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  1. #1
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    Komfort durch Carbon

    Hallo,

    in einschlägigen Test liest man ja immer wieder, dass gute Komfortwerte nur durch Carbon erzielt werden können. Meistens ist die vertikale Nachgiebigkeit der Waser erwähnt.
    Warum ist das so? (Ich habe weder durch Google Suche noch in den Test Antworten gefunden)
    Hat sich schon mal jemand genauer mit der Sache beschäftigt?

  2. #2
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    Zitat Zitat von blitz34 Beitrag anzeigen
    Hat sich schon mal jemand genauer mit der Sache beschäftigt?
    Nein, du bist der erste.


    Komfort im Rahmen selbst im Sinne von Federweg kannst du konstruktionsbedingt vergessen. Bevor da nennenswert was federt, delaminiert da zuerst was. Ist ja kein Softride oder Trek Y-Foil.
    Man kann jedoch die Vibrationsdämpfung in gewissem Maße durch die Faserrichtung und Rohrquerschnittswahl beeinflussen.
    Komfortabel wird ein Rahmen vor allem durch eine passende Geometrie, dann durch eine gute Gabel, Elastizität in der Sattelstütze (also keine Aero-Stützen) und durch entsprechende Reifen und einen elastischen Sattel.


    Steht aber auch schon alles hier 100fach niedergeschrieben. Siehe Suchfunktion.

  3. #3
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    Zitat Zitat von OCLV Beitrag anzeigen
    Nein, du bist der erste.



    Man kann jedoch die Vibrationsdämpfung in gewissem Maße durch die Faserrichtung und Rohrquerschnittswahl beeinflussen.
    Genau zu diesem Punkt wollte ich noch was genaueres Wissen. Leider habe ich bloß immer die allgemeinen Antworten, wie keine Aero Rohre, dünne Sitzstreben usw. gefunden.
    Wollte halt wissen, welche Eigenschaften/Struktur Carbon hat, die es so komfortabel (im Gegensatz zu Alu) macht.

  4. #4
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    Schau dir nur mal die sitzstreben moderner Rahmen im Verhältnis zu den Kettenstreben an. Dort entstehen pseudo Gelenke. Auch die Form ist entscheidend, z.B. ob diese gebogen sind.

    Auch ein gutes Beispiel: BMC Granfondo; keine festen rohrknoten, also die streben setzen untereinander an, die Gabel variiert im durchmesser, ausfallenden sind versetzt.
    Funktioniert auch in Alu, siehe Alu Version dieses Modells.
    Kommt also imho auch auf die generelle Konstruktion an, nicht nur die
    Materialität. Wie Thomas schon schrieb kann man dann noch die Fasern optimieren.
    Geändert von [k:swiss] (12.12.2012 um 22:15 Uhr)

  5. #5
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    Zitat Zitat von blitz34 Beitrag anzeigen
    Wollte halt wissen, welche Eigenschaften/Struktur Carbon hat, die es so komfortabel (im Gegensatz zu Alu) macht.
    Anisotrope Eigenschaft der Faser. Also extrem zugfest in eine Richtung, keine/kaum Zugfestigkeit quer dazu.
    Metalle sind isotrop, also gleich zugfest in alle Richtungen. Gibt zwar wuch im Metall gewisse Flussrichtungen aber die haben keinen nennenswerten Effekt auf das Zugverhalten.

    Durch die Auslegung der Faser in bestimmte Richtungen (dafür in andere weniger) kann man die Zugfestigkeit des Bauteils beeinflussen.

    Die Skeleton Konstruktion von BMC am Hinterbau/Sitzrohr baut eher noch mehr Steifigkeit auf als eine normale Rohrverbindung. Wiegt auch mehr. Ist ein reines Design-Gimmick.
    BMC sollte erstmal weiter an der Qualität der Rahmen arbeiten als sowas zu fabrizieren.

  6. #6
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    Nicht Skeleton, granfondo.

    Dort setzen die Streben ja deutlich unter dem Oberrohr an.

    Oder beim tcr Advanced isp, das trotz aero Stütze nachgewiesen und erfahrbar Komfort am Sattel bietet, kommt imho durch die Verjüngung am Knoten.
    Just my 2cents. Vielleicht bin ich ja auch ein Werbe Opfer..
    Geändert von [k:swiss] (12.12.2012 um 22:21 Uhr)

  7. #7
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    Achso, naja dachte wir reden von Rennrädern, nicht von sowas da:

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Erinnert mich an:
    Hat auch versetzte Ausfallenden.

    Edit: wenn man draußen wieder vernünftig Rennrad fahren kann schieb ich dir mal mein 2006er Madone unter den Hintern.
    Bietet deutlich mehr Fahrkomfort als das TCR Adv. ISP. Hab ja die Anbauteile vom Giant aufs Trek rüber gebaut.
    Geändert von OCLV (12.12.2012 um 22:26 Uhr)

  8. #8
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    Geht klar, das machen wir. derzeit geht ja echt nix und bin aktuell zu faul für die Rolle..

  9. #9
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    Zitat Zitat von OCLV Beitrag anzeigen
    Achso, naja dachte wir reden von Rennrädern, nicht von sowas da:

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Erinnert mich an:
    Hat auch versetzte Ausfallenden.
    .....
    Was für ein Geschwür....würg.

  10. #10
    The Look Gast
    Zitat Zitat von OCLV Beitrag anzeigen
    Achso, naja dachte wir reden von Rennrädern, nicht von sowas da:

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Erinnert mich an:
    Hat auch versetzte Ausfallenden.

    Edit: wenn man draußen wieder vernünftig Rennrad fahren kann schieb ich dir mal mein 2006er Madone unter den Hintern.
    Bietet deutlich mehr Fahrkomfort als das TCR Adv. ISP. Hab ja die Anbauteile vom Giant aufs Trek rüber gebaut.

    trek fährt sich traumhaft!
    das bmc ist ne krankheit^^

  11. #11
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    Na ja, kommt auch auf Setup und Größe an...


    Gibt schlimmeres.

  12. #12
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    Komfort hat überhautp nix mit Zugfestigkeit zu tun .

    Sagen wir mal so: Wenn ich eine Struktur optimal auf die lokal wirkenden Beanspruchungen abstimme, und dann auch noch auf Festigkeit dimensioniere, dann bekomme ich auch eine maximal komfortable Lösung hin. Mit lokal angepasster Gestaltung kann auch auch einiges rausholen, das meiste was man dazu an Fahrrädern findet, ist aber eher eine homöopathische Sache, also bloß Placeboeffekt.

    Und am Material kann man auch ein bisschen drehen, es gibt eben Fasern unterschiedlicher Steifigkeiten, das wirkt sich letztlich auch auf die Gesamtsteifigkeit des Rahmens aus. Dank der Anisotropie (und das muss man in dem Fall aber eben auf das ganze Layup einer Gestaltungszone beziehen) kann man zudem unter Umständen steif für eine gewisse Beanspruchung, aber weich für eine andere bauen, also meinetwegen Torsionssteif aber *etwas* biegeweich(er).
    "Wo kämen wir hin, wenn alle sagten 'Wo kämen wir hin?' und keiner ginge um mal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge."

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  13. #13
    puncheurgalore Gast
    Zitat Zitat von OCLV Beitrag anzeigen
    Nein, du bist der erste.


    Komfort im Rahmen selbst im Sinne von Federweg kannst du konstruktionsbedingt vergessen. Bevor da nennenswert was federt, delaminiert da zuerst was. Ist ja kein Softride oder Trek Y-Foil.
    Man kann jedoch die Vibrationsdämpfung in gewissem Maße durch die Faserrichtung und Rohrquerschnittswahl beeinflussen.
    Komfortabel wird ein Rahmen vor allem durch eine passende Geometrie, dann durch eine gute Gabel, Elastizität in der Sattelstütze (also keine Aero-Stützen) und durch entsprechende Reifen und einen elastischen Sattel.


    Steht aber auch schon alles hier 100fach niedergeschrieben. Siehe Suchfunktion.
    Ganz ohne Ironie: Post des Jahres!

  14. #14
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    Zitat Zitat von [k:swiss] Beitrag anzeigen
    Na ja, kommt auch auf Setup und Größe an...


    Gibt schlimmeres.
    Es gibt wesentlich schlimmeres! Finde es in diesem Setup super anzusehen und würde es sofort so haben wollen!

  15. #15
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    Ist alles Hokuspokus. Der Diamant-Rahmen ist die falsche Baustelle um Federung/Dämpfung zu optimieren. Das macht macn bei Bereifung/Laufrädern, Stütze/Sattel, Gabel/Vorbau/Lenker. Was minimal was bringt ist halt Sloping, da der Auszug der Stütze wichtig ist dafür wie stark diese flext

    Ist immer wieder lustig so Speci Komfort-Kotzrahmen mit Oversizelenkern und Hochprofil-LRs zu bewundern. Da sieht man das es die Leute einfach nicht begriffen haben.

  16. #16
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    Dann fahr mal mit zwei verschiedenen Lenkerrohrdurchmessern, welcher ist der Komfortablere? oh ha... JA... der mit dem größeren Durchmesser ;-) Das hat nichts mit Hokuspokus oder sonstigem zu tun!
    Heute fahren wir flach. Aber oben wird gewartet!

  17. #17
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    Zitat Zitat von OCLV Beitrag anzeigen
    Komfortabel wird ein Rahmen vor allem durch eine passende Geometrie, dann durch eine gute Gabel, Elastizität in der Sattelstütze (also keine Aero-Stützen) und durch entsprechende Reifen und einen elastischen Sattel.
    und Carbonlenker. Sagen wir mal wenn ich mich auf einen Alu-Lenker stütze, gibt der 1 mm nach.
    Der Carbonlenker gibt 2 mm nach. Alles grob geschätzt aus dem Bauch. Das ist praktisch der "Federweg" vom Lenker.

  18. #18
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    Klar, wenn man einen 300g Alulenker nimmt.
    Gibt ja auch leichte Alulenker die entsprechend flexen.
    Gerade der Deda 215 (26er Klemmung, 225 Gramm Realgewicht) ist sehr komfortabel ausgelegt.
    Carbonlenker sind nicht zwingend elastischer. AX und Schmolke ja, Deda Presa eher weniger.

  19. #19
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    Zitat Zitat von Hirschturbo Beitrag anzeigen
    und Carbonlenker. Sagen wir mal wenn ich mich auf einen Alu-Lenker stütze, gibt der 1 mm nach.
    Der Carbonlenker gibt 2 mm nach. Alles grob geschätzt aus dem Bauch. Das ist praktisch der "Federweg" vom Lenker.
    Der Syntace Carbonlenker ist erheblich steifer als der Racelite 7075. So viel dazu.

  20. #20
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    Zitat Zitat von sconic Beitrag anzeigen
    Dann fahr mal mit zwei verschiedenen Lenkerrohrdurchmessern, welcher ist der Komfortablere? oh ha... JA... der mit dem größeren Durchmesser ;-) Das hat nichts mit Hokuspokus oder sonstigem zu tun!
    Der Rohrduchmesser ist ab Bremsgriffhöhge genormt, sonst bräuchte es verschieden Klemmschellen für Ergos/STI/double Tap.

    Den Durchmesser im Oberlenker kann ich auch einfach durch Pads oder doppeltes Lenkerband vergrößern. Der Flex des Lenkers ist unbestritten bei 26mm Lenkern erheblich größer als bei 31,8 mm OS. Ich sehe da keine Argument für dickere Lenker, die sind steifer und schwerer, das wars dann auch.

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