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  1. #21
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    Sollte unterwegs fern einer Werkstatt mal der Schaltzug reißen, hier folgende einfach zu realisierende Lösung:

    Einfach einen Stein ins Parallelogramm des entsprechenden Schaltwerks/Umwerfers klemmen, nachdem man dieses/diesen vorher auf das gewünschte Ritzel bzw. Kettenblatt gedrückt hat.
    KESTREL TALON SL

  2. #22
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    Thumbs up Kalte Hände in Abfahrten? Muss doch nicht sein!

    Wenn man sich nicht gerade in einem Rennen befindet und eine kalte Abfahrt bevorsteht, wird man sie lieben lernen:

    Latex Einmalhandschuhe - Die halten sehr warm und sind im 100er Pack auch billig.
    Im Winter wärmen sie auch unter langen Handschuhen.

    Bloß Vorsicht: Da sie Luftdicht abschließen, sollte man sie von Zeit zu Zeit wieder ausziehen, da man sonst Haut wie im Schwimmbad bekommt.
    Geändert von +Berggott+ (23.12.2010 um 23:54 Uhr)

  3. #23
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    Identische Sattelposition bei mehreren Rädern

    Wenn man mehrere Rennräder hat und bei allen Rädern die gleiche horizontale Postion des Sattels haben will, hilft folgende Methode:

    Rad mit dem Hinterrad gegen eine Wand stellen. Den Abstand von der Wand zur Sattelspitze und anschließend zur Mitte des Tretlagers messen. Anhand der Differenz der beiden Meßwerte sieht man die gewünschte Position.

    Diese Messungen wiederholt man bei den anderen Rädern und stellt die horizontale Sattelpostion dann so ein, wie sie sich aus der Messung am "Referenzrad" ergeben hat.

  4. #24
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    Zitat Zitat von +Berggott+ Beitrag anzeigen
    Wenn man sich nicht gerade in einem Rennen befindet und eine kalte Abfahrt bevorsteht, wird man sie lieben lernen:

    Latex Einmalhandschuhe - Die halten sehr warm und sind im 100er Pack auch billig.
    Im Winter wärmen sie auch unter langen Handschuhen.

    Bloß Vorsicht: Da sie Luftdicht abschließen, sollte man sie von Zeit zu Zeit wieder ausziehen, da man sonst Haut wie im Schwimmbad bekommt.

    Ulle
    Wie ist denn das, wenn man anfängt, natürlich anfängt - da drin zu schwitzen, dann müsste es doch recht frisch werden?

  5. #25
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    Zitat Zitat von 101.20 Beitrag anzeigen
    Wie ist denn das, wenn man anfängt, natürlich anfängt - da drin zu schwitzen, dann müsste es doch recht frisch werden?
    Nein. Der Hauptgrund, warum man an den Fingern friert, vor allem bei Regen, ist die Verdunstungskälte des Wassers und etwas weniger der Fahrtwind. Beides wird von den Latexhandschuhen erstaunlich gut abgehalten. Hat mir quasi schon masl das Leben gerettet auf einer Tour in den Französischen Alpen (troix colles), Gewitter den Allos hinauf, Graupel auf der Abfahrt, und außer der dünnen Assosjacke und Sommer-Ärmlngen nichts dabei...
    My batteries are low, and it's getting dark. Hier nicht mehr aktiv. Kontakt: https://mucradblog.wordpress.com/

  6. #26
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    Kettensäuberungen mit Chemie

    Es gibt hier ja schon zwei Tipps, die sich auf die Kettenreinigung mit Mitteln beziehen, die Fettlöser beinhalten (Spüli etc.). Diese enthalten Tenside. Viele schwören darauf, es gibt aber auch die Meinung (vertreten zB von Jobst Brandt), dass alle diese Mittel das Leben der Kette drastisch verkürzen können. Das hat folgenden Hintergrund:
    Eine Kette enthält ab Werk eine Fettschmierung in den Gelenken. Diese Stellen sind nachträglich praktisch nicht mehr ohne immensen Aufwand adäquat nachzuschmieren.

    Tenside dringen an diese Stellen und lösen das dort befindliche Fett auf. Zusätzlich besitzen sie eine lange Lebensdauer, das heißt, wenn man die Kette nach dem Entfetten ölt, kann es sein, dass das neue Öl genau dort, wo es am nötigsten ist, nämlich in den Gelenken, schnell wieder abgebaut wird. Ergebnis ist eine saubere, gepflegt wirkende Kette, die aber nicht mehr lange lebt, denn das frische Öl außen auf der Kette beginnt nun, Straßenstaub, der wie Schmirgel wirkt, zu binden und an die ungefetteten Gelenke weiterzuleiten.

    Die Alternative für die Kettenpflege ist es, sie lediglich regelmäßig mit einem öligen Lappen abzuwischen.

    Martl
    Geändert von martl (17.02.2008 um 21:00 Uhr)
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  7. #27
    Avatar von Profiamateur
    Profiamateur ist offline ...nicht Rennrad-Fahrer, sondern Radrenn-Fahrer!
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    Weiterfahren bei Freilaufdefekt

    Wenn die Sperrklinken des Freilaufs nicht mehr sperren, man also ins Leere tritt, hilft es mit Kabelbindern, Bindfäden oder notfalls auch Stöckchen, den Kranz mit den Speichen zu fixieren. Die so entstandene starre Nabe ermöglicht es einem nach hause zu kommen ohne schieben oder rollern zu müssen.
    Geändert von Profiamateur (22.02.2008 um 22:20 Uhr)
    Radsport-Weisheit Nr.1:
    Im Rennen gibt es genaugenommen nur zwei Typen von Fahrern: Die Einen, die um's Überleben kämpfen, und die Anderen, die daran Schuld sind. Es ist ratsam, zu den Anderen zu gehören!
    (•¿•)

    Mein Team Mein Wettkampfrad

    schön italienisch/schön starr/schnell&schön/nur schön/schön klassisch/für Matsch/für'n Winter/R.I.P./für meine Süße

  8. #28
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    Mehr ein Klassiker-Tip:

    Die Gewindestange mit drei Muttern und großen Unterlegscheiben, die bestimmt viele als billiges selbstgebautes Steuersatz-Einpresswerkzeug benutzen (wie ich), lässt sich auch hervorragend für die Demontage festsitzender rechter Lagerschalen benutzen. Wenn die linke Schale samt Welle bereits ausgebaut sind, kann man die Gewindestange mit einer durch zwei Muttern fixierten Unterlegscheibe durch das Tretlager stecken,und dann durch zudrehen den 36er-Schlüssel mit der anderen großen Unterlegscheibe auf der rechten Schale fixieren - kein abrutschen mehr möglich wenn rohe Kräfte sinnvoll walten!
    Be like a duck. Calm on the surface, but always paddling like the dickens underneath.

  9. #29
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    Sehr wertvoller Tipp! Bin nach einem Schaltzugwechsel gerade selbst darauf reingefallen und wäre fast verrückt geworden dabei!

    Folgendes Symptom habe ich beobachtet: Man braucht mehr Zugspannung als normal um vom kleinsten auf das zweitkleinste Ritzel zu schalten. Dies führt bei den größeren Ritzeln dazu, dass beim Runterschalten eines davon übersprungen wird. Man schaltet also 9 Ritzel mit 8 Schaltvorgängen. Versuche, das Seil richtig zu spannen scheitern. Es ist entweder für die großen Ritzel zu arg oder für die kleinen Ritzel zu wenig gespannt.

    Erst die richtige Ausrichtung des Klemmstücks (Nase NICHT nach innen, sondern nach hinten) lässt den Blutdruck wieder sinken und stellt den Glauben an die Fahrradtechnik aus Japan wieder her.

  10. #30
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    Bei Carbon Hochprofilfelgen entsteht häufig ein störendes "Klackgeräusch", das vom Anschlagen des Ventils an die Felge kommt. Abhilfe schafft man, indem man um das Ventil im Bereich des Ventillochs der Felge Isolierband wickelt.

  11. #31
    Reiler Gast
    Zitat Zitat von Roadflyer Beitrag anzeigen
    Sollte unterwegs fern einer Werkstatt mal der Schaltzug reißen, hier folgende einfach zu realisierende Lösung:

    Einfach einen Stein ins Parallelogramm des entsprechenden Schaltwerks/Umwerfers klemmen, nachdem man dieses/diesen vorher auf das gewünschte Ritzel bzw. Kettenblatt gedrückt hat.
    Für sowas habe ich immer einen Korken einer Weinflasche dabei.
    Das klappt und verkratzt nichts. Lässt sich im Bedarfsfall schnell und einfach auf gewünschte größe bringen.

  12. #32
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    Teflonband

    Ich will mich ja nicht mit fremden Federn schmücken:

    http://www.classiclightweights.co.uk/restoration.html

    unter "Tips and Hints 1-3" findet man einiges interessantes.

  13. #33
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    Teile aus dem Ausland - welche Kosten muß ich mitrechnen?

    Die Frage taucht ja regelmäßig auf.

    Welche Kosten kommen auf mich zu, wenn ich Teile aus dem Ausland schicken lasse?

    Immer tragen muß man logischerweise den Preis (duh!) und den Versand.

    Dann muß man unterscheiden zwischen EU und Nicht-EU Herkunftsland.

    Am einfachsten ist es bei Versand aus dem EU-Raum (Achtung, das ist nicht dasselbe wie Euro-Länder - auch zB. Großbritannien, Schweden und Dänemark sind EU-Länder). Hier fallen keine weiteren Kosten an (für den Import als Endverbraucher).

    Beim Versand aus Nicht-EU-Ländern wie zB. USA oder auch der Schweiz muß man zusätzlich Zoll und Einfuhrumsatzsteuer berappen, und zwar auf den Gesamtbetrag inklusive Versand. Die Einfuhrumsatzsteuer entspricht dem aktuellen Mehrwertsteuersatz, also zur Zeit 19%.
    Der Zoll wird nach der Art der Ware nach dem TARIC-Code berechnet. Er hängt von der Warenbeschreibung und dem Herkunftsland ab und kann auf dieser Webseite nachgeschlagen werden. Für Fahrradteile aus USA beträgt er zur Zeit zB. 2,7%. Andere Dinge wie zB Bekleidung oder Sonnenbrillen können andere Sätze haben!

    Der Versandweg sieht dann folgendermaßen aus:
    Der Verkäufer verschickt die Ware an die Kundenadresse. Beim Eintreffen in Deutschland wird dann die Ware aber nicht direkt geliefert, sondern landet im nächsten Zollamt, das den Empfänger benachrichtigt.

    Dann muß man als Empfänger zum Zollamt laufen und die Rechnung vorlegen, der Zollsatz wird berechnet, und nach Zahlung erhält man erst die Ware. Als Rechnung wird auch zB. ein Ausdruck der Ebay-Transaktion akzeptiert, oder zB. ein Ausdruck eines E-Mails, aus dem hervorgeht, vieviel man bezahlt hat; es kann ja sein, dass man die Ware privat, zB über eine Onlinebörse in einem Forum, erstanden hat.
    Hat man keine Rechnung, kann der Zöllner den Wert schätzen; dazu wird durchaus auch die Ebay-Suche in Anspruch genommen.
    Ist die Ware offensichtlich gebraucht und hat keinen wirklichen Markwert, kann es auch sein, dass der Zoll ein Auge zudrückt und nichts verlangt - dann entfällt auch die Einfuhrumsatzsteuer.

    Der alte Trick, sich die Ware als Geschenk deklarieren zu lassen, funktioniert in der Regel nicht, da sogar Zöllner mittlerweile Imternetzugang haben.

    Es gibt auch eine FAQ für den Internetversandhandel beim Zoll, und zwar hier
    Geändert von martl (05.01.2011 um 22:39 Uhr)
    My batteries are low, and it's getting dark. Hier nicht mehr aktiv. Kontakt: https://mucradblog.wordpress.com/

  14. #34
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    Wenn die Lenkerendenstopfen nicht halten wollen, kann man sie mit ISOTAPE umwickeln bis sie den gewünschten Durchmesser haben.
    Beim Microtex FIzik Lenkerband hab ich das so gemacht

  15. #35
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    Layout des TOUR-Forums anpassen

    Anleitung zur Anpassung des Layouts über ein User-Stylesheet


    Link zum aktuellen Stylesheet: Patch für das neue Forum


    Opera bis Version 12

    Für Opera 12 und älter legt man eine CSS-Datei (tourforum.css) im Verzeichnis styles unter dem Profilordner an und kopiert den Code aus obigem Link rein.
    Den Profilordner findet man über Hilfe > Über Opera oder die Eingabe von opera:about in die Adresszeile.
    Unter Windows 2000/XP lautet das Verzeichnis
    C:\Dokumente und Einstellungen\username\Anwendungsdaten\Opera\Opera\profile\styles,
    ab Windows Vista
    C:\Users\username\AppData\Roaming\Opera\Opera( x64)\styles

    Diese Datei wählt man dann aus durch Rechtsklick auf der TOUR-Forum-Seite:
    Seitenspezifische Einstellungen... -> Anzeige -> Eigenes Stylesheet


    Opera ab Version 15

    Für Opera 15 und neuer benötigt man die Erweiterung 'Stylish', die man hier findet: https://addons.opera.com/de/extensio...sh/?display=de
    Der Code aus obigem Link wird über die Optionen der Erweiterung eingefügt. Damit das Stylesheet nur auf das Tourforum angewendet wird, wählt man unter "Anwenden auf" die Einstellung URLs auf der Domain und trägt dort forum.tour-magazin.de ein.


    Firefox

    Für Firefox heißt die Datei userContent.css und liegt unter Windows 2000/XP im Verzeichnis
    C:\Dokumente und Einstellungen\username\Anwendungsdaten\Mozilla\Firefox\Profiles\zeichenkette.default\chrome,
    ab Windows Vista im Verzeichnis
    C:\Users\username\AppData\Roaming\Mozilla\Firefox\Profiles\zeichenkette.default\chrome
    Tipp: Wo finde ich meinen Profilordner?
    Zum Bearbeiten der Datei verwendet man am besten einen Texteditor oder das Add-on ChromEdit Plus und kopiert den Code aus obigem Link nach folgendem Muster rein:

    Code:
    @-moz-document domain(forum.tour-magazin.de) {
    
    ...Hier steht der Code...
    
    }
    Firefox nach Anlegen oder Ändern der Datei neu starten.


    Chrome

    Für Chrome benötigt man die Erweiterung 'Stylish', die man hier findet: https://chrome.google.com/webstore/d...fgmeleoegfcffe
    Der Code aus obigem Link wird über die Optionen der Erweiterung eingefügt. Damit das Stylesheet nur auf das Tourforum angewendet wird, wählt man unter "Anwenden auf" die Einstellung URLs auf der Domain und trägt dort forum.tour-magazin.de ein.


    Danke an alle, die an dem Patch mitgewirkt haben
    Geändert von cyan (08.02.2016 um 17:54 Uhr)

  16. #36
    Beast Gast
    Der nachfolgende Text basiert auf einem Text von Abbath den er im Forum von Rennrad-News erstellt hat. Er hat uns freundlicherweise erlaubt diesen auch hier zu verwenden. Ich habe ihn etwas formatiert und teilweise erweitert.


    Hi,

    sehr oft werden Threads erstellt in denen um eine Kaufberatung für ein solides Einsteigerrennrad gebeten wird. Das ist prima, denn dafür ist das Forum ja da.

    Hier einige oft auftretende Themengebiete ("FAQ"):


    1. Gruppenhierarchien der größten Komponentenhersteller für Rennräder (beginnend mit den Top-Gruppen)





    2. Vor und Nachteile konventioneller Laufräder und Systemlaufräder

    Auf dem Rennradmarkt werden zwischen konventionell/klassische eingespeichten Laufrädern (meist 32 Speichen und Nabe aus den o.g. Gruppen) und sogenannten Systemlaufrädern verwendet.
    Konventionelle Laufräder sind in der Regel sehr robust und können leicht gewartet (zentriert) werden. Die Ersatzteilversorgung (z.B. Speichen) ist meist problemlos.

    Systemlaufräder haben weniger Speichen und bestehen aus einem - wie der Name schon sagt - abgestimmten System, welches sich mit alternativen Bauteilen nicht kombinieren lässt. Sie können Gewichtsvorteile bieten, den Windwiderstand bei hohen Geschwindigkeiten senken und optische Abwechslung bieten. Aufgrund der geringeren Speichenzahl können Probleme mit der Haltbarkeit/Alltagstauglichkeit und Verwindungssteifigkeit auftreten.

    Eine generelle Aussage über die Eignung eines speziellen Laufradtyps lässt sich nicht treffen.


    3. Rahmenmaterial.


    Aluminium ist derzeit bei Neurädern am weitesten verbreitet, es ermöglicht leichte Rahmen, welche durch eine starke Vergrößerung der Rohrdurchmesser ("Oversizing") trotzdem eine hohe Verwindungssteifigkeit aufweisen. Aluminium ist rostfrei, kann aber (z.B. bei Kontakt mit Streusalz oder Schweiß) korrodieren. Alurahmen werden geschweißt.

    Stahl ist ein klassisches Rahmenmaterial. Die schlankeren Stahlrahmen sind bei einer ähnlichen Verwindungssteifigkeit meist schwerer als solche aus Aluminium, weisen aber nach Meinung vieler Stahlliebhaber einen höheren Fahrkomfort auf. Stahl muß vor Rost geschützt werden hochwertige Rahmen haben weisen aber keine Haltbarkeitsprobleme auf. Stahl verfügt über eine höhere Bruchdehnung und ist im Fall eines Unfalls in den meisten Fällen reparabel. Stahlrahmen werden in Muffen gelötet, muffenlos gelötet oder geschweißt.

    Carbon ist das aktuellste Rahmenmaterial und die meisten neuen Gabeln bestehen aus Carbon (teils mit Metallschaft). Die Verbindung von Fasern und Harz bietet die Möglichkeit bei sehr geringem Gewicht sehr hohe Steifigkeitswerte zu erzielen. Bei Carbonrahmen unterscheidet man zwischen so genannten Monocoque Rahmen und in Muffen (aus Carbon, Stahl, Alu, Titan) geklebten Rahmen. Monocoques bestehen im Ideal aus einem Stück und weisen keine Fügestellen auf. Carbon wird häufig bei Rahmen aus anderen Materialien am Hinterbau (Sitz- und Kettenstreben) verwendet. Die Begründungen der Hersteller hierfür reichen von höherer Verwindungssteifigkeit über geringeres Gewicht bis zu einem verbesserten Fahrkomfort. Es wurde allerdings schon gelegentlich über Haltbarkeitsprobleme berichtet.

    Bei Überbelastung kündigen sich Brüche und Risse von Carbonbauteilen meist nicht durch Verbiegung etc. an, es tritt ein plötzliches Materialversagen ein.

    Titanrahmen sind relativ selten und gelten als exklusiv. Titan ist korrosionsfrei (daher meist unlackiert) und gilt als langlebigstes Rahmenmaterial. Da Titan beim Schweißen mit Sauerstoff reagiert ist die Verarbeitung sehr aufwändig, was sich in den meist sehr hohen Preisen niederschlägt. Ansonsten ähneln Titanrahmen in ihren mechanischen Eigenschaften Stahlrahmen.


    4. Versand und Einzelhandel.

    Der Radkauf im Versandhandel kann mit deutlichen Preisvorteilen verbunden sein, allerdings entfällt meist die Möglichkeit einer Probefahrt und der regelmäßigen Wartung durch den Verkäufer. Der Vorteil des Einzelhandels ist im Idealfall guter Service (wichtig für Einsteiger: Die korrekte Vermessung), professionelle Wartung gewährleistet maximale Funktion und Betriebssicherheit. Viele Händler reparieren und warten Räder, welche sie selbst verkauft haben schneller (unbürokratischer) und zum Teil kostengünstiger, als solche anderer Anbieter.


    5. Antrieb.

    Kurbel

    Unterschieden wird hauptsächlich zwischen "Zweifach", "Dreifach"/"Triple" und "Kompakt".
    Klassisch ist der "Zweifach" Antrieb mit zwei Kettenblättern. Diese haben einen Lochkreis von 130mm (Shimano) oder 135mm (Campagnolo), der Lochkreis gibt den Abstand der Schrauben an, mit welchen die Kettenblätter befestigt werden. Die kleinsten Kettenblätter, welche an solchen Kurbeln montiert werden können sind 38 Zähne bei Shimano und 39 Zähne bei Campagnolo. In der Regel werden Kettenblattkombinationen von 39/53 oder 39/52 verwendet.
    Beim "Dreifach" Antrieb kommt ein drittes, kleineres Kettenblatt (i.d.R. 30 Zähne) hinzu. Dieses kann das Bergauffahren erleichtern (kleinere Übersetzung). Da nicht alle hinteren Ritzel mit jedem vorderen Kettenblatt kombiniert werden können (großes Kettenblatt/großes Ritzel, kleines Kettenblatt/kleines Ritzel) ist der Schaltaufwand vorne höher als bei einer Kurbel mit zwei Kettenblättern, die Schaltqualität gilt als etwas geringer.

    Eine dritte Möglichkeit ist die sogenannten Kompaktkurbel mit zwei Kettenblättern. Diese hat einen Lochkreis von 110mm, womit die Montage eines kleinen Kettenblatts mit 33 Zähnen möglich wird. Übliche Kettenblattkombinationen sind 34/50, 36/50, 34/48 oder 36/52. Da der Unterschied zwischen den Kettenblättern in der Regel größer ist als bei klassischen zweifach Kurbeln, wird bei einem Schaltvorgang vorn, ein größerer Schaltschritt hinten notwendig. Der Schaltkomfort vorn, kann geringer sein als bei der klassischen Kurbel. Im Gegenzug bieten Kompaktkurbeln ein breiteres Übersetzungsspektrum als konventionelle zweifach Kurbeln, allerdings werden bei den meisten Kettenblattkombinationen Einschränkungen im großen Übersetzungsbereich in Kauf genommen. Entscheidend ist auch die Wahl der richtigen Kassette. Ein vieldiskutiertes Thema im Technik Forum (einfach mal stöbern)!

    Kassette/Ritzel

    Aktuell sind bei den hochwertigen Gruppen (Campagnolo ab Veloce, Shimano ab 105) 10 Ritzel. Weit verbreitet sind allerdings auch noch Kassetten mit 9 Ritzeln. Wichtiger als die bloße Anzahl an Ritzeln ist jedoch die individuelle, überlegte Wahl der Abstufung. Was bringt es zum Beispiel, wenn man eine zehnfach Kassette mit 12-25 Zähnen fährt, das 12er Ritzel jedoch so gut wie nie benutzt, weil der Gang zu groß ist? In diesem Fall ist der funktionale Nachteil einer neunfach Kassette mit 13-25 Zähnen zu vernachlässigen. Generell gilt jedoch, daß mit mehr Ritzeln am Hinterrad bei gleichen Schaltschritten (Unterschied zum nächsten Ritzel) z.B. ein weiterer "Berg-" oder "Sprintgang" möglich ist.

    Generell sollte darauf geachtet werden, daß ein vernünftiger Kompromiß aus breitem Übersetzungsspektrum (großer Gang für Sprints und Abfahrten, sowie kleiner Gang für Bergfahrten) und feiner Abstufung (kleine Schaltschritte zwischen den einzelnen Ritzeln um eine zu starke Veränderung der Trittfrequenz zu vermeiden) gefunden wird. Für den zweifach Antrieb können dies beispielsweise Kassetten mit 13-25 Zähnen (Shimano) oder 13-26 Zähnen (Campagnolo) sein.

    Serienmäßig verbauen viele Anbieter oft Kassetten mit 12-23 oder 11-23 Zähnen, diese sind für Einsteiger in vielen Fällen weniger geeignet, da sie kaum Reserven für längere oder steile Anstiege bieten und nur mit sehr gutem Trainingszustand das "Treten" von Kombinationen wie 53*12 oder gar 53*11 möglich ist.


    6. Rahmengröße

    Über die "richtige" Rahmengröße lässt sich keine allgemeingültige Aussage treffen. An dieser Stelle nur der Hinweis, daß ein kleinerer Rahmen als sportlicher/rennorientierter gilt, wärend ein großer Rahmen eher tourenorientiert ist. Dies hängt damit zusammen, daß mit der Rahmengröße i.d.R. die Wendigkeit zu Gunsten des Geradeauslaufs nachlässt.

    Oft unterschätzt wird die Wahl der richtigen Oberrohrlänge, obwohl diese von vielen sogar als entscheident für die Wahl der Rahmengröße angesehen wird! Besonderes Augenmerk sollte auf sie gerichtet werden, wenn die Proportionen von Rumpf und Armlänge zur Beinlänge nicht dem Normbereich entsprechen (Stichwort "Sitzriesen").

    Wichtig sind für die Bestimmung des passenden Rahmens neben der Körpergröße die Beininnen- oder Schrittlänge. Diese wird (wenn kein spezielles Gerät zur Verfügung steht) am einfachsten so gemessen:

    Barfuß mit locker geschlossenen Beinen an einer Wand stehend, vom Fußboden bis zur Oberkante eines in den Schritt geklemmten und hochgezogenen, bündig mit der Wand abschließenden Buches.

    Da Hersteller und Händler verschiedene Meßweisen der Rahmenhöhe haben, kann eine allgemeingültige Faustformel zur Bestimmung der richtigen Rahmengröße anhand der Schrittlänge (neben der Oberrohrproblematik) leicht zu falschen Ergebnissen führen!


    7. Was man sonst noch braucht

    Nicht vergessen: Mit dem Radkauf ist es nicht getan, es werden noch Ausstattungsstücke benötigt. Schuhe für die Klickpedalen, Helm, (gute) Radhose, Trikot, Handschuhe, (Kunststoff) Flaschen mit Halter und evtl. ein Pulsmesser und Tacho machen den Einstieg in den Radsport komplett.
    Geändert von Beast (13.03.2008 um 11:31 Uhr)

  17. #37
    Beast Gast
    Anbei eine schöne und übersichtliche Übersetzungs- bzw. Entfaltungstabelle für Rennrad und MTB vom User Snoopy.

    Angehängte Dateien Angehängte Dateien

  18. #38
    Beast Gast

    Campa 8fach Nabe auf 9/10fach umbauen

    Von Noize:

    Ich hab so einen Umbau gerade hinter mir. Geht ganz einfach, also hier meine Erfahrungen mit meinen Zonda. Mit den anderen wird es sicher genauso gut funktionieren. Ich habe eine Record 9fach Spendernabe als Ausgangsmaterial verwendet.

    Ich beschreibe hier mal meine Ausgangslage mit einem Laufradsatz der 1. Generation. Diese Laufräder waren alle mit 8fach UD-Rotoren ausgerüstet. Erkennbar sind diese an den silbernen Felgen, gekröpften Speichen und dem dunklen Rotor. In der 2. Generation wurde auf HPW-Naben (silberne Felge, 9fach, gerade Speichen, silberner Rotor mit Aufschrift "9 Speed") umgestellt.

    Um die Laufräder auf 10x zu bekommen braucht es:
    Eine neue Achse: FH-RE101T
    Einen neuen Rotor: FH-RE315 (enthält Rotor, Klinken, Federn, Dichtung)
    Einen neuen Abschlussring (26mm, 9fach) : CS-301

    Die Lagerschalen, Kugeln, Konen und Distanzringe können wiederverwendet werden. Genauso geht's, wenn man, wie in meinem Fall, eine Spendernabe (9fach: Record, Chorus, Veloce oder Athena) findet und die ausschlachtet. Wichtig ist nur, dass die Nabe eine 10mm Achse hat.

    Zu bestellen beim Campa-Händler oder online (ich hab die Teile im Brügelmann-Kataloge gesehen).

    Ich hoffe, den Interessierten geholfen zu haben..

    Vorher: 8fach C-Record (auch schon von 6- auf 8fach getuned)



    Nachher: 10fach Chorus


  19. #39
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    Zitat Zitat von TachPost Beitrag anzeigen
    Oder mit etwas Kaffeepulver und Seife. Klappt wunderbar.
    Zahnpasta und heißes Wasser funzt auch gut (z. B. im Hotel, wenn nichts anderes zur Verfügung steht).
    Support your local Winzer!

  20. #40
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    Eloxalrahmen gut säubern

    Ich habe mich immer geärgert, dass ich ganz feinen Staub mit Spüli nicht von der raueren Eloxaloberfläche bekam. Nun hat meine Oma mir erzählt, dass sie ihre Balkonmöbel immer mit Feinwaschmittel sauber bekommt.

    Einfach ein bißchen Feinwaschmittel in einen Eimer tun, dann mit einem Schwamm das Rad säubern und schließlich mit klarem Wasser abspülen. Der Rahmen wird tatsächlich deutlich sauberer als mit Spüli. Funktioniert auch prima bei nicht-eloxierten Rädern.
    Fahre nie schneller, als dein Schutzengel fliegen kann!

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