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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fertigungstoleranz Rahmen



Pit
08.05.2006, 23:24
Hallo,

ich hab bei meinem Rahmen festgestellt, dass Hinterbau ca. 1.5 - 2 mm ausserhalb der Mitte liegt. Aufgefallen ist es mir beim Einbau des Hinterrades, als ich fesstellte, dass der Abstand zwischen Felge und Kettenstreben unterschiedlich weit ist. Um sicher zu gehen, dass es nicht am Laufrad liegt, habe ich versucht den Versatz anderweitig zu bestimmen. Dazu habe ich eine Schnur vom Steuerrohr über das Sattelrohr gespannt und den Abstand zu den Aussfallenden gemessen. Das Ergebnis war das gleiche. Ist diese Abweichung innerhalb der Fertigungstoleranz. Welche Toleranz würdet ihr denn aktzeptieren.

ritzeldompteur
08.05.2006, 23:29
das "anderweitig-bestimmen" hättest du einfach auch machen können, indem du das HR falsch rum einbaust ;)

was für ein rahmen denn? neu?

Pit
08.05.2006, 23:33
ja, ist neu. Ist ein Kinesis Superlight Rahmen. Vielleicht sollte man die Ansprüche an einen solchen Rahmen nicht allzuhoch legen. Aber irgendwie nervt es mich doch

Fixie66
08.05.2006, 23:39
wo hast du denn das Gelumpe her? Von der eBucht? Normal sind die Kinesis genau gemacht, da weicht nichts ab, Toleranz null.. :xdate:

Pit
08.05.2006, 23:44
wo hast du denn das Gelumpe her? Von der eBucht? Normal sind die Kinesis genau gemacht, da weicht nichts ab, Toleranz null.. :xdate:

Nein, nicht eBucht. Ist eigenlich ein bekannterer Internet-Händler von dem ich sonst eigentlich nichts negatives gehört habe. Als entweder habe ich wirklich Pech gehabt oder sind die Fertigungstoleranzen doch größer als ich gedacht habe.

Fixie66
09.05.2006, 00:32
Der Rahmen ist bei der Produktion in eine Lehre eingespannt, da gibts keine Toleranzen.. oder du hast einen 2. Wahl Rahmen bekommen! :qullego:

DerBergschreck
09.05.2006, 10:08
Hallo,

ich hab bei meinem Rahmen festgestellt, dass Hinterbau ca. 1.5 - 2 mm ausserhalb der Mitte liegt. Aufgefallen ist es mir beim Einbau des Hinterrades, als ich fesstellte, dass der Abstand zwischen Felge und Kettenstreben unterschiedlich weit ist. Um sicher zu gehen, dass es nicht am Laufrad liegt, habe ich versucht den Versatz anderweitig zu bestimmen. Dazu habe ich eine Schnur vom Steuerrohr über das Sattelrohr gespannt und den Abstand zu den Aussfallenden gemessen. Das Ergebnis war das gleiche. Ist diese Abweichung innerhalb der Fertigungstoleranz. Welche Toleranz würdet ihr denn aktzeptieren.

Hatte ich bei meinem Kinesis Superlight auch erst bei mir gedacht. Habe das Hinterrad deshalb mal verkehrt herum eingesetzt, da war auf der anderen Seite zuviel Platz. Also war der Rahmen oK, das Hinterrad aber etwas aus der Mitte eingespeicht. Ein wenig nachzentriert und jetzt paßt es.

Pit
09.05.2006, 17:35
Hatte ich bei meinem Kinesis Superlight auch erst bei mir gedacht. Habe das Hinterrad deshalb mal verkehrt herum eingesetzt, da war auf der anderen Seite zuviel Platz. Also war der Rahmen oK, das Hinterrad aber etwas aus der Mitte eingespeicht. Ein wenig nachzentriert und jetzt paßt es.

Das mit dem Hinterraddrehen hab ich auch gemacht mit jeweils dem gleichen Ergebnis. Deshalb habe ich ja die Messung mit der Schnur gemacht, welche das Ergebnis bestätigte. Also ist definitiv der Rahmen etwas schief. Mich würde nur interessieren, ob die Schwankungen bei anderen Rahmen ebenso gross sind, oder ob ich den Rahmen reklamieren soll.

klappradl
09.05.2006, 17:44
ich hab bei meinem Rahmen festgestellt, dass Hinterbau ca. 1.5 - 2 mm ausserhalb der Mitte liegt.
Ich finde 2 mm zu viel. Selbst wenn du das Laufrad entsprechend zentrierst kannst du kein anderes mehr einbauen sonst schleift es an der Bremse.

Fixie66
09.05.2006, 18:25
1mm ist schon zuviel, wenn ein Rahmen fachgerecht in einer Lehre gefertigt wird, gibts keine Differenzen, es kann gar keine geben! :4bicycle:

messenger
09.05.2006, 19:04
Wen der Abstand Felge-Kettenstreben unterschiedlich ist, würde ich mal vermuten, liegt das eher daran, daß die Länge der Kettenstreben nicht identisch ist (genauer gesagt der Abstand Tretlager-Ausfallende). Früher, als alles besser war :D, konnte man sowas mit den einstellbaren Anschlägen ausgleichen.

Bei einem etwas schrägen Hinterbau gäbe es zwar einen leichten Spurversatz, aber das Hinterrad müßte trotzdem mittig laufen.

Je nachdem wie das Ausfallende genau aussieht, genügen evtl. schon ein paar wohldosierte Feilstriche...

Gruß mess.

Pit
09.05.2006, 19:11
Wen der Abstand Felge-Kettenstreben unterschiedlich ist, würde ich mal vermuten, liegt das eher daran, daß die Länge der Kettenstreben nicht identisch ist (genauer gesagt der Abstand Tretlager-Ausfallende). Früher, als alles besser war :D, konnte man sowas mit den einstellbaren Anschlägen ausgleichen.

Bei einem etwas schrägen Hinterbau gäbe es zwar einen leichten Spurversatz, aber das Hinterrad müßte trotzdem mittig laufen.

Je nachdem wie das Ausfallende genau aussieht, genügen evtl. schon ein paar wohldosierte Feilstriche...

Gruß mess.

Daran habe ich auch schon gedacht. Was allerdings dagegen spricht, ist die Tatsache, dass wenn ich eine Schnur vom Steuerrohr zu den Ausfallenden spanne, der Abstand zwischen Schnur und Sattelstütze unterschiedlich ist.

Falls jemand noch weiter Ideen hat, wie ich feststellen kann was nun genau an meinem Rahmen nicht stimmt, immer her damit...

Crossfahrer1
09.05.2006, 19:14
1mm ist schon zuviel, wenn ein Rahmen fachgerecht in einer Lehre gefertigt wird, gibts keine Differenzen, es kann gar keine geben! :4bicycle:



Alurahmen werden aber oft nicht in einer Lehre fertig geschweisst.......In der REgel werden nur die Rahmendreiecke in einer Lehre geheftet....das Fertigschweissen erfogt dann meist ohne Lehre,da man sonst nicht in einem Arbeitsgang die komplette Schweissnaht um das Rohr herum legen kann.
Das wird auch bei eigentlich allen Rahmen die geschweisst sind so gemacht....egal ob Alu,Stahl,oder Titan......ich ha es jedenfalls noch nicht anders gesehen.....egal ob in Italien,Frankreich,Tschechien......

hendrix1971
09.05.2006, 19:32
Ein befreundeter (Stahl)Rahmenbauer meinte zu mir,das kein Alurahmen,den er bisher in seine Rahmenbaulehre eingespannt hat,maßhaltig war
Gruß,
H.

Udo B.
09.05.2006, 20:45
Dass es NULL-Toleranz bei einem technischen Artikel gibt ist unmöglich! Jedes in Serie gefertigte Teil wird schon auf der Zeichnung mit einem Toleranzmass versehen. Insofern sind die Aussagen derer die von absolut masshaltigen Rahmen im Sinne von 0 Abweichung vom Idealmass sprechen unzutreffend. Ob 1,5 - 2,0 mm bei einem Radstand von knapp 1 Meter zu viel sind, entzieht sich meiner Kenntnis, da es sich im Verhältnis zum Vorderrad aber um eine Spurabweichung von ca. 1,5 Promille handelt, würde ich es als tolerabel ansehen.

Ciao Udo

messenger
09.05.2006, 21:06
........Ob 1,5 - 2,0 mm bei einem Radstand von knapp 1 Meter zu viel sind, entzieht sich meiner Kenntnis, da es sich im Verhältnis zum Vorderrad aber um eine Spurabweichung von ca. 1,5 Promille handelt, würde ich es als tolerabel ansehen.

Ciao Udo

mag sein, aber das Laufrad sollte schon mittig (nach Augenmaß) zwischen Ketten- und Sitzstreben stehen.

Gruß mess.

Fixie66
09.05.2006, 21:14
1. ein krummer Hinterbau hat nichts mit dem Radstand zu tun
2. mit der Länge der Kettenstreben schon eher
3. geh zu einem guten Händler, der hat "normal" eine Rahmenlehre
4. jeder Rahmenbauer der das gelernt hat, hat eine Rahmenlehre und kann den Rahmen "nacharbeiten"
5. wenn ich meinem Rahmenbauer erzähle, dass hier 2mm Abweichung als tolerabel angesehen werden, lacht der sich kaputt. Kein Italiener nimmt einen Rahmen ab der 2mm aus der Mitte ist, das ist Murcks. Wenn die Chinesen oder Taiwanesen nicht in der Lage sind so etwas zu fertigen, sollen die es lassen, die können es halt nicht. Ich würde so einen Rahmen nicht nehmen, ja spinne ich denn. :4bicycle:
6. Ich hatte so einen Rahmen schonmal in der Hand, da hatte der ausliefernde Händler das HR 5mm !!!! aus der Mitte gespeicht, damit das Laufrad dann mittig drin stand.. Beim Umtausch stellten wir dann fest, dass 90% seiner Rahmen die er im Lager hatte vermurckst und die Hinterbauten schief waren.

Thunderbolt
09.05.2006, 22:59
Meine bei meiner seligen Yamaha SR500 musste ich das Hinterrad um zwei Markierungen am Kettenspanner schräg einbauen, damit die Fuhre geradeaus lief.

Laut einem Artikel in der Motorradzeitung war das normal. Die Lage der Hinterradschwinge irgendwo im Toleranzbereich Daumennagebreite.
War bei der Kiste schon extrem.

Im Automobilbereich ist das übrigens auch so. So eine Blechschachtel lässt sich gar nicht so genau herstellen. Da werden die Vorderräder immer einstellbar ausgelegt.

Besonders schön, wenn die Fahrzeuge nach einem Unfall auf die Richtbank kommen und geradegezerrt werden.

Also macht Euch bei einem Rennrad, das höchstens mal 80 fährt nicht so viele Gedanken.

Wenn es fährt...

CU
Ralf

Fixie66
09.05.2006, 23:20
Stell dir vor, zu zahlst für so 1kg Rennrad 1000 EUR, aufs Auto umgerechnet sind das bei 1500kg dann 1.500.000 EUR, dafür kriegst sicher auch was ganz genaues.. ! :xdate:

Pit
13.05.2006, 08:40
Also ich hab noch mal genauer nachgemessen. Nachdem ich nun mein Hinterrad nochmals absolut mittig tentriert habe, ist das Hinterrad 1 mm aussermittig. Das bedeutet Abstand Kettenstreben zur Felge auf der linken und rechten Seite ist etwas 2mm unterschiedlich. Wie sieht es denn bei euren Rahmen aus. Wie genau steht denn euer Hinterrad in der Mitte? Ich brauch einfach mal vergleichswerte...

dual
13.05.2006, 10:01
Wie genau steht denn euer Hinterrad in der Mitte? Ich brauch einfach mal vergleichswerte...

Wozu Vergleichswerte? Was hilft's Dir, dass mein Rahmen gerade ist? Wenn der Rahmen krumm ist, reklamieren und neuen geben lassen, fertig.

Dual

Pit
13.05.2006, 11:34
Ok, ich weiss ich bin schlimm :xdate:. Dummerweise komme ich aus dem Messtechnik Bereich. Von dem her weiss ich, dass "genau" immer sehr relativ ist und vor allem, dass es keine Null-Abweichung gibt. Für alle Masse gibt es Toleranzen. Mein Problem ist eigentlich nur, dass ich überhaupt gar kein Gefühl dafür habe, in welcher Grössenordnung die Toleranzen denn so im Rahmenbau liegen. Prinzipiell bin ich mir sicher, dass den Rahmen wo ich habe auf fahren wird, aber irgendwie kommt gerade der Theoretiker wieder mal bei mir durch... :ü

Mr.Hyde
13.05.2006, 11:50
Komme auch aus der Branche...aber abweichungen im Millimeterbereich sind schon wirklich viel für teures Material. Ich würde zumindest mal anfragen, wie der Händler, und der HErsteller dazu stehen. Wenn die Abweichung in der Toleranz sind, werden die Dir das am ehesten auf die Nase binden.

gerade dann könnte der händler/hersteller (wobei ich nicht glaube dass kinesis an einen einzelnen fall großes engagement verschwendet, rein von der größe des herstellers und der herkunft) aber sagen dass das absolut in der toleranz wäre, nur um sich keine arbeit zu machen einen neuen rahmen zu beschaffen.

martl
13.05.2006, 11:53
Stell dir vor, zu zahlst für so 1kg Rennrad 1000 EUR
Die Formel stimmt für ein 6kg-Rad, aber gottlob nicht für ein 9kg-Rad
:6bike2: :qullego: :quaeldich

dual
13.05.2006, 15:25
Mein Problem ist eigentlich nur, dass ich überhaupt gar kein Gefühl dafür habe, in welcher Grössenordnung die Toleranzen denn so im Rahmenbau liegen.

Da gibt's keine Regel. Über 0,xx mm würde ich persönlich nicht mal nachdenken, bei 2 mm oder so würde ich Alarm machen. Die Frage ist doch, womit kannst Du persönlich leben? Wenn Dir der schiefe Hinterbau nix ausmacht, fein, aufbauen und fahren. Wenn er Dir jedoch die Freude an Deinem Rad vergällt, ab zum Händler. Anfragen bringt nix. "Dat is normaaal". Freundlich, aber bestimmt einen neuen Rahmen verlangen.