Ergebnis 1 bis 20 von 20
  1. #1
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    l'Eroica XXIII

    Nach einem (sehr) kurzen Wintersport-Intermezzo Anfang September beim Bergkönig/Gstaad verwöhnte die Toskana die geschundenen alten Gichtknochen zur Abwechslung mal wieder mit perfektem Radel-Wetterchen.

    Das Ambiente in Gaiole nähert sich in gewisser Weise zunehmend dem Profizirkus an. Gefühlt sind zumindest am Samstag mehr Autos und Wohnmobile vor Ort unterwegs als Fahrräder. Erstaunlicherweise hat ein Großteil davon am späten Sonntagnachmittag schon wieder das Weite gesucht.
    Auf der Bolzplatzwiese knabbern luxuriöse Camper mittlerweile bedenklich am Revier der Zeltfraktion.

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    Bedauerlich find ich auch, dass der Teilemarkt für den Franzosenschrauber, der hier in grauer Vorzeit manch feinen Schnapper machen konnte, eher uninteressant oder besser: überteuert geworden ist. Natürlich gut für die entsprechenden Händler. Und wenn man nichts braucht.
    Trotzdem schade um den Charme der frühen Jahre - das Stöbern in den schmuddeligen Gruschelkisten der kleinen Amateurverkäufer vermisse ich schon. Aber das ist eben der Gang der Dinge. Die Standgebühren sind sicher auch nicht ohne.
    Bedeutet natürlich gleichzeitig - mehr Zeit, meine Domestiken durch knüppelharte Trainingseinheiten im Umland für den alles entscheidenden Sonntag weiter zu stählen.

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    Ich vermute ja schon länger, dass vielen Bewohnern der Region - zumindest jenen, die mit Fahrradkarnev.. äh hartem ehrlichem Rennspocht nix am Hut haben - die Weißen Straßen ziemlich auf den Zeiger gehen.

    Augenscheinlich waren im Vorfeld der Eroica-Veranstaltung die Naturstraßen ein wenig verfeinert worden (für prestigeträchtigen neuen Streckenrekord?), doch der gebiss- & zahnfüllungsmordenden Waschbrettpassagen hatte es in diesem Jahr mal wieder reichlich auf der langen Strecke. Vielleicht sollte man ja mal an entsprechenden Stellen per Metalldetektor auf die Suche nach Goldplomben gehen.
    Den dekorativen weissen Staub gibt's immer zur Genüge. Neben permanentem Schmutz auf seiner bella macchina und konzentrationsfordernder Fahrweise darf der gemeine Strade-Bianche-Automobilist die Stoßdämpfer vermutlich im Monatsrythmus austauschen.
    Und der in Verbindung mit Feuchte erfahrungsgemäß stark korrosive Weißstaub dürfte im Verborgenen hinterhältig an exponierter Technik nagen.

    Uns natürlich wurscht. Wie gut, dass der Alteisenradler einfache, überschaubare Technik und (hoffentlich) nachwachsende Knorpelschichten zu Felde führt.
    Und zur Entspannung zwischendurch gibt's ja auch noch etwas Asphalt.

    Ansonsten gilt wie immer: Freunde treffen, dem Vegetarier mundet das Cinghiale, und zum gemütlichen Outdoor-Sonntagsfrühstück um kurz vor 4 Uhr prasselt's nicht auf die Zeltbahn.

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    Dazu zweistellige Temperaturen zum Start - Grazie mille!

    Das Anrollen mit den anderen Bettflüchtern um 5 Uhr heraus aus Gaiole und hinein in die Düsternis ist selbst für eine notorische Schlafmütze/Schnarchnase wie mich immer das erste Highlight des Tages. Das nächste der unglaubliche Sonnenaufgang über Siena.

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    Leider wurde bereits im letzten Jahr die lauschige Verpflegungsstelle (Agriturismo) Pieve A Salti ins etwas rummelige Buonconvento verlegt. Für den Veranstalter natürlich deutlich effektiver, da so mehrere Routen an einer Stelle, mit einer Controllo/Ristoro, versorgt werden können.

    Das getreue 1963er PX10-Schlachtross rumpelte nun zum 9. mal über die lange Strecke der Ur-Eroica, für seinen gefeierten Meisterfahrer war's das 10. mal Gaiole in Folge.
    Jedes mal ein Fest.
    Alla prossima!
    Geändert von quaeldich-sehr (20.10.2019 um 18:17 Uhr)

  2. #2
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    Geändert von quaeldich-sehr (20.10.2019 um 18:13 Uhr)

  3. #3
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    danke für deinen bericht. ich überlege auch schon, ob ich nach einigen jahren pause 2020 wieder dort aufschlagen soll. einerseits war mir der rummel das letzte mal schon fast zu viel, andererseits ist es halt doch eine tolle veranstaltung und strecke. von den lukullischen genüssen am renn- und den übrigen tagen mal ganz abgesehen.

  4. #4
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    Schöner Bericht, danke, habe auch gute Erinnerungen, bin mal vor Jahren ein Stück (leider auf modernem Alu) mitgerollt, sehr schöne Gegend.
    Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen. (A. Strindberg)

  5. #5
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    Vielen Dank für Bericht und Bilder!!!

    War vor 4 Jahren dort, war einerseits ein tolles Erlebnis, aber der Massenauflauf war auch da schon deftig … die Gegend dort is ein Traum, die Veranstaltung an sich auch, ich überlege ob ich beim nächsten Mal bei der Primavera mitmache:

    https://eroica.cc/en/montalcino/galley-2019-montalcino

    Heuer war eine Schlammschlacht, insgesamt wohl weniger massenkompatibel … sympathisch.

  6. #6
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    Danke für die warmen Worte, aber - I'm not worth it!, siehe unten.


    Zitat Zitat von Sigi Sommer Beitrag anzeigen
    ..., ich überlege ob ich beim nächsten Mal bei der Primavera mitmache:

    https://eroica.cc/en/montalcino/galley-2019-montalcino

    Heuer war eine Schlammschlacht, insgesamt wohl weniger massenkompatibel … sympathisch.
    Phantastische Fotos - merci! Hatte ich noch gar nicht gesehen. Beeindruckend auch der Spirit, der 'rüber kommt!

    So 'ne Schweinerei kann ja durchaus mal Spaß machen. Wenn man allerdings 2.500 km An/Abreise hat und zeltet, isses dann doch nicht ganz das, was man möchte. Zudem ist es für die Technik richtig übel.
    Wir hatten sowas in der Art bei der Gaiole-Eroica 2015. Anscheinend vor allem im Südteil der Strecke hat's mal so richtig geschüttet. Regen + Dreck über Stunden - da galt es hinterher, das ein oder andere Lager zu erneuern. Ritzel und Kette sahen auch nicht mehr so gut aus, trotz im Grunde weniger gefahrener Kilometer.



    Zitat Zitat von quaeldich-sehr Beitrag anzeigen
    ...
    Augenscheinlich waren im Vorfeld der Eroica-Veranstaltung die Naturstraßen ein wenig verfeinert worden (für prestigeträchtigen neuen Streckenrekord?), ...
    Mein Ziel war und ist weiterhin, den alten Rekord von Peter Post aus dem Jahre 1964 für die schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit bei Klassikern über 200 Kilometer Länge* zu brechen (zumindest bei Paris - Roubaix, wo er den Rekord-Schnitt fuhr, war erst 2017 Greg van Avermaet 0,075 km/h schneller; aber wegen des vergleichbaren Materials gelten für mich weiter die 45,13 km/h von 1964).

    Leider hat es auch in diesem Jahr in Gaiole nicht ganz geklappt.
    Als ich unterwegs realisierte, dass ich den Rekord auch 2019 wohl nicht knacken würde, hab ich die genaue Zeitnahme beendet. Doch statt einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 45,13 km/h dürfte ich immer noch sehr respektable 13,45 km/h erreicht haben.

    Ich denke, meine Wasserträger (vgl. Beitrag 1) haben mal wieder versagt. Fürs kommende Jahr werde ich sie - ganz im Sinne des später gefürchteten TI-Raleigh-Teamchefs Peter Post - lehren, was der Veranstalter mit dem Eroica-Leitspruch "la bellezza della fatica / the beauty of fatigue" meint.


    * https://www.flickr.com/photos/236661...7660827939342/
    Geändert von quaeldich-sehr (09.11.2019 um 13:38 Uhr)

  7. #7
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    Zitat Zitat von quaeldich-sehr Beitrag anzeigen
    ...
    Mein Ziel war und ist weiterhin, den alten Rekord von Peter Post aus dem Jahre 1964 für die schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit bei Klassikern über 200 Kilometer Länge* zu brechen (zumindest bei Paris - Roubaix, wo er den Rekord-Schnitt fuhr, war erst 2017 Greg van Avermaert 0,075 km/h schneller; aber wegen des vergleichbaren Materials gelten für mich weiter die 45,13 km/h von 1964).

    Leider hat es auch in diesem Jahr in Gaiole nicht ganz geklappt.
    Als ich unterwegs realisierte, dass ich den Rekord auch 2019 wohl nicht knacken würde, hab ich die genaue Zeitnahme beendet. Doch statt einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 45,13 km/h dürfte ich immer noch sehr respektable 13,45 km/h erreicht haben.
    ...
    Geil

    Ich denke, Du hast erst so 4 bis 5 km vor dem Ziel realisiert, dass es nicht ganz reichen wird ….

  8. #8
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    Schöner Bericht, danke! Aber wieso werden die Hightechjackenträger nicht disqualifiziert?
    Burned out from exhaustion, buried in the hail, poisoned in the bushes, blown out on the trail

  9. #9
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    Zitat Zitat von Sigi Sommer Beitrag anzeigen
    Geil

    Ich denke, Du hast erst so 4 bis 5 km vor dem Ziel realisiert, dass es nicht ganz reichen wird ….
    Genau.
    Wenn man so lange in der absoluten Weltspitze mitfährt wie ich, entwickelt man ein sehr feines Zeitgefühl.





    4 bis 5 km vor dem Ziel sollte man tatsächlich schon fast anhalten (machen auch viele), weil's in der Nachmittagssonne so schön ist.
    Für mich nämlich das higheste Highlight des Tages (abgesehen vom Ziel-Bier), ein paar km vor Gaiole in der warmen Spätnachmittagssonne auf der Höhe über das allerletzte Weiße Segment bei Vertine zu schweben. Dann runter nach Gaiole. Jedesmal Gänsehaut.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Cleat Commander Beitrag anzeigen
    Schöner Bericht, danke! Aber wieso werden die Hightechjackenträger nicht disqualifiziert?
    Meinst du die rote in Bild 7 (Beitrag 1)?
    Die hab ich meinem Kumpel für die Startaufstellung geliehen. Ich selbst hab die mal vor über 20 Jahren geschenkt bekommen, als ich mal bei beginnendem Regen das Haus verließ (die war damals bestimmt schon mindestens 20 Jahre alt).
    Die ultimative Low-Tech-Jacke. Ein für wirklich jeden Einsatz vollkommen untaugliches wasserdurchlässiges flatteriges Mistding.
    Aber da ich wirklich gar nichts wegschmeissen kann und die Jacke nur ein paar Gramm wiegt, nutzt sie bis heute für Eroica-Startaufstellungen, auf dass sich beim Warten die Körperwärme etwas langsamer verliert.

    Meist bekomme ich wegen der Jacke von mitleidigen Zeitgenossen am Start noch ein paar Euro zugesteckt.

  11. #11
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    Zitat Zitat von quaeldich-sehr Beitrag anzeigen
    Meinst du die rote in Bild 7 (Beitrag 1)?
    Die hab ich meinem Kumpel für die Startaufstellung geliehen. Ich selbst hab die mal vor über 20 Jahren geschenkt bekommen, als ich mal bei beginnendem Regen das Haus verließ (die war damals bestimmt schon mindestens 20 Jahre alt).
    Die ultimative Low-Tech-Jacke. Ein für wirklich jeden Einsatz vollkommen untaugliches wasserdurchlässiges flatteriges Mistding.
    Aber da ich wirklich gar nichts wegschmeissen kann und die Jacke nur ein paar Gramm wiegt, nutzt sie bis heute für Eroica-Startaufstellungen, auf dass sich beim Warten die Körperwärme etwas langsamer verliert.

    Meist bekomme ich wegen der Jacke von mitleidigen Zeitgenossen am Start noch ein paar Euro zugesteckt.
    Ne ich meinte die modernen Jacken aus Sigis Bilderlink. Da sind doch sogar Shakedrys zu sehen
    Burned out from exhaustion, buried in the hail, poisoned in the bushes, blown out on the trail

  12. #12
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    Zitat Zitat von quaeldich-sehr Beitrag anzeigen
    Danke für die warmen Worte, aber - I'm not worth it!, siehe unten.




    Phantastische Fotos - merci! Hatte ich noch gar nicht gesehen. Beeindruckend auch, der Spirit, der 'rüber kommt!

    So 'ne Schweinerei kann ja durchaus mal Spaß machen. Wenn man allerdings 2.500 km An/Abreise hat und zeltet, isses dann doch nicht ganz das, was man möchte. Zudem ist es für die Technik richtig übel.
    Wir hatten sowas in der Art bei der Gaiole-Eroica 2015. Anscheinend vor allem im Südteil der Strecke hat's mal so richtig geschüttet. Regen + Dreck über Stunden - da galt es hinterher, das ein oder andere Lager zu erneuern. Ritzel und Kette sahen auch nicht mehr so gut aus, trotz im Grunde weniger gefahrener Kilometer.



    Mein Ziel war und ist weiterhin, den alten Rekord von Peter Post aus dem Jahre 1964 für die schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit bei Klassikern über 200 Kilometer Länge* zu brechen (zumindest bei Paris - Roubaix, wo er den Rekord-Schnitt fuhr, war erst 2017 Greg van Avermaert 0,075 km/h schneller; aber wegen des vergleichbaren Materials gelten für mich weiter die 45,13 km/h von 1964).

    Leider hat es auch in diesem Jahr in Gaiole nicht ganz geklappt.
    Als ich unterwegs realisierte, dass ich den Rekord auch 2019 wohl nicht knacken würde, hab ich die genaue Zeitnahme beendet. Doch statt einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 45,13 km/h dürfte ich immer noch sehr respektable 13,45 km/h erreicht haben.

    Ich denke, meine Wasserträger (vgl. Beitrag 1) haben mal wieder versagt. Fürs kommende Jahr werde ich sie - ganz im Sinne des später gefürchteten Team-Raleigh-Chefs Peter Post - lehren, was der Veranstalter mit dem Eroica-Leitspruch "la bellezza della fatica / the beauty of fatigue" meint.


    * https://www.flickr.com/photos/236661...7660827939342/




    Das nenne ich wahrhaft souverän...



    Zeta

  13. #13
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  14. #14
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    Hab den Fülm angeschaut und fühle ein unmittelbares Bedürfnis anzumerken, dass ich dann doch etwas zügiger als Schnitt 13,45 km/h unterwegs war (passte nur gerade so schön wegen des Zahlendrehers).
    Ich bewege mich hier schliesslich in einem Rennrad-Forum, wo man unbedingt auf seinen Ruf als Weltklasse-Athlet achten muss. Nicht, dass ab jetzt hier keiner mehr mit mir spricht!

  15. #15
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    Zitat Zitat von quaeldich-sehr Beitrag anzeigen
    Hab den Fülm angeschaut und fühle ein unmittelbares Bedürfnis anzumerken, dass ich dann doch etwas zügiger als Schnitt 13,45 km/h unterwegs war (passte nur gerade so schön wegen des Zahlendrehers).
    Ich bewege mich hier schliesslich in einem Rennrad-Forum, wo man unbedingt auf seinen Ruf als Weltklasse-Athlet achten muss. Nicht, dass ab jetzt hier keiner mehr mit mir spricht!
    Weil Du zu schnell bist.

    Wer da noch nie gefahren ist, dem muss man allerdings erklären, dass dort 80km bei den Verhältnissen in der Tat selbst für einigermaßen ordentlich fitte Hobbysportler eine Herausforderung sind. Zumal man da meist auf einem Rad sitzt, das man nicht unbedingt gewöhnt ist.....
    Mihambo!

  16. #16
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    Eroica Primavera Fragen 1.mal

    Ola,

    wie es ausschaut bin ich pünktlich 1 Tag vor der Eroica Primavera Montalcino mit der Familie ganz in der Nähe in der Toskana.

    Na dann:.....Man sollte die Feste feiern wie Sie fallen

    Allerdings hab ich jetzt einige Fragen. Vielleicht ist das ja auch für andere Ersttäter interessant und die alten Hasen, können da kurz etwas Licht ins Dunkel bringen:

    1) Man braucht ein ärztliches Attest in italien. Das kenne ich schon vom Maratona. Ist also bekannt.

    https://eroica.cc/en/montalcino/medi...ate-montalcino

    2) Allerdings steht auf Homepage, dass man als internationaler Teilnehmer eine Mitgliedschaft bei XY abschließen muss.

    To participate in Eroica Montalcino, all FOREIGN cyclists must obtain “A.C.S.I. membership” (cost €10.00) which includes daily insurance cover for the events organised in Italy by Eroica Italia S.S.D. a r.l.

    kommt das mit der Registrierung oder hat jemand einen Link?

    3) Ich hab mich über die Homepage registriert. Auf My Eroica gibts allerdings noch keine Möglichkeit zum anmelden. Kommt das noch?

    4) Ich hab kein passendes Rennrad. Würde mir dann gerne eines ausleihen. Das geht über die Homepage. Funktioniert das unkompliziert? Tipps dazu? Wir kommen erst Samstag vor dem Event am späten Nachmittag an. Hab keine Lust auf einen Herzkasper schon vor dem Rennen. Kauf wäre eine Option, aber dann wirds etwas gaga...

    5) Schuhtipps für die Hakenpedale?

    6) Klamottentipps? Ich hab ein altes schönes Derosa Trikot, aber nicht aus Baumwolle ;-) Hose würde ich eine moderne fahren. Sockentipp?

    7) Ohne Helm oder nur mit Sturzring ist auch nix für mich. Normaler Helm kommt also auf die Birne. Offiziel sicher erlaubt, inoffiziell verpönt?

    8) weitere Tipps? z.B. wann starten oder oder....

    mercy boggur wie die Italiener ja immer sagen....

  17. #17
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    gerade geschaut .. tatsächlich ziemlich nett und interessant und ohne viel Blödsinn... lohnt sich mal zum gucken.

  18. #18
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    Zitat Zitat von spessartpantani Beitrag anzeigen
    ...
    Man sollte die Feste feiern wie Sie fallen
    ...
    sehr richtig.


    Deine Fragen:

    zu 2: weiß ich nicht.
    zu 3: jau, wird dann wohl noch irgendwann freigeschaltet.
    zu 4: Rad ausleihen - warum nicht. Gecheckt und fahrbereit werden die Leihräder hoffentlich sein.
    Hektischer Kauf kurz vor dem Start ist sicher keine gute Idee. Zumal ein Eroica-tauglicher Kaufzustand ja eher unwahrscheinlich bis ausgeschlossen ist.
    zu 5: am besten erprobtes Schuhwerk; möglichst passend zum Rest des Materials.
    zu 6: du meinst vermutlich Schurwolle o.Ä.. Radtrikots aus Baumwolle gab's m. W.n. in den letzten 60+ Jahren nicht.
    zu 7: zumindest bei der Gaiole-Eroica fahren viele mit Helm.

    Beim Schweizer Bergkönig ist das "Retro-Reglement" ganz schön beschrieben:
    https://www.bergkoenig-gstaad.com/bekleidung.html

    zu 8: früh zu starten ist meist kein Fehler. Tipps gips Tausende, das würde hier etwas zu weit führen. Am besten mal die einschlägigen Webseiten und Forenbeiträge durcharbeiten.
    Ich finde, man sollte sich freiwillig um ein halbwegs stimmiges Gesamtbild bemühen.
    Mit Knickerbocker, Molteni-Trikot und Schweisserbrille auf einem 80er Jahre Rennrad würde schon ein wenig beknackt aussehen.

  19. #19
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    (Bild aus der Eroica-Montalcino-Fotogallerie 2019: https://eroica.cc/en/montalcino/galley-2019-montalcino)

    ^ Hier beispielhaft gezeigt: sehr authentische Schutzkleidung gegen die Wetterunbilden (vgl. mit Link unten).

    Diese Szene erinnerte mich an Paris -Tours neulich:

    https://pbs.twimg.com/media/DuUmIUHXgAUOLJp.jpg (Bildquelle: https://twitter.com/javigoros61/stat...06025388838912)

    Was haben wir geflucht!
    Ich konnte mit den verfrorenen Griffeln während der Fahrt kaum twittern.

    So'n Dreckswetter braucht man wirklich nicht.

  20. #20
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    Ärztliches Attest? Kenne ich zumindest von der Gaiole-L'Eroica nicht. Gut - schon wieder 4 Jahre her …


    Rad ausleihen: laut dem zuvor geposteten Filmchen rund 120 €. Je nachdem, wieviel Zeit man vor Ort hat, kann das auch ein Stress-Faktor werden.

    Evtl. gibt es einen Bekannten oder Forumisti hier, der was zum Aushelfen oder für kleines Geld zum Abgeben hat, auch Kleinanzeigen sind voll mit z.T. interessantem Material zu erschwinglichem Kurs (solange nicht Bianchi, Masi oder Colnago draufstehen muss). Die Q-Merkmale sind doch überschaubar: Stahlrahmen, Wäscheleinen für Bremsen, Rahmenschalter, Hakenpedale.

    Klamotten: bei 70er/80er Jahre Fahruntersatz muss man keine großen Verkleidungskünste machen. Moderne Materialien im Retro-Design gibt es zur genüge. Bei der Bux muss man überhaupt keine Kompromisse machen: aktuelles Material ohne Werbeblasen und gut is'.

    Schuhe: fahre noch alte Duegis mit Holzsohle - bin das Zeug aber 15 Jahre gefahren, bevor ich auf Klicker gewechselt habe und komme damit sehr gut klar. Viele Staubstraßenhelden fahren Tourenschuhe mit Riffelsohle, etwa so wie hier:

    https://www.ebay.com/itm/Proou-Lomba...-/264302917751

    Wenn man alte Radschuhe hat, kann man sich beim Schuhmacher auch reliefierten Gummierungen aufkleben lassen, kostet nicht viel.

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