Ergebnis 1 bis 14 von 14
  1. #1
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    Wahoo Kickr Climb

    Hallo,
    Hat hier jemand den Wahoo Kickr Climb? Ich finde den ja ganz lustig und überlege mir einen anzuschaffen. Allerdings frage ich mich ob das Teil auch längerfristig Spaß/Sinn macht, oder ob sich die anfängliche Begeisterung schnell legt. Wie ist es euch damit gegangen? Was findet ihr nach wie vor positiv am Climb? Oder auch Negativ?
    Danke

  2. #2
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    Wie, was, hat keiner so ein Teil?
    Ist doch lustig. Schaukelpferdchen für Erwachsene.

  3. #3
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    Wenn ich einen kompatiblen Trainer hätte, hätte ich ernsthaft über eine Anschaffung nachgedacht.

  4. #4
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    Ich habe einen Climb und würde ihn wieder kaufen.

  5. #5
    derpuma ist offline Alles ist einfach, bist du einfach gestrickt...
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    Zitat Zitat von Moersracer Beitrag anzeigen
    Ich habe einen Climb und würde ihn wieder kaufen.
    Dann mal toi, toi, toi das sowas nicht passiert:

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    Hab ich jetzt schon ein paar mal lesen müssen. Teils ging das gut aus, teils war es nur schmerzhaft mit blauen Flecken und Gabelschaden. Einmal ging es bis hin zum Abgang über Lenker mit Landung im Laptopständer, gebrochenem Schlüsselbein und Notebook mit Totalschaden. Übel würd ich mal sagen, was mich vor allem wundert, dass hier von Wahoo scheinbar kein Rückruf erfolgt. Oder weiß da jemand näheres?

  6. #6
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    Zitat Zitat von derpuma Beitrag anzeigen
    Dann mal toi, toi, toi das sowas nicht passiert:...
    So viel Realismus brauche ich nicht. Indoor Stürze gehen mir dann doch zu weit. Hoffentlich Einzelfälle.

    Ich hab mir jedenfalls so ein Schaukelpferdchen bestellt. Bilde mir ein, dass der Mehrwert größer ist als bei so vielem anderen im Radsport.

  7. #7
    derpuma ist offline Alles ist einfach, bist du einfach gestrickt...
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    Zitat Zitat von ritzelsalat Beitrag anzeigen
    So viel Realismus brauche ich nicht. Indoor Stürze gehen mir dann doch zu weit. Hoffentlich Einzelfälle.

    Ich hab mir jedenfalls so ein Schaukelpferdchen bestellt. Bilde mir ein, dass der Mehrwert größer ist als bei so vielem anderen im Radsport.
    Wenn der Mehrwert Spaß am Fahren bedeutet und man somit mehr Trainingszeit generieren kann, dann bringt das Teil sicher viel gutes mit sich.

    Das Schaukelpferdchen wird aber meiner Meinung nach insbesondere in punkto besserem Training für spezifisches Bergauffahren massiv überschätzt. Der Climb dreht das System nur mit einen Winkel um einen festen Punkt. Was beim echten Bergfahren jedoch noch hinzukommt, sind die vielen kleinen Beschleunigungen des Rades, die sich in einer schwingenden Vor- und Rückwärtsbewegung des Systems Rad/Fahrer zeigen. Das fehlt in dem stationären Setup komplett.

    Ein positiver Punkt ist sicher der Aspect "Training in Position". Der Zeitfahrer muss seine Leistung in Zeitfahrposition bringen, der Bergfahrer sollte dazu in Bergfahrposition in der Lage sein. Ich seh nur die Gefahr, dass nicht vorhersehbar ist, in wie weit sich die eingeschränkte Beweglichkeit des Systems negative auf Wirbelsäule und Becken auswirken könnte. Immerhin werden auftretende Kräfte, die durch fehlende Bewegung des Systems nicht abgeleitet werden können, eher durch Muskulatur, Bänder und Knochen aufgefangen. Die Lendenwirbelsäule wird eventuell Danke sagen!

    Auch der Wiegetritt durch den fixierten Trainer ist alles andere als realistisch. Selbst Rocker Plates geben da nicht mehr her, als wenig "gefühlte Realität", die mit dem "echten" Fahren auf der Strasse aber wenig zu tun hat.

    Shane Miller hat das mal recht einleuchtend in einem kleinen Video erklärt:


    Geb dir aber recht! Es gibt sicherlich sinnlosere Investitionen im Radsport, daher geht das Teil schon in Ordnung, alleine wenn schon wenn dadurch mehr Zeit im Sattel entsteht. Ist sicher nicht das schlechteste Kaufargument.

  8. #8
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    Alles gute Punkte, zu denen ich mir vorm Kauf auch meine Gedanken gemacht habe. Darum, dass indoor Training einfach nicht wirklich realistisch ist was die Bewegung angeht, kommt man nicht herum. Auch nicht mit Schaukelpferdchen. Stimme dir voll zu. Ich finde das gilt sogar für die freie Rolle auf der ich persönlich auch die meiste Zeit völlig statisch und bewegungslos bin. Genau hier setzt für mich der Climb an, da passiert zumindest mal was.
    Ich finde auch, dass ich mit dem Climb je nach Steigung die Muskulatur anders rekrutiere, eher mal aus dem Sattel gehe, einfach insgesamt etwas „aktiver“ bin. Könnte mir sogar vorstellen, dass das eher besser für den Rücken ist, habe aber natürlich noch keine längerfristige Erfahrung damit.
    Deinem letzten Satz kann ich auch nur zustimmen. Bisschen mehr trainieren und vor allem ein bisschen mehr Freude am trainieren bringt mehr als ne Dura Ace oder noch ein Satz Hochprofil Laufräder usw.

  9. #9
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    Ich hab mir das Teil mal angesehen. Ok, nicht unbedingt für mich. Ich verbringe keine Minute auf irgend einer Rolle. Ich fahr Rad, weil ich mich gerne draussen bewege. Da will ich nicht mehr im Keller rumstrampeln. Das war vielleicht früher mal... heute muss ich mir das nicht mehr geben.

    Sorry, war etwas OT.

    Aber das Teil habe ich irgendwie wohl nicht durchschaut. Was soll das bringen? Ich seh da keinen Sinn dahinter. Es wird ja nur das gesamte System um ein paar Grad gedreht. Der Winkel und/oder Abstand von Pedalen/Tretlager zu Sattel und Lenker ändert ja nicht. Vielleicht kann mir das jemand genauer erklären. Würde mich wirklich interessieren, auch wenn ich selbst dafür keine Verwendung sehe.

  10. #10
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    Zitat Zitat von ritzelsalat Beitrag anzeigen
    Alles gute Punkte, zu denen ich mir vorm Kauf auch meine Gedanken gemacht habe. Darum, dass indoor Training einfach nicht wirklich realistisch ist was die Bewegung angeht, kommt man nicht herum. Auch nicht mit Schaukelpferdchen. Stimme dir voll zu. Ich finde das gilt sogar für die freie Rolle auf der ich persönlich auch die meiste Zeit völlig statisch und bewegungslos bin. Genau hier setzt für mich der Climb an, da passiert zumindest mal was.
    Ich finde auch, dass ich mit dem Climb je nach Steigung die Muskulatur anders rekrutiere, eher mal aus dem Sattel gehe, einfach insgesamt etwas „aktiver“ bin. Könnte mir sogar vorstellen, dass das eher besser für den Rücken ist, habe aber natürlich noch keine längerfristige Erfahrung damit.
    Deinem letzten Satz kann ich auch nur zustimmen. Bisschen mehr trainieren und vor allem ein bisschen mehr Freude am trainieren bringt mehr als ne Dura Ace oder noch ein Satz Hochprofil Laufräder usw.
    Du kannst dir hierzu gerne mal einige Aspekte aus der Metastudie hier durchlesen:
    https://hrcak.srce.hr/file/124396

    Um tatsächlich andere Muskulatur zu rekrutieren spielt gerade das Überwinden der Schwerkraft eine entscheidende Rolle.
    Der Aspekt kommt wohl erst bei Steigungen über 10% zum tragen, deutlich wohl eher jenseits der 15%. Ist dem nicht so bleibt eben festzuhalten, dass der Unterschied zwischen sitzendem Radfahren im Flachen und Radfahren am Berg bei moderaten Steigungen sehr gering ist. Auch die Pedalkräfte, die Gelenkdynamik und die Effizienz des Radfahrens werden beim sitzenden bergauf Fahren im Vergleich zum Radfahren auf ebener Strecke nicht wesentlich verändert.

    Das mit der Belastung auf dem Rücken wird die Zeit zeigen. Insbesondere Fahrer die von Haus aus eine schlechte Rumpfmuskulatur mitbringen, dürften hier recht schnell an ihre Grenzen geraten. Die Idee, durch ein solches Instrument derartige Defizite zu verbessern oder gar zu beseitigen dürfte wenig zielführend sein, genau so wenig wie der Gedanke mittels geringer Trittfrequenz und hoher Belastung die Maximalkraft oder Kraftausdauer fürs Radfahren zu trainieren. Für den Rumpf und Rücken eignet sich in dem Falle ein gezieltes Athletiktraining sicherlich wesentlich besser.

  11. #11
    derpuma ist offline Alles ist einfach, bist du einfach gestrickt...
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    Zitat Zitat von Kingtom Beitrag anzeigen
    Aber das Teil habe ich irgendwie wohl nicht durchschaut. Was soll das bringen? Ich seh da keinen Sinn dahinter. Es wird ja nur das gesamte System um ein paar Grad gedreht. Der Winkel und/oder Abstand von Pedalen/Tretlager zu Sattel und Lenker ändert ja nicht. Vielleicht kann mir das jemand genauer erklären. Würde mich wirklich interessieren, auch wenn ich selbst dafür keine Verwendung sehe.
    Erklären könnten dir das sicher die Möven von Cyfly! Ansonsten hast du das eigentlich schon recht gut mit deinen gesunden Menschenverstand eingeordnet!

    PS: Wie gesagt, einziger Aspekt der meiner Ansicht nach bleibt und sich positiv auswirken kann ist "Training in Position" und lernen die Leistung auch in dieser Haltung abliefern zu können...
    Geändert von derpuma (Gestern um 23:11 Uhr)

  12. #12
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    Zitat Zitat von Kingtom Beitrag anzeigen
    Aber das Teil habe ich irgendwie wohl nicht durchschaut. Was soll das bringen? Ich seh da keinen Sinn dahinter. Es wird ja nur das gesamte System um ein paar Grad gedreht. Der Winkel und/oder Abstand von Pedalen/Tretlager zu Sattel und Lenker ändert ja nicht. Vielleicht kann mir das jemand genauer erklären. Würde mich wirklich interessieren, auch wenn ich selbst dafür keine Verwendung sehe.
    Die Sinnfrage zu stellen ist aber jetzt ungerecht. Ist ja Radsport hier.
    Nee, du hast das schon richtig verstanden. Im Grunde ist der Climb einfach ein fernsteuerbarer Wagenheber für die Gabel. Mehr nicht.
    Das heißt die Trainings Software (Zwift, Rouvy, Fulgaz usw.) sendet die Steigungsprozente an den Trainer, der dann aber nicht nur den Widerstand erhöht sondern auch mit dem Climb die entsprechende Neigung einstellt. Wenn man ohne Climb in den virtuellen Berg fährt erlebe ich es als seltsam, dass sich nur der Widerstand erhöht und sonst nichts. Das könnte genauso gut Gegenwind sein oder jemand, der sich an deinem Sattel eingehängt hat. Wenn ich in eine wirkliche Steigung fahre ist das doch ganz anders. Da ändere ich die Körperspannung und verlagere irgendwie das Gewicht auf dem Sattel. Auch wenn ich die Augen schließe merke ich ja, dass ich eine Steigung fahre. Mein Eindruck war, dass sich das mit dem Climb ähnlich anfühlt. Ich bilde mir wie gesagt sogar ein, dass ich die Muskulatur anders rekrutiere. Inwieweit das stimmt bleibt scheinbar erstmal offen, und ob es einen nennenswerten Trainingseffekt hat weiß ich auch nicht.
    Der Mehrwert des Gerätes liegt für mich auch eher im Unterhaltungsfaktor, der Abwechslung in der Körperhaltung , und der sich ständig ändernden Gewichtsverteilung. Ist aber relativ theoretisch, ich hab meinen ja noch nicht.

  13. #13
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    Zitat Zitat von derpuma Beitrag anzeigen
    Das mit der Belastung auf dem Rücken wird die Zeit zeigen. Insbesondere Fahrer die von Haus aus eine schlechte Rumpfmuskulatur mitbringen, dürften hier recht schnell an ihre Grenzen geraten. Die Idee, durch ein solches Instrument derartige Defizite zu verbessern oder gar zu beseitigen dürfte wenig zielführend sein, genau so wenig wie der Gedanke mittels geringer Trittfrequenz und hoher Belastung die Maximalkraft oder Kraftausdauer fürs Radfahren zu trainieren. Für den Rumpf und Rücken eignet sich in dem Falle ein gezieltes Athletiktraining sicherlich wesentlich besser.
    Stimme wieder zu. Rumpfstabilität und moderates Krafttraining mache ich regelmäßig und in Zusammenarbeit mit nem Physio. Wenn die Entscheidung zwischen Kickr Climb und Physiotherapeut steht, ist letzterer ganz klar die bessere Investition. Ne freie Rolle für die Koordination und Balance wäre dem Climb auch vorzuziehen, finde ich.
    Was ich aber nicht glaube ist, dass eine feste Rolle + Climb schlechter für den Rücken sei als eine feste Rolle ohne Climb. Da vermute ich, dass das Gegenteil der Fall ist.

  14. #14
    derpuma ist offline Alles ist einfach, bist du einfach gestrickt...
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    Zitat Zitat von ritzelsalat Beitrag anzeigen
    Was ich aber nicht glaube ist, dass eine feste Rolle + Climb schlechter für den Rücken sei als eine feste Rolle ohne Climb. Da vermute ich, dass das Gegenteil der Fall ist.
    Je mehr der Climb hoch geht, desto mehr verlagert sich der Körper-Schwerpunkt nach hinten. Somit rutscht du mehr in den Sattel als das im Vergleich zum nicht gedrehten Fahren auf dem Trainer der Fall ist. Der Sattel ist jedoch fix und weicht nicht wie auf der Straße in kleinen Bewegungen nach vorne und hinten (oder seitlich) aus. Die auf den Sattle wirkenden Kräfte gehen daher direkt in den Becken- und unteren Rückenbereich. Wer da nicht gut beisammen ist kann da meiner Meinung nach schon recht schnell Probleme bekommen. Das dies für Wirbelsäule und Becken besser ist als flaches Fahren auf nem Trainer kann ich mir daher kaum vorstellen.

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