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Thema: Radschnellweg

  1. #121
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    Zitat Zitat von dagegen Beitrag anzeigen
    Gibt es einen berechtigten Anlaß dafür? Wohl eher nicht, schließlich wird "Radweg" immer Mist, ich kenne keinen, der halbweg mit Fahrbahnen mithalten könnte.
    Ich liebe autofreie Strecken, was anderes suche ich mir auch nicht mit dem Rennrad (nach Möglichkeit). Was soll nun daran wieder Mist sein? Irgendwie pathologisch, scheint mir.
    Mihambo!

  2. #122
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    Zitat Zitat von grüner Sphinx Beitrag anzeigen
    Und ich teile Kürzers Ansicht, dass das ein berechtigter Anlass ist.
    Genau das beschäftigt mich ja, das Radfahrer immer hoffen oder meinen, daß es besser geht, obwohl man überall sieht, das es eben nicht geht, weil niemand es will.

  3. #123
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    Zitat Zitat von dagegen Beitrag anzeigen
    Genau das beschäftigt mich ja, das Radfahrer immer hoffen oder meinen, daß es besser geht, obwohl man überall sieht, das es eben nicht geht, weil niemand es will.
    Mich würde mal interessieren, wo du so herumfährst.

    Essen und Mülheim, wo jetzt der RS1 verläuft, sind leicht hügelig und sehr stark von Kfz befahren.
    Die straßenbegleitenden Radwege sind schlecht bis gefährlich (Der bekannte Mist eben), dafür gibt es nicht so viele von ihnen, einige wurden sogar abgeschildert. Radspuren und Schutzstreifen gibt es einige und die sind meist auch ganz nützlich. Fahrradstraßen existieren nur als Alibi, aber das Konzept funktioniert sowieso nicht.
    Das Problem hier ist, dass man zu bestimmten Uhrzeiten auch mit dem Rad im Stau steht, teilweise 300-400 m bis zur Ampel. Wenn der Verkehr dann mal rollt ist man bergauf ein fast stehendes Hindernis auf der Straße, einordnen in eine Linksabbiegerspur wird bei der niedrigen eigenen Geschwindigkeit zum Glückspiel. Deswegen fahren hier auch recht wenige mit dem Rad. Da ist z.B. in Düsseldorf mehr Radverkehr.
    Der Radschnellweg fährt sich dagegen sehr angenehm. Allerdings muss man da hin und auch wieder weg zu seinem Ziel und die Richtung muss natürlich auch passen. Daher bringen hohe Investitionen in den Schnellwegausbau nichts, wenn an der sonstigen Verkehrsstruktur nichts geändert wird. Und damit meine ich keine neuen straßenbegleitenden Radwege. Allerdings fehlt das Geld, was jetzt in den Schnellweg geht, möglicherweise an anderer Stelle.

  4. #124
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    Zitat Zitat von Kürzer Beitrag anzeigen
    Allerdings fehlt das Geld, was jetzt in den Schnellweg geht, möglicherweise an anderer Stelle.
    Nach meiner Info wird der RS1 größtenteils vom Land finanziert, die übrige kommunale Infrastruktur verbleibt bei den Kommunen. Wenn dann das Essener Stadion renoviert ist, kann man ja hoffen, dass der Fahrrad-Etat endlich für das verwendet wird, wofür er eigentlich da war.
    Mihambo!

  5. #125
    martinek1977 Gast
    Zitat Zitat von rumplex Beitrag anzeigen
    Nach meiner Info wird der RS1 größtenteils vom Land finanziert, die übrige kommunale Infrastruktur verbleibt bei den Kommunen. Wenn dann das Essener Stadion renoviert ist, kann man ja hoffen, dass der Fahrrad-Etat endlich für das verwendet wird, wofür er eigentlich da war.
    3 Probleme in 2 Sätzen. Deswegen brauchen wir ja in Deutschland auch die PKW Maut. Auffällig ist aber, dass Wartung und Pflege gerade in klammen Kommunen und Landkreisen funktionieren- ist auch nicht viel dazu- ein Multicar, 2 Angestellte ( notfalls der Bademeister vom Freibad ), etwas Split...- Dresden scheint sich das nicht leisten zu können.
    Auffällig ist bei Radwegen, dass ein Zusatzkürzel ,, Tourismus... '' zieht, vielleicht kann man auch die gestiegenen Unfallzahlen im E- Bereich für neue eigene Infrastruktur verwenden, wenn man schlau ist und diese möchte.

  6. #126
    martinek1977 Gast
    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen


    ---Spaß beiseite---

    .
    Du übst wohl den kolo ? Nee das war kein Scherz. Ich sah um 04:45 Uhr vom Küchenfenster aus, den Streumulticar auf den Radweg biegen, während oben auf den Kreis- und Bundesstraßen noch keine Krume Salz lag... . Zum Sonntag wurde mir gar mal bezüglich einer für tödliche Unfälle bekannten Bundesstraße mitgeteilt, dass der Vertrag mit dem Winterdienst nur von Montag bis Freitag besteht. Liberalisierung trägt halt viele Blüten... .

  7. #127
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    Zitat Zitat von Kürzer Beitrag anzeigen
    Mich würde mal interessieren, wo du so herumfährst.
    Im Flachland auf Fahrbahnen neben Wegelchen. Ich weiß, welch' Glück ich habe, das zu können und mich nicht verbiegen zu müssen, Wegelchen könnten zu irgendwas taugen. Ich war mal 4 Wochen inner Hügelgegend, da konnte ich Krankheitsbedingt auch nur schleichen, manchmal nichtmal das, hab keine anderen Radfahrer gesehen, die Autofahrer waren zwar noch vollgasfreudiger, aber gleichzeitig noch friedlicher als hier (und die Grünen am Wahlkampfstand wollten natürlich Wegelchen).
    Ich sehe jedenfalls keinen Grund, warum ich ein "Radwege sind nicht immer Schlecht"-Anhänger sein sollte. Es gibt nicht den einzelnen, vielleicht doch nicht so schlechten Weg, sondern immer nur das Gesamtpaket, und zwar schon immer.

  8. #128
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    Zitat Zitat von Kürzer Beitrag anzeigen
    Fahrradstraßen existieren nur als Alibi, aber das Konzept funktioniert sowieso nicht.
    Doch, das Konzept funktioniert ganz hervorragend, wenn man es richtig macht. Auf meinem Arbeitsweg in München gibts so einen Strassenzug mit Fahrradstraßen, der alle paar hundert Meter nur für Fußgänger und Radfahrer durchlässig ist, für Autos ist er jeweilsSackgasse - deshalb funktioniert er auch nicht als Schleichweg für die parallelen Hauptstrassen - aber Anwohner können trotzdem mit dem Auto vors Haus. Da ohne Ampeln lässt er sich zügig und stressfrei befahren - viel besser und schneller als die parallel verlaufende B11 . Ich kann gerne mal ein Video von meinem Arbeitsweg mit dem Abschnitt zeigen.
    Das ist für mich ein Schnellweg - und da fahren auch viele "normale" Radfahrer, auch Eltern mit Anhänger auf der Fahrbahn. Da gibts auch viel weniger Konflikte als auf Radwegen oder im Mischverkehr. Sowas wäre so einfach und billig zu realisieren, man muss nur wollen.

  9. #129
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    Zitat Zitat von schmadde Beitrag anzeigen
    Doch, das Konzept funktioniert ganz hervorragend, wenn man es richtig macht...
    Ja solche Straßen funktionieren solange der Anwohnerverkehr durch Ein und Ausparkaktionen nicht im Weg herumsteht. Aber das Blauschild hat darauf meiner Meinung nach kaum Auswirkungen, sondern eher die Verkehrsführung.

  10. #130
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    Zitat Zitat von Kürzer Beitrag anzeigen
    Ja solche Straßen funktionieren solange der Anwohnerverkehr durch Ein und Ausparkaktionen nicht im Weg herumsteht. Aber das Blauschild hat darauf meiner Meinung nach kaum Auswirkungen, sondern eher die Verkehrsführung.
    Zweifellos richtig. Aber die Anwohnerautos können sich nicht in Luft auflösen, in der Praxis stört das kaum und am Anfang steht halt schon die Absicht das als Fahrradverbindung vorzusehen. Da ist eine Widmung als Fahrradstrasse und das zugehörige Schild noch der kleinste Teil-Aufwand. Die speziellen Regeln der "Fahrradstraße" haben ja auch Vorteile und irgendwann wird das auch in den Köpfen der meisten Autofahrer angekommen sein. Da die meisten Autofahrer nach der Fahrschule keine weiteren Verkehrsregeln mehr aktiv dazulernen und auch viele der gelernten Regeln "vergessen" dauert es immer eine gewisse Zeit bis neue Regeln im Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer ankommen. Die Fahrradstrasse ist noch relativ neu, da ist der Prozess noch nicht abgeschlossen.

    Das es hirntote Einzelfälle von Fahrradstrassen gibt z.B. Berlin Linienstraße bedeutet ja noch nicht, dass das Konzept gescheitert ist.

  11. #131
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    Zitat Zitat von dagegen Beitrag anzeigen
    Gibt es einen berechtigten Anlaß dafür? Wohl eher nicht, schließlich wird "Radweg" immer Mist, ich kenne keinen, der halbweg mit Fahrbahnen mithalten könnte.
    So? Nun, dann sage mir doch mal, warum z.B. in meinem Wohnort, wo kein Radweg an der Hauptstraße lang führt, ach so viele (die weit überwiegende Mehrheit!) auf dem parallelen Gehweg fährt und sich dabei oft am Rückstau vorbeischlängelt? Dieser Weg ist ganz sicher noch schlechter als die meisten Radwege, dennoch wird er bevorzugt (da geht es um ca. 1,5 km (mit Nachbarort 2,5 km) wohlgemerkt).

    Zitat Zitat von dagegen Beitrag anzeigen
    Im Flachland auf Fahrbahnen neben Wegelchen. Ich weiß, welch' Glück ich habe, das zu können und mich nicht verbiegen zu müssen, Wegelchen könnten zu irgendwas taugen. Ich war mal 4 Wochen inner Hügelgegend, da konnte ich Krankheitsbedingt auch nur schleichen, manchmal nichtmal das, hab keine anderen Radfahrer gesehen, die Autofahrer waren zwar noch vollgasfreudiger, aber gleichzeitig noch friedlicher als hier (und die Grünen am Wahlkampfstand wollten natürlich Wegelchen).
    Die Grünen hab ich deshalb schon lange abgehakt. Aber zu Deiner Meinung: "Wegelchen" braucht es nicht an solchen Straßen, sie sind ein Zusatzangebot. Genauso wie ausgeschilderte Mountainbike-Routen in den Alpen, z.B. so was:

    http://www.mtb-dolomites.com/deu/ww_trek1.htm

    Das braucht auch keiner, wollen tun es aber ach so viele und zwar auch Gastwirte, Bürgermeister, die örtlichen Bewohner. Unter anderem deshalb, weil man eben nicht nur Straße und schon gar nicht zusammen mit starkem Kfz-Verkehr fahren möchte. Das einzige Problem ist die unterschwellig vorhandene oder falsch ausgewiesene Benutzungspflicht gepaart mit der quasi sanktionsfreien Möglichkeit, Radfahrer dicht zu überholen, zu schneiden, sich in irgendeiner Form zu rächen, dass sie es wagen, die Fahrbahn zu benutzen.

    Wenn Leute (wie die von Dir genannten Grünen) sagen, es "braucht" ein "Wegelchen" aus Sicherheitsgründen, so muss das triftig begründet werden. Oder aber - wohlgemerkt - aus z.B. o.g. touristischen Gründen. Allerdings bin auch ich der Meinung, dass das, was für Dich und mich vielleicht zutreffen mag, nämlich dass wir recht problemlos Landstraßen befahren können, für etliche aus der Allgemeinbevölkerung eben nicht wirklich unproblematisch ist. Und sei es nur aus Ängstlichkeit. Meist kommen noch fehlende Fahrkünste, schlecht gewartete Räder und nicht vorhandene Kondition (= Schleichtempo) dazu. Ob die jetzt auf den Radweg gehören oder besser daheim bleiben sollen, sei mal dahingestellt. Irgendwie müssen sie es ja lernen. Dennoch ist alles auf dem Rad besser als ein PKW mehr, oder?

    Aber auch viele Spezies von unserem Schlage bevorzugen manche Radwege, z.B. wenn schlichtweg zu viel Fahrbahnverkehr, Stau, Lärm, Gestank etc. vorherrscht. "Brauchen" tut es dann den Radwege immer noch nicht wirklich, aber es ist eine Erleichterung, die vielen angenehmer ist und entsprechend angenommen wird.

    Zitat Zitat von schmadde Beitrag anzeigen
    Doch, das Konzept funktioniert ganz hervorragend, wenn man es richtig macht. Auf meinem Arbeitsweg in München gibts so einen Strassenzug mit Fahrradstraßen, der alle paar hundert Meter nur für Fußgänger und Radfahrer durchlässig ist, für Autos ist er jeweilsSackgasse - deshalb funktioniert er auch nicht als Schleichweg für die parallelen Hauptstrassen - aber Anwohner können trotzdem mit dem Auto vors Haus. Da ohne Ampeln lässt er sich zügig und stressfrei befahren - viel besser und schneller als die parallel verlaufende B11 . Ich kann gerne mal ein Video von meinem Arbeitsweg mit dem Abschnitt zeigen.
    Das ist wirklich ein interessanter Aspekt im Thema Radverkehrsplanung und Anwohnerverkehr!
    .

  12. #132
    martinek1977 Gast
    Zitat Zitat von schmadde Beitrag anzeigen
    Doch, das Konzept funktioniert ganz hervorragend, wenn man es richtig macht. Auf meinem Arbeitsweg in München gibts so einen Strassenzug mit Fahrradstraßen, der alle paar hundert Meter nur für Fußgänger und Radfahrer durchlässig ist, für Autos ist er jeweilsSackgasse - deshalb funktioniert er auch nicht als Schleichweg für die parallelen Hauptstrassen - aber Anwohner können trotzdem mit dem Auto vors Haus. Da ohne Ampeln lässt er sich zügig und stressfrei befahren - viel besser und schneller als die parallel verlaufende B11 . Ich kann gerne mal ein Video von meinem Arbeitsweg mit dem Abschnitt zeigen.
    Würde mich mal interessieren. Ich kann mir gerade bildlich nichts darunter vorstellen. Was heißt Sackgasse ? Steht da am Ende ein Boller, für den nur Anwohner einen Schlüssel haben oder wie läuft das ?

  13. #133
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    Zitat Zitat von martinek1977 Beitrag anzeigen
    Würde mich mal interessieren. Ich kann mir gerade bildlich nichts darunter vorstellen. Was heißt Sackgasse ? Steht da am Ende ein Boller, für den nur Anwohner einen Schlüssel haben oder wie läuft das ?
    Ich muss mal sehen, wo ich das Video hochladen kann, kenn mich da gar nicht aus. Bei Youtube braucht man offenbar mittlerweile nen google+ Account, möcht ich eigentlich nicht haben.

    Was die Sackgasse betrifft: da ist halt die Strasse zu ende und geht ein paar Meter weiter wieder los. Dazwischen ein Stück kombinierter Rad/Fussweg mit Poller in der Mitte. Könnte man aber auch anders machen. So sieht das in der Strasse aus die ich meine:

    https://www.google.de/maps/@48.11143...7i13312!8i6656

  14. #134
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    Zitat Zitat von schmadde Beitrag anzeigen
    und am Anfang steht halt schon die Absicht das als Fahrradverbindung vorzusehen.
    Wenn es so wäre, hätte man sie schon jahrzehnte vor Erfindung des blauen Schildes einrichten können. Dieses Schild ist nichts weiter als ein Marketing-Instrument, und das zeigt, das es bei Fahrradstraßen eben nicht um Radfahrer geht. Wenn es nicht um Radfahrer geht, im positiven Sinne, kann die Absicht nur weitere Ghettoisierung sein, im negativem Sinne. Und tatsächlich zeigen fast sämtliche Fälle, die ich selbst kenne und die im WWW so beschrieben werden, einen Qualitätsmaßstab wie bei "Radwegen". Ich meide sie jedenfalls, schneller oder komfortabler sind sie in keinem Fall.

    Die speziellen Regeln der "Fahrradstraße" haben ja auch Vorteile
    Aha, "auch". Wenn die Dödels da zu zweit, dritt im Opatempo nebennander gurken, dürfen die das. Wenn deswegen der Autofahrer nicht überholen kann, ist es recht so. Mir egal. Nicht aber, das ich fürs Marketing ausgebremst werde, von dem allenfalls jene Dödels was haben, die sich nun, wie auf "Radwegen" völlig gedanken- weil folgenlos im öffentlichen Verkehrsraum bewegen können.

  15. #135
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    Zitat Zitat von dagegen Beitrag anzeigen
    Wenn die Dödels da zu zweit, dritt im Opatempo nebennander gurken, dürfen die das. Wenn deswegen der Autofahrer nicht überholen kann, ist es recht so. Mir egal. Nicht aber, das ich fürs Marketing ausgebremst werde, von dem allenfalls jene Dödels was haben, die sich nun, wie auf "Radwegen" völlig gedanken- weil folgenlos im öffentlichen Verkehrsraum bewegen können.
    Das ist tatsächlich ein ernsthafter Fakt, weswegen ich gerne auf der Fahrbahn fahre und den mitunter übervölkerten Radweg meide - übrigens auch wegen nebeneinander herlaufenden Fußgängern.

    Deshalb sind Radstreifen als Kompromiss gar nicht so schlecht, wenn sie ordentlich gemacht sind.
    .

  16. #136
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    Zitat Zitat von dagegen Beitrag anzeigen
    Marketing-Instrument...Ghettoisierung...Dödels...Opatempo ...
    Dein Nick scheint Programm zu sein
    Ich kann mit so einer Anti-Haltung nichts anfangen. Auch ich bin der Meinung, dass für den Radverkehr viel zu wenig getan wird und das wenige, was dafür getan wird oft kontraproduktiv ist - aber mit markigen Sprüchen und Einfordern von Dingen, die nur für eine Randgruppe wichtig sind kommt man auch nicht weiter. Viel mehr Angst als vor "Marketing-Instrumenten" habe ich vor der neuen Art von Radaktivisten aus dem Umfeld von Stößenreuther & Co, die für Leute wie uns, die einfach nur schnell, sicher und Bequem von A nach B kommen wollen ein neues Schimpfworte erfunden haben, sie nennen uns "vehicular cyclists" und wollen uns auf schnellstem Weg in die 70er Jahre zurückkatapultieren mit Hochbordradwegen und allem Übel was wir endlich zu überwinden geglauben haben.

    Aber zurück zu den Fahrradstraßen: ich hab schon viele gesehen, aber auch die schlechteste war bisher für mich besser befahrbar als parallel verlaufende Hauptverkehrsstrecken mit und ohne Hochbordradweg. Und nebeneinander herfahrende Radfahrer waren für mich noch nie ein Problem zu überholen. Mit vor mir rumeiernden Autos haben ich ein größeres Problem - die lassen sich nämlich nicht so leicht überholen.

    Ich fahre seit über 30 Jahren Fahrrad im Alltag und hatte lange Zeit auf ein Auto verzichtet. Ich fahr allerdings auch nicht nur Training und Arbeitsweg, sondern auch mit Kindern im Anhänger, Lastenrad und eines fährt auch schon selbst. Die Prioritäten von Radfahrern sind teilweise unterschiedlich, man muss halt schon versuchen die alle unter einen Hut zu bringen. Das tät schon gehen, aber ohne Kompromisse vermutlich nicht.

  17. #137
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    aber mit markigen Sprüchen und Einfordern von Dingen, die nur für eine Randgruppe wichtig sind kommt man auch nicht weiter
    Weiter zu was hin? Im Gegensatz zu Dir zum Beispiel oder DJ oder dem ADFC verlange ich von niemandem, einer bewußt undefinierten Gruppe zuliebe sich ausbremsen, durchschütteln, gefährden und erziehen zu lassen, weil man angeblich für sie unbedingt irgendwelche "Infrastruktur" benötigt.

    sie nennen uns "vehicular cyclists"
    Genau, sie nennen diejenigen so, die fordern und jammern.

    und wollen uns auf schnellstem Weg in die 70er Jahre zurückkatapultieren
    Ach, ich dachte, das passiert längst, dank ADFC zum Beispiel, und den forderern und jammerern, deren Wünsche man seit Jahrzehnten erfüllt, nur niemals für Radfahrer brauchbar.

  18. #138
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  19. #139
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    Ich lach mich tot, unsere Bürokratie bringt uns noch buchstäblich zum totalen Stillstand.

    Man muss sich mal die Unverhältnismäßigkeit vor Augen führen:

    In der Todesursachenstatistik des Jahres 2014 werden 22.717 Unfalltote ausgewiesen. Das heißt, etwa 0,03 % der gesamten Wohnbevölkerung erlitten 2014 einen tödlichen Unfall. Aus den vorliegenden Statistiken ist klar, dass es

    971 Todesopfer durch Arbeitsunfälle gegeben hat, wovon 465 auf den Bereich Verkehr entfielen.
    42 Todesopfer durch Schulunfälle gegeben hat, wovon 33 auf den Bereich Verkehr entfielen.
    insgesamt 3.581 Todesopfer durch Verkehrsunfälle (inkl. Arbeit und Schule) gegeben hat, und es
    9.044 Todesopfer durch Unfälle im Hausbereich gegeben hat.

    Daraus lässt sich ableiten, dass 9.577 Unfalltote bei anderen Aktivitäten - vornehmlich in der Freizeit - umgekommen sind.
    http://www.baua.de/de/Informationen-...geschehen.html

    Wie groß ist es die Wahrscheinlichkeit eines Radfahreres ausgerechnet dort durch einen Chemieunfall zu Tode zu kommen?

    Ein ständig dort arbeitender Werktätigter hat schon eine 10-fach größere Wahrscheinlichkeit tödlich zu Hause z.B. von der Leiter zu fallen.

    Und nun reduziert sich das für ein vorbeifahrenden Radfahrer im Verhältnis zur Arbeitszeit zur "Vorbeifahrzeit" noch mal um den Faktor 1000 ..
    Geändert von big-foot (26.01.2017 um 10:18 Uhr)
    Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen. (A. Strindberg)

  20. #140
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    Das Bild gibt den derzeitigen Nutzungsgrad treffend wieder.
    Die Stadt Essen hat es ja nicht mal geschafft, den bestehenden Weg auf ihrem Stadtgebiet vollständig zu asphaltieren. Den Ausbau wie auf dem Bild gezeigt, gibt es nur in Mülheim (aber vielleicht war das auch das Werk von "Umweltschützern").
    Auf die Anbindung nach Duisburg bin ich gespannt. Die würde ich auch ab und zu benutzen wollen.
    Geändert von Kürzer (26.01.2017 um 11:28 Uhr)

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