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Thema: Ich höre auf

  1. #1
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    Exclamation Ich höre auf

    ein mir befreundeter Radfahrer kämpft seit drei Jahren
    mit der Versicherung des Unfallgegners und streicht jetzt (leider )
    die Segel.
    http://forum.aachener-runde.de/viewt...767&highlight=

  2. #2
    rumplex Gast
    Das klingt mir aber ein wenig zu paranoid.

  3. #3
    Avatar von Crankin_Stein
    Crankin_Stein ist offline Taking Bites out of Conformity since 1992
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    Ich vertrete eigentlich schon seit längerer Zeit die Auffassung, dass man in rechtlichen Auseinandersetzungen mit Versicherungen möglichst zügig klagen sollte.
    Es gibt ja Leute - auch Anwälte - , die die Auffassung vertreten, dass man sich möglichst gütlich mit der Versicherung einigen sollte, weil das schneller ginge.
    Kann natürlich sein, wird aber immer unwahrscheinlicher, da es für die Versicherer ja um bares Geld und damit um ihre Bilanz geht.
    Wenn man sofort klagt, hat man vielleicht in 5 Jahren sein Geld, wenn man sich erst mal 5 Jahre hinhalten lässt und auf ein Entgegenkommen der Versicherung wartet und letztendlich doch den Rechtsweg beschreiten muss, dauerts schon 10.

  4. #4
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    Zitat Zitat von rumplex Beitrag anzeigen
    Das klingt mir aber ein wenig zu paranoid.
    Es IST paranoid. Und ja: Bei Versicherungen IMMER schnell klagen...

  5. #5
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    Lustig ist seine Geschichte nicht. Job weg, BU etc.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Bergtier Beitrag anzeigen
    Lustig ist seine Geschichte nicht. Job weg, BU etc.
    Keine Frage. Nur hängt das keinesfalls damit zusammen, dass er kein Rad mehr fahren will.

  7. #7
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    Eben doch er fühlt sich nicht mehr sicher und verfolgt. Der Mann hat Familie. Da gibt es wichtigeres als Radfahren.

  8. #8
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    Zitat Zitat von rumplex Beitrag anzeigen
    Das klingt mir aber ein wenig zu paranoid.
    ja in deiner kleinen welt mag das so sein; aber weist du; es gibt noch andere meinungen in der grossen, weiten welt

    ich kann die entscheidung nachvollziehen.....
    Schwachmaten aller Länder vereinigt euch hier im TF

  9. #9
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    Zitat Zitat von Bergtier Beitrag anzeigen
    Da gibt es wichtigeres als Radfahren.
    Schwachmaten aller Länder vereinigt euch hier im TF

  10. #10
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    Ein Verkehrsunfall mit so gravierenden Folgen ist eine böse Sache. Und eine Auseinandersetzung mit einem Versicherer kann zusätzlich zermürben; das steht außer Frage.

    Nur hat das Zweite nicht ursächlich was mit dem Radfahren an sich zu tun. Die Versicherung hat nichts gegen Radfahrer, sie will nur nicht zahlen....

    Sich von dem Versicherer aufs Korn genommen zu fühlen, ist nicht paranoid - die Verbindung zum Radfahren zu ziehen, ist es schon ein wenig. (wenn auch sicherlich menschlich verständlich).

    Der Livestrong denkt über den Entschluß hoffentlich wieder anders darüber, wenn ein bißchen Zeit vergangen ist. Wäre doch blöd, sich da in eine Opferrolle hineinzusteigern und auf was verzichten, was einem Spaß macht.
    Jemand, der so einen Nick gewählt hat, könnte sich bei seinem Vorbild abschauen, wie man aus persönlichen Rückschlägen Kraft tanken kann
    Geändert von martl (07.04.2009 um 10:40 Uhr)
    My batteries are low, and it's getting dark. Hier nicht mehr aktiv. Kontakt: https://mucradblog.wordpress.com/

  11. #11
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    so paranoid ist das nicht. hab selber mal in der v-branche gearbeitet, da gibt es so einiges..

  12. #12
    klappradl Gast
    Wenn er schreibt "Mittlerweile verfolgt man mich schon im Internet und versucht mir den Radsport vorzuwerfen" dann hat er damit Recht, es gehört mittlerweile offenbar zum Standardrepertoir für Versicherer, im Internet nach Spuren und Angriffspunkten zu suchen.
    Mir hat man auch schon vorgeworfen, im Internet Teile meines zu Schaden gekommenen Fahrrads verkauft zu haben, was definitiv nicht stimmte.

  13. #13
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    Zitat Zitat von klappradl Beitrag anzeigen
    Wenn er schreibt "Mittlerweile verfolgt man mich schon im Internet und versucht mir den Radsport vorzuwerfen" dann hat er damit Recht, es gehört mittlerweile offenbar zum Standardrepertoir für Versicherer, im Internet nach Spuren und Angriffspunkten zu suchen.
    Mir hat man auch schon vorgeworfen, im Internet Teile meines zu Schaden gekommenen Fahrrads verkauft zu haben, was definitiv nicht stimmte.
    Darf man das nicht?
    Ich dachte, wenn der Schaden reguliert wurde, dass man mit seinen Teilen machen kann was man will.

  14. #14
    müsing-jarifa ist offline Gnadenbrotspender für "alte" Alu-Dosen
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    Leider scheint das wirklich gängige Praxis zu sein. Ich erinnere mich auch noch genau an Pfingsten 1999, an den schönen Nachmittag in Köln, an dem ich mit meinem fast neuen Rennrad Richtung Bergisch Gladbach schnurrte.

    Es kam zu einem Unfall ohne Selbstverschulden - aber der Schaden war nur auf meiner Seite - leider! Krankenwagen kam, Polizei, Personalien wurden aufgenommen, Bremsspuren wurden vermessen....
    Ich und mein Rennrad wurden mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht, wo ich dann auch erst einmal eine Zeitlang verbringen durfte. Wieder draußen begann das ein böses Spiel, was mich dann doch einen Anwalt einschalten ließ. Ständig flatterten Briefe von der gegnerischen Versicherung und deren Anwälten ins Haus, ich wäre zu schnell gewesen oder hätte mein Rad nicht unter Kontrolle gehabt, weil ich ausgewichen und dabei gestürzt war - ansonsten würde ich jetzt vielleicht nicht so hier sitzen können.
    Man verwies auf Referenzfälle, die man aus meiner Perspektive nie gewonnen hätte, ich solle besser klein beigeben. Zwei Jahre hat es schließlich gedauert, bis es zur Regulierung kam. Mir ging nachher nicht mehr ums Geld, sondern einfach, dass man die andere Seite so nicht durchkommen lassen wollte. Die Verhandlungen haben mit Sicherheit mehr gekostet, als die anfängliche Schadenssumme. Danach bin auch sehr lange nicht mehr aufs Rennrad gestiegen, weshalb ich diese hier beschriebene, viel schlimmere Geschichte gut nachvollziehen kann.

    Kopf hoch

    müja

  15. #15
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    absolut verständliche reaktion. er braucht vor allem erstmal abstand.
    Alles Chef, alles Def, alles Routine.

  16. #16
    klappradl Gast
    Zitat Zitat von Lemone Beitrag anzeigen
    Darf man das nicht?
    Ich dachte, wenn der Schaden reguliert wurde, dass man mit seinen Teilen machen kann was man will.
    Doch, sicher. In dem Fall ging es aber um die Schadenhöhe bei einem Rad, das es damals auf dem Gebrauchtmarkt nicht zu kaufen gab. Ich wollte auf eine Schadansabwicklung hinaus, wie sie bei (Auto)Oldtimern wegen der nicht vorhanden Verfügbarkeit angewendet wird.

    Aber das geht über dieses Thema hinaus.
    Ich wollte damit nur sagen, dass Versicherungen sich nicht davor scheuen, jemanden auch mit Lügen mürbe zu machen. Und dass man vorsichtig sein sollte, was man nach einem Schaden in Internetforen schreibt, solange der Schaden nicht reguliert ist.
    Geändert von klappradl (07.04.2009 um 11:31 Uhr)

  17. #17
    rumplex Gast
    Zitat Zitat von klappradl Beitrag anzeigen
    Wenn er schreibt "Mittlerweile verfolgt man mich schon im Internet und versucht mir den Radsport vorzuwerfen" dann hat er damit Recht, es gehört mittlerweile offenbar zum Standardrepertoir für Versicherer, im Internet nach Spuren und Angriffspunkten zu suchen.
    Mir hat man auch schon vorgeworfen, im Internet Teile meines zu Schaden gekommenen Fahrrads verkauft zu haben, was definitiv nicht stimmte.
    So rum gedacht kann ich das denn auch nachvollziehen. Die ganze Geschichte ist ja überaus übel. Die "Internetverfolgung" hatte ich nicht mit der Versicherung in Verbindung gebracht.

  18. #18
    kolo@post.cz Gast
    Versicherung und Rechtschutz brauchst schon, bist ja schliesslich und endlich ein verkehrsteilnehmer.

    Besser ist, Mitglied von Radsportverein allein schon wegen der Versicherung!!

  19. #19
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    Zitat Zitat von Geisterjäger Beitrag anzeigen
    ja in deiner kleinen welt mag das so sein; aber weist du; es gibt noch andere meinungen in der grossen, weiten welt
    @gewisser Mod. Wie arbeiten denn so Versicherungen?


    Na die Versicherung wird ja wohl Recherchen über seine Leidenschaft "Radsport" machen und irgendwelche Gründe suchen, eine "Kausalkette" zum Unfall (Rennradrasesau) hin aufzubauen oder eine "Vorschädigung" nachzuweisen.

    Die generische Versicherung kocht den Verunfallten wohl mit allen Mitteln weich und in diesem Fall, es geht ja um eine zumindest teilweise Berufsunfähigkeit, um eine Menge Geld. Da ist man dann schon mal gewillt als Versicherung, z.B. mit "Psychoterror", d.h. netten Briefen "Druck" aufzubauen.

    Eigentlich sollte man bei Unfällen immer gleich mit schweren Geschützen auffahren, d.h. keine Aussagen am Unfallort machen, Polizei rufen und einem fachkundigen Anwalt beauftragen, denn sonst kann man schnell ins Hintertreffen kommen. Auf der anderen Seite, der Versicherung des Unfallgegners ist ja eine ganze Abteilung beschäftigt, den Schaden abzustreiten, bzw. abzuschwächen. Da wird gern mal 5000 oder 10000 Euro in Arbeitsleistung investiert, wenn es um Regress im Fall einer (teilweisen) Berufsunfähigkeit geht.

    Die Versicherung hat ja Möglichkeiten 1) alles zu zahlen, was sie nicht wollen, denn Versicherungsleistung = "Verlust" 2) sich günstiger zu einigen, als in 1) aber auch ein geringere Versicherungsleistung = "Verlust", möchte man vermeiden oder 3) alles solange hinauszuziehen, bis der Geschädigte aufgibt oder den "kleinsten faulen Fisch schluckt".

    Und eine Versicherung wird immer 3) anstreben, alles andere wäre irrational für die Versicherung.

    Schlimm für den Verunfallten ist halt, dass er keine Distanz zum Unfallgeschehen aufbauen kann. Das ist ja schon vor 3 Jahren geschehen.

  20. #20
    rumplex Gast
    [QUOTE=BrechStange;2654420] @gewisser Mod. Wie arbeiten denn so Versicherungen?


    Hättet Du meinen zweiten Beitrag hier im Thema gelesen, wüsstest Du, dass ich gerne von der "großen" Welt lerne

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