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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorbaubruch



mendel
22.03.2005, 12:59
Habe gerade in einer Österreichischen Zeitung Bericht über Mailand SanRemo gelesen, und warum Bernhard Eisel keine Chance hatte.
Er ist in den Sturz mit dem italienischen Meister Christian Moreni verwickelt gewesen. Laut Eisel ist Moreni der Vorbau gebrochen.
Weiß jemand, für welches Team und welchen Vorbau der fährt?

mendel
22.03.2005, 13:40
Sieht so aus, als ob Carbon nicht das Material der Wahl für einen Vorbau sein sollte. :rolleyes:

Highp
22.03.2005, 13:43
Sieht so aus, als ob Carbon nicht das Material der Wahl für einen Vorbau sein sollte. :rolleyes:
Das ist mal wieder eine "nicht zwingend logische" Schlussfolgerung. Nirgends steht, dass Moreni wg. eines gebrochenen Vorbaus gestürzt ist. Der Vorbau kann auch beim Sturz gebrochen sein. Die Fernsehbilder sprechen jedenfalls nicht für ein versagen des Materials.

hholgi
22.03.2005, 13:43
Leichtbau, Leichtbau, ... immer leichter.

Vielleicht ist die Gewichtsbeschränkung (nach unten) doch keine schlechte Idee von der UCI ...

gruss holgi

Highp
22.03.2005, 13:55
Das gleiche hatte ich damals beim Sturz von Boonen auch vermutet (http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?p=314650&highlight=boonen#post314650). Aber nach dem erneuten Vorfall bin ich mir nicht mehr sicher, ob der Time Monolink meine erste Wahl wäre...
Geht mir auch so. Vorbau muss ja nicht die Ursache sein, kann aber.
Mir kommt sowieso kein Carbon-Vorbau ans Rad.
Crossi war doch so begeistert von dem Time-Monolink?

cuore sportivo
22.03.2005, 14:34
das gefällt mir aber gar nicht, jetzt wollte ich mir doch den deda forza flaming an den geplanten crosser schrauben.... aber deda ist ja auch was anderes als time :D

kampfgnom
22.03.2005, 14:36
Ich will es mal so formulieren:

schebbich!!! :D

Tyler
22.03.2005, 14:38
Carbonvorbauten sind fast so unnötig wie Carbon-Sattelstützen. Die brechen total leicht, ist eh klar, das ganze Gewicht des Fahrers stützt sich darauf

mountainbiker
22.03.2005, 14:39
Carbonvorbauten sind fast so unnötig wie Carbon-Sattelstützen. Die brechen total leicht, ist eh klar, das ganze Gewicht des Fahrers stützt sich darauf

Liebes Kindlein,
wer hat dir denn diese Weisheiten eingehaucht?

Tyler
22.03.2005, 14:40
Liebes Kindlein,
wer hat dir denn diese Weisheiten eingehaucht?
Stimmt`s leicht nicht? :ü

mountainbiker
22.03.2005, 14:43
Stimmt`s leicht nicht? :ü

Leider nicht! Die ganze Sache ist wie das richtige Leben höllisch kompliziert, denn wenn die Carbonsachen richtig konstruiert und gefertigt sind können sie mehr aushalten als manche Teile aus Aluminium.

Tyler
22.03.2005, 14:46
Leider nicht! Die ganze Sache ist wie das richtige Leben höllisch kompliziert, denn wenn die Carbonsachen richtig konstruiert und gefertigt sind können sie mehr aushalten als manche Teile aus Aluminium.
Ja, ich meinte aber heutzutage ohne richtige Anfertigung. Manche Carbonsattelstützen brechen erst bei 20 Nm, andere halten nicht mal bei 10. Kommt nicht auf das Material an, sondern, wie du sagst, auf die Konstruktion

klappradl
22.03.2005, 14:56
Ja, ich meinte aber heutzutage ohne richtige Anfertigung. Manche Carbonsattelstützen brechen erst bei 20 Nm, andere halten nicht mal bei 10. Kommt nicht auf das Material an, sondern, wie du sagst, auf die Konstruktion
20 Nm oder 10 Nm? Welches Drehmoment meinst du hier eigentlich?

Tyler
22.03.2005, 14:59
20 Nm oder 10 Nm? Welches Drehmoment meinst du hier eigentlich?
Ich glaube, 20 war das Maximum beim Sattelstützentest in der Tour

sausewind74
22.03.2005, 15:07
aber tatsache ist doch auf jeden fall mal, dass ein carbon teil deutlich spröder bricht als ein alu teil
spricht nicht alleine das duktilere Verhalten des werkstoffs alu für ihn?
zumindest an so hoch beanspruchten teilen

calvin
22.03.2005, 15:08
Manche Carbonsattelstützen brechen erst bei 20 Nm, andere halten nicht mal bei 10.

Nicht böse sein, Tyler, aber diese Aussage hat den gleichen Informationsgehalt wie "ein Hering ist grüner als nachts". ;)

gruss,
calvin

Tyler
22.03.2005, 15:09
aber tatsache ist doch auf jeden fall mal, dass ein carbon teil deutlich spröder bricht als ein alu teil
spricht nicht alleine das duktilere Verhalten des werkstoffs alu für ihn?
weil du das gerade ansprichst: wie sieht es mit der Verbindung aus Carbon und Alu aus, z.B. bei einem Alurahmen mit Carbon-Hinterstreben? Anfälliger als nur Alu oder nur Carbon?

Tyler
22.03.2005, 15:10
Nicht böse sein, Tyler, aber diese Aussage hat den gleichen Informationsgehalt wie "ein Hering ist grüner als nachts". ;)

gruss,
calvin
Bin dir nicht böse, aber meine Aussage stimmt doch, nicht? :ü

sausewind74
22.03.2005, 15:22
weil du das gerade ansprichst: wie sieht es mit der Verbindung aus Carbon und Alu aus, z.B. bei einem Alurahmen mit Carbon-Hinterstreben? Anfälliger als nur Alu oder nur Carbon?

hab ich keine ahnung, wie die so ne verbindung herstellen

klappradl
22.03.2005, 15:26
hab ich keine ahnung, wie die so ne verbindung herstellen
Kleben.

sausewind74
22.03.2005, 15:28
Kleben.

ja, aber wie es da mit der dauerhaftigkeit aussieht?????????? :confused:

calvin
22.03.2005, 15:40
Bin dir nicht böse, aber meine Aussage stimmt doch, nicht? :ü

Na ja, du musst schon sagen, wo das Drehmoment anliegt, von dem du sprichst. Dass z.B. die Schraube die den Sattel bei Patentsattelstützen festklemmt, im Tour-Test oft gebrochen ist, hat nichts mit dem Material der Sattelstütze zu tun, sondern mit der Art und Weise, wie die Schraube belastet wird.

Wahrscheinlich meinst du, dass die Sattelstütze da bricht, wo sie aus dem Rahmen rauskommt. Das hängt aber meistens von der Klemmung ab. Die Sattelstütze sollte gleichmässig am gesamten Umfang festgeklemmt werden. Wenn allerdings die Passgenauigkeit nicht optimal ist (oder aus vielen anderen Gründen), dann wird die Stütze an einem Punkt überbelastet (Druckbelastung: Gift für Karbonfasern) und bricht.

Es kann also sein, dass man diesselbe Stütze in einem Rahmen mit 10 Nm festklemmen kann, in einem anderen Rahmen kann sie schon bei 8 Nm brechen.


gruss,
calvin

kampfgnom
22.03.2005, 15:49
Klebetechnik ist heute schon ein beständiges Verfahren, in der KFZ-Industrie werden Rahmen und Karosserieteile geklebt, einige RR-Rahmen werden auch geklebt (z.B. Trek OCLV).
Da gilt genau wie bei jedem anderen Verfahren:
Wenn´s richtig gemacht wird, hält´s.

Zu den Anzugsmomenten:
Wenn jetzt aber eine geschickt konstruierte und ausreichend präzise gefertigte Carbonstütze/-vorbau bei entsprechend geringen Momenten hält, ist das Ziel ja erreicht...
Ob das dann weniger als bei einem 08-15 Alumodell ist, kann völlig egal sein ;)

Bin kein Fan von Carbonteilen, aber wenn die Erfahrungen nunmal mehr werden, werden die Teile auch fahrbar.

calvin
22.03.2005, 16:10
Zu den Anzugsmomenten:
Wenn jetzt aber eine geschickt konstruierte und ausreichend präzise gefertigte Carbonstütze/-vorbau bei entsprechend geringen Momenten hält, ist das Ziel ja erreicht...
Ob das dann weniger als bei einem 08-15 Alumodell ist, kann völlig egal sein ;)


Stimmt, allerdings ist es sehr schwierig einen Vorbau aus Karbon zu konstruieren, da die Karbonfaser (im Gegensatz zu Metall) nur in eine Richtung belastbar ist (auf Zug). D.h. man muss die zu erwartenden Kräfte möglichst genau kennen und dann viele Lagen in der jeweilig benötigten Richtung übereinander legen. Die Kräfte die auf einen Vorbau wirken sind allerdings sehr komplex, während z.B. die Kräfte die auf einen Formel1-Heckflügel wirken relativ einfach zu berechnen sind (da macht Karbon technisch wirklich Sinn).

gruss,
calvin

sausewind74
22.03.2005, 16:13
Stimmt, allerdings ist es sehr schwierig einen Vorbau aus Karbon zu konstruieren, da die Karbonfaser (im Gegensatz zu Metall) nur in eine Richtung belastbar ist (auf Zug). D.h. man muss die zu erwartenden Kräfte möglichst genau kennen und dann viele Lagen in der jeweilig benötigten Richtung übereinander legen. Die Kräfte die auf einen Vorbau wirken sind allerdings sehr komplex, während z.B. die Kräfte die auf einen Formel1-Heckflügel wirken relativ einfach zu berechnen sind (da macht Karbon technisch wirklich Sinn).

gruss,
calvin

:Applaus: :Applaus: :Applaus:

faggin10
22.03.2005, 17:06
muß der werkstoff carbon eigentlich, egal wie konstruiert, sinnvoll für jedes mögliche anbauteil sein, bloß weil er in der tour getestet wurde? das hieße ja, daß die einsatzmöglichkeit von dem stoff grenzenlos wäre. ich meine schon stimmen gehört zu haben, das es nicht überall sinn macht mit dem zeug zu arbeiten. vielleicht entspricht das material z.t. nur einer modewelle? und zwar teuer und nicht immer ungefährlich.
gruß.faggin10

calvin
22.03.2005, 17:12
muß der werkstoff carbon eigentlich, egal wie konstruiert, sinnvoll für jedes mögliche anbauteil sein, bloß weil er in der tour getestet wurde? das hieße ja, daß die einsatzmöglichkeit von dem stoff grenzenlos wäre. ich meine schon stimmen gehört zu haben, das es nicht überall sinn macht mit dem zeug zu arbeiten. vielleicht entspricht das material z.t. nur einer modewelle? und zwar teuer und nicht immer ungefährlich.
gruß.faggin10

In sehr vielen Fällen macht Karbon überhaupt keinen Sinn, aber solange es genügend Käufer gibt, die den "Coolness-Faktor" höher einschätzen als technische Vernunft, werden alle möglichen und unmöglichen Teile aus Karbon konstruiert und auf den Markt geworfen werden.

gruss,
calvin

Steiger
22.03.2005, 17:18
Ich finde Carbon prinzipiell da o.k. wo es Sinn macht.
Aber worin soll der Vorteil eines Carbonvorbaus oder einer C-Sattelstütze liegen ?
Die paar Gramm Gewichtsersparnis müssen es m.E.für einen Hobbie-Fahrer nicht mehr bringen. Vor allem wenn man als Restrisiko die erhöhte Bruchgefahr bedenkt. ;)

fausto-coppi
22.03.2005, 17:18
Stimmt, allerdings ist es sehr schwierig einen Vorbau aus Karbon zu konstruieren, da die Karbonfaser (im Gegensatz zu Metall) nur in eine Richtung belastbar ist (auf Zug). D.h. man muss die zu erwartenden Kräfte möglichst genau kennen und dann viele Lagen in der jeweilig benötigten Richtung übereinander legen. Die Kräfte die auf einen Vorbau wirken sind allerdings sehr komplex, während z.B. die Kräfte die auf einen Formel1-Heckflügel wirken relativ einfach zu berechnen sind (da macht Karbon technisch wirklich Sinn).

gruss,
calvin
Soweit ich einen Überblick habe, ist es ja auch Konsens unter den meisten Carbonverarbeitern, daß Carbon am Vorbau keinen Sinn macht, da hier soviele Kräfte aus verschiedenen Richtungen einwirken. Dadurch ist es extrem schwierig einen Carbonvorbau belastungsgerecht herzustellen; und leichter sind Carbonvorbauten aus diesem Grund auch nicht!

Banesto
22.03.2005, 17:47
ja, aber wie es da mit der dauerhaftigkeit aussieht?????????? :confused:


Eigentlich auf Grund der unterschiedlichen Wärmeausdehnungen von Carbon und Alu (oder anderen Metallen in die es eingeklebt wird) ist die Verklebung nicht so dauerhaft.


Glaub ich

Basti

Mr.Hyde
22.03.2005, 18:43
der kelvon ax lightness hat das ja auch gesagt mit dem vorbau, macht keinen sinn da weil sich die krfte in ale richtungen überschneiden, und dann die konstruktion schwierig wird, und mit so viel fasereinsatz verbunden ist um alle kräfte gut abzudecke, dass kein vorteil gegenüber alu mehr überbleibt (vorrausgesetzt der carbonvorbau ist belastungsgerecht konstruiert und der aluvorbau ebenfalls mit dem nötigen know-how). an sattelstützen seh ichs anders, da wüsste ich nichts was dagegen spricht wenn die klemmung nicht gerade punktuell drückt und die sattelstütze nicht ultraleichtbau und der fahrer utraschwerbau ist.

Luke
22.03.2005, 19:36
Genau! Obwohl heute niemand mehr eine Carbongabel in Frage stellt - gibt ja bald nichts mehr anderes - würde ich auf einen Vorbau aus Carbon aus den genannten Gründen eher verzichten.

razer
25.03.2005, 09:06
war nicht auch beim rene haselbacher bei seinem wahnsinnssturz bei der tour (der als danach mcewen durchdrehte) der vorbau schuld?
razer

Highp
25.03.2005, 09:07
war nicht auch beim rene haselbacher bei seinem wahnsinnssturz bei der tour (der als danach mcewen durchdrehte) der vorbau schuld?
razer
War angeblich der Lenker (Ritchey WCS).

sausewind74
25.03.2005, 13:14
War angeblich der Lenker (Ritchey WCS).

WCS Carbon?