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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Winteropfer



Thunderbolt
05.03.2006, 23:12
Habe wieder starke Verluste an meinem Winterrad zu beklagen.

Nach dem ich vor vier Wochen den gesamten Antriebstrang (Tretlager, Kurbel mit Blätter, Kette, Ritzel) wechseln musste, wollte ich heute eine Runde drehen.

Is nicht, Schaltwerk (XT-8fach) war starr und nicht zum Gehen mehr bewegen.

Gottseidank hatte ich noch ein Neues(!) rumliegen und kann morgen fahren.

Und beide 1 Zoll Reifen (26 Zoll, MTB) waren mehrfach durch Split perforiert.
Fall für die Tonne, damit fahr ich nicht mehr mit 50 den Berg runter.

Jeden Winter gibt es so heftige Verluste.
Gibt es nicht was robusteres? Kardan-Rad gabs doch mal.
Und wie ist es mit einer Rohloff? Ist die Schweinesalz- und Wintertauglich oder verpökelt man dann 400 Eu in einem Winter?

Wie macht Ihr das? Und was machen die Leute, die im Winter Rennrad fahren?
Permanent schrauben und neues Material kaufen?

Wie kann man hier vorbauen?

Danke
Ralf

HeinerFD
05.03.2006, 23:17
Am Rennrad:

1. Pannenschutzbänder: Reifen sind zwar perforiert, die Schläuche halten aber.
2. Kl. Kettenblatt, 15er-17er Ritzel und Kette nach dem Winter tauschen.

Ich finde, das ist im verkraftbaren Bereich. Speziell das kleine Kettenblatt sieht nach dem Winter wirklich lustig aus.

i-flow
05.03.2006, 23:22
Siehe Heiner ;)
Das Schaltwerk wird wohl nach geduldigem Einweichen in Rostloeser wieder arbeiten. Ich hab auch so eins in der Kiste, das ich vom Regensburger Rad runtergeschmissen habe, weil es nicht mehr wollte, aber mit WD-40-Einsatz liesse es sich inzwischen wieder nutzen.

LG .. Wolfi :D

npk
05.03.2006, 23:37
Also ich habe null Probleme im Winter.

Fahre viel mit dem MTB im Wald wenn die Straße voller Salz ist.
Mit dem Rennrad fahre ich nur bei nahezu trockener Straße. Das
ist aber zu 80% der Fall. An Schneetagen gehe ich meistens laufen.
Sonst halt Ergometer. Ist für SB und K2 Training im Winter eh 1. Wahl.

Gruß npk

Cubeteam
06.03.2006, 00:04
Bin diesen Winter bisher 5500Km gefahren, davon 3500Km mitm rennrad auf der strasse.
komplette chorus Gruppe mit record kette.
Gewechselt wurden 3mal die beläge, im Regen verschleißen die sowas von schnell.
Sonst halt nach jeder Ausfahrt geputzt und die kette geölt

orca
06.03.2006, 10:30
Und beide 1 Zoll Reifen (26 Zoll, MTB) waren mehrfach durch Split perforiert.
Fall für die Tonne, damit fahr ich nicht mehr mit 50 den Berg runter.

Jeden Winter gibt es so heftige Verluste.
Gibt es nicht was robusteres? Kardan-Rad gabs doch mal.
Und wie ist es mit einer Rohloff? Ist die Schweinesalz- und Wintertauglich oder verpökelt man dann 400 Eu in einem Winter?

Wie macht Ihr das? Und was machen die Leute, die im Winter Rennrad fahren?
Permanent schrauben und neues Material kaufen?

Wie kann man hier vorbauen?

Danke
Ralf

Also, meine 1-Gang-Alternative ist recht kostengünstig - und für die Ebene gut zu gebrauchen. Bergab kann man halt nicht beliebig mittreten und auch beim Anstieg setzten die %-e die Grenze.

Alles was da noch kostet, ist Fett für die Naben (wobei ich die einmal zerlege, wenn alles wieder vorbei ist), Bremsbeläge (und ggf. Felgen) und die Kette.
Das Kettenblatt hält sehr lange und das UG-Ritzel macht 2 Ketten je Seite mit.


Steine werden halt nach jedem Einsatz aus dem Reifen geholt - und gefahren werden günstige und eher schwerere Modelle.

Snoopy
06.03.2006, 10:49
Hi Ralf,

fahre im Winter fast ausschliesslich mit dem MTB auf der Strasse. Bisher kaum Probleme.

Schaltwerk wird -wie die Kette und die V-Brakes- an den kritischen Stellen
satt mit Brunox Kettenpflege eingesprüht. Den Werfer schützt ein Stück alter Schlauch der ober und unterhalb mit Kabelbinder am Rahmen befestigt ist, vor frühzeitigem Korrosionstod. Parts sind ausschliesslich Deore verbaut - die dieses Spielchen jetzt schon den 3ten Winter mitmachen (müssen). Laufleistung bisher gute 10000 km. Gewechselt bisher noch nichts ! (mir ist aber durchaus klar, dass wenn ich mal was Wechseln sollte - es hier nicht mehr mit nur einer Kette getan ist. Zum Glück kosten aber Deore Parts fast gar nichts ;) )
Als Reifen fahre ich diesen Winter den Tom Ritchey 1er Slick mit knapp 5 Bar bisher völlig problemlos (ca. 2-3000 km).

Snoopy

pinguin
06.03.2006, 10:56
Soll ich's sagen? :D :D :D :Bluesbrot :Bluesbrot :Bluesbrot

HeinerFD
06.03.2006, 11:02
Soll ich's sagen? :D :D :D :Bluesbrot :Bluesbrot :Bluesbrot

Sprich Dich aus. :ä :D

mini
06.03.2006, 11:05
Erst mal das Rad winterfest machen! Dazu gehört bei mir:
- alles gründlich putzen und schmieren
- alle teile außer Felgen und Bremsbeläge gründlich mit Autowachs einsprühen, - einen Tag stehen lasen, nochmal einsprühen, nicht nachpolieren
- am Ende der Wintersaison Rad wieder zerlegen, gründlich putzen und schmieren

Bie Sauwetter bin ich mit dem MB im Wald unterwegs. Ansonsten habe ich keine Probleme mit dem RR.

pinguin
06.03.2006, 11:10
Sprich Dich aus. :ä :D

OK... :D :D :D

Jetzt mal ungeachtet, der Tatsache, dass ich Fahrräder mit Schaltwerk sowieso für überflüssig halte... :D

Ein eingängiges Fahrrad ist im Winter eine astreine Sache. Ganz objektiv:
- Keine Probleme wg. festgebackenem Schnee im Ritzelpaket, Schaltwerk und Umwerfer.
- Ganz einfache Pflege ohne Dreck/Salz in verdeckten/schwer zugänglichen Ecken.

Aber lassen wir das mal weg, eingängig Fahren muss ja nicht jeder wollen...

Wenn ich mir einen Schalter so vorstelle, würde ich:
- Schaltwerk mit Fahrradschlauch überziehen (oben und unten mit Kabelbinder zuzurren, ist absolut dicht) -> selber schon gemacht, funktioniert.
- Unteres Steuersatzlager auch mit einer Manschette aus einem alten Fahrradschlauch abdecken (gut, dazu muss die Gabel mal kurz raus, aber das lohnt sich)
- Die STI's bekommen Silikonspray verpasst, genauso die beweglichen Teile an Bremsen und Umwerfer.
- Die Kette wird mit relativ viel Öl gepflegt und danach sofort wieder soweit wie möglich abgewischt. Vor der Ausfahrt bekommt die Kette ebenfalls eine Ladung Silikonspray ab.
- Der Rahmen wird mit Autolackpflegezeugs (Wachs etc.) eingerieben

Und wichtig: Nach jeder Ausfahrt muss das Salz halt runter vom Bock.

marvin
06.03.2006, 11:11
Wie macht Ihr das? Und was machen die Leute, die im Winter Rennrad fahren? Permanent schrauben und neues Material kaufen?
Permanent schrauben und pflegen !!!

Wichtig sind alle vorbeugenden Massnahmen (schmieren, wachsen, fetten, ölen).
Am allerwichtigsten ist aber, dass man das Rad nach eine Winterfahrt nicht einfach so wie's ist in den Keller stellt.
In grauer Vorzeit habe ich aus Cowboy-Filmen gelernt, dass der gute Cowboy sich nach einem langen Ritt zuerst um sein Pferd und dann erst um sich selbst kümmert.
Konkret heisst das z.B., dass ich nach einer feuchten Streusalzfahrt das Rad komplett mit klarem Wasser abspüle und anschliessend ggf. die wichtigsten Teile schmiere (z.B. Brunox an die Schaltwerksgelenke...). Wenn Dir Dein Schaltwerk festgammelt, ist das jedenfalls ein klares Zeichen dafür, dass Du es mit der Pflege Deiner Räder bisher eher locker gehandhabt hast.

DerBergschreck
06.03.2006, 11:14
Jeden Winter gibt es so heftige Verluste.
Gibt es nicht was robusteres? Kardan-Rad gabs doch mal.
Und wie ist es mit einer Rohloff? Ist die Schweinesalz- und Wintertauglich oder verpökelt man dann 400 Eu in einem Winter?

Wie macht Ihr das? Und was machen die Leute, die im Winter Rennrad fahren?
Permanent schrauben und neues Material kaufen?

Nach jeder Streusalzfahrt das Rad einmal mit dem Wasserschlauch abspritzen. Sieht danach aus wie neu. Verstehe das Problem nicht...

Snoopy
06.03.2006, 11:34
Nach jeder Streusalzfahrt das Rad einmal mit dem Wasserschlauch abspritzen. Sieht danach aus wie neu. Verstehe das Problem nicht...

das mach ich in der Zeit zwischen November und März höchsten 3 mal - wenn überhaupt. Wie schon beschriebn - über "wichtige" Parts einen Schlauch drüber und ansonsten immer satt Brunox Kettenpflege drauf. Funzt 1a ! (Hätte ich allerdings nur 1 Bike für Sommer/Winter, dann natürlich nach jeder Fahrt entspr. Pflege)

pfandflasche
06.03.2006, 12:11
es ist richtig,dass der winter gewaltige verluste an allem nach sich zieht-so eben auch an der technik des rades.
ich stelle mal die these auf,dass eine einzige fahrt von 7 kilometern auf gut gesalzener strasse das material so stresst wie fünfhundert kilometer bei sommerlichen bedingungen.
also für den betrag,den du in die erneuerung deines antriebes gesteckt hast,lässt sich meiner meinung nach schon ein mistrad erwerben,bei dem es völlig wurscht ist,ob salz oder nicht,ob pflege oder nicht,etc.
jedenfalls so mache ich das-an meine guten räder kommt keine flocke und kein gramm salz.

pinguin
06.03.2006, 12:14
Nach jeder Streusalzfahrt das Rad einmal mit dem Wasserschlauch abspritzen. Sieht danach aus wie neu. Verstehe das Problem nicht...

Ich habe ein Rad, welches seit Mai 2004 keinen Wasserstrahl aus'm Schlauch oder einen Eimer Wasser gesehen hat. Mit dieser Dreckpatina fährt es sich prima, Salz ist ein Thema und wenn ich mal im Regen unterwegs bin, dann wird der Dreck etwas weniger und dann mal wieder im Schlamm und schwuppdich, die schützende Dreckschicht ist wieder da. Einwandfrei.

pinguin
06.03.2006, 12:15
[...]an meine guten räder kommt keine flocke und kein gramm salz.

Jepp. Seit Ende September hängt der Renner an der Wand und freut sich auf das Frühjahr.

ritzeldompteur
06.03.2006, 12:20
ich putz meine wintergurke übern winter nie.
erst danach ne reinigung mal.

vorm winter halt wachs und öl drauf, naben fetten etc ... das langt dann.

sind eh durchgehende schutzbleche dran, das hält schon mal viel direkt ab ... und da sind eh nur billige teile verbaut, und auch die leben noch alle ... mit wd40, etc kriegt man einiges wieder zum laufen.

daß ich nach jeder ausfahrt im winter mein rad putze, dazu bin ich echt zu faul ...

cbeinecke
06.03.2006, 14:14
Ich fahr so 300-350km/Woche mit dem MTB auf Radwegen und Straße. Da setzt sich nichts fest. Die Kette alle paar Tage mal schmieren und vielleicht alle 2 Wochen mal putzen.

Gruß

Carsten