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  1. #1
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    Autofahrer haftet bei Unfall mit falsch fahrendem Radfahrer

    http://www.ahlener-zeitung.de/journa...Radfahrer.html

    "Allgemein bekannte Disziplinlosigkeit"...
    tremendous tolerance in physical pain

  2. #2
    Beast Gast
    Zitat Zitat von FiorenzoMagni Beitrag anzeigen
    http://www.ahlener-zeitung.de/journa...Radfahrer.html

    "Allgemein bekannte Disziplinlosigkeit"...
    Gegen den Richter würde ich Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen.

    Bringt zwar nix, wäre mir die Sache aber wert.

  3. #3
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    Was mich bei solchen Urteilen immer interessiert:
    Woher weiß der Autofahrer, dass Linksfahren dort nicht zulässig ist, wo es doch regelmäßig sogar angeordnet wird?

    Oder fragt ein Richter nicht danach?

    Gruß
    gS

  4. #4
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    Zitat Zitat von grüner Sphinx Beitrag anzeigen
    Was mich bei solchen Urteilen immer interessiert:
    Woher weiß der Autofahrer, dass Linksfahren dort nicht zulässig ist, wo es doch regelmäßig sogar angeordnet wird?
    Der Autofahrer muss ja nicht das erste Mal da lang gefahren sein; vielleicht benutzt er den Radweg selber ab und an.

    Die Begründung ist allerdings schon harter Tobak, wobei imho nicht ganz so aus der Luft gegriffen, wie man im ersten Moment gern glauben würde.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Beast Beitrag anzeigen
    Gegen den Richter würde ich Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen.

    Bringt zwar nix, wäre mir die Sache aber wert.
    Versteh ich nich.
    Urteil und Begründung sind aus meinem Verständnis völlig nachvollziehbar.
    Oder hab ich irgendwas falsch gelesen?

    Radfahrerin fährt auf falscher Seite, Autofahrer rechnet nicht damit, bumms.

    Aber ich hätte mich wahrscheinlich noch nichtmal aufgeregt, wenn der Radfahrerin die Hauptschuld zugewiesen worden wäre.
    Wer Mist baut, muss dafür gerade stehen, egal ob aufm Fahrrad oder im Auto. Und den Mist hat hier IMHO zunächst mal die Radfahrerin gebaut.
    DON'T PANIC !

    Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.

  6. #6
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    Zitat Zitat von grüner Sphinx Beitrag anzeigen
    Was mich bei solchen Urteilen immer interessiert:
    Woher weiß der Autofahrer, dass Linksfahren dort nicht zulässig ist, wo es doch regelmäßig sogar angeordnet wird?
    Dito, und was ist eigentlich mit Fußgängern, die von rechts kommen und übersehen werden, weil der Autofahrer nur nach links schaut? Kriegen die auch eine Teilschuld?

  7. #7
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    Zitat Zitat von marvin Beitrag anzeigen
    Versteh ich nich.
    Urteil und Begründung sind aus meinem Verständnis völlig nachvollziehbar.
    Oder hab ich irgendwas falsch gelesen?

    Radfahrerin fährt auf falscher Seite, Autofahrer rechnet nicht damit, bumms.

    Aber ich hätte mich wahrscheinlich noch nichtmal aufgeregt, wenn der Radfahrerin die Hauptschuld zugewiesen worden wäre.
    Wer Mist baut, muss dafür gerade stehen, egal ob aufm Fahrrad oder im Auto. Und den Mist hat hier IMHO zunächst mal die Radfahrerin gebaut.
    Ich kenne Verkehrsführungen, die wegen Grünpflege oder Straßenarbeiten Radfahrer von einem Tag auf den anderen auf die linke Seite verweisen.
    Ein Autofahrer, der nicht grundsätzlich auch nach 'Geisterradlern' schaut, vernachlässigt m.E. seine Sorgfaltspflicht. (mit anderen Worten: IMHO baute hier zunächst mal der Autofahrer Mist)

    Der Autofahrer muss ja nicht das erste Mal da lang gefahren sein; vielleicht benutzt er den Radweg selber ab und an.
    Von den allermeisten Radwegen, die ich benutze (ok, das sind nicht viele ), weiß ich nicht sicher, ob das Linksfahren nicht (auch) angeordnet ist.
    Gruß
    gS

  8. #8
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    Zitat Zitat von grüner Sphinx Beitrag anzeigen
    Von den allermeisten Radwegen, die ich benutze (ok, das sind nicht viele ), weiß ich nicht sicher, ob das Linksfahren nicht (auch) angeordnet ist.
    Gruß
    gS
    Würde letztenendes ja auch nicht wirklich eine Rolle spielen, da, wie Du schön erläutert hast, man immer mit einer Änderung rechnen muss.

    Sonst könnte man, "leicht" überspitzt ausgedrückt, seine tägliche Arbeitsstrecke irgendwann auch einfach mal mit verbundenen Augen fahren...

  9. #9
    Beast Gast
    Zitat Zitat von marvin Beitrag anzeigen
    Versteh ich nich.
    Urteil und Begründung sind aus meinem Verständnis völlig nachvollziehbar.
    Oder hab ich irgendwas falsch gelesen?
    Das Urteil ist akzeptierbar.

    Er attestiert aber allgemein einer Gruppe von Verkehrsteilnehmern ein verkehrswidriges Verhalten.

    Wenn so was einreisst müssen wir uns langfristig keine Sorge um unser Image machen, dass ist dann nämlich für die Tonne.

    Ach ja, was wäre wohl passiert wenn ein Richter in einem Prozeß gesagt hätte: "Sie als Türke haben ja eh' Probleme mit der Gleichberechtigung von Frauen!"?
    Geändert von Beast (18.01.2011 um 16:24 Uhr)

  10. #10
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    Zitat Zitat von Beast Beitrag anzeigen
    ...Wenn so was einreisst müssen wir uns langfristig keine Sorge um unser Image machen, dass ist dann nämlich für die Tonne...
    Mein ganz persönliches Image als Radfahrer ist eh schon in der Tonne. Der Versuch, durch Gefallenwollen die Fahrrad-Welt zu retten, wurde mir schon ganz frühzeitig zu anstrengend.

    Zitat Zitat von Beast Beitrag anzeigen
    ...Ach ja, was wäre wohl passiert wenn ein Richter in einem Prozeß gesagt hätte: "Sie als Türke haben ja eh' Probleme mit der Gleichberechtigung von Frauen!"?
    Gutes Beispiel einerseits.
    Andererseits zeigt der Vergleich doch auch nur wieder, dass der Radfahrende an sich nicht unterm dem Rettungsschirm der Political Correctness steht.
    DON'T PANIC !

    Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.

  11. #11
    Beast Gast
    Zitat Zitat von marvin Beitrag anzeigen
    Gutes Beispiel einerseits.
    Andererseits zeigt der Vergleich doch auch nur wieder, dass der Radfahrende an sich nicht unterm dem Rettungsschirm der Political Correctness steht.
    Korrekt. Ausserdem haben wir mir Vorurteilen zu kämpfen.

    Und Vorurteile mochte ich noch nie...

  12. #12
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    Zitat Zitat von Beast Beitrag anzeigen
    Korrekt. Ausserdem haben wir mir Vorurteilen zu kämpfen.

    Und Vorurteile mochte ich noch nie...
    Die ganze Welt funktioniert doch nur über Vorurteile.
    Wer leistet sich denn in Zeiten allumfassender Rationalisierungsmassnahmen noch den Luxus sich objektive Urteile zu bilden? Das ist doch ein völliger Anachronismus.
    DON'T PANIC !

    Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.

  13. #13
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    Einen habe ich noch:

    Wie schnell kann wohl ein 8-jähriger radfahren?
    Der muss auf dem Gehweg fahren, und es ist wohl nicht zu erwarten, dass er das nur in Fahrtrichtung rechts tut.

    Gruß
    gS

    p.s.: Gegen eine (hohe) Mitschuld des Radfahrers habe ich im Einzelfall gar nichts einzuwenden, aber gegen die Generalamnestie ("Autofahrer brauchen mit Querverkehr nicht zu rechnen") wehre ich mich entschieden.

  14. #14
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    Zitat Zitat von grüner Sphinx Beitrag anzeigen
    ...aber gegen die Generalamnestie ("Autofahrer brauchen mit Querverkehr nicht zu rechnen") wehre ich mich entschieden.
    Die wurde doch auch in garkeinem Satz des Urteils zum Ausdruck gebracht.
    DON'T PANIC !

    Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.

  15. #15
    Beast Gast
    Zitat Zitat von marvin Beitrag anzeigen
    Wer leistet sich denn in Zeiten allumfassender Rationalisierungsmassnahmen noch den Luxus sich objektive Urteile zu bilden?
    Ein Richter sollte das IMO.

  16. #16
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    Zitat Zitat von Beast Beitrag anzeigen
    Ein Richter sollte das IMO.
    Der Richter als letzte Bastion gegen den gesellschaftlichen Werteverfall und die allgemeine Denkfaulheit?
    Ja, schön wär das.
    Aber irgendwo auch traurig.
    DON'T PANIC !

    Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.

  17. #17
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    Zitat Zitat von marvin Beitrag anzeigen
    Die wurde doch auch in garkeinem Satz des Urteils zum Ausdruck gebracht.
    Wir kennen beide(?) nur den Artikel und nicht das Urteil, aber dort steht nichts von allgemeiner Sorgfaltspflicht (ich würde sogar sagen rücksichtsloses Verhalten) sondern der „allgemein bekannten Disziplinlosigkeit“ von Radfahrern als Begründung für den Schuldanteil des Autofahrers. Ich fasse das so auf.

    Gruß
    gS

  18. #18
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    Zitat Zitat von Galibier-Fan Beitrag anzeigen
    Dito, und was ist eigentlich mit Fußgängern, die von rechts kommen und übersehen werden, weil der Autofahrer nur nach links schaut? Kriegen die auch eine Teilschuld?
    Das ist ein vollkommen anderer Fall, der hier nicht zur Entscheidung gestanden hat.

  19. #19
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    Zitat Zitat von grüner Sphinx Beitrag anzeigen
    Wir kennen beide(?) nur den Artikel und nicht das Urteil, aber dort steht nichts von allgemeiner Sorgfaltspflicht (ich würde sogar sagen rücksichtsloses Verhalten) sondern der „allgemein bekannten Disziplinlosigkeit“ von Radfahrern als Begründung für den Schuldanteil des Autofahrers. Ich fasse das so auf.

    Gruß
    gS
    Gut, dann verstehe ich es anders.
    Für mich steht da, dass der Unfall ursächlich dadurch zustande kam, dass der Autofahrer nicht nach rechts geschaut hat.

    EDIT:
    Dass er das angesichts der "allgemeinen Disziplinlosigkeit von Radfahren" mal besser getan hätte, ist in meinen Ohren eine persönliche Einlassung des Richters, die in keinem kausalen Zusammenhang zur Schuldfrage steht.
    Geändert von marvin (18.01.2011 um 17:44 Uhr)
    DON'T PANIC !

    Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.

  20. #20
    medias Gast
    Wenn hier ein Radfahrer in einen PW reinfährt ist man als PW immer mit 70% dabei, auch wenn nachweislich keine Schuld vorhanden.
    Begründung schwächerer Verkehrsteilnehmer.

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