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  1. #21
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    Zitat Zitat von Grifoncino Beitrag anzeigen
    @Rolf1 darf ich fragen welches Gewicht du mitbringst?

    Hallo,

    morgens netto (nach der Toilette) wiege ich zwischen 72,5 und 74kg. Daher traue ich mich nicht an Laufräder mit noch weniger Speichen.

    Ciao Rolf

  2. #22
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    Cool, danke. Erstaunlich was das Material trotz deiner Gewichtoptimierung mitmacht. 👍👌

  3. #23
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    Zitat Zitat von Grifoncino Beitrag anzeigen
    Cool, danke. Erstaunlich was das Material trotz deiner Gewichtoptimierung mitmacht. 👍👌
    Finde ich jetzt gar nicht so erstaunlich.
    Wenn man die Beiträge von Rolf1 schon lange gelesen hat so stellt man fest dass er weiss was er tut und wie er es tut.
    Ist sicherlich grenzwertiges Ausloten des Machbaren, dabei aber Leichtbau par excellence.

    Erstaunlicher hingegen scheint mir diese Verhaftung am Modetrend "schwarze Felgenflanke", die der TE als Maßgabe vorgegeben hat.
    Bringt nix außer einer bestimmten Optik, ohne die man jahrzehnte lang gut lebte. Nun muss es -aller technischen Nachteile zum Trotz- plötzlich immer und überall die schwarze Flanke sein, auch bei Alu.

  4. #24
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    Zitat Zitat von Grifoncino Beitrag anzeigen
    Cool, danke. Erstaunlich was das Material trotz deiner Gewichtoptimierung mitmacht. ����
    Hallo,

    Felgen werden aus Strangpressprofilen hergestellt. Da sind gewisse Mindestwanddicken erforderlich, die aber höher sind als man benötigt, um den Innendruck zu ertragen. Daher kann man folglich im Felgengrund (und nur dort !!) noch was reduzieren. Die Kunst besteht nur darin, dass das sehr gleichmäßig erfolgen muss. Wenn man an einer Stelle nur ein wenig zu tief schleift, dann ist die Felge hin.

    Bei den Speichen ist der gefährdete Bereich der Speichenbogen, u.U. auch das Gewinde. Dort darf (und kann) man nichts abschleifen. Im Schaftbereich ist die Festigkeit meist deutlich höher und daher reissen Speichen dort nur dann, wenn zufällig mal ein Materialfehler vorliegt. Da geht also Einiges! Natürlich könnte man sich das sparen, wenn man in Deutschland die Pillar xtra lite Ti (zu einem vernünftigen Preis) bekäme. Aber davon träumen vermutlich noch mehr Leichtbaufreaks…

    Ciao Rolf

    P.S:
    Mir sind schon Speichen vom Typ Sapim CX-Super ein kleines Stück hinter dem Speichenbogen an der Stempelung mit dem Herstellernamen gerissen. Da ha die Stempelung als Kerbe und Rissstarter gewirkt. Ich habe die Stempelung "mit Zahnarztwerkzeug" ausgeschliffen, die Speiche war danach ca 0,1mm dünner aber hat dann gehalten = angewandte Werkstofftechnik!
    Geändert von Rolf1 (12.08.2018 um 21:08 Uhr)

  5. #25
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    Zitat Zitat von Rolf1 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    das ist ein wenig tricky, weil ich Felgen und Speichen tunen (d.h. beschleifen) muss, um dieses Gewicht zu erreichen. Ich wollte damit auch nur ausdrücken, dass man vollkommen problemlos mit Serienteilen unter 1300g, mit gutem Willen sogar unter 1200g kommt. Handveredelt knackt man sogar die 1100g-Grenze.

    Wer sich nicht die Arbeit machen kann oder will, dem empfehle ich folgende Materialzusammenstellung:
    - Felgen mit 370 - 380g (da gibt es einige, z.B. KinLin XR200, AM Classic RD2218)
    - 24 /28 Speichen Sapim Super CX-Ray (ca 4,5g incl. Alunippel)
    - Naben Extralite (48g vorne, 137g hinten). Seitdem die Hinterradnabe kein Gleitlager für den Freilauf mehr hat, läuft sie mittlerweile über Jahre wartungsfrei.

    Das ergibt z.B. 2*380 + 48 + 137 +52*4,5 = 1179g

    Wer mag, kann hinten rechts normale Sapim CX-Ray nehmen, die etwas dicker und ca. 0,6g schwerer sind (+14 * 0,6 = 8,4g). Es ist also mühelos möglich, mit Serienteilen unter 1200g zu kommen. Man hat aber leider nur eine geringe Anzahl Felgen zur Auswahl. Wer unbedingt breite Felgen haben will, der sucht vergeblich. Meine KinLin haben nur eine Maulweite von 13,5mm.
    Ich bin von 370g Felgen (KinLIn XR200) ausgegangen, habe sie im Felgenbett um ca 0,3mm abgeschliffen und verwende hinten Sapim CX-Super (abgeschliffen links auf 3,45g bzw. rechts 3,9g) und vorne Titanspeichen von Pillar (abgeschliffen auf ca 3,15g) und Alunippel (ca. 0,35g). Das ist aber richtig Arbeit und man sollte wissen, was man da tut! Ohne tiefes werkstofftechnisches Grundlagenwissen kann ich so eine Lösung (die bei mir seit Jahren störungsfrei funktioniert) nicht weiterempfehlen.

    Ciao Rolf

    P.S.
    Mit Carbonfelgen von 77Composites (750€ !, 290g) wären (zu einem stolzen Preis) sogar weniger als 1000g möglich.
    Was mich mal interessieren würde, gibt es zu der 77Composites 25C auch Erfahrungswerte, gibt es die Firma überhaupt noch? Die Internetseite ist nicht zu erreichen und die angegebene Telefonnummer ist auch nicht bekannt.

  6. #26
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    Zitat Zitat von corrado11 Beitrag anzeigen
    Was mich mal interessieren würde, gibt es zu der 77Composites 25C auch Erfahrungswerte, gibt es die Firma überhaupt noch? Die Internetseite ist nicht zu erreichen und die angegebene Telefonnummer ist auch nicht bekannt.
    Gibts schon. Aber ggf könnte das ein Hinweis darauf sein, was Du als Support zu erwarten hast. :-D Ich kenne Leute, die haben das ne Weile gekauft und verbaut und tun das deshalb nicht mehr.

    Radsport Müller verkauft die glaube ich noch.

    https://bikemarkt.mtb-news.de/articl...8g-28-clincher

  7. #27
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    Schwarze Aluflanke sorgt doch fast immer für Ärger. Entweder weil sie nicht schwarz bleibt, oder weil sie Beläge frisst im Eiltempo oder weil sie beim Bremsen rumkreischt.

    Wenn schon ein leichter CFK Satz da ist, warum dann kein normaler Alusatz? Da hat man die frei Wahl und kann günstig und mit Auswahl Sätze um 1,3 kg bauen/bauen lassen.

  8. #28
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    Zitat Zitat von corrado11 Beitrag anzeigen
    Was mich mal interessieren würde, gibt es zu der 77Composites 25C auch Erfahrungswerte, gibt es die Firma überhaupt noch? Die Internetseite ist nicht zu erreichen und die angegebene Telefonnummer ist auch nicht bekannt.
    Hallo,

    soweit ich mich erinnere hat hier im Forum ein Laufradbauer mal berichtet, dass er diese Felgen verarbeitet hat und sein Kunde sie bei einer größeren Abfahrt in kürzester Zeit ruiniert hat (Delaminationen). Das ist leider ein prinzipieller Nachteil aller Clincherfelgen aus Carbon. Ich schätze, die Renaissance der Schlauchreifen beruht wesentlich darauf, dass die Leute Carbonfelgen wollen, diese aber schlecht mit Clincherreifen harmonieren, während die Beanspruchung bei Felgen für Schlauchreifen komplett anders ist.

    Ich habe auch schon über die Felgen von 77Composites nachgedacht und sie sofort abgehakt, als ich sah, dass dabei die Nippel in der Felge sind. Ultraleichte Laufräder haben so ihre Eigenheiten. Wenn doch mal eine Speiche reisst oder man in ein Schlagloch fährt und einen Achter hat, dann ist es nicht verkehrt, wenn man den Schaden zumindest vorläufig mit einem Speichenschlüssel beheben und noch nach Hause fahren kann. Wenn dazu aber sowohl Reifen als auch Felgenband (bei mir eine Lage Tesa mit dünnen Aluplättchen auf jedem Loch) entfernt werden müssen, dann ist das schlicht ein NoGo.

    Ciao Rolf

  9. #29
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    Danke noch mal an alle.

  10. #30
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    Zitat Zitat von Rolf1 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    soweit ich mich erinnere hat hier im Forum ein Laufradbauer mal berichtet, dass er diese Felgen verarbeitet hat und sein Kunde sie bei einer größeren Abfahrt in kürzester Zeit ruiniert hat (Delaminationen). Das ist leider ein prinzipieller Nachteil aller Clincherfelgen aus Carbon. Ich schätze, die Renaissance der Schlauchreifen beruht wesentlich darauf, dass die Leute Carbonfelgen wollen, diese aber schlecht mit Clincherreifen harmonieren, während die Beanspruchung bei Felgen für Schlauchreifen komplett anders ist.

    Ich habe auch schon über die Felgen von 77Composites nachgedacht und sie sofort abgehakt, als ich sah, dass dabei die Nippel in der Felge sind. Ultraleichte Laufräder haben so ihre Eigenheiten. Wenn doch mal eine Speiche reisst oder man in ein Schlagloch fährt und einen Achter hat, dann ist es nicht verkehrt, wenn man den Schaden zumindest vorläufig mit einem Speichenschlüssel beheben und noch nach Hause fahren kann. Wenn dazu aber sowohl Reifen als auch Felgenband (bei mir eine Lage Tesa mit dünnen Aluplättchen auf jedem Loch) entfernt werden müssen, dann ist das schlicht ein NoGo.

    Ciao Rolf
    Das war hier: https://blog.cycling-adventures.org/...r-laufradsatz/

    Ansonsten findet man nicht viel zu den Felgen. Das Fehlerbild hatte ich aber auch bei Giant SLR-0 Climbing Felgen, die haben auch keine spezielle Bremsflanke. Ein prinzipielles Problem von Carbon Clinchern ist es aber auf jeden Fall nicht - aktuelle Felgen von Zipp, Campa/Fulcrum, Enve, Bontrager usw. sind da unauffällig.

    Tune verbaut die R41C in den Airways Disc, da kann man dann nicht viel falsch machen.

    Innenliegende Speichennippel finde ich persönlich schöner. Gerissene Speichen oder Achter die bei offener Bremse nicht gefahren werden können, hatte ich zum Glück noch nie. Und entweder ein Satz steht wie eine Eins und man muss nie was machen oder alle paar Tausend Kilometer. Da zeigt sich dann die Aufbauqualität...

  11. #31
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    Ist halt ganz klar ein Gewichtsbereich, in dem Leichtigkeit auf Kosten von Steifigkeit, Solidität und Haltbarkeit erkauft wird.
    Wenn irgend ein Teil erheblich leichter ist als vergleichbare Produkte in der Spitze des Marktes, kann man schonmal misstrauisch werden - zaubern kann schließlich keiner.
    Wenn gute, solide Carbonclincher der Marktführer immer zwischen 1300-400gr wiegen und dann ein Satz plötzlich bei 980gr liegen soll...ja irgendwo her muss es halt kommen, bzw. fehlen...

  12. #32
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    "In die Naben fädelten wir Speichen(1,8/1,45mm) ein und verbandelten sie mit einer 270 Gramm Ergal-Felge von Fiamme. Mit 32 Loch auch für ein Leichtvelo eine durchaus seriöse Angelegenheit." (Smolik, gekürzt)

  13. #33
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    Zitat Zitat von Beaver Beitrag anzeigen
    Das war hier: https://blog.cycling-adventures.org/...r-laufradsatz/

    Innenliegende Speichennippel finde ich persönlich schöner. Gerissene Speichen oder Achter die bei offener Bremse nicht gefahren werden können, hatte ich zum Glück noch nie. Und entweder ein Satz steht wie eine Eins und man muss nie was machen oder alle paar Tausend Kilometer. Da zeigt sich dann die Aufbauqualität...
    Hallo,

    genau, das war der in dem Artikel beschriebene Laufradsatz.

    Was die innenliegenden Nippel betrifft:
    Ich betreibe konsequenten Leichtbau. Es käme mir nie in den Sinn, so teure Carbonfelgen zu verwenden, wenn der Laufradsatz damit 1090g wiegt. Meiner wiegt mit Alufelgen 1099g und da fallen alle die Kümmernisse von Carbonfelgen weg. Ich hätte bestenfalls die noch leichteren 25mm hohen Felgen von 77Composites verwendet, wenn sie keine innenliegenden Nippel hätten. Das mag aerodynamisch besser sein und auch besser aussehen, rein technisch hat das leider nur Nachteile. Da rede ich nicht von den Problemen beim Aufbau der Laufräder sondern ausschließlich vom Betrieb. Bei Ultraleichtspeichen reisst gelegentlich mal eine. Dann sollte man tunlichst in der Lage sein, mittels Speichenschlüssel den entstandenen Achter so weit zu beheben, dass man noch nach Hause fahren kann. Dazu muss man dann aber Reifen, Schläuche und Felgenband demontieren. Das ist für mich ein NoGo.
    Insbesondere die im oben beschriebenen Laufradsatz verwendeten Sapim CX-Super haben die unangenehme Eigenschaft, dass sie wie alle Speichen von Sapim auf dem kurzen zylindrischen Abschnitt zwischen Speichenbogen und abgeplattetem Schaft gestempelt sind. Bei dem normalen 2mm Durchmesser der CX-Ray macht das überhaupt nichts. Aber bei den 1,8mm dicken Speichen führt die Kerbwirkung der Stempelung reproduzierbar zu Schäden. Das ist uraltes Wissen der Werkstoffkunde, das hier sträflich vernachlässigt wurde. Wären die Felgen nicht delaminiert, wären vielleicht ein wenig später Speichen gerissen. Wie ich schon geschrieben habe: Bei mir halten die CX-Super nur dann, wenn ich die Stempelung ausschleife. Merkwürdigerweise habe ich auch einen Satz CX-Super ohne Stempelung und der hält natürlich auch.

    Ciao Rolf

  14. #34
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    Zitat Zitat von Pensionär Beitrag anzeigen
    "In die Naben fädelten wir Speichen(1,8/1,45mm) ein und verbandelten sie mit einer 270 Gramm Ergal-Felge von Fiamme. Mit 32 Loch auch für ein Leichtvelo eine durchaus seriöse Angelegenheit." (Smolik, gekürzt)
    Hallo,

    na logo, genau diese Felgen hatte ich auch mal! Und die waren sogar doppelt geöst und haben mehrere Jahre lang gehalten. Nach ein paar Jahren bekamen sie allerdings Risse an den Speichenlöchern. Mich hat das nie gestört, weil das waren preiswerte Teile, die ich gewissermaßen als Verbrauchsmaterial angesehen habe. Heute beschweren sich die Leute, wenn die Teile nicht ewig halten
    Folge:
    Es war einmal! Die leichtesten Alufelgen für Schlauchreifen, die man heute noch kaufen kann, wiegen weit über 300g, die leichtesten Clincherfelgen aus Alu sind nur unwesentlich schwerer. Die ultraleichten Magnesiumfelgen von Nisi (230g) gibt es bereits seit Jahrzehnten nicht mehr.

    Ciao Rolf

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