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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : SPD-SL Pedale im Vergleich mit Time Impact



Rune
16.06.2003, 15:20
Mein Händler versucht mir weiss zu machen, dass die neuen Shimano Pedale (nein ich schreibe nicht Pedalen, auch wenns richtig wäre!, das hört sich für mich einfach unmöglich an.) ähnlich wie die Time Pedale nicht nur Bewegungsfreiheit in einem best. Winkel haben sondern eben auch in der Breite zwischen den beiden Pedalen (soll heissen die Platten können in der Bindung etwas nach innen oder aussen wandern, und passen sich so dem Fahrer an). Ich habe seit neustem Probleme mit dem linken Knie und der Händler meint für Knieprobleme wären die Time-Pedale (und eben die neuen Shimano`s) optimal und DIE Lösung?!

Kann das jemand von euch bestätigen oder wiederlegen?
Eine Recherche über google etc. hat mich nicht weitergebracht.

Vielen Dank schon mal
Rainer

firebolus
16.06.2003, 18:48
Benutze die Suchfunktion hier. Zu diesen Pedale(n) gibt es genügend Beiträge.

SPD-SL kenne ich nicht, kann nix dazu sagen. Time ist ideal, wenn Du beim Pedalieren keine nennenswerte Fersenverdrehung und Fußschrägstellung hast.

Der sog. Q-Faktor zum seitlichen Verstellen um etwa 10mm ist eher ein Gimmick, ich kenne niemanden, bei dem dadurch Knieprobleme beseitigt wurden. Einen allzu großen Unterschied für den Tritt macht ein kleinerer Abstand zur Kurbel auch nicht (mein subjektives Empfinden zumindest).

Knieprobleme entstehen in den meisten Fällen durch eine zu niedere Sitzhöhe. Bevor Du also ein neues Pedal kaufst solltest Du erstmal die Sattelstütze einen halben cm weiter rausstellen. Grundsätzlich gilt: Solange man beim Kurbeln nicht mit der Hüfte abkippt ist der Sattel nicht zu hoch eingestellt.

Danach kannst Du Dir ja immer noch ein neues System zulegen.

VanceBeinstrong
16.06.2003, 19:24
Da kann ich nur bedingt beipflichten.
Zu den SPD-SL kann ich auch nix sagen da noch nie gefahren.
Fahre allerdings selbst die time impact mag und habe seitdem Umstieg von Dura Ace SPD-R kein Kniezwicken.

Allerdings finde ich es wichtig eine gewisse seitliche Freiheit zu haben. Je freier sich der Fuß bewegen kann desto vorteilhafter.


Zum Thema Sattel zu hoch...die Verse sollte auf jeden Fall parallel oder leicht nach unten Zeigen wenn die Kurbel horizontal ist.

firebolus
16.06.2003, 19:51
Original geschrieben von VanceBeinstrong
Allerdings finde ich es wichtig eine gewisse seitliche Freiheit zu haben. Je freier sich der Fuß bewegen kann desto vorteilhafter.

Bei den Impacts geht dies nur gegen eine Federvorspannung. Bei den alten Equipe uneingeschränkt. Deswegen sage ich ja immer meinen Standardsatz mit der Fersenverdrehung.

Die größte seitliche Freiheit haben die Speedplay. Wenn man die mag :-)

VanceBeinstrong
16.06.2003, 19:58
Mißverständnis...ich meine den Q Faktor mit seitlicher Bewegungsfreiheit...also näher oder weiter weg von der Achse pedallieren zu können.

firebolus
16.06.2003, 20:09
Achso :-)

Damit hab ich wenig Erfahrung. Ich hab ihn mal ganz klein gestellt, also ganz weit innen gefahren. Etwas ungewohnt so nah an den Kurbeln, aber einen nennenswerten Unterschied konnte ich nicht feststellen (außer, dass man mit den Schuhen den Kettenstreben sehr nahe kommt). Ganz außen lässt es sich irgendwie etwas gemütlicher Treten, man hat nicht eine so ganz "feste" Bindung an die Kurbel.
Inzwischen hab ich den "Q-Faktor" in der Mitte stehen.

Rune
17.06.2003, 02:27
Danke erstmal für die Posts.

Aus den Beiträgen resümiere ich das die SPD-SL Pedale den sog. Q-Faktor (also variablen Achsabstand) nicht haben?! Wurde leider nicht explizit erwähnt...
Andererseits ist das wohl auch kein Alheilmittel bei Knieproblemen...
Meine Sitzposition und Sattelhöhe habe ich mit dem Bio-Racer System bestimmen lassen und pass somit definitiv.
Es ist auch so das die Knieprobleme nur bei langen Touren (>3h) auftreten und dann evtl. auch am nächsten Tag wenn wieder eine Ausfahrt ansteht. Teilweise klingen sie dann auch ab und wieder an. Vielleicht hängt es ja damit zusammen das ich erst seit kürzerem wieder lange RR-Strecken fahre und die letzten Jahre fast ausschliesslich MTB gefahren bin. Man verbringt doch längere Perioden in der gleichen Pos. auf dem RR als auf dem
MTB. Könnte mir auch vorstellen das es einfach eine gew. Überlastungserscheinung darstellt...

Weitere post`s herzlich willkommen!

lets roll
rune

chilometro
17.06.2003, 09:59
Wenn du das Rad gewechselt hast und auch das Training durch längere Strecken verändert hast, so deutet es mehr auf eine Überlastung hin. Deine Gelenke brauchen mindestens drei Wochen bis Sie sich angepasst haben.
Wenn du jetzt noch die Pedale wechselt verstärkst du noch die Last - man kann die Platten und Sitzhöhe nicht exakt gleich einstellen.
Auch das rumspielen mit der Sattelhöhe ist dann negativ!
Am besten man tauscht die Pedale nur im Winter und fängst das neue Jahr damit an.