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  1. #101
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    Zitat Zitat von Thunderbolt Beitrag anzeigen
    No Future und angeben wie fertig wir waren hatten wir 1978 auch schon.
    Richtig. Da war lief Skolstrejk ja noch unter ganz anderen Vorzeichen. Und im Vergleich zu heute war die Zukunft damals eigentlich auch ziemlich geil.
    Geändert von usr (10.09.2019 um 18:13 Uhr)

  2. #102
    Sigi Sommer Gast
    Zitat Zitat von PAYE Beitrag anzeigen
    ... Es ist ja nicht so dass nur die Generation Z eine ungünstige (Über)Lebensperspektive hat und alle Generationen davor das dolce vita genossen.
    Jede Generation muss letztlich damit zurecht kommen was die Vorväter angerichtet haben.
    Eigentlich sind / waren wir es doch, die in vollen Zügen genießen konnten, Nachhaltigkeit war doch bis vor Kurzen keine öffentliche Diskussion wert, wurde als pessimistische Ökospinnnerei kleingeredet, die Schlafpille haben doch alle gern geschluckt.

    Diese Sichtweise des 'Zurechtkommens' geht auch nicht länger auf: z.B. wenn 2 Generationen Atommüll vergraben und die kommenden 100 damit konfrontiert sind, stimmt die Betrachtung mit den Vorvätern nicht mehr. Wir beide sind schon 1.000 Jahre schlechter Dünger, wenn allein dieses Problem erst so richtig aufschlägt.

  3. #103
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    Zitat Zitat von Sigi Sommer Beitrag anzeigen
    Diese Sichtweise des 'Zurechtkommens' geht auch nicht länger auf: z.B. wenn 2 Generationen Atommüll vergraben und die kommenden 100 damit konfrontiert sind, stimmt die Betrachtung mit den Vorvätern nicht mehr. Wir beide sind schon 1.000 Jahre schlechter Dünger, wenn allein dieses Problem erst so richtig aufschlägt.
    Es sind etwa mindestens 40000 Genrationen. Aber wenn die 2 - 4 Generationen (wer weiß, wie lange das noch geht. Deutschland ist hier nicht der Nabel der Welt), die den Müll produzieren, ihn wenigstens vernünftig vergraben würden, wäre viel gewonnen.

    Ich glaube aber nicht, dass Gedanken daran derzeit die Jugend belastet.

  4. #104
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    Wenn ich heute 15 wäre und mir unsere Politik ansehe wäre mir au h nicht wohl dabei und ich würde mir denken was für eine Welt

  5. #105
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    Zitat Zitat von marvin Beitrag anzeigen
    Ja klasse. Danke.
    Wieder ein Gebiet, auf dem sich der Mensch der Maschinenlogik unterordnet.
    Chaotische Lagerhaltung als Grundprinzip.
    Der Computer machts vor, also kann es ja so falsch nicht sein...
    Nur weiter so. Der Mensch schafft sich ab. Ihr schafft das schon noch.
    Ein Gehirn von der Größe eines Planeten - und dann nur Mimimi.
    Dieser Post könnte vom Original kommen.

    Für diejenigen, die "klassische" Ordnung lieben, gibt's ja zum Glück Mary Kondo.

  6. #106
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    Zitat Zitat von Kathrin Beitrag anzeigen
    Heute in Klasse 10: wenn wir 21 sind, dürfen wir dann alles?


    Die Frusttoleranzgrenze ist sehr gering geworden.
    Tja bei den Lehrern heute Die Generation wird überladen mit Facebook , Instagram, snapchat etc. Lehrer die zu alt sind um diese Leute zu erreichen . Auch bei den Jungen Leuten geht die Schere stark auseinander .

  7. #107
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    Zitat Zitat von Gosy Beitrag anzeigen
    Tja bei den Lehrern heute Die Generation wird überladen mit Facebook , Instagram, snapchat etc. Lehrer die zu alt sind um diese Leute zu erreichen . Auch bei den Jungen Leuten geht die Schere stark auseinander .
    Die Lehrer sind bei uns an der Schule nicht zu alt. Ich gehöre mit meinen 45Jahren zu den alten Kollegen Facebook wird von den Schülern gar nicht mehr genutzt. Die digitale Technik gehört bei uns in der Schule genauso dazu wie Stift und Block. Bzgl. Snap und Insta sehe ich es genauso wie unsere Vorfahren bzgl. Bücher und TV.

  8. #108
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    Zitat Zitat von pinguin Beitrag anzeigen
    Bin da Pessimist. Das wird nicht besser, eher deutlich schlechter. Die heutige Jugend hat zuviel und doch zuwenig. Fragt mal rum, wer von den unter 20-jährigen Zeitung lierst, regelm. Nachrichten schaut, fragt mal, welche Politiker sie kennen und warum.

    Bücher lesen? Wenigstens irgendwas auf'm Kindle (oder Ähnlichem)? Leigbücherei besuchen, Urlaubslektüre zusammenstellen? In Urlaub fahren und wissen, wo man überhaupt hinreist und das mal auf ner Papierkarte überblicken?

    Speziell zu Letzterem, die örtliche Orientierungslosigkeit, da könnte ich regelmäßig Knochen kotzen. Mir ggü. sitzt ein Endzwanziger, der spielt relativ gut/hochklassig Fussball. Der fragt mich jedesmal, wenn Auswärtsspiel ansteht, wo der Ort ist und wie er da hin kommt. Hallo? Wie doof ist denn das?

    Fragt mal eure Sprösslinge, wo Westen ist, wo die Sonne aufgeht, was der Äquator ist. Wo ist der Nordpol, der Südpol? Usw. - Null, da kommt Null komma Null.

    Duale Studenten in unserem Betrieb, die sich für IT-Ausbildungen interessieren: Die haben zum Großteil noch nie nen Computer bedient. Also Schreibmaschine schreiben oder anders, zumindest mit nem halbseidenen Fingerkonzept schnell auf der Tstatur sein? Kannst vergessen. Nur wischen und tippen auf nem Display geht.

    Fragte einer, ob er ein iPad oder sonstiges Tablet haben kann. Gegenfrage, warum das Notebook nicht OK ist? Antwort: Man muss die Tastatur benutzen. Wie kommen die Leute mit ner Tabellenkalkulation oder wenigstens Skriptsprache klar? Schon mal ein Batch-File geschrieben? Schon mal was automatisiert, programmiert? Null...

    Ich krieg' diese Koriphäen alle mit, live und in Farbe. Es ist zum Verzweifeln. Praktikanten (Ingenieurstudium, BWL, VWL, ...) genauso. Die Meisten verwenden die Tabellenkalkulation als Millimeterpapier, tragen ihre Berechnungen, nachdem sie auf dem Handy kalkuliert (falsch, was sonst...) ein, sprich die Ergebnisse. Null Formelverstand, keine Idee, wie man nachvollziehbar und wiederverwendbar arbeitet.

    Ich meine, wenn in Zukunft was gebraucht wird, dann alles Mögliche rund um die IT. Könnte sich die Jugend ja mal Mühe geben...

    +1
    Kommerzieller Drecksack, der dreisterweise sein Geld mit Fahrräders verdient. Die Sau!

  9. #109
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    Zitat Zitat von rumplex Beitrag anzeigen
    Schaizz Laden, in dem Du arbeitest, offensichtlich. Hab ich ganz anders erlebt (Absolventen im Praktikum).

    Zum Rest: Keine Ahnung, wo Du das hernimmst, auch das erlebe ich ganz anders durch meine Kurze. Wie auch in ihrer "Clique". Wenn man da Wort noch benutzen darf.
    Ich erlebe die Entwicklung seit Jahrzehnten live mit.
    Das Niveau sinkt, in allen Bereichen.
    Von wenigen Ausnahmen abgesehen.

    Unlängst Elternversammlung Gesamtschule um die Ecke : Wahlpflichtfächer sind Hauptfächer, die wiederum andere Hauptfächer ausgleichen können.

    Meine Kommentar dazu sorgte für Aufruhr : " Man kann ja hier mit Häkeln und Stricken(Darstellen und Gestalten) Mathe oder Englisch ausgleichen, da wundert mich nicht, dass ein jeder zumindest die mittlere Reife erlangt!"

    Und blind wie ich war dachte ich die meisten Eltern dächten gleich. Weit gefehlt. Fast einhellig wurde die kontrollierte Absenkung des Niveaus begrüsst.

    Nicx wird besser.
    Gar nicx.
    Kein Blick über den Tellerrand.
    Fast flächendeckend.


    Gegoogelt-recherchiert wird meist nicx, sofort wird nach Hilfe gefragt. Ich weiss nicht wo das herkommt, weil ich privat und betrieblich. .................................................. ......Anmerkung des Autors: " Ach egal, es ist alles geschrieben, Fred kann zu.
    "
    Geändert von elmar (10.09.2019 um 10:21 Uhr)
    Kommerzieller Drecksack, der dreisterweise sein Geld mit Fahrräders verdient. Die Sau!

  10. #110
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    Zitat Zitat von Tom Beitrag anzeigen
    Ein Gehirn von der Größe eines Planeten - und dann nur Mimimi.
    Dieser Post könnte vom Original kommen...
    Danke. Ja.

    Zitat Zitat von Tom Beitrag anzeigen
    ...Für diejenigen, die "klassische" Ordnung lieben, gibt's ja zum Glück Mary Kondo.
    Zum Glück gibt es zwischen einer binär gesteuerten chaotischen Lagerhaltung und dem pathologischen Aufräumwahn á la Kondo noch ein paar praktikablere Abstufungen, die ein geordnetes Leben auch ohne Rechnerhilfe ermöglichen.
    DON'T PANIC !

    Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.

  11. #111
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    Zitat Zitat von PAYE Beitrag anzeigen
    Andererseits sollte man aber auch nicht ausblenden dass in den etwa 100 vergangenen Jahren 2 Weltkriege über die Menschen vorheriger Generationen hereinbrachen mit all ihren Risiken für das eigene Überleben und die massive Vergiftung von Land und Meer durch Bomben und Seekriegsfolgen.
    Es ist ja nicht so dass nur die Generation Z eine ungünstige (Über)Lebensperspektive hat und alle Generationen davor das dolce vita genossen.
    Die beschriebenen Generationen hatten es hart, keine Frage. Aber in Sachen persönliche Perspektive ist so eine Stunde Null geradezu das Optimum für eine neue Generation, da die alten nicht annähernd so fest auf ihren Stühlen kleben wie während einer Stagnationsphase. Die Leute sind quasi in ein Vakuum hineingewachsen (genau dieser Effekt hat dann bei der Eingliederung der DDR gefehlt, das Neuordnungspotential wurde komplett von westdeutschen “Expats“ aufgesogen). Für die Generation Wiederaufbau hatte sich Leistung viel stärker gelohnt als für jede andere. Ein permanenter Aufstieg vom Kindergarten bis zur Rente. Harte Arbeit und tolle Belohnungen.

    Heute? Nur die größten Deppen sehen Wachstum nicht zumindest etwas skeptisch, wenn nicht sogar als Bedrohung. Die große Lebensaufgabe der nachrückenden Generation ist Stagnation zu bewältigen. Würde besser rechnen/tippen/pünktlichsein dabei helfen? Ja! Auf jeden Fall! Aber ein motivierendes Ziel für besser rechnen/tippen/pünktlichsein ist Stagnation eher nicht. (für die Leute mit Verständnisproblemen: das war eine ganz massive Untertreibung).

    Hätten die derzeitigen Jugendlichen nicht Smartphones und helikoptöse Infantilisierung, ich fürchte sie würden sich die Gehirne mit Chemie wegschießen bis sie eine höhere Pflegefallquote hätten als die 70 Jahre älteren. Aber auch da reicht es nur für ein paar unspektakuläre Liquids im Verdampfer, die “Zahnlosigkeit“ hat vielleicht auch gute Seiten...
    Geändert von usr (10.09.2019 um 18:15 Uhr)

  12. #112
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    Ich glaube, dass der wichtigste Bezugspunkt immer noch die Eltern sind. Wenn die sich nicht kümmern und nicht auf ein Mindestmaß an Benimm und Anstand achten, können die Kinder das auch nicht lernen. Von wem sollen sie es lernen, wenn nicht von den Eltern? Das fängt ja schon mit kleinen Dingen wie z. B. einer anständigen Begrüßung oder „Bitte und Danke sagen“ an. Den Lehrern in der Schule kann und sollte man das nicht aufbürden. Die haben genug zu tun. An den äußeren Umständen, denen die Kinder heutzutage ausgesetzt sind (soziale Medien, politische und gesellschaftliche Entwicklungen, etc.) kann man als Eltern leider nur wenig ändern. Man kann aber versuchen, den Kindern den Umgang mit diesen Umständen zu erleichtern, Wege vorschlagen, die man gehen könnte und dann noch den Kindern helfen, den von Ihnen gewählten Weg zu gehen.
    "Jeder sollte an irgendetwas glauben, und wenn es an Fortuna Düsseldorf ist." (Campino)

  13. #113
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    Da jetzt hier schon mehrfach von Nachkriegs- und ColdWar-Generationen die Rede war...

    Ja. Was heute tatsächlich fehlt, ist ein bisschen mehr ANGST.
    Angst vor Krieg, Angst vor Umweltzerstörung, Angst vor Kontrollverlust...
    SS-20, Pershing, Cruise Missile, Kalter Krieg, Waldsterben, Aldous Huxley, Tschernobyl, Startbahn West...

    Angst - zumindest bis zu einem gewissen Grad - aktiviert den Geist, zwingt das Individuum zur Reflexion und zur Suche nach Lösungen.

    Die gerade ganz stark an Fahrt aufnehmende Umweltdebatte á la Greta geht grundsätzlich in eine gute Richtung.
    Da ist gerade insbesondere in der Jugend eine Aktivierung spürbar, die es so über sehr sehr lange Zeit nicht mehr gegeben hat.


    Ein Hoffnungsschimmer.



    Aber wohl zu spät...
    DON'T PANIC !

    Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.

  14. #114
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    Zitat Zitat von marvin Beitrag anzeigen
    Da jetzt hier schon mehrfach von Nachkriegs- und ColdWar-Generationen die Rede war...

    Ja. Was heute tatsächlich fehlt, ist ein bisschen mehr ANGST.
    Angst vor Krieg, Angst vor Umweltzerstörung, Angst vor Kontrollverlust...
    SS-20, Pershing, Cruise Missile, Kalter Krieg, Waldsterben, Aldous Huxley, Tschernobyl, Startbahn West...

    Angst - zumindest bis zu einem gewissen Grad - aktiviert den Geist, zwingt das Individuum zur Reflexion und zur Suche nach Lösungen.

    Die gerade ganz stark an Fahrt aufnehmende Umweltdebatte á la Greta geht grundsätzlich in eine gute Richtung.
    Da ist gerade insbesondere in der Jugend eine Aktivierung spürbar, die es so über sehr sehr lange Zeit nicht mehr gegeben hat.


    Ein Hoffnungsschimmer.



    Aber wohl zu spät...
    halte ich für eine gewagte These.
    Die Angst (die ich bei nicht wenigen jungen Leuten mitbekomme) ist heute diffuser und für mich erst mal nicht so objektiv greifbar, weil Bedingungen (Umweltbedingungen in Deutschland!) und berufliche Möglichkeiten (viel größere Auswahlmöglichkeit) heute viel besser als vor z.B. 40 Jahren waren.
    Unsere Angst war auch häufiger mit einer Identitätsfindung verbunden.
    Geändert von big-foot (10.09.2019 um 10:35 Uhr)
    Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen. (A. Strindberg)

  15. #115
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    Wenn jemand denkt, dass der Jugend die Angst vor Krieg, Atomunfall usw. fehlt, dann fällt mir nichts mehr ein. Ganz ehrlich, das ist der grösste Blödsinn, den ich je gehört habe.

    Mag ja sein, dass die Jugend verwöhnt ist und es ihr „zu gut“ geht, aber der Gedanke, dass Angst etwas positives bewirken könnte, finde ich absurd.

  16. #116
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    Zitat Zitat von PAYE Beitrag anzeigen
    So wahr hier vieles bereits Gesagtes auch ist möchte ich noch 2 Anmerkungen machen:

    Stichwortsuche findet kein unaufgeräumtes Werkzeug! Zumindest nicht in meiner Werkstatt.

    Die Hypotheken, welche künftigen Generationen aufgebürdet werden, sind gewaltig, keine Frage.
    Andererseits sollte man aber auch nicht ausblenden dass in den etwa 100 vergangenen Jahren 2 Weltkriege über die Menschen vorheriger Generationen hereinbrachen mit all ihren Risiken für das eigene Überleben und die massive Vergiftung von Land und Meer durch Bomben und Seekriegsfolgen.
    Es ist ja nicht so dass nur die Generation Z eine ungünstige (Über)Lebensperspektive hat und alle Generationen davor das dolce vita genossen.
    Jede Generation muss letztlich damit zurecht kommen was die Vorväter angerichtet haben.
    Das Gegenteil ist der Fall:
    Die jeweils zwei ersten Nachkriegsgenerationen haben jeweils eine beschissene (o.k., die zweite schon nicht mehr, die jammern hier nur aus Gewohnheit) Vergangenheit und eine goldene Zukunft. Bei der heutigen Jugend ist es tendenziell andersrum.

    Aber Euer Gejammer über Ordnungssysteme und anderes sagt ja nichts über die heutige Jugend aus - sondern nur etwas von die von vor 30-40-50 Jahren.
    Geändert von Tom (10.09.2019 um 11:27 Uhr)

  17. #117
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    Zitat Zitat von elmar Beitrag anzeigen
    Ich erlebe die Entwicklung seit Jahrzehnten live mit.
    Das Niveau sinkt, in allen Bereichen.
    Von wenigen Ausnahmen abgesehen.
    Ja, wie gesagt: Die Chefs im Radladen waren früher auch cooler.

  18. #118
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    Zitat Zitat von elmar Beitrag anzeigen
    Nicx wird besser.
    Oder zumindest nicht soviel, wie notwendig wäre.


    Und ja, mir sind mittelalte, selbstgerechte Menschen der 'Früher war alles besser'-Fraktion auch ein Graus. Das ändert aber nix daran, dass auch deren Wahrnehmungen den Tatsachen entsprechen können und selbstverständlich nicht gleich automatisch komplett falsch sind, nur weil sie von besagten Unsympathen überspitzt geäußert werden. Hier gibt es viele Schnittmengen mit tatsächlichen Veränderungen und damit einhergehend eben oft auch messbaren Verschlechterungen. Wer davon in seinem persönlichen Umfeld nix mitbekommt bzw. derartiges sogar begrüßt, kann sich imho glücklich schätzen; gute Chancen haben naturgegeben immer diejenigen, die sich am besten an aktuelle Entwicklungen anpassen können. Und ja, auch da waren wir schonmal weiter, zumindest ein wenig.

    Das Gute ist, dass viele Kinder und Jugendliche ein ausgeprägtes Sensorium für den uns umgebenden Wahnsinn haben und selbst die oftmals zurecht verpönten Fridays For Future (mein alter Polit-Prof sagte zu derartigem gern Trillerpfeiffentourismus und meinte ursprünglich diverse zu seiner Zeit voll angesagte Proteste gegen Atomkraftwerke/ Entsorgungen etc... in der alten BRD) sind für mich ein kleiner Beleg dafür, dass Hopfen und Malz nicht bei allen verloren sind. Leider gibt es auch hier eine immer krasser werdende Spaltung zwischen den Polen und ich vermute, dass ein Großteil der negativen Erfahrungen mit der Jugend aus Kontakten mit der einen, leider stark überwiegenden Seite resultiert, während die andere beinah zwangsläufig nicht annähernd so stark auffällt.

  19. #119
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    Gebe Tom absolut Recht. Meine Eltern, Jahrgang 51, hatten es sicherlich nicht leicht, hatten aber eine Perspektive und die Möglichkeit was zu erreichen. Meine Eltern waren Arbeiter und Bankangestellte, also keine Grossverdiener, konnten aber mit dem verdienten Geld was aufbauen. Z.B. haben meine Eltern ein grosses Grundstück gekauft und mein Vater hat das Haus ganz alleine (mit Hilfe von Freunden) gebaut.

    Das ist heute schlicht nicht mehr machbar. Mein 10-jähriger Sohn fragt sich jetzt schon (!!!) wie er mal ein Haus kaufen könnte bei den Preisen die hier verlangt werden.

  20. #120
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    Zitat Zitat von Thomasch Beitrag anzeigen
    Oder zumindest nicht soviel, wie notwendig wäre.


    Und ja, mir sind mittelalte, selbstgerechte Menschen der 'Früher war alles besser'-Fraktion auch ein Graus. Das ändert aber nix daran, dass auch deren Wahrnehmungen den Tatsachen entsprechen können und selbstverständlich nicht gleich automatisch komplett falsch sind, nur weil sie von besagten Unsympathen überspitzt geäußert werden. Hier gibt es viele Schnittmengen mit tatsächlichen Veränderungen und damit einhergehend eben oft auch messbaren Verschlechterungen. Wer davon in seinem persönlichen Umfeld nix mitbekommt bzw. derartiges sogar begrüßt, kann sich imho glücklich schätzen; gute Chancen haben naturgegeben immer diejenigen, die sich am besten an aktuelle Entwicklungen anpassen können. Und ja, auch da waren wir schonmal weiter, zumindest ein wenig.

    Das Gute ist, dass viele Kinder und Jugendliche ein ausgeprägtes Sensorium für den uns umgebenden Wahnsinn haben und selbst die oftmals zurecht verpönten Fridays For Future (mein alter Polit-Prof sagte zu derartigem gern Trillerpfeiffentourismus und meinte ursprünglich diverse zu seiner Zeit voll angesagte Proteste gegen Atomkraftwerke/ Entsorgungen etc... in der alten BRD) sind für mich ein kleiner Beleg dafür, dass Hopfen und Malz nicht bei allen verloren sind. Leider gibt es auch hier eine immer krasser werdende Spaltung zwischen den Polen und ich vermute, dass ein Großteil der negativen Erfahrungen mit der Jugend aus Kontakten mit der einen, leider stark überwiegenden Seite resultiert, während die andere beinah zwangsläufig nicht annähernd so stark auffällt.
    Das ist schon richtig, nur war für uns die Welt noch etwas einfacher und wenn meine Eltern zum Beispiel dieses Bild von mir und meiner späteren Frau im "Stern" fanden, war für die auch erst mal der Glaube an die Jugend ( .. die Verantwortung übernimmt, beruflich erfolgreich ist usw) auch vollkommen verloren, ich hatte da heftigste Auseinandersetzungen mit meinem Vater.
    (der, wie ich später begriff in seiner intelligenten und sehr bescheidenen Lebensart sehr viel Verantwortung in seinem Leben und Umfeld übernommen hatte)
    Aber in der Lebensphase war erst mal Null Verständnis füreinander, denn natürlich gab es auch damals die komplett anderes "Gepolten"

    Geändert von big-foot (10.09.2019 um 11:09 Uhr)
    Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen. (A. Strindberg)

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