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  1. #261
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    Zitat Zitat von Ziggi Piff Paff Beitrag anzeigen

    @Take5: sehr beneidenswert dein Leben und die Einstellung.
    +1, ja tolle Einstellung, so etwas muss mehr veröffentlicht werden.
    Die Einschränkung beginnt dann, wenn man (mehrere) Kind(er) bekommt
    Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen. (A. Strindberg)

  2. #262
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    Zitat Zitat von Gosy Beitrag anzeigen
    Und warum hat es so lange gedauert bis jemand das merkt und sich was tut ?
    Ist das so? Energiekrise gab es schon in den 80ern, Waldsterben auch, seither sind über 30 Jahre vorbei, zu Bevölkerungsentwicklung und Endlichkeit der fossilen Energieresourcen gibt es auch seit Jahrzehnten Rechnungen. Klimaerwärmung und Anstieg der Meeresspiegel waren Themen, die bis vor wenigen Jahren ausschliesslich sog. 'Ökospinnern' vorbehalten waren. Die Entwicklungen in China und (demnächst) Indien sind dabei Beschleuniger, die vor 20 Jahren vielleicht noch nicht so eingeschätzt wurden. In meiner Wahrnehmung gab ansonsten all diese Infos schon immer, es waren nicht immer große Gesellschaftsthemen.

    Jetzt kommt eben alles auf einmal und die Zeit wird knapp, die Kids wollen sich das nicht länger immer nur ansehen und gehen nun auf die Straße, sie haben ja weder ein politisches Mandat noch Lobbyisten auf ihrer Seite. Wenn u.a. hier irgendwelche Schnarcher schreiben, die gehen nur zum Schulschwänzen zur Demo, fehlt mir für so eine Pauschalabwertung jegliches Verständnis.

  3. #263
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    Zitat Zitat von chacca lacca Beitrag anzeigen
    bzw was hat sie zu viel?

    gerade über diesen Post gestolpert:

    z.Zt. bin ich echt entsetzt, was unsere Jugend betrifft.

    zum einen der User F94, der hier alle bzw viele in den Wahnsinn treibt, durch seine Eigenart, alles auf die äusseren Umstände zu schieben

    zum anderen, da mein Sohn (25) des Öfteren ähnliche Allüren an den Tag legt, Termine gern mal platzen lässt,
    oder einfach so mal wieder auf dem Schlauch steht. Oder einfach so mal eben den Aufhebungsvertrag seines Ausbildungsvertrages unterschreibt.

    oder dieser junge Mann, mit dem ich jetzt bereits mehrere Termine zwecks Autoverkaufs hatte, welche er alle wieder platzen liess, teils ohne bescheid zu geben. Letzter Termin wäre gestern abend um 18Uhr gewesen. Nachricht kam um 21:35: er käme just aus dem Krankenhaus, er wäre Onkel geworden.....

    stehen die alle unter Drogen oder sind netflix und Co an dieser Alltagsuntauglichkeit schuld?
    Oder weil es diese Generation ist, wo die Eltern anfingen zu helikoptern?
    Wir waren doch damals anders, oder?
    Drei Beobachtungen, die für die repräsentativ für die heutige Jugend sein sollen. Wieviele 'normale' Jugendliche hast Du in der Zeit gesehen / getroffen / mit Ihnen gesprochen? Haste vergessen? Jeder Statistiker würde Dir das zurecht um die Ohren hauen.

    Wenn ich Deinen Post so lese, mache ich mir eher Sorgen, in welchem Umfeld Du lebst ... statistisch ebenso wenig belegbar, aber aufgrund Deiner Wahrnehmungsdichte mit einer höheren Wahrscheinlichkeit versehen, dass eher dort was nicht ganz in Ordnung ist

  4. #264
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    Zitat Zitat von Sigi Sommer Beitrag anzeigen
    Drei Beobachtungen, die für die repräsentativ für die heutige Jugend sein sollen. Wieviele 'normale' Jugendliche hast Du in der Zeit gesehen / getroffen / mit Ihnen gesprochen? Haste vergessen? Jeder Statistiker würde Dir das zurecht um die Ohren hauen.

    Wenn ich Deinen Post so lese, mache ich mir eher Sorgen, in welchem Umfeld Du lebst ... statistisch ebenso wenig belegbar, aber aufgrund Deiner Wahrnehmungsdichte mit einer höheren Wahrscheinlichkeit versehen, dass eher dort was nicht ganz in Ordnung ist
    Klar, man bekommt schon einen "Beobachtungsbias" - und sieht nur noch das, was ins Weltbild passt... ist ja hier nicht anders .. wie viele Autofahrer fahren an uns vorbei, mit viel Abstand etc.. aber den einen, der uns fast das Trikot mit dem Spiegel auszieht, der prägt sich (logischerweise) ins Gedächtnis ein.. und die Zusammenstösse häufen sich (?)

    andereseits gleube ich auch beobachten zu können, dass sich - ich sehs hier in der Arbeit - schon einiges geändert hat - gerade bei vielen jüngeren Kollegen (aber auch da - Bias?) gelten gemeinschaftlich getroffene Absprachen (Wir starten den Versuch morgen möglichst früh, sonst kommen wir zeitlich nicht hin, und die Geräte, die wir benötigen, sind sonst für die Kollegen zu lang blockiert) eher als lose Abmachung...
    banale Umgangsformen wie.. ich klopf mal an der Tür bevor ich ins Büro reinplatze - ein Guten Morgen kann auch mal nicht schaden etc.. danke - bitte.. nehmen allgemein ab...
    pacta sunt servanda ist da nicht mehr gegeben - ausser.. Sie brauchen was, dann aber bitte zacki zacki...
    gibts aber wie immer solche und solche..
    Unser Standortleiter meinte immer.. das sind die vom Stamme der Willundnimm...

  5. #265
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    Zitat Zitat von vinzenz Beitrag anzeigen

    andereseits gleube ich auch beobachten zu können, dass sich - ich sehs hier in der Arbeit - schon einiges geändert hat - gerade bei vielen jüngeren Kollegen (aber auch da - Bias?) gelten gemeinschaftlich getroffene Absprachen (Wir starten den Versuch morgen möglichst früh, sonst kommen wir zeitlich nicht hin, und die Geräte, die wir benötigen, sind sonst für die Kollegen zu lang blockiert) eher als lose Abmachung...
    banale Umgangsformen wie.. ich klopf mal an der Tür bevor ich ins Büro reinplatze - ein Guten Morgen kann auch mal nicht schaden etc.. danke - bitte.. nehmen allgemein ab...
    pacta sunt servanda ist da nicht mehr gegeben - ausser.. Sie brauchen was, dann aber bitte zacki zacki...
    gibts aber wie immer solche und solche..
    Unser Standortleiter meinte immer.. das sind die vom Stamme der Willundnimm...
    So ziemlich deckungsgleich das Lamento unserer Eltern und Großeltern in den 60er/70er Jahren.

    Man sollte dem Reflex widerstehen, seine eigene Lebenswelt im Nachhinein zu idealisieren. Nach meiner Erfahrung hilft dabei u.a., sich permanent mit sich selbst und Anderen, dabei auch mit jungen Menschen auseinanderzusetzen. Soll helfen, kein altersstarrer, wütender, weißer Mann zu werden.
    Nichts ist so selten zu finden wie eine bedeutende Begegnung mit einem anderen Menschen.

  6. #266
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    Zitat Zitat von Sigi Sommer Beitrag anzeigen
    Ist das so? Energiekrise gab es schon in den 80ern, Waldsterben auch, seither sind über 30 Jahre vorbei, zu Bevölkerungsentwicklung und Endlichkeit der fossilen Energieresourcen gibt es auch seit Jahrzehnten Rechnungen. Klimaerwärmung und Anstieg der Meeresspiegel waren Themen, die bis vor wenigen Jahren ausschliesslich sog. 'Ökospinnern' vorbehalten waren. Die Entwicklungen in China und (demnächst) Indien sind dabei Beschleuniger, die vor 20 Jahren vielleicht noch nicht so eingeschätzt wurden. In meiner Wahrnehmung gab ansonsten all diese Infos schon immer, es waren nicht immer große Gesellschaftsthemen.

    Jetzt kommt eben alles auf einmal und die Zeit wird knapp, die Kids wollen sich das nicht länger immer nur ansehen und gehen nun auf die Straße, sie haben ja weder ein politisches Mandat noch Lobbyisten auf ihrer Seite. Wenn u.a. hier irgendwelche Schnarcher schreiben, die gehen nur zum Schulschwänzen zur Demo, fehlt mir für so eine Pauschalabwertung jegliches Verständnis.
    Ich befürchte nur leider, dass die irgendwann ihr Abitur machen, mit besten Absichten Jura und BWL studieren und am Ende auf der anderen Seite stehen und deren Interessen vertreten, ohne es zu merken. Karriere, Kinder, (eigener) Kram und einfach das Leben verändert oft den Fokus/Perspektive und lässt Ideale oft verblassen.
    „Früher“ dachte ich immer Kinder wären ein Motor für Leute, eine bessere Welt zu schaffen, denn jeder will für seine Kinder doch eine bestmögliche Zukunftsperspektive.
    Aber im Endeffekt ist das Gegenteil der Fall. Kinder machen ängstlich und reaktionär.
    Ich hab das im eigenen Freundeskreis mehrfach erlebt und eigentlich kein Gegenbeispiel für diese These.
    Die Bereitschaft zur Veränderung sinkt einfach drastisch, sobald Menschen Kinder haben. Denn so wie es jetzt ist, ist es ja eigentlich noch ganz ok, es könnte ja noch viel schlimmer sein...
    Also wird der Status Quo vermutlich bleiben wie er ist.

    Hans Söllner hat das mal ganz gut gesagt, er meinte seit fast 50 Jahren macht er das jetzt und immer wird mitgesungen und mitgeklatscht, aber er wartet immer noch auf eine Generation die es sich wirklich zu Herzen nimmt und aufsteht.

    Ich bin skeptisch, dass es diese Generation ist, bei aller Sympathie für deren Motive.
    Und ja, ich tu selber nichts für eine bessere Welt und wie sagte John Lennon einst so treffend: „wenn du nicht Teil der Lösung bist, bist du Teil des Problems“.
    Burned out from exhaustion, buried in the hail, poisoned in the bushes, blown out on the trail

  7. #267
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    Zitat Zitat von vinzenz Beitrag anzeigen
    pacta sunt servanda ist da nicht mehr gegeben - ausser.. Sie brauchen was, dann aber bitte zacki zacki...
    gibts aber wie immer solche und solche..
    Unser Standortleiter meinte immer.. das sind die vom Stamme der Willundnimm...
    Das sehe ich ehrlich gesagt eher bei den "Etablierten".
    Und jetzt?

  8. #268
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    @Cleat Coommander: Sehr interessanter Beitrag von dir. Ich kann da gar nicht so schnell drauf antworten. Erwische mich doch grad selbst dabei viel zu bequem zu sein. Schön alle Probleme an die Seite schieben. Der Fehler das sich nichts ändert sei ja nicht bei mir selbst zu suchen. Wir machen es uns alle sehr leicht und einfach.
    Dein Betrag regt mich jedenfalls grad an darüber nachzudenken. Danke erstmal.

  9. #269
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    Zitat Zitat von Cleat Commander Beitrag anzeigen
    Ich befürchte nur leider, dass die irgendwann ihr Abitur machen, mit besten Absichten Jura und BWL studieren und am Ende auf der anderen Seite stehen und deren Interessen vertreten, ohne es zu merken. Karriere, Kinder, (eigener) Kram und einfach das Leben verändert oft den Fokus/Perspektive und lässt Ideale oft verblassen.
    „Früher“ dachte ich immer Kinder wären ein Motor für Leute, eine bessere Welt zu schaffen, denn jeder will für seine Kinder doch eine bestmögliche Zukunftsperspektive.
    Aber im Endeffekt ist das Gegenteil der Fall. Kinder machen ängstlich und reaktionär.
    Ich hab das im eigenen Freundeskreis mehrfach erlebt und eigentlich kein Gegenbeispiel für diese These.
    Die Bereitschaft zur Veränderung sinkt einfach drastisch, sobald Menschen Kinder haben. Denn so wie es jetzt ist, ist es ja eigentlich noch ganz ok, es könnte ja noch viel schlimmer sein...
    Also wird der Status Quo vermutlich bleiben wie er ist.

    Hans Söllner hat das mal ganz gut gesagt, er meinte seit fast 50 Jahren macht er das jetzt und immer wird mitgesungen und mitgeklatscht, aber er wartet immer noch auf eine Generation die es sich wirklich zu Herzen nimmt und aufsteht.

    Ich bin skeptisch, dass es diese Generation ist, bei aller Sympathie für deren Motive.
    Und ja, ich tu selber nichts für eine bessere Welt und wie sagte John Lennon einst so treffend: „wenn du nicht Teil der Lösung bist, bist du Teil des Problems“.
    Da ist schon was dran, man denke nur an Müttertaxis usw, schon klar, dass wenn man nur Verantwortung für sich selbst hat, größere Risiken eingeht, als zum Beispiel als Single.

    Ist ja in beruflichen Zusammenhängen nicht anders, ohne Angestellten kann man ganz anders und riskanter agieren als mit, usw.

    Verantwortung für andere zu übernehmen, bringt aber auch eine Menge Lebensfreude mit sich
    Geändert von big-foot (11.09.2019 um 13:17 Uhr)
    Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen. (A. Strindberg)

  10. #270
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    Zitat Zitat von Cleat Commander Beitrag anzeigen
    Aber im Endeffekt ist das Gegenteil der Fall. Kinder machen ängstlich und reaktionär.
    ... „wenn du nicht Teil der Lösung bist, bist du Teil des Problems“.
    Könnte ich Dir jetzt jede Menge Gegenbeispiele nennen. Aber es wird in dieser Diskussion mal wieder klar, dass letztlich alles davon abhängt, welches Welt- und Menschenbild man hat.

    Und es ist ja - objektiv historisch betrachtet - absolut unzutreffend, dass sich nichts entwickelt.

    Lieber nach dem Motto "Ich habe nicht für jede Lösung ein Problem."
    Nichts ist so selten zu finden wie eine bedeutende Begegnung mit einem anderen Menschen.

  11. #271
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    Zitat Zitat von rumplex Beitrag anzeigen
    Könnte ich Dir jetzt jede Menge Gegenbeispiele nennen. Aber es wird in dieser Diskussion mal wieder klar, dass letztlich alles davon abhängt, welches Welt- und Menschenbild man hat.

    Und es ist ja - objektiv historisch betrachtet - absolut unzutreffend, dass sich nichts entwickelt.

    Lieber nach dem Motto "Ich habe nicht für jede Lösung ein Problem."
    Und auch das ist richtig
    Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen. (A. Strindberg)

  12. #272
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    Zitat Zitat von Tom Beitrag anzeigen
    Das sehe ich ehrlich gesagt eher bei den "Etablierten".
    Und jetzt?
    Das Problem besteht sicher auf beiden Seiten... ich kann nur meine ganz individuellen Beobachtungen darstellen - die sicher auch nicht objektiv sind - aber unterhalte Dich mal mit Erziehern etc... da kriegst das Grausen, was die so berichten.. und die schüttelts auch...

    das "und jetzt" heisst halt bislang immer.. weiter so... und die Fronten verhärten sich

    Klassiches Beispiel ist - leider - der ganze Irrsinn in den Krankenhäusern - ich hab keinen Assistenzarzt erlebt, der sich nicht über das System und vor allem über die Hierarchie und deren Auswüchse bitter beklagt hat... aber kaum sind sie in der Hierarchie etwas weiter oben... wird munter nach unten getreten, wohl weil man die Sch.. die man mal abbekommen hat, weitergeben muss... statt mal zu überlegen.. hmm.. hat mich auch genervt, man könnte evtl auch nur mal die Tonart etwas ändern.. man vergisst zu schnell, wie es "auf der anderen Seite" mal war..

  13. #273
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    Zitat Zitat von vinzenz Beitrag anzeigen
    das "und jetzt" heisst halt bislang immer.. weiter so... und die Fronten verhärten sich
    das "und jetzt" war eine Einladung, den eigenen, absolut angenommenen Standpunkt mal zu überdenken.
    Bei manchem scheint das im Ergebnis dasselbe zu sein

  14. #274
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    Zitat Zitat von rumplex Beitrag anzeigen
    Könnte ich Dir jetzt jede Menge Gegenbeispiele nennen. Aber es wird in dieser Diskussion mal wieder klar, dass letztlich alles davon abhängt, welches Welt- und Menschenbild man hat.

    Und es ist ja - objektiv historisch betrachtet - absolut unzutreffend, dass sich nichts entwickelt.

    Lieber nach dem Motto "Ich habe nicht für jede Lösung ein Problem."
    Historisch betrachtet verging eine Menge Zeit für mächtig wenig Entwicklung.
    Technisch haben wir uns rasant entwickelt, sozial doch eher im Schneckentempo.

    Aber eventuell fällt es vom hohen Ross aus leichter, den Überblick zu bewahren
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  15. #275
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    Zitat Zitat von Cleat Commander Beitrag anzeigen
    Historisch betrachtet verging eine Menge Zeit für mächtig wenig Entwicklung.
    Technisch haben wir uns rasant entwickelt, sozial doch eher im Schneckentempo.

    Aber eventuell fällt es vom hohen Ross aus leichter, den Überblick zu bewahren
    Hohes Ross?

    Sozial im Schneckentempo? Ich weiß ja nicht, in welchen Zeitrahmen Du denkst. Aber egal, hier gehts ja um ein anderes Thema.
    Nichts ist so selten zu finden wie eine bedeutende Begegnung mit einem anderen Menschen.

  16. #276
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    Zitat Zitat von vinzenz Beitrag anzeigen

    Klassiches Beispiel ist - leider - der ganze Irrsinn in den Krankenhäusern - ich hab keinen Assistenzarzt erlebt, der sich nicht über das System und vor allem über die Hierarchie und deren Auswüchse bitter beklagt hat... aber kaum sind sie in der Hierarchie etwas weiter oben... wird munter nach unten getreten, wohl weil man die Sch.. die man mal abbekommen hat, weitergeben muss... statt mal zu überlegen.. hmm.. hat mich auch genervt, man könnte evtl auch nur mal die Tonart etwas ändern.. man vergisst zu schnell, wie es "auf der anderen Seite" mal war..
    Kann ich so nicht bestätigen. Die Tonart selbst in den klassisch "harten" Fachrichtungen hat sich deutlich verändert.
    Trotzdem: Hierarchie muss es geben da letztendlich der sagen muss wo es langgeht der am Ende die Verantwortung trägt.
    Alle Mediziner aus meinem Umfeld die ich während des Studiums kennengelernt habe und dann auch beim Arbeiten erlebt habe haben mit dem Chirurgie Chef von früher der gerne immer alle vor versammelter Mannschaft zusammengerollt hat nix mehr zu tun. Diese ätzenden Typen gibts zwar auch noch sind aber am "aussterben", alle Generation 55+.

  17. #277
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    Zitat Zitat von schaule Beitrag anzeigen
    @Cleat Coommander: Sehr interessanter Beitrag von dir. Ich kann da gar nicht so schnell drauf antworten. Erwische mich doch grad selbst dabei viel zu bequem zu sein. Schön alle Probleme an die Seite schieben. Der Fehler das sich nichts ändert sei ja nicht bei mir selbst zu suchen. Wir machen es uns alle sehr leicht und einfach.
    Dein Betrag regt mich jedenfalls grad an darüber nachzudenken. Danke erstmal.
    komisch, ich kenne Eltern die versuchen ihren Kindern eine "bessere" Welt zu hinterlassen. Ganz besonders in Punkto Klimawandel.




  18. #278
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    Zitat Zitat von cg75 Beitrag anzeigen
    Diese ätzenden Typen gibts zwar auch noch sind aber am "aussterben", alle Generation 55+.
    Wo soll das nur hinführen?
    Früher war wirklich alles besser.
    Geändert von Tom (11.09.2019 um 14:29 Uhr)

  19. #279
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    Zitat Zitat von Tom Beitrag anzeigen
    Wo soll das nur hinführen?
    Früher war wirklich allles besser.

  20. #280
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    Zitat Zitat von marvin Beitrag anzeigen
    Und ja.
    Es geht alles den Bach runter.
    ...
    Als verantwortlich habe ich das Internet und all seine Begleiterscheinungen ausgemacht. Natürlich in allererster Instanz das Smartphone. Das führt tatsächlich zu vollkommener Verblödung und geistiger sowie körperlicher Degeneration.

    Da geht gerade jegliche praktische Lebensfähigkeit flöten.
    Zustimmung von mir als bekennendem Kulturpessimisten. Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob das wirklich ein wesentliches oder dringliches Problem ist.
    Mehr oder weniger Verblödung ändert nichts daran, was Du und Tom richtig erkannt habt:

    Zitat Zitat von Tom Beitrag anzeigen
    Ein Gehirn von der Größe eines Planeten - und dann nur Mimimi.
    Das Wissen ist da, es ist klar, was zu tun wäre. Jedes Kindergartenkind kann das benennen. Nur gemacht wird es nicht, egal wie gebildet oder lebenserfahren wir Menschen sind!


    Zitat Zitat von marvin Beitrag anzeigen
    Im Gegenteil. Es ist von allem zu viel da und es ist alles viel zu leicht erreichbar.
    Zitat Zitat von Cleat Commander Beitrag anzeigen
    Aber im Endeffekt ist das Gegenteil der Fall. Kinder machen ängstlich und reaktionär.
    Ich hab das im eigenen Freundeskreis mehrfach erlebt und eigentlich kein Gegenbeispiel für diese These.
    Die Bereitschaft zur Veränderung sinkt einfach drastisch, sobald Menschen Kinder haben. Denn so wie es jetzt ist, ist es ja eigentlich noch ganz ok, es könnte ja noch viel schlimmer sein...
    Also wird der Status Quo vermutlich bleiben wie er ist.
    Ja zu beiden Aussagen. Not macht erfinderisch. Unser Wohlstand macht uns träge und schürt Verlustangst.


    Rumplex hat ja hierzu folgendes angemerkt:
    Zitat Zitat von rumplex Beitrag anzeigen
    Könnte ich Dir jetzt jede Menge Gegenbeispiele nennen. Aber es wird in dieser Diskussion mal wieder klar, dass letztlich alles davon abhängt, welches Welt- und Menschenbild man hat.

    Und es ist ja - objektiv historisch betrachtet - absolut unzutreffend, dass sich nichts entwickelt.
    Richtig, irgendwas entwickelt sich immer, auch zum Guten hin, auch in Richtung Problemlösungen.
    Allerdings eben viel zu langsam im Verhältnis zur globalen Entwicklung der letzten paar Jahrhunderte. Uns Menschen fehlt die Radikalität, um konsequent gegenzusteuern.

    Zitat Zitat von Gosy Beitrag anzeigen
    Und warum hat es so lange gedauert bis jemand das merkt und sich was tut ?
    Und deshalb als Antwort hierzu: Weil es bei uns Menschen immer ein paar Jahrzehnte zu lange dauert. Wir laufen den selbst geschaffenen Katastrophen immer hinterher, weil wir in der Mehrheit nicht weitsichtig genug sind und auch Probleme auf nachfolgende Generationen abwälzen, manchmal auch wundersame Problemlösungen in der Zukunft erhoffen.
    Spätestens mit der Industrialisierung hat diese Generierung globaler Katastrophen begonnen: Fossile Energieträger verheizen, Raubbau an der Natur, Militärtechnik, Kernkraft, motorisierte Mobilität, Bevölkerungsexplosion, Smartphone-Verblödung,... Wir kommen immer zu spät, wenn es um die Folgenabschätzung geht...


    Zitat Zitat von Sigi Sommer Beitrag anzeigen
    Dafür haben wir unseren Kindern primärenenergiemäßig den Planeten leergeräumt und dafür emissionsmäßig wieder aufgefüllt.

    Was der Jugend fehlt? Vernünftige Erwachsene,...
    Zitat Zitat von pinguin Beitrag anzeigen
    Verantwortung sollten nicht nur Erwachsene übernehmen, die Jugend kann das auch.
    Zitat Zitat von goldstar Beitrag anzeigen
    sowas hat nichts mit Jugend zu tun.....
    So sehe ich das auch: Das hat nichts mit Jugend oder heutiger Generation zu tun. Verantwortung für eine heute noch nicht existente Zukunft zu übernehmen, scheint uns Menschen von der Evolution allerdings nicht mitgegeben worden zu sein, im Gegensatz zum Wunsch nach grenzenloser Vermehrung.


    Zitat Zitat von rumplex Beitrag anzeigen
    Ich hab das hier mal meiner Tochter (17) zu lesen gegeben. Sie ist entsetzt, und meinte, dass der ganze Mist heute doch von uns Ollen verursacht, entwickelt und erfunden worden sei.
    "Die Ollen sind schuld" halte ich für denselben bequemen Reflex wie "die Jungen sind doof". Wir Menschen machen seit vielen Generationen ziemlich viel Mist, quer durch alle Generationen.
    Soll doch Deine Tochter auf den "ganzen Mist" verzichten, das wäre ein Anfang....
    (Und der Flori einfach mal nachdenken, wie so ein System "Fahrradbremse" funktioniert und zu warten ist, bevor er es nutzt.)


    Zitat Zitat von Ziggi Piff Paff Beitrag anzeigen
    Und besser mit dem Pappbecher auf der Demo als mit dem SUV ins Fitnesstudio ...

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