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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Online bestellt, aber nichts bekommen!



Bernhard1983
12.04.2006, 19:02
Guten Tag

Ich weiß nicht, ob ich sowas hier reinschreiben darf, aber ich tue es einfach mal. Also, ich habe vor etwas mehr als 2 Monaten bei einem Online-Geschäft, dessen Namen ich jetzt hier erstmal nicht nennen will, eine Deda Sattelstütze per Vorkasse bestellt. Diese war und ist nicht lieferbar und deshalb wurde mir von dem Online-Geschäft angeboten, eine andere Sattelstütze zu nehmen oder mein Geld zurück zu bekommen. Ich habe mich dann für zweiteres entschieden. Dann habe ich auf das Geld gewartet und gewartet, aber nichts kam bei mir an. Ich habe mehrere eMails geschrieben und ein Fax geschickt, allerdings bekam ich nur auf 2 Mails eine Antwort, in denen mir zugesagt wurde, dass die Überweisung vorgenommen werde. Leider ist dies bis heute, also mehr als 2 Monate später, nicht passiert.
Ist das von euch schonmal jemandem passiert und wie soll ich mich jetzt verhalten? Soll ich per Einschreiben mit einem Anwalt drohen?

Vielen Dank für eure Hilfe!

Libertyseguros
12.04.2006, 19:06
Also Du kannst gern den Namen nennen des Shops... Vielleicht ist es ja dort üblich so lange zu warten :(
Hast du dort mal angerufen und gedroht zu einem Anwalt zu gehen wenn das Geld nicht bis zum X datum da ist... Würde ich tun.


Ich hatte das mal bei einem Bikekoffer, habe 2,5 Monate gewartet....
Fast wäre der Koffer nicht rechtzeitig angekommen, um nach Sevilla zu fliegen....


Probiere es halt nochmal...

Liberty

stoked
12.04.2006, 19:07
Setz ihm SCHRIFTLICH eine Frist (am Besten per Einschreiben). 2 Wochen oder so. Wenn nix kommt -> Anwalt. :deegrol:

Karoo
12.04.2006, 19:08
ja, würde mich um anwaltlichen Beistand bemühen, Frist setzten.

Bernhard1983
12.04.2006, 19:17
Danke für eure Antworten.

Anrufen will ich nicht, da man dann nix in der Hand hat. Solche Sachen mache ich eigentlich lieber schriftlich.

Frist habe ich noch nicht gesetzt. In meinem Online-Konto bei denen steht die Bestellung noch als "wird bearbeitet" drin, aber das steht dort schon von Anfang an. Es handelt sich um www.radsport-kellner.de .

Werde wohl ein Einschreiben schicken mit Frist und mit einem Anwalt drohen. Sind ja immerhin fast 100€.

Etappenhengst
12.04.2006, 19:29
Hallo,

da dem Verkäufer die Leistung wegen Leferschwierigkeiten o.. nicht möglich ist, war und ist eine Fristsetzung zur Erfüllung, sprich Lieferung nicht nötig.

Die Folge dieser Konstellation ist ein Rücktrittsrecht für dich als Käufer, wobei eine Fristsetzung nicht erforderlich ist. Erkläre einfach schriftlich wegen Unmöglichkeit der Leistunsgerbringung den Rücktritt und verweise auf die Folgen des sogenannten Rückgewährschuldverhältnisses, wonach die jeweils erbrachten Leistungen - in deinem Fall das Geld - zurückzugewähren sind. Hinsichtlich dieser Rückgewährung des Kaufpreises kannst du eine Frist von ein - bis zwei Wochen setzen. Sollte das nicht fruchten, besuchst du einfach einen Kollegen von mir;-)))!

Grußund viel Erfolg

Roli

Etappenhengst
12.04.2006, 19:33
...noch zu den Kosten eines Anwalts!

Streitwert € 100

Normale Gebühren für eine aussergerichtliche Tätigkeit inkl. Auslagenpauschale und MWSt. € 45,24. Sollte ein gerichtliches Verfahren folgen, in dem du voll obsiegst, bekommst du diese Kosten selbstredend vom Gegner wieder, der dazu verpflichtet wird, sofern du den richtigen Antrag in der Klage stellst (aber das zu erklären würde den Rahmen hier sprengen :D )

Gruß

Roli

Vectorr
12.04.2006, 19:34
"...Bei Zahlung per Rechnung ist diese bis spätestens 14 Tage nach Rechnungsdatum fällig. Bis zu diesem Tag muß die Zahlung bei uns gebucht sein.
Erfolgt die Zahlung bis zu diesem Tag nicht, gerät der Käufer gemäß § 286 in Zahlungsverzug und die Verzugsfolgen treten ohne weitere Ankündigung ein.
Bei Zahlungseinstellung des Käufers werden sofort seine sämtlichen Verpflichtungen fällig, gewährte Rabatte werden hinfällig...."

Wer solche Texte schreibt, sollte auch mal an seine Pflichten erinnert werden und du solltest mal 16% Verzugs-Zins einkalkulieren :biggrin:

Beast
12.04.2006, 19:39
Guten Tag

Ich weiß nicht, ob ich sowas hier reinschreiben darf, aber ich tue es einfach mal. Also, ich habe vor etwas mehr als 2 Monaten bei einem Online-Geschäft, dessen Namen ich jetzt hier erstmal nicht nennen will, eine Deda Sattelstütze per Vorkasse bestellt. Diese war und ist nicht lieferbar und deshalb wurde mir von dem Online-Geschäft angeboten, eine andere Sattelstütze zu nehmen oder mein Geld zurück zu bekommen. Ich habe mich dann für zweiteres entschieden. Dann habe ich auf das Geld gewartet und gewartet, aber nichts kam bei mir an. Ich habe mehrere eMails geschrieben und ein Fax geschickt, allerdings bekam ich nur auf 2 Mails eine Antwort, in denen mir zugesagt wurde, dass die Überweisung vorgenommen werde. Leider ist dies bis heute, also mehr als 2 Monate später, nicht passiert.
Ist das von euch schonmal jemandem passiert und wie soll ich mich jetzt verhalten? Soll ich per Einschreiben mit einem Anwalt drohen?

Vielen Dank für eure Hilfe!

Bin selber Online Händler (nicht Fahrrad). Wenn er Dir schon zwei mal gemailt hat dass er das überweist und nichts ist gekommen ist das ein ziemlich übles Zeichen. So wie es aussieht KANN er das Geld nicht überweisen.

Gar nicht mit Anwalt drohen, gleich Frist setzen (eine Woche) und per Einwurfeinschreiben abschicken. Wenn kein Erfolg -> Anwalt.

klappradl
12.04.2006, 19:40
... Sollte das nicht fruchten, besuchst du einfach einen Kollegen von mir;-)))!

Ist kostenlose Beratung nicht gegen die Berufsehre? ;)

Mach dich schon mal auf viele Anfragen gefasst. :Bluesbrot

Etappenhengst
12.04.2006, 19:46
...ein bißchen "pro bono" unter Sportskameraden schadet doch nicht ;) !

Gruß

Roli

Bernhard1983
12.04.2006, 19:55
@Etappenhengst

Eigentlich habe ich den Verkäufer aber doch schon darauf hingewiesen, oder nicht?
Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass er mir das Geld zurücküberweisen muss.

Also müsste doch jetzt eigentlich der Anwalt folgen oder habe ich das falsch verstanden?

black
12.04.2006, 20:25
Normale Gebühren für eine aussergerichtliche Tätigkeit inkl. Auslagenpauschale und MWSt. € 45,24. Sollte ein gerichtliches Verfahren folgen, in dem du voll obsiegst, bekommst du diese Kosten selbstredend vom Gegner wieder...
Also muss man als Betroffener hoffen, dass es der Händler zum Prozeß kommen läßt - andernfalls bleibt man auf den Anwaltskosten sitzten?! :rolleyes:

Vectorr
12.04.2006, 20:29
Also muss man als Betroffener hoffen, dass es der Händler zum Prozeß kommen läßt - andernfalls bleibt man auf den Anwaltskosten sitzten?! :rolleyes:

Bei Russen-Inkasso nie! :angel:

Algera
12.04.2006, 21:05
freundlich aber bestimmt hilft öfter, als tausend schreiben und aufregerei...

Kann sein, braucht aber nicht zu sein.

Wenn sich ein Händler die Frechheit herausnimmt, das Geld innerhalb von 2 Monaten nicht zurückzuzahlen, gibt es nur einen sinnvollen Weg und der sieht folgendermaßen aus:


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe an Sie zu der Bestellnummer xyz einen Betrag in Höhe von 123,45 Euro überwiesen. Dieser Betrag ist von meinem Konto am aa.bb.2006 abgebucht worden. Da die bestellte Sattelstütze nicht lieferbar ist, waren wir telefonisch übereingekommen, daß Sie den von mir per Vorkasse verauslagten Betrag an mich zurückzahlen. Trotz mehrfacher Aufforderung zur Zahlung ist ein Zahlungseingang bis heute nicht zu verzeichnen.

Zur Überweisung des Betrags in Höhe von 123,45 Euro gebe ich Ihnen hiermit letztmalig Gelegenheit bis zum 30.04.2006.

Die Überweisung nehmen Sie bitte auf folgendes Konto vor:

Hans Mustermann
Musterbank AG
BLZ 09876543
Konto 12324567

Sollte ein fristgerechter Zahlungseingang nicht zu verzeichnen sein, werde ich meine Ansprüche gerichtlich geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Mustermann


Wenn auf dieses Schreiben keine Zahlung erfolgen sollte, suchst Du einen Rechtsanwalt auf. Da sich der Händler mit der Rückzahlung dann in Verzug befindet, hat er auch die Rechtsanwaltsgebühren als Verzugsschaden zu zahlen.

Motobécane
13.04.2006, 07:50
Bei Russen-Inkasso nie! :angel:

Ja was meinst du, was die Russen kosten.:rolleyes: Man findet ja kaum noch gute! :D

Etappenhengst
13.04.2006, 09:42
@bernhard1983: Ich habe einfach den Ablauf geschildert, wie er einzuhalten ist,da ich deinen genauen Schriftwechsel nicht kenne. Das Wort Rücktritt muss nicht explizit erwähnt werden, es reicht, wenn dein Wunsch danach zum Ausdruck kommt!
Bist du rechtschutzversichert?

Ja, in der Tat, man hat nur die Möglichkeit, seine Kosten von der Gegenseite vollständig zu erhalten, wenn man z.B. ein vollobsiegendes Urteil erzielt und einen sog. Kostenfestsetzungsantrag bei Gericht einreicht. Zwar kann man natürlich auch aussergerichtlich vom Gegner die Anwaltskosten im Rahmen eines Verzugs - oder Schadensersatzes geltendmachen oder einfordern, doch wird keiner auf diese Aufforderung hin zahlen;-(! Das zeigt leider die alltägliche Praxis.
Fazit: Du musst erst einmal in Vorleistung gehen :rolleyes: !

Stichwort Russen-Inkasso: Davon würde ich die Finger lassen, da diese Herren entgegen der Ankündigungen ziemlich brutal, teilweise unter Anwendung körperlicher Gewalt vorgehen. Dann kann es sein, dass du mit auf der Anklagebank sitzt als Auftraggeber, bzw. Anstifter.

Gruß

Roli

Etappenhengst
13.04.2006, 10:41
@sonpop

Ich stimme mit dir darin überein, dass man zunächst das persönliche Gespräch suchen sollte, gerade bei diesen Streitwerten. So berate ich meine Mandanten auch zunächst. Leider, leider lassen sich viele Fälle aber nicht mit reden und telefonieren lösen. Gerade heutzutage, wo der Konkurrenzkampf immer größer wird und viele Händler ums Überleben kämpfen, sucht man das faire Miteinander zwischen Anbieter und Käufer vergebens. Bernhard1983 scheint einfach derzeit nicht mehr zu wissen, was er noch tun soll. Für diese Situation haben wir ihm das weitere mögliche Prozedere aufgezeigt.
In Zeiten knapper Kassen zeigt die alltägliche Praxis immer mehr, dass man auf Seiten der Verbraucher nicht mehr bereit ist, eben mal so auf € 100 zu verzichten. Zu Recht, denn viele Anbieter - natürlich nicht nur im Radsektor - legen es darauf an, mit sehr fragwürdigen Geschäftspraktiken bei kleinen Beträgen Kasse bei den Verbrauchern zu machen, in der Hoffnung, wegen des kleinen Betrages werde schon kein Gegendruck kommen. Ich denke da vorallem an die Telekommunikationsanbieter. Viele Verbraucher lassen sich das zu Recht nicht mehr gefallen.
Zur Rechtschutzversicherung: Ich weiß nicht, weswegen dir diese Frage übel aufstieß. In der Diskussion ging es einfach um Chancen und natürlich auch finanzielle Risiken. Da ist die Frage nach wirtschaftlicher Absicherung doch elementar, gerade bei diesem geringen Streitwert.

Nichts für ungut ;)

Guß

Roli

PolarSun
13.04.2006, 11:50
Ohne mir jetzt Hiebe vom Anwalt zuziehen zu wollen, aber braucht man denn unbedingt einen Anwalt? Kann man nicht bei Gericht einfach so einen Mahnbescheid (oder wie das hieß) beantragen, da gibt es doch diese Vordrucke dafür (so 2,50 im gut sortierten Schreibwarenladen). Dann wird die Forderung erst mal gerichtlich eingeleitet ohne die Gebühren für den rechtlichen Beistand zahlen zu müssen. Bei einigen Gerichtsbezirken kann man das sogar online (beim zuständigen Amtsgericht) machen.

Allerdings dauert die gerichtliche Prüfung des Ganzen nochmal zwei, drei Monate - was schon ganz schön lange ist. Außerdem wird quasi nur die formale Richtigkeit dieses Antrags begutachtet, nicht die Berechtigung der Forderung. Der Beklagte kann dann auch dem Mahnbescheid widersprechen - womit dann wohl Gerichtskosten und Anwaltskosten nicht mehr zu vermeiden sind. Allerdings wäre er ziemlich doof wenn er das täte, sollten die Forderungen berechtigt sein.

Daddy yo yo
13.04.2006, 12:18
ja, das ist leider eine sehr, sehr ärgerliche geschichte! da liegt einem die empfehlung nahe, sicherheitshalber nur mehr eine anzahlung zu leisten und nicht den gesamten betrag. das hilft unserem thread-eröffner zwar auch nicht weiter, aber irgendwie muss man sich doch auch selber schützen können?! ich würde ausflippen bei solchen geschichten!

was meint ihr, hilft es nur mehr bei den großen, alteingesessenen anbietern zu bestellen? machen die ihre sache besser? bzw. ziehen die einen nicht über den tisch (weil man ja einen mühsam aufgebauten ruf zu verlieren hat)?

keep on rollin'!
daddy yo yo

ps: wenn du zufällig mal vor ort sein solltest (oder ist der laden zu weit weg??), dann hilft es u.U. auch, mal ein ernstes wörtchen mit denen zu reden, und notfalls (anwesenheit anderer kunden vorausgesetzt) laut zu werden!

Etappenhengst
13.04.2006, 12:23
@polarsun:

Richtig, die Möglichkeit eines Mahnbescheidsverfahrens besteht. Man kann den Antrag beim zuständigen zentral eingerichteten Amtsgericht - Mahnabteilung - ohne anwaltliche Hilfe einreichen. Das Gericht prüft nur das Vorliegen der formellen Voraussetzungen, ohne die Berechtigung des Anspruches zu untersuchen. Der Mahnbescheid wird dem Schuldner zugestellt. Dieser hat dann zwei Wochen Zeit, einen Widerspruch einzulegen. Dann kommt das Verfahren vor das örtlich und sachlich zuständige Gericht. Legt der Schuldner keinen Widerspruch binnen zwei Wochen ein, kann der Gläubiger einen Vollstreckunsgbescheid beantragen. Dieser kann bereits zur vorläufigen Zwangsvollstreckung herangezogen werden. Allerdings hat auch hier der Schuldner die Möglichkeit, binnen zwei Wochen - diesmal - Einspruch einzulegen. Die Folge: S. oben.

Du hast recht, sollte der Anspruch zweifelsohne bestehen, wird der Schuldner nicht so unbedarft sein und das Verfahren kostenträchtig durch Wider- oder Einspruch fortzuführen. Aber,....alles schon erlebt. Rechthaber gibt es überall. Wenn zudem eine Rechtschutzversicherung im Hintergrund ist, wird erst einmal gestritten.

Hat man einen Vollstreckunsgbescheid erwirkt und es wurde kein Einspruch eingelegt, geht man damit zu einem Gerichtsvollzieher und betreibt die Zwangsvollstreckung, wo natürlich weitere - wie im Mahnverfahren auch - Gebühren anfallen, die aber in den Titel aufgenommen werden. Hat dann der Schuldner kein Geld und womöglich schon die "Hand gehoben" (eidesstattliche Versicherung abgegeben, schaut man in die Röhre und bleibt auf den Kosten sitzen :heulend: !
Da gewinnt der Spruch "Gutes Geld schlechtem hinterherwerfen" große Bedeutung :D !

Gruß

Roli

Etappenhengst
13.04.2006, 12:26
q daddy yo yo:

ja, ich denke schon, dass arrivierte Anbieter sehr vorsichtig sind, was den geschäftlichen Habitus anbelangt! Auf Kulanzbasis kann man bei denen oftmals viel mehr erreichen als bei kleinen unbedeutenden Anbietern.

Gruß

Roli

Jea
13.04.2006, 14:26
Unabhängig von diesem Vorfall ist mir unbegreiflich, warum jemand heute noch etwas per Vorkasse bestellt. Es gibt doch bei jedem vernünftigen Onlineshop Lieferung per Nachnahme, Bankeinzug, Kreditkarte oder Rechnung. Oder ist Geiz so geil, dass man jede vernünftige Regel außer acht lässt. Dann ist die Strafe allerdings verdient.

Daddy yo yo
13.04.2006, 14:36
Unabhängig von diesem Vorfall ist mir unbegreiflich, warum jemand heute noch etwas per Vorkasse bestellt. Es gibt doch bei jedem vernünftigen Onlineshop Lieferung per Nachnahme, Bankeinzug, Kreditkarte oder Rechnung. Oder ist Geiz so geil, dass man jede vernünftige Regel außer acht lässt. Dann ist die Strafe allerdings verdient.also bis zu einem gewissen grad verstehe ich dich.

ABER: h&s bspw. versenden innerhalb deutschlands nur per nachnahme oder vorkasse (keine kreditkartenzahlung möglich). und falls es sich um extra-bestellungen von teilen handelt, die eigentlich nicht im sortiment sind, dann wird halt nur vorkasse möglich sein (händler lernen auch aus erfahrungen und wollen nicht auf bestellter ware sitzenbleiben). das mit dem 'geiz ist geil' ist so eine sache. bei nem ganzen fahrrad wären mir €5.- nachnahmegebühr egal, bei 2 schläuchen aber nicht mehr. und bei ner stütze um etwa €100.- muss halt jeder selber entscheiden.

wie auch immer, in diesem fall, so wie geschildert, wird's zeit, dass der händler die kohle rausrückt, ganz egal ob der thread-eröffner nun etwas anders machen hätte sollen oder nicht. das hilft ihm auch nicht mehr weiter!

[ri:n]
13.04.2006, 14:39
Unabhängig von diesem Vorfall ist mir unbegreiflich, warum jemand heute noch etwas per Vorkasse bestellt. Es gibt doch bei jedem vernünftigen Onlineshop Lieferung per Nachnahme, Bankeinzug, Kreditkarte oder Rechnung. Oder ist Geiz so geil, dass man jede vernünftige Regel außer acht lässt. Dann ist die Strafe allerdings verdient.

das ist doch ganz einfach; nachnahmesendungen kosten meist mehr, vor allem bei niedrigem bestellwert macht eine nachnahmesendung den vorteil, übers internet zu bestellen und dabei zu sparen, meist wieder zunichte.

für den bankeinzug könnte man genau deinen einleitenden satz wiederverwenden und ne kreditkarte hat auch nicht jeder.

lieferung auf rechnung wird von vielen nicht angeboten und wenn, dann nicht für erstbesteller, was ich nachvollziehen kann.

also ist lieferung per vorkasse doch eigentlich die optimale lösung, wenn nicht sowas wie in diesem beispiel herauskommt. ich kann mir aber vorstellen, dass der fredstarter sein geld wiedebekommt. leider bedarf es hier dann wohl doch der rechtlichen beihilfe.

Algera
14.04.2006, 00:15
Allerdings wäre er ziemlich doof wenn er das täte, sollten die Forderungen berechtigt sein.

Und genau das wird gern getan, um mit Hilfe dieses "Prozeßkredits" einen Zahlungsaufschub zu erwirken. :(

Vielen gehen sogar noch einige Schritte weiter und lassen es bis zur Zwangsvollstreckung kommen. :mad: