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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : optimales Bergrad



marpaul
27.03.2003, 12:23
Da ich wegen Familienzuwachs nicht mehr die Zeit habe, längere Touren zu machen, fahre ich seit 2 Jahren eigentlich nur noch berghoch und natürlich wider runter (max. 2 h am Stück).
Jetzt bin ich auf der Suche nach dem idealen Bergrad. Ich bin 181 groß, knapp 75 km schwer und schon eher kraftorientiert.
Was würdet ihr empfehlen, vor allem in puncto Rahmen (Material, Maßanfertigung), Komponentenwahl und LR.
Danke

SteelRose
27.03.2003, 12:47
Für kurze Bolzrunden eigent sich ein robuster Alurahmen (um die 1500g) am besten.
Wenn Du sowieso nicht länger als 2h fährst, kann Dir die Sitzposition auch relativ egal sein.
Ein Standardrahmen sollte passen.
Wenn man wenig Zeit hat, sollte man sich auf Standardkomponenten konzentrieren.
Keinen riskanten und anfälligen Schnickschnack.
Maximal ne Carbongabel, einen ordentlichen Standardlaufradsatz.
Bei Lenker und Vorbau nicht die ultraleichte Topversion nehmen, sondern die etwas schwerere
und dadurch steifere Serie (machen am Berg mehr Spass).
Oversizedteile sind Volksverdummung.

Mindestens 23er Reifen für guten Grip auf schlechten Steigungen.
Steife 2-fach Kurbeln und keine Titanpedalachsen.
Bei den Komponenten - je nach Geschmack aber mindestens Ultegra oder Chorus.

Bei Bergabfahrten wichtig:
Keine extreme Geometrien (gibt es eh kaum noch) und Bremsbeläge, die zu den Felgen passen!
Campa bremst z.B. mit den Mavic CXP nicht so prima...


Ciao,

SR

SF_
27.03.2003, 19:43
Original geschrieben von SteelRose

...
Steife 2-fach Kurbeln und keine Titanpedalachsen.
...

SR

Kann ich nicht bestätigen. Ich fahre zwar nur mit Turnschuhen auf "Steinzeitpedalen mit Haken". Seit ich allerdings wieder vor ein paar Jahren angefangen habe, jedes Jahr eine Mehrtagestour mit Gepäck zu machen, hatte ich Ärger mit den Pedalen. Habe vieles probiert (die "Stahlpanzerteile" von früher (von Loyatard o. ä.) gibt es nicht mehr): Modell Giro (war noch am besten obwohl am billigsten), eines von Wellgo, eines aus dem MTB-Bereich usw. Letztes Jahr habe ich nun - zunächst skeptisch - ein Campa-Record-Pedal mit Titanachse ausprobiert. Und zum ersten Mal hat ein Pedal wieder ein ganzes Jahr gehalten. Man kann also auch mit Titan prinzipiell vernünftige Teile bauen.

maximops
28.03.2003, 09:03
sollte nicht zu lang sein...
Bergauf ist der Sattel einige mm nach hinten gerückt, um mehr Druck auf die Pedale zu bringen. Ein Cannondale würde ich z.B. weniger empfehlen, da deren Oberrohre recht lang sind - okay, am Vorbau kann man auch noch rumspielen.
Den Lenker eher etwas breiter - Aerodynamik ist im Vergleich zur Ebene nicht so wichtig - dafür steuert es sich besser bergab bei höheren Geschwindigkeiten.

marpaul
28.03.2003, 09:19
Die Oberrohrlänge ist so ein Punkt, über den ich schon längere Zeit nachdenke. Wenn ich sehe, wie so mancher Freizeitradler, zu denen ich mich übrigens auch zähle, auf seinem Fahrrad "hängt" oder besser gesagt "liegt". Da kann ich mich manchmal nur mit Grauen abwenden und eine guten Orthopäden empfehlen, der die Wirbel wieder einrenkt. Kurz und knapp: Meiner Ansicht nach sind fast durchweg die Oberrohre zu lang, insbesondere bei den amerikanischen Rennern. Und gerade für den Einsatzzweck als Bergrad bleiben meines Erachtens nur zwei Alternativen, wenn man nicht mit nem 80-er Vorbau fahren möchte:
1. Maßrahmen oder 2. Cross-Rahmen.
Hat jemand andere Erfahrungen oder kann mir eine weitere Alternative nennen?
Wie sieht´s mit dem Material aus, wenn man nicht gerade Alu-Fan ist?

Racing Postal
28.03.2003, 11:11
Campa bremst bei CXP 33 nicht gut. Wie kommste denn da drauf?