Ergebnis 1 bis 16 von 16
  1. #1
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    Ist es eigentlich nicht sinnlos...

    auf der Nichtantriebsseite eines Hr-Laufrades, also links, radial zu speichen??? Das Drehmoment wird doch über den Nabenkörper auf die Speichen übertragen oder?? Also auch links... warum dann radial?? Oder verstehe ich was falsch?

  2. #2
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    Zitat Zitat von Bergziege
    auf der Nichtantriebsseite eines Hr-Laufrades, also links, radial zu speichen??? Das Drehmoment wird doch über den Nabenkörper auf die Speichen übertragen oder?? Also auch links... warum dann radial?? Oder verstehe ich was falsch?
    es gibt ja sogar räder deren ANTRIEBSSEITE radial gespeicht ist. ksrium ssc sl zum bleistift.
    Fort

    "Ein Mann, der in der Lage ist einen großen Gang über eine längere Distanz zu bewegen"

  3. #3
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    das ist mir schon bekannt, allerdings hab ich irgendwo gelesen, dass das drehmoment auf die linke seite übertragen wird. doch wie soll sowas gehen, wenn das ganze über den nabenkörper läuft??? das bekommt doch die rechte seite die gleiche kraft ab oder?

  4. #4
    AndreasIllesch Gast
    Zitat Zitat von Bergziege
    Das Drehmoment wird doch über den Nabenkörper auf die Speichen übertragen oder??
    nicht über den nabenmittelteil, sondern von der felge aus nach rechts und links, wenn rechts gekreuzt ist.

    aber sonst hast du recht, auch die linke seite kann zur drehmomentaufnahme herangezogen werden, wenn man links kreuzt.
    allerdings kommt links nur ein kleiner teil an wegen der asymmetrie des hinterrades.
    das verhältnis der speichenbelastungen durch das drehmoment rechts/links ist gleich den flanschabständen zur nabenmitte (felgenebene) rechts/links, wenn beide seiten gekreuzt sind.
    Geändert von Gandalf (07.12.2004 um 01:06 Uhr)

  5. #5
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    Aus Gerd Schraner (DT Laufradprofi)- die Kunst des Laufradbaus, S.56-57:
    "Kompetente Laufradbauer speichen nur am felgengebremsten Vorderrad radial ein, weil da im Gegensatz zum Hinterrad kein Drehmoment zu übertragen ist und demzufolge auch keine Torsion stattfindet....
    Die Vorteile des radialen Einspeichens sind gering. Einzig der Aspekt der rotierenden Laufräder ist faszinierend. Eine aerodynamische Verbesserung wird nicht erreicht... Auch die durch das radiale einspeichen verkürzten Speichen bringen nur unbedeutende Gewichtsersparnis."... S.58:"...Bei der radialen Einspeichung tendieren die Speichen bei jeder torsionalen Belastung stets dazu, sich tangential zum Nabenflansch auszurichten. Durch stetig wechselnde Belatungen führt die zur Unruhe im Speichengeüst. Als Folge brechen Speichen oder lösen sich die Nippel. Aus diesem Grund soll die radiale Einspeichung am scheibengebremsten Vorderrad und am Hinterrad, sei es scheiben- oder felgengebremst, nicht eingesetzt werden. Trotz dieser Tatsache speichen einige renommierte Produzenten von Systemlaufrädern am Hinterrad radial ein. Sie liegen aber nur dann richtig, wenn sie mit hohen V-Profilfelgen operieren. Diese erlauben hohe Speichenvorspannungen bis zu 2000 N. Damit verhindern sie weitgehend, das sich die radialen Speichen unter Torsion tangential ausrichten..."

  6. #6
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    ich hatte mal inferno laufräder, die waren links gekreuzt und rechts radial! ich weiß die modellbezeichnung nicht mehr. ich habe sie damals verkauft, da ich mich, weil sie sich nicht durchsetzten, um die ersatzteilversorgung gesorgt habe. die hatten eigenartig in den nabenflansch eingehängte speichen, die am ende "s"-förmig waren. wegen schlechten fahrverhaltens habe ich sie mit sicherheit nicht hergegeben. die waren richtig gut, hatten tollen antritt, und waren vor allem wegen recht vieler messerspeichen (36) sehr aerodynamisch. riesen unterschied zu meinen klassisch eingespeichten. infos gab es mal unter: endurasport.de
    diese räder wurden mal in der tour für ziemlich gut befunden, sie beschrieben damals die aerodynamik mit der von scheiben vergleichbar,ohne probleme bei seitenwind. die bezeichnung weiß ich nicht mehr. ich ärgere mich heute über den verkauf, da sie auch toll aussahen.

  7. #7
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  8. #8
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  9. #9
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    Zitat Zitat von Fluxkompensator
    Anscheinend ist bis an Gott Schraners Ohren noch nicht vorgedrungen, dass (ansonsten identische) radial gespeichte Laufräder etwa 25-50% seitensteifer sind...


    Fluxi, der seit 1990 an felgengebremsten Vorderrädern nichts anderes fährt als radial.
    Was zu beweisen wäre.
    Smoliks hier (http://www.smolik-velotech.de/laufra...l-Einspeichung) geschilderter Aussagen sind sehr subjektiv. Auf der Eurobike vor einigen Jahren (glaube bei Sapim oder DT), gab es sehr Interessante Versuchsanordungen zum Thema Stabilität und Kraftübertagung am Laufrad, welche um einiges glaubwürdiger waren/sind, als Smoliks Aussagen. Die Versuche und Ergebnisse ich auch schon mal im Internet gefunden, reiche die Seite gerne nach, wenn ich Sie finde.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Fluxkompensator
    Anscheinend ist bis an Gott Schraners Ohren noch nicht vorgedrungen, dass (ansonsten identische) radial gespeichte Laufräder etwa 25-50% seitensteifer sind...
    Die Zahlen bezweifle ich aber GANZ EXTREM! Wer hat sich das ausgedacht? Gemessen ist das jedenfalls nicht.

    Der Unterschied in der Steifigkeit ergibt sich durch die kürzere Speichenlänge (längere Speiche dehnt sich unter Krafteinwirkung stärker), aber die Speichen sind nicht so viel kürzer. Dickere, weniger flexible Speichen, bringen da mehr.

  11. #11
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  12. #12
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    Der Vorteil dieses Muster (rechts radial, links gekreuzt) ist der, dass das Links-Rechts Ungleichgewicht der Speichenspannungen geringer ist, als auf beiden Seiten gekreuzt und natürlich erst recht links radial. Außerdem werden die rechten Speichen nicht auch noch zusätzlich durch den Antreib gestresst, der Nabenkörper bekommt natürlich etwas mehr zu tun.

    Bei rechts gekreuzt, links radial ist der Stress für die rechten Speichen dagegen die Hölle: Zum einen müssen sie viel stärker gespannt sein als ihre linken Genossen, die es radial zudem noch etwas "entspannter" angehen lassen können, und dann bekommen sie noch den wummernde Tritt zu spüren.

  13. #13
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    über 2000??? alter schwede...

  14. #14
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    Zitat Zitat von Fluxkompensator
    Das schöne an den dargestellten Einspeich-Philosophien ist, dass es für jede Philosophie eine Gegenphilosophie gibt. Der Eine sagt 'hohe Flansche', der Andere 'Niedrige', der eine 'weiter Flanschabstand', der andere 'Geringer', der Eine 'rechts radial', der Andere 'links' und wieder andere sagen, es knackt, wenn nur eine Seite radial gespeicht wird. Dann noch die Fronten 'Fett' vs. 'Leinöl' vs. 'Loctite' vs. 'Spokefreeze' ...

    Und jeder hat irgendwie Recht - echt geil, oder?


    Fluxi, der zu seiner aktiven Zeit >2000 Laufräder gebaut hat.
    Und jetzt Rentner oder was?

  15. #15
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    Zitat Zitat von Windfänger
    Der Vorteil dieses Muster (rechts radial, links gekreuzt) ist der, dass das Links-Rechts Ungleichgewicht der Speichenspannungen geringer ist, als auf beiden Seiten gekreuzt und natürlich erst recht links radial. Außerdem werden die rechten Speichen nicht auch noch zusätzlich durch den Antreib gestresst, der Nabenkörper bekommt natürlich etwas mehr zu tun.

    Bei rechts gekreuzt, links radial ist der Stress für die rechten Speichen dagegen die Hölle: Zum einen müssen sie viel stärker gespannt sein als ihre linken Genossen, die es radial zudem noch etwas "entspannter" angehen lassen können, und dann bekommen sie noch den wummernde Tritt zu spüren.
    Das Einspeichmuster ist aber doch totaler Blödsinn, oder!? Nur weil ich die rechte Seite radial einspeiche und diese Art der Einspeichung die Antriebskräfte nicht so gut übertragen kann, heisst das doch noch lange nicht, dass die Antriebskräfte auf der rechten Seite nicht auftreten. Das Ergebnis ist ein träges Laufrad und sonst nix. Auch wenn Smolik sich daraus Vorteile verspricht, wage ich dies anzuzweifeln.

  16. #16
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    Zitat Zitat von Fluxkompensator

    Und seit '95 tatsächlich in Rente.
    und endlich zeit zum fahren

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