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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Radlagerfett



ivandrago
26.02.2006, 09:59
Kann mir jemand sagen, von welcher Campa Gruppe die Nabe ist?
Auf der Zahnkranzseite steht (2mal): England 1.370'' x 24 t.p.i. B.S.C.

Ich denke mal die kleinen Löcher and den äusseren Flanken sind zum Schmieren gedacht, was nimmt man da am besten fuer ein Fett und wie bekommt man es hinein? Gibt's da ein spezielles Tool?

Die Radlagerschalen (oder Kegelscheiben? Campa Englisch: cone) werden doch nur handfest angezogen, oder?

pfandflasche
26.02.2006, 10:15
also ob das überhaupt eine campanabe ist weiss ich nicht-und ich wage es auch zu bezweifeln,das die äussere abdeckung-also der teil mit dem loch,bei allen mir bekannten campanaben nicht flächig glatt sondern gewölbt ist.sollte es dennoch eine von campa sein,dann zumindest keine record-denn die hatten noch in nabenmitte eine schmierbohrung,welche mit einem sprengring abgedeckt ist.
als fett verwende ich das zeug,das manitou für ihre federgablen empfiehlt und auch gleich die passende fettpresse dazu-gibt es beides bei rose.mit der tülle in das loch und draufpressen,bis die pampe wieder zwischen konus und abdeckung herausquillt.
hierzu sei zu bemerken,dass das ganze eigentlich nicht so die dolle sache ist-denn der dreck,das gemisch aus staub und altem fett bleibt dabei in der nabe,bzw. im -lager.also es geht nichts über ein komplettes zerlegen der geschichte,speziell unter der abdeckkappe sammelt sich eine recht dicke schicht im alufe der jahre an.aber sicherlich ist ein gelegntliches nachfetten nicht verkehrt-es dient zumindest dem guten gefühl.

ivandrago
27.02.2006, 09:37
Also es steht jedenfalls Campagnolo drauf.

Hab gerade alles zerlegt und gereinigt und brauche deswegen dringend Lagerfett. Noch mehr Tipps?

a x e l
27.02.2006, 10:10
Hallo,

hier:

http://www.roseversand.de/rose_main.cfm?KAT_ID=0&PRD_ID=15768&spr_id=1&MID=0&CID=175

Gruß, Axel

Klassik-Renner
27.02.2006, 10:19
Ich nehme das "Nigrin Mehrzweckfett" (in Tuben erhältlich), das es bei real in der Autoabteilung gibt. Ist ein Lithiumverseiftes Fett mit Einsatzbereich: -30 bis 120 Grad, salzwasserbeständig und mit Korrosionsschutz. Solche Fette werden in der Automobilindustrie eingesetzt.

Insgesamt muss ein Fahrradfett nicht viel können. Die Lager im Rad laufen mit niedrigen Drehzahlen und sind nicht besonders belastet. Ein Kugellager in einer Maschine muss mehr aushalten (z.B. Drehzahlen bis zu 10000 U /min).

Viele Fette, die von den Fahrradanbietern angeboten werden, sind in meinen Augen überteuerte Kleinmengen.

Klassik-Renner
27.02.2006, 10:25
Die Radlagerschalen (oder Kegelscheiben? Campa Englisch: cone) werden doch nur handfest angezogen, oder?Die Konen solltest Du so kontern, dass Du an der Achse noch gaaaaaaanz minimaaaaaaal wackeln kannst, wenn das Rad ausgebaut ist.

Erst beim Zudrücken des Schnellspanners sollte das Lagerspiel ganz auf null gehen Sprich: wenn Du am eingebauten Rad wackelst, darf kein Spiel mehr zu spüren sein.

So verhinderst Du, dass die Lager zu stramm laufen und beschädigt werden. Perfekt eingestellte Laufräder bestehen den Pendeltest im eingebauten Zustand: Sie schwingen so lange hin und her, bis der schwerste Punkt ganz unten ist. Pendelt Dein Rad nicht, sind die Lager zu stramm gekontert.

Manchmal braucht man 2 oder 3 Versuche, bis die Lager perfekt eingestellt sind. Die Lager danken Dir diese Mühe aber mit längerer Lebensdauer.

Cyclo Mob
27.02.2006, 11:06
wird wohl ne "Gran Sport" Nabe sein mit dieser schmierbohrung. die bezeichnung sagt nur an welches schraubkranzgewinde die nabe hat.

die gabs auch mit 35x1 zbs. oder ital.

OCLV
27.02.2006, 12:02
Hallo,

hier:

http://www.roseversand.de/rose_main.cfm?KAT_ID=0&PRD_ID=15768&spr_id=1&MID=0&CID=175

Gruß, Axel

Das kannste vergessen! Nimm das bloß nicht! Das habe ich auch genommen. (u.a. für das 7700er Dura Ace Innenlager) Bei den Naben hat es ca. 10 km geschmiert, dann hat es sich soweit rausgedrückt, dass das Restfett das überhaupt noch im Lager war nur noch am Rand zu finden war. Von Schmierwirkung kann da keine Rede sein! Im Innenlager hat sich das Zeug nach einem Jahr zu einer wässrigen grauen Pampe entwickelt, die auf keinen Fall mehr tragfähig sein konnte. ich denke es ist ein Fett von nöten, dass alterungsbeständig, druckbeständig und wasserfest ist. Und zu teuer sollte es auch nicht sein, weomit z.B. schon die ganzen Hokuspokus "Fahrrad"-Fette ausscheiden, die Teflon, Trillium oder den ganzen Kram drin haben.

Hab mich mal ein bisschen in der Autobranche umgesehen und entdeckt, dass die Radlager hochbelastete Lager sind die selten geschmiert werden. Dafür gibt es spezielle Fette, die die o.g. Bedingungen erfüllen.

Also ab zu ATU und mir ein Radlagerfett vorher im Internet rausgesucht und vor Ort gekauft. Nehmen kann man da z.B. Castrol LM Allzweckfett (für alle Anwendungen am Auto) oder noch besser: Castrol LMX! Das ist schön fest, hält ewig (ausgelegt für Lebensdauerschmierung!), ist preiswert (300 Gramm 5,50 EUR) und ist für Fahrradlager mehr als ausreichend.

Ich hab damit zuerst meine DA VR Nabe geschmiert. Die lief aufgrund des vielen Fettes anfangs ziemlich fest, war aber korrekt eingestellt und nach 70 km hat sich das Fett nun auch eingelaufen. Da muss ich bestimmt die nächsten 5-10 Jahre nicht mehr ran. Die Nabe wird erst wieder angefasst, wenn das Lager nachgestellt werde muss. Aber das Fett ist dann immer noch gut und muss nicht getauscht werden. Wirklich toll.

Hab das Zeug jetzt für alle Anwendungen am Rad im Einsatz. Das Galli "Fett" (mein Vater nennts Creme 21, weils so softig ist wie ne Creme) hab ich zwar noch stehen, weiß aber nicht was ich damit jetzt tun soll.....

Gruß Thomas

Seppo
27.02.2006, 12:39
Verwendete vor einiger Zeit ein Fett, welches mit Graphit versetzt war.

Hersteller war "MOLYKOTE".

Im Gegensatz zum Galli haftete es wie Pech an den Kugeln und an den Konussen, sowie an den Fingern des Schraubers :rolleyes:

Am Bahnhofsradel verwende ich es noch immer, da ich dieses Rad relativ selten "abschmiere".

Ansonsten verwende ich das "Titanfett" von Hanseline - wegen Gewichteinsparung ;)

101.20
28.02.2006, 14:39
Viele Fette, die von den Fahrradanbietern angeboten werden, sind in meinen Augen überteuerte Kleinmengen.

Genau. Man denke an diese tollen Minituben zum Schmieren von ganz wichtigen Titanteilen, wo 5ml mehr kosten als die verdächtig ähnlich aussehenden Kupferpasten a 100ml aus dem Autozubehör.

Rex500
12.09.2009, 18:03
Das kannste vergessen! Nimm das bloß nicht! Das habe ich auch genommen. (u.a. für das 7700er Dura Ace Innenlager) Bei den Naben hat es ca. 10 km geschmiert, dann hat es sich soweit rausgedrückt, dass das Restfett das überhaupt noch im Lager war nur noch am Rand zu finden war. Von Schmierwirkung kann da keine Rede sein! Im Innenlager hat sich das Zeug nach einem Jahr zu einer wässrigen grauen Pampe entwickelt, die auf keinen Fall mehr tragfähig sein konnte. ich denke es ist ein Fett von nöten, dass alterungsbeständig, druckbeständig und wasserfest ist. Und zu teuer sollte es auch nicht sein, weomit z.B. schon die ganzen Hokuspokus "Fahrrad"-Fette ausscheiden, die Teflon, Trillium oder den ganzen Kram drin haben.

Hab mich mal ein bisschen in der Autobranche umgesehen und entdeckt, dass die Radlager hochbelastete Lager sind die selten geschmiert werden. Dafür gibt es spezielle Fette, die die o.g. Bedingungen erfüllen.

Also ab zu ATU und mir ein Radlagerfett vorher im Internet rausgesucht und vor Ort gekauft. Nehmen kann man da z.B. Castrol LM Allzweckfett (für alle Anwendungen am Auto) oder noch besser: Castrol LMX! Das ist schön fest, hält ewig (ausgelegt für Lebensdauerschmierung!), ist preiswert (300 Gramm 5,50 EUR) und ist für Fahrradlager mehr als ausreichend.

Ich hab damit zuerst meine DA VR Nabe geschmiert. Die lief aufgrund des vielen Fettes anfangs ziemlich fest, war aber korrekt eingestellt und nach 70 km hat sich das Fett nun auch eingelaufen. Da muss ich bestimmt die nächsten 5-10 Jahre nicht mehr ran. Die Nabe wird erst wieder angefasst, wenn das Lager nachgestellt werde muss. Aber das Fett ist dann immer noch gut und muss nicht getauscht werden. Wirklich toll.

Hab das Zeug jetzt für alle Anwendungen am Rad im Einsatz. Das Galli "Fett" (mein Vater nennts Creme 21, weils so softig ist wie ne Creme) hab ich zwar noch stehen, weiß aber nicht was ich damit jetzt tun soll.....

Gruß Thomas

Habe mir auch das LMX gekauft. Das macht einen sehr guten Eindruck, haftet gut auf den Oberflächen und wird deshalb nicht gleich (wie manch anderes Fett) durch Wasser weggespült. Danke für den Tip! :)