PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zeitersparnis Laufräder



Lance
12.03.2003, 12:05
Hi
Fahre im Moment Cosmic elite Laufradsatz. Möchte leichte
LR für Bergzeitfahren zulegen. mit welchen Zeitvorteilen kann
gerechnet werden ?
Greetings
Lance

Slow_on_a_Trek
12.03.2003, 15:21
Original geschrieben von Lance
Hi
Fahre im Moment Cosmic elite Laufradsatz. Möchte leichte
LR für Bergzeitfahren zulegen. mit welchen Zeitvorteilen kann
gerechnet werden ?
Greetings
Lance

Hier die gewünschten infos:

http://www.timetrial.org/aerodynamics.htm
http://www.zipp.com/TechInfo/aerodynamics/index.html

mfG

SoaT

messenger
12.03.2003, 15:34
Grob geschätzt:
400gr. eingespart macht bei 80kg Gesamtgewicht (Rad + Du) 0,5% Gewichtsersparnis.
Bei steileren Anstiegen (<20 km/h) ist die Masse etwa proportional der Leistung, Geschwindigkeit und der Zeit, also ungefähr 0,5% Zeitgewinn. Daß es sich um rotierende Masse handelt, macht dabei kaum was aus, weil Du dabei keine Beschleunigungsorgien feiern wirst, wie etwa bei Kriterien.

Bißchen rumrechnen kannst Du auch bei

www.kreuzotter.de

unter Leistung.

Gruß mess.

Lance
13.03.2003, 09:31
Hi
Danke für die Ausführung. Ich dachte die Zeitersparnis wäre mehr als nur ca 0.5%. Das Thema Leichtlaufräder wird demnach von gewissen Leuten sicherlich überbewertet. Ich dachte bei dem bevorstehenden Bergzeitfahren (durchschnittsgeschwind. ca 20 kmh, ca 5.5 km Strecke) mehr als nicht einmal 1 % rauszuholen.
Ich glaube ich bleibe bei den Cosmic elite, die haben sonst gute Eigenschaften.
greetings
Lance

Windschatten
13.03.2003, 10:33
[QUOTE]Original geschrieben von messenger
.....Daß es sich um rotierende Masse handelt, macht dabei kaum was aus, weil Du dabei keine Beschleunigungsorgien feiern wirst, wie etwa bei Kriterien......


Das mit der rotierenden Masse verstehe ich nicht ganz. Hat das wirklich Auswirkungen?
Ich bin der Meinung (bin kein Physiker), dass sich die Kräfte aufheben, bzw. dass die rotierende Masse gleich zu bewerten ist wie die fixe (also zB die des Rahmens). Vielleicht kann mir hier jemand Unterricht geben, oder kann man das irgendwo nachlesen? (Hätt ich doch besser aufgepasst in der Schule)

Windfänger
13.03.2003, 10:48
Original geschrieben von Windschatten
Das mit der rotierenden Masse verstehe ich nicht ganz. Hat das wirklich Auswirkungen?
Ich bin der Meinung (bin kein Physiker), dass sich die Kräfte aufheben, bzw. dass die rotierende Masse gleich zu bewerten ist wie die fixe (also zB die des Rahmens).
Den Rahmen mußt Du nur lateral beschleunigen, die Laufräder müssen zusätzlich zur horizontalen Beschleunigung aber auch noch in Drehung versetzt werden, darum spielt das eine Rolle.

Windschatten
13.03.2003, 11:00
Original geschrieben von Windfänger

Den Rahmen mußt Du nur lateral beschleunigen, die Laufräder müssen zusätzlich zur horizontalen Beschleunigung aber auch noch in Drehung versetzt werden, darum spielt das eine Rolle.

Braucht es für die Drehung wirklich viel Kraft? Ein Beispiel: Wenn ich ein einzelnes Rad in Drehung versetzte und mit beiden Händen am Schnellspanner halte, dreht es sich relativ lang. Der Grund warum es dann stehenbleibt ist meiner Meinung nach die Reibung des Lagers, oder ? Wenn die nicht wäre würde es sich wahrscheinlich ewig drehen.

kaskades
13.03.2003, 11:53
spielt schon eine grössere Rolle. Die Hangabtriebskraft nicht vergessen. Das Rad, auch die Laufräder werden bergauf bei jedem Tritt beschleunigt, je steiler, desto heftiger ist der Effekt!
Wir haben Versuche gefahren mit einer Hochgeschwindigkeitskamera und da war dieser Effekt deutlich zu sehen. Auch bei Profis, die meinten sie haben auch am Berg einen runden Tritt! Wenn Du mir % Steigung und Gewichts-Ersparnis und die Länge der Steigung sagst und welche Felgen bzw. Reifen verwendet werden (auch die Naben) kann ich dir vielleicht was genaueres sagen.

Windfänger
13.03.2003, 12:35
Original geschrieben von Windschatten
Braucht es für die Drehung wirklich viel Kraft?
Es geht hier ja nicht um die Drehung an sich, sondern um die Drehbeschleunigung.

Um einen Eindruck dafür zu gewinnen, wieviel Energie es braucht, bis so ein Rad eine gewisse Rotationsgeschwindigkeit erreicht hat, kannst Du ja mal, wenn Dein Rad auf'm Montageständer oder dergleichen steht, an der Kurbel drehen - fast die gesamte Arbeit die Du an der Kurbel leistest fliesst dann in die Drehbeschleunigung des Hinterrades.

Windschatten
13.03.2003, 13:05
Original geschrieben von Windfänger

Es geht hier ja nicht um die Drehung an sich, sondern um die Drehbeschleunigung.

Um einen Eindruck dafür zu gewinnen, wieviel Energie es braucht, bis so ein Rad eine gewisse Rotationsgeschwindigkeit erreicht hat, kannst Du ja mal, wenn Dein Rad auf'm Montageständer oder dergleichen steht, an der Kurbel drehen - fast die gesamte Arbeit die Du an der Kurbel leistest fliesst dann in die Drehbeschleunigung des Hinterrades.

Hmmm!! Die Drehbeschleunigung, das ist es also. Das leuchtet mir schon eher ein. Danke für die Nachhilfe.