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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Billige, flexible und gute Eigenbaulampe für die 6 Volt Anhänger



pinguin
03.11.2005, 22:36
Ein Jahr tüfteln und probieren und jetzt bin ich vom Konzept her am Ziel. :) Die Tage ist mir beim Radeln die Lösung für eines der letzten Probleme gekommen.

Ergebnis ist eine Selbstbaulampe, die wirklich billig herzustellen ist und dennoch für Stadt, Wald-/Forstwege und einfache Trails reichen kann. Ich würde sie einordnen zwischen 5er und 10er Mirage, wobei sie wirklich nahe an der Mirage dran ist...

Konzept: Kombination von 50 mm Rflektor mit 6 Volt Leuchtmitteln (Stiftsockel bzw. E10-Fassung möglich).

Wir brauchen:

1. Einen Reflektor 50 mm mit 10° Abstrahlwinkel. Das ist wichtig, 24 oder 36 Grad bringt bei 6 Volt nicht genügend Reichweite. Ich habe den hier verwendet, war für 1,99 Euro bei Kaufmarkt im Sonderangebot. Dass da 12 Volt drauf steht, interessiert nicht...

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2211.jpg

Rechts im Bild ist zu sehen, dass der Reflektor hinten offen ist. Das macht man mit einem Dremel und der dafür erhältlichen Diamanttrennscheibe. Vorsichtig, umsichtig, Brille aufsetzen, Arbeitshandschuh evtl. noch usw. Ihr wisst ja, Finger hat man nur 10 Stück...

Der Reflektor wird später mit einem anderen Leuchtmittel kombiniert. Die Osram Decostar sind sehr gute Qualität, nichts billiges kaufen (wobei: 2 Euro? :D ).

Nochmal das Loch von hinten:
http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2212.jpg

2. Ab, in den Baumarkt latschen und diese Dichtung im Sanitär und ******** Bereich kaufen (1 Euro):

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2213.jpg

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2214.jpg

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2215.jpg

Das Ding nennt sich " M.O.L. DN 40/40 C PA-I 2256 DIN 4060 1987

Ich war dafür bei Obi...

3. Lichtquelle und Fassung:

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2216.jpg

Halogenlampe 5,2 Volt und 0,85 A für Schraubfassung E10 (zusammen keine 3 Euro oder so)

4. Das Gehäuse:

Ich verwende momentan eine Anhängerkupplungskappe (bei Obi, 1 Euro), gibt es in schwarz, bunt, verchromt):

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2217.jpg

Es geht auch anderes Gehäusematerial wie z.B. ein Salzstreuer...

5. Reflektor in Dichtung neizelebriert:

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2221.jpg

Einfach reindrücken. Passt.

Ach ja: Durch das Diamanttrennbearbeiten ist Glasstaub im Reflektor. Mit destilliertem Wasser (spuckt der Trockner im Keller kostenlos aus) ausspülen und vorsichtig mit einem Microfasertuch auswischen, trocknen lassen.

Von vorne, es sind noch Wassertropfen zu sehen.

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2222.jpg

6. Leuchtmittelträger:

Das war der Durchbruch, ich habe bislang ein Konzept verfolgt, welches das einkleben des Leuchtmittels in den Reflektor verfolgte. Nachteile in Massen. Defektes Leuchtmittel = neuen Reflektor schleifen, einmessen, kleben usw. Jetzt nur Vorteile...

Man braucht einen Holzstab 16 mm oder besser 17 mm (gibt es aber zumindest bei mir hier nicht) und ein PVC-Rohr 17 mm Innendurchmesser. Das Holz muss in das PVC. Da 16 deutlich kleiner als 17 müssen wir mit wenigen Lagen Isolierband nachhelfen. Sollte der übliche Bastelhaushalt haben. Kosten für Holzstab und PVC-Rohr: < 4 Euro.

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2224.jpg

Hier am Beispiel einer 6 Volt / 10 Watt Halogenstiftsockellampe der Träger:

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2225.jpg

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2226.jpg

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2227.jpg

So geht's:

35 mm PVC-Rohr winklig absägen, eine Holzscheibe mit 10 mm absägen. Die 10er Scheibe mittig mit dünnem Bohrer 1,5 mm oder so anbohren, mit etwas Klebeband umwickeln und Klebstoff drumrumm und dann in das PVC-Rohr bündig einschlagen. Das muss halten! An dieser Scheibe wird der Lampenträger an die Kupplungskappe geschraubt:

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2235.jpg

Wenn man eine Stiftsockellampe verwenden will, dann kann man die Fassung (1 Euro) saugend mit'm Hämmerchen in das PVC-Rohr einschlagen. Die Fassung nur minimal einschlagen, nur so, dass sie eben so hält, denn:

VORSICHT!!! Das Thema muss "eingemessen" werden :D Das machen wir durch ausprobieren. Lampenträger in Kupplungskappe schrauben (kurze spax-Schraube mit Beilagscheibe nehmen, siehe oben), Fassung mit Strom versorgen (wie auch immer, Hauptsach' 6 Volt) und den Reflektor in seiner Dichtung vorne auf die Kupplungskappe stopfen und dann nix wie raus in die freie, dunkle Natur und gucken was geht. Mit der Hand den Reflektor positionieren, und merken, wie weit die Fassung noch ins PVC-Rohr muss. Leuchtmittel aus der Fassung nehmen (Tuch nehmen wg. Fett auf Lämpchen, das ist Mist!) und die Fassung weiter reinschlagen. Ausprobieren. Und wieder ein Stückchen weiter rein usw. Wenn zu weit drin: Problem. :D Selber lösen...

Wenn man mit E10 und 5,2 Volt arbeiten will (empfehle ich erst mal), dann muss die Fassung zentrisch auf eine weitere Holzscheibe genagelt, geklebt, geschraubt (gaaaaaaaaaaaaanz dünnes Schräubchen nötig, ich habe einen Nagel verwendet :D ) werden. Die Scheibe sollte 7 mm dick sein, das PVC-Rohr ist 25 mm lang, die Holzscheibe für die Trägerbefestigung am Kupplungskäppchen etwa 5 mm. Das Zeugs muss alles etwas kürzer sein, da die Fassung und das Leuchtmittel zusammen länger sind als ein Stiftsockelreflektor.

pinguin
03.11.2005, 22:37
Weiter im Text:

So sieht das mit E10-Fassung aus:

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2231.jpg

Die Befestigungsholzscheibe ist hier mit einem Schräubchen fixiert, wollte ich mal ausprobieren.

"Einmessen" wie oben. Leuchtmittel raus und mit Hämmerchen sanft auf die Fassung klopfen und somit den Quatsch weiter ins PVC-Rohr treiben.

7. Lenkerhalterung:

Irgendwas halt, gibt 1000 Möglichkeiten. Ich habe einen Sigma-Ratschenverschluss benutzt (4 Euro)

8. Verkabelung:

Ganz individuell möglich, entweder Schalter irgendwo ausserhalb der Lampe oder so wie ich noch ins Gehäuse reingewuchtet:

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2229.jpg

Stecker usw. kann auch jeder machen, wie er mag, muss halt zum Akku passen. Ich verwende Buchsen, die zum NiPack von Sigma passen (1 Euro oder so).

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2230.jpg

8. Fertig machen:

Verkabelung steht, Lampenträger festschrauben (so zentrisch wie möglich), Dichtung inkl. Reflektor vorne rein und mit einem Stück MTB-Schlauch befestigen, einfach einen ca. 1,5 cm breiten Gummiring schneiden und den vorne drüber ziehen, so dass die Dichtung und ein Stückchen vom Reflektor umfasst wird. Hält bombenfest.

9. So sieht's bei mir aus:

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2232.jpg

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2234.jpg

http://img.photobucket.com/albums/v521/Aptenodytes/tec/img_2235.jpg

10. Leistung:

Einfache Sache zum Rechnen...

5,2 V *0,85 A = 4,4 W Für die Lampe

Widerstand der Lampe 5,2 V / 0,85 A= 6,12 Ohm

Lampe an Akku 6 V

6 V / 6,12 Ohm= 0,98 A

6 V * 0,98 A= 5,88 W

Also knapp 6 Watt Leistung und in Verwendung eines NiPacks mit 4,2 Ah etwa 4 Stunden Licht.

Das ist laut Reinhart Theorie, er hat ermittelt, dass seine NiPacks real ca. 3,3 Ah bieten können, also eher zwischen 3 und 3,5 Stunden Licht. Langt für die typische Dunkelfeierabendrunde immer noch.

Durch die Überspannung ist das Licht schön weiß, die Ausleuchtung ist harmonisch ohne Flecken etc.

10. Einsatz Stiftsockellampen

Die 6 Volt / 10 Watt gibt es nicht üppig zu kaufen. Wenn man welche hat, dann muss man hier auch mit Überspannung arbeiten. Der Einsatz eines LiION-Akkus mit 7,4 Volt und 5,5 Ah lohnt sich dann.

6 V *1,67 A = 10 W Für die Lampe

Widerstand der Lampe 6 V / 1,67 A= 3,6 Ohm

Lampe an Akku 7,4 V

7,4 V / 3,6 Ohm = 2,06 A

7,4 V * 2,06 A = 15,2 W

Leuchtdauer also etwa 2,5 h. Damit liegt diese Konfiguration in Bereichen der "einfacheren" Lupines für eine Winzigkeit des finanziellen Aufwandes...

11. Fazit:

Für Besitzer von 6 Volt oder 7,2 bzw. 7,4 Volt Akkus und entsprechender Ladegeräte ist diese Lampe eine billige und schnell zu fertigende Sache. Das Bearbeiten des Reflektors ist die einzige Hürde, da sollte man mal an einem 3er Pack ganz lumpiger Reflektoren üben, dann klappt das.

12. Vorteile gegenüber XYZ:

- billigstes Leuchtmittel,
- kann ohne Werkzeug ausgetauscht werden,
- Lampe kann mit versch. Leuchtmitteln betrieben werden, lediglich der Lampenträger muss eingemessen und ummontiert werden. (Einmal machen und dann in die Schublade legen.)
- freie Auswahl an Akkus und Ladegeräten, dass, was daheim rumfliegt, kann benutzt werden
- Die Kombination 5,2 V Lampe + 6 V Akku + 50 mm Reflektor ist Preis-Leistungssieger, egal mit was man vergleicht :)
- Keine teuren Spezialbrenner erforderlich,
- keine Pflege erforderlich (es gibt Hersteller ganz teurer Lampen, da läuft Spritzwasser rein und macht den Reflektor dunkel :D )

Viel Erfolg,
p.

Wilhelmina
03.11.2005, 23:10
irre. saugut beschrieben. ich bin wirklich gespannt auf deine ersten testfahrten!

danke..!

Hochpass
03.11.2005, 23:22
Schöne Beschreibeung. Bin auch auf Fotos gespannt.
Aber 4,2 Ah Akku :Applaus:. Ist das ein Bleigel Akku?
Unter einem kg Akkufracht kommt man da nicht weg oder?

Hast du mal eine genaue bezeichnung der Lampe? Oder ein Datenblatt?

pinguin
04.11.2005, 06:24
@ Wil: Gerne :)

@ Klugscheiss.er: Das erste Bild zeigt den Lampenkarton. Da steht's drauf...

Der Sigma NiPack hat 4,2 Ah und wiegt inkl, Kabel und Halterung ca. 300 bis 350 Gramm. Die Lampe habe ich nicht gewogen, aber eine Tafel Schokolade ist schwerer (liegt hier gerade rum... :eten: ), also sagen wir mal um die 400 Gramm Gesamtgewicht.

Du kannst auch LiION-Akkus dafür verwenden, das Gewicht dürfte drastisch dadurch zu reduzieren sein. Jeder, wie er mag und was er hat.

p.

pinguin
04.11.2005, 06:35
Erster Test heute Morgen auf dem üblichen feuchten, laubbedeckten Radwegen und Stadt:

Aus dem Staunen im Prinzip nicht mehr rausgekommen. Ein hammergeniales Licht für Nahbereich und mittlere Entfernungen (20-30 m). Radweg wird komplett ohne Flecken oder Inhomogenitäten ausgeleuchtet, nicht so aggressiv direkt wie bei der 10er Mirage, eher definiert flutend. Die Helligkeit ist so, dass der Lichtkegel unter der Strassenlaterne noch zu sehen ist. Auf den aktuell feuchten Wegen ein Traum. Ich werde am Sonntag mit der Lampe einen längeren Test fahren (4 Stunden) mit off-road Anteil und unbekanntem Geläuf. Das Ding ist sicher, da bin ich zuversichtlich.

Nur muss ich was gegen das Blenden unternehmen und mal den Versuch machen, die Spitze der Birne in Ofenfarbe zu tauchen, das soll angeblich helfen.

Ich habe die Lampe eben angemacht und aus 7 Metern Distanz hingeschaut. Ich sehe jetzt noch alles lustig durcheinander... Das ist zu krass...

Die nächsten Aufbauten werden dann mit 10 Watt und 20 Watt Stiftsockelleuchten durchgeführt. Dazu muss ich allerdings erst mal meinen Überspannungsbooster bauen und die vorhandenen 6 Volt Akkus damit auf 7,2 Volt hochrüsten.

Ich schätze, dass die 20er Konfiguration eine echte Waffe ist.

6,0 V *3,33 A = 20 W Für die Lampe

Widerstand der Lampe 6,0 V / 3,33 A= 1,80 Ohm

Lampe an Akku 7,2 V

7,2 V / 1,80 Ohm= 4,0 A

7,2 V * 4,0 A= 28,8 W

Also knapp 29 Watt Leistung und in Verwendung eines NiPacks inkl. 1,2 V Booster mit 4,2 Ah etwa 1 Stunde Licht. Zu wenig. Da muss dann mein 12 Ah Bleigelakku ran und das wären dann 3 Stunden Licht und knappe 2 Kilo Gesamtgewicht. Vertretbar, würde ich sagen.

p.

pinguin
04.11.2005, 06:45
Nabendynamotauglichkeit wäre auch noch was, vielleicht bringt der Reflektor in Verbindung mit der klassischen 6 V / 2,4 Watt Birne (passt in E10) auch was? Mal ausprobieren...

Was für Birnchen mit max. 0,5 A gibt es denn noch, die in E10 passen und weniger als 6 V brauchen? Dann hätte man auch am Nabendynamo Überspannung... :D

p.

zwanzich
04.11.2005, 07:46
Bockstark!

Habe im Frühjahr mein AHK-Kappen-Bastelprojekt auf Eis gelegt, nachdem ich die 4-LED-Lampe bei Conrad für rd. 8 Euro entdeckt hatte. Die ist als Positionslampe fast schon Overkill und gibt bei Finsternis einen nicht berühmten, aber brauchbaren Lichtkegel. (Ist übrigens die Frontlampe aus dem aktuellen Tour-Test. Die dortigen 50 Euro beinhalten aber Rücklicht und vor allem Ladegerät, das aber bei Verwendung von AA-Akkus überflüssig ist. Einzelpreis wie gesagt 7,95 EUR.)

Ich hatte zuletzt einen Stiftsockel-Glasreflektor mit 18 weißen LED benutzt. Brennt mit rd. 1,5 Watt ewig, war aber auch nicht viel heller, als das Conrad-Geschoß, darum auf Eis gelegt. Jetzt in der dunkeln Jahreszeit wird das Thema wieder uinteressant und nun kommst du um die Ecke ;-)

Hätte gleich eine Idee zumThema Lampenjustierung: statt Hämmerchen zum reintreiben und irgendwie wieder rauspopeln stelle ich mir vor, den PVC-Holzscheiben-Lampenhalter mit einer Maschinenmutter (M6 oder M8 vielleicht) zu versehen und statt der Spaxschraube eine Maschinenschraube zu verwenden. Dann kann man mit der Schraube von außen die Position in der AHK-Kappe verändern. Ein Führung des PVC-Rohrs müsste das Rohr noch gegen Verdrehen sichern und gut.

Zum Thema Akku: Ersatzakkus (z.B. www.akkutheke.de) für analoge Videokameras sind für unter 20 Euro zu haben, kompakt und leicht. Nachladen auch ohne Ladegerät über die Videokamera als günstige Variante.

Ich geh mal die Tage basteln ....

pinguin
04.11.2005, 07:56
@ zwanzich: Danke! :)

Das mit der Schraube werde ich aufgreifen, ich weiß, was du meinst. Die Verdrehsicherung läßt sich einfach machen: Im PVC-Rohr einen längsschlitz machen und dann da durch eine kleine Schraube in den Holzträger rein.

Die Version mit dem direkten Eintreiben der Stiftsockellampe in das PVC-Rohr würde ich anders machen, da müsste halt ein Stückchen Holzscheibe noch drunter, damit die Schraube der Verdrehsicherung greifen kann und die Spaxschraube Material hat.

Das kommt in der nächsten Ausbaustufe... :)

Zu deinem 18er Cluster: Kollege hat mir solch ein Cluster live gezeigt und das ist nix genaues. Der Aufwand, damit was zu bauen, lohnt net.

Eine Videokamera habe ich nicht. Danke für den Link.

p.

schmadde
04.11.2005, 09:06
Starke Sache, die Lampe! Schade, dass es die IRC nur bis minimal 20W gibt, die sind vom Wirkungsgrad besser als normale Halogenlampen. Bin gespannt auf die Lebensdauer der Halogenlampe bei Ueberspannung. Fuehrst Du logbuch und postest hier die Ergebnisse?

Bei der Dynamo-Loesung wuerde ich ohne Umschweife direkt zu LEDs greifen - die passen einfach ideal zu Dynamos. Vier Dioden und ein Kondensator ist alles, was Du an Elektronik brauchst, der Strom von ca. 580mA eines SON passt ziemlich gut zu den Luxeon 3 oder 5W, Licht schon ab sehr niedrigen Geschwindigkeiten und es macht ordentlich hell, wenn man mehr als nur eine LED verwendet. Vor allem: Nie wieder kaputte Leuchtmittel. Montieren und vergessen, genau wie es bei ner Dynamo-Anlage sein soll. Das ganze koennte dann etwa so aussehen:

zwanzich
04.11.2005, 11:40
Bei der Dynamo-Loesung wuerde ich ohne Umschweife direkt zu LEDs greifen - die passen einfach ideal zu Dynamos. Vier Dioden und ein Kondensator ist alles, was Du an Elektronik brauchst, der Strom von ca. 580mA eines SON passt ziemlich gut zu den Luxeon 3 oder 5W, Licht schon ab sehr niedrigen Geschwindigkeiten und es macht ordentlich hell, wenn man mehr als nur eine LED verwendet. Vor allem: Nie wieder kaputte Leuchtmittel. Montieren und vergessen, genau wie es bei ner Dynamo-Anlage sein soll. Das ganze koennte dann etwa so aussehen:



Gibt es die Triple-Luxeon irgendwo als Stiftsockellampe?

DasSiebteSchaf
04.11.2005, 11:59
hui, nicht schlecht!
von euch baut sowas keiner als auftrag? ;) so'n teil mit dynamo betrieb wär echt ma perfekt für meine stadtmühle-cyclocross-mtb-eierlegende-wollmilchsau...

reinhard
04.11.2005, 12:24
Hallo,

Excellente Fotos, gute Beschreibungen. Das dürfte einige Leute zum Basteln bringen.

Eine kleine Anmerkung für Deine Berechnungen. Du schreibst:


Der Sigma NiPack hat 4,2 Ah .

Das entspricht auch mehr oder weniger der Angabe des Herstellers. Hierbei muß man jedoch zwischen der theoretischen Bruttokapazität des Akkus und der im Betrieb tatsächlich abrufbaren Kapazität unterscheiden.

Ich hatte letztes Jahr zuhause mehrere Nipack-Dauertests mit je einer und zwei MirageX durchgeführt. Dabei hatte ich einen Multimeter zur Spannungsbeobachtung angeschlossen.

Gemessen habe ich die Zeit bis zum deutlichen "Gelblichwerden" des Halo-Lichts. Wenn man dann nicht abschaltet, besteht das Risiko der Tiefenentladung (sprich Akkuzerstörung).

Das Ergebnis war, daß
2 MirageX ca. 55 Minuten liefen.
1 MirageX ca. 115 Minuten lief.
Auch das deckt sich mehr oder weniger mit der Angabe des Herstellers.

Somit betrug die mit den 6-Volt-Mirage-Verbrauchern effektiv abrufbare Kapazität des Akkus nur ca. 3,3 aH.

MfG
Reinhard

pinguin
04.11.2005, 12:33
Starke Sache, die Lampe! Schade, dass es die IRC nur bis minimal 20W gibt, die sind vom Wirkungsgrad besser als normale Halogenlampen. Bin gespannt auf die Lebensdauer der Halogenlampe bei Ueberspannung. Fuehrst Du logbuch und postest hier die Ergebnisse?


Die aktuell verwendete Minivolt-Birne tut seit über einem Jahr im Überspannungsbetrieb ihren Dienst. Würde schätzen, dass die sicherlich ein paar Dutzend Betriebsstunden auf dem Buckel hat.

Jepp, ich führe hier meine Erfahrungen mit dem Eigenbau auf, kein Problem.

Ich habe zwei linke Hände, was Elektronik angeht. Kabel an Fassung und Stecker löten. Das taugt mir. Irgendwelche anderen Geschichten da zusammenzudödeln, da habe ich keinen Draht dazu. LED warte ich ab, was da noch kommt. Klar ist eine LED am Nabendynamo die optimale Lösung, keine Frage.

Was mich stört, ist die Lichtfarbe. Ich sehe das Überspannungslicht viel lieber vor mir (gelblich weiß) als das eiskalte blaue Weiß der LED. Irgendwie müssten die da noch was ändern.

Was ich auch noch ausprobieren werde ist die 6 Volt / 5 Watt Halogenbirne der kleinen Mirage, ich denke, dass das erheblich besser werden müsste als die Standardmirage aber nicht so gut wie die Überspannungsbirne. Muss nur noch eine P13.5S-Fassung irgendwo besorgen und einen Halter basteln dafür.

Heute wird erst mal versucht, der Digiknipse ein paar Übungsbilder in der Dunkelheit zu entlocken.

pinguin
04.11.2005, 12:37
Hallo,

Excellente Fotos, gute Beschreibungen. Das dürfte einige Leute zum Basteln bringen.

Eine kleine Anmerkung für Deine Berechnungen. Du schreibst:


Das entspricht auch mehr oder weniger der Angabe des Herstellers. Hierbei muß man jedoch zwischen der theoretischen Bruttokapazität des Akkus und der im Betrieb tatsächlich abrufbaren Kapazität unterscheiden.

Ich hatte letztes Jahr zuhause mehrere Nipack-Dauertests mit je einer und zwei MirageX durchgeführt. Dabei hatte ich einen Multimeter zur Spannungsbeobachtung angeschlossen.

Gemessen habe ich die Zeit bis zum deutlichen "Gelblichwerden" des Halo-Lichts. Wenn man dann nicht abschaltet, besteht das Risiko der Tiefenentladung (sprich Akkuzerstörung).

Das Ergebnis war, daß
2 MirageX ca. 55 Minuten liefen.
1 MirageX ca. 115 Minuten lief.
Auch das deckt sich mehr oder weniger mit der Angabe des Herstellers.

Somit betrug die mit den 6-Volt-Mirage-Verbrauchern effektiv abrufbare Kapazität des Akkus nur ca. 3,3 aH.

MfG
Reinhard

Danke dir. Interessant... Die 3,3 Ah merke ich mir. Gleich mal oben einflechten.

Ich kann aktuell aus dem Vollen schöpfen mit dem 12 Ah Bleigelakku, so lange Touren fahre ich z.Zt. eh nicht, als dass ich den mit 2 10er Xen ausschöpfen würde. Im Mischbetrieb sind sicherlich 5 Stunden gut möglich (bergauf nur eine X und bergab dann volles Licht).

Am Sonntag werde ich 2 NiPacks mitnehmen, dann reicht die Kapazität locker, muss eh einen größeren Rucksack mit mir rumfahren.

p.

Vlabein
04.11.2005, 12:54
werft mal einen blick hier rein - die jungs haben das schon fast perfektioniert und so einige der projekte lassen sogar die lupinen blass aussehen :rolleyes: :

http://www.mtb-news.de/forum/showthread.php?t=40274

krasse konstruktionen sind dabei - echt einfallsreich die jungs...

jkd
04.11.2005, 13:54
http://www.joerky.de/lampe.htm

Spargel
04.11.2005, 14:05
krasse konstruktionen sind dabei - echt einfallsreich die jungs...Am besten finde ich immer noch den fünfhundert Watt Strahler mit Generator im Yak-Hänger. :D

pinguin
04.11.2005, 14:20
http://www.joerky.de/lampe.htm

Ah, der große Bruder mit 12 Volt... :) Ein Segen, dass es Anhängerkupplungen und Sanitäranlagen gibt. Was würden wir nur ohne sie machen? :D

schmadde
04.11.2005, 14:30
Das entspricht auch mehr oder weniger der Angabe des Herstellers. Hierbei muß man jedoch zwischen der theoretischen Bruttokapazität des Akkus und der im Betrieb tatsächlich abrufbaren Kapazität unterscheiden.

Ich hatte letztes Jahr zuhause mehrere Nipack-Dauertests mit je einer und zwei MirageX durchgeführt. Dabei hatte ich einen Multimeter zur Spannungsbeobachtung angeschlossen.

Gemessen habe ich die Zeit bis zum deutlichen "Gelblichwerden" des Halo-Lichts. Wenn man dann nicht abschaltet, besteht das Risiko der Tiefenentladung (sprich Akkuzerstörung).

Das Ergebnis war, daß
2 MirageX ca. 55 Minuten liefen.
1 MirageX ca. 115 Minuten lief.
Auch das deckt sich mehr oder weniger mit der Angabe des Herstellers.

Somit betrug die mit den 6-Volt-Mirage-Verbrauchern effektiv abrufbare Kapazität des Akkus nur ca. 3,3 aH.

Das dürfte vor allem daran liegen, dass die Kapazität eines NiMH-Akkus bei höherer Stromentnahme sinkt. Man merkt das auch daran, wenn man Mirage 5W und Mirage-X zusammen betreibt. Wenn man nur die 5W-Mirage dranhat, kommt er näher an die rechnerische Kapazität ran. Der Akku ist halt nicht für nen Dauerbetrieb der 10W-Lampe oder gar zweien davon ausgelegt. Wenn man die X nur ab und zu zuschaltet, funktionierts gut. Evlt. solltest Du mal den Nipack gegen einen LiIon-Akku tauschen.

@pinguin: Wer so kunstvolle Gehäuse bauen kann, sollte doch 4 Dioden frei fliegend zusammelöten können? Für mich sind bei den Selbstbaulampen die mechanischen Aspekte die schwierigsten. Drum hab ich mir ein Gehäuse von raymund bestellt... Die 3-Fach-Optik von Fraen passt aber ideal in die Fackelmann-Gewürzdosen, das krieg sogar ich noch gebastelt ;)

reinhard
04.11.2005, 14:45
Der Akku ist halt nicht für nen Dauerbetrieb der 10W-Lampe oder gar zweien davon ausgelegt.

Exakt. Deshalb habe ich die Meßergebnisse ja gepostet, da Pinguin unter anderem auch den Einsatz der 10-Watt-Stiftsockel-Version plant.

Andere NIMH-Akkus verkraften so etwas übrigens besser.

Ich fahre seit letztem Winter diesen 13-aH-Eigenbau (knapp EUR 50):
http://forum.tour-magazin.de/attachment.php?attachmentid=18834

und betreibe damit absolut problemlos drei MirageX im Dauerbetrieb:
http://forum.tour-magazin.de/attachment.php?attachmentid=18832

reinhard
04.11.2005, 15:52
Was ich auch noch ausprobieren werde ist die 6 Volt / 5 Watt Halogenbirne der kleinen Mirage, ich denke, dass das erheblich besser werden müsste als die Standardmirage aber nicht so gut wie die Überspannungsbirne.

Genauso isses.

Habe es letzten Frühling noch ausprobiert.

Sobald man das Mirage-Birnchen aus ihre unseligen Reflektor entfernt und in einen aufgesägten Halo-Reflektor einsetzt, produziert sie ein ganz manierliches Licht.

Die bekannte Lichtkegel-Problematik der 5-Watt-Mirage ist einzig und eindeutig auf den von Sigma verwendeten Reflektor zurückzuführen.

klappradl
04.11.2005, 16:17
Sobald man das Mirage-Birnchen aus ihre unseligen Reflektor entfernt und in einen aufgesägten Halo-Reflektor einsetzt, produziert sie ein ganz manierliches Licht.

Die bekannte Lichtkegel-Problematik der 5-Watt-Mirage ist einzig und eindeutig auf den von Sigma verwendeten Reflektor zurückzuführen.
Freiflächen Reflektoren funktionieren schon beim Auto nicht so doll.
Bei der Sigma Mirage mit ihrem kleinen Reflektor kommt es zu der bekannten "Katastrophe". Ist so, wenn man Mode vor Funktion stellt.

reinhard
04.11.2005, 16:40
Bei der Sigma Mirage mit ihrem kleinen Reflektor kommt es zu der bekannten "Katastrophe". .
Genausoisses.

Die kleine SM taugt allenfalls für's Klapprad.

Aber selbst da würde sie die Optik versauen:
http://forum.tour-magazin.de/attachment.php?attachmentid=18959

Deshalb am besten ab in die Tonne.

pinguin
04.11.2005, 17:29
Ah, der große Bruder mit 12 Volt... :) Ein Segen, dass es Anhängerkupplungen und Sanitäranlagen gibt. Was würden wir nur ohne sie machen? :D

Oho... Ich hab's getan. :ü Ich habe verchromte Anhängerkupplungskappen gekauft... Was sieht das gut aus... :Bluesbrot

Es geht weiter mit Basteln...

klappradl
04.11.2005, 22:39
... taugt allenfalls für's Klapprad.

Aber selbst da würde sie die Optik versauen:
http://forum.tour-magazin.de/attachment.php?attachmentid=18959

Komisches Rad. Eher was fürs Foto.
klappradls Klappradl hat 2 E6 Scheinwerfer a 3 W mit SON Nabendynamo. :)

pinguin
05.11.2005, 17:53
Wie bekommt man mit Hausmitteln und ohne eBay-Affinität mal eben 7,2 Volt gezaubert? :D

Recht einfach: Zwei Mignonzellenhalter liegen im Keller rum. Diese mit doppelseitigem Klebeband zusammendödeln und parallel verkabeln, Stecker und Kupplung dran, so dass von der Schaltlogik her die zwei Mignonakkus (AA) mit 1,2 Volt und insgesamt 4,6 Ah in Serie mit dem NiPack zu schalten sind. Der Zusatzakku wird also einfach zwischen Lampe und NiPack gesteckt und am Vorbau befestigt.

Damit steht ein aufgepeppter NiPack zur Verfügung mit ca. 7,5 Volt und 4,2 Ah (die zwei Mignons haben etwas mehr Kapazität als das NiPack, damit sie nicht versehentlich tiefentladen werden können.)

Jetzt ist es dunkel und ich werde mal testen, wie sich 10 Watt mit 6 Volt und 10 Watt mit ca. 7,5 Volt verhält.

Wenn ich viel Lust habe, mache ich wieder Bilder im Lampentestfred.

p.

Wilhelmina
05.11.2005, 18:07
liebe leuchtenprofis! schlimme verzweiflung!

ich habe ja u.a. die http://www.joerky.de/lampe.htm und der 12-v-bleiakku-klotz sagt kein wort. beim laden nicht, charger blinkt nicht, beim lampen nicht, die leuchten nicht.

nun spinne ich bitte wo? verbindungen sind alle überprüft, letzter test vor 3 wochen einwandfrei, drumherumgehüpft bin ich auch. :heulend: :confused:

ist er im himmel? wie stelle ich das fest?


danke.!

pinguin
05.11.2005, 18:08
Hier der Zusatzakku 1,2 V / 4,6 Ah wasserdicht verpackt mit altem Fahrradschlauch (zwei "Kondome" gegengleich, somit können die beiden Zellen aus dem Halter genommen werden und im normalen Ladegerät aufgeladen werden)

Die 10er Selbstbaulampe erhält durch die höhere Spannung mehr Reichweite und weißeres Licht. Lohnt sich, würde ich sagen.

p.

Kathrin
05.11.2005, 18:19
liebe leuchtenprofis! schlimme verzweiflung!

ich habe ja u.a. die http://www.joerky.de/lampe.htm und der 12-v-bleiakku-klotz sagt kein wort. beim laden nicht, charger blinkt nicht, beim lampen nicht, die leuchten nicht.

nun spinne ich bitte wo? verbindungen sind alle überprüft, letzter test vor 3 wochen einwandfrei, drumherumgehüpft bin ich auch. :heulend: :confused:

ist er im himmel? wie stelle ich das fest?


danke.!
mit nem Ladegerät gucken, ob noch Strom aufm Akku ist.
Sicherung ok?

Andre.T
05.11.2005, 18:38
liebe leuchtenprofis! schlimme verzweiflung!

ich habe ja u.a. die http://www.joerky.de/lampe.htm und der 12-v-bleiakku-klotz sagt kein wort. beim laden nicht, charger blinkt nicht, beim lampen nicht, die leuchten nicht.

nun spinne ich bitte wo? verbindungen sind alle überprüft, letzter test vor 3 wochen einwandfrei, drumherumgehüpft bin ich auch. :heulend: :confused:

ist er im himmel? wie stelle ich das fest?


danke.!

Ein Spannungsmessgerät hast Du nicht?

Zur Not hilft nur die Radikalmethode.
Den Akku mal ganz kurz kurzschließen.
Wenns funkt ist noch Saft drauf :D

Kathrin
05.11.2005, 18:46
sie eilt gerade um ein Meßgerät zu kaufen, wie es ausschaut, ist das Ladegerät hin und hat den Akku komplett leer gezogen.

pinguin
06.11.2005, 19:39
Die kleine Version der Selbstbaulampe war heute 5,5 h im Einsatz. Es gibt nix zu mäkeln... :)

Beim ersten Akku gab es 3,5 h lang weißes Licht, die Abendfahrt war nach 2 h beendet, d.h. sowieso kein Thema für den 2. NiPack.

p.

pinguin
08.11.2005, 21:48
Verbesserung im Bereich der Lampenfassung für 5,2 Volt / 0,85 A Minivolthalogenlampe:

Es geht mir um das exaktere zentrieren der Fassung.

1. Zum Obi schlappen, eine Fassung E10 mitnehmen.
2. Den Bereich, wo die Aluröhrchen in div. Durchmessern und etwa ein Meter Länge zu finden sind, zielsicher ansteuern
3. Ein Röhrchen raussuchen, in welches die Fassung E10 exakt reinpasst (mit exakt meine ich: die muss mit'm Hammer reingeschlagen werden... :D )
4. Röhrchen kaufen.
5. Zum Aquaristikbedarf (Kleintierzoohandlung) latschen, Alurohr mitnehmen.
6. Zum Bereich, wo es die grünen Aquariumsschläuche gibt, hatschen.
7. Den Schlauch nehmen, der stramm über das Aluröhrchen passt
8. kaufen
9. Heim fahren/laufen/radeln/schwimmen...
10. Die Lötfahnen der Fassung nach unten biegen, Kabel hinlöten
11. Stück Aluröhrchen ablängen (1 cm oder so)
12. Fassung in das Röhrchen einschlagen, das sitzt, und geht nie mehr auseinander, ich schwör's
13. Das Kunstwerk nun in Aquariumschlauch reinpressen
14. Schlauch ablängen (13 und 14 kann man auch vertauschen)
15. Diese Geschichte passt nun exakt in das PVC-Rohr aus meinem ersten Post in diesem Thema.

Ziel erreicht: Fassung zentrisch in Alu, Alu zentrisch in Schlauch, Schlauch zentrisch in PVC.

Jetzt noch das Holzscheibchen mit einer zentrischen Bohrung versehen (das ist nicht ganz einfach, die Mitte des Scheibchens zu finden, aber man bekommt es hin) und entsprechend alles miteinander verdödeln. In das PVC-Rohrstück muss natürlich seitlich an passender Stelle noch eine Bohrung, denn die Kabel müssen ja irgendwo wieder raus... :D

Einmessen mit dem Hammer wie oben beschrieben.

Achtung! Nach jedem Eintreiben der Fassung unbedingt den Reflektor in seiner Dichtung mit dem Fahrradschlauchstück befestigen, denn das beeinflusst die Position. Nur lockeres Einlegen von Dichtung plus Reflektor ist nicht zielführend.

Ergebnis dieser Fassungsträgertuningmassnahme: Absolut präzise Lampenposition, wenn das Loch in der Anhängerkupplungskappe natürlich auch mittig ist usw. Bei mir ist das jetzt so und die Lichtqualität unterschiedet sich nicht mehr von einem gekauften Standardreflektor.

p.

pinguin
14.11.2005, 09:35
Mahlzeit...

Habe nun einige Anfragen bekommen, ob ich gegen Geld solch eine Lampe bauen würde. Bin zu faul, dass jedesmal zu begründen, deshalb hier:

Nein, ich baue nicht gegen Geld. Ich baue nur Prototypen, die sich von Mal zu Mal in Details unterscheiden und besser werden. Das will ich niemandem zumuten, ausserdem ist das vorhandene Material (Akkus, Lader, Stecker/Buchsen usw.) mit entscheidend. Muss sich eh jeder selber an seine Bedürfnisse anpassen und dann kann er das Ding gleich selber bauen.

Habe zudem die Zeit nicht, mich stundenlang für eine Kleinserie im Keller zu verstecken, ich produziere nicht gerne 2x das gleiche. Langweilig... :D

Bastelt mal schön selber, es ist eh die stille Weihnachtszeit mit verklebten Fingern und Schrauben in den Fingerkuppen... :ü

p.

pinguin
14.11.2005, 09:38
Ab 1.12. gibt es wieder Bilder, dann frische Bandweite.

Danke für das Hostingangebot per PM, ich muss mal sehen, ob ich das zeitlich auf die Reihe kriege... :)

Ansonsten etwas Geduld oder das www.joerky.de Lämpchen anschauen, ist ja bis auf die Reflektorschleiferei das gleiche/ähnliche System.

p.

pinguin
25.11.2005, 11:45
Bilder sind wieder da. Fein... :)

Die kleine Lampe (5,2 Volt an 6 Volt Akku) läuft nun seit einiger Zeit täglich am Stadtrad und am MTB im Wald.

Reflektor hält mit dem Fahrradschlauch einwandfrei, da muss nix geändert werden, duch die gewölbte Rückseite des Kupplungskappendingens kann der Lampenhalter sehr präzise im Reflektor zentriert werden. Mechanisch ist die Lösung ohne Beanstandung bislang.

Gestern habe ich einen 10 Grad IRC (Osram Decostar 51 mm) statt des Nicht-IRC verbaut. Anschliessend musste ich das Leuchtmittel komplett neu justieren, die "Brennpunkte" dieser Reflektoren sind recht unterschiedlich.

Ergebnis: Irre Reichweite (50 Meter werden locker übertroffen), aber spottigeres Licht. Für den Nahbereich nicht mehr soooooo toll geeignet.

Vielleicht probiere ich nochmal einen 24er IRC aus.

Also macht nicht nur die Lichtquelle im IRC was aus, sondern der Reflektor selbst bringt einer Standardlichtquelle auch nochmal einen Leistungsschub.

Jetzt könnte ich die Rückseite vom Reflektor noch mit Silberbronze versehen und einbrennen, dann wären die Optimierungen an der Lampe beendet.

Was ich jetzt noch gerne machen würde: Eine Fassung bauen für die Lämpchen mit dem Sockel P13,5S (also die Dinger ohne Gewinde), so wie sie z.B. in der 5 Watt Mirage verwendet werden.

Laut Elektroartikelhändler gibt es dafür keine Sockel zu kaufen.

Wie könnte man einen runden Sockel, der in PVC-Rohr passt, herstellen?

Mein Ansatz: Den Holzstab als Basis nehmen, der auch für die Befestigung des PVC-Rohrs in der Kupplungskappe dient. Durchmesser ist groß genug, die P13,5S Birnen haben einen Aussendurchmesser von 9 mm.

D.h. ich bohre ein 9er Loch zentrisch und mache unten eine kleine Feder (Kugelschreiber) rein und oben am Rand auch einen Kontakt, Stromversorgung wäre erledigt.

Problem: Die Birne ist nur locker eingesteckt und kann natürlich nach vorne Richtung Reflektor rausrutschen bzw. die Justage geht mindestens verloren.

Wie könnte man die Birne in ihrer "Holzfassung" befestigen, so dass sie auswechselbar (ohne Werkzeug) bleibt und dennoch gut festgehalten wird.

Ideen? Oder ganz anderer Ansatz?

p.