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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zugenden verlöten



Titanium
09.10.2002, 08:50
Hi zusammen,

neulich habe ich neue Züge montiert und wollte die Zugenden durch Löten anstatt mit Endhülsen sichern. Das hat jedoch nicht geklappt.

Benutzt habe ich einen Ersa 100W-Lötkolben, Elektroniklot und Lötfett. Das Lot ist auf der Zugoberfläche geschmolzen, drang aber nicht in den Zug ein :-(

Was mache ich falsch ? Kann mal Edelstahlzüge überhaupt weichlöten ?

ciao, Manfred

Windfänger
09.10.2002, 09:45
Tja, ich kann nur sagen, dass ich davon auch mal gelesen hatte und als ich das ausprobieren wollte, hat's auch nicht geklappt: Enden schön gereinigt, etwas abgeschmiergelt - aber das Lötzinn ("normales" für Elektronikbastler) wollten sie einfach nicht annehmen.

Ich kenn' das Problem aber auch von Akkus/Batterien/Knopfzellen. Um Geld zu sparen, kaufe ich immer die ohne Lötfahnen und löte das Kabel dann direkt an. Bei einigen Modellen klappt' das aber einfach nicht. Anscheinend können schon geringe Abweichungen in der Legierung über die "Lötbarkeit" entscheiden.

AndreasIllesch
09.10.2002, 10:01
es reicht auch völlig aus, wenn du die zugenden in eine klebstofftube steckst und den klebstoff auf dem zugende verstreichst. das hält bei mir schon lange und ist sozusagen die verschlussmethode, die am engsten anliegt.

bubu
09.10.2002, 11:05
Hallo,
man kann Zugenden (in der Regel aus Edelstahl)
weich als auch hart verlöten. Nur brauchst du dazu ein spezielles Flussmittel und ggf.Lot(Fachhandel.
Das Flussmittel im Elektroniklot ist für Edelstahl
nicht agressiv genug. Danach Reste gut entfernen.
Gruss Bubu

Titanium
09.10.2002, 18:59
Gandalf,

Klebstoff ist auch eine gute Idee. Welchen Klebstoff verwendest Du ?


ciao, Manfred

AndreasIllesch
09.10.2002, 19:08
ist eigentlich egal, ganz normalen haushaltsklebstoff eben.
bei mir war's grad uhu.
wenn du's ganz genau machen willst, kannst du ja metallkleber aus dem modellbau nehmen.

ulmer_spatz
09.10.2002, 19:12
Original geschrieben von bubu
Hallo,
man kann Zugenden (in der Regel aus Edelstahl)
weich als auch hart verlöten. Nur brauchst du dazu ein spezielles Flussmittel und ggf.Lot(Fachhandel.
Das Flussmittel im Elektroniklot ist für Edelstahl
nicht agressiv genug. Danach Reste gut entfernen.
Gruss Bubu

Edelstahl ist nur Hartlöten haltbar. Geht mit
normalem Lötkolben nicht.

yoda
09.10.2002, 19:30
zum Hartlöten sollte der Lötkolben über 450Grad bringen.

Hat es jemand mal mit nem Schweißgerät versucht? Müßte doch klappen oder:D?

Aber wozu das ganze? Hülsen tuns doch auch und die Montage ist auch einfacher und schneller.

Titanium
09.10.2002, 19:47
Tja,

das mit dem Verlöten war so eine Idee von mir. Stelle ich mir eleganter als gequetschte Aluteile vor. Evtl. kann man durch Verlöten sogar ein paar Milligramm einsparen ;)

Also ich teste mal das mit dem Klebstoff und bleibe ansonsten bei den Quetschhülsen. Vielen Dank für Eure Beiträge,

ciao, Manfred

LKG
09.10.2002, 21:22
Original geschrieben von Titanium
Gandalf,

Klebstoff ist auch eine gute Idee. Welchen Klebstoff verwendest Du ?
ciao, Manfred


Mit Sekundenkleber geht es am besten. Vorteil: Man kann sofort weitermontieren. Sekundenkleber im Kühlschrank aufbewahren !

siggi
09.10.2002, 23:20
Hallo

Ich verlöte meine Enden immer .
Ich benutze Elektroniklot und zusätzlich Flußmittel. Es hat bis jetzt immer funktioniert.

siggi

sensole
10.10.2002, 08:55
Verlöte die Enden immer mit einem Speichennippel, Geht auch bei Edelstahlzügen problemlos!

Aber, es ist dann keine innige Verbindung von Lötzinn und Litze sondern das Lot verläuft einfach im Nippel und hält dank den Oberflächen (Gewinde im Nippel und gedrehten Litzen). Im übrigen nehme ich dazu ein ganz normale Feuerzeug.

Düsenjäger
10.10.2002, 12:51
Ich tue immer einen Tropfen Sekundenkleber auf das Zugende und stecke dann die Endhülse auf. Spart man sich das optisch unschöne Quetschen.

Gruß

hechel
10.10.2002, 13:10
Du mußt Dir VA-Lot besorgen, gibt's zb bei Bürklin, höchstwahrscheinlich auch bei Conrad. Der Schmelzpunkt liegt recht hoch, über 400°C, aber mit so ner 100 W Keule müßte das schon funktionieren. Weiterhin muß auch der Draht selber schön heiß sein, Am besten mit so nem Elektronik-Heißfön erhitzen. Dann müßte es klappen. Aber warum willst Du keine Hülsen. Der Vorteil bei der Hülse ist doch, daß man die Hülse wegmachen kann, ohne den Draht abzuschneiden.
Gruß
hechel

emm-eff
10.10.2002, 13:20
@ hechel


Original geschrieben von hechel
Aber warum willst Du keine Hülsen. Der Vorteil bei der Hülse ist doch, daß man die Hülse wegmachen kann, ohne den Draht abzuschneiden.
Gruß
hechel


wie bekommst du denn die Hülse wieder runter, ohne daß dann der Draht aufdröselt? Gelingt mir eigentlich nie, gibt es da nen Trick?


Martin

hechel
10.10.2002, 14:59
Wenn die Hülse Quetschungen hat, nimmst Du zuerst ne Kombizange und quetschst sie mit Gefühl quer dazu. Normalerweise fällt sie dann schon von alleine runter. Wenn das nicht funktioniert, nimmst Du nen Seitenschneider und legst die Klingen ganz locker an den Draht oberhalb der Hülse. Dann schlägst Du von hinten (aus Richtung des Drahts) mal kurz mit dem Hammer auf die Zange und flutsch ist die Hülse runter. Am besten hält jemand mit ner Kombizange den Draht fest. Du darfst natürlich nie z.B. mit ner Kombizange die Hülse festhalten wollen und auf keinen Fall drehen.
Gruß
hechel

LKG
10.10.2002, 19:23
Original geschrieben von emm-eff
@ hechel

wie bekommst du denn die Hülse wieder runter, ohne daß dann der Draht aufdröselt? Gelingt mir eigentlich nie, gibt es da nen Trick?

Martin


Das wurde doch schon mehrfach geschrieben:

Ein wenig (Sekunden)Kleber auf den Zug. Dann dröselt da nix mehr, eher reißt der Zug ab. Und wer möchte steckt dann noch eine Hülse drauf und quetscht sie EIN Mal ganz leicht, so daß sie gerade eben nicht mehr abrutscht. Dann läßt sie sich jederzeit völlig problemlos runternehmen, um den Zug zu demontieren.
Aufwand: 1 Minute.

Es geht natürlich auch viel komplizierter...