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  1. #1
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    Betrügerischer Vertragsabschluss durch "Cold Call" .

    Moin Freunde,

    vielleicht hat jemand von Euch Erfahrungen zu diesem Thema....

    Schwiegervater, 82, schwer Dement....bekam Anrufe von einer Schweizer Firma ( E+S Marketing) in dem durch ein erschlichenes "JA" zum richtigen Zeitpunkt
    ein Branchenbuch Vertrag abgeschlossen wurden der nun durch City Inkasso eingetrieben wird..wir sprechen über 1200 €

    Schiegermutti ist natürlich voll in Panik ...

    Meiner Meinung kann das ja eigentlich nicht rechtskräfig sein.....ich habe dem Müll erst in seinem Namen widersprochen.

    Habt Ihr damit ggf. Erfahrungen oder Ratschläge ?

    DANKE !!
    Wer behauptet, dass er Paris – Roubaix liebt, der erzählt schwachsinn. (Rolf Aldag)

  2. #2
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    Dement? Habt ihr eine Vorsorgevollmacht? Dann könnte man das ganze relativ schnell abwenden, denke ich.

  3. #3
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    Nein, haben wir noch nicht . Die schwere Demenz ist erst vor kurzem vom behandelnden Arzt attestiert worden.

    Leider hatte er mal eine Ferienwohnung Vermietung ..die GMBH hat er wohl nie abgemeldet....somit wird er wohl als "Gewerblicher" angesehen...da wird es dann mit den Cold Calls etwas komplizierter ( gerade etwas gegoogelt )



    Zitat Zitat von fassa Beitrag anzeigen
    Dement? Habt ihr eine Vorsorgevollmacht? Dann könnte man das ganze relativ schnell abwenden, denke ich.
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  4. #4
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    kenn mich zwar nicht aus, aber ohne unterschrift, nur telefonisch vereinbart? wie wollen die nachweisen, mit wem sie überhaupt gesprochen haben?

  5. #5
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    Vielleicht hilft schon das ärztliche Attest. Kennst Du einen Anwalt, der dem Inkasso-Verfahren und der Listung in der Datenbank widersprechen kann? Mit Hilfe eines Attestes.

    Kennst Du vielleicht schon:
    Schutz für Demenzkranke

    Personen, die an Demenz in unterschiedlichen Formen (Morbus Alzheimer etc.) erkrankt sind, bedürfen des besonderen Schutzes. Diese Personen sind, solange die Krankheit nicht extrem fortgeschritten ist, rechtlich voll geschäftsfähig. Hier eröffnet sich natürlich eine breite rechtliche Grauzone für Abzocker. Zwar kann man es als sittenwidrig bezeichnen, eine Person, die erkennbar einem Werbegespräch am Telefon mental nicht folgen kann, zu überrumpeln. Solche angeblich hieraus entstehenden "Verträge" können dann wegen Sittenwidrigkeit angefochten werden (§ 138 BGB). Jedoch kann es hier schwierig werden, am Einzelfall zu begründen, dass der Verkäufer "nach allgemeiner Verkehrsauffassung" Kenntnis von der mentalen Beeinträchtigung der Person hätte erlangen müssen. Die Beurteilung, ob die abgegebene Willenserklärung wirksam ist, kann sehr schwierig werden.

    Daher leben diese Personen vom rechtlichen Standpunkt her in einer problematischen Lage. Einerseits sind sie juristisch voll geschäftsfähig, andererseits können sie tatsächlich nicht mehr immer in jeder Situation die Folgen ihres Handelns abschätzen bzw. ein Verkaufsangebot kritisch beurteilen. Das Leitbild des "mündigen Verbrauchers", dem von der Rechtsprechung ein Mindestmaß an Kritikfähigkeit zugesprochen wird, ist hier eigentlich nur eingeschränkt anwendbar. Jedoch kennen die Juristen hierfür keinen wirklichen Ersatz.

    Der Entzug der Geschäftsfähigkeit vor dem Vormundschaftsgericht ist jedoch ein sehr schwerer und folgenreicher Schritt, wie er auch von den Vormundschaftsgerichten nur nach reiflicher Überlegung und unter medizinischer Begutachtung getan wird. Es ist richtig, dass dieser Schritt vermieden wird, solange dies möglich ist. Tatsächlich lässt sich dieser Schritt eigentlich bis zuletzt vermeiden, wenn der Demenzkranke von engagierten Angehörigen beraten und betreut wird. Im Endstadium der Demenz, wo faktisch gesehen eine wirksame Willenserklärung ohnehin nicht mehr abgegeben werden kann, ist dieser Schritt ebenfalls eigentlich obsolet. Als kritisch sind lediglich die Vor- und Zwischenstadien zu betrachten.
    https://www.antispam-ev.de/wiki/Seni...r_Demenzkranke
    Geändert von fassa (07.12.2018 um 12:52 Uhr)

  6. #6
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    Die Penner labbern dich voll und stellen Fragen mit denen Du mit JA antwortest...das wird alles mitgeschnitten und
    passend gemacht für den Vertrag....schlimmer geht's nicht.



    Zitat Zitat von götterbote Beitrag anzeigen
    kenn mich zwar nicht aus, aber ohne unterschrift, nur telefonisch vereinbart? wie wollen die nachweisen, mit wem sie überhaupt gesprochen haben?
    Wer behauptet, dass er Paris – Roubaix liebt, der erzählt schwachsinn. (Rolf Aldag)

  7. #7
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    Ich habe erstmal sozusagen als "erste" schnelle Aktion selbst in seinem Namen widersprochen und den Sachverhalt erläutert. Vielleicht reicht das ja schon...(denke aber eher nicht)...

    Zitat Zitat von fassa Beitrag anzeigen
    Vielleicht hilft schon das ärztliche Attest. Kennst Du einen Anwalt, der dem Inkasso-Verfahren und der Listung in der Datenbank widersprechen kann? Mit Hilfe eines Attestes.
    Wer behauptet, dass er Paris – Roubaix liebt, der erzählt schwachsinn. (Rolf Aldag)

  8. #8
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    Zitat Zitat von götterbote Beitrag anzeigen
    kenn mich zwar nicht aus, aber ohne unterschrift, nur telefonisch vereinbart? wie wollen die nachweisen, mit wem sie überhaupt gesprochen haben?
    Solche Gespräche werden im Allgemeinen aufgezeichnet.

  9. #9
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    Zitat Zitat von M*A*S*H Beitrag anzeigen
    Die Penner labbern dich voll und stellen Fragen mit denen Du mit JA antwortest...das wird alles mitgeschnitten und
    passend gemacht für den Vertrag....schlimmer geht's nicht.
    ja hab ich auch schon so gelesen und erlebt. "Bin ich richtig bei .... ?"

    Viel Erfolg!

    Hoffentlich reicht das Attest des Artztes.

  10. #10
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    Zitat Zitat von M*A*S*H Beitrag anzeigen
    ... bekam Anrufe von einer Schweizer Firma ( E+S Marketing) in dem durch ein erschlichenes "JA" zum richtigen Zeitpunkt
    ein Branchenbuch Vertrag abgeschlossen wurden der nun durch City Inkasso eingetrieben wird..wir sprechen über 1200 € ...
    Die Firma inkl. dem Inkassounternehmen scheint ja einschlägig bekannt: https://verbraucherschutz.de/vorsich...-inkasso-gmbh/
    Vielleicht erstmal über diesen Kontakt bzw. ähnliche Hinweise versuchen.
    Viele Grüße, Birdman

  11. #11
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    Du hast ja mit Sicherheit schon gegoogelt. Da findet man doch RA, die sich mit den Brüdern auskennen.

  12. #12
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    Wir hatten einen ähnlichen Fall im Büro: einem MA wurde ein Fachmagazin zur Probe aufgeschwätzt. Die Kündigung nach dem Probeheft wurde ignoriert, es wurden erst Rechnungen, dann Mahnungen geschickt. Zuletzt über windige Inkassobüros.

    Erst nach einem Schreiben vom Anwalt war Schluss.

  13. #13
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    Zitat Zitat von Mett Dämon Beitrag anzeigen

    Erst nach einem Schreiben vom Anwalt war Schluss.
    So sieht es aus.

    Deshalb empfehle ich dringend, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

  14. #14
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    Mash, gibt es eine Rechtsschutzversicherung? Wenn ja, gib das Thema zum Anwalt.

    Ansonsten: was gibt es noch ausser einer Inkasso-Mahnung?
    - ist eine Rechnung eingegangen? Wenn ja und was steht da genau drauf? Adressat ist eine Firma oder die Privatperson? Widerrufsrecht dabei? Rechnungsdatum?
    - gibt es Mahnungen? Datum? Zahlungsfrist?

    - was steht auf der Inkasso-Mahnung in der Forderungsdarlegung (Seite 2)?:
    A) Wurde die Hauptfälligkeit (=Vertragsabschlussdatum) benannt?
    B) Wurde das Rechnungsdatum benannt?
    c) Wurde das Mahndatum benannt?
    D) Wurde bereits eine Inkasso-Gebühr angesetzt? Wenn ja, wie hoch?

    Vielleicht kannst Du das alles mal kurz in Stichpunkten beantworten. Der Fall sollte eigentlich schnell lösbar sein. Aber ein paar Daten braucht man halt.
    Wenn ich tot bin hoffe ich, dass meine Frau meine Rennräder nicht zu dem Preis verkauft, den ich ihr genannt hatte.

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