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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Überqualifiziert?



Netzmeister
06.03.2006, 16:16
Moin!

Heute wollte ich mich hier (http://www.taby.de) bewerben. Auf die Frage, was ich denn bisher gem8 habe, sagte ich wahrheitsgemäß, dass ich Diplom-Kaufmann bin und vorher eine Ausbildung zum Industriekaufmann abgeschlossen haben. Darauf hin wurde mir gesagt, dass ich überqualifiziert sei.

Das ist wohl das dümmste, was ich bisher gehört habe :mad: !
Ich würde mich wohl kaum bewerben wollen, wenn ich nicht glaube für die Stelle geeignet zu sein - und das "Killerargument" zu hohe Gehaltsvorstellungen lasse ich überhaupt nicht gelten, denn ich gehe mittlerweile schon an die unterste Schmerzgrenze.

Wie gut vorher angerufen zu haben, so spare ich an dieser Stelle wieder 1,45 € Porto.

Tribikedevil
06.03.2006, 18:00
Ich kenn das.

Netzmeister
06.03.2006, 18:27
Ich kenn das.
:krabben:und dann der Spruch "...wir suchen eher einfach gestrickte Mitarbeiter...".

Aha.
Man muss nicht ausgesprochen dumm sein um dort zu arbeiten, aber es erleichtert die Sache ungemein! :raar: :duh2: :gettingnu :new_silly

poki
06.03.2006, 18:29
Sowas gibt´s doch gar nicht. Da könnten die einen qualifizierten, gut ausgebildeten Mitarbeiter zum "Schnäppchenpreis" bekommen und wollen nicht. Wie blöd kann man nur sein.
Läßt sich das irgendwie begründen? Gibt es Arbeitgeber hier, die dieses Argument nachvollziehen können?

Camorra
06.03.2006, 20:35
Find ich klasse, dass du das wenigstens hier veröffentlichst und so bananendumme AG bloßstellst.

Ich hab mir eine zeitlang auch gedacht, dass es wohl eine gute Idee wäre eine Forum zu launchen, wo man Erfahrungen zu bekackten Bewerbungsverfahren und renitenten AG posten kann.

Allerdings sollte man dann auch gleich einen Volljuristen als Admin engagieren...

Davinho
06.03.2006, 20:43
Ich bin in jeder Ansicht überqualifiziert :heulend:

John Frusciante
06.03.2006, 20:45
Sowas gibt´s doch gar nicht. Da könnten die einen qualifizierten, gut ausgebildeten Mitarbeiter zum "Schnäppchenpreis" bekommen und wollen nicht. Wie blöd kann man nur sein.
Läßt sich das irgendwie begründen? Gibt es Arbeitgeber hier, die dieses Argument nachvollziehen können?
klar is das nachvollziehbar. wenn er so tolle qualis wirklich hat, dann macht ihm der 0815-job nach 3 wochen keinen spaß mehr und er arbeitet unmotiviert, langsam, träge und macht eventuell sogar noch blau....

edit: vor allem denken heute viele, sie seien ach wie toll qualifiziert und sind sich daher für viele aufgaben schlichtweg zu schade. so gehts halt dann eben auch mit der karriere voran.

JoeSlowpoke
06.03.2006, 21:28
Sowas gibt´s doch gar nicht. Da könnten die einen qualifizierten, gut ausgebildeten Mitarbeiter zum "Schnäppchenpreis" bekommen und wollen nicht. Wie blöd kann man nur sein.
Läßt sich das irgendwie begründen? Gibt es Arbeitgeber hier, die dieses Argument nachvollziehen können?

die denken ganz einfach, dass er den Job nur solange machen wird bis er etwas seiner Qualifikation entsprechend hat bzw. das ihn der Job auf Dauer nicht befriedigt, keinen Spass macht etc.

greyscale
06.03.2006, 21:35
Äh, ist heute der ShootOut am Okay-Corall:confused:?

g.

Thunderbolt
06.03.2006, 22:14
Hast Du Winke-Winke gesagt?

zwanzich
07.03.2006, 07:45
Heute wollte ich mich hier (http://www.taby.de) bewerben. Auf die Frage, was ich denn bisher gem8 habe, sagte ich wahrheitsgemäß, dass ich Diplom-Kaufmann bin und vorher eine Ausbildung zum Industriekaufmann abgeschlossen haben. Darauf hin wurde mir gesagt, dass ich überqualifiziert sei.


Als was wolltest du dich denn bewerben?

poki
07.03.2006, 09:26
klar is das nachvollziehbar. wenn er so tolle qualis wirklich hat, dann macht ihm der 0815-job nach 3 wochen keinen spaß mehr und er arbeitet unmotiviert, langsam, träge und macht eventuell sogar noch blau....

edit: vor allem denken heute viele, sie seien ach wie toll qualifiziert und sind sich daher für viele aufgaben schlichtweg zu schade. so gehts halt dann eben auch mit der karriere voran.
Wie kann einer sowas voraussetzen, ohne die Person näher zu kennen? Ich habe auch studiert, Praktika gemacht und arbeite z.Zt. an der Rezeption. Selbstverständlich bin ich überqualifiziert, da ich viel mehr im Studium gelernt habe. Aber mir macht es trotzdem Spaß und ich versuche, so gut zu arbeiten wie möglich und eventuell Sachen zu verbessern, wo ich den Eindruck habe, daß es besser ginge. Für mich ist es nicht der Traumberuf, aber es ist ein Einstieg, und darum bin ich dankbar, genommen worden zu sein.
Wie gut, daß meine Chefin nicht so blind und dämlich ist.

Mc Bike
07.03.2006, 10:16
Wer heute jemanden einstellen will, der kann sich in der Regel vor Bewerbern nicht retten. Wo das Überangebot "Ware Mensch" so groß ist, der findet auch beim Allertollsten noch was negatives. Außerdem brauchen die ja nur einen von ca. 500 Bewerbern und um einigermaßen glaubwürdig sich der anderen Bewerber zu entledigen, muss zumindest für die innere Auswahl eine Begründung her.
Den "Fehler", den du jetzt machst, du ärgerst dich über Dinge, die aber nicht den Kern des Problems bilden. Es gab einfach jede Menge Bewerber für diesen Job und das große Los hat jemand anderes gezogen. Irgendeiner, nicht unbedingt der sogenannte Beste. Ich spreche den Herrschaften in der Regel auch diese Urteilsvermögen ab. Würde mich nicht wundern, wenn bei der engeren Auswahl das Los entschied. :D
Das Problem ist schlichtweg das Überangebot an Arbeitskräften.
Wenn das nicht wäre, ja dann würden die auch nicht so blöde Absagen senden. Dann wären sie auch froh über Leute, die über 40 Jahre sind. Sie würden sich über jeden freuen der "über"qualifiziert ist. Über jeden, der ihren Job will.
Es ist seitens der Unternehmer eine bonierte Haltung, aus dem Europaweit übergroßen Angebot an Arbeit geworden, dass sie sich fast alles leisten können.

Gruß Dirk

29.5.1999
07.03.2006, 10:35
[...]Läßt sich das irgendwie begründen? Gibt es Arbeitgeber hier, die dieses Argument nachvollziehen können?

Bin kein Arbeitgeber, aber ich kann das Argument nachvollziehen. Wir hatten das bei uns auch schon öfter, am Anfang war alles okay, doch dann waren die arbeiten doch zu einfach und die Motivation nimmt ab - was ja nicht völlig unverständlich ist, wenn man tatsächlich viel mehr kann, als gefordert wird.

Für den Arbeitgeber heißt das dann recht schnell wieder neu suchen, neu einarbeiten etc.

Ich verstehe natürlich auch die andere Seite, denn für meinen Job würde ich mich auch als überqualifiziert beschreiben, aber manchmal will man halt erstmal irgendwo reinkommen und dann schauen, wie es sich entwickelt.

Das ist eine zweischneidige Sache, aber völlig unverständlich ist das Argument sicher nicht.

Gruß
Holger

Skua
07.03.2006, 10:37
:krabben:und dann der Spruch "...wir suchen eher einfach gestrickte Mitarbeiter..."
hey Junge, du hättest den Job haben können, einfach nachhaken mit
"wießo bin ich dann nicht richtig bei ihnen :confused: "

Mein Verdacht ist eher, dass du dich nicht richtig engagiert hast. Die merken sowas, die Arbeitgeber. :ä

Mc Bike
07.03.2006, 10:53
Bin kein Arbeitgeber, aber ich kann das Argument nachvollziehen. Wir hatten das bei uns auch schon öfter, am Anfang war alles okay, doch dann waren die arbeiten doch zu einfach und die Motivation nimmt ab - was ja nicht völlig unverständlich ist, wenn man tatsächlich viel mehr kann, als gefordert wird.

Für den Arbeitgeber heißt das dann recht schnell wieder neu suchen, neu einarbeiten etc.

Ich verstehe natürlich auch die andere Seite, denn für meinen Job würde ich mich auch als überqualifiziert beschreiben, aber manchmal will man halt erstmal irgendwo reinkommen und dann schauen, wie es sich entwickelt.

Das ist eine zweischneidige Sache, aber völlig unverständlich ist das Argument sicher nicht.

Gruß
Holger

Doch, das Argument ist ein Scheinargument. Ich war eine zeitlang Arbeitslos und habe dann Sachen gemacht, für die ich mehr als überqualifiziert war. Hat mich nie gejuckt. Hauptsache, ich konnte etwas machen. So geht es doch allen, die händeringend was suchen. Wer da noch schneubisch ist, der ist etwas realitätsfern.
Jeder weiß auch, wenn er den Job lustlos macht, ist er schneller ersetzt, als er sich wünscht.

Wie war das noch mal ?! Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.

Noch mal die Situation beschrieben: Netzmeister hat da angerufen und dann hieß es, er sei überqualifiziert. Woher wollen die das so genau wissen, wie jemand abseits seiner genossenen Ausbildung so drauf ist. Aufgrund einer Anfrage am Telefon.
Die Gefahr bei diesen ganzen Begründungen ist doch die totale Irritation der Arbeitssuchenden.

Ich kenne 25 jährige Arbeitslose. Bei denen heißt es dann immer, sie sind zu jung. Ich kenne 40 jährige Arbeitslose die qualifziert sind. Na was heißt es bei denen? Richtig ! Zu alt und überqualifiziert.
Und so weiter und so weiter.
Hört auf, euch etwas vor zu machen.

Gruß Dirk

Netzmeister
07.03.2006, 12:35
Als was wolltest du dich denn bewerben?
Mitarbeiter für die Rechnungseingangskontrolle, Datenerfassung und Assistenz bei der Auftragsabwicklung.

die denken ganz einfach, dass er den Job nur solange machen wird bis er etwas seiner Qualifikation entsprechend hat bzw. das ihn der Job auf Dauer nicht befriedigt, keinen Spass macht etc.
Würde mich nicht bewerben, wen mir die Stellenbeschreibung nicht zusagt, oder? :confused:

Netzmeister
07.03.2006, 12:36
Warum machst du dich nicht selbstständig? :Bluesbrot
Ohne Eigenkapital kaum machbar!
Eine Geschäftsidee habe ich schon :fluiten: .
Aber frag´ mal eine Bank nach einem Kredit ohne Sicherheiten geben zu können - da bleibt nur der KH.

Netzmeister
07.03.2006, 12:40
Wer heute jemanden einstellen will, der kann sich in der Regel vor Bewerbern nicht retten. Wo das Überangebot "Ware Mensch" so groß ist, der findet auch beim Allertollsten noch was negatives. Außerdem brauchen die ja nur einen von ca. 500 Bewerbern und um einigermaßen glaubwürdig sich der anderen Bewerber zu entledigen, muss zumindest für die innere Auswahl eine Begründung her.
Den "Fehler", den du jetzt machst, du ärgerst dich über Dinge, die aber nicht den Kern des Problems bilden. Es gab einfach jede Menge Bewerber für diesen Job und das große Los hat jemand anderes gezogen. Irgendeiner, nicht unbedingt der sogenannte Beste. Ich spreche den Herrschaften in der Regel auch diese Urteilsvermögen ab. Würde mich nicht wundern, wenn bei der engeren Auswahl das Los entschied. :D
Das Problem ist schlichtweg das Überangebot an Arbeitskräften.
Wenn das nicht wäre, ja dann würden die auch nicht so blöde Absagen senden. Dann wären sie auch froh über Leute, die über 40 Jahre sind. Sie würden sich über jeden freuen der "über"qualifiziert ist. Über jeden, der ihren Job will.
Es ist seitens der Unternehmer eine bonierte Haltung, aus dem Europaweit übergroßen Angebot an Arbeit geworden, dass sie sich fast alles leisten können.

Gruß Dirk
Du hast das evtl. ein wenig falsch verstanden:
Die Anzeige stand am Sonnabend in der Zeitung und ich habe am Montag darauf morgens angerufen.
Viele Bewerbungen können dort also noch nicht eingegangen sein.

Sicher hast du recht, dass der AG sich die "Rosinen" rauspicken kann. Und da wird auch gerne anhand des Bewerbungsfotos die jungen, hübsche Blondine als "Qualifikation" gewertet.

29.5.1999
07.03.2006, 13:18
Doch, das Argument ist ein Scheinargument. Ich war eine zeitlang Arbeitslos und habe dann Sachen gemacht, für die ich mehr als überqualifiziert war. Hat mich nie gejuckt. Hauptsache, ich konnte etwas machen. So geht es doch allen, die händeringend was suchen. Wer da noch schneubisch ist, der ist etwas realitätsfern.[...]

Ich will da gar nicht widersprechen, aus der Arbeitnehmersicht sehe ich es ganz genau so (wie geschrieben, für das, was ich mache, bin ich auch überqualifiziert - und ich bin froh, meinen Job zu haben).

Dennoch ist das Argument aus Arbeitgebersicht nachzuvollziehen, das war die Frage, darauf bezog sich meine Antwort. Und aus ARbeitgebersicht ist das definitiv kein Scheinargument. Wenn man die Wahl hat, sucht man sich halt lieber etwas aus, was direkt passt und wo man nicht befürchten muss, dass er/sie in einem halben Jahr wieder weg ist, weil nicht genug gefordert. Genau so etwas habe ich erlebt bei uns.

Natürlich darf das nicht als einziges Argument gelten, es kann auch gut klappen, dafür gibt es auch genügend Beispiele.

Gruß
Holger

Netzmeister
07.03.2006, 14:24
Das ist zwar nicht absolut :ontopic: , gibt mir aber auch Zweifel an der Seriosität macher Arbeitgeber bzw. deren Stellenanzeigen.

Wie lässt sich diese Absage sonst erklären:
Beworben per E-Mail am Sonntag Abend, die Absage "...nach sorgfältiger Prüfung...nicht für Sie entschieden..." wurde am Montag darauf um 09.45 Uhr geschrieben.

"...nach sorgfältiger Prüfung..." Ja, sicherlich :mad:

29.5.1999
07.03.2006, 14:46
Das ist zwar nicht absolut :ontopic: , gibt mir aber auch Zweifel an der Seriosität macher Arbeitgeber bzw. deren Stellenanzeigen.

Wie lässt sich diese Absage sonst erklären:
Beworben per E-Mail am Sonntag Abend, die Absage "...nach sorgfältiger Prüfung...nicht für Sie entschieden..." wurde am Montag darauf um 09.45 Uhr geschrieben.

"...nach sorgfältiger Prüfung..." Ja, sicherlich :mad:

Floskel. Wenn eine große Menge Bewerbungen kommt, wird man nicht auf jede individuell antworten können. Die haben wohl ein paar "Vorauswahl"-Kriterien, wer da nicht drunter passt, fliegt sofort raus und bekommt so eine Standardantwort.
Nicht besonders toll (warum soll man nicht ehrlich antworten? "Bei der ersten Sichtung der eingegangenen Bewerbungen ..." geht doch auch), aber auch nicht böswillig.

Gruß
Holger

Netzmeister
07.03.2006, 14:52
Floskel. Wenn eine große Menge Bewerbungen kommt, wird man nicht auf jede individuell antworten können. Die haben wohl ein paar "Vorauswahl"-Kriterien, wer da nicht drunter passt, fliegt sofort raus und bekommt so eine Standardantwort.
Nicht besonders toll (warum soll man nicht ehrlich antworten? "Bei der ersten Sichtung der eingegangenen Bewerbungen ..." geht doch auch), aber auch nicht böswillig.

Gruß
Holger
Ich habe einen Freund gefragt, ob er mal anfragen könnte, ob es sich noch lohnt , sich zu bewerben. Ergebnis: "Wir sammlen noch Bewerbungen und haben mit der Vorauswahl noch nicht begonnen."

Widu
07.03.2006, 14:57
Im Betrieb ist es oft so, dass die eine Hand nicht weiß, was die andere tut.

Außerdem, wenn Du glaubst, eine ehrliche Antwort zu bekommen, wenn Du da anrufst, glaubst Du vermutlich noch an das Osterhasi und Weihnachtsmännle. :rolleyes:

Bruder Tak
07.03.2006, 15:00
Im Betrieb ist es oft so, dass die eine Hand nicht weiß, was die andere tut.

Ich weis auch nie bei mir was die eine oder andere hand macht :ä ;)

29.5.1999
07.03.2006, 15:08
Ich habe einen Freund gefragt, ob er mal anfragen könnte, ob es sich noch lohnt , sich zu bewerben. Ergebnis: "Wir sammlen noch Bewerbungen und haben mit der Vorauswahl noch nicht begonnen."

Tja, das ist dann schlicht nicht souverän. Warum ohne Not lügen? Verstehe ich auch nicht. Die haben ja wohl ganz klar schon eine Vorauswahl gemacht :rolleyes:

Netzmeister
07.03.2006, 15:09
I[...]
wenn Du glaubst, eine ehrliche Antwort zu bekommen, wenn Du da anrufst, glaubst Du vermutlich noch an das Osterhasi und Weihnachtsmännle. :rolleyes:
Ich glaube deine rechte Hand weiß nicht, was die linke schreibt. :confused:
Was hast du versucht mit dieser Aussage mitzuteilen?

Aaalex
07.03.2006, 15:33
Ich bin in jeder Ansicht überqualifiziert :heulend:

Hinsicht, Davinho, es heißt Hinsicht. :smileknik

Widu
07.03.2006, 15:35
Ich glaube deine rechte Hand weiß nicht, was die linke schreibt. :confused:
Was hast du versucht mit dieser Aussage mitzuteilen?


Per PN... ich glaube meine öffentliche Antwort könnte beleidigend interpretiert werden, ist aber nur ein gut gemeinter Rat!

Feffi
07.03.2006, 16:04
@Netzmeister:

Nur nicht die Flinte ins Korn werfen, immer weiter bewerben. Schon mal daran gedacht, dass eine telefonische Bewerbung nicht wirklich aussagekräftig ist? Zumindest hätte man Dir sagen sollen, dass Du eine Bewerbungsmappe einreichen könntest. Aus Sicht eines Personalers kann ich nur sagen: Ganz schlecht gemacht Firma xyz.

Der Stellenanbieter ist Dienstleister und der Bewerber ist Kunde und kein Bittsteller.

Der Bewerber könnte Kunde, bzw. Konsument eines Produktes dieser Firma sein und verdient auch somit diesen gepflegten Umgang.

Deshalb bin ich immer zu allen Bewerbern gleich nett. :D Jedoch solltest Du vermeiden, dich allzu besonders darzustellen, denn Du bist nur ein Bewerber von vielen. Deshalb werden auch überdurchschnittlich viele Bewerber anhand ihres Bewerbungsfotos in den erweiterten Favoritenkreis genommen. Und ein Lebenslauf, der über zwei Seiten hinausgeht, wird nicht immer ganz gelesen. ;)

Mc Bike
07.03.2006, 19:29
Wenn ich mit vollen Magen in ein Restaurant gehe, dann finde ich am Essen auch ständig etwas auszusetzen und die Speisekarte sagt mir nicht zu. Wenn ich was bestelle, muss ich die Rechnung trotzdem zahlen. Also nörgel ich an allem rum, lasse den Kellner fünfmal kommen und beschwere mich anschließend noch über die Qualität.

So geht es den Arbeitgebern heute.

Gruß Dirk

zwanzich
07.03.2006, 19:31
Mitarbeiter für die Rechnungseingangskontrolle, Datenerfassung und Assistenz bei der Auftragsabwicklung.

Würde mich nicht bewerben, wen mir die Stellenbeschreibung nicht zusagt, oder? :confused:

Ärgere dich nicht: du bist in der Tat überqualifiziert.
Ich kenne die Branche recht gut. Auf deutsch: Häkchen machen, eintippen und wenn es interessant wird: daneben sitzen und Fotokopien und Ablage erledigen.
Nach einer Woche wärst du gar gekocht.

Dazu mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Umfeld, was dich nicht eben voranbringt; in keiner Hinsicht.

poki
07.03.2006, 22:19
Das ist nur leider kein Trost, denke ich. Besser einen anfangs anspruchslosen Job, aber man hat was.

Mc Bike
08.03.2006, 08:45
Diese Curry-Wurst ist zu gut, nehmen sie die bitte wieder mit. Ich wollte nur eine ganz normale Curry-Wurst. :D

Gruß Dirk

zwanzich
08.03.2006, 11:05
Besser [..] anfangs


DAS ist der Grund. Die suchen für langer als nur für anfangs ...

Netzmeister
08.03.2006, 11:54
Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass der Großteil der Arbeitsstellen mittlerweile über Beziehungen zustandekommt.
Wie heißt es doch: "Beziehungen schaden nur dem, der keine hat!"

Bevor jetzt Einwände kommen: Oben steht Großteil und nicht alle.

29.5.1999
08.03.2006, 12:27
Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass der Großteil der Arbeitsstellen mittlerweile über Beziehungen zustandekommt.
Wie heißt es doch: "Beziehungen schaden nur dem, der keine hat!"[...]

Was aber auch nicht negativ sein muss. Ich als Arbeitgeber würde auch Vorteile sehen, wenn neue Mitarbeiter auf Empfehlung von Mitarbeitern eingestellt werden. Bei uns gab es sogar mal eine Belohnung für jeden vermittelten Mitarbeiter (das waren aber definitiv andere Zeiten :ü). Nachteil ist natürlich, wenn das in Vetternwirtschaft ausartet, das ist klar.

Ansonsten kann ich Deine Aussage dennoch für unsere Firma definitiv nicht unterschreiben.

Gruß
Holger

principia1
08.03.2006, 12:33
Mitarbeiter für die Rechnungseingangskontrolle, Datenerfassung und Assistenz bei der Auftragsabwicklung.



oh , spannend :fluiten: :fluiten:

büttgen
08.03.2006, 12:46
Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass der Großteil der Arbeitsstellen mittlerweile über Beziehungen zustandekommt.
Wie heißt es doch: "Beziehungen schaden nur dem, der keine hat!"

Bevor jetzt Einwände kommen: Oben steht Großteil und nicht alle.

Ich kenne einge die so einen Ausbildungsstelle bekommen haben.

Netzmeister
08.03.2006, 13:04
oh , spannend :fluiten: :fluiten:
Auf jeden Fall spannender als das, was ein Arbeitswilliger tut. Bewerbungen schreiben ist nicht gerade der Hit.

Bruder Tak
08.03.2006, 13:55
Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass der Großteil der Arbeitsstellen mittlerweile über Beziehungen zustandekommt.
Wie heißt es doch: "Beziehungen schaden nur dem, der keine hat!"

Bevor jetzt Einwände kommen: Oben steht Großteil und nicht alle.

Ich tipp mal auf ca. 98 % der Stellen :Bluesbrot

gruen
08.03.2006, 14:09
Dann gehöre ich zu den restlichen 2%.
Exklusiver Kreis, würde ich sagen...
:Bluesbrot

flachradler
08.03.2006, 15:07
Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass der Großteil der Arbeitsstellen mittlerweile über Beziehungen zustandekommt.
Wie heißt es doch: "Beziehungen schaden nur dem, der keine hat!"

Bevor jetzt Einwände kommen: Oben steht Großteil und nicht alle.
Ich bin seit 15 Jahren mit meinem Studium fertig und auch seit dem berufstätig. Ich habe nie mitbekommen oder erfahren, nicht mals das Gerücht gehört, dass jemand eine Stelle über Beziehungen bekommen hätte. Diese Erfahrung habe ich in 4 großen Unternehmen gemacht, in denen ich beschäftigt war und in den vielen Unternehmen, die ich als externer Mitarbeiter kennen gelernt habe.

ritzeldompteur
08.03.2006, 15:12
Ich bin seit 15 Jahren mit meinem Studium fertig und auch seit dem berufstätig. Ich habe nie mitbekommen oder erfahren, nicht mals das Gerücht gehört, dass jemand eine Stelle über Beziehungen bekommen hätte. Diese Erfahrung habe ich in 4 großen Unternehmen gemacht, in denen ich beschäftigt war und in den vielen Unternehmen, die ich als externer Mitarbeiter kennen gelernt habe.


also ich bin noch nicht mal mitm studium fertig und hab das in "meinen" firmen sehr wohl mitgekriegt, v.a. ausbildungsstellen (es sei denn, diese schließt du aus?)

von 2 großen firmen weiß ich z.b. definitiv, daß "familienangehörige" bevorzugt werden.

Bruder Tak
08.03.2006, 15:19
also ich bin noch nicht mal mitm studium fertig und hab das in "meinen" firmen sehr wohl mitgekriegt, v.a. ausbildungsstellen (es sei denn, diese schließt du aus?)

von 2 großen firmen weiß ich z.b. definitiv, daß "familienangehörige" bevorzugt werden.

Dann beeile dich mal mit deinem Studium............ ;) :D

ritzeldompteur
08.03.2006, 15:21
Dann beeile dich mal mit deinem Studium............ ;) :D


mach ich ja schon ;)

aber eigentlich gefällts mir da noch ganz gut :rolleyes: ;)

Bruder Tak
08.03.2006, 15:25
mach ich ja schon ;)

aber eigentlich gefällts mir da noch ganz gut :rolleyes: ;)

ja aber du willst doch mal kohle verdienen und nicht immer anderen auf der tasche liegen oder???? :ä

ritzeldompteur
08.03.2006, 15:29
ja aber du willst doch mal kohle verdienen und nicht immer anderen auf der tasche liegen oder???? :ä


mehr geld wär schon mal ne idee, ja :rolleyes:

Bruder Tak
08.03.2006, 15:36
mehr geld wär schon mal ne idee, ja :rolleyes:

naja dann arbeite halt mal was :ä

ritzeldompteur
08.03.2006, 15:37
naja dann arbeite halt mal was :ä


hab ich ja auch vor ... so ab nächstem jahr dann ;)

flachradler
08.03.2006, 15:46
also ich bin noch nicht mal mitm studium fertig und hab das in "meinen" firmen sehr wohl mitgekriegt, v.a. ausbildungsstellen (es sei denn, diese schließt du aus?)

von 2 großen firmen weiß ich z.b. definitiv, daß "familienangehörige" bevorzugt werden.
Hast Recht bei Ausbildungsstellen bekomm ich nichts mit. Aber ist das mit den Familienangehörigen heute noch so? Ich dachte, dass auch das abnimmt.

Bruder Tak
08.03.2006, 15:46
hab ich ja auch vor ... so ab nächstem jahr dann ;)

und du glaubst ernsthaft dich stellt irgend jemand ein ? :D

K,-
08.03.2006, 19:24
und du glaubst ernsthaft dich stellt irgend jemand ein ? :D
Ich mach mir da keine Sorgen.

Bruder Tak
08.03.2006, 22:22
Ich mach mir da keine Sorgen.

ich schon :ä

29.5.1999
09.03.2006, 07:23
Ich bin seit 15 Jahren mit meinem Studium fertig und auch seit dem berufstätig. Ich habe nie mitbekommen oder erfahren, nicht mals das Gerücht gehört, dass jemand eine Stelle über Beziehungen bekommen hätte. Diese Erfahrung habe ich in 4 großen Unternehmen gemacht, in denen ich beschäftigt war und in den vielen Unternehmen, die ich als externer Mitarbeiter kennen gelernt habe.

Hmm, also, ich würde zwar auch nicht von einem Großteil sprechen, aber ein gewisser Anteil schon. Und, wie ich das oben schrieb, das muss ja nicht immer negativ im Sinne von Gemauschel passieren. Ich denke einfach an persönliche Empfehlungen. Das halte ich für ziemlich normal und es würde mich wundern, wenn es das in großen Unternehmen überhaupt nicht gibt. Insbesondere bei gehobeneren Positionen ist es doch sicher auch so, dass dort neue Mitarbeiter auch gerne vertraute Mitarbeiter "mitnehmen". Aber auch auf anderen Ebenen. Und ich hielte eine Personalpolitik sogar für etwas dumm, wenn sie nicht persönliche Empfehlungen von Mitarbeitern mit ins Kalkül ziehen würden.

Wer seinem Unternehmen eine Einstellung empfiehlt, dürfte das ja nicht allzu sorglos machen, denn wenn das ein "Griff ins Klo" wird, dann bleibt ja auch an ihm etwas hängen :D

Wenn die persönlichen Empfehlungen (=Beziehungen) der einzige Einstellungsgrund sind, ist das natürlich auch nicht so schlau...

zwanzich
09.03.2006, 14:13
Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass der Großteil der Arbeitsstellen mittlerweile über Beziehungen zustandekommt.
Wie heißt es doch: "Beziehungen schaden nur dem, der keine hat!"

Bevor jetzt Einwände kommen: Oben steht Großteil und nicht alle.

Glaube ich nicht.
Die Gefahr, sich jemanden einzufangen, der weggelobt werden soll, ist dabei zu groß. Beziehungen zwischen Arbeitgebern sind auch prima Entsorgungsmöglichkeiten.

Wozu auch? Fehlentscheidungen können in der Probezeit korrigiert werden. Direktes Abwerben als fähig auffällig gewordener Mitarbeiter ist da schon häufiger üblich und führt wesentlich verlässlicher zum Ziel.