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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Draht oder Schlauch???



Lord Mito
13.02.2006, 23:36
Hallo!

von nem bekannten hör ich die ganze zeit, dass ich mir ja keine laufräder für schlauchreifen kaufen soll, weil die zu kompliziert zum montieren sind, also die reifen und weils die wenns richtig blöd kommt abziehen kann unterm fahren! (so wie mans auf der DVD "Höllentour" gesehen hat!)

Also, was jetzt?
Was spricht für und was gegen Schlauchreifen?
Wie is es vom Fahrgefühl her?


Würd mich für Lightweights oder Bora interessieren!



Danke!



MfG Thomas.

martl
14.02.2006, 00:25
Hallo!

von nem bekannten hör ich die ganze zeit, dass ich mir ja keine laufräder für schlauchreifen kaufen soll, weil die zu kompliziert zum montieren sind, also die reifen und weils die wenns richtig blöd kommt abziehen kann unterm fahren! (so wie mans auf der DVD "Höllentour" gesehen hat!)

Ja das kann passieren, aber nur wenn man's richtig blöd anstellt :)
Es ist allerdings nicht so, dass man beim Drahtrefen montieren keine Fehler machen kann...


Also, was jetzt?
Was spricht für und was gegen Schlauchreifen?

Erm, das Thema haben wir hier im Wochenrhythmus, he he.... Suchfunktion :)


Wie is es vom Fahrgefühl her?

Wenn Du mich fragst: gut!


Würd mich für Lightweights oder Bora interessieren!

Hier leider OT -> 1 höher :)

Klassik-Renner
14.02.2006, 09:04
Auch wenn's nicht 100%ig zur ursprünglichen Fragestellung passt:

Auch bei Klassikerrädern halte ich Drahtreifen für die bessere, pflegeleichtere Wahl. Immerhin kurvte das Team "Systeme U" von Laurent Fignon schon 1989 beim Giro d'Italia mit Michelin Drahtreifen durch die Gegend.

Mein letztes Schlauchreifen-bereiftes Rad habe ich 1996 verkauft.

Seppo
14.02.2006, 10:37
Vorteil Schlauchreifen:

Trotz "Platten" kommst du noch nach Hause.

Vorteil Draht:

Einfacher zu montieren, jeder Laden hat die auf Lager.

rider
14.02.2006, 10:53
Vorteil Schlauchreifen:

Trotz "Platten" kommst du noch nach Hause.

Als ob das ein Unterschied zu Drahtreifen wäre!

Ich bin etwa 100 000 km mit Schlauchreifen gefahren und gegen 150 000 km mit Drahtreifen. Ich bin mit beiden Systemen trotz Reifendefekt nach hause gekommen. Beim einen wird halt der Schlauchreifen gewechselt, beim anderen der Schlauch.

Und wenn man (äusserst ausnahmsweise) zwei Defekte auf einer Ausfahrt hat, dann kann man mit beiden Systemen vorsichtig auf dem luftleeren Reifen weiterfahren. Die Mär des Drahtreifens, der sich ohne Luft selbstständig von der Felge verabschiedet kann ich nach zwei so beendeten Ausfahrten (einmal fünf km, einmal 20 bis 25 km) so nicht bestätigen.

Und bei Drahtreifen reicht ein normales, kleines Flickzeug und man flickt den kaputten Schlauch halt unterwegs, wenn man doch mal zwei Defekte an einem Tag haben sollte (ist also ein Vorteil). Und dann gibt's ja noch die Dichtmittel, die mit beiden Systemen einsetzbar sein sollten, wenn man Butyl-Schläuche verwendet.

Ich vermute aber mal, dass ich mit dem Strassenrad schon seit über 10000 km keinen Reifendefekt mehr hatte (Drahtreifen, nur Training oder Touren).

pfandflasche
14.02.2006, 11:06
zwar verfüge ich nicht über die immense kilometerleistung meines vorposters-aber eines kann ich aus erfahrung behaupten:mit einem platten drahtreifen fährt man vielleicht noch 1-2 kilometer-dann spätestens trennen sich reifen,schlauch und felge voneinander.wobei fahren auch schon zu qualitätvoll ist-das ist ein geeiere,zu dem eine fahrt auf eis noch als gute traktion gilt.ausserdem bedankt sich die felge ob einer so liebevollen zuwendung mir schönen ausbrüchen am felgenhorn.im jahre 1991 ereilte mich mal ein platter auf dem damals noch vorhandenen grenzstreifen im süden berlins-distanz nach hause geschätzte 11 kilometer.ich fuhr weiter auf dem platten (draht)reifen .während der fahrt konnte ich dem reissen diverser speichen,der verformung der felge,dem aufreissen des reifens und schliesslich auch dem "trennvorgang" der oben angeführten "hauptdarsteller" beiwohnen.im endergebnis hiess es für mich-neuanschaffung eines laufrades,bzw. neuaufbau,denn die nabe war noch gut.
und auch das ereignis zweier platten kenne ich-erst vor wenigen wochen innerhalb von 2 kilometern einmal vorne einmal hinten-zum glück in laufdistanz zu meinem keller.

Minifutzi
14.02.2006, 11:18
War zwar kein Rennrad, sondern Stadtrad, aber nach 11km herumgeeiere auf platten Drahtreifen war der Reifen hin, ebenso der Schlauch, aber sonst war alles in Ordnung. Allerdings würde ich bei meinen sauteuren Laufrädern bestimmt nicht mit platten Reifen weiterfahren, egal ob Schlauch- oder Drahtreifen.

Ansonsten, Schlauch- gegen Drahtreifen wurde schon oft durchgekaut, so dass der Verdacht aufkommt, da will einer mal wieder einen Klassiker wie Campa gegen Shimano wieder lostreten?

Falls die Frage aber ernst gemeint war, den Rat der Vorredner befolgen und Suchfunktion benutzen.

Tom
14.02.2006, 23:33
Da dies hier das Klassiker-Forum ist, kann es nur eine Antwort geben: Schlauchreifen. Alles andere ist modernes teufelszeug. Also laß Dir zeigen, wie das mit dem Kleben geht, und alles wird gut.

Thommylein

clekilein
15.02.2006, 09:00
[QUOTE=Thommylein]teufelszeug/QUOTE]


böse Worte.

Aber wenn du dich für Lightweight oder Bora (jetzt mit Ultra dahinter) entscheidest musst du doch Schlauchreifen nehmen.


Es ist keine Mär das sich der Reifen, wenn er platt ist von der Felge löst, sondern dauerne realität.
Wer so viel Geld hat und die Laufräder haben will, der sollte dann auch Schlauchreifen fahren.

rider
15.02.2006, 09:58
Es ist keine Mär das sich der Reifen, wenn er platt ist von der Felge löst, sondern dauerne realität.

Welcher Reifen, welche Felge?

Mir ist das mit einer Sun-Felge (Typ müsste ich nachsehen) und Michelin HiLite 20 während total ca. 30 km (25 + 5) nicht passiert, und sonst auch nicht.
Im übrigen: halt einfach einen oder zwei Reserve-Schläuche, Flickzeug oder die Dichtflüssigkeit resp. Reserve-Schlauchreifen mitnehmen und eine funktionierende Pumpe (das war mein Fehler damals!) mitnehmen und dieses Argument löst sich in Luft (sic!) auf.

Ich würde ja nie ein Felgensystem wegen des "ich kann auf der Felge nach hause fahren" auswählen - weil: das tut keiner Felge gut.

Zur Originalfrage: das Peugeot-Elite-Amateur-Team ist in der Schweiz IIRC ab 1984 mit Michelin-Drahtreifen gefahren (zumindest im Training, teilweise auch im Rennen). Drahtreifen können also auch an einem 80er-Jahre-Klassiker stilecht sein, müssen aber nicht.

Arm Lancestrong
15.02.2006, 10:30
Meinen Klassikern habe ich Aufgrund der Originalität auch Schlauchreifen verpaßt.

Da sie aber für mich keine reinen "Ausstellungsstücke" sind und ich damit auch im Winter fahre, bezweifle ich, dass meine Entscheidung die richtige war.

Ich habe diesen Winter bereits bei 4 Conti Giro (OK die taugen nichts und sind Schrott) und 2 Tufo HICC einen Platten gehabt. Die Tufo habe ich mit sealant erfolgreich geflickt, die Conti sind gleich in den Müll gewandert.

Es ist auch nicht der grobe Split, der sich durch das Profil arbeitet, sondern vielmehr der grobe Sand, in dem sich teilweise messerschrafe Steinsplitter befinden.

Inzwischen bin ich wieder auf meinem Sommerrad mit einem alten Laufradsatz unterwegs. So zweifelhaft die Qualität der Gran Prix 3000 auch ist, am Ende jeder tour pule ich die Splitter aus der Lauffläche und gut ist.

Kojote
15.02.2006, 10:36
War zwar kein Rennrad, sondern Stadtrad, aber nach 11Tkm herumgeeiere auf platten Drahtreifen war der Reifen hin, ebenso der Schlauch, aber sonst war alles in Ordnung.

11Tkm? :6bike2:

:D

rider
15.02.2006, 10:49
Ernsthafte Antwort: Ich habe schon Platten am drahtbereiften Rennrad durch Durchschläge gehabt. Das ist beim SR kein Thema.

Sorry Jungs, aber auch das ist nicht richtig. Den Begriff "Durchschlag" habe ich in den 80er-Jahren gelernt, als noch keiner von "uns" mit Drahtreifen fuhr.



Weiterhin kommt mir die Durchschlagsunproblematik beim Fixiefahren entgegen. Man kann halt durch jedes Loch prügeln ohne Angst haben zu müssen.
Ich möchte nicht wissen, was du da treibst. ;)

C40
15.02.2006, 11:48
Hallo!

von nem bekannten hör ich die ganze zeit, dass ich mir ja keine laufräder für schlauchreifen kaufen soll, weil die zu kompliziert zum montieren sind, also die reifen und weils die wenns richtig blöd kommt abziehen kann unterm fahren! (so wie mans auf der DVD "Höllentour" gesehen hat!)

Also, was jetzt?
Was spricht für und was gegen Schlauchreifen?
Wie is es vom Fahrgefühl her?


Würd mich für Lightweights oder Bora interessieren!

Danke!
MfG Thomas.

....im Prinzip ist die Drahtreifentechnik total Primitiv und taugt IMHO nichts. Außer am Winterrad fahre ich seit fast 30 Jahren nur Schlauchreifen im Training (März-Oktober) und Rennen. Wenn Du einen der Toplaufradsätze (in Carbon) fahren willst führt kein Weg an SR vorbei.

Gruß C40

rider
15.02.2006, 14:40
....im Prinzip ist die Drahtreifentechnik total Primitiv und taugt IMHO nichts.
Das H aus dem IMHO trägt hier seine Bedeutung völlig zu recht. :D

C40
15.02.2006, 14:50
Das H aus dem IMHO trägt hier seine Bedeutung völlig zu recht. :D


...die Fakten sprechen eine eindeutige Sprache. Drahtreifenlaufräder sind technisch gesehen nur die 2. Wahl. Dadurch daß immer mehr Laufräder aus Carbon sind und die Laufräder immer leichter werden sollen, führt sowieso kein Weg an den SR vorbei.

Gruß C40

clekilein
15.02.2006, 15:04
:Applaus:

Ernsthafte Antwort: Ich habe schon Platten am drahtbereiften Rennrad durch Durchschläge gehabt. Das ist beim SR kein Thema. Weiterhin kommt mir die Durchschlagsunproblematik beim Fixiefahren entgegen. Man kann halt durch jedes Loch prügeln ohne Angst haben zu müssen.


Da bin ich nicht deiner Meinung. Wenn du dünne Pneus hast hast du da extradünne Membranen, und wenn die Kaputtgequetscht werden hast du AKarte

rider
15.02.2006, 15:08
...die Fakten sprechen eine eindeutige Sprache.
Tönt immer gut!



Drahtreifenlaufräder sind technisch gesehen nur die 2. Wahl.

Diese Aussage ist als Faktum aber doch eher zweite Wahl. CNR ;)



Dadurch daß immer mehr Laufräder aus Carbon sind und die Laufräder immer leichter werden sollen, führt sowieso kein Weg an den SR vorbei.
Ich schätze mal, dass der Anteil von Carbon-Felgen auf dem Rennradmarkt < 1 % beträgt.

Zudem bezweifle ich, dass im Training oder für Touren Carbon-Felgen sinnvoll sind (schlechteres Bremsverhalten, "Notwendigkeit" von Schlauchreifen).

Was im reinen Rennen, insbesondere bei den Profis, gefahren werden soll, ist eine andere Fragestellung. Wenn man jedoch, wie der ursprüngliche Fragesteller ohnehin mit Lightweights liebäugelt, dann stellt sich die Frage gar nicht. Auch wenn's nun gleich wieder Haue gibt: ich bezweifle jedoch, ob Lightweights ideale Trainings- oder Tourenräder sind. Dass man damit trainieren oder Touren fahren kann, ist damit allerdings nicht in Frage gestellt.

Jemand, der mit LWs liebäugelt, sollte jedoch die Frage gar nicht stellen müssen. Und an sich wollte ich gar nicht direkt auf die Frage antworten, sondern lediglich diese urbanen Forumslegenden etwas entschärfen. Auch die Aussage von Pinguin bezüglich den Durchschlägen finde ich schon sehr grenzwertig. Im Quersport werden viele Schlauchreifen eingesetzt (bei den Pros wohl ausschliesslich). Dennoch haben die Jungs öfters defekt - meiner Meinung nach zu > 90 % handelt es sich dabei um Durchschläge. Das ganze ist nicht so einfach, wenn man wirklich mit Fakten argumentieren will.

Aber pauschale Aussagen, wie Drahtreifen kämpfen mit dem Problem Durchschlag, bei Schlauchreifen treten diese nicht auf, sind einfach falsch.

clekilein
15.02.2006, 15:15
Ich bevorzuge selbst Schlauchreifen, (Manchmal die Veloflex Record) und da passiert es wenn du hart rumknallst das nicht nur die Felge im Arsch ist sondern auch der Reifen (je 60€)

rider
15.02.2006, 15:15
Ich fahre 22 mm Reifen und zwar ohne Rücksicht auf den Untergrund. Die bisherige Erfahrung ist: Das ist den Reifen egal. Und wenn du mit'm Fixie bergab mit 50 km/h über eine Querrinne oder eine Dehnfuge einer Brückenkonstruktion knallst und keine Zeit mehr hast, dass auszugleichen, weil du mit Kurbeln beschäftigt bist, dann weist du, was Schlauchreifen wegstecken können.
Entschuldige, aber das ist ein reine persönliche Erfahrung, der die Langzeitigkeit fehlt. Ich hatte in meinem Leben IIRC zwei Durchschläge (auf total ca. 250 000 km): einen am MTB - führte zu Reifendefekt, einen am Rennrad mit Drahtreifen - führte zu einer verbeulten Felge, aber nicht zum Reifendefekt.

Wenn ich jetzt wie du meine Erfahrung verallgemeinern wollte, dann könnte ich nun schreiben, Drahtreifen (Michelin HiLite) seien robuster als Aluminum-Felgen...
Stimmt natürlich so allgemein geschrieben nicht, ich gehe davon aus, dass das eine aussergwöhliche Erfahrung ist.

Im übrigen hatte ich bislang am Starrläufer nie das Problem, in irgendwelche Kanten von Fugen etc. zu fahren. :)

rider
15.02.2006, 15:17
In dem Zusammenhang: Warum fahren Crossrennfahrer denn Schlauchreifen? Wird wohl einen vergleichbaren Grund haben, nämlich Pannensicherheit.
Mag sein. Aber so absolut ist sie eben nicht gegeben. Weitere Gründe sind natürlich das Gesamtgewicht (marginal leichter) bis hin zur Tradition. Vermutlich ist sogar der letzte der wichtigste Grund.

rider
15.02.2006, 15:19
Ad eins: Die Aussage ist nicht pauschal. Das ist ein fahrexperimentell nachweisbares Faktum.

Toll - und ich habe auf meinen 250 000 km das Gegenteil festgestellt... Was nun?



Und zwar deswegen: Drahtreifen kannste mit 8-9 Bar fahren, einen SR kannste mit 10-12 Bar fahren. Und wenn ich 12 Bar auf einem Reifen habe, dann habe ich erheblich mehr Widerstand gegen ein Hindernis als der 9-Bar Reifen.

Mit 12 Bar hast du ganz andere Probleme.



Und selbst, wenn der Aufprall auf das Hindernis so krass ist, dass der Druck alleine nicht ausreicht, hilft mir das Querprofil einer SR-Felge immer noch, den Snakebite zu vermeiden.
Nein, von Durchschlägen wurde schon in den 80ern schwadroniert, als noch "alle" auf Schlauchreifen gefahren sind.

clekilein
15.02.2006, 15:20
Entschuldige, aber das ist ein reine persönliche Erfahrung, der die Langzeitigkeit fehlt. Ich hatte in meinem Leben IIRC zwei Durchschläge (auf total ca. 250 000 km): einen am MTB - führte zu Reifendefekt, einen am Rennrad mit Drahtreifen - führte zu einer verbeulten Felge, aber nicht zum Reifendefekt.

Wenn ich jetzt wie du meine Erfahrung verallgemeinern wollte, dann könnte ich nun schreiben, Drahtreifen (Michelin HiLite) seien robuster als Aluminum-Felgen...
Stimmt natürlich so allgemein geschrieben nicht, ich gehe davon aus, dass das eine aussergwöhliche Erfahrung ist.

Im übrigen hatte ich bislang am Starrläufer nie das Problem, in irgendwelche Kanten von Fugen etc. zu fahren. :)


Ich wollte die nicht verallgemeinern nur dazu beitragen, dass nicht jeder denkt, der das liest schlauchreifen sind 100% durchschlagssicher sondern nur 98%

rider
15.02.2006, 15:22
Ich will nicht das letzte Wort haben.

Das habe jetzt ich. *g*
Meinetwegen können wir an dieser Stelle aufhören, uns zu diesem Thema auszutauschen. Ich brauche dich (und andere) nicht zu missionieren. Aber gewissen Pauschalaussagen stelle ich halt gerne meine anders lautende Erfahrung gegenüber.

C40
15.02.2006, 15:22
Tönt immer gut!


SR:
Leichter und Steifer bei gleicher Dimensionierung
Man bremst nicht auf dem Felgenhorn sondern auf dem Felgenkörper
Durchschlagssicherer
Bessere Fahreigenschaften von SR
Bessere Notlaufeigenschaften von SR

DR:
- :D
..na gut bei Panne problemloser Wechsel des Schlauches

Gruß C40

clekilein
15.02.2006, 15:24
vorrausgesetzt man hat die Zeit und den Schlauch!

Es gab schon Weltmeister, die sind es mit Platten SR geworden.

rider
15.02.2006, 15:29
SR:
Leichter und Steifer bei gleicher Dimensionierung

Mag sein. Aber in praxi ist der Unterschied schon sehr gering, Beispiel Mavic Reflex vs. Mavic Open pro: ca. 40 g Differenz, wobei ich _subjektiv_ der leicht schwereren Open Pro die grössere Steifigkeit zuordnen würde.



Man bremst nicht auf dem Felgenhorn sondern auf dem Felgenkörper

Im Gegenteil: hier ist die Drahtreifenfelge im Vorteil - man bremst primär über der Verbindungsstelle der beiden Felgenflanken.



Durchschlagssicherer

Vielleicht, aber wie geschrieben: zumindest für mich im grossen und ganzen kein Problem. YMMV



Bessere Fahreigenschaften von SR

Das hatten wir schon. In dieser Diskussion: no comment.



Bessere Notlaufeigenschaften von SR

Hatten wir auch schon: no comment.



DR:
- :D
..na gut bei Panne problemloser Wechsel des Schlauches

- Preis
- Im Pannenfall die Möglichkeit unterwegs mehrere Defekte ohne grosse Ausrüstung vollwertig zu beheben (mehrere Schläuche mitführen oder Flickzeug etc.). Allerdings hatte ich selber schon so lange keine Defekte mehr, dass sich zumindest dieses Argument auf beiden Seiten der Gleichung stark relativiert.

rider
15.02.2006, 15:30
vorrausgesetzt man hat die Zeit und den Schlauch!

Es gab schon Weltmeister, die sind es mit Platten SR geworden.
Es gab aber auch schon Leute, die sind wegen Platten SR nicht WM geworden. ;)

clekilein
15.02.2006, 15:32
Im Gegenteil: hier ist die Drahtreifenfelge im Vorteil - man bremst primär über der Verbindungsstelle der beiden Felgenflanken.


was hat die Verbindungsstelle mit einem Vorteil zu tun?

Durch den Druck der auf die DR Felge wirkt verschleißt die schneller.

Tom
15.02.2006, 15:32
Meine ganz persönliche Erfahrung, die so natürlich weder allgemein gültig noch von statistischer Relevanz ist: Schlauchreifen am Crosser halten in Schräglage wegen des komplett runden Reifenquerschnitts deutlich besser. Außerdem kann man sie (auch wenn das mancher hier anders sehen mag) mit weniger Druck fahren, ohne Durchschläge zu riskieren. Sie fahren sich geschmeidiger (nur mein subjektiver Eindruck). Ein kleiner Schönheitsfehler bei Drahtreifen ist, daß man sie schon mal von der Felge zieht, und daß das Felgenhorn bei Fahrten am Schräghang deutlich agressiver auf den Reifen samt Inhalt drückt. Aus diesen Gründen finde ich persönlich Drahtreifen am Crosser geradezu paradox.

Im Übrigen gelten mbMn diese charakteristischen Eigenschaften in stärkerer oder weniger starker Ausprägung auch auf der Straße. Kaum jemand käme auf die Idee, Frühjahrsklassiker mit Kopfsteinpflasterstrecken auf Drahtreifen zu fahren. Daß das nur der tradition geschuldet ist, bezweifle ich persönlich ein wenig. Wer die Möglichkeit hat, mit jemandem zu sprechen, der bei Profis schraubt, kann ja mal fragen, was die bei schlechten Straßenbedingungen und in Kriterien fahren. Dann kann man sich ja Gedanken machen, warum das wohl so sein mag...

Thommylein



Mag sein. Aber so absolut ist sie eben nicht gegeben. Weitere Gründe sind natürlich das Gesamtgewicht (marginal leichter) bis hin zur Tradition. Vermutlich ist sogar der letzte der wichtigste Grund.

rider
15.02.2006, 15:34
was hat die Verbindungsstelle mit einem Vorteil zu tun?

Durch den Druck der auf die DR Felge wirkt verschleißt die schneller.
Hör auf! Der Bremsgummi drückt mit seiner bei der Drahtreifenfelge auf die Stelle der Felgenflanke, die vom "Felgenbett" (Querverbindung) gestützt wird. Bei der Schlauchreifenfelge biegst du jedesmal die Felgenflanke.

Aaaaber: in praxi spielt das keine Rolle, die Unterschiede sind zu gering.

C40
15.02.2006, 15:37
Hör auf! Der Bremsgummi drückt mit seiner bei der Drahtreifenfelge auf die Stelle der Felgenflanke, die vom "Felgenbett" (Querverbindung) gestützt wird. Bei der Schlauchreifenfelge biegst du jedesmal die Felgenflanke.

Aaaaber: in praxi spielt das keine Rolle, die Unterschiede sind zu gering.

...na klar, träum weiter :rolleyes: :D

Gruß C40

clekilein
15.02.2006, 15:40
Das verstehe ich nicht. Vielleicht bin ich ja gerade auf meiner Leitung.

Wenn ich jetzt mit meiner DR Felge Bremse wird die nur von einer Seite, nämlich vom Felgenbett gehalten und so drücke ich die Flanke (rein theoretisch) nach innen zum Schlauch.

Bei SR wird die Flanke von Bett gehalten und von dem Was die Nippel an ihrer Position hält. Das sind bei mir zwei Halterungen.

Und wieso verbiegt sich dann die SR mehr als die DR

rider
15.02.2006, 15:41
Im Übrigen gelten mbMn diese charakteristischen Eigenschaften in stärkerer oder weniger starker Ausprägung auch auf der Straße. Kaum jemand käme auf die Idee, Frühjahrsklassiker mit Kopfsteinpflasterstrecken auf Drahtreifen zu fahren.

Bist du sicher? Ich wüsste nun nicht, was gegen einen Michelin Pro2Race, 8 Bar gepumpt, sprechen würde (ich wiege ca. 74 kg). Damit sind auch schon mal kurze, schnell gefahrene Einlagen auf Schotterstrassen möglich gewesen, ohne erkennbare Probleme. Und weiter gehe ich davon aus, dass die Hobbyfahrer, die RvV oder PR fahren, zwar (deutlich) langsamer unterwegs sind, aber unbeholfener und gleichzeitig schwerer als die Pros. Und die Hobbyfahrer werden > 90 % nicht mit Schlauchreifen unterwegs sein, ohne deutlich (falls überhaupt) mehr Reifendefekte als die Ps zu haben.



Daß das nur der tradition geschuldet ist, bezweifle ich persönlich ein wenig.

Ein wenig kann man das schon betzweifeln. Aber man sollte es doch in die Erwägung einbeziehen. Die Ps und ihre Mecanos sind konservativ, das kannst du dir kaum vorstellen. Als Rasterschaltungen aufkam, wurden tausend Gründe genannt, weshalb die im Rennen untauglich seien. Einer davon war: mit einem reinen Reibschalthebel lasse sich im Rennen schneller schalten. ;)



Wer die Möglichkeit hat, mit jemandem zu sprechen, der bei Profis schraubt, kann ja mal fragen, was die bei schlechten Straßenbedingungen und in Kriterien fahren. Dann kann man sich ja Gedanken machen, warum das wohl so sein mag...
Ich bin selber in Kriterien mit den damals verbreiteten Michel HiLite (Drahtreifen) und vorher mit Vittoria Corsa, Clément Criterium und weiteren Schlauchreifen gefahren. Ich konnte keinen Unterschied feststellen, und meine Kurventechnik war, im Gegensatz zu meinen Sprintfähigkeiten, nicht von schlechten Eltern. Das ganze ist mittlerweile zwar über 15 Jahre her, aber ich Zweifle, ob sich die Systeme so weiterentwickelt haben, dass man im Jahre 2006 andere Erfahrungen machen würde.

rider
15.02.2006, 15:43
Das verstehe ich nicht. Vielleicht bin ich ja gerade auf meiner Leitung.

Wenn ich jetzt mit meiner DR Felge Bremse wird die nur von einer Seite, nämlich vom Felgenbett gehalten und so drücke ich die Flanke (rein theoretisch) nach innen zum Schlauch.

Bei SR wird die Flanke von Bett gehalten und von dem Was die Nippel an ihrer Position hält. Das sind bei mir zwei Halterungen.

Und wieso verbiegt sich dann die SR mehr als die DR
Der Bremsgummi drückt ja nicht in erster Linie am oberen Rand, sondern in der Mitte auf die Felge. Und dort ist die SR-Felge ja nicht abgestützt, die DR-Felge halt schon.

rider
15.02.2006, 15:44
...na klar, träum weiter :rolleyes: :D

Gruß C40
Zu Befehl!

...und irgendwann sollte ich noch den Bericht fertigstellen...

clekilein
15.02.2006, 15:45
wo?

II......II BR
I........I BR
IIIIIIIII
.I.....I
..I...I
...I.I
....i

C40
15.02.2006, 15:46
Der Bremsgummi drückt ja nicht in erster Linie am oberen Rand, sondern in der Mitte auf die Felge. Und dort ist die SR-Felge ja nicht abgestützt, die DR-Felge halt schon.

...die Begründung ist ja super :rolleyes:

Gruß C40

sensole
15.02.2006, 15:47
Der Bremsgummi drückt ja nicht in erster Linie am oberen Rand, sondern in der Mitte auf die Felge. Und dort ist die SR-Felge ja nicht abgestützt, die DR-Felge halt schon.

Wenn Du beides im Querschnitt anschaust haben DR-Felgen lediglich noch 2 Felgenhörner (und die stützen herzlich wenig ab)

clekilein
15.02.2006, 15:50
war meine Skizze richtig?
das ist ´ne DR



II......II BR
I........I BR
IIIIIIIII
.I.....I
..I...I
...I.I
....i

rider
15.02.2006, 15:52
Wenn Du beides im Querschnitt anschaust haben DR-Felgen lediglich noch 2 Felgenhörner (und die stützen herzlich wenig ab)
Ja. Die Hörner sind doch oben. Die Querverbindung etwa fünf Milimeter weiter unten. Die Hörner müssen selbsttragend sein, richtig, da stützt sonst nichts mehr.

Aber kein Mensch stellt seine Gummis so ein, dass sie am allerobersten Rand auf die Felge treffen. Da bestünde die Gefahr, dass die Gummis bei einem Seiten- oder Höhenschlag auf den Reifen treffen würden. Also werden die Gummis so eingestellt, dass sie in der Mitte oder eher Mitte/Unten auf die Bremsfläche der Felge treffen. Und dort ist dann irgendwo auch die Querverstrebung der DR-Felge dahinter.

Hängt natürlich alles auch von der Felge ab, aber bei SR-Felge trifft der Gummi immer auf die nur oben und unten, aber nicht hinter der Bremsfläche abgestützte Bremsflanke.

Im übrigen nochmals deutlich: das spielt in der Praxis keine Rolle! Es sind beide Systeme praxistauglich.

rider
15.02.2006, 15:55
war meine Skizze richtig?
das ist ´ne DR



II......II BR
I........I BR
IIIIIIIII
.I.....I
..I...I
...I.I
....i

Eher so (Aero-Felge):
II......II
IIIIIIIIIIBR
I........IBR
I........I
.I......I
..I....I
...I..I
....II
....I

Oder so (Stil Open Pro):
II......II
IIIIIIIIIIBR
I........IBR
.I____I

clekilein
15.02.2006, 15:56
also sieht die so aus



II......II BR
I........I BR
IIIIIIIIII BR
I........I BR
.I......I
..I...I
...I.I
....i

Bei meinen Felgen kann ich es mir nicht leisten 1 mm nach óben zu lassen, sonst leidet das Eloxal unter der Bremsflanke.

101.20
15.02.2006, 16:39
moin,

weil der Speichenzug die Felge plastisch verformt - in sehr geringem Maße, aber immerhin so, daß es zu ungleichförmigem Kontakt zwischen Felge und Gummi führt.

Tom
15.02.2006, 16:41
jaja, ist gut. Es will Dir ja niemand Deine Drahtreifen wegnehmen. Aber Deine Argumentation ist schon ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Deswegen ja mein Rat: Sprich mit den Jungs, schau Dir an, wer wann was fährt. Ich habe meine Erfahrungen mit Schlauch- und Drahtreifen gemacht, übrigens nicht nur positive mit Schlauch- und nicht nur negative mit Drahtreifen.

Wenn Du aus der Tatsache, daß praktisch alle Pros bei Klassikern, schlechten Straßen und Kriterien SR fahren, den Schluß ziehst, daß Pros und Mechaniker doof sind, sei Dir das unbenommen. Aber bitte verstehe, daß Du damit bei mir den Verdacht nicht ausräumst, es könnte noch andere Gründe haben. Herr Holzcer sprach von besseren Rolleigenschaften, weniger Gewicht und geringere Pannenanfälligkeit. Aber vermutlich fällt das auch unter "Tradition" ;)

Thommylein



Ich bin selber in Kriterien mit den damals verbreiteten Michel HiLite (Drahtreifen) und vorher mit Vittoria Corsa, Clément Criterium und weiteren Schlauchreifen gefahren. Ich konnte keinen Unterschied feststellen, und meine Kurventechnik war, im Gegensatz zu meinen Sprintfähigkeiten, nicht von schlechten Eltern. Das ganze ist mittlerweile zwar über 15 Jahre her, aber ich Zweifle, ob sich die Systeme so weiterentwickelt haben, dass man im Jahre 2006 andere Erfahrungen machen würde.

rider
15.02.2006, 17:07
Wenn Du aus der Tatsache, daß praktisch alle Pros bei Klassikern, schlechten Straßen und Kriterien SR fahren, den Schluß ziehst, daß Pros und Mechaniker doof sind, sei Dir das unbenommen.

Bitte, unterstell mir nicht etwas, was ich nicht gesagt habe.



Aber bitte verstehe, daß Du damit bei mir den Verdacht nicht ausräumst, es könnte noch andere Gründe haben. Herr Holzcer sprach von besseren Rolleigenschaften,

Was zumindest bei Labortests nicht bestätigt werden konnte.



weniger Gewicht

Korrekt, habe ich weiter oben selber schon erwähnt. Allerdings ist der Unterschied gering; andere Gründe dürften diesen deutlich überlagern.



und geringere Pannenanfälligkeit.

Kann ich - und mein Umfeld - überhaupt nicht bestätigen. Mit Schlauchreifen hatte ich signifikant mehr Defekte. Dies wird übrigens ebenfalls durch Labortests bestätigt.



Aber vermutlich fällt das auch unter "Tradition" ;)

Rolleigenschaften und Pannenanfälligkeit schon, ja.

Auch wenn du das nicht wahrhaben willst: Pros (und ihr Umfeld) sind sehr traditionell und teilweise auch modernen Erkenntnissen gegenüber nicht sehr aufgeschlossen. Als Alu-Rahmen von Cannondale aufkamen haben die Pros resp. die Verantwortlichen von Profi-Rennställen diese Rahmen entweder nicht zur Kenntnis genommen oder nur über die Cola-Dosen gelacht und sind grossmehrheitlich weiterhin mit > 500 g schwereren Stahlrahmen gefahren (unter Einbezug der Gabel eine Gewichtsdifferenz von über 750 g).

Waren diese Profis und ihre Verantwortlichen doof? Weiss ich nicht, aber besonders vorausschauend war's nicht. Den Berg hoch kann 750 g Differenz 1 % Zeitdifferenz ergeben. Und wenn man weiss, wie schwierig es ist, über Training 1 % besser zu werden, dann wird schnell klar, dass Profis und ihre Rennställe diesbezüglich keine völlige Referenz darstellen. Man kann natürlich sagen, wenn's den Profis reicht, dann reicht's mir auch. Aber darum geht's in diesem Thread nicht.

C40
15.02.2006, 18:03
Kann ich - und mein Umfeld - überhaupt nicht bestätigen. Mit Schlauchreifen hatte ich signifikant mehr Defekte. Dies wird übrigens ebenfalls durch Labortests bestätigt.



..keine Ahnung was Du für Material gefahren bist, aber der Competition ist ja wohl einer der pannensichersten Reifen schlechthin (Labor und Praxis!). ;)

GRuß C40

rider
15.02.2006, 18:20
..keine Ahnung was Du für Material gefahren bist,
Steht doch oben, welches Schlauchreifen benutzt wurden:
- Vittoria Corsa
- Clément Criterium
- div. weitere, u. a. Wolber Liberty, verschiedene Clément und Vittoria, sowie Panaracer (die Panaracer fand ich günstig, leicht - 200 resp. 230 g, gut laufend und für damaligen Verhältnisse pannensicher)



aber der Competition ist ja wohl einer der pannensichersten Reifen schlechthin (Labor und Praxis!).
Mag sein, dass der brauchbar ist. Aber zumindest in den Labortests kommt bezüglich Rollwiderstand und Pannenanfälligkeit kaum ein Reifen (weder Draht- noch Schlauch-) an den Michelin Pro2Race ran.

Herrgott! *schmunzel*
Mir geht's doch nicht darum zu schreiben, Schlauchreifen seien ********. Es ging doch nur um die IMO falsche Aussage, Schlauchreifen seien weniger pannenanfällig als Drahtreifen. Zumindest wenn man die besten der jeweiligen Zunft vergleicht, dann ist der Drahtreifen (Pro2Race, ggf. auch GP4000 [kenne ich nicht], etc.) mindestens gleich pannensicher, wie der beste Schlauchreifen.

medias
15.02.2006, 19:06
Einfache Rechnung,je leichter je mehr Pannen,ob Schlauch oder Draht.
Umsomehr Heute wo viele Produkte aus der gleichen Fabrik kommen,da sind keine Unterschiede mehr.

101.20
16.02.2006, 12:47
Hallo,

bisher habe ich diesen Effekt nur an eher leichten RRfelgen vorgefunden, aus der Zeit vor "Aero-usw." . Zu Hochprofil- und MTBfelgen kann ich mangels Interesse und daher erfahrungsarm nix sagen.