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  1. #1
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    Absinken der Leistungsfähigkeit im Winter

    Über die Jahre habe ich mich daran gewöhnt. Werden die Temperaturen kälter, sinkt meine Leistungsfähigkeit gemessen an der erreichten Durchschnittgeschwindigkeit auf den Hausstrecken um fast 4 - 5 km/h.

    Das ist meiner Meinung nach schon erstaunlich viel. Vor allem in den ersten Monaten im Jahr (Januar bis März) ist der kontinuierliche Leistungsabbau zu erkennen.

    Folgende Erklärungen fallen mir hierzu ein:
    - schlechtere Atmung weil die kalte Luft die Atemwege verengt
    - schlechtere Aerodynamik weil man mehr Kleidungsstücke zwangsläufig anzieht
    - wegen der Kälte: schlechte Durchblutung der Beinmuskulatur

    Was ist eure Erfahrung zu diesem Thema. Habt ihr ähnliches beobachtet oder gibt es sogar eine plausible "medizinische" Erklärung hierfür.

    Vergleichbares ist einmal über Zabel bei der diesjährigen Weltmeisterschaft im Fernsehen berichtet worden. Sinngemäß hieß es: Kalte Außentemperaturen behindern seine Sprintfähigkeit.

    Gruß Bernd

  2. #2
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    Hast Du schonmal an die Auswirkungen des doch anders aufgebauten Wintertainings (Umfang/ Intensität) nachgedacht - dies ist wohl der Faktor, der am meisten ins Gewicht fällt! Ein Leistungsrückgang ist da völlig normal und logisch.

    Best regards

  3. #3
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    Ein weiterer Grund ist, dass bei kalten Temperaturen die chemischen Vorgänge und somit der Stoffwechsel langsamer arbeiten. Daher vermehren sich Bakterien bei wärme besonders schnell.

  4. #4
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    Original geschrieben von yoda
    Ein weiterer Grund ist, dass bei kalten Temperaturen die chemischen Vorgänge und somit der Stoffwechsel langsamer arbeiten. Daher vermehren sich Bakterien bei wärme besonders schnell.
    Das mit den Bakterien sollte nicht verallgemeinert werden - die Optima Psychrophiler liegen nicht in den landläufig als Wärme empfundenen Temperaturbereichen.

    Best regards

  5. #5
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    und der luftwiderstand ist bei kälteren temperaturen größer...
    guckt mal im radteile forum...

  6. #6
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    ... auch wenn ich es nicht beweisen oder eindeutig medizinisch erklären kann, ist meine Vermutung, dass bei Kälte die Atmung deutlich "flacher" ist. Ich meine damit, pro Atemzug wird weniger Luftvolumen aufgenommen. Unterstützt wird meine Vermutung dadurch, das nicht die Muskulatur im Winter die Leistungsgrenze darstellt sondern eher eine Kurzatmigkeit bei mir auftritt. Damit kann die Lunge sich u.U. auch vor einer Unterkühlung schützen.


    Gruß Bernd

  7. #7
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    Moin,

    die Frage habe ich mir noch nie gestellt. Im Sommer fahre ich um die 400 km in der Woche, im Winter nur noch 120 km. Die Antwort ist hier für mich einfach klar. Desweiteren trainiere ich ja auch ganz anders im Winter...Ausserdem schleppe ich mehr Gewicht, durch die Klamotten, durch die Gegend.
    Gruss Marco

  8. #8
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    Original geschrieben von Rupert
    Moin,

    die Frage habe ich mir noch nie gestellt. Im Sommer fahre ich um die 400 km in der Woche, im Winter nur noch 120 km. Die Antwort ist hier für mich einfach klar. Desweiteren trainiere ich ja auch ganz anders im Winter...Ausserdem schleppe ich mehr Gewicht, durch die Klamotten, durch die Gegend.

    Bei mir hängen die gefahrenen Kilometer weniger von der Jahreszeit sondern eher von der "Freizeit" ab, die ich zur Verfügung habe. Ich fahre pro Woche zwischen 250 - 350 km unabhängig ob es Sommer oder Winter ist. Da ich Kilometerleistung und Durchschnittsgeschwindigtleit in eine Exceldatei wöchentlich eintrage, habe ich einen recht guten Überblick über die persönliche "Leistungskurve".

    Dabei ist im Sommer eben dieses deutlich ausgeprägte Maximum zu erkennen und ca. im Februar eindeutliches Minimum.

    Gruß Bernd

  9. #9
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    Wichtig dabei ist aber auch das Du dein Durchschnittspuls aufschreibst die Du bei jeder Trainingseinheit gefahren bist, sonst bringts im endfekt eigentlich garnichts.

    Ciao.

  10. #10
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    Absinken der Leistung ist normal!!! Bei mir sind es auch etwa 5Kmh unterschied

  11. #11
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    Eine weitere Erklärung erscheint mir ebenfalls ganz einleuchtend:

    Körperfunktion Nr.1: Aufrechterhaltung der Körpertemperatur!

    Hierzu wird Energie bereitgestellt, die der Muskelfunktion nicht mehr zur Verfügung steht.

    Gerade bei mäßiger Belastung tendiert der Körper auf dem Rad zur Auskühlung.

    Deshalb ist ein entsprechender Leistungsrückgang bei kalten Temperaturen völlig normal.

  12. #12
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    Dann man eine Frage?

    Wie schnell seit ihr denn jetzt im Winter auf 100 km in der Ebene mit einem Puls von 130-135 HF zum Vergleich Sommer ???

    Ciao.

  13. #13
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    @plasmo

    ca. 2-5 km/h langsamer.

  14. #14
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    Original geschrieben von yoda
    Ein weiterer Grund ist, dass bei kalten Temperaturen die chemischen Vorgänge und somit der Stoffwechsel langsamer arbeiten. Daher vermehren sich Bakterien bei wärme besonders schnell.
    der menschliche körper hält seine kerntemperatur in jeglicher situation annähernd konstant. der stoffwechsel geht bei kalten temp. genauso vonstatten wie bei hitze....
    gruss speedygonzales

    lyining dying screamin in pain,
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    mandatory suicide massacre at the frontline...

  15. #15
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    Original geschrieben von Plasmo
    Dann man eine Frage?

    Wie schnell seit ihr denn jetzt im Winter auf 100 km in der Ebene mit einem Puls von 130-135 HF zum Vergleich Sommer ???

    Ciao.
    Bei der derzeitigen Witterung 0 .. 10 grd C kann ich auf 100 km noch einen Schnitt von ca. 28 km/ h fahren. Mit zunehmender Kälte sinkt der aber noch weiter (also bis etwa Februar). Im Sommer sind es gute 30 km/ h.

    100 km in der Ebene gibt es bei uns nicht. Man hat immer ca. 1% der Strecke als Höhenmeter. D.h. bei 100 km sind das etwa 1000 Höhenmeter. Mein Puls ist bei den oben genanten Durchschnittsgeschwindigkeiten deutlich höher als die Werte, die Du genannt hast. Er liegt etwa zwischen 145 - 150 HF.

    Gruß Bernd

  16. #16
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    Trainingsfrage

    Ich kan die obengenannte Ursachen alle nicht bestaetigen. Im Winter mache ich EIsschnellauf, auf Wettkampfebene. Ich spuere total keinen Leistungsrueckgang. Ich trainiere anders, kuerzer und intensiver, deswegen bin ich weniger gut in der Ultradistanz. Aber generell bin ich schneller.
    Es ist eine eindeutige Trainingsfrage. Die meisten Radfahrer trainieren weniger im Winter, also sinkt die Leistung. Und man ist oft ermuedet von der langen Saison. Mental ist es auch so eine sache, wenn du keine Kaelte magst, faehrst du schlechter.
    Heuteabend fuhr ich noch einen Eislaufrennen, so eine halbe Stunde am Anschlag, morgen wieder das gleiche.

    Ivo

  17. #17
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    @plasmo

    Original geschrieben von Plasmo
    Dann man eine Frage?

    Wie schnell seit ihr denn jetzt im Winter auf 100 km in der Ebene mit einem Puls von 130-135 HF zum Vergleich Sommer ???

    Ciao.
    bin auch so zwischen 3 und 5 km langsamer, was aber auch ein wenig dem fahrrad zuzuschreiben ist: das winterrad ist eigentlich nicht schlecht, so 9,5 kg, 105er ausstattung, aber irgendwie läufts einfach schon mal von haus aus schlechter: an dem tag, als ich das erste mal damit gefahren bin dieses jahr, es war im oktober und die form war gut, war ich schon mal fast 2 km/h langsamer, einfach so.
    meine fahrwerte sind praktisch identisch mit denen von opa-bernie, die strecken sind auch ähnlich, da ich auch in franken rumkurve! ein größeres leistungsloch möchte ich dieses jahr eigentlich vermeiden, aber das wetter ist gerade nicht angetan....deswegen gehts nächste woche, sozusagen zur saisoneröffnung winterzeit nach la palma...


  18. #18
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    Ich weiss gar nicht was ihr alle habt. Ist doch ganz normal wenn die Leistung etwas zurück geht, wir sind doch alle keine Profis.
    Die Leute die durchtrainieren sind dann im April voll platt.

  19. #19
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    Profi oder nicht, slebst De haben Leistungsminderung im Winter, aber nach einer harten Rennsasion doch eigentlich normal und jeder brauch auch mal Pause. Nach der Pause gehts dann in Vorbereitungssasion und die ist ja dazu da seine Leistung wieder aufzubauen also würd ich mir um Leistungsrückgang im Winter keine paltte machen. Mit der Zeit kommt die Form schon wider.


    Ciao.

  20. #20
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    Pause

    Die grosse Pause braucht ja nicht unbedingt im Winter zu sein. Ich schaue immer wann ich den Saisonhoehepunkt habe. Danach plane ich minimal 4 Wochen Pause ein. Dieses Jahr war das nach Sofia-Varna-Sofia, also von anfang Juli bis halb August. Naechstes Jahr nach Paris-Brest.
    Als Randonneur soll man ja in Maers schon 200-er fahren koennen, der Saisonaufbau ist dementsprechend anders. Und in der Eislaufsaison sill ich natuerlich auch gut abschneiden.

    Ivo

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