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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Campa Centaur 2007 Ärger



Lone Wolf
09.01.2007, 21:27
Campa Centaur 2007 Probleme


Vor wenigen Tagen habe ich die neue Centaur Gruppe (Compact CT Kurbel, CT Umwerfer QS, Ergopower QS, Schaltwerk kurz) an ein Rad gebaut und dabei einige unschöne Überraschungen erlebt. Ich schildere die einzelnen Arbeitsschritte detailliert um klar zu machen, dass Montagefehler (sehr wahrscheinlich) ausgeschlossen sind.

Als erstes die beiden Ultra Torque Lagerschalen eingeschraubt, das Werkzeug für die Shimano Hollotech II Lager passt, wie schon mehrfach hier im Forum stand, perfekt.. Die Montage war ja in der TOUR in der Januar Ausgabe schön beschrieben, aber auch die Anleitung von Campa ist gut verständlich. Die Lagerschalen waren schon prima gefettet als sie aus dem Karton kamen, noch etwas Fett auf die Lager selbst, die auf den beiden Teilstücken der Welle sitzen und die rechte Kurbel mit dem Lager in die Schale drücken. Ja und da ging der Ärger los. Dass das Lager stramm in die Schale gehen muss, damit das Ganze hinterher satt sitzt und kein Spiel hat ist klar, aber da hat Campa eindeutig zu enge Tolleranzen Das Lager geht zu einem Drittel rein und dann ist Schluss. Da hilft kein Drücken und Schieben. Mit dem Handballen draufklopfen, das Lager verkanntet aber schnell wenn auch nur minimal in der Schale. Das Ganze vorsichtig wieder rausziehen und neuer Versuch. Es waren einige. Wohlgemerkt, Schale und Lager sind schön gefettet. Das Lager in die Schale zu kriegen ist eine echte Geduldssache. Als es endlich drin war, wollte ich die Sicherungsklammer einsetzen die in die Nut der Schale eingehakt wird. Dabei stellte ich fest, geht nicht, dass Lager ist noch immer nicht weit genug in der Schale. Nochmals mit dem Handballen auf die Kurbel geklopft (recht kräftig), genau da wo das Loch ist, damit nichts verkantet. Dann die Klammer eingesetzt, die Nut in der Schale ist genau unter dem kleinen Blatt, also wenig Platz, sehr fummelig. Jetzt die linke Kurbel. Erst die gewellte Scheibe schön gefettet rein, dann das Lager . Hier das gleiche Problem wie rechts, sehr mühsam. Zum Schluss die Schraube die die beiden Wellenhälften verschraubt mit einem langen 10 er Inbus festgezogen.

Für Kollegen und auch für meine Räder habe ich bereits fünf Hollotech II Tretkurbeln eingebaut. Die Schalen (mit bereits eingebauten Lagern!) ins Tretlager und die Welle die an der rechten Kurbel sitzt durchschieben. Das geht auch etwas stramm aber überhaupt kein Vergleich zur Campa Montage. Das geht in Sekunden. Dann noch die linke Kurbel aufgestreckt, das Sicherungsplättchen rein geschoben und abwechselnd die beiden Schrauben an der Kurbel anziehen. Ist locker in 10 Minuten direkt beim ersten Mal erledigt. Bei Campa habe ich mehr als dreimal so lange benötigt. Die Campa Lager laufen auch nicht so leicht wie die von Shimano. Okay, das Hollotech Lager an meinem Rad hat schon einige tausend km runter, vielleicht laufen sich die Campa Lager noch etwas ein. ??? Wäre mir allerdings neu, dass ein Rillenkugellager von den Laufeigenschaften im Gebrauch besser wird.

Danach die Ergos und Schaltwerk montiert. Kette drauf, großes Blatt kleinstes Ritzel, Schaltwerk Begrenzungsschraube soweit reingedreht das das obere Schaltungsrädchen genau unter dem kleinsten Ritzel steht. Zug gespannt und am Schaltwerk angeklemmt. Etwas nachgespannt und die Schaltung funktioniert prima. Umwerfer mit Schelle ans Sitzrohr dran, unterer Rand des äußeren Umwerferblechs 1 bis 2 Millimeter über die Zähne vom großen Blatt, genau parallel dazu montiert, Kette aufs kleine Blatt und größtes Ritzel, Begrenzungsschraube Schaltwerk für größtes Ritzel eingestellt, Begrenzungsschraube Umwerfer rein bis inneres Umwerferblech 1 Millimeter neben der Kette. Zug am Umwerfer festgeklemmt. Kette aufs große Blatt und kleinstes Ritzel geschaltet, Begrenzungsschraube am Umwerfer rein bis äußeres Leitblech 1 Millimeter neben der Kette steht. Auffällig ist, dass der horizontale Abstand von den Zähnen des großen Blatts bis zum Kurbelarm sehr knapp ist (das sind bei Shimano ca. 3 Millimeter (gemessen) mehr und das ist eine Menge!) Damit die Kette im größten Gang nicht am Umwerfer streift, muss das äußere Umwerferblech Minimum 1 Millimeter rechts neben der kette stehen. Dann kommt das Leitblech dem Kurbelarm aber schon gefährlich nahe. Beim Campa Umwerfer ist am äußeren Blech vorne innen noch ein Kunststoffteil dran, was das Leitblech schont beim Wechsel aufs kleine Blatt. Leider befindet sich ein Teil dieses Plastik auch auf der Leitblechaußenseite und da geht der Kurbelarm aber auch gerade so vorbei. Wenn da der Zug nicht peinlichst eingestellt wird, schleift die Kette im größten Gang am Blech oder der Umwerfer am Kurbelarm. Zwei, oder wie bei Shimano drei Millimeter mehr Abstand (stärkere Kröpfung des Kurbelarms) und das wäre viel einfacher.

Wenn ich jetzt auf das sechstkleinste Ritzel schalte schleift die Kette bereits am inneren Leitblech des Umwerfers, was normalerweise überhaupt kein Problem wäre. Hier aber schon. Bei meiner Chorus von 2004 sind es drei Klicks (Strichwort Mikro Rastung) bis die Kette aufs kleine Blatt fällt, da kann man sehr schön trimmen, da läuft selbst großes Blatt und zweitgrößtes Ritzel ohne Schleifen der Kette am Umwerfer. Der neue linke Centaur Ergo befördert die Kette aber beim ersten Druck auf den kleinen Hebel sofort aufs kleine Blatt! Nix mit Trimmen, keine Zwischenschritte. Vom kleinen Blatt aufs große sind es zwar mehrere Schritte, aber umgekehrt nicht! Die neue Quick Shift Funktion ist zwar schnell, aber da man abwärts nicht Trimmen kann ein deutlicher Rückschritt. Alle Teile sind neu und ich habe die Montage wirklich penibel durchgeführt und auch schon dutzende von Rädern ob mit Campa oder mit Shimano montiert, aber so ein Gefummel (mit den Innenlagern) hatte ich noch nie. Und die Funktion des linken Ergos mit QS ist einfach Mist. Die R 700 Compact Kurbel an meinem Ultegra Rad bediene ich mit einem ganz normalen Umwerfer und das geht leichter und schneller als mit dem speziellen CT Umwerfer bei der Campa CT Kurbel, das nur nebenbei bemerkt.

Dass man mit rechtem Ergo nicht mehr auf die kleineren Ritzel „durchratschen“ kann, sondern nur in einzelnen Schritten, stört mich dagegen gar nicht. Mit flinkem Daumen geht das fast genau so schnell wie früher und aus der Unterlenkerhaltung passiert es nun nicht mehr, dass man im Eifer des Gefechts zwei Gänge auf einmal schaltet.

Damit Ihr mich nicht falsch versteht, ich habe nichts gegen Campa, ich habe Räder mit Campa und welche mit Shimano. Bis jetzt hielt ich die Italo und Japs Gruppen in der gleichen Preisklasse auch für etwa ebenbürtig. Ganz sicher will ich auch nicht dem „Glaubenskrieg“ Campa gegen Shimano neues Futter geben. Aber beim Vergleich der Centaur 2007 mit Shimano Ultegra, die beide in derselben Klasse antreten, bleibt für mich als Fazit: Montage Innenlager und Kurbel bei Campa sehr fummelig, bei Shimano sehr einfach. Neue Funktion im linken Ergo abwärts schlecht und selbst bei penibler Einstellung des Umwerfers schleift die Kette bei großem Blatt schon bei mittlerem Schräglauf am Umwerferblech.

Ich habe die Montage so detailliert geschildert, damit nicht sofort gerufen wird „falsch montiert“ und weil ich hoffe, dass jemand vielleicht doch noch einen Tipp hat, was den Umwerfer betrifft. Denn mit Kette auf dem großen Blatt sollte es schon möglich sein bis aufs drittgrößte Ritzel zu schalten ohne das sie am inneren Leitblech des Umwerfers schleift.

ThomMoll
09.01.2007, 22:09
Danke für Deinen ausführlichen Beitrag mit dem Du Dir wirklich viel Arbeit gemacht hast... (PS: Ein paar Absätze und Leerzeilen hätten der Lesbarkeit allerdings gut getan... - Ich erlaube mir daher in mehreren Schritten zu zitieren)


Auffällig ist, dass der horizontale Abstand von den Zähnen des großen Blatts bis zum Kurbelarm sehr knapp ist (das sind bei Shimano ca. 3 Millimeter (gemessen) mehr und das ist eine Menge!)

Ist mir bei Beobachtung der ersten montierten Rädern bei meinem Händler auch aufgefallen... Aber ausser dass es fummelig einzustellen ist bei der Erstmontage sollte es ja anschliessend keine Bedeutung mehr haben (?)


Damit die Kette im größten Gang nicht am Umwerfer streift, muss das äußere Umwerferblech Minimum 1 Millimeter rechts neben der kette stehen. Dann kommt das Leitblech dem Kurbelarm aber schon gefährlich nahe. Beim Campa Umwerfer ist am äußeren Blech vorne innen noch ein Kunststoffteil dran, was das Leitblech schont beim Wechsel aufs kleine Blatt. Leider befindet sich ein Teil dieses Plastik auch auf der Leitblechaußenseite und da geht der Kurbelarm aber auch gerade so vorbei.

Wenn da der Zug nicht peinlichst eingestellt wird, schleift die Kette im größten Gang am Blech oder der Umwerfer am Kurbelarm. Zwei, oder wie bei Shimano drei Millimeter mehr Abstand (stärkere Kröpfung des Kurbelarms) und das wäre viel einfacher.

(siehe oben)


Wenn ich jetzt auf das sechstkleinste Ritzel schalte schleift die Kette bereits am inneren Leitblech des Umwerfers, was normalerweise überhaupt kein Problem wäre. Hier aber schon. Bei meiner Chorus von 2004 sind es drei Klicks (Strichwort Mikro Rastung) bis die Kette aufs kleine Blatt fällt, da kann man sehr schön trimmen, da läuft selbst großes Blatt und zweitgrößtes Ritzel ohne Schleifen der Kette am Umwerfer. Der neue linke Centaur Ergo befördert die Kette aber beim ersten Druck auf den kleinen Hebel sofort aufs kleine Blatt! Nix mit Trimmen, keine Zwischenschritte. Vom kleinen Blatt aufs große sind es zwar mehrere Schritte, aber umgekehrt nicht! Die neue Quick Shift Funktion ist zwar schnell, aber da man abwärts nicht Trimmen kann ein deutlicher Rückschritt.

[...]

Dass man mit rechtem Ergo nicht mehr auf die kleineren Ritzel „durchratschen“ kann, sondern nur in einzelnen Schritten, stört mich dagegen gar nicht. Mit flinkem Daumen geht das fast genau so schnell wie früher und aus der Unterlenkerhaltung passiert es nun nicht mehr, dass man im Eifer des Gefechts zwei Gänge auf einmal schaltet.


Deshalb (aber auch wg. der Möglichkeit mehrere Ritzel auf einen Rutsch nach aussen zu schalten) ist meine Wahl auch auf die Chorus-Ergos gefallen. Denke dass diese (wie Centaur 2005/2006) die Möglichkeit des Trimmens beim Runterschalten vom grossen aufs kleine Blatt behalten habe. Aber kann das jemand (zu meiner Beruhigung) bestätigen?


Die R 700 Compact Kurbel an meinem Ultegra Rad bediene ich mit einem ganz normalen Umwerfer und das geht leichter und schneller als mit dem speziellen CT Umwerfer bei der Campa CT Kurbel, das nur nebenbei bemerkt..

Dass der CT-Umwerfer für KK nicht zwingend nötig ist wurde ja schon wiederholt im TTT thematisiert. Dass er aber soger "langsamer" sein soll erstaunt dann schon...


Fazit: Montage Innenlager und Kurbel bei Campa sehr fummelig, bei Shimano sehr einfach. Neue Funktion im linken Ergo abwärts schlecht und selbst bei penibler Einstellung des Umwerfers schleift die Kette bei großem Blatt schon bei mittlerem Schräglauf am Umwerferblech.
Ich habe die Montage so detailliert geschildert, damit nicht sofort gerufen wird „falsch montiert“ und weil ich hoffe, dass jemand vielleicht doch noch einen Tipp hat, was den Umwerfer betrifft. Denn mit Kette auf dem großen Blatt sollte es schon möglich sein bis aufs drittgrößte Ritzel zu schalten ohne das sie am inneren Leitblech des Umwerfers schleift.

Dass die rechte Kurbel nicht 100%ig drin ist kann man wahrscheinlich ausschliessen. Ansonsten könnte dass ja evtl. das frühe Schleifen am inneren Leitblech bei eigentlich moderatem Schräglauf erklären (?).

Gruss,
ThomMoll

Lone Wolf
09.01.2007, 22:24
Danke dass Du meine Ausführungen gelesen hast Thom. Ist schon eine kleine Zumutung so einen langen Text rauszuhauen aber ich wollte von meiner Erfahrung mit der neuen Centaur berichten. Viele werden die noch nicht haben aber so mancher sicher mit dem Gedanken spielen, sie zu kaufen jetzt wo die Ergos auch aus Carbon sind und dazu noch einige Gramm leichter als die Chorus.

Die Record und Chorus sollen die Rastung beim Runterschalten des linken Hebels noch haben. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich auch die Chorus gewählt. Wäre mir den Mehrpreis dann doch wert gewesen.

Was Deine Vermutung betrifft, dass rechte Lager könnte nicht ganz in der Schale sein, kann ich sagen: es muß ganz drin sein sonst hätte ich die Sicherungsspange nicht einsetzen können. Außerdem werden die beiden Lager, sollten sie wirklich noch nicht 100% in den Schalen sein beim Verschrauben der Wellenhälften dann entgültig reingedrückt. Die Lager sind nämlich ganz am Ende der Wellenhälften und können nicht nach außen "ausweichen".

Noize
10.01.2007, 06:06
Ich habe die 2007er Centaur auch schon montiert.

Lagerschalen:
Die Lagerschalen waren bei mir ohne Probleme, ohne Hakeln und Reinwürgen montiert. Das Tretlager wurde frisch gefräst und das Gewinde geschnitten und gereinigt. Vielleicht hattest du noch ein paar Späne drinnen oder das Gewinde war nicht sauber geschnitten?

Umwerfer:
Die Montage ist eigentlich nicht anders, wie auch schon in den Jahren davor. Der große Unterschied ist, dass man jetzt sauberer einstellen muss als vorher, weil man ja nicht mehr nachklicken kann. Die Aufgabe der Mikrorasterung ist wahrlich kein Segen. Das war früher wirklich besser.
Was mir aufgefallen ist, weil ich ursprünglich den "alten" 2006er CT-Umwerfer montiert habe, weil der neue QS-Werfer ein paar Tage länger gebraucht hat: Die Einstellerei mit dem "alten" ist unproblematischer, weil man bei einem Schaltvorgang damit nur den halben Weg des QS-Werfers zurücklegt und so Einstellungenauigkeiten besser kompensieren kann. Dafür drückt man halt 2x anstatt 1x, wenn man das Blatt wechseln will..

Kurbelkröpfung:
Der Abstand hat sich eigentlich nicht verändert. Ich hab eine 2007er Mirage-UT CT-Kurbel und eine 2006er Chorus-CT. Der Abstand zwischen Kettenblatt und Kurbelarm ist bei beiden gleich.

Speichennippel
10.01.2007, 06:40
Wenn sich ein Lager "im Stand" schwergängig anfühlt, hat das wenig zu sagen. Im Gegenteil, das würde mich beruhigen, kann man doch dann davon ausgehen, dass die Dichtungen gut sitzen.
Warum die Kurbel aber so schwer dadurchflutscht weiß ich auch nicht. Vielleicht ein Montagsmodell. Kann bei HollowII auch passieren. Ich habe eine Hone Kurbel, die konnte ich nur mit einem dicken Hammer demontieren. Ursache war, dass die Beschichtung der Achse irgendwie aufgeqollen war. Mit Feile und Schmirgelpapier habe ich den Durchmesser der Achse aber wieder soweit runtergekriegt, dass sie jetzt wieder durch das Lager passt.
Die QS-Mechanik ist vielleicht einfacher gestrickt. Hat den Vorteil, dass die Hebel nicht so schnell ausleiern wie die alten.
Die Kurbelarme stehen sehr eng beieinander, was ja zunächst mal ein Vorteil sein soll. Deswegen ist wenig Platz für den Werfer.

Lone Wolf
10.01.2007, 09:45
Ich habe die 2007er Centaur auch schon montiert.

Lagerschalen:
Die Lagerschalen waren bei mir ohne Probleme, ohne Hakeln und Reinwürgen montiert. Das Tretlager wurde frisch gefräst und das Gewinde geschnitten und gereinigt. Vielleicht hattest du noch ein paar Späne drinnen oder das Gewinde war nicht sauber geschnitten?

Umwerfer:
Die Montage ist eigentlich nicht anders, wie auch schon in den Jahren davor. Der große Unterschied ist, dass man jetzt sauberer einstellen muss als vorher, weil man ja nicht mehr nachklicken kann. Die Aufgabe der Mikrorasterung ist wahrlich kein Segen. Das war früher wirklich besser.
Was mir aufgefallen ist, weil ich ursprünglich den "alten" 2006er CT-Umwerfer montiert habe, weil der neue QS-Werfer ein paar Tage länger gebraucht hat: Die Einstellerei mit dem "alten" ist unproblematischer, weil man bei einem Schaltvorgang damit nur den halben Weg des QS-Werfers zurücklegt und so Einstellungenauigkeiten besser kompensieren kann. Dafür drückt man halt 2x anstatt 1x, wenn man das Blatt wechseln will..

Kurbelkröpfung:
Der Abstand hat sich eigentlich nicht verändert. Ich hab eine 2007er Mirage-UT CT-Kurbel und eine 2006er Chorus-CT. Der Abstand zwischen Kettenblatt und Kurbelarm ist bei beiden gleich.

Der Rahmen war bereits ein Jahr mit einer anderen Gruppe in Gebrauch. Im Tretlager waren natürlich keine Späne. Das Tretlager ist perfekt plan. Die Ultra Torque Lagerschalen selber ließen sich ja auch ganz leicht in das Gewinde vom Tretlager reindrehen. Was aber äußert schwer ging war das Einsetzen der Lager die sich am Ende der Wellenhälften befinden.

Das sich die Kurbelkröpfung nicht geändert hat ist richtig, aber der Abstand war aus meiner Sicht auch schon früher zu knapp. Das ist bei Shimano besser gelöst. Der Abstand von Kurbelaußenkante links (Höhe Pedalgewinde) zur Außenkante rechts ist im Vergleich Campa Ultra Torque CT Kurbel und Shimano Hollotech RC 700 Compact Kurbel (jeweils fertig montiert im Rahmen) bis auf 2 Millimeter gleich. Bei Campa 2 mm weniger. Der Q-Faktor ist also, bis auf die 2 Millimeter gleich aber dafür muß die Umwerfereinstellung bei Campa sehr penibel sein. 2 mm klingt nicht nach viel, aber diese 2 mm fehlen als Abstand zwischen Umwerferblech und Kurbelarm.

Verstehe ich das richtig? Der CT Umwerfer von 2006 legte eine geringere Strecke seitlich zurück beim Runterschalten? Der Hebelarm des neuen Umwerfers ist etwas länger was die Betätigungskraft reduziert.

anaerob
10.01.2007, 11:32
1. Habe heuer eine Chorus Kurbel montiert, die Lager sind relativ leicht in die Lagerschalen hineingeglitten, die Kurbel sitzt aber absolut spielfrei. Sehr rasche und einfache Montage.
Ich glaube, dass die Lagerschalen kein großes Drehmoment mögen, viel weniger als bei Shimano mit 50-70 Nm.
Ich würde das jetzt hier nicht annehmen, aber bei zu hohem Anzug droht Verwindung der Schalen.

2. Bei mir streift die Kette am Umwerfer im Schräglauf auf den jeweils äußersten Ritzeln merklich, auf den jeweils zweiten ganz leicht, also ohnehin die "verbotenen Gänge" GÄnge 1-8 laufen perfekt. Die Einstellung hat aber etwas Zeit gebraucht.

Soll ja sogar dreifach Ultegras geben, die angeblich völlig schleiffrei laufen, leigt wohl an den breiteren Käfigen.

Lone Wolf
12.01.2007, 15:18
1. Habe heuer eine Chorus Kurbel montiert, die Lager sind relativ leicht in die Lagerschalen hineingeglitten, die Kurbel sitzt aber absolut spielfrei. Sehr rasche und einfache Montage.
Ich glaube, dass die Lagerschalen kein großes Drehmoment mögen, viel weniger als bei Shimano mit 50-70 Nm.
Ich würde das jetzt hier nicht annehmen, aber bei zu hohem Anzug droht Verwindung der Schalen.

2. Bei mir streift die Kette am Umwerfer im Schräglauf auf den jeweils äußersten Ritzeln merklich, auf den jeweils zweiten ganz leicht, also ohnehin die "verbotenen Gänge" GÄnge 1-8 laufen perfekt. Die Einstellung hat aber etwas Zeit gebraucht.

Soll ja sogar dreifach Ultegras geben, die angeblich völlig schleiffrei laufen, leigt wohl an den breiteren Käfigen.


Verstehe ich nicht, dass das bei Dir so leicht ging. Ich habe die Lagerschalen mit dem Hollotech II Schlüssel angezogen und der hat keinen langen Hebelarm. Campa spricht von ca. 40 Nm. Zufest habe ich die Schalen sicher nicht angezogen. Ich vermute das es da zu Streungen in der Serienproduktion gekommen ist. Mein Rahmen hat übrigens ital. Gewinde. Das ist heute schon recht selten. Wie gesagt ich kann nur vermuten, dass die Toleranzen zwischen Lager und Schalen bei mir zu eng waren. Es ging definitiv nur sehr schwer rein.

lotusbleu
12.01.2007, 17:59
Ich hatte absolut keine Probleme die Lagerschalen zu montieren (du ja auch nicht) sowie die Kurbeln aufzustecken. War sogar überrascht wie einfach das von statten ging.:)


Vielleicht waren deine Schalen verzogen?:heulend: