Ergebnis 1 bis 16 von 16
  1. #1
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    Garantiefall: Händler reagiert nicht

    Hallo,
    ich habe eine Frage zur angeratenen Vorgehensweise bei einem Garantiefall mit einem Internethändler.
    Das von beanstandete Gerät wurde Ende 2016 über den Internethändler gekauft und hat eine Herstellergarantie von 3 Jahren.
    Im September wurde das Gerät in Abstimmung mit Hersteller und Händler zum Händler (Garantieabwicklung geht über den Händler) eingeschickt, weil es nicht mehr funktionierte. Anfangs gab es noch so etwas wie eine Kommunikation und der Händler vertröstete mich aufgrund "ist im Urlaub irgendwie liegengeblieben", seit so 6 Wochen gibt es keine Rückmeldungen auf meine Anfragen. Auch ans Telefon bekommt man den nicht. Ich habe jetzt nochmals Nachfristen gesetzt, welche auch verstrichen sind. Ich möchte daher jetzt vom Kaufvertrag zurücktreten und mein Geld zurück (das Gerät hat er oder der Hersteller ja schon lange).

    Ich gehe davon aus, dass er auf meinen Rücktritt vom Kaufvertrag auch nicht reagiert.

    Wie soll ich dann vorgehen?
    1. Gerichtliches Mahnverfahren;
    2. Strafanzeige bei der Polizei.

    Danke schonmal!
    Geändert von Huebrator (09.12.2018 um 21:38 Uhr)

  2. #2
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    Hast Du eine Rechtsschutzversicherung?
    Wenn ja, würde ich mich dort erstmal beraten lassen.
    Strafanzeige wäre Kanonen auf Spatzen.

  3. #3
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    Die habe ich vor Jahren abgeschafft und bin auch ohne glücklich, weil nicht auffällig.

  4. #4
    Avatar von Cyclomaster
    Cyclomaster ist offline Am Frankensekt is noch kanner verreckt.
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    Zitat Zitat von Huebrator Beitrag anzeigen
    Im September wurde das Gerät in Abstimmung mit Hersteller und Händler zum Verkäufer eingeschickt,
    da fehlt vermutlich ein nicht unerheblicher Teil an Informationen?

  5. #5
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    In dem Zusammenhang muss ich noch mal die Kundenfreundlichkeit von amazon erwähnen: hab auch unlängst ein nicht funktionierendes Teil zurückgeschickt. Rückerstattung war bereits auf meinem Konto, als die Retoure noch nicht mal angekommen war. Wird dann aber wohl sowieso verschrottet werden. So muss das sein im Jahre 2018: der Kunde will keine langwierigen Reparatur- und E-mail-Orgien, sondern schnell und problemlos die Kohle zurück. Und das kann amazon.
    Oops, I did it again

  6. #6
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    Zitat Zitat von Voreifelradler Beitrag anzeigen
    Hast Du eine Rechtsschutzversicherung?
    Wenn ja, würde ich mich dort erstmal beraten lassen.
    Strafanzeige wäre Kanonen auf Spatzen.
    Rechtsberatungen durch die Rechtsschutzversicherung sehe ich mit Skepsis.

    Nach den ARB (Allgemeinen Rechtsschutzbedingungen) hat der Versicherungsnehmer das Recht der freien Anwaltswahl. D. h., der Rechtsschutzversicherer muss die Anwaltskosten übernehmen, sofern das jeweilige Risiko versichert ist (ggf. abzüglich Selbstbeteiligung).

    Die Beratung durch die Rechtsschutzversicherer dient dem Ziel der Kosteneinsparung. Vor diesem Hintergrund kann man sich leicht vorstellen, wessen Interessen die Beratung durch den Rechtsschutzversicherer erstrangig verfolgt: sicher nicht die des Versicherungsnehmers.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Algera Beitrag anzeigen
    Rechtsberatungen durch die Rechtsschutzversicherung sehe ich mit Skepsis.

    Nach den ARB (Allgemeinen Rechtsschutzbedingungen) hat der Versicherungsnehmer das Recht der freien Anwaltswahl. D. h., der Rechtsschutzversicherer muss die Anwaltskosten übernehmen, sofern das jeweilige Risiko versichert ist (ggf. abzüglich Selbstbeteiligung).

    Die Beratung durch die Rechtsschutzversicherer dient dem Ziel der Kosteneinsparung. Vor diesem Hintergrund kann man sich leicht vorstellen, wessen Interessen die Beratung durch den Rechtsschutzversicherer erstrangig verfolgt: sicher nicht die des Versicherungsnehmers.
    Da der TE keine Rechtschutzversicherung hat.....

  8. #8
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    Zitat Zitat von Voreifelradler Beitrag anzeigen
    Da der TE keine Rechtschutzversicherung hat.....
    ...ist Algeras Beitrag trotzdem für mich und sicher viele andere von Interesse.
    Wenn man eine leckere Suppe essen will, sollte man auf die Zutat 'Schaisze' verzichten. (Zitat von Fassa)

  9. #9
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    Zitat Zitat von Huebrator Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich habe eine Frage zur angeratenen Vorgehensweise bei einem Garantiefall mit einem Internethändler.
    Das von beanstandete Gerät wurde Ende 2016 über den Internethändler gekauft und hat eine Herstellergarantie von 3 Jahren.
    Im September wurde das Gerät in Abstimmung mit Hersteller und Händler zum Verkäufer eingeschickt, weil es nicht mehr funktionierte. Anfangs gab es noch so etwas wie eine Kommunikation und der Händler vertröstete mich aufgrund "ist im Urlaub irgendwie liegengeblieben", seit so 6 Wochen gibt es keine Rückmeldungen auf meine Anfragen. Auch ans Telefon bekommt man den nicht. Ich habe jetzt nochmals Nachfristen gesetzt, welche auch verstrichen sind. Ich möchte daher jetzt vom Kaufvertrag zurücktreten und mein Geld zurück (das Gerät hat er oder der Hersteller ja schon lange).

    Ich gehe davon aus, dass er auf meinen Rücktritt vom Kaufvertrag auch nicht reagiert.

    Wie soll ich dann vorgehen?
    1. Gerichtliches Mahnverfahren;
    2. Strafanzeige bei der Polizei.

    Danke schonmal!
    Die Garantie ist eine freiwillige Leistung des Herstellers. Deine Ansprüche können sich also nur gegen ihn richten, ein Rücktritt vom Kaufvertrag (den Du wiederum mit dem Verkäufer abgeschlossen hast) ist somit nicht möglich. Du kannst vom Verkäufer allerhöchstens die Rückgabe Deines Gerätes verlangen.

  10. #10
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    ...vielleicht sollte man erst mal Fragen - um welches Gerät. bzw. welchen Wert es handelt

    Für 100€ wäre mir meine Zeit zu schaden
    On the way to Wonderland...

  11. #11
    Avatar von Cyclomaster
    Cyclomaster ist offline Am Frankensekt is noch kanner verreckt.
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    Zitat Zitat von alfa-werner Beitrag anzeigen
    Die Garantie ist eine freiwillige Leistung des Herstellers. Deine Ansprüche können sich also nur gegen ihn richten, ein Rücktritt vom Kaufvertrag (den Du wiederum mit dem Verkäufer abgeschlossen hast) ist somit nicht möglich. Du kannst vom Verkäufer allerhöchstens die Rückgabe Deines Gerätes verlangen.
    Ich blick da auch nicht ganz durch.
    Laut seinem ersten post ist der Verkäufer nicht der Händler.
    Kann also auch von einem gebrauchtkauf bei einem Händler oder von Privat die Rede sein.

  12. #12
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    Bei Cannondale läuft die Garantieabwicklung über einen Händler, der auf dem Kontinent, auf dem der Rahmen erworben wurde, residiert. Es ist egal, welcher Händler - nur ein Händler muss es regeln. Nicht Cannondale direkt. D.h., der TE sollte vllt. mal ein paar Infos geben. So wird das nichts.

  13. #13
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    Ich verstehe es so:
    Der Händler hätte für den Threadersteller die Abwicklung der Herstellergarantie managen sollen.
    Der Händler hat den Artikel erhalten (von dem wir immer noch nicht wissen, was es ist) und seitdem ist der Status und der Verbleib der Ware unklar.
    Zitat Rolf Aldag:
    ... Olli Kahn - der ist angemeiert, weil man ihm sagt, 'da fehlen zehn Milliliter', nimmt den Becher und haut ihn an die Wand. Jeder Radrennfahrer wäre für zwei Jahre gesperrt worden. Jeder Radrennfahrer.

  14. #14
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    Tschuldigung, dass ich mich so spät melde, habe den ganzen Tag - bei dem Sch...wetter - im Haus geschafft.

    So Händler ist gleich Verkäufer, ich wollte nur das gleiche Wort im gleichen Satz nicht nochmal verwenden. Hab's gerichtet.
    Gerät ist/war ein neues Outdoor-Mobiltelefon O-202 der Marke Motorola und ich hatte es der Schwiemu geschenkt, weil sie im Garten die normalen Telefone oder Mobilteile in kurzer Zeit schrottet. Solche Dinger hat man ggf. auch auf Baustellen, die halten eigentlich viel aus. Nicht dieses, das stürzte nach einem Jahr ab und konnte nur durch Akkuentnahme wieder zum Leben erweckt werden. Da das ganze Wasserdicht ist, ist das allein mit den kleinen Schrauben und Steckern für die ältere Schwiemu nicht ganz so einfach. Im September hat es dann ganz gezickt und ich habe bzgl. der Garantie mit Motorola telefoniert. Die sagten mir "wäre alles kein Problem", ich sollte den Garantiefall über den Händler einreichen. Händler angerufen und ein Retourenlabel bekommen, welches ich dann weiter zur Schwiemu geschickt habe (sie wohnt 500 km entfernt). Sie hat alles schön in die Originalverpackung gepackt und auch mein vorbereitetes Schreiben dazu und ab per Paket zum Händler. Das war aber so Mitte September. Achso, der Wert ist so 70 €.
    Im Oktober sagte der Händler "es wäre wohl liegengeblieben", im November war er auf Nachfragen schon etwas zornig drauf. Nu höre ich nichts mehr von ihm und ans Telefon geht er auch nicht. Die Firma heißt übrigens Tandmore.

    Weihnachten sehe ich die Schwiemu wieder und habe noch keine Lösung fürs Telefon, ich werde wohl noch ein Telefon kaufen.

    Aber was kann ich gegen den Händler unternehmen, er hat ja schließlich das Telefon bekommen und ich bin als Kunde ja nicht auf sein Gutwill angewiesen?
    Geändert von Huebrator (09.12.2018 um 21:43 Uhr)

  15. #15
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    Ich denke mal, die wenigsten hier können eine Rechtsberatung liefern... aber ich lasse mal mein Halbwissen raus: du könntest dich nach dem Verbleib des Gerätes erkundigen. Schriftlich, ggf mit angemessener Frist.
    Wenn du das entsprechend oft genug gemacht hast (1 Schreiben reicht vermutlich nicht), dann kannst du den in Verzug setzen. Dieser Verzug ist Voraussetzung für weitere Schritte. Deshalb ist es wichtig, dass du den Nachweis für den Eingang deiner Korrespondenz hast...

    vor Weihnachten wird das nix mehr, wenn du mich fragst.
    Zitat Rolf Aldag:
    ... Olli Kahn - der ist angemeiert, weil man ihm sagt, 'da fehlen zehn Milliliter', nimmt den Becher und haut ihn an die Wand. Jeder Radrennfahrer wäre für zwei Jahre gesperrt worden. Jeder Radrennfahrer.

  16. #16
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    Kauf ein neues ....

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