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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Winterrad



Hübschi
08.10.2002, 16:32
Hallo, was fahrt ihr denn so im Winter ? Alte Stahlrahmen mit Schutzblechen, umgebaute Trekkingrahmen, MTB - Bikes etc. ?

Ich selbst hatte das Problem keine Schutzbleche mit Schmutzfängern am Wintterad zu haben was dazu führte, dass beim Fahren in Gruppen mein Hintermann im ziemlich " eingesaut " wurde. Inzwischen habe ich das Problem behoben und fahre eine umgebauten Trekkingrahmen, dass es ja kaum noch Rennrahmen für Bremsen mit langen Schenkeln gibt.

Danke´Hübschi

Rupert
08.10.2002, 17:46
wer ohne Schutzbleche fährt wird bei uns erschossen!

Habe ein olles Panasonic mit Shimanoausstattung und Rahmenschaltung, läuft wie verrückt und wird nach jeder Dreckfahrt in die Ecke geschmissen. Sonntag wirds wieder herausgeholt. Für die älteren unter Euch, das Ding hat noch einen Biopace Antritt, dachte erst das Kettenblatt wäre im Arsch....;)

SF_
08.10.2002, 17:54
Seitenbremsen mit langen Schenkeln sind aufgrund der ungünstigen Hebelverhältnisse prinzipiell minderwertig. Wenn man nichts anderes gewohnt ist, ist es nicht so schlimm, weil man dann automatisch defensiver fährt. Ungünstig ist aber, wenn man noch ein anderes Rad mit kurzen Bremsschenkeln fährt - und ich spreche hier leider aus eigener Erfahrung.

Wenn Du Glück mit Deinem Rahmen hast, paßt ein schmales, hinteres Schutzblech noch zwischen kurze Bremse und Laufrad. Meine Frau und ich fahren z. B. abgestimmte Rahmen für Record-Bremsen, die sind mit 51,2 mm Schenkellänge hierfür besser geeignet als Shimano-Bremsen die in der Kurzversion nur 49 mm Länge haben. Hinzu kommt ein schmales Schutzblech von ESGE (ca. 35 mm breit, kann man aber falls erforderlich an Engstellen ein bischen schmäler drucken). Fehlen die Gewindeösen zur Befestigung der Gestänge - was bei modernen Rennrädern der Normalfall ist - kann man Schellen verwenden. Nachteil: ein bischen Fummelei bis alles paßt. Reifen breiter als 23 mm sind nicht zu empfehlen (ist mir aber egal). Manchmal kratzt es auch ein paar Umdrehungen am Schutzblech, wenn etwas am Reifen kleben bleibt - das Schutzblech wird davon aber nicht beschädigt. Das vordere Schutzblech schneide ich (mit dem Seitenschneider) unter der Gabel ab, somit muß es nicht unter der Vorderbremse durchgeführt werden.
In der aktuellen Tour gibt es auch eine Bastelanleitung für Leute die ihr hinteres Schutzblech an der Bremsposition durchschneiden wollen bzw. müssen.

Sandy-Major
09.10.2002, 09:30
Ich fahre seit ca. 2 Jahren mein altes Alu-Rad mit Shimano 600 8-fach bei (richtig) schlechtem Wetter und im Winter. Habe SKS-Plastikschutzbleche montiert und das funktioniert völlig problemlos. Hat davor auch am alten Stahlhobel prima geklappt. Ich verstehe eigentlich die verschiedenen "Probleme" mit Schutzblechen nicht so richtig (Ich glaube da war letztens noch so ein komischer Umbautipp in der Tour). Es ist zwar ein bißchen Fummelei, bis alles richtig gerichtet ist und das Rad wirklich im Schutzblech läuft, die Bremse zentriert ist usw., aber danach gab es nie wieder irgendwelche Probleme, auch nicht mit kurzen Bremsschenkeln. Weder bei Shimano, noch bei Campa und auch nicht bei den alten Sachs New Success-Bremsen.
Wenns regnet fahre ich jedenfalls nie ohne und mein gutes Rad bleibt geschont und wie neu. :)

Light x
09.10.2002, 22:56
im winter und bei richtigem sauwetter fahre ich mit meinem alten renner, um mein neues teures rad zu schonen und zwar ohne schutzblech und anderen firlefanz.

Camby
09.10.2002, 23:43
im winter rauf aufs mtb! ist doch mal was anderes, wenn man so richtig durch den schnee pflügen kann und schult auch noch das gleichgewicht und das reaktionvermögen. ausserdem fährt man nicht so schnell, dann wird es auch nicht so kalt durch den fahrtwind...

alf
10.10.2002, 10:51
Ich fahr mein altes Koga (Stahlrahmen) mit ner alten Shimano Dura Ace. Ohne Schutzbleche, da ich im Winter alleine fahre und mir die Spritzer egal sind.

Boris
10.10.2002, 12:54
ich fahr im Winter MTB, wenn in den Bergen Schnee liegt kommt man mit dem Rennrad nicht so gut voran...

SF_
22.10.2002, 11:15
Original geschrieben von SF_
Seitenbremsen mit langen Schenkeln sind aufgrund der ungünstigen Hebelverhältnisse prinzipiell minderwertig. Wenn man nichts anderes gewohnt ist, ist es nicht so schlimm, weil man dann automatisch defensiver fährt. Ungünstig ist aber, wenn man noch ein anderes Rad mit kurzen Bremsschenkeln fährt - und ich spreche hier leider aus eigener Erfahrung.

Wenn Du Glück mit Deinem Rahmen hast, paßt ein schmales, hinteres Schutzblech noch zwischen kurze Bremse und Laufrad. Meine Frau und ich fahren z. B. abgestimmte Rahmen für Record-Bremsen, die sind mit 51,2 mm Schenkellänge hierfür besser geeignet als Shimano-Bremsen die in der Kurzversion nur 49 mm Länge haben. Hinzu kommt ein schmales Schutzblech von ESGE (ca. 35 mm breit, kann man aber falls erforderlich an Engstellen ein bischen schmäler drucken). Fehlen die Gewindeösen zur Befestigung der Gestänge - was bei modernen Rennrädern der Normalfall ist - kann man Schellen verwenden. Nachteil: ein bischen Fummelei bis alles paßt. Reifen breiter als 23 mm sind nicht zu empfehlen (ist mir aber egal). Manchmal kratzt es auch ein paar Umdrehungen am Schutzblech, wenn etwas am Reifen kleben bleibt - das Schutzblech wird davon aber nicht beschädigt. Das vordere Schutzblech schneide ich (mit dem Seitenschneider) unter der Gabel ab, somit muß es nicht unter der Vorderbremse durchgeführt werden.
In der aktuellen Tour gibt es auch eine Bastelanleitung für Leute die ihr hinteres Schutzblech an der Bremsposition durchschneiden wollen bzw. müssen.

Bild von durchgehendem Esge-Schutzblech und kurzer Rennbremse (Record). Das ist doch besser als die Bastelei im "Tour" Oktoberheft.

SF_
22.10.2002, 11:19
Probleme kann es bei kurz gebauten Rahmen mit dem engen Zwischenraum zwischen Reifen und Sitzrohr geben. Mit einem Ultegra 3-fach Umwerfer war es an meinem Rad auch nach diversen Modifizierungen (Flache Muttern, Abschleifen am Umwerfer usw.) für einen sinnvollen Abstand zwischen Reifen und Schutzblech zu eng. Ein Radhändler in der Nähe hatte noch einen Sachs-Umwerfer in der Kramkiste. Die Innensechskantmutter wurde durch eine flache 6-Kantmutter ersetzt. Damit ist genug Platz und das Teil funktioniert im Zusammenspiel mit meinem Campa 3-fach Tretlager seit ca. 6 Jahren problemlos. Am neuen Rad meiner Frau hat es mit einem Campa Racing-Triple Umwerfer gut geklappt.

Ivo
22.10.2002, 16:37
Ich besitze/besitzte in total 4 Raeder mit Schutzbleche. Nur 2 davon haben viel platz (Canti's), die beiden anderen sind/waren fuer RR-Bremsen (Kurzschenkel). Bevor ich mir mein Bioracer zulegte fuhr ich einen einfachen Pinarello Rahmen. Kein Problem dort Schutzbleceh zu montieren, sogar mit 25mm Reifen. Nehme nur deinen Dremel und passe die Halterungen an. So kannst du viele mm gewinnen. Wenn dan noch ein mm fehlt, nim den Foehn oder ein sonstiges Heissluftgeraet, erhitze das Schutzblech, und verforme es nach deiner Wahl. Zur not kannst du das Schutzblech hinter den Bremssteg abtrennen.
Einige Britische Rahmenbauer sind ganz gut zum Thema Schutzbleche. Dave Yates baut z.B. gewindeoesen ein unter der Gabel, da kannst du das Schutzblech direkt hineinschrauben. Schaue mal bei ihm nach fuer Ideen.
Dave Yates (http://www.msteelcycles.co.uk)
Beim Bioracer war es ganz einfach. Die Bremskoerper am Rahmenbauer abgegeben, und der hat das Maximale Bremsmass fuer diese Bremskoerper (Shimano Dura Ace single pivot) gebaut.

Ivo

SF_
22.10.2002, 18:24
Die Befestigung des vorderen Schutzblechs ist normalerweise einfach, weil man die überflüssige Länge abschneiden kann. Beim Wiesmann-Rahmen meiner Frau sieht das wie auf dem beigefügten Bild aus. Ohne zusätzliche Öse oder Bohrung kann man die mit dem Schutzblech mitgelieferte Aufhängung an der Bremsachse benutzen.

Kai Pirinha
23.10.2002, 04:16
Also: Alter Raleigh Stahlrahmen , Biopace-Blätter , 7-fach shimano mit Rahmenschalthebeln, San Marco Rolls...........

läuft einwandfrei:D

beamer13
23.10.2002, 13:30
Also einen alten Specialized Allez Stahlrahmen. Biopace 7-fach, Rahmenschaltung. Selle -Turbo. Sks-Schutzblech an der Sattelstütze. Olle Look-pedale.

Optimal für den Herbst- und Winterdreck.

Plauschfahrer
23.10.2002, 13:46
Hallo

Also ich fahre im Winter das gleiche Rad wie im Sommer.
Bin allerdings in der schönen Südschweiz (Lugano) zu Hause und hier ist es auch im Winter mehr oder weniger angenehm.

P.s hätte übrigens eine kleine Ferienwohnung zu vermieten im Winter zu günstigen Konditionen.


saluti

axelball
23.10.2002, 15:10
wofür bitte schutzbleche auf der straße???
fahre im winter aluteil von ghost( nix mtb!) mit 105er shimano, alles in ordnung, aber nicht soo hochwertig, dass mans schonen müßte: bei richtigem sauwetter fahr ich aber dann auch nicht, bin schließlich hobbyrennradler....;)