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Relheob
22.05.2006, 11:49
Hallo liebe Veranstalter,

nach dem Rennen am Samstag möchte ich meine Eindrücke, Ideen aber auch Kritik hier wiedergeben:


Orga
Die diversen Hinweisschilder in und rund um Gerolstein bzgl. Parkplatz, Rennstrecke etc sollten farblich verschieden sein.
Weiterhin war es sehr schwer, Samstag Mittag nach dem Rennen Gerolstein zu verlassen, da die meisten Straßen noch gesperrt waren. Hier ist dringend an einer Verbesserung zu arbeiten. Nicht jeder will und/oder kann bis zum Abend in Gerolstein bleiben.
Expo
Warum sollte ich bei einem recht stolzen Preis von 55,- Euro noch zusätzlich 5,- Euro für die Expo zahlen? Die Aussteller wollen doch ihren Kram verkaufen. Ich zahle doch auch nicht Geld, um in ein Geschäft zu gehen. Und Messepreise waren das auch nicht immer, z.B. Giro Atmos Helm für 214,- Euro, bei meinem Radhändler für 180,- Euro.
Start
Der offizielle Start nach der neutralen Phase war nicht zu erkennen. Auf einmal waren die Motorräder weg und das Rennen ging los. Eine deutlich Kennzeichnung des Starts (z.B. Banner etc) wäre hilfreich gewesen.
Streckenführung
Wie kann man nach nur 3 Kilomtern einen 1 km langen knackigen Antieg einbauen? Das Feld war noch viel zu groß. Am Fuß des Anstieges wurde das Rennen freigegeben (glaube ich zumindestens) und jeder mußte sich seinen Weg bahnen.
Die restlich Kilomter der 1. Runde über Feldwege zu führen, halte ich für ein Unding. Das kann ich auch bei einer RTF bekommen. Ich zahle Geld, damit ich auf Straßen ungefährdet fahren kann. Zuätzlich sind Rad-, Forst,- und Feldwege oft verschmutz und bei so einem Sauwetter (wie am Samstag) wird es auch deutlich gefährlicher, diese zu benutzen.
Massage
Gerne hätte ich eine Massage in Anspruch genommen, aber dafür extra zu zahlen?! Bei jedem (Lauf-)Marathon ist die Massage Teil der erkauften Leistung.
Zeitmessung
Bei diesem Punkt geht es allgemein um die Diskrepanz zwischen Brutto- und Nettozeiten. Nicht nur beim Gerolsteiner Rennen, auch bei anderen Rennen, z.B. VeloTour (Rund um den Heninnger Turn) etc. tritt diese Problemtik auf.
Ich möchte einfach meine Ideen zur Diskussion stellen:

Viele schnelle Fahrer wollen nun nicht mehr vorne im Block stehen, sondern weiter hinten, um später über die Startlinie zu fahren. Dadurch verkürzen sie ihre Nettozeit. Wenn sie es dann schaffen, in der Spitzengruppe mitzufahren, dann reicht es oft aus, als letzter der Spitzengruppe gemütlich über die Ziellinie zu fahren und trotzdem haben sie das Rennen gewonnen. Oder anders herum gesagt, der Sieger im Sprint ist oft nicht der Sieger in der Ergebnisliste. Die Taktik kann allerdings auch nach hinten gehen, d.h. steht der FAhrer zu weit hinten, hat er zwar eine kürzere Nettozeit, aber verliert evtl. den Anschluß an die Spitzengruppe. Pech gehabt.

Ich denke, das kann so nicht sein! Es ist schon ein Unterschied, ob es der Fahrer nach 100km schafft, den Sprint zu gewinnen oder nur im Windschaften auf den hinteren Plätzen einzurollen. Leider wird das aber durch Nettozeiten nicht berücksichtigt.

Anders sieht das natürlich bei den Fahrern aus, die nicht vorne mitfahen können. Die wollen natürlich auch ihre exakte Zeit haben, das sie oft viel weiter hinten starten und erst Minuten nach dem Startschuß über die Startlinie fahren.

Um beiden Gruppen von Fahrer gerecht zu werden, sollte alle Ergebnisse wie beim Deutschen Leichtathletikverband wie folgt bewertet werden:


Die Platzierungen und die Siegerehrungen richten sich
ausschließlich nach den Bruttozeiten, d.h. wer zuerst über die Ziellinie fährt, der hat auch gewonnen!!!
Bei allen Veranstaltungen, bei denen die Leistungen mit
einem Transpondersystem erfasst werden, sind in den Ergebnislisten
die Brutto- und Nettozeiten aufzuführen.


Um auch bei großen Startfeldern eine gerechte Bruttozeit zu erhalten und faire Startbedingungen für alle zu schaffen, schlage ich vor:


Der offizielle Start findet immer erst nach einer entsprechend langen neutralisierten Startphase (10-15 Min) statt. Hier hat jeder die Möglichkeit, sich seinen Platz im Feld zu suchen. Auch bessere Fahrer können von hinten nach vorne rollen.
Die Zeitmessung startet erst nach der neutralisierten Phase.
Bei der Anmeldung soll der Teilnehmer immer eine zu erwartende Endzeit/Geschwindigkeit angegeben, um dem Veranstalter eine grobe Einteilung in Startblöcke zu ermöglichen.




Mein Fazit:
Für eine Premiere war es recht ordentlich. Dennoch halte ich zZ. 55,- Euro für definitv zu viel Geld für das Rennen am Samstag. Im nächsten Jahr würde ich nicht mehr als 40,- Euro dafür zahlen wollen.

PS: Vor allen Fahrern, die den inneren Schweineund bei diesem P---wetter überwunden haben und an der ersten Zielgerade vorbei gefahren sind, um mehr als 100km zu fahren, ziehe ich meinen Helm.


Gruß,
Relheob

cosmas
22.05.2006, 12:28
Um auch bei großen Startfeldern eine gerechte Bruttozeit zu erhalten und faire Startbedingungen für alle zu schaffen, schlage ich vor:


Der offizielle Start findet immer erst nach einer entsprechend langen neutralisierten Startphase (10-15 Min) statt. Hier hat jeder die Möglichkeit, sich seinen Platz im Feld zu suchen. Auch bessere Fahrer können von hinten nach vorne rollen.
Die Zeitmessung startet erst nach der neutralisierten Phase.
Bei der Anmeldung soll der Teilnehmer immer eine zu erwartende Endzeit/Geschwindigkeit angegeben, um dem Veranstalter eine grobe Einteilung in Startblöcke zu ermöglichen.


Halte ich für eine gute Idee. Zum letzten Punkt: ich hatte wg. guter Platzierung beim EZF im 1. Block starten dürfen. Im nachhinhein gesehen bin ich darüber auch nicht mehr so glücklich: zwar Gelegenheit, mal mit Udo Bölts ein paar Takte auszutauschen und am 1. Berg auszureissen, aber nach 100km allein bzw. zusammen mit Günter Höllige trotz Platten als 2. ins Ziel zu kommen und dann bei der Siegerehrung nur den 7. Platz zu machen, weil eine Gruppe einige Minuten dahinter (laut Motorrad-Marshall rund 3 Minuten Rückstand) aus den hinteren Blöcken die bessere Nettozeit hatte, war schon eine herbe Enttäuschung... Hätte ich das vor dem Ziel gewusst, wäre ich wie geplant noch eine Runde mehr gefahren.



PS: Vor allen Fahrern, die den inneren Schweineund bei diesem P---wetter überwunden haben und an der ersten Zielgerade vorbei gefahren sind, um mehr als 100km zu fahren, ziehe ich meinen Helm.

Zustimmung! Die Versuchung war schon verdammt groß, dann doch rechts ins Ziel abzubiegen. Konnte auch nicht widerstehen (auch aus obigen Gründen).

Absolute Hochachtung aber nochmal vor Günter, der ebenfalls vorne gestartet war und seinen Vorsprung ins Ziel noch ausbauen konnte!

Cosmas

Battaglin211
22.05.2006, 14:15
Servus,
im Zusammenhang mit den beiden Wortmeldungen muss ich als Anfänger mal eine Frage stellen. Nur damit ich Eure Diskussion als interessierter Betrachter verstehe.
Was meint Ihr mit Brutto bzw. mit Nettozeiten

Gruß und Dank

Relheob
22.05.2006, 14:31
Nettozeit
Sie entspricht exakt der vom einzelnen Sportler zur Bewältigung der Strecke benötigten Zeitspanne, d.h. vom Überfahren der Startline bis Überfahren der Ziellinie.

Bruttozeit
Sie entspricht der Zeit vom Startschuß bis zum Überfahren der Ziellinie.

Wenn Du also weiter hinten startest, dann läuft deine Uhr schon, obwohl du noch nicht mal die Startlinie überquert hast. Deine Nettozeit starte erst mit Überfahren der Startlinie.

Battaglin211
22.05.2006, 14:57
Schönen Dank für die Aufklärung, dann muss ich sagen ist es doch bei einem Jedermannrennen nur gerecht wenn die Nettozeit genommen wird, denn so breit ist ja keine Strasse, für die vielen schnellen Beine
Denke da gerade an Rund um den Henninger, da gab es ja im Vorfeld auch Diskussionen um die Startblockvergabe. Ich kann die Sportler zwar verstehn, die bei überqueren der Ziellinie auch den Sieg haben wollen, aber wie will man das realisieren bei 2000 startern, Profis bekommen das gebacken, bei gut 200 Teilnehmer, da gilt es ja auch die Interessen des Teams zu vertreten, bei einem Jedermannrennen gibt es 2000 und mehr verschiedene Interessen.

Manchmal muss man sich auch selbst die Frage stellen, was ist wenn ich die Verantwortung als Veranstalter habe, was will ich.
Ich kennen das Geschäft von Motorsportveranstaltungen her, als Teilnehmer und Organisator, auch mit Sportlern die sich keine Lizenz zulegen. Ist immer ein sehr heisses Eisen.

Weiterhin eine angenehme Diskussion

Gruß

cosmas
22.05.2006, 15:16
Schönen Dank für die Aufklärung, dann muss ich sagen ist es doch bei einem Jedermannrennen nur gerecht wenn die Nettozeit genommen wird, denn so breit ist ja keine Strasse, für die vielen schnellen Beine

Stimmt schon. Aber wie Relheob schon schrieb, ist es vorne dann unmöglich eine Rennübersicht zu haben. Was nützt es mir in der Ausreissergruppe, die Zeitabstände zu erfahren und die Hände hochzureissen (im übertragen Sinn), wenn ich vor dem Verfolgerfeld die Ziellinie als 2. überquere, wenn ich dann ohne es wissen zu können trotzdem nur unter ferner liefen lande?

Sogar dem ersten, Günter Höllige, hätte das noch passieren können, sofern es für den letzten Startblock lange genug bis zum Überqueren der Startlinie gedauert hätte.

Natürlich werden die hinteren Blöcke auch stärker gebremst und müssen sich erstmal nach vorne vorarbeiten, weshalb man normalerweise so weit vorne wie möglich starten möchte. Aber es ist auch ein Unterschied, ob man die 100km in einer Ausreissergruppe vorm Feld her fährt oder in einer großen Gruppe oder sogar innerhalb des Hauptfeldes sich kontinuierlich nach vorne arbeiten kann.

In meinem Fall ist es so, dass ich ursprünglich die längere Runde fahren wollte, als aber die Verfolger immer noch nicht aufgeholt hatten den vermeintlich "sicheren" 2. Platz auf der kurzen Strecke vorgezogen habe und deswegen nach 100km durchs Ziel fuhr. Das ärgert einen dann hinterher schon - auf den nächsten 50km wäre vermutlich überhaupt niemand aus der Verfolgergruppe mehr dabeigewesen.

Cosmas

Highp
22.05.2006, 15:25
Konsequent musst Du dann aber auch das "verkürzen" wie in Deinem Fall verbieten, sonst wissen die Verfolger nie, wer wieviele Runden unterwegs ist.

Die Diskussion über Brutto-/Nettozeit ist so alt, wie die Zeitnahme selbst...

Relheob
22.05.2006, 15:37
Konsequent musst Du dann aber auch das "verkürzen" wie in Deinem Fall verbieten, sonst wissen die Verfolger nie, wer wieviele Runden unterwegs ist.
Da gebe ich dir vollkommen recht. Jede Distanz sollte seinen eigenen Start und eine seigene Kennzeichnung erhalten. Bei der Velotour war das so. Andere Strecke = andere Startzeit = andere Rückennummer. So wußte jeder, wer zu seinem Rennen gehört.

Die Diskussion über Brutto-/Nettozeit ist so alt, wie die Zeitnahme selbst...
Anscheinend aber immer noch nicht befriedigend gelöst. :(

Ich meine auch, das beide Zeiten in der Ergebnisliste auftauchen soll. Nur bei Platzierungen und Ehrungen zählt der tatsächliche Einlauf.

Stell Dir mal vor, es geht um tolle Sachpreise oder sogar etwas Geld. Da fährt eine Spitzengruppe Richtung Ziel, sprintet und der letzte Mann der Gruppe ruht sich im Windschatten aus und gewinnt das Rennen. Was soll das?! Der Reiz bei einem Rennen liegt unter anderem daran, besser zu sein als die anderen, und nicht, wann ich die Startlinie überquert habe.

Highp
22.05.2006, 15:47
Anscheinend aber immer noch nicht befriedigend gelöst. :(

Viele wirklich praktikable Möglichkeiten gibt es auch nicht.



Stell Dir mal vor, es geht um tolle Sachpreise oder sogar etwas Geld. Da fährt eine Spitzengruppe Richtung Ziel, sprintet und der letzte Mann der Gruppe ruht sich im Windschatten aus und gewinnt das Rennen. Was soll das?! Der Reiz bei einem Rennen liegt unter anderem daran, besser zu sein als die anderen, und nicht, wann ich die Startlinie überquert habe.

Das war KEIN Rennen, sondern ein Marathon, jedenfalls für die die 3 Runden gefahren sind.
Wenn Du Rennen fahren willst, hole Dir eine Lizenz und stelle Dich Samstags und/oder Sonntags an den Start. Das ist dann auch der richtige Ort um festzustellen, ob Du besser bist als die anderen.
Warum Marathons und Rennen immer in einen Topf geworfen werden, ist mir ein Rätsel...

Relheob
22.05.2006, 15:59
Warum Marathons und Rennen immer in einen Topf geworfen werden, ist mir ein Rätsel...Das eine schließt das andere doch nicht aus!? Bei anderen Sportveranstaltungen (City-Marathons, Ironman) geht es doch auch. Vorne gehts um Ruhm, Ehre und Preise - und hinten geht es um deine individuelle Zeit.

backpenther
22.05.2006, 20:17
Das war KEIN Rennen, [...] Wenn Du Rennen fahren willst, hole Dir eine Lizenz und stelle Dich Samstags und/oder Sonntags an den Start. Das ist dann auch der richtige Ort um festzustellen, ob Du besser bist als die anderen.

Es stellt sich wirklich die Frage, wie man eine solche Veranstaltung bewertet. Das Problem mit der Fortbewegung per Muskelkraft auf zwei Rädern ist doch jenes, das die Leistungsbreite abhängig vom Trainingsumfang gigantisch ist und im Gegensatz z. B. zu Fußball (Verein in jedem Dorf mit 3., 4., Mannschaften) die Einstiegshöhe für Wettbewerbe Trainingsumfänge von 6h/Woche minimum voraussetzt. Anders formuliert: Zur Zeit fahre ich jedem in meinem Bekanntenkreis locker weg, während beim EZF fast jeder mir weggefahren ist und an eine Lizenz brauche ich noch nicht einmal zu denken.

WENN ich so gut wäre, um Lizenzfahrer zu werden und dann bei RICHTIGEN Wettbewerben (z.B. Südwestdeutsche Meisterschaft, kostete nur 3,-- EUR) teilnehmen könnte, DANN würde ich das auch tun.

Für alle, die das Radfahren nebenbei betreiben und aus familiären/beruflichen/sonstigen Gründen einfach nicht genug trainieren können, gibt es dann Veranstaltungen wie diese, wo man mal in größeren Fahrerfeldern mitfahren und seinen Spaß haben kann.

Sieger zu sein, heißt, der Beste zu sein, die Frage ist nur, der Beste von welchen? Ich würde eine vordere Platzierung nur zum Anlaß nehmen, richtig loszulegen. Ob ich nun 2. oder 7. geworden bin, hat nur geringe Aussagekraft.

Highp
22.05.2006, 20:29
Es stellt sich wirklich die Frage, wie man eine solche Veranstaltung bewertet. Das Problem mit der Fortbewegung per Muskelkraft auf zwei Rädern ist doch jenes, das die Leistungsbreite abhängig vom Trainingsumfang gigantisch ist und im Gegensatz z. B. zu Fußball (Verein in jedem Dorf mit 3., 4., Mannschaften) die Einstiegshöhe für Wettbewerbe Trainingsumfänge von 6h/Woche minimum voraussetzt. Anders formuliert: Zur Zeit fahre ich jedem in meinem Bekanntenkreis locker weg, während beim EZF fast jeder mir weggefahren ist und an eine Lizenz brauche ich noch nicht einmal zu denken.

WENN ich so gut wäre, um Lizenzfahrer zu werden und dann bei RICHTIGEN Wettbewerben (z.B. Südwestdeutsche Meisterschaft, kostete nur 3,-- EUR) teilnehmen könnte, DANN würde ich das auch tun.

Für alle, die das Radfahren nebenbei betreiben und aus familiären/beruflichen/sonstigen Gründen einfach nicht genug trainieren können, gibt es dann Veranstaltungen wie diese, wo man mal in größeren Fahrerfeldern mitfahren und seinen Spaß haben kann.

Sieger zu sein, heißt, der Beste zu sein, die Frage ist nur, der Beste von welchen? Ich würde eine vordere Platzierung nur zum Anlaß nehmen, richtig loszulegen. Ob ich nun 2. oder 7. geworden bin, hat nur geringe Aussagekraft.

Alles richtig. Das ganze war aber eben als Marathon ausgeschrieben und nicht als Rennen. Hätten die ein Rennen veranstalten wollen, hätten sie eins ausgeschrieben.
Damit ist die Unterscheidung ganz einfach.
Ob man leistungsäßig da einen Unterschied erkennt, sei mal dahingestellt.
Wäre das ein Rennen gewesen, dann hätte man die Diskussion mit Brutto-/Nettozeit auch nicht, das wäre anders geregelt und dementsprechend veranstaltet worden.

lutetia
22.05.2006, 23:14
Hi,

also ehrlich, mir geht dieses Gemecker über den Event mächtig auf den Geist.
Die konstruktiven Vorschläge zur Zeitnahme finde ich gut, aber bei dem Rest habe den Eindruck, dass Du garnicht da warst.

Deshalb erlaube ich mir als Marathonteilnehmer, für die Veranstalter, mit den ich weder verwandt noch verschwägert bin, in die Bresche zu springen.


[list]
Orga
Die diversen Hinweisschilder in und rund um Gerolstein bzgl. Parkplatz, Rennstrecke etc sollten farblich verschieden sein.
Weiterhin war es sehr schwer, Samstag Mittag nach dem Rennen Gerolstein zu verlassen, da die meisten Straßen noch gesperrt waren. Hier ist dringend an einer Verbesserung zu arbeiten. Nicht jeder will und/oder kann bis zum Abend in Gerolstein bleiben.

:Applaus: ok, bin ich bei Dir!


Expo
Warum sollte ich bei einem recht stolzen Preis von 55,- Euro noch zusätzlich 5,- Euro für die Expo zahlen? Die Aussteller wollen doch ihren Kram verkaufen. Ich zahle doch auch nicht Geld, um in ein Geschäft zu gehen. Und Messepreise waren das auch nicht immer, z.B. Giro Atmos Helm für 214,- Euro, bei meinem Radhändler für 180,- Euro.

:heulend: mir kommen die Tränen. Kennst Du den Eintritt von Eurobike in Friedrichshafen und IFMA in Köln???

Start
Der offizielle Start nach der neutralen Phase war nicht zu erkennen. Auf einmal waren die Motorräder weg und das Rennen ging los. Eine deutlich Kennzeichnung des Starts (z.B. Banner etc) wäre hilfreich gewesen.

:confused: 3 Minuten vor dem Start wurde unmissverständlich mitgeteilt, wie es läuft. Ohren auf!!


Streckenführung
Wie kann man nach nur 3 Kilomtern einen 1 km langen knackigen Antieg einbauen? Das Feld war noch viel zu groß. Am Fuß des Anstieges wurde das Rennen freigegeben (glaube ich zumindestens) und jeder mußte sich seinen Weg bahnen.

:Applaus: Bin wieder bei Dir

Die restlich Kilomter der 1. Runde über Feldwege zu führen, halte ich für ein Unding. Das kann ich auch bei einer RTF bekommen. Ich zahle Geld, damit ich auf Straßen ungefährdet fahren kann. Zuätzlich sind Rad-, Forst,- und Feldwege oft verschmutz und bei so einem Sauwetter (wie am Samstag) wird es auch deutlich gefährlicher, diese zu benutzen.

:mad: Nach dem Du schon die Ansage mit dem Start überhört hast, hat es Dir scheinbar die komplett die Brille verregnet und bist blind durch die Eifelwälder geradelt. Ein asphaltierter Radweg ab Kilometer 90 (schätze ich) war die einzige Abweichung von top-abgesperrten Straßen.

Also bitte sachlich bleiben und nicht solche Unwahrheiten verbreiten!!

Gruß Lutetia

Kralle
23.05.2006, 00:14
"Streckenführung
Wie kann man nach nur 3 Kilomtern einen 1 km langen knackigen Antieg einbauen? Das Feld war noch viel zu groß. Am Fuß des Anstieges wurde das Rennen freigegeben (glaube ich zumindestens) und jeder mußte sich seinen Weg bahnen."

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Der kurze Anstieg nach dem Start war klasse, dadurch kommt gleich Ruhe in das Feld und die Hektig im Feld geht raus. Sowas fehlt leider vielen Rennen.

Relheob
23.05.2006, 09:09
aber bei dem Rest habe den Eindruck, dass Du garnicht da warst.Ich war da.


:heulend: mir kommen die Tränen. Kennst Du den Eintritt von Eurobike in Friedrichshafen und IFMA in Köln??? Ja.


:confused: 3 Minuten vor dem Start wurde unmissverständlich mitgeteilt, wie es läuft. Ohren auf!! Ich habe auch geschrieben "nach der neutralen Phase", also hatte ich auch die Ohren auf. Es ist ein Unterscheid, ob nach ca. 3km, vor dem Ort, im Ort oder nach Ort gemeint ist.


Ein asphaltierter Radweg ab Kilometer 90 (schätze ich) war die einzige Abweichung von top-abgesperrten Straßen.
Ich habe nicht nur von Fahrradweg sonder auch von Landwirtschaftswegen geschrieben. Fakt ist aber, das solche Wege verdreckt sind, idR. im schlechteren Zustand als Straßen und leider auch zu eng. BTW, die Absperrung der Straßen war top.


Also bitte sachlich bleiben und nicht solche Unwahrheiten verbreiten!!Ich habe keine Unwahrheiten verbreitet, sondern nur meine Ansicht zu bestimmten Punkten wiedergegeben.

Relheob
23.05.2006, 09:13
Der kurze Anstieg nach dem Start war klasse, dadurch kommt gleich Ruhe in das Feld und die Hektig im Feld geht raus. Sowas fehlt leider vielen Rennen.Gebe ich Dir recht, aber nur wenn die Straße breit genug ist für die Masse, die auf einmal hoch möchte. Leider ist das Feld so in den Berg gefahren, wie sie in den Startblöcken verteilt waren, dh. stärkere und schwächere Fahrer waren gemixt und haben sich dadurch leider behindert.

cosmas
23.05.2006, 12:21
WENN ich so gut wäre, um Lizenzfahrer zu werden und dann bei RICHTIGEN Wettbewerben (z.B. Südwestdeutsche Meisterschaft, kostete nur 3,-- EUR) teilnehmen könnte, DANN würde ich das auch tun.

Die C-Lizenz kann jeder kriegen. Überhaupt kein Problem. Und damit kannst Du bei allen Rennen, auch Meisterschaften starten.

Aber:
Die Meisterschaften im Südwesten zumindest sind kein Vergleich mit dem EZF in Gerolstein. Bin beide Meisterschaften gefahren. Die SWM Bergzeitfahren in Tholey ist grade mal 2 km lang, dafür extrem ungleichmäßig und steil. Nach 5 Minuten ist alles vorbei und man kann eigentlich nur noch kotzen. Die SWM EZF in Göllheim ist fast völlig flach, extrem windig, mit 5 Wendepunkten. Da ist Gerolstein schon angenehmer und interessanter!

Allerdings hat mir der halbseitig abgesperrte Teil bei der Abfahrt nicht besonders gefallen, die übrigbleibende Straße war so schmal, dass ich mich da nicht richtig schnell runtergetraut habe, und dann war noch ein langsamerer Fahrer vor mir, an dem ich nicht vorbeikam, bevor es breiter wurde. Man sollte die Strecke m.E. komplett sperren und für den Rückweg einen anderen Weg ausschildern (ich glaube, von Salm nach Birresborn, dann die Hauptstraße wäre möglich).

Cosmas

backpenther
23.05.2006, 14:14
Die Absperrung war für den Rückweg? Bei der Probefahrt bin ich auch über Salm und Mürlenbach zurückgefahren.

Das Problem ist weniger, eine Lizenz zu bekommen, als mehr, sich dann nicht völlig zu blamieren. Zumal meistens kurze Rundenrennen gefahren werden und man als Überrundeter herausgenommen wird. Wenn man beim EZF bei 200+ herausgekommen ist, sollte sich das nicht antun.

Die Streuung bei einem Jedermannwettbewerb ist nunmal breiter (letzter: über 1:20 h)

fausto-coppi
23.05.2006, 15:15
Ich war jetzt nicht in Gerolstein, aber die Diskussion um Brutto- und Nettozeiten kann ich gut nachvollziehen. Ich finde, daß das z.B. beim Ötztaler Radmarathon gut gelöst ist: da gibt es einen ersten Startblock mit 300 Startern, für die alle die Zeit mit dem Startschuß zu laufen beginnt. Dort wird dann vorne auch ein richtiges Radrennen gefahren. Dahinter bekommt jeder seine individuelle Zeit gemessen, soll heißen, die Uhr beginnt erst mit Überqueren der Startlinie zu laufen. Da vorne so gute Radfahrer unterwegs sind, daß von hinten eh keiner mehr in den Kampf um den Sieg eingreifen kann, ist das 'ne faire Sache. So ähnlich könnt ich mir das auch für Jedermannveranstaltungen in D-Land vorstellen: vorne eine erste Startgruppe, in der jeder die gleiche Startzeit hat, dahinter wird die individuelle Zeit des Einzelnen gemessen. Gewonnen hat, wer als erster über die Ziellinie fährt. Die Qualifikation für die erste Startgruppe müßte man dann halt irgendwie organisieren, aber die potentiellen Sieger kommen ja auch bei solchen Veranstaltungen in der Regel nicht aus dem Nichts.
Und mal ganz ehrlich: wenn ich bei so was um den Sieg mitfahren könnte, würde ich von meinem Sieg nicht erst beim Blick auf die Ergebnisliste erfahren wollen. Zum Gewinnen gehört doch auch der Moment dazu, in dem man als erster über die Ziellinie fährt.

Burt
23.05.2006, 18:22
Auch ich kann die Diskussion um Brutto- und Nettozeit verstehen; letztlich ist das aber nur für die Spitzenfahrer interessant. Und außer denen haben ja noch ca. 700 bis 800 andere FahrerInnen am Marathon teilgenommen. Also: ob ich und die vielen anderen, die irgendwo im Mittelfeld gelandet sind, durch Brutto- und Nettozeitgerechne zehn Plätze nach vorne oder nach hinten springen ist egal.

Viel wichtiger erscheint mir, dass die Streckenführung und -sicherung beim Marathon sehr gut waren und ich immer den Eindruck hatte, dass die Organisatoren das Rennen und die FahrerInnen im Blick und im Griff hatten (im Gegensatz zu mach einem RTF-Marathon, wo man/frau sich irgendwann ziemlich alleine im Wald fühlt und sich fragt, ob die Straße noch die richtige ist). Dafür zahle ich gerne meine 58 Euro - auch im nächsten Jahr.

Die letzten zehn Kilometer der ersten Runde über die verdreckten und verwinkelten Wirtschaftwege fand ich auch nicht so gut. Vielleicht kann das im nächsten Jahr auf die Nebenstraßen gelegt werden (Ich bin die am Freitag von Jünkerath aus abgefahren und da war sehr wenig Autoverkehr).

Ein dickes Lob möchte ich dem Publikum zollen, dass - wenn auch in kleinen, so doch lautstarken Gruppen am Straßenrand Anfeuerung gab. Und das bei diesem Sauwetter. Danke schön!

albert99
23.05.2006, 18:31
Also ich kann das ganze gemecker nicht nachvollziehen. Nach meiner Ansicht war das eine Top Veranstaltung was die Jungs da in Gerolstein auf die Beine gestellt haben, mit dem Wetter haben wir echt pech gehabt. Sicher gibt es hier und da ein paar verbesserungen, aber wenn ich da mal "Rund um Köln" vergleiche wird das Rennen zum dritten mal ausgetragen und die Jungs sind bei weitem noch nicht auf dem Stand von Gerolstein.

Die Verpflegung war doch wohl Weltklasse, habe ich bereits nirgendswo besser gesehen.

Wenn einen das Geld nicht wert ist soll einfach RTFs fahren und sich für 5 Euro bis an sein Lebensende die Eierwaffeln reinziehen.

Ich fand die Veranstaltung super und bin nächstes Jahr wieder dabei :Applaus:

Sysiphos
23.05.2006, 18:48
Hallo Zusammen,

ich war am Freitag beim EZF dabei und muss sagen dass ich die Veranstaltung insgesamt echt klasse fand!
Die Idee und die Durchführung dieses Radsport-WE mit allen Arten von Rennen+Messe hat mir gut gefallen!

Die Helfer waren sehr bemüht und freundlich und vor allem die Zuschauer an der Strecke, die uns trotz des miesen Wetters anfeuerten, fand ich toll.

Sicherlich gibt es noch was zu verbessern aber wann gibts das nicht, das wird schon.
Ich werde im nächsten Jahr gerne wieder dabei sein!

Bis dahin,
Michael