PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rennradkauf - Centurion oder Stevens



bobo85
25.08.2006, 12:08
Hallo!
Ich fahre seit einigen Jahren mit meinem Trekking Bike quer durch den Odenwald. Da ich nur auf Straßen und mit anderen Rennradfahrern unterwegs bin, und der Rennradsport mich stark begeistert, möchte ich mir nun ein Rennrad zulegen (also mein erstes)!
Leider habe ich (noch) nicht die guten Kenntnisse, die viele hier im Forum haben dürften. Deshalb bitte ich um eine Kaufberatung!

Zu mir: Ich bin 21 Jahre alt, wiege ca. 70 Kilo und treibe viel Sport (Basketball, Fußball, Fahrrad etc...)! Mit meinem Trekking Fahrrad fahre ich im Monat ca. +- 400km (Odenwaldprofil). Ich bin ca. 1,85m groß.
Der Investitionsrahmen beträgt max. 1400 €!

Angebote habe ich bereits zu folgenden Rädern:
Centurion Hyperdrive 3000 (06 Model): ca. 1000€ mit 105 er
Stevens Aspin (06 Model): ca. 1400€ mit Ultegra
ca. 1200€ mit 105 er

Austattungen wie auf Homepage der Hersteller!


Was haltet ihr von dieses Angeboten? Habt ihr Erfahrungen mit diesen Rädern gesammelt? Könnt ihr andere Rennräder in dieser Preisklasse empfehlen?
Was muss ich beim Rennrad(erst)kauf unbedingt beachten?

Sollten wichtige Angaben fehlen um eine konkrete Beratung zu leisten, so meldet dies einfach...

Vielen Dank für Eure Antworten und Tipps...

:)

kontrajan
25.08.2006, 12:40
Für dein Preislimit ist ein komplett aufgebautes Rad schon machbar, z.B. mit nem Quantec- oder Kinesisrahmen. Dann kannste dir auch schon mindestens ne Veloce, wenn nicht Centaur (wahlweise Ultegra) leisten. Ansonsten würde ich bei Kompletträdern eher zu anderen Herstellern tendieren - Trek, Bianchi, Cannondale, Scott, Orbea usw. haben in der Preisklasse imho schon recht gute Maschinen. Halte persönlich (!) weder von Stevens noch von Centurion viel, basiert aber auf Erfahrungen mit deren MTBs und ist eher psychologisch :)

MrHalionFear
25.08.2006, 12:42
Erstmal "Willkommen im Forum" :)! S
So eine nette Einleitung habe ich schon lange nicht hier gelesen.

Zu deinen Fragen:
Sind das Angebote deines local Dealers oder hast du die aus dem Netz? Soll heißen, möchtest du bei einem Versänder (Onlinehandel) oder beim Händler vor Ort kaufen?
Wenn es dein erstes Mal :ä ;) ist, würde ich zu einem kompetenten und freundlichen Händler gehen, meistens etwas teurer, dafür solltest du dann auch vermessen werden und handeln kann man immer, z.B. sollten Pedale drin sein!

zu den Rädern:
Mit den Gruppen der Räder, 105er und Ultegra, kannst du nichts falsch machen, da wirst du deine Freude dran haben. Es gibt aber auch Campa (bitte keine Diskussion jetzt :xdate:), musst mal ausprobieren, was dir eher zusagt.

Zum Centurion kann ich nichts sagen (SuFu benutzt?).
Bei Stevens erhälst du mit dem Aspin schon ein schickes und tolles Rad! Bin es zwei Mal gefahren und es gefiel mir sehr gut, leider war es damals etwas zu teuer :heulend:.
Und damit wären wir auch schon beim nächsten Punkt, der Investitionsmenge:
du schreibst, die betrage 1400€. Du wirst auf jeden Fall auch noch Kleidung und Equiptement brauchen, da fallen dann nochmal gute 400€ an. Also nicht alles für das Rad hinblättern!

Falls du auf einen Versänder setzt, da gibt es so viele Angebote von div. Anbietern, da bekommt mn gute Räder fürs Geld, z.B.:
http://www.bike-discount.de
http://www.roseversand.de/output/controller.aspx?cid=155&detail=3&detail2=581

mfG MrHalionFear

Fysiker
25.08.2006, 12:42
Ich fahre seit diesem Jahr ein Aspin Ultegra im Odenwald spazieren. Das Rad ist zwar knapp an der 9kg Grenze, aber das Centurion ist ebenfalls in dieser Region. Vom Aussehen gefällt mir aber das Stevens (schwarz) besser. Die Mavic Aksium Laufräder sind absolut stabil und sehen auch noch schick aus.

Wenn dir das hilft, ich habe meinen Kauf bis jetzt jedenfalls noch nicht bedauert.

Beast
25.08.2006, 12:59
Au Backe. Odenwald.

Da bin ich neulich am Frankenstein implodiert. 11-23 hat halt so seine Grenzen... :ä

hincapie
25.08.2006, 13:06
Also ich habe letztens einen Test in der Zeitschrift "RoadBike" gelesen
(siehe http://www.mountainbike-magazin.de/roadbike.117670.htm):

Bei den Einsteiger-Rädern gabs folgende Wertungen:

Fahrspass (wohl eher subjektive Bewertung):
1. Centurion Hyperdrive 3000
2. Stevens Stelvio
...

Vernunft:
1. Stevens Stelvio
2. Centurion Hyperdrive 3000

Getestet wurden beide Räder mit 105er Gruppe (Centurion 1400 Euro, Stevens 1099 Euro).

Ich selbst fahre übrigens seit 5 Jahren ein Centurion Hyperdrive und kann nichts Negatives darüber sagen.

wuup
25.08.2006, 13:07
Hi Bobo!

Ich hab mir selbst unlängst ein Izoard Lite von Stevens in ner Campa-Ausstattung zugelegt und jetzt die ersten 2000km weg. Bin absolut zufrieden. Kein Wackeln, Flattern oder klappern. Selbst die Züge haben sich nicht merklich gelängt. Zu Centurion kann ich nix sagen, wird aber auch von vielen gefahren, kann also nicht wirklich schlecht sein. Ich würde dir aber, wie MrHalionFear schon sagte, dazu raten den Kauf auf jeden Fall bei einem kompetenten Händler zu machen und nicht über Versand.
Was die Gruppenfrage angeht: Fahre an meinem Crosser ne Ultegra unter widrigsten Bedingungen. Hab noch nie Probleme damit gehabt. Die 105 ist technisch eigentlich identisch, nur halt n bisschen schwerer. Ansonsten bevorzuge ich persönlich Campa, aber das ist imho in erster Linie ne Imagefrage und rational nicht zu begründen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn dein Aspin-Verticker nen kompetenten Eindruck macht, dich vermisst und bereit ist, dir noch Pedale und Trinkflaschenhalter so dazuzugeben (sollte bei der Kohle einfach drin sein, bei mir hats funktioniert), dann schlag zu. Die Faustformel für die richtige Rahmengröße lautet bei Stevens übrigens Schrittlänge x 0,66.
Im Odenwald ist ne Kompaktkurbel vielleicht auch keine schlechte Idee.

in der Hoffnung dir geholfen zu haben und bald dein Aspin in der Gallerie bewundern zu dürfen,

robert

Herr Vorragend
25.08.2006, 13:11
Hast 'ne PN!

EarlyBird
25.08.2006, 13:18
Fahre ein 2005er Aspin, bei dem es mir schwer fällt, Kritik zu üben... es gibt natürlich leichtere Räder, aber für meine Zwecke (Taunus etc.) reicht das vollkommen. Vollends, wenn Du ein Trekkingrad gewöhnt bist :rolleyes: . Habe nur den Sattel ausgetauscht, und das ist nun einmal reine Glückssache (wobei ich auch den Originalsattel ok fand). Diese Jahr hat es mir u.a. beim Henninger Turm (75 km) und bei der Vätternrunde (300 km) gute Dienste geleistet, und ich habe den Kauf noch keine Sekunde bereut!

A-Gurke
25.08.2006, 15:57
Ich fahre seit diesem Jahr auch ein Stevens. Allerdings das Izoard Lite, was aber nur eine "Stufe" über dem Aspin steht.
Ich bin 100% zufrieden! :Applaus:
Das was bei Stevens echt klasse ist ist der online Konfigurator und der insgesamt einfach riesige Baukasten aus dem du die Räder zusammen bauen kannst!
Lass dich da am besten bei nem Händler gut beraten (welche Komponenten usw), der dir das Rad dann bestellt etc. dann hast du auch für den Service hinterher jemand!
Über Centurion kann ich nicht soooo viel sagen, aber mit dem Rahmen, den ich mir mal einzeln zum selbstaufbauen gekauft hab hatte ich ein paar Probleme! :(

Ultegra oder 105 (Campa lasse ich mal aussen vor :ü ) ist eigentlich nur ne Frage von Optik und Gewicht... Die 105er mag ich von der Optik nicht wirklich (Kettenblatt sieht finde ich einfach schlimm aus), aber mit Kompaktkurbel wäre das Problem auch schon wieder passé (die ist ohne Gruppenzugehörigkeit auf ~Ultegra Niveau)...

Ich fahr die Ultegra und bin hochzufrieden!!!!

Und lass dich nicht NUR von dem Preis und der Technik beeinflussen!
Das Rad muss dir auch gefallen, damit du langfristig Spass dran hast! :)

bobo85
25.08.2006, 16:26
Zunächst mal Danke für die schnellen Tipps und Erfahrungsberichte...


...Sind das Angebote deines local Dealers oder hast du die aus dem Netz? Soll heißen, möchtest du bei einem Versänder (Onlinehandel) oder beim Händler vor Ort kaufen? Das sind Angebote meiner Local Dealer. Ich möchte auch vor Ort kaufen, wegen Service, Reparatur etc...


... ich habe letztens einen Test in der Zeitschrift "RoadBike" gelesen (siehe http://www.mountainbike-magazin.de/roadbike.117670.htm): Bei den Einsteiger-Rädern gabs folgende Wertungen:
Fahrspass (wohl eher subjektive Bewertung):
1. Centurion Hyperdrive 3000
2. Stevens Stelvio ... Wie muss ich dieses Artikel/Test beurteilen! Das Centurion schneidet hier überragend ab, zudem spricht mein Händler nur in guten Tönen von Centurion, da wundert es mich aber, dass in diesem Forum (soviel ich weiß) kein einziges Hyperdrive3000 zu sehen ist!
Wäre toll, wenn sich noch ein paar Centurion- oder Stevens- Fahrer fänden, die mir ihre Erfahrungen berichten.


... Fahre an meinem Crosser ne Ultegra unter widrigsten Bedingungen. Hab noch nie Probleme damit gehabt. Die 105 ist technisch eigentlich identisch, nur halt n bisschen schwerer... ...die 105 ist billiger, der Gewichtsunterschied ca. 60g. Sofern sie technisch auf "ähnlichem" Level sind, müsste eine 105 doch sinnvoll sein, oder?
Und zu den Kurbeln: 3er oder Kompakt? Fahre an meinem Trekking eine 44-32-22. Die 22 brauch ich nicht, die 32 nur zum Anfahren. Wie kann ich das auf ein Rennrad beziehen? Wie erwähnt, Profil ist hauptsächlich der Odenwald.


...Au Backe. Odenwald. Da bin ich neulich am Frankenstein implodiert. 11-23 hat halt so seine Grenzen... :quaeldich
Die Frankenstein ist doch gar net so wild...

Tourgott
25.08.2006, 16:29
Habe mir erst kürzlich das Stevens Aspin Ultegra gekauft (Händler hat sich jetzt bereits auf 1200 € runterhandeln lassen) und bin absolut begeistert. Kann ich nur empfehlen.

Blackblade
25.08.2006, 16:50
Fahre auch ein 2006er Aspin Ultegra. Bin eigentlich sehr zufreiden mit dem Rad. Das einzige Manko ist, dass das Tretlager nicht 100% richtig gefräst ist. Aber ich denke mal nich, dass das bei allen Modellen der Fall ist. Ansonten kann ich wie gesagt nix negatives übers Rad berichten. Bin sehr zufrieden damit.

Kannst es dir in meiner Sig mal anschaun

Tribünenadler
25.08.2006, 17:14
Ich weiß ja nicht wie du auf deinem Trekkingrad fährst, aber falls du mit Jeans. T-Shirt und Bärentatzenpedalen fährst bedenke, daß auch noch eine Menge Nebenkosten auf dich zukommt. Gerade da es sich dem Herbst/Winter zuneigt wirst du unter Umständen noch einiges in dem Wetter entsprechende Bekleidung investieren müssen. Nichts ist schlimmer als sein ganzes Budget in das Rad zu stecken und dann nicht fahren zu können weil es für den Rest nicht mehr gereicht hat.

Adler

bobo85
25.08.2006, 17:38
...aber falls du mit Jeans. T-Shirt und Bärentatzenpedalen fährst bedenke, daß auch noch eine Menge Nebenkosten auf dich zukommt. Gerade da es sich dem Herbst/Winter zuneigt wirst du unter Umständen noch einiges in dem Wetter entsprechende Bekleidung investieren müssen. Nichts ist schlimmer... Danke für den Hinweis, aber in dieser Hinsich bin ich schon ganz gut ausgestattet. Die "1400€-Rennrad-Budget-Grenze" bezieht sich nur auf das Rad.

tigerchen
25.08.2006, 17:56
Würde stevens nehmen

edgecrusher
26.08.2006, 11:20
Fahre seit letztem Jahr ein 2005er Aspin mit Ultegra. Ich finde absolut nichts daran auszusetzen. Stabil (bei 1.93cm, 87kg, 62cm RH) und ansehnlich, trotz des eher großen Rahmens.
Das 06er Aspin sieht für meinen Geschmack sogar noch einen Tacken besser aus!

MrHalionFear
26.08.2006, 12:33
...die 105 ist billiger, der Gewichtsunterschied ca. 60g. Sofern sie technisch auf "ähnlichem" Level sind, müsste eine 105 doch sinnvoll sein, oder?
Ja, sehe ich auch so. Die neue 105er (naja, so neu ist sie jetzt auch nicht mehr) ist technisch einwandfrei, den Unterschied zur Ultegra wirst du kaum bis gar nicht merken.
Ich persönlich finde die 105er auch schicker. Hauptsache ist aber, dass du mit der Rahmengeometrie und den STIs hinkommst. Wie gesagt, es gibt auch noch andere Hersteller :rolleyes:. Musst du testen, was dir mehr zusagt.


Und zu den Kurbeln: 3er oder Kompakt
Kompakt sollte eigentlich reichen. Da hast du genug "Bandbreite" zu schalten. Hängt aber auch von deinem Fitnesslevel ab. 3-Fach ist immer ein Reizthema...

mfG MrHalionFear

ZenTur
26.08.2006, 14:27
Hallo Bobo85,


meine Empfehlung,Hyperdrive,ein tolles,steifes Rad.Meins hat mittlerweile
12Tsd. ohne Defekt und Werkstatt hinter sich.Ein treuer Begleiter.
105er Gruppe ausreichend und wartungsarm
53/39 und hinten 12/25 läßt auch der Odenwald zu
Lrs sollte zum rad passen günstig und gut SH 550

Cu ZenTur

brodie
26.08.2006, 16:39
Das wichtigste ist erst mal ein guter Händler.
Ob der jetzt die Marke "Hokuspokus" oder stattdessen Räder von "Rumpelstielzchen" verkauft ist völlig egal. Kompetente Beratung und eine gute Werkstatt sind wichtiger. Bei Deinem Budget hast Du eine gute Auswahl.
Für Dich als "Odenwälder" käme zb der Wellmann in Gundernhausen in Frage. Oft als zu teuer verschrieen habe ich in den letzten 1,5 Jahren drei Arbeitskollegen dort mit RR unter € 1500,- versorgt. Mit besseren Rahmen als im Generikaversand üblich.
Grundsätzlich brauchst Du auch kein Geld für die RR-üblichen Verkleidungen auszugeben um auf einem Ebensolchen zu fahren. Helm, Handschuhe, SPD-Schuhe und eine Rad (-Unter)hose reichen allemal aus. Wirst dann halt nicht mehr von den "Profis" gegrüßt.
Und auch auf die Gefahr hin, heilige Kühe zu schlachten:
Das normale RR wird sich von Deinem TR vor allem dahingehend unterscheiden, das die Sitzposition viel gestrecker und die Übersetzung viel größer ist. Was zwar in diversen Foren als sakrosankt angesehen wird, aber nichtsdestotrotz nicht zwingend notwendig ist.

Relaxy
26.08.2006, 17:02
Hallo BoBo85,

ich selber habe mir letztes Jahr im Mai das Aspin zugelegt. Das Ulegra kam zu der Zeit überarbeitet auf den Markt. Daher kam das Stelvio nicht in Frage. Ich habe mich aus Patriotismus gerne für Stevens entschieden .
Mein Bruder hat sich dieses Jahr nach der Überarbeitung der 105er-Gruppe das Stelvio für € 1.099 zugelegt und ist sehr zufrieden. Daraufhin habe ich für meinen Sohn und meine Frau auch das Stelvio gekauft. Alle Räder laufen top und können das Stelvio sehr empfehlen. Für uns alle ist es jeweils unser erstes Rennrad.

Bin gespannt auf deine Kaufentscheidung!

bobo85
08.09.2006, 13:04
Danke nochmal für Eure Hilfe und Beratung! :Applaus:

Leider muss ich Euch (und mich am meisten) vorerst enttäuschen :heulend:

Zum einen ist der Zug für die 06´er Modelle abgefahren (Stevens und Centurion sind ausverkauft, zumindest in meiner Rahmenhöhe)...
zum anderen neigt sich das "Fahrradjahr" langsam dem Ende zu.

Werde also noch einige Kilometer auf meinem Trekking-Bike abspulen...
Habe jetzt aber schon ne Menge über Rennrad&Co gelernt.

So werd ich dann GANZ SICHER im Frühjahr zuschlagen.

Beschreibung, Bilder und Fahrradbewertung kommt sobald es MEINS ist!

Gruß bobo85 :)

Brunolp12
08.09.2006, 16:59
Hi Relaxy,


Ich habe mich aus Patriotismus gerne für Stevens entschieden .

Nix gegen Stevens, aber der Begründung liegt sicher ein Trugschluss zugrunde: an Stevens ist wenig "patriotisch" (jedenfalls nicht für Mitteleuropäer)