind auch egal oder häufig gar nicht bewusst.
Die neue Vielfalt an Breiten finde ich klasse - kann man unter einer grösseren Auswahl das für seine Bedürfnisse passende raussuchen.

Und da muss dann über Felgenbreiten diskutiert werden?

Veto
22.10.2019, 01:16
Was ist dabei eigentlich der Hintergrund?

Die typischen Gravelstrecken sind ja eher technisch anspruchslos. Wieso der Trend zu immer fetteren Reifen gerade für diese Strecken? Die Räder ähneln in dieser Hinsicht deutlich frühen MTBs (nur mit Rennbügel).

Am Crosser hingegen, wo es in einigen Terrains durchaus Sinn ergeben würde, darf man wieder nicht. Privat ist das freilich egal, aber interessant wäre schon, inwieweit dieser Reifentrend rational zu erklären und inwieweit er Mode ist.

Früher hatten MTB Starrgabel und Rennbügel.

powergel
22.10.2019, 01:28
Und da muss dann über Felgenbreiten diskutiert werden?
Es ging um die Frage, warum Graveler über 35mm Reifen fahren wollen...