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cif07
26.02.2006, 23:37
Servus zusammen,

ich bin seit geraumer Zeit dabei, mir ein Rennrad zuzulegen. Da ich aber bisher nur Mountainbike gefahren bin, hab ich auf dem Gebiet nur wenig Ahnung. Je mehr ich Angebote gesucht habe, umso unentschlossener wurde ich. Jetzt hab ich endlich mal nen kleinen Händler gefunden, der mich zumindest mal von der Kundenbetreuung her begeistert und mir folgendes Angebot gemacht hat:

Rahmen: Tommasini Racing Alloy (da ich das Rad hauptsächlich für Triathlon brauche, mich aber nicht auf ein Triathlonrad festlegen möchte, hab ich mich für eine Maßanfertigung entschieden, bei der der Winkel des Sitzrohres etwas steiler werden soll als beim „normalen“ Rennrad)

Ausstattung: Campa Centaur Alu Compact

Laufräder: Campa Zonda G3 (evtl. um den Preis etwas zu drücken Campa Scirocco)

Vorbau, Lenker, Sattelstütze: Ritchey Pro

Sattel: Fitzik Arione

Bereifung: Schwalbe Stelvio

Alles zusammen soll das Rad 2100 Euro kosten. Ist sicher nicht gerade wenig, aber bei dem Händler hab ich ein gutes Gefühl im Gegensatz zu dem, was ich bisher in punkto Service usw. erlebt habe.

Wäre super, wenn jemand mal seine Meinung zu dem Angebot abgeben könnte, vor allem auch zu Rahmen und Laufrädern und zu dem Thema mit dem steileren Sitzrohrwinkel.


Ich danke schonmal,

Grüße,
cif *verunsichert* :confused:

DerBergschreck
27.02.2006, 08:20
Die Idee mit dem steileren Sitzrohr verursacht bei mir Bauchschmerzen. Was dabei herauskommt, könnte hinterher weder als Rennrad noch als Zeitfahrmaschine 100%ig taugen.

Eigentlich müßte doch ein etwas kürzer gebauter Serienrahmen seinen Zweck ganz gut erfüllen. Dann solltest Du Dich bei der aerodynamischen Position auf dem Tri-Aufsatz recht gut ablegen können.

Wenn Du nicht ganz ungewöhnliche Körpermaße hast, ist ein Maßrahmen herausgeworfenes Geld.

orca
27.02.2006, 08:59
Ja, also, ich weiss auch nicht, ob das mit dem steileren Sitzrohr so einfach funktioniert...
Inwieweit verändert sich dadurch die Oberrohrlänge? - Wahrscheinlich gar nicht, denn dann wäre es ja eher eine Tria-Geometrie, und das willst Du ja nicht...
Bleibt dann aber das Oberrohr gleichlang, und Du willst einen Auflieger fahren, aber die Sitzposition nicht zu gestreckt, wird es schwierig, das in der Lenkzentrale zu kompensieren.

Nur mal so gefragt (gut, ich weiss, das geht in ne andere Richtung, als Du wolltest): was wäre denn mit 2 Fahrrädern?
Ein schönes RR, vielleicht nicht maßgeschneidert und ein gebrauchtes für Triathlon?
Auch das könnte man in 2100€ gut unterbringen.

Beast
27.02.2006, 09:13
da ich das Rad hauptsächlich für Triathlon brauche, mich aber nicht auf ein Triathlonrad festlegen möchte, hab ich mich für eine Maßanfertigung entschieden, bei der der Winkel des Sitzrohres etwas steiler werden soll als beim „normalen“ Rennrad



Alles wird gut! ;)

Zuerst mal würde ich Dir raten bei dem Händler zu kaufen. Wenn Du bei dem ein gutes Gefühl hast ist das die halbe Miete.

Die Komponenten finde ich persönlich sehr lecker. Evtl. kann er Dir für den Preis noch einen Computer dazu packen.

Was den Rahmen angeht... :hmm:

Das soll also so ein Tria-taugliches Rennrad werden? Hmhhh...

Von dem Kompromiss würde ich nicht so viel halten. Du solltest abwägen was Du mehr fährst und den Rahmen (deines ersten Rennrads) danach ausrichten.

Später kannst Du Dir ja überlegen in die eine oder andere Richtung zu gehen. Also erst mal mit Radrennen anfangen und dann auf Tria ausbauen oder umgekehrt.

Es ist ja auch nicht nur der Rahmen. Für ein "normales" Rennrad kannst Du ja auch einen schönen leichten Vorbau nehmen. Da muss man dann aber immer vorsichtig sein wenn man da mit einem Tria-Aufsatz raufgeht. Es gibt zwar Leichtbau-Kombis, u.a. von Syntace, aber das will halt vorher bedacht sein.

Technisch gibt es also schon Möglichkeiten das von Dir geforderte umzusetzen, das wird aber immer nur ein Kompromiss sein.

just my humble opinion...

Ach jo, mir fallen auch gerade die bei Trias beliebten Flaschenhalter (hinter dem Sattel) ein. Wird bei einigen Jedermannrennen auch nicht gern gesehen bzw. ist verboten.

DerBergschreck
27.02.2006, 10:30
Habe 'mal gerade die Rahmengeometrien zwischen Canyon Trithlon- und Rennradrahmen verglichen.

Die Oberrohre sind gleich lang, nur die Winkel von Steuer- und Sitzrohr 1-2º steiler. Da müßte man doch etwas basteln können - hängt natürlich davon ab, wie oft man den Rennradhmen auf Zeitfahren umbaut...

Rennradbetrieb:
gekröpfte Sattelstütze und normaler Vorbau

Triathlonbetrieb:
gerade Sattelstütze und etwa 2 cm längerer Vorbau, Lenkeraufsatz montieren


Wenn man nur wenige Zaitfahren im Jahr macht, wäre das eine preiswerte Lösung.

Ach ja: damit man nicht immer den Vorbau wechseln muß, wäre doch auch der verstellbare Syntace VRO eine gute Möglichkeit :-)

Abbath
27.02.2006, 12:27
1. wenn du "nur" ein rr hast: kauf ein normales und motiere einen kurzen aufsatz a la syntace xxs, cinelli spinaci, fsa vison etc. dann bist du flexbler, vor allem, was die bergtauglichkeit anbelangt. steilerer sitzwinkel etc. macht m.E. nur sinn, wenn du auch bar-end shifter und tt-basislenker verwendest (dann brauchste aber keine kompaktkurbel mehr ;)).

2. oberrohrlänge. entscheident ist nicht die oberrohrlänge, sondern die griffweite. da du dich in zeitfahrposition mit den ellenbogen abstützt, muß die ne ecke kürzer sein als bei nem normalen rr. ansonsten wird der winkel zwischen oberarm und rumpf so viel größer als 90°, daß du von der verbesserten abstützung nicht profitierst. du brauchst demnach eher einen kürzeren vorbau, wenn dein vorbau ohnehin sehr kurz ist, ein kürzeres oberrohr.
außerdem muß der lenker runter. d.h. wenn du nicht gerade mehrere spacer unterm vorbau hast (oder dieser steil aufragt), würdest du bei einem tt-rad auch ein kürzeres steuerrohr benötigen.

edit: vro kannste knicken: das funktioniert nicht in kombination mit den armauflagen - die wären zu weit auseinander. außerdem hast du mit nem (langen) aufsatz tw. recht hohe belastungen am vorbau (deshalb soll man z.b. auch keinen f99 vorbau mit aufsätzen kombinieren).