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Thema: Energiewende

  1. #1
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    Energiewende

    vor 2 Jahren heftig diskutiert - jetzt spiegeln ein paar Dächer mehr - läuft also hervorragend.

    Die größere Kohlestromproduktion hat auch den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase erhöht: Vergangenes Jahr gab es einen Anstieg von 1,6 Prozent. http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-0...m-co2-ausstoss

    Na gut, 1,6 Prozent ist nicht viel - aber halt, wollten wir nicht besser werden? Aber Wann?
    Waren nicht viele hier noch optmistisch, dass sogar eine Verbesserung quasi zum Nulltarif möglich ist?
    Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen. (A. Strindberg)

  2. #2
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    Und der ach so CO2-neutrale Hausbrand mit Holz und Kohle stösst mehr Feinstaub aus, als alle Diesel-Pkw zusammen.

    Schöne neue Welt.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Thunderbolt Beitrag anzeigen
    Und der ach so CO2-neutrale Hausbrand mit Holz und Kohle stösst mehr Feinstaub aus, als alle Diesel-Pkw zusammen.

    Schöne neue Welt.
    stimmt leider, wir waren auch erschrocken, wie hoch der Anteil ist, als wir jetzt ein überregionales Emissionskataster erstellt haben.
    Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen. (A. Strindberg)

  4. #4
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    Zitat Zitat von big-foot Beitrag anzeigen
    vor 2 Jahren heftig diskutiert - jetzt spiegeln ein paar Dächer mehr - läuft also hervorragend.
    Hast doch bekommen was du wolltest:
    http://www.elektroniknet.de/power/er...artikel/95235/
    "Das Tragische an jeder Erfahrung ist, dass man sie erst macht, nachdem man sie gebraucht hätte."
    Friedrich Nietzsche

  5. #5
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    Zitat Zitat von Thunderbolt Beitrag anzeigen
    Und der ach so CO2-neutrale Hausbrand mit Holz und Kohle stösst mehr Feinstaub aus, als alle Diesel-Pkw zusammen.
    Schöne neue Welt.
    Kaminöfen und Holzfeuerungen bspw werden ja auch zunehmend reglementiert.
    Zitat Rolf Aldag:
    ... Olli Kahn - der ist angemeiert, weil man ihm sagt, 'da fehlen zehn Milliliter', nimmt den Becher und haut ihn an die Wand. Jeder Radrennfahrer wäre für zwei Jahre gesperrt worden. Jeder Radrennfahrer.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Thunderbolt Beitrag anzeigen
    Und der ach so CO2-neutrale Hausbrand mit Holz und Kohle stösst mehr Feinstaub aus, als alle Diesel-Pkw zusammen.
    Aber nur, weil der Rußpartikelfilter die Partikel zu noch kleineren Partikeln verbrennt, die im Rahmen der Feinstaubdiskussion keine Rolle spielen, weil sie quasi nicht messbar sind (jedoch nicht ungefährlicher)...

  7. #7
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    Zitat Zitat von Hochpass Beitrag anzeigen
    Hast doch bekommen was du wolltest:
    http://www.elektroniknet.de/power/er...artikel/95235/
    Nee Hochpass, denn wenn die Energieeffizienz nur ansatzweise „gewonnen“ hätte, hätten wir eine bessere CO2-Bilanz.

    Schauen wir uns Deinen verlinkten Artikel an:

    Ich kann mir mein Urteil vorab nicht verkneifen: Viel Stimmungsmache – Logik Mangelware.

    1.
    Als Investor konzentriere man sich daher nun auf Bereiche, die unabhängig von gesetzlichen Rahmenbedingungen oder Förderungen sind. Die Änderung des EEGs sei zu hastig von statten gegangen. Besser wäre es gewesen, wenn man bereits früher, dafür nicht so radikal gekürzt hätte. »Damit hätte man meiner Meinung nach mehr Arbeitsplätze in Deutschland retten können. Nun verschwindet leider die Solar-Industrie aus Deutschland und wandert nach Asien ab.«
    Die Kürzung des EEG hat den Solarboom in Deutschland bisher nicht gebremst, im Gegenteil:
    Rekordjahr für Photovoltaik http://www.photovoltaik.eu/nachricht...aik_100009914/

    Denn was hat die Vergütung des eingespeisten Stroms mit den Herstellungskosten zu tun? Wir könnten die gesetzliche Vergütung verdoppeln – ich bin mir sicher, dass auch weiterhin in Asien gegenüber Deutschland die Module günstiger produziert werden und somit Null (!) Arbeitsplatzwirkung für die deutsche Modulfertigung von der Vergütung ausgehen werde. Oder welchen Denkfehler mache ich?

    Weiter,

    2.
    Kein Wunder, dass Investoren nun Bereiche ins Auge fassen, die unabhängiger sind von politischen Rahmenbedingungen – und das ist allen voran die Energieeffizienz. Vinod Cartic betrachtet sie derzeit als wichtigsten Investitionshebel. Aus mehreren Gründen. Denn nicht nur Risikoinvestoren, auch Unternehmen finanzieren zunehmend Projekte, um eigene Energiekosten zu sparen. Zum Beispiel Ikea. Cartic: »Der weltweit größte Möbelhändler wird seine Investitionen in erneuerbare Energien bis auf 4 Milliarden Dollar bis 2020 verdoppeln, um seine eigenen Kosten zu senken.“
    Was denn nun: Energieeffizienz oder erneuerbare Energien?

    3.
    Energieeffizienz-Technologien stünden aktuell im Fokus der Investoren, »sie haben Erneuerbare Energien verdrängt«, sagt Hoyer. Für Photovoltaik-Unternehmen sind das weniger gute Nachrichten – denn nun müssen sie mit anderen Bereichen um Investorengelder konkurrieren.
    Frost&Sullivan-Analyst Cartic zählt zwar neue Technologien etwa zu Dünnschicht-Solarmodulen weiterhin zu den interessantesten grünen Deals – aber eben genauso moderne Biokraftstoffe aus Zellulose oder Algen. Außer in die umweltfreundliche Energieerzeugung fließen Investitionen zudem in nachhaltige Energiewirtschaft, Energiespeicherung, Energieeffizienz und Smart-Grid-Technologien.
    Welche Technologien sind das? – kein einziges Wort, kein Beispiel

    Aber gehen wir davon aus, dass es tatsächlich so wäre, wäre es sehr gut - warum ist die CO2-Bilanz denn derzeit so schlecht?

    Erneuerbare Energien haben heute den gleichen Anteil, wie der gesamte AKW-Strom in den vergangenen Jahren und trotzdem wir auch jetzt noch zusätzlich AKW-Strom haben, ist die Bilanz schlechter?

    Warum? (alte) Kohlekraftwerke subsituieren derzeit (moderne) Gaskraftwerke – interessiert aber keinen.

    Das Gesamtpaket „erneuerbare +fossile Energien“ passt nicht.

    Dich interessiert das aber auch anscheinend nicht wirklich, Du hältst Dich nur am reinen Arbeitsplatzkonkurrenzkampf Asien-Deutschland auf.

    Das hat aber mit der Energiewende überhaupt nichts zu tun.
    Geändert von big-foot (26.02.2013 um 11:11 Uhr)
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  8. #8
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    Zitat Zitat von big-foot Beitrag anzeigen
    vor 2 Jahren heftig diskutiert - jetzt spiegeln ein paar Dächer mehr - läuft also hervorragend.

    Die größere Kohlestromproduktion hat auch den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase erhöht: Vergangenes Jahr gab es einen Anstieg von 1,6 Prozent. http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-0...m-co2-ausstoss

    Na gut, 1,6 Prozent ist nicht viel - aber halt, wollten wir nicht besser werden? Aber Wann?
    Waren nicht viele hier noch optmistisch, dass sogar eine Verbesserung quasi zum Nulltarif möglich ist?
    Wieso, das hat doch die damalige Schnellschusskommission unter der Leitung von Töpfer und
    Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Film, Funk und Fernsehen und ein paar Popen, zur
    Zufriedenheit Aller, bereits geklärt. Falls es jetzt noch irgendwelche Diskrepanzen geben sollte,
    könnte sich vielleicht der Heiner, analog zu Stuttgart, der Sache noch mal auf Augenhöhe
    widmen. Dann geht es gewiss problemlos zügig voran.
    Es ist gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat.(Voltaire 1694-1778)

  9. #9
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    Zitat Zitat von bikethemike Beitrag anzeigen
    Wieso, das hat doch die damalige Schnellschusskommission unter der Leitung von Töpfer und
    Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Film, Funk und Fernsehen und ein paar Popen, zur
    Zufriedenheit Aller, bereits geklärt. Falls es jetzt noch irgendwelche Diskrepanzen geben sollte,
    könnte sich vielleicht der Heiner, analog zu Stuttgart, der Sache noch mal auf Augenhöhe
    widmen. Dann geht es gewiss problemlos zügig voran.
    und erspart uns, eigene Gedanken zu machen. Wir wissen auf jeden Fall schon mal, dass Lobbyisten mit korrupten Politikern was ausgeheckt werden haben - und das brave Volk mal wieder überhaupt nicht informiert wurde.
    Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen. (A. Strindberg)

  10. #10
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    .. wohltuend, wenn dann neben Allgemeinplätzen es auch immer vorbildliche Einzelschicksale gibt:

    Levermann arbeitet nun als Deutschland-Chefin der Nichtregierungsorganisation "Carbon Disclosure Project". CDP lebt von Sponsoren, Datenhandel und Projektgeldern. Die in London gegründete Initiative kämpft dafür, dass Unternehmen und auch Kommunen ihre Umweltdaten veröffentlichen wie den CO²-Ausstoß und den Wasserverbrauch.
    ...
    Sie lebt jetzt ohne Auto, arbeitet mehr als früher, aber für 75 Prozent weniger Geld.
    Levermann ist immer noch viel unterwegs, allein 18 Kongresse besuchte sie vergangenes Jahr. Aber sie nimmt jetzt für 65 Euro den Nachtzug nach London, statt zu fliegen
    http://www.spiegel.de/spiegelwissen/...-a-884500.html
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  11. #11
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    Zitat Zitat von big-foot Beitrag anzeigen
    .. wohltuend, wenn dann neben Allgemeinplätzen es auch immer vorbildliche Einzelschicksale gibt:


    http://www.spiegel.de/spiegelwissen/...-a-884500.html
    Na Ja, es geht ja auch keiner außerhalb der Regierung und des Künstlervölkchens nach Berlin, um einen Job anzutreten.
    Sooo mächtig viele gibt es da ja nicht. Bei uns sind auch zwei Wochenendickes beschäftigt. Und wer will sich schon in
    Wowis Zeiten auf die Fliegerei verlassen.
    Geändert von bikethemike (26.02.2013 um 16:32 Uhr)
    Es ist gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat.(Voltaire 1694-1778)

  12. #12
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    Zitat Zitat von big-foot Beitrag anzeigen
    vor 2 Jahren heftig diskutiert - jetzt spiegeln ein paar Dächer mehr - läuft also hervorragend.

    Die größere Kohlestromproduktion hat auch den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase erhöht: Vergangenes Jahr gab es einen Anstieg von 1,6 Prozent. http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-0...m-co2-ausstoss

    Na gut, 1,6 Prozent ist nicht viel - aber halt, wollten wir nicht besser werden? Aber Wann?
    Waren nicht viele hier noch optmistisch, dass sogar eine Verbesserung quasi zum Nulltarif möglich ist?
    Und wie sieht es mit der Zunahme / Abnahme der Atommüllproduktion aus?

    Wieso sollte eine Neuorganisation einer der wichtigsten Infrastrukturen zum Nulltarif zu bekommen sein? Am Anfang kostet es eben Geld.
    Wie bei der Wiedervereinigung und auch dort kann man nicht jeden Vorteil mit Geld aufwiegen. Oder willst Du sagen: „Der Kohl hat es doch versprochen, daß es nichts kostet.“ Politiker wollen eben gewählt werden, da kann man nicht alles erzählen.

    Mich überrascht bisher, daß das Energiewende-Experiment ohne größere Netzausfälle abgelaufen ist. Mal sehen was die Zukunft bringt.

  13. #13
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    Zitat Zitat von SF_ Beitrag anzeigen
    Und wie sieht es mit der Zunahme / Abnahme der Atommüllproduktion aus?

    Wieso sollte eine Neuorganisation einer der wichtigsten Infrastrukturen zum Nulltarif zu bekommen sein? Am Anfang kostet es eben Geld.
    Wie bei der Wiedervereinigung und auch dort kann man nicht jeden Vorteil mit Geld aufwiegen. Oder willst Du sagen: „Der Kohl hat es doch versprochen, daß es nichts kostet.“ Politiker wollen eben gewählt werden, da kann man nicht alles erzählen.

    Mich überrascht bisher, daß das Energiewende-Experiment ohne größere Netzausfälle abgelaufen ist. Mal sehen was die Zukunft bringt.
    Das ist aber nicht die Frage, SF.

    Man kann auf zwei Wegen zum gleichen Ziel (CO2- und Atommülleinsparung usw.) gelangen:

    1. Viel erneuerbare Energie- und fossile Energienutzung mit schlechtem Wirkungsgrad
    2. Weniger EE + dafür energieeffizienter fossiler Energienutzung

    Führt beides zur exakt gleichen Endenergiebereitstellung – nur Weg 2 kann man mit deutlich weniger Investitionen beschreiten. Ich mache mir etwas Sorgen, dass uns das Geld auf halber Strecke ausgehen wird, warum wählt nicht direkt den „klügeren“ Weg?

    Meine These: spiegelnde Dächer+Windräder sind an die Wählerschaft viel einfacher zu „vermarkten“,

    als Kraft-Wärme-Kopplung, Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung, verbesserte isentrope Wirkungsgrade bei Dampfturbinen, höhere Überhitzungstemperaturen, niedrige Kondensatordrücke, Schaufeleintrittskühlung bei Gasturbinen, Frequenzumrichter bei elektrischen Antrieben usw. usf.

    – bäh, viel zu techniklastig – riecht nach Öl und Schornsteine hat es trotzdem – will das einer?
    und wie sähe das "passende" Wählerplakat aus?
    Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen. (A. Strindberg)

  14. #14
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    Zitat Zitat von big-foot Beitrag anzeigen
    Das ist aber nicht die Frage, SF.

    Man kann auf zwei Wegen zum gleichen Ziel (CO2- und Atommülleinsparung usw.) gelangen:

    1. Viel erneuerbare Energie- und fossile Energienutzung mit schlechtem Wirkungsgrad
    2. Weniger EE + dafür energieeffizienter fossiler Energienutzung
    Das stimmt so natürlich auch nicht.

    Beispiel Windkraft: Eine Windturbine erzeugt in ihrem Leben deutlich mehr Energie, als zur Herstellung benötigt Wird. Generell ist es möglich, nach einer Anlaufphase mit negativer Bilanz auch den Energiebedarf und die für die Installation benötigte Energie aus Windkraft selbst zur Verfügung zu stellen. Damit ergibt sich ein echter CO2-neutraler Betrieb (heute nicht Realität, aber prnzipiell möglich).

    Energieeffiziente Nutzung von fossiler Energie nähert sich dem Optimum für den CO2-Ausstoss aus fossilen Energien an - nicht mehr und nicht weniger.

    In einem Punkt hast Du Recht: Wir könnten mit der Optimierung bei den fossilen Kraftwerken schneller und billiger dieselben CO2-Einsparungen erreichen - aber es bliebe eine teure Sackgasse.

    Dass andererseits Solardächer aus vielen Gründen eher Humbug sind, ist längst allen klar - aber es taugt nicht als Grundlage für eine Prinzipbetrachtung, wie Du sie hier anstellen willst.

    Die beiden Szenarien haben nichts miteinander zu tun.

    Ich hoffe nur, dies ist nicht der Anfang für eine neue, hochwissenschaftliche Berechnung ohne Eingangsdaten

  15. #15
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    Zitat Zitat von big-foot Beitrag anzeigen
    .. wohltuend, wenn dann neben Allgemeinplätzen es auch immer vorbildliche Einzelschicksale gibt:


    http://www.spiegel.de/spiegelwissen/...-a-884500.html
    Jaja....kenn ich....und mit dem Zug von Hamburg nach Spananien....
    "Allerdings habe ich festgestellt, dass feste Prinzipien, gepaart mit einer griesgrämigen Veranlagung eine grausame und unmenschliche Tugend ergeben können." Publius Ovidius Naso

  16. #16
    Beast Gast
    Das Hauptproblem sind nicht die Erzeuger oder ihre Art sondern die Stabilität der Versorgung bzw. des Versorgungsnetzes.

    Wir können jahrzehntelang darüber philosophieren ob nun Wind, Wasser oder Sonne geiler sind. Oder Kohle. Oder BHKW.

    Tatsache ist dass letztendlich das gesamte Versorgungsnetz auf seinen drei Ebenen stabil laufen muss.

    Wer sich dafür interessiert kann mal bei einem Stadtwerk anrufen und dort fragen was die über PV Anlagen auf privaten Dächern halten. Stichwort "Oberspitzen".

    Zitat Zitat von Tom Beitrag anzeigen
    Das stimmt so natürlich auch nicht.

    Beispiel Windkraft: Eine Windturbine erzeugt in ihrem Leben deutlich mehr Energie, als zur Herstellung benötigt Wird. Generell ist es möglich, nach einer Anlaufphase mit negativer Bilanz auch den Energiebedarf und die für die Installation benötigte Energie aus Windkraft selbst zur Verfügung zu stellen. Damit ergibt sich ein echter CO2-neutraler Betrieb (heute nicht Realität, aber prnzipiell möglich).

    Energieeffiziente Nutzung von fossiler Energie nähert sich dem Optimum für den CO2-Ausstoss aus fossilen Energien an - nicht mehr und nicht weniger.

    In einem Punkt hast Du Recht: Wir könnten mit der Optimierung bei den fossilen Kraftwerken schneller und billiger dieselben CO2-Einsparungen erreichen - aber es bliebe eine teure Sackgasse.

    Dass andererseits Solardächer aus vielen Gründen eher Humbug sind, ist längst allen klar - aber es taugt nicht als Grundlage für eine Prinzipbetrachtung, wie Du sie hier anstellen willst.

    Die beiden Szenarien haben nichts miteinander zu tun.

    Ich hoffe nur, dies ist nicht der Anfang für eine neue, hochwissenschaftliche Berechnung ohne Eingangsdaten

  17. #17
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    Zitat Zitat von PureEnergie Beitrag anzeigen
    Das Hauptproblem sind nicht die Erzeuger oder ihre Art sondern die Stabilität der Versorgung bzw. des Versorgungsnetzes.
    Ja, ist bestens bekannt.
    Das ist einer der Gründe, warum die "Energiewende" derzeit nicht funktionieren kann. Es gibt aber wirklich schöne Ideen zur Stabilisierung auf allen Ebenen (vor allem von unten nach oben). Für die Steuerung der Einspeisung gemäss Bedarf (dafür wird es wohl vor allem Speicher- und Regelenergie benötigen) fehlt ja auch noch jedes Konzept.

    Trotzdem ist "Reduktion durch Effizienzsteigerung der Stromerzeugung aus fossilen Energien" langsfristig nicht dasselbe wie "Stromerzeugung aus regenerativen Rohstoffen oder Ehda-Energien".

  18. #18
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    Zitat Zitat von Tom Beitrag anzeigen
    Das stimmt so natürlich auch nicht.

    Beispiel Windkraft: Eine Windturbine erzeugt in ihrem Leben deutlich mehr Energie, als zur Herstellung benötigt Wird. Generell ist es möglich, nach einer Anlaufphase mit negativer Bilanz auch den Energiebedarf und die für die Installation benötigte Energie aus Windkraft selbst zur Verfügung zu stellen. Damit ergibt sich ein echter CO2-neutraler Betrieb (heute nicht Realität, aber prnzipiell möglich).

    Energieeffiziente Nutzung von fossiler Energie nähert sich dem Optimum für den CO2-Ausstoss aus fossilen Energien an - nicht mehr und nicht weniger.

    In einem Punkt hast Du Recht: Wir könnten mit der Optimierung bei den fossilen Kraftwerken schneller und billiger dieselben CO2-Einsparungen erreichen - aber es bliebe eine teure Sackgasse.

    Dass andererseits Solardächer aus vielen Gründen eher Humbug sind, ist längst allen klar - aber es taugt nicht als Grundlage für eine Prinzipbetrachtung, wie Du sie hier anstellen willst.

    Die beiden Szenarien haben nichts miteinander zu tun.

    Ich hoffe nur, dies ist nicht der Anfang für eine neue, hochwissenschaftliche Berechnung ohne Eingangsdaten
    Da braucht es erst mal keine so komplizierten Rechnungen, aber um es plausibel zu machen:

    Betrachte z.B. 40 Jahre bis 2052.

    Weg 1: am Anfang 20% Erneuerbare startend, jedes Jahr 1,5% mehr. + Rest-Stromerzeugung mit Wirkungsgrad 30 %
    Weg 2: am Anfang 20% Erneuerbare startend, jedes Jahr 1% mehr. + Rest-Stromerzeugung mit 30 % jedes Jahr 0,75 % mehr

    Am Ende haben wir in beiden Fällen den gleichen Brennstoffaufwand für die Reststromerzeugung. Weg 2 hat in Summe noch weniger Brennstoff benötigt.

    Jetzt ist die Frage - wer braucht mehr Herstellungsenergie: die Errichtung von EE-Anlagen, oder die Effizienzverbesserung? Beides hat eine begrenzte Lebensdauer!
    Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen. (A. Strindberg)

  19. #19
    Beast Gast
    Zitat Zitat von Tom Beitrag anzeigen
    Ja, ist bestens bekannt.
    Das ist einer der Gründe, warum die "Energiewende" derzeit nicht funktionieren kann. Es gibt aber wirklich schöne Ideen zur Stabilisierung auf allen Ebenen (vor allem von unten nach oben). Für die Steuerung der Einspeisung gemäss Bedarf (dafür wird es wohl vor allem Speicher- und Regelenergie benötigen) fehlt ja auch noch jedes Konzept.
    Jein.

    Bei meinem vorigen Arbeitgeber haben wir da für einen grossen Versorger was schönes gebaut. Basiert auf einem regional/dezentralem virtuellem Kraftwerk.

    Dort werden Erzeuger, Wärmespeicher, Abnehmer und EEX Daten als Leitwerte für die Steuerung des Verbunds genutzt.

    Inwieweit sich so was über Netzbetreibergrenzen hinweg nutzen/koordinieren lässt muss sich noch zeigen.

  20. #20
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    Zitat Zitat von big-foot Beitrag anzeigen
    Da braucht es erst mal keine so komplizierten Rechnungen, aber um es plausibel zu machen:

    Betrachte z.B. 40 Jahre bis 2052.

    Weg 1: am Anfang 20% Erneuerbare startend, jedes Jahr 1,5% mehr. + Rest-Stromerzeugung mit Wirkungsgrad 30 %
    Weg 2: am Anfang 20% Erneuerbare startend, jedes Jahr 1% mehr. + Rest-Stromerzeugung mit 30 % jedes Jahr 0,75 % mehr

    Am Ende haben wir in beiden Fällen den gleichen Brennstoffaufwand für die Reststromerzeugung. Weg 2 hat in Summe noch weniger Brennstoff benötigt.

    Jetzt ist die Frage - wer braucht mehr Herstellungsenergie: die Errichtung von EE-Anlagen, oder die Effizienzverbesserung? Beides hat eine begrenzte Lebensdauer!
    Alles richtig (ausser der Zeitschiene), und nach 40 Jahren hast du das Effizienz-Limit der fossilen Kraftwerke erreicht (Braunkohle gibt es dann schon nicht mehr). Und dann beginnst du für jede weitere CO2-Einsparung mit dem Abbau der teuer optimierten und neugebauten fossilen Kraftwerke?

    Wie sieht Deine Rechnung aus, wenn Du den Planungen der Bundesregierung folgst, die ja wohl gerne 3Mal so schnell ausbauen will? Addierst Du dann einfach jährlich 2% Wirkungsgrad bei Kohle und Gas?

    Edith: Wir sind uns (ausnahms- und bedauerlicherweise) einig, dass man bestehende Kraftwerke schnellstmöglich optimieren sollte. Ich bin dafür, zügig aus der Braunkohle auszusteigen und Erdgas mit KWK als Übergangslösung zu nutzen. Ich halte das nur
    a) nicht für eine Alternative zur Energiewende, sondern für eine zusätzliche Notwendigkeit und
    b) nicht für ein zukunftsfähiges Konzept, sondern für die Korrektur jahrzehntelanger Schlamperei.
    Geändert von Tom (27.02.2013 um 10:42 Uhr)

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