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  1. #41
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    Münschen!!
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    Zitat Zitat von craze Beitrag anzeigen
    Von wegen.

    Immer, wenn die Quietscher eine besonders dämliche Frage stellen, frage ich immer: Hast Du das schon gegoogelt? Haben sie selten.
    Hm. Irgendwie drängt sich auf, dass Du da, wo Du bist, auch nicht ganz richtig bist. Besonders "erwachsen" oder differenziert hört sich das von Dir jedenfalls nicht an. Vielleicht bist Du ja auch ein Fehler.
    Mihambo!

  2. #42
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    Zitat Zitat von Oposum Beitrag anzeigen

    Die Kinder wurden dann 68ger. Da frag ich mich schon lange was denen fehlte.
    Und die 68er, mit all ihren Idealen, die mal kurz ein Fenster der Geschichte geöffnet hatten in dem es möglich war, die Welt in eine bessere Richtung zu lenken wurden zu Turbokapitalisten.

    Ecce homo.

  3. #43
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    Zitat Zitat von rumplex Beitrag anzeigen
    Hm. Irgendwie drängt sich auf, dass Du da, wo Du bist, auch nicht ganz richtig bist. Besonders "erwachsen" oder differenziert hört sich das von Dir jedenfalls nicht an. Vielleicht bist Du ja auch ein Fehler.
    Wer ist schon richtig? Wenn die Kinder komisch sind, habe sie das auch von ihren Eltern bzw. von der Elterngeneration.

    Was ich aber so unterstütze: Die Nutzung des Smartfones mit Watsapp, Facebook, Twitter und Instagramm usw. macht das Leben unnötig kompliziert. Ich glaube, der Mensch kommt nur bedingt und nicht ohne Nebenwirkung mit asynchroner Kommunikation klar.

  4. #44
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    Die Klage über die "Jugend von heute" ist tausend Jahre alt.

    Leute, wart ihr nie jung? Ihr macht alle den Fehler, euch heute mit der Jugend von heute zu vergleichgen. Klar wer da gewinnt.

    Wenn ich dran denke, wie ich mit 16 war (und auch meine Kumpels), dann graust es mich noch heute.

    Jedes Jahr lese ich den gleichen Text: Handwerksmeister beklagen sich, dass die Jugendlichen nicht ausbildungsreif sind, weil sie nicht richtig rechnen und schreiben können. Das ist seit hundert Jahren so. Die guten Handwerker vergessen aber, daß sie selbst mit 16 auch nicht besser gerechnet haben. Dann haben sie 30 Jahre dazugelernt und ihre Jugend vergessen.

    Ich habe zwei Kinder (16/17), und die sind auch mal unpünktlich, unzuverlässig, vergesslich oder faul. Na und? War ich auch.
    Was ich denen voraus habe, habe ich in 30 Jahren Leben gelernt. Die Kids von heute werden in 30 Jahren genausoviel wissen und können wie wir heute, wahrscheinlich sogar noch viel mehr.

    Gruß
    Chaval
    SOUPLESSE OBLIGE !

  5. #45
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    Heute in Klasse 10: wenn wir 21 sind, dürfen wir dann alles?


    Die Frusttoleranzgrenze ist sehr gering geworden.

  6. #46
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    Eben nochmal über die Eingangsfrage nachgedacht....
    Was fehlt unserer Jugend?

    Ich denke tatsächlich, es fehlt nichts.
    Im Gegenteil. Es ist von allem zu viel da und es ist alles viel zu leicht erreichbar.

    Jede Frage des Universums ist mit zwei Mausklicks im Internet beantwortet, für jeden Handgriff gibt es zig Tutorials auf YouTube. Nackte Haut gibt es im Detail und Überfluss ebenfalls jederzeit im Web. Jede Form von Neigung und Bedürfnis wird im Handumdrehen befriedigt.

    Wenn nichts fehlt und alles erreichbar ist, verkommt aber auch der Wille, sich für Dinge anzustrengen und die eigenen Wünsche planvoll und geduldig zu verfolgen.

    Es fehlt also an Mangel. Es fehlt an Selbsterfahrung. Es fehlt an Risikobereitschaft, unbekannte Wege zu gehen, denn es ist ja alles schon bekannt (ist es?).
    DON'T PANIC !

    Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.

  7. #47
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    Zitat Zitat von chaval Beitrag anzeigen
    Die Klage über die "Jugend von heute" ist tausend Jahre alt.

    Leute, wart ihr nie jung? Ihr macht alle den Fehler, euch heute mit der Jugend von heute zu vergleichgen. Klar wer da gewinnt.

    Wenn ich dran denke, wie ich mit 16 war (und auch meine Kumpels), dann graust es mich noch heute.

    Jedes Jahr lese ich den gleichen Text: Handwerksmeister beklagen sich, dass die Jugendlichen nicht ausbildungsreif sind, weil sie nicht richtig rechnen und schreiben können. Das ist seit hundert Jahren so. Die guten Handwerker vergessen aber, daß sie selbst mit 16 auch nicht besser gerechnet haben. Dann haben sie 30 Jahre dazugelernt und ihre Jugend vergessen.

    Ich habe zwei Kinder (16/17), und die sind auch mal unpünktlich, unzuverlässig, vergesslich oder faul. Na und? War ich auch.
    Was ich denen voraus habe, habe ich in 30 Jahren Leben gelernt. Die Kids von heute werden in 30 Jahren genausoviel wissen und können wie wir heute, wahrscheinlich sogar noch viel mehr.

    Gruß
    Chaval
    +1
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  8. #48
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  9. #49
    Ziggi Piff Paff Gast
    Zitat Zitat von chaval Beitrag anzeigen
    Die Klage über die "Jugend von heute" ist tausend Jahre alt.

    Leute, wart ihr nie jung? Ihr macht alle den Fehler, euch heute mit der Jugend von heute zu vergleichgen. Klar wer da gewinnt.

    Wenn ich dran denke, wie ich mit 16 war (und auch meine Kumpels), dann graust es mich noch heute.

    Jedes Jahr lese ich den gleichen Text: Handwerksmeister beklagen sich, dass die Jugendlichen nicht ausbildungsreif sind, weil sie nicht richtig rechnen und schreiben können. Das ist seit hundert Jahren so. Die guten Handwerker vergessen aber, daß sie selbst mit 16 auch nicht besser gerechnet haben. Dann haben sie 30 Jahre dazugelernt und ihre Jugend vergessen.

    Ich habe zwei Kinder (16/17), und die sind auch mal unpünktlich, unzuverlässig, vergesslich oder faul. Na und? War ich auch.
    Was ich denen voraus habe, habe ich in 30 Jahren Leben gelernt. Die Kids von heute werden in 30 Jahren genausoviel wissen und können wie wir heute, wahrscheinlich sogar noch viel mehr.

    Gruß
    Chaval
    Zitat Zitat von marvin Beitrag anzeigen
    Eben nochmal über die Eingangsfrage nachgedacht....
    Was fehlt unserer Jugend?

    Ich denke tatsächlich, es fehlt nichts.
    Im Gegenteil. Es ist von allem zu viel da und es ist alles viel zu leicht erreichbar.

    Jede Frage des Universums ist mit zwei Mausklicks im Internet beantwortet, für jeden Handgriff gibt es zig Tutorials auf YouTube. Nackte Haut gibt es im Detail und Überfluss ebenfalls jederzeit im Web. Jede Form von Neigung und Bedürfnis wird im Handumdrehen befriedigt.

    Wenn nichts fehlt und alles erreichbar ist, verkommt aber auch der Wille, sich für Dinge anzustrengen und die eigenen Wünsche planvoll und geduldig zu verfolgen.

    Es fehlt also an Mangel. Es fehlt an Selbsterfahrung. Es fehlt an Risikobereitschaft, unbekannte Wege zu gehen, denn es ist ja alles schon bekannt (ist es?).

    zwei gute Posts, ich würde gerne beiden zustimmen, aber mir scheint die widersprechen einander.

    Oder ist es immer nur die berühmte Spitze des Eisberges? In unserem Fall die des Jugendeisberges. Wir sehn nur die die nicht rechen könnne, die nur ins Smartphone glotzen und ausrasten wenn man es wegnimmt.

    Der breite Rest wird sich in 30 Jahren genauso wie jetzt über die Jugend aufregen "die glotzen nur ... und können nicht rechnen und und und "

  10. #50
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    Zitat Zitat von klappradl Beitrag anzeigen
    Meine Kinder wissen auch, wie man Zimmerdecken streicht. Sie wissen auch, was man machen muss, wenn sich herausstellt, dass der vorherige Anstrich dann doch nicht hält. Ich hätte da längst den Farbeimer aus dem Fenster geworfen.
    Aber was mir schon fast peinlich ist, sie wissen nicht wirklich, wie man Fahrradreifen repariert. Die haben einfach nie Platten, die habe immer nur ich.
    Das verstehe ich nicht.
    Warum "fast"?

  11. #51
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    Zitat Zitat von Tom Beitrag anzeigen
    Das verstehe ich nicht.
    Warum "fast"?
    Wie man Fahrradreifen repariert, wissen mehr Leute, als man annimmt. Das sind die gleichen Leute, die immer irgendeinen kennen, der das für sie macht.
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  12. #52
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    Ich testiere einen - anhaltenden - Verfall der Bildung

    Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
    Sokrates griechischer Philosoph * um 469 vChr, † 399 vChr

  13. #53
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    Meiner Wahrnehmung nach wird die gesamte Gesellschaft, unabhängig von Alter oder Klasse, seit geraumer Zeit immer infantiler. Tendenziell kann man in den Bereichen des Mainstreams fast überall einen Rückschritt betrachten, teilweise fällt dieser beträchtlich aus. 'Die Jugend' ist nur ein Resultat daraus und gleichzeitig die einzige Hoffnung auf Besserung, da noch nicht so abgestumpft und verdorben wie viele von uns 'Mittelalten', die nie wirklich erwachsen werden mussten.

    Als kleiner leichtverdaulicher Einstieg in die Thematik empfielt sich Susan Neimans 'Warum erwachsen werden'; hier gibt es u.a. ein paar Erklärungen, weshalb ein wirklich erwachsener, mündiger Bürger vielen Entscheidungsträgern ein Graus ist und deshalb unbedingt verhindert werden soll aber auch einige ganz praktikable Ermutigungen, wie dem zu trotzen ist und man lernt, Prioritäten zu setzen und wirkliche Verantwortung zu übernehmen. Interessant ist weitergehend Robert Pfallers 'Wofür es sich zu leben lohnt'; auch hier gibt es etliche gute Beobachtungen und kluge Gedanken zu den von vielen gespürten Veränderungen in den letzten 20, 30 Jahren.


  14. #54
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    Zitat Zitat von Thomasch Beitrag anzeigen
    Meiner Wahrnehmung nach wird die gesamte Gesellschaft, unabhängig von Alter oder Klasse, seit geraumer Zeit immer infantiler. Tendenziell kann man in den Bereichen des Mainstreams fast überall einen Rückschritt betrachten, teilweise fällt dieser beträchtlich aus. 'Die Jugend' ist nur ein Resultat daraus und gleichzeitig die einzige Hoffnung auf Besserung, da noch nicht so abgestumpft und verdorben wie viele von uns 'Mittelalten', die nie wirklich erwachsen werden mussten.
    +1

    Überall zu beobachten.
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  15. #55
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    Zitat Zitat von Tom Beitrag anzeigen
    Das verstehe ich nicht.
    Warum "fast"?
    Ja, Aua!

  16. #56
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    Es gibt zum Glück auch noch einen ganzen Schwung junger Menschen die richtig klasse sind, Meinungen vertreten können, ihren Weg konsequent gehen und interessante Gesprächspartner sind.
    Gelegentlich treffe ich im Job oder auf Reisen auf solche.
    Weitaus häufiger aber auf ziemlich doofe Jugendliche, die entweder Influencer oder direkt Millionär werden wollen. Oder Hartzler.
    Man kann nur hoffen dass auch aus denen mal brauchbare Erwachsene werden, irgendwie!

  17. #57
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    Vieles ist sicher ein Problem der Wahrnehmung (und das betrifft ja nicht nur die Jugend). Da stellt sich aber doch die grundlegende Frage: Warum ist es so viel schwerer, angenehm/positiv aufzufallen als unangenehm/negativ aufzufallen? War das immer/überall so?

  18. #58
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    Zitat Zitat von chaval Beitrag anzeigen
    D

    Jedes Jahr lese ich den gleichen Text: Handwerksmeister beklagen sich, dass die Jugendlichen nicht ausbildungsreif sind, weil sie nicht richtig rechnen und schreiben können. Das ist seit hundert Jahren so. Die guten Handwerker vergessen aber, daß sie selbst mit 16 auch nicht besser gerechnet haben. Dann haben sie 30 Jahre dazugelernt und ihre Jugend vergessen.

    ß
    Chaval
    Nein!
    Das ist in allen Belangen in der breiten Masse schlechter geworden. Bin seit 38 Jahren selbständig.


    Ich habe Abiturienten die nicht fließend englisch sprechen können, nach jeder Tätigkeit erstmal nach Luft japsen. Praktikanten, die am ersten Tag 20 Min. zu spät kommen.

    -----------------

    Ein Paar Auszüge aus meinem Aushilfenvertrag, seit letzten Jahr um Mobiltelefonverbot ergänzt:

    ..............................
    Bist du ordentlich?
    Falls nicht, bist du hier völlig ungeeignet.
    Stört es dich, wenn etwas auf dem Boden liegt? ( auf Reifen, Kartons, etc wird einfach draufgetreten.) Falls nicht, bist du hier völlig ungeeignet.
    Bist du pünktlich? Falls nicht, du ahnst es, bist du hier völlig ungeeignet. Mit dem dritten Mal Zuspätkommen hat sich unsere Zusammenarbeit erledigt. Schon beim ersten Zuspätkommen mache ich sie richtig rund, so dass manche heulend nach hause gehen.

    Werkzeuge werden nach Benutzung wieder dahin gelegt oder gehängt, wo sie hingehören. Auch wenn sie beim über-über-übernächsten Rad wieder benötigt werden. Über Sinn und Zweck von Ordnung wird auf keinen Fall diskutiert. Diese wird eingehalten.

    Alle Kunden werden IMMER mit einem LAUTEN freundlich "Hallo" oder "Guten Tag" begrüßt..... Ist das für dich keine Selbstverständlichkeit: dann geh lieber woanders arbeiten.(wird trotz Unterschrift oft nicht gemacht, dann drohe ich mit €5,- Abzug für jedes mal. Illegal, aber hilft immer..

    ..............................
    Alles müssen Alles. Seit letzten Jahr extra aufgedröselt: kehren, bedienen, reparieren, verleihen, Probe fahren, Rechnungen schreiben, Müll raus bringen, etc, etc, usw, usw.



    Vor 10 Jahren bin ich aus lauter Brass aus der Handwerkskammer raus, damit ich gar nicht mehr als Ausbildungsbetrieb gefunden werde.
    2020 gehe ich zurück, weil eine der Aushilfen Zweiradmechatroniker werden möchte. Den letzten Azubi hab ich rausgeklagt. Zum Gericht bin ich mit einem Ordner, dessen Aufschrift : "faul, stinkt, lügt "


    Die Stütze meines Ladens sind alte Säcke( Polizist, Berufssoldat(beide Handwerk gelernt) Flugzeugmechaniker und Frauen, die oft Kinder durchfüttern müssen und auch als Quereinsteiger gute Arbeit leisten. Zwei Jugendliche sind topp.
    Es gibt eine hohe Fluktuation bei den Aushilfen: wenn man von vornherein Druck machen muss ist meist keine lange Zusammenarbeit möglich
    .
    Natürlich in der Masse von Eltern und Grosseltern versaut. Zuviel Zucker in den Ar sch, zuwenig zur Selbständigkeit erzogen, zu oft demn Ar sch gerettet bekommen, zu oft die Arbeit, von den Eltern, aus der Hand genommen.....Das erlebe ich sogar bei Besuchen der Eltern. Ich werfe die dann aber sofort raus.
    Geändert von elmar (09.09.2019 um 21:12 Uhr)
    Kommerzieller Drecksack, der dreisterweise sein Geld mit Fahrräders verdient. Die Sau!

  19. #59
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    Zitat Zitat von Indurey Beitrag anzeigen
    Vieles ist sicher ein Problem der Wahrnehmung (und das betrifft ja nicht nur die Jugend). Da stellt sich aber doch die grundlegende Frage: Warum ist es so viel schwerer, angenehm/positiv aufzufallen als unangenehm/negativ aufzufallen? War das immer/überall so?
    Eben, Wahrnehmung. Und sicherlich auch ein Akt der Selbstbestätigung. Dass man selbst als "Generation" ja noch viel besser war, mehr zu leisten hatte/hat usw.. Ich finds hier teils witzig, wie wir uns selbst in die Tasche lügen, teils aber auch ernüchternd, dass eben dieser jahrtausendealte Reflex mit der verkommenen Generation immer wieder funktioniert.
    Mihambo!

  20. #60
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    Zitat Zitat von Indurey Beitrag anzeigen
    ...die grundlegende Frage: Warum ist es so viel schwerer, angenehm/positiv aufzufallen als unangenehm/negativ aufzufallen? War das immer/überall so?
    Einfache Antwort:
    Unangenehm/negativ aufzufallen ist halt wesentlich einfacher.


    Aufzufallen ist ist ja sowieso wichtig - egal wie.

    Die destruktive Zeichenhinterlassung (Jugendsprech: "Tagging") an Gegenständen im öffentlichen Raum ist da ein einprägsames Beispiel:
    In Städten wie Berlin, Frankfurt, Hamburg findet sich praktisch keine Scheibe in öffentlichen Verkehrsmitteln, die nicht durch irgendein reingekratztes Tag beschädigt wäre.

    Warum wird sowas gemacht?
    Der Mensch hat das dringende Bedürfnis, seine Umwelt seine Existenz kundzutun.
    Es geht dabei darum, Spuren zu hinterlassen, die für andere wahrnehmbar sind und deren Urheberschaft man für sich beanspruchen kann.

    Das Zerstören öffentlicher Dinge ist die denkbar einfachste und billigste Methode ("schau mal, diese Scheibe habe ich zerkratzt, die fährt mit meinem Zeichen durch die ganze Stadt").

    Finanziell besser aufgestellte Jugendliche hinterlassen Spuren, indem sie mit stundenweise angemieteten Car2Go-Autos mit quietschenden Reifen bei Vollgas durch Innenstädte rast.

    Immer geht es darum, allen zu zeigen "Schaut her, hier bin ich, ich bewirke etwas...".
    DON'T PANIC !

    Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.

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