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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Garmin Edge 520 - Geschwindigkeitsanzeige



cipollani
21.10.2019, 09:37
Hallo,

ich habe ein Problem mit der Geschwindigkeitsanzeige meines Edge 520.
Es kommt immer wieder vor, dass die angezeigte Geschwindigkeit deutlich falsch ist, d.h. die angezeigte Geschwindigkeit ändert sich schlagartig um +-20 km/h oder mehr, obwohl das tatsächlich nicht der Fall ist.
Mittlerweile kommt es auch vor, dass kurzzeitig keine Geschwindigkeit mehr angezeigt wird.
Ich habe schon die Position des Garmin geändert. Leider ohne Erfolg.
Den Sensor habe ich einschließlich Batterie getauscht. Auch erfolglos.
Möglicher Störer könnte mein P2max sein.
Ein Softwareupdate habe ich nicht gemacht.
Das Gerät ist jetzt 2 Jahre alt und hat bis vor wenigen Wochen tadellos funktioniert.

Hat jemand eine Idee? Lohnt sich das einschicken?

jnmr
21.10.2019, 10:08
Hallo,

würde den Sensor mal entfernen und neu koppeln.

lg Jochen

cipollani
21.10.2019, 13:42
Den Sensor neu zu verbinden hilft leider auch nicht.

marvin
21.10.2019, 14:18
Blöde Frage vielleicht, aber wieso eigentlich Sensor?
Der 520 bestimmt die Geschwindigkeit doch via GPS.

Ich fahre seit Jahren mit dem 810 ohne Sensor, nur mit GPS-Geschwindigkeit.
Klar, die GPS-Geschwindigkeit mag auch hin und wieder fehlerbehaftet sein, aber im Grossen und Ganzen mittelt sich sowas doch und passt dann am Ende.

Birdman
21.10.2019, 14:23
Von Garmin gibt es ja verschiedene Sensoren, welchen nutzt Du denn?

Ralphi
21.10.2019, 14:39
Hallo,

ich habe ein Problem mit der Geschwindigkeitsanzeige meines Edge 520.
Es kommt immer wieder vor, dass die angezeigte Geschwindigkeit deutlich falsch ist, d.h. die angezeigte Geschwindigkeit ändert sich schlagartig um +-20 km/h oder mehr, obwohl das tatsächlich nicht der Fall ist.
Das Gerät ist jetzt 2 Jahre alt und hat bis vor wenigen Wochen tadellos funktioniert.
Hat jemand eine Idee? Lohnt sich das einschicken?

Ist das ein alter magnetbasierter SPD-Sensor oder ein neuer magnetloser (Naben)-Sensor?

Wenn's ein alter ANT+ Sensor ist:

Hast Du (zumindest zur Kontrolle) eine neuwertige Markenbatterie verwendet? Bei 1€ Knopfzellen kann es ab und an mal vorkommen, dass diese zwar beim lastfreien Messen ihre 3.2 Volt Leerlaufspannung aufweisen, aber unter Last schnell einbrechen. Dann kommen manchmal solche Achterbahn-Geschwindigkeiten zustande, weil der Sensor bzw. die Batterie ständig an der Schwelle werkelt. Wenn das Voltmeter < 3 V anzeigt, dann ist die Batterie definitiv am Ende ihrer Lebenszeit angelangt. Wie gesagt, die Betonung liegt auf KANN, ich nutze selbst häufig die günstigen Aldi/Lidl Knopfzellen und in der Regel funktionieren die gut, aber manchmal ist dann doch auch eine minderwertige Knopfzelle dabei.

Ansonsten können die SPD-Sensoren auch mal kaputtgehen (was übrigens gar nicht so selten der Fall ist), meistens infolge von Wassereintritt, was dann zu Kriechströmen führen kann und häufig dazu führt, dass selbst neue Batterien schnell leergesaugt werden.

Ich würde aber noch mal kontrollieren, ob sich der Sender/Magnet etwas verstellt haben. Da genügen mitunter schon ein paar Millimeter Abweichung um z.B. beim Wiegetritt oder auch leichten Erschütterungen, die 'Kontaktierung' des Reedkontakts zu unterbinden.

Achja, ggfs. mal die Batteriekontaktblechstreifen vorsichtig in Position bringen (falls diese etwas ausgeleiert sind und daher zu kurzen Kontaktabrüchen führen).

689289

kapi
21.10.2019, 14:51
Blöde Frage vielleicht, aber wieso eigentlich Sensor?
Der 520 bestimmt die Geschwindigkeit doch via GPS.

Ich fahre seit Jahren mit dem 810 ohne Sensor, nur mit GPS-Geschwindigkeit.
Klar, die GPS-Geschwindigkeit mag auch hin und wieder fehlerbehaftet sein, aber im Grossen und Ganzen mittelt sich sowas doch und passt dann am Ende.

Ich fahr auch manchmal ohne Sensor (zB Zeitfahren), aber da muss man ziemlich schmerzbefreit sein. So lange man eines der folgenden Dinge NICHT hat geht es problemlos:
-Tunnel
-Wald
-Serpentinen
-Häuserschluchten
-Berge mit Felsvorsprüngen
-sehr niedrige Geschwindigkeiten
-Indoor Radrennbahn

Erfahrungsgemäß treten bei mir zu oft einige der Faktoren auf. Wenn man dann neben, Geschwindigkeit, Distanz vielleicht auch noch zuverlässig Strava Segmente abgebildet haben möchte hört sich der Spaß schnell auf. ;)

Cleat Commander
21.10.2019, 15:19
Ich fahr auch manchmal ohne Sensor (zB Zeitfahren), aber da muss man ziemlich schmerzbefreit sein. So lange man eines der folgenden Dinge NICHT hat geht es problemlos:
-Tunnel
-Wald
-Serpentinen
-Häuserschluchten
-Berge mit Felsvorsprüngen
-sehr niedrige Geschwindigkeiten
-Indoor Radrennbahn

Erfahrungsgemäß treten bei mir zu oft einige der Faktoren auf. Wenn man dann neben, Geschwindigkeit, Distanz vielleicht auch noch zuverlässig Strava Segmente abgebildet haben möchte hört sich der Spaß schnell auf. ;)

Aber gerade bei Strava Segmenten wird doch die Geschwindigkeit per GPS bestimmt, oder?

kapi
21.10.2019, 15:46
Aber gerade bei Strava Segmenten wird doch die Geschwindigkeit per GPS bestimmt, oder?

Das schon, aber wenn man zB im dichten Wald fährt und das GPS Signal schlecht ist, dann geht der Garmin auf Pause und man hat zusätzliche Ecken drinnen. Mit Speedsensor tut sich erfahrungsgemäß der Computer auch beim GPS leichter (er dürfte interpolieren).

messenger
21.10.2019, 16:06
.... Mit Speedsensor tut sich erfahrungsgemäß der Computer auch beim GPS leichter (er dürfte interpolieren).

Bei sauber gemessener Kalibrierung (dyn. Umfang) hat ein konv. Computer eine Systemungenauigkeit von <0,5%; also Streckenlänge, Schnitt, Istgeschwindigkeit etc. auf der Straße.

Welche Systemgenauigkeit schafft ein GPS - System auf der Straße?

Gruß messi

marvin
21.10.2019, 16:49
Eigentlich sollte man ja meinen, dass der Garmin (wegen der zweifellos höheren Genauigkeit) grundsätzlich die Geschwindigkeit aus dem SpeedSensor-Signal der Geschwindigkeit aus dem GPS-Signal vorzieht.

Als ich noch einen SpeedSensor am Rad hatte, bekam ich allerdings auch immer mal Nullwerte angezeigt.
Das hat bei mir dazu geführt, dass ich ins Grübeln kam, welches Signal der Garmin tatsächlich heranzieht. Dummerweise kann man das ja auch nirgends erkennen.

Wenn also trotz korrekt installiertem und einwandfrei funktionierendem SpeedSensor unplausible Geschwindigkeits-Werte angezeigt werden, kann das IMHO genauso gut auch daran liegen, dass der Garmin dem (in diesem Fall dann offenbar lückenhaftem) GPS-Signal dem SpeedSensor-Signal den Vorzug gegeben hat.

kapi
21.10.2019, 20:10
Der Speedsensor ist natürlich immer vorrangig, also wenn der Sensor gekoppelt ist wird er verwendet.

Algera
21.10.2019, 20:30
Der Speedsensor ist natürlich immer vorrangig, also wenn der Sensor gekoppelt ist wird er verwendet.

Da bin ich mir nicht sicher.

An einem Rad habe ich an der Hinterradnabe den Speedsensor angebracht, an einem anderen Rad wird die Geschwindigkeit ausschließlich per GPS ermittelt (kein Sensor vorhanden). Die Anzeige erfolgt über den Garmin 520.

An einem bestimmten Streckenabschnitt (Wald!) zeigt das Gerät plötzlich, ohne dass eine Geschwindigkeitsänderung vorliegt, vollkommen unzutreffende Werte (z. B. 9 km/h) an. Das gilt für beide Räder, also sowohl mit als auch ohne Sensor.

Hätte der Sensor Vorrang vor dem GPS Signal, dürfte diese Fehlanzeige an dem Rad mit Sensor nicht auftreten.

Ich weiß, gleich kommt der Einwand, dass ich halt nicht schneller als 9 km/h fahre. :D Nee, ist nicht so.

kapi
21.10.2019, 20:42
Wer daram zweifelt dass die Sensorwerte verwendet werden kann mal versuchen einen stark abweichenden Radumfang einzugeben.

cipollani
21.10.2019, 20:57
Ich habe sowohl den Speed Sensor 1 als auch den Speed Sensor 2 von Garmin im Einsatz.
GPS ist aus.
Bluetooth ist aus.
Das Problem tritt beim Rollen auf gerader Strecke auf. Also auch kein Wiegetritt.

Was noch aufgefallen ist: Bei GPS - AUS ändert er den Typ des Trainings von Rennrad auf Indoor.

marvin
21.10.2019, 21:15
Da bin ich mir nicht sicher.

An einem Rad habe ich an der Hinterradnabe den Speedsensor angebracht, an einem anderen Rad wird die Geschwindigkeit ausschließlich per GPS ermittelt (kein Sensor vorhanden). Die Anzeige erfolgt über den Garmin 520.

An einem bestimmten Streckenabschnitt (Wald!) zeigt das Gerät plötzlich, ohne dass eine Geschwindigkeitsänderung vorliegt, vollkommen unzutreffende Werte (z. B. 9 km/h) an. Das gilt für beide Räder, also sowohl mit als auch ohne Sensor.

Hätte der Sensor Vorrang vor dem GPS Signal, dürfte diese Fehlanzeige an dem Rad mit Sensor nicht auftreten.

Ich weiß, gleich kommt der Einwand, dass ich halt nicht schneller als 9 km/h fahre. :D Nee, ist nicht so.
...so auch meine Erfahrung mehrfach.

Deswegen möchte ich auch bezweifeln, dass der SpeedSensor immer Vorrang hat.

Ralphi
21.10.2019, 21:25
Ich habe sowohl den Speed Sensor 1 als auch den Speed Sensor 2 von Garmin im Einsatz.
GPS ist aus.
Bluetooth ist aus.
Das Problem tritt beim Rollen auf gerader Strecke auf. Also auch kein Wiegetritt.

Was noch aufgefallen ist: Bei GPS - AUS ändert er den Typ des Trainings von Rennrad auf Indoor.

Die 'neuen' magnetlosen Sensoren reagieren mitunter auf magnetische Felder als auch auf elektronische Interferenzen sehr sensibel.

Den entsprechenden Garmin FAQ Beitrag wirst Du sicherlich schon gelesen haben:

https://support.garmin.com/de-DE/?faq=9NL91YJSJd3Tnyif9jRSy6

Nachtrag: kann aber gut sein, dass die Speed Sensoren 2 schon wieder ganz anders funktionieren :)

cipollani
21.10.2019, 21:57
Die 'neuen' magnetlosen Sensoren reagieren mitunter auf magnetische Felder als auch auf elektronische Interferenzen sehr sensibel.

Den entsprechenden Garmin FAQ Beitrag wirst Du sicherlich schon gelesen haben:

https://support.garmin.com/de-DE/?faq=9NL91YJSJd3Tnyif9jRSy6

Nachtrag: kann aber gut sein, dass die Speed Sensoren 2 schon wieder ganz anders funktionieren :)

Das habe ich schon befürchtet. Wenn meine Kurbel mit P2max im Bereich zwischen 12 und 3 Uhr steht, scheint sich das auszuwirken.

Die Sensorbatterie ist neu und eine Markenbatterie.

Das einzige, was mir noch einfällt, ist den Sensor am Vorderrad zu montieren.

Cleat Commander
21.10.2019, 22:22
Mich würde mal interessieren ob die Fehler, die bei der GPS Messung entstehen sich ausgleichen, oder ob der Schnitt am Ende einer Fahrt mit Sensor unterschiedlich zum GPS Schnitt ist.

Ich fahr nur mit GPS, weil mich dieses Gummiding an der Nabe nervt, hat was von diesen Nabenputzern aus den 80ern.

Wenn ich damit allerdings einen höheren Schnitt hätte, käme er natürlich sofort wieder dran :D

Ralphi
21.10.2019, 22:31
Das habe ich schon befürchtet. Wenn meine Kurbel mit P2max im Bereich zwischen 12 und 3 Uhr steht, scheint sich das auszuwirken.

Die Sensorbatterie ist neu und eine Markenbatterie.

Das einzige, was mir noch einfällt, ist den Sensor am Vorderrad zu montieren.

Das würde ich sowieso empfehlen. Viele mögliche Störeinflüsse fallen damit weg. Auf jeden Fall ein Versuch wert.

Ralphi
21.10.2019, 22:52
Mich würde mal interessieren ob die Fehler, die bei der GPS Messung entstehen sich ausgleichen, oder ob der Schnitt am Ende einer Fahrt mit Sensor unterschiedlich zum GPS Schnitt ist.

Ich fahr nur mit GPS, weil mich dieses Gummiding an der Nabe nervt, hat was von diesen Nabenputzern aus den 80ern.

Wenn ich damit allerdings einen höheren Schnitt hätte, käme er natürlich sofort wieder dran :D

Ich habe früher des öfteren Vergleichsfahrten mit mehreren Bike-Computern (gleicher Art) am Rad vornehmen müssen. Selbst wenn alle ein und den selben SPD-Sensor verwendet haben, gab es da zum Teil Abweichungen von bis zu ca. 0.5 km/h bei Testrunden von 30-50 km Länge (natürlich wich dann auch die Enddistanz etwas ab). Bei Verwendung des GPS als SPD-Quelle fallen die Streuungen dann noch größer aus (mal nach oben, mal nach unten), sowohl was die AV-SPD als auch die Distanz betrifft.

Wäre jetzt aber interessant zu wissen, ob er am Ende der Aufzeichnung anhand der Enddistanz und der Zeit die AV-SPD berechnet (also quasi die Strava-Methode) oder aus den protokollierten SPD-Samples die AV-SPD mittelt. Kann man ja aber recht leicht im Selbststest in Erfahrung bringen, Versuch macht klug.

Ich behaupte jetzt mal, es wird größere Abweichungen geben.