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  1. #1
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    Campa Drehmomentangaben

    Gestern mal wieder bissl geschraubt. Wollte die Bremsschuhe sauberausrichten, und dann die Schraube anziehen. Gewinde leicht gefettet, mit Drehmoment auf die vorgeschriebenen 8Nm angezogen. Naja, zumindest wollte ich das. Deutlich vor 8Nm hats Knack gemacht und die Schraube war abgerissen.
    Ist eine Record Skeleton Bremse, mit diesen Alu?-Torx-Schrauben.
    Und da wollt ich mal wissen wie ihr darüber denkt. Mir scheinen manche Drehmomentangaben von Campa ein wenig zweifelhaft. Die 8Nm bei den Bremsschuhschrauben oder auch die 10Nm, mit denen das Schaltwerk am Schaltauge montiert werden muss. Da hab ich mir auch den Torx vernuddelt. Zieht ihr das echt mit den 8 bzw. 10Nm an? Oder bleibt ihr drunter? Erscheint euch das auch ein wenig zu hoch? Habt ihr an den Stellen oder auch anderen auch schon Schrauben abgerissen oder den Torx / 6Kant vernuddelt?

  2. #2
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    Einen Torx habe ich mir beim Lösen derKettenblattschrauben vergrisgnaddeln, die musste ich dann ausbohren. Dafür war der von Campa an dieser Stelle verwendete endfeste Sicherungskleber verantwortlich.

    Bei Verbindungen wo man mit Rücksicht auf das Material mit besondern geringen Dremo-Werten operieren muss (das sind für mich Lenker/Vorbau, Vorbau/Gabelschaft, Sattelstützklemme bei Carbon-Sattelstützen) benutze ich den Dremo-Schlüssel - aber nicht blind, sondern wenn mein Gefühl sagt "ist fest genug" auch bevor der Wert erreicht ist, dann lasse ich es auch gut sein. Anfangen tue ich ohnehin erstmal mit 2/3 des empfohlenen maximalen Wertes.
    Bei recht hohen Dremo-Werten wie z.B. den vorgeschriebenen 20 NM des Sattelstützkopfes um die eine dicke Schrauben entsprechend vorzuspannen, braucht es auch den Dremo-Schlüssel um diesen Wert zu treffen.

    Bei anderen Schraubverbindungen wie z.B. Bremse am Rahmen, Bremsschuh an der Bremse, Schaltwerk am Rahmen etc. lasse ich den Dremo-Schlüssel gleich weg und ziehe nur nach Gefühl an. Da geht es eben nicht um besonders niedrige Werte zur Bauteilschonung und auch nicht um (im Verhältnis zur Gewindegröße) besonders hohe Werte - da bekommt man per Handgefühl immer noch am verlässlichsten eine passende Verbindung hin.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Xenon Beitrag anzeigen
    .....Gewinde leicht gefettet,
    ich hör auf.

  4. #4
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    Zitat Zitat von knippkopp Beitrag anzeigen

  5. #5
    cavale alezane Gast
    "" möchte Dir sagen:
    Dein Drehmomentschlüssel misst nur die Torsionsspannung, die durch das Eindrehen der Schraube auf diese wirkt. Durch das Fetten des Gewindes wird die Haftreibung von Schraube und Gewinde vermindert, dadurch die Schraube stärker ans Material gepresst: die Klemmspannung steigt über das vorgesehene Maß (bei gleichem maximalen Drehmoment). Dabei kann sich die Schraube oder das Gewinde auch mal -völlig überfordert- verabschieden.
    Mach es das nächste Mal so wie Marco Gios es beschreibt, wenn Du fettest.

  6. #6
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    Erzählt mir nicht ihr verwendet alle Schrauben ungefettet

  7. #7
    cavale alezane Gast
    Nein, aber Dein Drehmomentschlüssel ist für die Abschätzung der Klemmspannung nicht mehr geeignet sobald du fettest. Da korrelliert fast nix mehr und Du nimmst besser einen normalen Schlüssel, um auch ein Gefühl für die anderen Vektorkräfte zu bekommen.

    Zugegebenermassen sind 8 Nm nicht viel. Vielleicht war es auch einfach eine Montagsschraube.

  8. #8
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    Demnach müssten die angegebenen Drehmomentwerte für ungefettete Schraubverbindungen gelten.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Xenon Beitrag anzeigen
    Demnach müssten die angegebenen Drehmomentwerte für ungefettete Schraubverbindungen gelten.
    Jepp so ist es!
    Anzugsdrehmomentangaben gelten für trockene Paarungen (nein, keine verheirateten Ex-Alkoholiker),
    damit man mit einem konstanten Reibbeiwert (meist 0,14) rechnen kann.

    V.G.
    klaus
    Ois is blue(s)!

  10. #10
    cavale alezane Gast
    Schaden im Versuch macht kluch, tut mir leid.

  11. #11
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    Zitat Zitat von cavale blanche Beitrag anzeigen
    "" möchte Dir sagen:
    Dein Drehmomentschlüssel misst nur die Torsionsspannung, die durch das Eindrehen der Schraube auf diese wirkt. Durch das Fetten des Gewindes wird die Haftreibung von Schraube und Gewinde vermindert, dadurch die Schraube stärker ans Material gepresst: die Klemmspannung steigt über das vorgesehene Maß (bei gleichem maximalen Drehmoment). Dabei kann sich die Schraube oder das Gewinde auch mal -völlig überfordert- verabschieden.
    Mach es das nächste Mal so wie Marco Gios es beschreibt, wenn Du fettest.
    dank dir.
    hatte es eilig.
    s.
    Geändert von knippkopp (11.01.2012 um 21:31 Uhr)
    ich hör auf.

  12. #12
    Holsteiner Gast
    Zitat Zitat von klaus.viper Beitrag anzeigen
    Jepp so ist es!
    Anzugsdrehmomentangaben gelten für trockene Paarungen (nein, keine verheirateten Ex-Alkoholiker),
    damit man mit einem konstanten Reibbeiwert (meist 0,14) rechnen kann.

    V.G.
    klaus
    Bei Schrauben, die von Werk aus gefettetet und Drehmomentangaben (max.) versehen sind, kann das aber wohl kaum gelten. Da gehe ich vom "Ist"-Zustand - also gefettet - aus.

  13. #13
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    Zitat Zitat von Holsteiner Beitrag anzeigen
    Bei Schrauben, die von Werk aus gefettetet und Drehmomentangaben (max.) versehen sind, kann das aber wohl kaum gelten. Da gehe ich vom "Ist"-Zustand - also gefettet - aus.
    Guter Punkt, aber so würde ich es auch machen!

    Grüße
    klaus
    Ois is blue(s)!

  14. #14
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    Zitat Zitat von Holsteiner Beitrag anzeigen
    Bei Schrauben, die von Werk aus gefettetet und Drehmomentangaben (max.) versehen sind, kann das aber wohl kaum gelten.
    Ist aber so

  15. #15
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    Was ist denn das für eine Schraube? M5 aus Aluminium? Und dann soll die 8 NM aushalten? Haha! Die macht doch schon bei 3-4 NM die Grätsche.
    Glaube aber ehrlich gesagt nicht, dass das eine Aluschraube ist. Die wäre für eine solche Belastung überhaupt nicht ausgelegt.

  16. #16
    Holsteiner Gast
    Zitat Zitat von Cubeteam Beitrag anzeigen
    Ist aber so
    Steht wo? Sagt wer?

  17. #17
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    im Schrauben-Lexikon steht:

    Durch Schmierung kann sich die Reibungszahl, und damit die wichtigste Variable für das Anzugsdrehmoment sehr stark verändern. Grundsätzlich gilt, dass die Reibungszahl µ sinkt, wenn ein Schmiermittel verwendet wird. Daher kann bei Schmierung leichter ein "Abreißen" der Stahlschrauben eintreten, wenn mit gleicher Kraft wie bei einer ungeschmierten Verbindung angezogen wird.

    Es gilt: Schmiermitteleinsatz >> Reibungszahl µ sinkt >> weniger Anzugsdrehmoment ("weniger Kraft") ist nötig

    Gruß Toni R.

  18. #18
    Holsteiner Gast
    Zitat Zitat von Toni R. Beitrag anzeigen
    im Schrauben-Lexikon steht:

    Durch Schmierung kann sich die Reibungszahl, und damit die wichtigste Variable für das Anzugsdrehmoment sehr stark verändern. Grundsätzlich gilt, dass die Reibungszahl µ sinkt, wenn ein Schmiermittel verwendet wird. Daher kann bei Schmierung leichter ein "Abreißen" der Stahlschrauben eintreten, wenn mit gleicher Kraft wie bei einer ungeschmierten Verbindung angezogen wird.

    Es gilt: Schmiermitteleinsatz >> Reibungszahl µ sinkt >> weniger Anzugsdrehmoment ("weniger Kraft") ist nötig

    Gruß Toni R.
    Ok!

    Aber wenn der Teilehersteller die Schrauben ab Werk mit Schmiermittel versieht und dann z.B. daneben "max. 5 Nm" aufdruckt, so gilt es für diese Schraube im werksseitigem Zustand.

    So würde zumindest ICH das sehen...kann aber auch falsch liegen und würde mich vom Gegenteil - mit schlagkräftigen Argumenten - überzeugen lassen!

    Ein "Ist eben so!", oder so ähnlich, überzeugt mich nicht wirklich!

  19. #19
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    Zitat Zitat von Holsteiner Beitrag anzeigen
    Steht wo? Sagt wer?
    Die Angabe von Drehmomenten ist genormt. Da unterschiedliche Fette auch unterschiedliche Reibwerte haben, geht es nunmal nur ohne.

    Generell würde es den meisten gut tun, mehr mit Gefühl zu schrauben, als sich stumpf an die Herstellerangaben zu halten.

    8 Nm an den Bremsbelagsschrauben sind grundsätzlich zwar OK, aber definitiv nicht nötig.

  20. #20
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    Zitat Zitat von Holsteiner Beitrag anzeigen
    Ok!

    Aber wenn der Teilehersteller die Schrauben ab Werk mit Schmiermittel versieht und dann z.B. daneben "max. 5 Nm" aufdruckt, so gilt es für diese Schraube im werksseitigem Zustand.

    So würde zumindest ICH das sehen...kann aber auch falsch liegen und würde mich vom Gegenteil - mit schlagkräftigen Argumenten - überzeugen lassen!

    Ein "Ist eben so!", oder so ähnlich, überzeugt mich nicht wirklich!
    Ich kenne keine Schraube die vom Werk mit Schmiermittel versehen ist.

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