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  1. #101
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    Zitat Zitat von rumplex Beitrag anzeigen
    Ich hätte so einige Tonnen CO2 als Ablass zu vertickern.

    Zur Frage: Ich sehe nicht, dass der "klassische" Urlaubsflieger das große Problem ist. Sehr viel mehr Geschäftsreisen oder die immer beliebteren Städetreisen übers WE (ist ja auch ganz geil, wenn man mal schnell für 30 Euro nach Rom, Florenz o.ä. kann).

    Eine Familie, die 1-2 mal nach Malle fliegt, ist sicher nicht die große "Umweltsau". Und das sollte man ihnen auch lassen, finde ich. Denn wie von Sondermann beschrieben: Ein Malle-Urlaub ist meist sogar preiswerter als der nachhaltige Urlaub in der näheren Umgebung. Sonst wirds sozial noch schiefer, als es eigentlich schon ist.

    Trainingslager, mei, muss Jeder für sich selbst klar machen. Erfahrungsgemäß geht das - wie auch von HYE beschrieben - auch in der Nähe. Hinzu kommt der Klimawandel. Wenn das wie dieses Jahr Gewohnheit wird, immerhin hatten wir schon ab April faktisch Sommer, braucht man nicht mal mehr mit dem Zug nach Meran. Aber auch der Flug nach Malle ist hier sicher nicht der treibende Faktor.... sondern doch eher das restliche Lebensverhalten.
    Geb ich Dir 100%ig recht, bei den Privat- und Geschäftsreisen könnte man zum Beispiel schon mal komplett auf innerdeutsche Flüge verzichten.

    Die einmalige Urlaubsreise sehe ich auch nicht als Problem, nur die Billigfliegerei verführt leider doch viel aufgeklärte Menschen dazu, mehrmals im Jahr zu fliegen und das muss meines Erachtens viel stärker ins Bewusstsein gebracht werden.

    wie zum Beispiel hier:


    Ein Flug auf die Kanaren ist so schädlich wie ein Jahr Auto fahren

    Grundsätzlich gilt: Je seltener wir fliegen, desto besser. Vor allem beim Start und bei der Landung entstehen die meisten Emissionen. Katja Scherer wendet zwei Faustregeln an, um nachhaltig zu reisen. Sie stellt sich zum einen die grundsätzliche Frage: Brauche ich den Flug wirklich? Und sagt: Wer surfen möchte, kann zwar zum Urlaubsort fliegen, es gibt aber auch Ziele, die per Auto erreichbar sind.


    Außerdem versucht sie bei ihren Reisen eine Mischung aus Exotik und Umweltschutz zu finden. Beispielsweise kann man einen Deal mit sich selbst machen und sagen: Eine Fernreise pro Jahr ist okay, also fliege ich im Sommer zwei Wochen weg. Die anderen Urlaubstage können wir dann für Ziele verwenden, die wir auch ohne ein Flugzeug gut erreichen können: eine Radtour nach Holland machen oder zum Wandern nach Österreich fahren
    https://www.deutschlandfunknova.de/b...hr-auto-fahren
    Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen. (A. Strindberg)

  2. #102
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    Zitat Zitat von seankelly Beitrag anzeigen
    Wenn Nachhaltigkeit bedeutet, den Globus bis in alle Ewigkeit wie Peter Lustigs Kleingarten aussehen zu lassen, ist das natürlich Unsinn.
    Sehe ich auch so. Irgendwo und irgendwann wird es zu einer Umweltkatastrophe kommen und dann ist es besser entsprechende Technologie zur Eindämmung zu haben...
    Chancen multiplizieren sich, wenn man sie ergreift. Sunzi(um 500 v. Chr.) https://www.strava.com/athletes/22478346

  3. #103
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    Zitat Zitat von om57ifyn Beitrag anzeigen
    also lass ichs lieber ... der Lieblingssatz für Leute, die keine Argumente mehr haben
    Mitnichten! Ich wollte nur nicht zu sehr off topic driften.
    Oops, I did it again

  4. #104
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    Zitat Zitat von big-foot Beitrag anzeigen
    . und handelt vor allem viel schneller als wir:



    https://www.dw.com/de/erneuerbare-en...lle/a-42291799
    Dann könnte man sagen: Diktatur hat ja doch was Gutes!
    Oops, I did it again

  5. #105
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    Hallo,

    Leider habe ich mir nicht den ganzen Thread durchgelesen, also verzeiht, falls die Antwort schon irgendwo steht: Woher aus D kommst du?

    Als ich noch ambitioniert Rad gefahren bin, sind wir in der zweiten Märzwoche immer nach Cesenatico gefahren. Das waren von Wien ca. 7 Stunden mit dem Auto. Da wir immer eine Fahrgemeinschaft hatten, war das für uns vor allem montär die beste Lösung.

    Nächste größere Stadt, die mit dem (Nacht-)zug erreichbar ist, ist Bologna (auch von München aus): https://www.nightjet.com/reiseziele/...n/bologna.html - wie man von dort die Weiterfahrt organisiert, müsste man schauen.

    Ich kann sagen, dass ich in vielen Jahren nur einmal eine wirklich schlechte Woche erlebt habe, in der Regel war es so, dass wir zum Abschluss der Woche in kurzen Hosen unser Bierchen in San Marino genießen konnten. Italien hat halt den Vorteil, dass es (immer noch) ein Radsportland ist. Das Gesamtpaket aus Wetter, Infrastruktur, ... ist natürlich auf Mallorca besser, aber gerade die Emilia Romagna steht dem nicht viel hinterher.

    LG
    Wolfgang

  6. #106
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    Zitat Zitat von seankelly Beitrag anzeigen
    Doch, wenns alle machen würden schon.
    Genau, das wollte ich damit sagen.

    Zitat Zitat von Dave reloaded Beitrag anzeigen
    Na dann erzähl mal was deiner Meinung nach die Ursache von Umweltzerstörung, Ausbeutung usw. ist und wer dies verursacht wenn nicht wir alle zusammen mit unserem Verhalten?
    S.o.

    Zitat Zitat von marvin Beitrag anzeigen
    Bingo. Dein Username ist klug gewählt.
    Und genau so denkt der grösste Teil der Weltbevölkerung.
    Und genau deswegen fährt der ganze Laden auch gegen die Wand.

    Macht's gut und danke für den Fisch.
    Sorry, das verstehe ich nicht.

  7. #107
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    Zum Thema China fällt mir einiges ein...

    1997 bin ich mal da gewesen (als ich mir Fernreisen noch leisten konnte), als ich da ankam war ich schockiert über den der Zustand der Landschaft. Verdreckte Flüsse, Smog in den Städten, und das, obwohl der Autoverkehr da erst aufkam. Aber - was sollten wir verurteilen, dass die Chinesen vom Fahrrad aufs Auto umsteigen, wenn doch auch bei uns fast jeder Meter mit dem Auto zurückgelegt wurde. Inzwischen hat China, was den Lebensstandard angeht, auf die westliche Welt stark aufgeholt. Die tun jetzt das, was Europa und die USA schon seit Jahrzehnten gemacht haben, nämlich von den Ressourcen anderer zu leben. Die Chinesen kaufen sich gerade massiv in Afrika ein, um sich den Zugang zu Rohstoffen zu sichern.

    Bei mir in der Umgebung hat ein Aldi zugemacht, eingezogen ist da jetzt einer dieser Billigramschläden, die das ganze billig hergestellte Zeug aus China verkauft. Die Leute schleppen da Zeug raus, in Riesenmengen, das sicher zum Großteil nach einem halben Jahr wieder auf dem Müll landet. Kostet ja fast nichts.
    Jetzt ist gerade wieder ein neues iPhone rausgekommen, komplett hergestellt in China. Wahrscheinlich wird es wieder gekauft wie verrückt, es muss ja jedes Jahr ein Neues her.

    So, und nun werfen wir den Chinesen vor, dass sie Fabriken bauen und Energie erzeugen und das alles nicht aus erneuerbaren Energien und voll öko?

    Was ich damit sagen will, wir haben immer noch mit unserem Konsum in der Hand, was in anderen Gegenden der Welt passiert. Sowohl wirtschaftlich, als auch ökologisch.

    Rumplex hat Recht, in den 60er, 70er Jahren war ökologisch gesehen bei uns Vieles wesentlich schlimmer. Aber geändert hat sich das nicht, weil irgendein Politiker der etablierten Parteien plötzlich eine Eingebung hatte, sonder weil so ein paar ökologische Spinner gesagt haben, dass es so nicht weitergehen kann. Sie haben einfach mal damit angefangen, Dinge zu hinterfragen, ob man sie nicht anders machen kann. Jetzt sind die Grünen in einigen Bundesländern zweitstärkste Partei (mir ist natürlich klar, dass das auch noch andere Gründe hat).

    Wie Wolfgang sagte, Mülltrennung ist selbstverständlich geworden, plötzlich braucht man kaum noch Plastiktüten und bio ist salonfähig geworden. Aber wir machen alle Ansätze kaputt, in dem wir immer mehr konsumieren, möglichst billig, aber dafür viel. Egal ob es um Klamotten, Essen oder eben Reisen geht. Und wir müssen nicht nach China gucken. Wenn ich lese, dass der Insektenbestand in Deutschland in den letzten 20 Jahren um eine hohe zweistellige Prozentzahl abgenommen hat, dann findet das hier bei uns statt und nicht bei den „bösen“ Chinesen.

    Ich nehme mich da überhaupt nicht aus, ich bin auch nicht heilig. Aber, da ich aufgrund einer unfreiwilligen Lebensveränderung nicht mehr so viel Geld zur Verfügung habe, stelle ich fest, dass man auch mit weniger glücklich sein kann, es teilweise sogar eine Erleichterung ist, sich zu beschränken.

    Und ich als „Gutmensch“ glaube auch, dass jede Tüte, die ICH einspare oder jeder Kilometer, den ICH nicht mit dem Auto fahre, die Lebenserwartung unseres Planeten ein klein wenig steigern kann. Drei meiner weiteren vier Nachbarn lassen auch meistens das Auto stehen, so sind wir schon zu viert, da kaum Auto fahren. So summiert sich das. Wenn jeder ein kleines bisschen Verzicht übt, ist das schon mehr, als wenn man gar nichts ändern würde.
    Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet
    und erst recht nicht, wie andere es gerne hätten

  8. #108
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    So sehe ich das auch. Schön finde ich auch die Ideen mit den autofreien Sonntagen. Dürften von mir aus gerne 50 im Jahr sein. Ich mache zudem immer gerne Gedankenspiele, wo denn all die Leute in ihren Autos hin müssen und was wäre, wenn sie nicht fahren würden. Da würde ich mir tatsächlich mal eine Studie dazu wünschen. Und warum Güter in Deutschland nicht auf der Schiene transportiert werden können verstehe ich auch nicht. Mit den absurden Flugpreisen brauche ich erst gar nicht anfangen. Bei den meisten Leuten (mich eingeschlossen) braucht es oft ein bisschen Zwang, sonst passiert zu wenig. Da der Zwang von deutschen Politikern nicht zu erwarten ist (sonst gibt es in der Mittagspause im Edelrestaurant, wo man zufällig auch den ein oder anderen Konzernvorstand trifft, einen kleinen Hinweis auf die Millionen an gefährdeten Arbeitsplätzen in D), setzte ich da eine große Hoffnug in die EU. Von dort kommen in letzter Zeit jedenfalls immer wieder venünftige Maßnahmen.

  9. #109
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    Hier ein aktueller Artikel zum Grundsatzthema CO2-Ausstoß: http://m.spiegel.de/wissenschaft/nat...a-1237234.html

    Man sieht, wenn die Politik der Welt sich nicht einigen kann, bewegt sich nichts. Ich glaube, erst wenn die Auswirkungen des Klimawandels mal richtig zu spüren sind, am besten auch finanziell, dann kommt Bewegung rein. Ob es dann zu spät ist, sei mal dahin gestellt.

  10. #110
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    Zitat Zitat von Gosy Beitrag anzeigen
    Solange man nicht an die großen Sachen geht ändert sich nichts... da kann ich gerne die 5kg Plastik sparen ... das sind 10 sek. Wachstum in China. Klar muss man es nicht übertreiben und wer will verzichtet auf die reise aber Sinn sehe ich da keinen.
    Große Sachen?
    Du meins mit Paule mal Rad zu Fahren?

  11. #111
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    Ich fand es immer schon etwas merkwürdig, das leidenschaftliche Radfahrer wohin fliegen, um leidenschaftlich Fahrrad zu fahren.
    Mein Trainingslager findet vor meiner Haustüre statt, mit dem täglichen Ritt zur Arbeit.
    Man braucht halt eine warme Rüstung im Winter. (alte Ritterweisheit)
    Und um bei den Wortspielen zu bleiben...Seinen (Draht)esel sollte der Knappe auch aufrüsten, z.B mit einem Nabendynamo und Schutzblechen.
    Wenns nicht geht, wie man will, muß man tun, wie man kann

  12. #112
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    https://www.br.de/mediathek/podcast/...es-tun/1249219

    Guter Beitrag zu dem Thema.

    Ein paar Beispiele: Besitzer von Niedrigenergiehäusern fliegen häufiger. Leuten, denen man die Möglichkeit gegeben hat, sich eindeutig gegen Rassismus zu positionieren, verhalten sich anschliessend bei einer fiktiven Stellenbesetzung deutlich ablehnender gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund. Aber das beste mMn: Menschen die gerade ein umweltfreundlich hergestelltes Bioprodukt gekauft haben, betrügen hinterher häufiger

    Der Grund ist unser moralisches Bankkonto. Ich wünsch einen guten Flug!

    PS: Bayern2 bester Sender!
    Burned out from exhaustion, buried in the hail, poisoned in the bushes, blown out on the trail

  13. #113
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    Auch gern genommen: auf die großen Probleme verweisen, damit man bei den kleinen nicht handeln braucht.

    😎

  14. #114
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    Zitat Zitat von Cleat Commander Beitrag anzeigen

    PS: Bayern2 bester Sender!
    Jawoll! +1 000 000
    Und das sage ich als Nichtbayer. Bayern2 läuft bei mir den ganzen Tag.

    (ok absolut off topic, musste aber mal gesagt werden)

  15. #115
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    Hallo,

    ich kann die Skrupel des TE gut nachvollziehen. Das Leben ist (mittlerweile) zu kurz für lange Flugreisen und schöne Radreviere liegen quasi vor der Haustür (zumindest vor meiner). Darum mal eiin konstruktives Beispiel:

    https://www.bike-arena.de/Rennrad

    Wer nicht gleich mit dem Rad hinfahren will, ist von Köln oder dem Ruhrgebiet in einer Auto- oder zwei Zugstunden dort. Touren gibt es dutzende. Man kann auf 100 km leicht 1000-2000 hm sammeln und wenn man es richtig anfängt, geht es auch recht verkehrsarm (Saalhauser Berge, Rothaargebirge-Südseite, Hunau, Sorpetal, Homert etc.). In diesem Sommer ein Paradies. In normalen Jahren geht zwischen April und Oktober immer etwas. Tipp für Freunde des Analogen: Kartensatz mit 70 Rennradtouren. Die Karten sind sogar wasserfest und passen genau in die Trikottasche (falls dem Garmin mal wieder der Saft ausgeht).

    Übrigens: nette, verkehrsarme Ecken gibt es auch in der Eifel und im südlichen Bergischen.

    VG
    Woodsia

  16. #116
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    Zitat Zitat von Pedalierer Beitrag anzeigen
    Jaaaaa, endlich mal mit dem Rennrad auf die Autobahhhnnnnn
    Nach Bozen, Verona, Florenz oder zur Gardaseeumrundung mit dem Rad auf der Autobahn super Idee.
    Geändert von Alpenhörnchen (Gestern um 11:14 Uhr)
    Und immer wieder Sölden. „Das Alpha und das Omega des Radfahrens ist der Berg.“ (M. Klonovsky)

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