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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Seitenwindempfindlichkeit Rennrad?



Minifutzi
01.04.2005, 21:36
Sind Rennräder generell Seitenwindanfälliger als "normale" Räder? Bei den letzten Ausfahrten mußte ich mehrmals Schlangenlinien fahren um boeige Windstöße auszubalancieren. So stark habe ich den Wind mit meinem Stadtrad mit hohen Felgen
nicht gespürt.

Wenn ja, woran könnte es liegen?

Fahre eigentlich keine "Aero-Teile" am Rennrad, normaler Rahmen, normal hohe Felgen (Mavic Ksyrium Elite).

Madone5.9
01.04.2005, 21:58
Sind Rennräder generell Seitenwindanfälliger als "normale" Räder? Bei den letzten Ausfahrten mußte ich mehrmals Schlangenlinien fahren um boeige Windstöße auszubalancieren. So stark habe ich den Wind mit meinem Stadtrad mit hohen Felgen
nicht gespürt.

Wenn ja, woran könnte es liegen?

Fahre eigentlich keine "Aero-Teile" am Rennrad, normaler Rahmen, normal hohe Felgen (Mavic Ksyrium Elite).

Die Mavic sind durch die Messerspeichen sehr Seitenwindanfällig. Ich hatte die selber auch mal und fand es zu Beginn auch ganz extrem. Ein Rennrad ist doch ein ganzes Stück leichter als ein normales Stadtrad und darum ist es mehr ein Opfer des Windes.

tri-racer
01.04.2005, 23:51
Fahr einfach schnell genug, dann hast Du im Kräfteparallelogramm eine wesentlich größere nach vorne gerichtete Kraft (Vortrieb), als die Seitenkraft durch den Wind. Wenn sich ein Rad schnell genug dreht, ist es egal, ob dort Messerspeichen oder normale Speichen oder gar eine Scheibe drin hängt, die Fläche wirkt für den Seitenwind als quasi geschlossen und bietet eine dementsprechende Angriffsfläche.

Daniel

Minifutzi
02.04.2005, 00:01
Bullshit, lediglich die Ksyriums SLs.

Auf den ersten Blick sahen die Mavic Ksyrium Elite und SL recht ähnlich aus, nur daß die SL leichter und keine "Verkleidung der Speichenaufnahme" an der vorderen Nabe haben. Gibt es da noch andere Unterschiede, die die SL besonders seitenwindempfindlich machen gegenüber Elite?

goflo
02.04.2005, 06:47
Sind Rennräder generell Seitenwindanfälliger als "normale" Räder? Bei den letzten Ausfahrten mußte ich mehrmals Schlangenlinien fahren um boeige Windstöße auszubalancieren. So stark habe ich den Wind mit meinem Stadtrad mit hohen Felgen
nicht gespürt.

Wenn ja, woran könnte es liegen?

Fahre eigentlich keine "Aero-Teile" am Rennrad, normaler Rahmen, normal hohe Felgen (Mavic Ksyrium Elite).


Rennräder sind generell leichter als "normale" Räder und haben daher einen geringeren Drang den einmal eingeschlagenen Weg beizubehalten. :)
Die Laufräder machen eine Menge aus - bei starkem Wind am besten mit flachen Felgen und wenigen runden Speichen fahren.

Madone5.9
02.04.2005, 08:16
Bullshit, lediglich die Ksyriums SLs.

Was ist hier Bullshit, ich hatte die Elite und die waren sehr Seitenwindanfällig, Punkt. Ich kann sehr gut mit anderen LR vergleichen.

H_Singhoff
02.04.2005, 08:30
Also ich hab mir letztens auch mal fast in die Hose gemacht, als ich im Odenwald bei nahezu Orkanwindstärken unterwegs war. Immer diese Schneisen mit den Böen. Bin dann auch vom Rad gestiegen wenn mich auf einer schmalen Straße mit Gegenverkehr ein KFZ überholen wollte.
Zu dem Kräfteparallelogramm habe ich mir auch schon oberflächliche Gedanken gemacht (nachdem ich Vorlesungen in Statik und Dynamik gehört habe).
Bin aber nicht zu einem überzeugenden Grundsatz gekommen, schnell oder langsam zu fahren; je langsamer, desto weniger wirksame Angriffsfläche und weniger Massenträgkeit (man muss stärker reagieren) und bei hohen Geschwindigkeiten geschlossene Angriffsfläche und das hohe Tempo kann einen ganz schön vom Weg abbringen, wenn es mal nich nur geradeaus geht oder man an der Straßenseite fährt...

JosebaBeloki
02.04.2005, 08:47
Also dank der letzten 3 Tage kann ich wiedermal gut berichten, sehr Seitenwindanfällig!!

warscheinlich ausschlaggebende Teile: Campa Hyperon ( Messerspeichen )
Scott CR1 Gabel

und warscheinlich die Grundagiliät das Rades, zum einen Geometrie zum anderen unter 7kg..
Obwohl das Rad ansich exorbitant steif ist.

Wiegesagt mich nervt es auch extrem, bergab kann ich im Normalfall bei 80kmh die Hände vom Lenker nehmen, und bei diesem extremen Wind die letzten 2-3 Tage hat man zu kämpfen das Rad in der Spur zu halten und tritt bei abfahrten wo man sonst mit 60kmh herunterrollt, noch 53/ .. um vorwärts zu kommen.

Bin mal gespannt was die Messerspeichen wirklich ausmachen, werde das nöchste mal mit Protons testen, die fast die gleichen Felgeneigenschaften haben aber ca. 400gr. schwerer sind, und Rundspeichen haben..

Minifutzi
02.04.2005, 08:50
Rennräder sind generell leichter als "normale" Räder und haben daher einen geringeren Drang den einmal eingeschlagenen Weg beizubehalten. :)
Die Laufräder machen eine Menge aus - bei starkem Wind am besten mit flachen Felgen und wenigen runden Speichen fahren.

Umso mehr Respekt vor den Profis, die mit Scheibenrad und Tria Lenker unterwegs sind...

poki
02.04.2005, 09:17
Sind Rennräder generell Seitenwindanfälliger als "normale" Räder? Bei den letzten Ausfahrten mußte ich mehrmals Schlangenlinien fahren um boeige Windstöße auszubalancieren. So stark habe ich den Wind mit meinem Stadtrad mit hohen Felgen
nicht gespürt. ...
Fährst Du denn mit dem Stadtrad dieselbe böige Strecke? Wenn Du Dein Stadtrad fährst, dann ja sicherlich in der (windgeschützteren) Stadt und wahrscheinlich auch langsamer. Das Gewicht spielt, wie oben erwähnt, natürlich auch eine Rolle.

tri-racer
02.04.2005, 09:54
Naja, Ihr müsst natürlich das System Rad + Fahrer als geschlossene Einheit betrachten.
Beispiel:
Rennrad: 10kg
Stadtrad: 15kg
Fahrer: 80kg
Dann habt Ihr beim Rennrad eine Masse von 90kg, welche sich mit einer gewissen Trägheit den Seitenwinden stellen muss. Beim Cityrad sind es in diesem Beispiel 95kg, also gerademal 5% mehr.
Wichtiger für einen sinnvollen Vergleich wäre, wie Alejandro schon schrieb, mit dem Citybike genauso schnell dieselbe böige Strecke abzufahren. Dann würdet Ihr merken, daß damit dieselben Probleme auftreten. Ist doch eine ganz simple physikalische Sache: Seitenprofil ist fast gleich, Masse ebenfalls und wenn eine Kraft X an einer bestimmten Masse seitlich ansetzt und dort dieselbe Widerstandsfläche findet, passiert auch dasselbe, sprich das System Citybike+Fahrer ist genauso seitenwindanfällig. Und dann hilft eben nur Tempo, um das Kräfteparallelogramm zu verschieben. Ist genauso wie beim Auto in einer Kurve (Seitenführungskraft + Beschleunigungskräfte).

Daniel

arrakis
02.04.2005, 10:03
Ihr wollt doch wohl nicht ernsthaft erzählen, daß ihr den unterschied zwischen runden Speichen und Messerspeichen spürt. Wenn man die größere Seitenfläche der Messerspeichen ins Verhältnis zur Gesamtfläche von Fahrer und Rad setzt, dürfte der Unterschied bei ca. 0,00175% liegen. Da macht es wahrscheinlich mehr Unterschied, ob man sich frisch rasiert hat oder nicht. Immer schön ernst bleiben!

tobyvanrattler
02.04.2005, 10:19
Fahr einfach schnell genug, dann hast Du im Kräfteparallelogramm eine wesentlich größere nach vorne gerichtete Kraft (Vortrieb), als die Seitenkraft durch den Wind. Wenn sich ein Rad schnell genug dreht, ist es egal, ob dort Messerspeichen oder normale Speichen oder gar eine Scheibe drin hängt, die Fläche wirkt für den Seitenwind als quasi geschlossen und bietet eine dementsprechende Angriffsfläche.

Daniel

:D sehr lustig...

ich denke das ein normales Rennrad nicht wirklich windanfälliger ist wie ein MTB. Einziger Unterschied ist wohl die Lenkerbreite (breiterer Lenker mehr Stabilität) und die andere Sitzposition.
Zum Thema Geschwindigkeit: Bin gestern mit dem Triathlonrad unterwegs gewesen (Aerorahmen, Aufsatz, CC´s) hatte gut 40sachen auf dem Tacho und Seitenwind. Als dann ein 30Tonner mir engegenkam und ich volle Breitseite den Wind abbekam hat es mich sauber vesetzt, daher je schneller desto weniger Seitenwindanfällig -> absoluter Blödsinn.
Oder weshalb gibt es z.B. auf Hawaii ein Scheibenverbot beim IM? Oder weshalb fuhr Ulle in Zürich 04 Xentis und nich Scheibe hinten?

Somit liegt die Seitenwindanfälligkeit wohl fast ausschließlich an der Angriffsfläche die vorhanden ist (Segeleffekt)

tobyvanrattler
02.04.2005, 10:21
Ihr wollt doch wohl nicht ernsthaft erzählen, daß ihr den unterschied zwischen runden Speichen und Messerspeichen spürt. Wenn man die größere Seitenfläche der Messerspeichen ins Verhältnis zur Gesamtfläche von Fahrer und Rad setzt, dürfte der Unterschied bei ca. 0,00175% liegen. Da macht es wahrscheinlich mehr Unterschied, ob man sich frisch rasiert hat oder nicht. Immer schön ernst bleiben!

:Applaus: soll sogar Leute geben, die das Gras wachsen hören ;)

Minifutzi
02.04.2005, 10:46
Fährst Du denn mit dem Stadtrad dieselbe böige Strecke? Wenn Du Dein Stadtrad fährst, dann ja sicherlich in der (windgeschützteren) Stadt und wahrscheinlich auch langsamer. Das Gewicht spielt, wie oben erwähnt, natürlich auch eine Rolle.

Ist einer meiner Hausstrecken und bin bis vor einigen Wochen mindestens zwei mal pro Woche mit dem Stadtrad gefahren, bis ich ein Rennrad angeschafft habe. Ob es schon mal genauso böig war, vermag ich nicht zu sagen, da ich mir darum nie Gedanken machen mußte.

tri-racer
02.04.2005, 12:44
:D sehr lustig...

Zum Thema Geschwindigkeit: Bin gestern mit dem Triathlonrad unterwegs gewesen (Aerorahmen, Aufsatz, CC´s) hatte gut 40sachen auf dem Tacho und Seitenwind. Als dann ein 30Tonner mir engegenkam und ich volle Breitseite den Wind abbekam hat es mich sauber vesetzt, daher je schneller desto weniger Seitenwindanfällig -> absoluter Blödsinn.


Überleg einfach mal, bevor Du rumschreist, daß alles absoluter Blödsinn ist. :rolleyes:
Wenn Dir ein 30Tonner entgegen kommt, wirst Du durch den entstehenden Sogeffekt versetzt (quasi angesogen), nicht durch den Wind, ist nunmal ein kleiner Unterschied, kaum daß man ihn bemerkt, nicht wahr. ;)
Im allgemeinen gilt aber, je schneller, desto größer die nach vorne gerichtete Kraft, die ja neben der Masse und der daraus resultierenden Trägheit die Gegenkraft zur von der Seite einwirkenden Kraft des Windes bietet. Ist eigentlich ganz logisch. Das Scheibenfahrverbot auf Hawaii hängt damit zusammen, daß beim Durchfahren völlig ungeschützter Lavafelder Windböen mit fast schon Orkanstärke auftreten können, da ist es fast egal, ob Scheibe, Xentis oder sonstwas.
Und Ulle fuhr Xentis, weil deren Aerodynamik sogar die der meisten Scheiben übertrifft. Mit Seitenwindanfälligkeit hat das absolut überhaupt nix zu tun.
War gestern auch mit dem Triarad unterwegs und der Effekt des Versetzens bei entgegenkommenden LKWs war bei langsameren Geschwindigkeiten viel grösser, als bei höherem Tempo. Resultiert aus den von mir beschriebenen Kräfteverhältnissen und sollte eigentlich auch ohne Physikstudium oder derartige Künste zu verstehen sein.

Daniel

Maulwurf
02.04.2005, 13:13
das mit dem parallelogramm versteh ich nicht ganz. Sicher mögen die auftretenden kräfte geringer sein, doch es macht schon ein unterschied, wenn man mit 20km/h oder 60km/h von einer Böe erwischt wird. Bei 20km/h werde ich vielleicht 0,5m vom weg abgelenkt, bei 60 können dann mal schnell 1 oder 2 meter draus werden, bei der geschwindigkeit.... Es ist ja wie beim Bremsen, die Reaktionszeit ist das entscheidende. Man legt bei der gleichen Reaktionszeit unterschiedlich lange Wege zurück, bei den entsprechenden Geschwindigkeiten. Mir ist es lieber, langsam vom weg anzukommen als mit 60 klamotten in den schotter zu rasen. Physik hin oder her, man darf halt die Praxis dabei nicht vergessen. Außerdem von welchen Windgeschwindigkeiten reden wir?! Ich will mal jemanden sehen, der bei 80km/h Gegen/Seitenwind auch dementsprechend schnell fährt :ä , das ist dann wohl nur den motorisierten Zweirädern zu überlassen. :ä

tri-racer
02.04.2005, 13:25
das mit dem parallelogramm versteh ich nicht ganz.
Es geht einfach darum, daß immer zwei Kräfte auf ein Objekt einwirken. Diese Kräfte wirken in entgegengesetzter Richtung.
Beispiele:
Seitenführungskraft + Vortriebskraft beim Auto
Auftrieb + Schwerkraft beim Flugzeug
Kreiselkraft + "Windkraft" beim Fahrrad
Je nachdem, wie gross, die sich der einwirkenden Kraft entgegensetztende Kraft ist, sind die Auswirkungen verschieden.
Schau Dir mal die Sonntags-Citybikefahrer in der Stadt an. Die fahren mit 15-20km/h Schlangenlinien, weil die Kraft, die das Bike aufrecht hält und nach vorne beschleunigt, kleiner ist, als die Trägheit und das Kippmoment des Bikes. Die brauchen noch nichtmal Wind, um so zu fahren.
Und wenn unser tobyvanrattler mit 40km/h an der Windkante fährt, denn die wird er wohl gehabt haben, und ein entgegenkommender LKW unterbricht diesen Seitenwind, dann kommt er ins Schlingern. Das hat aber absolut nix mit einer Böe oder Wind zu tun, sondern mit einem Sogeffekt und der Tatsache, daß er sich bei Seitenwind ja quasi an diesen "anlehnt". Wenn der nun plötzlich aussetzt, schert er weg.

Daniel

Minifutzi
02.04.2005, 13:55
Das mit dem Kraftparallelogramm hat mich nicht überzeugt. Egal wie verzerrt das Parallelogram ist, der Betrag quer zur Fahrtrichtung, welches ein Rennrad zur Seite drückt bleibt identisch.

Folgendes Gedankenexperiment:

Ein Würfel gleitet über eine Oberfläche und bekommt einen Stoß quer zur Gleitrichtung. Der Würfel wird immer um den gleichen Betrag zur Seite ausgelenkt, egal mit welcher Geschwindigkeit er sich bewegt, wenn wir vereinfacht davon ausgehen, daß die Reibungskraft nicht von der Geschwindigekeit abhängig ist.

Je schneller ein Rad sich dreht, desto weniger wird er sich neigen, wenn er aus der Richtung der Drehachse einen Stoß bekommt.

So wie ich es sehe sind also zwei Kräfte/Momente im Spiel:
Die Kraft quer zur Fahrtrichtung durch den Wind und das Aufrichtmoment durch die drehenden Räder. Jetzt wäre es interessant wie das Aufrichtmoment mit der Drehzahl (Geschwindigkeit) zusammenhängt um auszurechnen, um welchen Betrag das Rad kippt, den es gilt auszusteuern. Dann könnte man auch sagen ob ein kleiner Schlenker bei hoher Geschwindigkeit mehr Versatz bedeutet als ein großer Schlenker bei langsamer Geschwindigkeit.

Irgendwelche Einwände?

Vielen Dank für die Geduld. :Angel:

tri-racer
02.04.2005, 17:06
Irgendwelche Einwände?
Vielen Dank für die Geduld. :Angel:

Keine Einwände. Die Sache mit dem Kräfteparallelogramm hatten wir mal im Physik-Leistungskurs an der Schule (ist zwar schon ein paar Jahre her, aber was solls). Kannst das ganze mathematisch auch als Vektor sehen.
Aber feines Beispiel, das Du da aufgestellt hast. :Applaus:

Daniel,
dem es wurscht ist, ob kleiner Schlenker oder grosser Schlenker, langsam oder schnell, Triarad oder Citybike. Hauptsache immer Sonne zwischen den Speichen. :)

[(chefkoch)]
02.04.2005, 18:02
Sind Rennräder generell Seitenwindanfälliger als "normale" Räder? Bei den letzten Ausfahrten mußte ich mehrmals Schlangenlinien fahren um boeige Windstöße auszubalancieren. So stark habe ich den Wind mit meinem Stadtrad mit hohen Felgen
nicht gespürt.

Wenn ja, woran könnte es liegen?

Fahre eigentlich keine "Aero-Teile" am Rennrad, normaler Rahmen, normal hohe Felgen (Mavic Ksyrium Elite).

Das selbe ist mir vor ein paar tagen auch passiert da kamm ein richtig starker
windstoß.ich hab ne ganznormale felge und ganz normale speichen also keine
messerspeichen und hochbettfelgen

tri-racer
02.04.2005, 18:06
']Das selbe ist mir vor ein paar tagen auch passiert da kamm ein richtig starker
windstoß.ich hab ne ganznormale felge und ganz normale speichen also keine
messerspeichen und hochbettfelgen

Den Rotz hab ich gestern fast 30km lang gehabt. Immer schön Gegenwind auf einer vielbefahrenen Strasse. Bei jedem Laster hat es mich fast auf die Gegenfahrbahn gesogen. Und das bei Tempo 26-28, mehr war bei dem Wind leider nicht drin. :rolleyes:

Daniel

[(chefkoch)]
02.04.2005, 18:14
Den Rotz hab ich gestern fast 30km lang gehabt. Immer schön Gegenwind auf einer vielbefahrenen Strasse. Bei jedem Laster hat es mich fast auf die Gegenfahrbahn gesogen. Und das bei Tempo 26-28, mehr war bei dem Wind leider nicht drin. :rolleyes:

Daniel
Bei uns bläst die letzten tage schon ziemlich heftig heute bin ich wo ich sonst
mit 48-50km/h fahr 28km/h gefahren mich hats fast rückwärts weggeblasen :D

tri-racer
02.04.2005, 18:19
']Bei uns bläst die letzten tage schon ziemlich heftig heute bin ich wo ich sonst
mit 48-50km/h fahr 28km/h gefahren mich hats fast rückwärts weggeblasen :D

Du kommst nicht zufällig aus der Gegend um Leipzig???
Wie schon geschrieben, gestern etwa dieselben Verhältnisse. Glücklicherweise bin ich einen 70km Rundkurs gefahren und hatte dann nach etwa der Hälfte der Strecke Rückenwind. War dann natürlich fein, mal wieder mit einem 40er Schnitt auf diesem Teilstück herumzubrezeln. Solch Tempo ist mir sonst nur im Wettkampf vergönnt und dann auch nur mit dem Messer zwischen den Zähne. :D

Daniel

JosebaBeloki
02.04.2005, 18:33
Wiegesagt hier in Altenburg bläßt es einen seit 3 Tagen auch fast weg..

tri-racer
02.04.2005, 18:37
Wiegesagt hier in Altenburg bläßt es einen seit 3 Tagen auch fast weg..

Ist aber in unserer Tieflandsbucht momentan auch kein Wunder. Landstrasse, rechts und links Felder, alle leer, das ergibt eine wunderbare Ebene, in der sich der Wind von allen Seiten her austoben kann.
Blasen ist ja im allgemeinen eine angenehme Sache, aber auf dem Rad und dazu noch vom WInd? Nein, danke. :D

Daniel

nedflanders
02.04.2005, 18:42
War gerade mit meinen Cosmics draussen und habe mir ein paar mal gedacht, hui, vielleicht hättste die mal zu Hause gelassen, auf einigen Abfahrten(!) ging mir ganz schön die Muffe. Habe mir auch überlegt, wieso wars bei hohen Geschwindigkeiten am gefährlichsten? Wir habenzwei Windkomponenten, eine von vorne und eben die von der Seite, die bilden auch schön einen resultierenden "Gesamtwind" schräg von vorne und eine ebensolche "schräge"Kraft (das besagte Parallelogramm). Die beiden senkrechten Komponenten kann man aber vollkommen unabhängig voneinander betrachten, ist ja der Witz an der Sache. Nehmen wir also nur den Seitenwind, eine Boe, die einen Kraftstoss darstellt und ein ruhende Rad samt Fahrer umwehen würde - es kippt, es wird nicht seitlich von der Strasse geschoben. Was wirkt diesem angreifenden Drehmoment entgegen? Zum einen eine Gewichtsverlagerung des Fahrers (entsprechend der normalen Balance, die man als Kind mit Stützrädern erstmal lernen muss), in Form eines Gegenlehnens gegen den Wind und dann der grosse Drehimpuls in den Laufrädern (typischer Schulversuch: ein schnelle drehendes Rad senkrecht zur Rotationsachse drehen, fast unmöglich). Je schneller man also fährt, desto schwerer hats der Windstoss, einen umzukippen. ABer trotzdem schien die hohe Geschwindigkeit gefährlicher. Und jetzt kommt im Prinzip zum einen das, was Maulwurf sagt: jede Versuch des Fahrers, die Boe auszugleichen, bringt natürlich Unruhe is Rad, man lehnt sich gegen, der Wind lässt nach, jetzt muss man schnell wieder Gegensteuern, wieder normal sitzen...dieses Gezappel ist bei hohen Geschwindigkeiten natürlich gefährlicher als beim langsam fahren und Steuerfehler bringen einen schnell vom Kurs ab (sich bei völlig konstantem Seitenwind gegenzulehnen ist ja kein Problem). Ausserdem kann der Wind ja auch direkt aufs Vorderad pusten und findet in der Lenkung eine empfindliche Drehachse und lenkt einen da einfach aus der Spur, was bei hohen Geschwindigkeiten natürlich auch deutliche Konsequenzen hat als beim rumschleichen. Naja, das System "Fahrrad" ist trotz seiner scheinbaren Einfachheit physikalisch sehr kompliziert, we fast immer, wenn man es mit Kreiseln zu tun hat, die machen die tollsten Dinger...

Doubleyou
02.04.2005, 18:44
Bin gestern mit meinen neuen AC350 mit Messerspeichen rausgefahren und war schon sehr überrascht, wie sich das bischen Messerpeichen auf die Anfälligkeit auswirkt! :eek:

tri-racer
02.04.2005, 18:47
Ausserdem kann der Wind ja auch direkt aufs Vorderad pusten und findet in der Lenkung eine empfindliche Drehachse und lenkt einen da einfach aus der Spur...

Da hab ich es mit meinem Tria-Rad ja noch ganz gut. Durch die vorwiegende Fahrweise auf dem Aufsatz lastet prozentual mehr Körpergewicht auf dem Vorderrad, als beim normalen Rennrad (andere Lastverteilung). Aber wehe, wenn die Fuhre ins Schlingern gerät. Wenn Du mit dem Aufsatz lenkst, hast Du ja eine Art Deichselfunktion und feinfühliges Gegensteuern ist da nur schwer möglich. :D

Daniel

tri-racer
02.04.2005, 18:49
Bin gestern mit meinen neuen AC350 mit Messerspeichen rausgefahren und war schon sehr überrascht, wie sich das bischen Messerpeichen auf die Anfälligkeit auswirkt! :eek:

Ich fahre mal mit Cosmic Elite, mal mit meinen Zipp530 (16/20 Messerspeichen) und spüre keinen Unterschied. Das Rad ist beiden Laufradvarianten genauso seitenwindanfällig, wie mein Winterrad mit Rigida DP18 und 36 Speichen.
Aber wie schon geschrieben, es gibt eben auch Leute, die das Gras wachsen hören und den Unterschied zwischen Rund- und Messerspeichen erfühlen. :Applaus:

Daniel

Madone5.9
02.04.2005, 19:06
[..]
Aber wie schon geschrieben, es gibt eben auch Leute, die das Gras wachsen hören und den Unterschied zwischen Rund- und Messerspeichen erfühlen. :Applaus:

Daniel

Du etwa nicht ;)

Aber im Ernst, zwischen den Mavic Ksyrium Elite und den Bontrager Race X Lite mit den paarweise eingespeichten Speichen :D ist ein Unterschied zu merken, ob ihrs glaubt oder nicht. Wir haben hier z.t. auch kräftige Winde, man nehme nur die Bise aus dem Osten. (Kanalwirkung Alpen-Jura)

tobyvanrattler
02.04.2005, 19:26
Das Scheibenfahrverbot auf Hawaii hängt damit zusammen, daß beim Durchfahren völlig ungeschützter Lavafelder Windböen mit fast schon Orkanstärke auftreten können, da ist es fast egal, ob Scheibe, Xentis oder sonstwas.
Und Ulle fuhr Xentis, weil deren Aerodynamik sogar die der meisten Scheiben übertrifft. Mit Seitenwindanfälligkeit hat das absolut überhaupt nix zu tun.
Daniel

Das Thema aerodynamische Laufräder/Scheiben solltest du dich nochmals genauer informieren, oder einfach mal ein paar EZF´s MZF´s aus 2004 ansehen, den dort sind bei Windstille (kaum Wind) einige mit Scheibe hinten und Xentis vorn gefahren. Im Gegensatz zu Zürich, da wars einfach nur sauwindig...
Oder lies dir mal den Bericht in der Triathlonsonderausgabe durch, da wird das Thema auch recht ausführlich und durch mitwirken von Uli Schoberer glaubwürdig rübergebracht.

Das man je schneller desto weniger Windanfällig ist sicherlich irgendwo wahr, aber beim besten willen nicht spürbar bei Hobbyradlern wo es um Geschwindigkeiten zwischen 25 und max. 40km/h geht ;)
Oder sind hier im Forum Hobbyfahrer (A/B Lizenz und Profis ausgenommen, sowie Tria´s die sub9 beim IM stehen haben) die auf Dauer, und damit meine ich länger als 5min 40 km/h im Training auf der Ebene fahren... :rolleyes:
Daher bitte die Kirche im Dorf lassen ;)

tri-racer
02.04.2005, 20:15
@toby
Den Bericht unseres "Verbandsmagazines" habe ich mir aufmerksam durchgelesen. Natürlich haben die wieder alles auf der Bahn getestet, um unerwünschte Faktoren auszuschliessen.
Habe vorletztes Jahr in Marienberg beim Filzteich-Triathlon den guten Lothar Leder mit Scheibe fahren sehen und mache eigentlich nix anderes als EZF, natürlich nur über 40km. :D

Daniel.
der erstmal vorsorglich für Toby die Kirche wieder ins Dorf zurückgebracht hat. :piano: