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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : laufradbau



hansmeiser
24.02.2006, 14:27
mahlzeit!

ich werde mir dieses jahr einen neuen satz gönnen. die frage die mich beschäftigt ist folgende:

es gibt bei uns ein kleiners radgeschäft (reiner colnago händler) der die laufräder selbst baut. der wickelt dann bei den rädern die speichen mit einem dünnen draht zusammen.

kennt das jemand, braucht man das, bringt das was???? sind die dann wirklich steifer???

was meint ihr??

:heulend:

hansmeiser
24.02.2006, 14:32
das was ich meine sind verlöteten Speichen-kreuzungen !!

Beast
24.02.2006, 14:34
Eine nachweisbare Versteifung des Laufrads ist nicht bekannt. Schadet aber auch nicht.

Fällt in die Kategorie "Spielerei".

pasta basta
24.02.2006, 14:35
Ob das Wickeln und Verlöten (wird tlw. auch noch gemacht) was bringt, kann eigentlich nur in einer endlosen Diskussion enden.

Wenn er aber Erfahrung im Laufradbau hat, kann man immer nur raten: lass Dir dort welche bauen. Da hast Du dann im Normalfall auf Jahre hinaus Ruhe.

martl
24.02.2006, 14:38
Dazu gabs hier schon öfter Threads.

Meine Meinung:
Die Tradition der verlöteten Speichen kommt vom Bahnrennsport. Da soll das verhindern, dass eine gebrochene Speiche das Hinterrad blockiert und zum Sturz führt.
Beim Strassenrad halte ich das Verlöten eher für hinderlich, weil man eine gebrochene Speiche nicht mal so einfach unterwegs entfernen oder auswechseln kann, wen sie verlötet ist.

Viele glauben auch, das Verlöten erhöhe die Steifigkeit des Rades; das stimmt aber, wenn überhaupt, nur theoretisch.

Martl

7Times
24.02.2006, 14:40
Die Speichen arbeiten und reiben sich an den Kreuzungspunkten, besonders hinten. Durch das Verbinden bzw Verlöten erhöht man die Langlebigkeit ohne die Speichenvorspannung zu beeinflussen.
Durch einen Schlag wird die Energie auf die mitverlötete Speiche übertragen.

wilson
24.02.2006, 14:40
Dazu gabs hier schon öfter Threads.

Viele glauben auch, das Verlöten erhöhe die Steifigkeit des Rades; das stimmt aber, wenn überhaupt, nur theoretisch.

Martl

Der Schraner sagt das auch und dem glaube ich dies tendenziell.... tun würd ichs trotzdem nicht...

rider
24.02.2006, 14:59
Der Schraner sagt das auch und dem glaube ich dies tendenziell.... tun würd ichs trotzdem nicht...
An sich bin ich ja mit Schraner weitestgehend einverstanden, aber in dem Punkt kann ich ihm nicht folgen. In "A Practical Guido to Wheel Building" distanziert sich Roger Musson von gebundenen Speichen. Was sagt Jobst B. schon wieder dazu?

ulmer_spatz
24.02.2006, 22:38
Die Speichen arbeiten und reiben sich an den Kreuzungspunkten, besonders hinten. Durch das Verbinden bzw Verlöten erhöht man die Langlebigkeit ohne die Speichenvorspannung zu beeinflussen.
Durch einen Schlag wird die Energie auf die mitverlötete Speiche übertragen.
Und ich habe noch nie eine Speiche gesehen, die an den Kreuzungspunkten gebrochen ist,
immer nur am Speichenkopf beim Bogen oder am Gewinde am Nippel.

siggi
24.02.2006, 23:22
Radilal eingespeichte Laufräder lassen sich schlechter verlöten als gekreuzte.
Fragt mich jetzt aber nicht warum.

Mr.Hyde
24.02.2006, 23:56
LW sind gebunden und verklebt, warum bei denen?