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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 700x20 statt 700x23



franzmue
28.03.2003, 11:34
Hallo,

wie ist das mit 700x20er Reifen? Sind die Dinger wirklich so unkortabel, dass man nicht damit fahren kann?

Danke
Franz

bimboo
28.03.2003, 11:52
was sollen sie bringen? Minimalst besseres Abrollen, dafür 3 mal so viele Durchschläge.

austin
28.03.2003, 12:02
Hallo
du brauchst die nicht viele Gedanken dazu zu machen.
Die 23er sterben aus ( ja-ja-ja es gibt noch ein paar 20er )

Vor 2~3 Jahren habe ich die 20er Reste eines Händlers aufgekauft . Das Stück für weniger als 10 DM . Ich glaube es waren Schwalbe , uni schwarz , faltbar .
Sehr eng , schwer zu montieren auf Mavic Open .

Hintergrund war der zulässige Reifendruck ~10bar ( wegen >100 kg Lebendgewicht )
na gut , der Preis war auch verlockend .

Ich kann mich über die Teile nicht beklagen , Haltbarkeit etwa 4000 km , pannenanfällig waren sie nicht .

Aber jetzt habe ich auf GP 3000 23er gewechselt .
Noch keine verwertbaren Ergebnisse .

Toskanafan
28.03.2003, 12:50
Fahren kann man auch mit 700 x 20.
Komfortabler wird es mit reduziertem Luftdruck (erhöht jedoch den Rollwiderstand und die Gefahr von Durchschlägen - "Schlangenbissen").
Der Rollwiderstand hängt neben dem Luftdruck (Größe der Aufstandsfläche), von der Gummimischung, der Steifigkeit der Karkasse und der Form der Aufstandsfläche ab.
23 èr Pneus bieten hier den besten Kompromiss. In einer Tourausgabe (199x?) wurden dazu umfassende Versuche durchgeführt. (Bei Breite 20 wird die Aufstandsfläche sehr "lang" und damit die Walkarbeit größer).
Solltest Du weniger als 65kg wiegen ist 20 mm Breite mit ca. 9bar jedoch auch o.k.
Ciao
Thomas

eselbein
28.03.2003, 13:01
Original geschrieben von Toskanafan
Fahren kann man auch mit 700 x 20.
Komfortabler wird es mit reduziertem Luftdruck (erhöht jedoch den Rollwiderstand und die Gefahr von Durchschlägen - "Schlangenbissen").
Der Rollwiderstand hängt neben dem Luftdruck (Größe der Aufstandsfläche), von der Gummimischung, der Steifigkeit der Karkasse und der Form der Aufstandsfläche ab.
23 èr Pneus bieten hier den besten Kompromiss. In einer Tourausgabe (199x?) wurden dazu umfassende Versuche durchgeführt. (Bei Breite 20 wird die Aufstandsfläche sehr "lang" und damit die Walkarbeit größer).
Solltest Du weniger als 65kg wiegen ist 20 mm Breite mit ca. 9bar jedoch auch o.k.
Ciao
Thomas

Wegen der geringeren Walkarbeit und der größeren Rückprallelastizität müßte bei gleichem Luftdruck im Reifen ein 23er eigentlich nicht nur komfortabler, sondern auch schneller sein als ein 20er.

Frankworks
28.03.2003, 13:10
Am Ende entscheidet das subjektive Empfinden.
Ich finde das Fahrgefühl was 20 er Reifen vermitteln besser. Die Härte gefällt mir. Außerdem sind sie haltbarer an der Seitenkarkasse. Dann rollen sie besser, eben weil sie sich stärker aufblasen lassen. Auch wenn das Tour-Magazin etwas anderes erzählt. Das basiert auf physikalischen Messwerten mit absolut gleichem Reifendruck. Aber bei 23 er Reifen ist bei spätestens 8,5 bar schluß. Und dann hat man sie nicht lange, weil die Seiten karkasse zu stark belastet ist.
Aber so groß ist der Unterschied nun auch nicht, das ich 23 er total ablehne. Wenn ich vorher weiß, das ich eine Strecke mit Kopfsteinpflaster und schlechtem Straßenbelag fahre, nehme ich die Laufräder mit den 23 er Pneus.

Gruß Frankworks

JohnnyT
28.03.2003, 13:23
gibts eigentlich auch noch was schmäleres? so 16-18mm?

jott_ka
28.03.2003, 13:33
Yo, Johnny T., gibt es (18 oder 19 mm), aber eher selten mittlerweile

Frankworks
28.03.2003, 20:30
Es gab mal die Conti Grand Prix in 18 . 16 gibt es glaube ich nicht, die halten nicht mehr in den Felgen.

Gruß Frankworks

SF_
02.04.2003, 19:55
Original geschrieben von bimboo
was sollen sie bringen? Minimalst besseres Abrollen, dafür 3 mal so viele Durchschläge.

Ich habe Mal mit einem 20er Grand Prix nur am Vorderrad bei 11 bar Reifendruck experimentiert. Mit Durchschlägen hatte ich da keine Probleme - ist glaube ich nur ein Märchen, außer man fährt mit 90 km / h gegen den Bordstein oder transportiert einen Elefanten auf dem Gepäckträger. Ich habe aber trotzdem die Reifenbreite zu 23 mm zurückgewechselt. Einmal wegen Bedenken bezüglich des Felgenbandes und dann weil ich generell mit Grand Prix wegen den miesen Seitenwänden unzufrieden war (auch in 23 mm Breite) und die anderen Reifen eben nur in 23 mm Breite verfügbar waren. Schlechteres Fahrgefühl mit 20ern hatte ich nicht. Motivation war übrigens die Idee, mit dünneren Reifen weniger Platten durch Fremdköper zu bekommen. Ist aber schwierig zu sagen, wenn man so selten Platte hat wie ich (oder anders formuliert: nur noch so wenig Rad fährt und dafür im TourForum herumhängt).

firebolus
02.04.2003, 20:04
Original geschrieben von SF_


Ich habe Mal mit einem 20er Grand Prix nur am Vorderrad bei 11 bar Reifendruck experimentiert.....

11 bar sind für die meisten handelsüblichen Felgen nicht mehr zugelassen. man sollte 20mm reifen nicht über 10bar aufpumpen.

Generell kann man sagen, dass die 23mm wesentlich komfortabler sind, die 20mm besonders für das Vorderrad eine etwas bessere Aerodynamik bringen. Bei einem gut "federnden" Rahmen (zB OCLV) kann ein 20mm Reifen am Vorderrad durchaus Sinn machen.

firehorse
02.04.2003, 20:36
Hängt ganz von deinem Systemgewicht ab, ob du einen 20er fahren kannst. Wenn Du, so wie ich, 100kg (Fahrer + Rad) auf die Waage wuchtest, brauchst Du nicht daran zu denken, weil Du (siehe firebolus) 11 bar im Reifen benötigst um nicht durchzuschlagen. Bei gleichem Luftdruck wie in einem 23er nimmt der Rollwiderstand mehr zu, als der Luftwiderstand abnimmt, ergo: bringt nur gute Optik.
Gruß
firehorse

SF_
02.04.2003, 21:39
Original geschrieben von firebolus


11 bar sind für die meisten handelsüblichen Felgen nicht mehr zugelassen. man sollte 20mm reifen nicht über 10bar aufpumpen.

Generell kann man sagen, dass die 23mm wesentlich komfortabler sind, die 20mm besonders für das Vorderrad eine etwas bessere Aerodynamik bringen. Bei einem gut "federnden" Rahmen (zB OCLV) kann ein 20mm Reifen am Vorderrad durchaus Sinn machen.

Keine Ahnung was für eine MA 40 oder Open Pro zugelassen ist - jedenfalls funktioniert es. Eigentlich dürfte die Hälfte meiner Komponenten nicht für das zugelassen sein, was seit Jahren funktioniert (die Schaltung nicht für einen Sprung vom zweitletzten Ritzel mit 24 Zähnen auf das letzte mit 34 Zähne; Lenker und Vorbau nicht zum Treppen herunterfahren oder im Gelände usw.). Seit mir Mal vor Jahren eine MA 40 wegen Durchbremsens gebrochen ist, kontrolliere ich den Flankenzustand 1 Mal im Jahr nach und tausche die Felgen ggf. aus.

bulz
03.04.2003, 12:19
Hallo,
ich habe bisher 18 bis 33 mm Breite am Rennrad gefahren und aufgrund d der Durchschlagsgefahr fahre ich immer mit ca 10 atü.

Aber mein Arsch hat noch keine Unterschiede zwischen 18 und 23 mm Breite gemerkt.
Der Unterschied ist nur, wenn ich mit 8 atü fahre muß ich mehr Zwangspausen einlegen ( wg. der Durchschläge).
Wenn mir jemand erzählt er fährt mit 8 atü, dann viel Spaß beim flicken.

C40
03.04.2003, 12:48
Original geschrieben von bulz
Hallo,
ich habe bisher 18 bis 33 mm Breite am Rennrad gefahren und aufgrund d der Durchschlagsgefahr fahre ich immer mit ca 10 atü.

Aber mein Arsch hat noch keine Unterschiede zwischen 18 und 23 mm Breite gemerkt.
Der Unterschied ist nur, wenn ich mit 8 atü fahre muß ich mehr Zwangspausen einlegen ( wg. der Durchschläge).
Wenn mir jemand erzählt er fährt mit 8 atü, dann viel Spaß beim flicken.


....also Du merkst wohl gar nichts. :D
Ich bin schon immer 20-23er Reifen gefahren. Vor vielen vielen Jahren wollten mir ein paar Freunde partout einreden daß 18er Reifen super wären. Na gut ich habe es ausprobiert und nach der ersten längeren Ausfährt wieder runtergemacht weil die Dinger einfach nicht fahrbar waren; die waren bei bei 8-9 Bar unkomfortabel, rollten keinen deut besser und in Kurven waren die im Vergleich zu 21-23er Schlauchreifen grottenschlecht. Wer einmal in den Alpen Rad gefahren ist weiß um die Qualitäten von breiteren Rennreifen. Mit 18er hat man bei 8-9Bar ständig Durchschläge; wenn man den Druck erhöht wird es nur Bretthart und man hoppelt durch die Gegend. Genau diese Freunde waren es dann die in den Alpen ständig Durchschläge hatten :)
Das Beste was man auf der Straße! fahren kann sind Schlauchreifen in der Stärke 21-23mm. Hier kann ich nur den Vittoria CX Pro Prb Kevlar empfehlen, einen besseren Reifen fürs Geld bin ich noch nicht in über 20 Jahren gefahren.
Und nochwas mein Lieber im Amateur- und Profirennsport wird i.A. die Reifen mit 8-9 Bar gefahren. Kein Rennfahrer fährt mit 10 Bar durch die Gegend und wenn man Schlauchreifen fährt hat man i.A. auch keine Durchschläge selbst bei 7 Bar. Seitdem ich Schlauchreifen fahre hatte ich erst 1 Durchschlag (das aber gleich vorne und hinten) bei einer Abfahrt (80-90km/h) in einem Rennen, dazu war noch ein Riß in der HR-Felge (Cosmic Pro).

Gruß C40

Frankworks
03.04.2003, 13:19
Ich fahre die 23er mit 8 bar und die 20er mit 8,5 bar. Bei einem Körpergewicht von z.Zt. gut 90 kg. Letztens hat ich nen Schlangenbiss, aber beim 23er.

Ich glaube es geht vielmehr um Marketing, als um sachliche Gründe, wenn z.B in der Tour die 20er Reifen so niedergemacht werden. Das Interesse der Hersteller ist, daß von Zeit zu Zeit ein neuer Reifentyp propagiert wird, um den Umsatz zu steigern. Im täglichen Gebrauch entscheidet bei einem Hobbyfahrer die persönliche Vorliebe und nichts anderes. Weil der Unterschied maßgeblich beim unterschiedlichen Fahrgfühl liegt. Und die physikalischen Argumente nicht stichhaltig bei größenspezifischer Anwendung, sprich richtigem Luftdruck bleiben. D.h.ein 20 er Reifen rollt nur dann schlechter, wenn er mit exakt dem gleichen Luftdruck wie ein 23er gefahren wird. Wenn der Luftdruck höher ist, rollt er genauso gut oder sogar besser.
Ich rate dringend davon ab, 20er Reifen mit 11 bar zu fahren. Das ist die Obergrenze und völlig unnötig. Weil wenn so ein Reifen auf einer schnellen Abfahrt platzt, na dann Gute Nacht.

Gruß Frankworks

C40
03.04.2003, 13:59
Original geschrieben von Frankworks
Ich fahre die 23er mit 8 bar und die 20er mit 8,5 bar. Bei einem Körpergewicht von z.Zt. gut 90 kg. Letztens hat ich nen Schlangenbiss, aber beim 23er.

Ich glaube es geht vielmehr um Marketing, als um sachliche Gründe, wenn z.B in der Tour die 20er Reifen so niedergemacht werden. Das Interesse der Hersteller ist, daß von Zeit zu Zeit ein neuer Reifentyp propagiert wird, um den Umsatz zu steigern. Im täglichen Gebrauch entscheidet bei einem Hobbyfahrer die persönliche Vorliebe und nichts anderes. Weil der Unterschied maßgeblich beim unterschiedlichen Fahrgfühl liegt. Und die physikalischen Argumente nicht stichhaltig bei größenspezifischer Anwendung, sprich richtigem Luftdruck bleiben. D.h.ein 20 er Reifen rollt nur dann schlechter, wenn er mit exakt dem gleichen Luftdruck wie ein 23er gefahren wird. Wenn der Luftdruck höher ist, rollt er genauso gut oder sogar besser.
Ich rate dringend davon ab, 20er Reifen mit 11 bar zu fahren. Das ist die Obergrenze und völlig unnötig. Weil wenn so ein Reifen auf einer schnellen Abfahrt platzt, na dann Gute Nacht.

Gruß Frankworks

.....hauptsache mal auf Dumm mitgequatscht und von der Materie null Ahnung. :o :)
Hier nur mal zur Info eine Vittoria Schlauchreifen CX Prb Kevlar kannst Du bis zu 14Bar!! aufpumpen, da platzt überhaupt nichts. Ich fahre ihn mit 8-9Bar. Mit mehr fährt man sowieso nicht und bringt auch kein km/h mehr.

Gruß C40

espresso
03.04.2003, 14:08
.....hauptsache mal auf Dumm mitgequatscht und von der Materie null Ahnung.
Ich finde: Im Ton vergriffen, selbst wenn C40 recht haben mag, da er von Schlauchreifen spricht! Kann man auch netter sagen!:)

bb

Roland_G
03.04.2003, 14:30
... würde ich grundsätzlich mit so wenig Druck fahren, wie für Reifen und Schlauch vertretbar. Der Rollwiderstand spielt doch in Summe gesehen kaum eine Rolle...

ciao,
Roland

C40
03.04.2003, 14:31
Original geschrieben von blackbike

Ich finde: Im Ton vergriffen, selbst wenn C40 recht haben mag, da er von Schlauchreifen spricht! Kann man auch netter sagen!:)

bb

ok ok war vielleicht ein wenig hart, ich habe noch ein Smiley dahinter gesetzt :D


Gruß C40

C40
03.04.2003, 14:45
Original geschrieben von Roland_G
... würde ich grundsätzlich mit so wenig Druck fahren, wie für Reifen und Schlauch vertretbar. Der Rollwiderstand spielt doch in Summe gesehen kaum eine Rolle...

ciao,
Roland


....das stimmt so nicht, denn beim Rennradfahren geht es primär nicht um Komfort sondern bestmögliche Performance zu haben; d.H. in der Praxis fährt man i.A. Rennreifen mit 8-9 Bar (Straßenrennen und Trocken). Abweichungen können bei Nässe und Kopfsteinplaster auftreten. Im Training kann man auch mit etwas weniger Druck (ca. 7 Bar) auf den Reifen trainieren, was sich aber meiner Meinung nach schon etwas negativ (Rollwiderstand) bemerkbar macht. Kommt natürlich auch auf den Reifen an den man fährt. So finde ich daß man einen Top-Schlauchreifen (Vittoria) mit etwas weniger Druck fahren kann als z.B. den normalen Grand Prix in Drahtversion der erst vernünftig rollt wenn er 8 Bar hat (rein Gefühlsmäßig)

Gruß C40

Frankworks
03.04.2003, 15:20
@ C40

Ah ja, Du weißt alles, Du kannst alles. Du bist eine von den ganz kleinen Leuchten, die an jeder Straßenecke rumflimmern und kein richtiges Licht geben.
Mag ja sein, daß es Schlauchreifen gibt, die laut Hersteller 14 bar vertragen. Man muß sich nur verdeutlichen, was 14 bar für ein immenser Druck ist. Und wie Du selber feststellst, völlig unnötig. Wenn ich dann schreibe 11 bar und nicht 14 bar ist doch im Prinzip egal. Reifen werden grundsätzlich nicht über 10 bar gefahren, weil es keinen Sinn macht und nur Risiko bedeutet. Da sind wir uns doch einig. Und warum blähst Du Dich dann auf über 20 bar auf. Aber da sind wir wieder da, wo ich eben angefangen habe.


Gruß Frankworks

SF_
03.04.2003, 21:02
O. K. - Ich habe nachgeschaut, welche Drücke Mavic für die Felgen angibt:

Für meine Open Pro für 23 mm 9,5 bar.
Aber für 19 mm 10 bar.
Und - die Angaben sind für alle Felgen gleich, auch für MA3 oder CXP33.

Die einzige Gefahr, die ich für eine Beschädigung sehe, ist - theoretisch - daß der Bogen reißt, der den Reifen hält. Da die Fläche der Felge aber unabhängig von der Breite des Mantels ist, ist die darauf wirkende Kraft unabhängig von der Reifenbreite, jedoch linear abhängig von der Felgenbreite und vom Reifendruck. Ein gewisser Einfluß könnte der Winkel des Reifens haben unter dem sich dieser an die Felge anlegt, so daß auch bei gleicher Kraft die Reifenbreite einen kleinen Einfluß haben könnte.
Mit meinem Erklärungsmodell wären aber die Angaben von Mavic ziemlich zweifelhaft.

Ein sonstiges Brechen der Felge, bevor der Mantel platzt oder das Felgenband reißt, halte ich für unwahrscheinlich.

Wo liegt mein Denkfehler, falls vorhanden?

Kleiner Scherz am Rande: evtl. war für die Druckangaben bei Mavic die gleiche Person verantworlich, die früher für die Keramikbeschichtung zuständig war.

Graf Cannondale
03.04.2003, 21:55
Im Internet laß ich , daß die Profiradfahrer auch nur mit Drücken bis zu 8 Bar fahren. Das bißchen mehr Komfort soll angeblich mehr der Leistung zuträglich sein als ein geringfügig besserer Rollwiderstand.

bulz
04.04.2003, 09:30
Hallo,
ich bin zB. in den Alpen (Samson, Ötztaler, Dolomiti) und diverse Supercup bis zum Alb Extrem (300 km und 4800 km) mit 18 mm und 10-11 atü gefahren und wenn jemand erzählt diese Reifen sind nicht fahrbar dann gehört für mich zu der Weicheifraktion, die mit Rucksacksack (Ersatzfelge,- naben, -kette usw.) fahren.

Bei 7,5 bis 8 atü habe ich in jeder Kurve ein schwammiges Gefühl, als wenn ich die Reifen platt sind.


Gruss BULZ
(Weicheifraktion ist natürlich nicht erst gemeint)

firehorse
04.04.2003, 10:00
Original geschrieben von bulz

Bei 7,5 bis 8 atü habe ich in jeder Kurve ein schwammiges Gefühl, als wenn ich die Reifen platt sind.



Genau aus dem Grund mußt du ja 11 bar hineinblasen, damit das Fahrgefühl dem eines 23ers mit 8 bar gleicht.

Weniger Volumen braucht eben mehr Druck um die selbe Masse tragen zu können.

Der Rest ist meiner Meinung nach Geschmacksache und wie gesagt: wer will, der soll...
bei den Autofreaks ist ja auch normal, sich teure Gummiwalzen an die Dose zu schrauben - nur weil es angeblich besser aussieht.

jedem das Seine
firehorse

Frankworks
04.04.2003, 11:01
@ sf

Wenn der Reifen ein paar Jahre alt ist, wird die Karkasse morsch. Und dann 11 bar Druck und mit 80 km/h den Berg runter. Nicht zu vergessen beim Bremsen wird die Felge heiß, die Luft dehnt sich zusätzlich aus. Kamikaze sag ich nur.

Gruß Frankworks

firehorse
04.04.2003, 11:16
Was heißt ein paar Jahre? Wielang halten deine Reifen?

Frankworks
04.04.2003, 11:39
@ firehorse

Wenn Du 5 Laufradsätze und zwei Rennräder hast, so wie ich und 8500 km im Jahr fährst. Dann kannst Du Dir das in ungefähr ausrechnen, wie lange so ein Reifen draufbleibt.

Gruß Frankworks

C40
04.04.2003, 11:54
Original geschrieben von bulz
Hallo,
ich bin zB. in den Alpen (Samson, Ötztaler, Dolomiti) und diverse Supercup bis zum Alb Extrem (300 km und 4800 km) mit 18 mm und 10-11 atü gefahren und wenn jemand erzählt diese Reifen sind nicht fahrbar dann gehört für mich zu der Weicheifraktion, die mit Rucksacksack (Ersatzfelge,- naben, -kette usw.) fahren.

Bei 7,5 bis 8 atü habe ich in jeder Kurve ein schwammiges Gefühl, als wenn ich die Reifen platt sind.


Gruss BULZ
(Weicheifraktion ist natürlich nicht erst gemeint)

...na ja so ein "Touristiker" wie Du muß es ja wissen.
Ich lach mich tot nur Volltrottel fahren 18er Reifen und dann auch noch in den Alpen brüüüüüüüüüüüüüüllllllllllllllllllllll (ist natürlich alles nicht so ernst gemeint) :D

Gruß C40

chilometro
04.04.2003, 12:35
Hat sich jemand Gedanken gemacht warum im Rennen nur mit 8-9 bar und 23mm gefahren wird?

Ganz einfach:
Im Feld musst du bei Tempo 50 über alles fahren was gerade unter dir ist. Man kann nicht ausweichen und sieht es nicht rechtzeitig!
Im Training kann man sicher 18mm und 10bar fahren - mach das mal über 180 km im Rennen.

firehorse
04.04.2003, 14:10
@frankworks

Alles Gute zum Geburtstag für morgen:)

Frankworks
04.04.2003, 15:31
@ firehorse

Wie aufmerksam. Danke, danke !

Gruß Frankworks

SF_
08.04.2003, 18:13
Original geschrieben von Frankworks
@ sf

Wenn der Reifen ein paar Jahre alt ist, wird die Karkasse morsch. Und dann 11 bar Druck und mit 80 km/h den Berg runter. Nicht zu vergessen beim Bremsen wird die Felge heiß, die Luft dehnt sich zusätzlich aus. Kamikaze sag ich nur.

Gruß Frankworks

"Morsch" wurden bei mir bisher ein ca. 30 Jahre alter monsterdicker Mofareifen (ca. 60 - 559), den ich an ein "Schrottrad" gebaut hatte und ein ca. 10 Jahre alter Panaracer Tourguard (ca. 32 - 622) an einem anderen Schrottrad.

Reifen am Reiserennrad wechsle ich nach spätestens einem Jahr, d. h. ich setze diese dann in Stadt- oder Schrotträder ein. Der "Grand Prix" (war mein schmaler Reifen) wurde bei mir sowieso nie alt, weil sich die Seitenränder auflösten. Bei diesem Reifen ist häufige Kontrolle empfehlenswert.

Ein Sturz mit 80 km / h dürfte auch bei Verwendung von dicken Reifen unangenehm sein. Was Du wohl meinst ist, daß die Sturzwahrscheinlichkeit mit dünnen Reifen prinzipiell steigt, das sehe ich anders.

Ich kann nicht abschätzen, ob der Druckanstieg durch Bremsen bei dünnen Reifen stärker ist als bei dicken Reifen. Klar ist natürlich, daß die Absolutwerte höher sind. Andererseits sind dünne Reifen auch für höhere Werte ausgelegt.

Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: die Schwachstelle bei Reifen mit hohen Drücken sehe ich bei der Belastung des Felgenbandes. Bei Schlauchreifen oder Drahtreifen ohne Felgenlöcher (ich hab mir sagen lassen, es gäbe solche Systemlaufräder) ist dies nicht der Fall. Man kann auch mehrere Lagen Felgenband nehmen, dann ist es zwar sicher, aber eine Schinderei beim Montieren. Wer dies in Kauf nimmt hat - bei gleicher Mantelqualität - eine meiner Meinung nach geringere Pannenwahrscheinlichkeit (die Wahrscheinlichkeit einen spitzen, härteren Gegenstand auf der Straße zu "finden" ist bei dünneren Reifen eben geringer). Aber, wie gesagt, ich bin mit schmalen Reifen zu kurz gefahren, um dies wirklich beurteilen zu können.