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heinz.brön.

Sram eTap Probleme mit dem Schaltwerk

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Ein sehr verärgerter Kunde: Qualitätskontrolle findet nicht statt, Kundendienst schlecht.

Ich war Ende Mai in Italien im Urlaub und konnte dort bei einer Ausstellung die SRAM Red Etap ausprobieren. Ich war sofort begeistert von der Schaltlogig und der edlen Verarbeitung dieser Gruppe. Zu Hause ging ich nach ein paar Tagen Bedenkzeit (ist ja doch eine Menge Geld) zu meinem örtlichen Händler um sie zu bestellen. Mein Händler berichtete mir noch von den Schwierigkeiten die er mit den Schaltwerken der letzten drei verkauften Etaps hatte, ich warf aber trotzdem alle Bedenken über Bord und bestellte die Schaltgruppe incl. Bremsen.
Am 20. Juni 2018 war es so weit und ich konnte mein Rennrad mit der neu verbauten Gruppe abholen. Die ersten kleinen Ausfahrten über ca. 40-50 km verliefen ohne Probleme.
Dann begab ich mich auf eine größere Runde und die Probleme mit dem Schaltwerk fingen an. Bei zwei weiteren Touren über ca . 80-90 km ging es so weiter.
Das Problem macht sich folgendermaßen bemerkbar:
Schaltet man mit dem Schaltwerk in die größeren Ritzel weil es bergauf geht dann stellt das Schaltwerk irgendwann seinen Dienst ein. Man kommt also nicht so weit das man den Berg bewältigen kann. Wenn man Glück hat ist man vorne noch auf dem großen Kettenblatt und kann da wenigstens noch aufs kleine Kettenblatt schalten, der Umwerfer funktioniert nämlich noch. Das Schaltwerk stellt aber immer mal wieder seinen Dienst ein so ca. bevor es in die 3-4 größeren Ritzel schalten soll. Dies geschieht bei einer Ausfahrt so 3-4 mal in unregelmäßigen Abständen. Irgendwann kann man dann wieder schalten, aber durchs probieren rattert die Kette erstmal etliche Ritzel nach unten.
Ich bin dann heute am 17. July zu meinem Händler damit er sich dem Problem annimmt.
Die Schaltung ist noch nicht einmal einen Monat in Betrieb und der Ärger nimmt seinen Lauf.
Nach telefonischer Rücksprache mit dem Sram-Service sicherte der zu, meinem Händler ein neues Schaltwerk zu schicken, er bräuchte nur noch die Herstellernummer des defekten Schaltwerks. Dies sollte deswegen so schnell gehen, da ich für ein paar Tage Urlaub mit dem Rennrad verbringen wollte. Ich bin sofort nach Hause und hab das Rad zum Händler gebracht. Sofort gab dieser die Nummer durch, bekam aber dann zur Antwort dass das defekte Schaltwerk erst eingeschickt werden muss um es zu durchzumessen. Der Kollege bei Sram hatte sich wohl zu weit aus dem Fenster gelehnt.
Das nach wie vor Schaltwerke an Kunden ausgeliefert werden obwohl der Fehler seit vielen Monaten bekannt ist (wie aus div. Recherchen in Internetforen usw. hervorgeht) finde ich eine bodenlose Frechheit. Jetzt auf eine Messung zur Fehlersuche vorab zu bestehen ist lächerlich. Wenn eine ordentliche Qualitätskontrolle stattfinden würde, bräuchte es dies nicht und ich hätte mir, wie viele andere Kunden auch den Ärger erspart. Ich hoffe nur, dass das mit dem Messen nicht zu lange dauert, sonst ist mein Urlaub zu Ende.
Dieses Schreiben wird von mir auch im TOUR-Forum veröffentlicht, denn so geht man nicht mit Kunden um.
Trotzdem freundliche Grüße, Heinz Brönauer

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