Seite 18 von 19 ErsteErste ... 8141516171819 LetzteLetzte
Ergebnis 341 bis 360 von 364
  1. #341
    Registriert seit
    Mar 2003
    Ort
    Pirmasens
    Beiträge
    187

    Der Überblicker

    Zitat Zitat von La Gaffe Beitrag anzeigen
    Sorry, aber Dein Beitrag zeigt nur, dass Du nach einem FH-Studium im gehobenen Dienst einfach nicht den Überblick hast, sondern dazu neigst, anekdotische Erfahrungen (die ich Dir nicht absprechen möchte) zu verallgemeinern. Dass dann auch noch Phrasen wie "neoliberale "Reform"" dazu kommen spricht dann ebenfalls für sich. Ja, die Justiz und die Polizei sind überlastet. Und dennoch gibt es keine flächendeckende Willkür, erst Recht nicht gegen Radfahrer. Das mag Dir so vorkommen, ist aber nicht zu belegen.
    Zum Glück gibt es ja Leute wie dich, die "den Überblick"™ haben! Ansonsten Danke für die Blumen.

    Wer allen Ernstes abstreitet, dass im Öffentlichen Dienst aufgrund der neoliberalen Ideologie in den vergangenen 30 Jahren Abertausende Stellen bei Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichten gestrichen und nicht neu besetzt wurden, dessen "Überblick" reicht allerdings wohl nicht einmal über den eigenen Tellerrand hinaus?

    Die "Anekdotische Evidenz" kannst du sicher widerlegen, oder...!? Anhand von Statistiken und Studien, oder? Falls nicht, ist deine Meinung zu dieser Sache nicht mehr wert als meine. Du kannst uns allen auch sehr gerne eine lange Liste mit Urteilen nennen, bei denen der Rechtsstaat die Strafanzeigen von Radfahrern in angemessener Weise rechtlich gewürdigt hat.

    Standard ist: Nahezu Alles, was überhaupt an Verfahren eröffnet wird, wird eingestellt. Oft noch ohne jede Auflage... Aktiv wird man (wenn überhaupt) erst, wenn Autofahrer gefährdet werden. Natenom wurde ja auch mal von der Polizei belehrt, dass seine Poolnudel eine Gefahrenquelle sei... Wenn hingegen Kfz-Nutzer grob verkehrswidrig Fußgänger, Radfahrer und sogar Kinder zu Tode rasen oder fahrlässig schwer verletzen, kostet das manchmal nicht mehr als 1000 Euro Strafe. Oft reicht es nicht einmal für einen 1-Monatigen Führerscheinentzug.

    Dass Radfahrer von Autofahrern als "Untermenschen" wahrgenommen werden, denen man gerne mal das Recht auf körperliche Unversehrtheit oder Leben streitig macht, wurde inzwischen in vielen Studien bestätigt, zuletzt erst wieder in Australien. Dementsprechend werden sie auch von der Justiz behandelt.
    Geändert von DPS (16.12.2019 um 19:22 Uhr)

  2. #342
    Registriert seit
    Jul 2007
    Beiträge
    2.121
    Zitat Zitat von DPS Beitrag anzeigen
    Zum Glück gibt es ja Leute wie dich, die "den Überblick"™ haben! Ansonsten Danke für die Blumen.

    Wer allen Ernstes abstreitet, dass im Öffentlichen Dienst aufgrund der neoliberalen Ideologie in den vergangenen 30 Jahren Abertausende Stellen bei Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichten gestrichen und nicht neu besetzt wurden, dessen "Überblick" reicht allerdings wohl nicht einmal über den eigenen Tellerrand hinaus?

    Die "Anekdotische Evidenz" kannst du sicher widerlegen, oder...!? Anhand von Statistiken und Studien, oder? Falls nicht, ist deine Meinung zu dieser Sache nicht mehr wert als meine. Du kannst uns allen auch sehr gerne eine lange Liste mit Urteilen nennen, bei denen der Rechtsstaat die Strafanzeigen von Radfahrern in angemessener Weise rechtlich gewürdigt hat.

    Standard ist: Nahezu Alles, was überhaupt an Verfahren eröffnet wird, wird eingestellt. Oft noch ohne jede Auflage... Aktiv wird man (wenn überhaupt) erst, wenn Autofahrer gefährdet werden. Natenom wurde ja auch mal von der Polizei belehrt, dass seine Poolnudel eine Gefahrenquelle sei...

    Dass Radfahrer von Autofahrern als "Untermenschen" wahrgenommen werden, denen man gerne mal das Recht auf körperliche Unversehrtheit oder Leben streitig macht, wurde inzwischen in vielen Studien bestätigt, zuletzt erst wieder in Australien. Dementsprechend werden sie auch von der Justiz behandelt.
    Nur ein paar ungeordnete Gedanken zu Deiner Antwort:
    "Neoliberal", "Untermensch", das sind alles Begriffe, die einer sachlichen Diskussion nicht zuträglich sind. Ob die australische Justiz mit der deutschen vergleichbar ist vermag ich nicht zu beurteilen. Und, Anekdoten (die eben keine Evidenz sind) zu widerlegen fällt naturgemäß schwer, denn niemand bezweifelt, dass Du bestimmte Erfahrungen gemacht hast. Man darf nur nicht den Fehler machen, sie zuverallgemeinern.

    Wird Dich vermutlich nicht interessieren, bleib halt bei Deiner Auffassung und werde glücklich damit.

    P.S. Habe mir eben mal Tweets von Natenom angesehen. Der ist ja noch durchgeknallter als die anderen De.Rec.Fahrrad Autoren...
    Geändert von La Gaffe (16.12.2019 um 19:29 Uhr)
    M'enfin!

  3. #343
    Registriert seit
    Jan 2019
    Beiträge
    1.766
    Zitat Zitat von DPS Beitrag anzeigen
    Zum Glück gibt es ja Leute wie dich, die "den Überblick"™ haben! Ansonsten Danke für die Blumen.

    Wer allen Ernstes abstreitet, dass im Öffentlichen Dienst aufgrund der neoliberalen Ideologie in den vergangenen 30 Jahren Abertausende Stellen bei Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichten gestrichen und nicht neu besetzt wurden, dessen "Überblick" reicht allerdings wohl nicht einmal über den eigenen Tellerrand hinaus?

    Die "Anekdotische Evidenz" kannst du sicher widerlegen, oder...!? Anhand von Statistiken und Studien, oder? Falls nicht, ist deine Meinung zu dieser Sache nicht mehr wert als meine. Du kannst uns allen auch sehr gerne eine lange Liste mit Urteilen nennen, bei denen der Rechtsstaat die Strafanzeigen von Radfahrern in angemessener Weise rechtlich gewürdigt hat.

    Standard ist: Nahezu Alles, was überhaupt an Verfahren eröffnet wird, wird eingestellt. Oft noch ohne jede Auflage... Aktiv wird man (wenn überhaupt) erst, wenn Autofahrer gefährdet werden. Natenom wurde ja auch mal von der Polizei belehrt, dass seine Poolnudel eine Gefahrenquelle sei... Wenn hingegen Kfz-Nutzer grob verkehrswidrig Fußgänger, Radfahrer und sogar Kinder zu Tode rasen oder fahrlässig schwer verletzen, kostet das manchmal nicht mehr als 1000 Euro Strafe. Oft reicht es nicht einmal für einen 1-Monatigen Führerscheinentzug.

    Dass Radfahrer von Autofahrern als "Untermenschen" wahrgenommen werden, denen man gerne mal das Recht auf körperliche Unversehrtheit oder Leben streitig macht, wurde inzwischen in vielen Studien bestätigt, zuletzt erst wieder in Australien. Dementsprechend werden sie auch von der Justiz behandelt.
    Im Rechtsstaat gilt nun einmal, im Zweifel für den Angeklagten. Daraus resultiert, dass dem Täter die Tat zweifelsfrei nachgewiesen werden muß. Dies wird keinesfalls nur im Falle Rad vs. Pkw so gehandhabt. Nehmen wir also mal die 1,50m Seitenabstand. Wie weist du diese nach ? Wie weist du einen Vorsatz ( den hier der Coswiger permanent sieht ) nach ? Der Vorsatz bezieht sich übrigens auf die Gefährdung und Schädigung des anderen Verkehrsteilnehmers, nicht darauf, dass er vielleicht in seinem Überholvorgang die 1,50m unterschreitet. Dazu steht ( hier noch nicht erwähnt ) im 315c etwas von grob verkehrswidrig und rücksichtslos als qualifizierendes Tatbestandsmerkmal ( um eben von der Ordnungswidrigkeit abzugrenzen. Wie weist du das einem Beschuldigten nach, der nicht verpflichtet ist, sich gegenüber der Polizei zu äußern, er ist darüber gar zwingend zu belehren ? Vor dem Gerichtsverfahren bekommt er entsprechenden anwaltlichen Beistand, er wird dort kaum äußern: ,, Ich wollte diesen verdammten Coswiger von der Straße nehmen ... . ''

    Dazu wurden hier private Videos angesprochen, der Richter hat sein Urteil im Gerichtsaal zu fällen, nicht vorher, inwieweit er dazu private Videos als Nachweis gelten lässt, ist zurecht umstritten.
    Nur um mal einen kleinen Abriss der Situation zu geben, die eben zu ,,nur 1000 Euro Strafe'' führt. Diese Gesetzlichkeiten sind aber alt, dem Rechtsstaat immanent. Außerhalb dessen stehen Begrifflichkeiten, wie Gefährder, Untermensch, Waffe, freie Interpretationen des Begriffes Vorsatz usw. . Über allem steht Paragraph 1- der Einzelne hat sich im öffentlichen Verkehrsraum rücksichtsvoll zu verhalten, diese beinhaltet insbesondere und vorallem, dass sich jeder erst mal an die eigene Nase fassen muß. Dort hat der Einzelne keinen Erziehungsauftrag, auch nicht den Auftrag, die 17. Fassung von Tröndle und Fischer mit dem Maßband zu prüfen und daraus resultierende eigene Interpretationen , für selbständige Verkehrsregulierungen zu entfremden und zu mißbrauchen.

    Vertauschst du hier nicht Roß und Reiter ?

  4. #344
    Registriert seit
    Jan 2019
    Beiträge
    1.766
    Und mit diesen Neoliberalen hast du sicherlich irgendwo recht. Um das Kind beim Namen zu nennen, führte hier die Pleite der Sachsen LB, zu den von dir genannten Einsparungen, in NRW hat man wohl gar in irgendwelche griechischen Fonds spekuliert... . Nur fairerweise muß ich eben auch sagen, dass es seltenst die Liberalen sind, die einerseits nach dem Staat schreien und andererseits diesen attackieren und bedrohen .

  5. #345
    Registriert seit
    Sep 2005
    Beiträge
    14.517
    Was wird das hier?

  6. #346
    Registriert seit
    Aug 2008
    Beiträge
    991
    Zitat Zitat von La Gaffe Beitrag anzeigen
    Man darf nur nicht den Fehler machen, sie zuverallgemeinern.
    Man sollte aber auch nicht das Gegenteil tun, auch Erfahrungen stehen nicht im leeren Raum. Folgendes kam bei einer Suche raus. Fahrlässige Tötung außerhalb des Straßenverkehrs: Bewährungsstrafe ist üblich, manchmal Gefängnis, keine Geldstrafe, kein Freispruch. Fahrlässige Tötung von Radfahrer (auf Radweg) mit Auto oder Lkw: Geldstrafe ist üblich, manchmal Freispruch, selten oder nie Bewährung, kein Gefängnis. Das nur mal so als ein Anhaltspunkt dafür, das etwas im Argen liegt.
    Da sämtliche Berichterstattung in irgendeiner Form gegen Radfahrer gerichtet ist, da unschuldige (potentielle) Opfer regelmäßig belehrt werden, weil sie auf einem Rad sitzen, da die Umstände des Radverkehrs nie eine Rolle spielen, dieselben des Kfz-Verkehrs aber ständig, usw usf, also angesichts des Offensichtlichen Diskriminierung in Abrede zu stellen, "erst Recht nicht gegen Radfahrer", ist schon ziemlich kühn.

  7. #347
    Registriert seit
    Feb 2019
    Beiträge
    706
    Zitat Zitat von dagegen Beitrag anzeigen
    Man sollte aber auch nicht das Gegenteil tun, auch Erfahrungen stehen nicht im leeren Raum. Folgendes kam bei einer Suche raus. Fahrlässige Tötung außerhalb des Straßenverkehrs: Bewährungsstrafe ist üblich, manchmal Gefängnis, keine Geldstrafe, kein Freispruch. Fahrlässige Tötung von Radfahrer (auf Radweg) mit Auto oder Lkw: Geldstrafe ist üblich, manchmal Freispruch, selten oder nie Bewährung, kein Gefängnis. Das nur mal so als ein Anhaltspunkt dafür, das etwas im Argen liegt.
    Nur zur Erinnerung. DPS hatte "Willkürjustiz" unterstellt und dagegen hat sich La Gaffe völlig zu Recht gewandt.

    Zitat Zitat von La Gaffe
    Und dennoch gibt es keine flächendeckende Willkür, erst Recht nicht gegen Radfahrer. Das mag Dir so vorkommen, ist aber nicht zu belegen.
    Denn Gesetze und Richtersprüche sind natürlich auch Ausdruck gesamtgesellschaftlicher Moral- und Werte-Vorstellungen. Dazu gehört bei uns in D immer noch auch eine Priorisierung des Autos in allen Lebenslagen. Und wenn man sich Gesetzesänderungen, Verfahren und Urteile in letzter Zeit genau anschaut, kann man feststellen, dass sich da langsam was tut, die "Bevorzugung" des Autofahrers langsam abnimmt.

    Naturgemäß entwickelt sich das auch hier von unten nach oben ... Btw. erkennt man das auch den Urteilen zu 315 b / 315c. Denn wäre der Gefährdungsbegriff so eng, wie ein Polizist das hier behauptet, wären die meisten BGH-Urteile keine Revisionen zu untergeordneten Gerichten. Die oft auch erkennen lassen, dass es ausschließlich an einer dünn formulierten Begründung lag und es durchaus auch hätte anders ausgehen können, hätten Staatsanwaltschaften sauberer argumentiert. Um es festzustellen, müsste man allerdings die Begründungen in jedem Einzelfall lesen, macht halt keiner wenn schon die Zusammenfassung eines beliebigen Rechtsanwalts scheinbar die eigene Meinung bestätigt ..

  8. #348
    Registriert seit
    Aug 2008
    Beiträge
    991
    Zitat Zitat von RedBullet Beitrag anzeigen
    Denn Gesetze und Richtersprüche sind natürlich auch Ausdruck gesamtgesellschaftlicher Moral- und Werte-Vorstellungen.
    Die Grenze ist überschritten, wenn dadurch jemand zum Untermenschen wird, "Die Würde des Menschen ist unantastbar" ff. Eine Gewichtung von Radfahrers Leben zugunsten von Nicht hinsehen, Zu schnell und Mißachtung des Sichtfahrgebotes nenne ich Willkür. Die Strafgesetze unterscheiden jedenfalls nicht zwischen einem beliebigen Leben und dem eines Radfahrers. Sie stellen auch nicht Bequemlichkeit über Gesundheit. Zu guter Letzt wird Richtern weder die Berücksichtigung der §§ noch die von Tatsachen ins Belieben gestellt.
    Ob diese Willkür flächendeckend stattfindet, ist trotz Anhaltspunkte streitbar.

  9. #349
    Registriert seit
    Sep 2008
    Beiträge
    48.813
    Zitat Zitat von dagegen Beitrag anzeigen
    Die Grenze ist überschritten, wenn dadurch jemand zum Untermenschen wird, ...
    Mit dem Begriff solltest Du wirklich sorgsamer umgehen. Der Gebrauch steht hier in keinem Verhältnis und entwertet Deine Argumentation vollkommen.
    "Ich schaute vom Affen zum Menschen und vom Menschen zum Affen und konnte kaum sagen, wer was ist."

  10. #350
    Registriert seit
    Mar 2003
    Ort
    Pirmasens
    Beiträge
    187

    Lightbulb Übermenschen und Untermenschen

    Was liebe ich die deutsche Unart, sich an vermeintlich historisch belasteten "Begriffen" aufzugeilen. "Untermensch" beschreibt sehr genau, was im Kern in sehr vielen soziologischen Studien festgestellt wurde: Die Aberkennung der Menschenwürde aufgrund der Verkehrsmittelwahl - und das damit verbundene fahrlässige Spielen mit dem Leben minderwertiger "Lebensformen". Diese "Übermenschen" glauben sehr wohl, dass sie aufgrund dessen, dass sie ein Automobil nutzen, ein Vorrecht auf die Nutzung öffentlicher Straßen hätten. Und dass es ihnen im Einzelfall auch zustünde, Radfahrer zu gefährden. Siehe auch - mal wieder - Natenom.

    Ja, das ist fies, dass sich genau das mit der Ideologie deckt, die damals im dritten Reich fröhliche Urständ feierte. Das Problem ist aber, dass "Nazis" nie ein Monopol auf diese Art von Ideologie hatten; sie war seit jeher in der "bürgerlichen Mitte" verankert. Und schlummert dort - vor allem gruppenbezogen - bis Heute. Das betrifft z. B. auch die Art und Weise, wie Bürger dieser "Mitte" Menschen betrachten und beurteilt, die erwerbslos sind...

    Zum Thema Autofahrer-"Rechtsstaat" nur zwei weitere Beispiele:

    https://twitter.com/henk_1978/status...15165867970560

    https://twitter.com/Boschkovic/statu...80731676528640

  11. #351
    Registriert seit
    Jul 2007
    Beiträge
    2.121
    Zitat Zitat von DPS Beitrag anzeigen
    Was liebe ich die deutsche Unart, sich an vermeintlich historisch belasteten "Begriffen" aufzugeilen. "Untermensch" beschreibt sehr genau, was im Kern in sehr vielen soziologischen Studien festgestellt wurde: Die Aberkennung der Menschenwürde aufgrund der Verkehrsmittelwahl - und das damit verbundene fahrlässige Spielen mit dem Leben minderwertiger "Lebensformen". Diese "Übermenschen" glauben sehr wohl, dass sie aufgrund dessen, dass sie ein Automobil nutzen, ein Vorrecht auf die Nutzung öffentlicher Straßen hätten. Und dass es ihnen im Einzelfall auch zustünde, Radfahrer zu gefährden. Siehe auch - mal wieder - Natenom.

    Ja, das ist fies, dass sich genau das mit der Ideologie deckt, die damals im dritten Reich fröhliche Urständ feierte. Das Problem ist aber, dass "Nazis" nie ein Monopol auf diese Art von Ideologie hatten; sie war seit jeher in der "bürgerlichen Mitte" verankert. Und schlummert dort - vor allem gruppenbezogen - bis Heute. Das betrifft z. B. auch die Art und Weise, wie Bürger dieser "Mitte" Menschen betrachten und beurteilt, die erwerbslos sind...

    Zum Thema Autofahrer-"Rechtsstaat" nur zwei weitere Beispiele:

    https://twitter.com/henk_1978/status...15165867970560

    https://twitter.com/Boschkovic/statu...80731676528640
    Das meinst Du wirklich ernst? Klar, jeder von uns hatte schon mindestens eine eklige Erfahrung im Straßenverkehr. Und sicherlich gibt es da draußen Menschen, die Radfahrer nicht als vollwertige Verkehrsteilnehmer wahrnehmen. Aber das war's dann auch. Den von Dir erkannten "Erziehungsauftrag" nehmen viele war, und zwar unabhängig von der Art des Verkehrsmittels. Radfahrer untereinander, Autofahrer unterneinander, und so weiter. Ernstgemeinter Vorschlag von mir: versuch mal, Deine Umwelt etwas offener wahrzunehmen und nimm die ideologische Brille ab, könnte helfen.
    M'enfin!

  12. #352
    Registriert seit
    Sep 2008
    Beiträge
    48.813
    Ich möchte über den Begriff nicht diskutieren, @DPS.
    Er ist nämlich keineswegs "vermeintlich historisch vorbelastet", sondern eindeutig!
    Jegliches Relativieren fehl am Platze.
    "Ich schaute vom Affen zum Menschen und vom Menschen zum Affen und konnte kaum sagen, wer was ist."

  13. #353
    Registriert seit
    Mar 2003
    Ort
    Pirmasens
    Beiträge
    187
    Zitat Zitat von La Gaffe Beitrag anzeigen
    Nur ein paar ungeordnete Gedanken zu Deiner Antwort:
    "Neoliberal", "Untermensch", das sind alles Begriffe, die einer sachlichen Diskussion nicht zuträglich sind. Ob die australische Justiz mit der deutschen vergleichbar ist vermag ich nicht zu beurteilen. Und, Anekdoten (die eben keine Evidenz sind) zu widerlegen fällt naturgemäß schwer, denn niemand bezweifelt, dass Du bestimmte Erfahrungen gemacht hast. Man darf nur nicht den Fehler machen, sie zuverallgemeinern.

    Wird Dich vermutlich nicht interessieren, bleib halt bei Deiner Auffassung und werde glücklich damit.

    P.S. Habe mir eben mal Tweets von Natenom angesehen. Der ist ja noch durchgeknallter als die anderen De.Rec.Fahrrad Autoren...
    Lächerlich. Das ist das Problem mit euch Juristen und Halbjuristen - ihr pocht auf eine "sachliche" Diskussion, merkt aber überhaupt nicht, wie weit abgehoben ihr von der Realität seid, in der ihr über den Dingen schwebt. Ich habe dir ja angeboten, mich mit einer Vielzahl von Urteilen zu überzeugen, die meinen Eindruck widerlegen oder deinen bestätigen. Da kommt aber natürlich nichts. Stattdessen wirft der, der verallgemeinert vor, der andere würde unzulässig verallgemeinern.

    Überhaupt: Natenom als "durchgeknallt" zu bezeichnen - der nix anderes macht, als in einer ländlichen Gegend seine alltäglichen Wege mit dem Rad zurückzulegen - aber anderen vorwerfen, deren "Begriffe" seien einer "sachlichen Diskussion" nicht zuträglich...!

    Aber ja, behalte du deine Auffassung und ich meine. Ich meine jedenfalls, dass es in Sachen Objektivität allgemein nicht sonderlich zuträglich ist, wenn man offenkundig selbst in diesem Apparat beschäftigt ist...

  14. #354
    Registriert seit
    Mar 2003
    Ort
    Pirmasens
    Beiträge
    187
    Zitat Zitat von La Gaffe Beitrag anzeigen
    Das meinst Du wirklich ernst? Klar, jeder von uns hatte schon mindestens eine eklige Erfahrung im Straßenverkehr. Und sicherlich gibt es da draußen Menschen, die Radfahrer nicht als vollwertige Verkehrsteilnehmer wahrnehmen. Aber das war's dann auch. Den von Dir erkannten "Erziehungsauftrag" nehmen viele war, und zwar unabhängig von der Art des Verkehrsmittels. Radfahrer untereinander, Autofahrer unterneinander, und so weiter. Ernstgemeinter Vorschlag von mir: versuch mal, Deine Umwelt etwas offener wahrzunehmen und nimm die ideologische Brille ab, könnte helfen.
    Es sind nach meinen Erfahrungen stets die größeren Ideologen, die anderen eine ideologische Brille vorwerfen...

    Wenn ein Autofahrer mich "belehrt", lande ich mit einer größeren Wahrscheinlichkeit im Krankenhaus. Und da lande ich auch, wenn ich ihn "belehre".

    Lass mich raten: Du fährst irgendeine dicke, fette Protzkarre und das Rennrad ist für dich nur ein Spielzeug für die Freizeit...!?

  15. #355
    Registriert seit
    Jul 2007
    Beiträge
    2.121
    Zitat Zitat von DPS Beitrag anzeigen
    ...
    Lass mich raten: Du fährst irgendeine dicke, fette Protzkarre und das Rennrad ist für dich nur ein Spielzeug für die Freizeit...!?
    Nein, wir haben zwar ein Auto, das ich gelegentlich auch benutze, aber es ist keine "dicke, fette Protzkarre", sondern eine asiatischer Mittelklassewagen, mit dem kann man schlecht angeben. Autos interessieren mich nicht sehr.
    Geändert von La Gaffe (18.12.2019 um 12:21 Uhr) Grund: persönliche Vorwürfe gehören hier nicht hin.
    M'enfin!

  16. #356
    Registriert seit
    Mar 2003
    Ort
    Pirmasens
    Beiträge
    187
    Was wird denn das jetzt? Zensur, weil zu "politisch"...? Wer legitimiert bitte dich dazu, hier eine Trennlinie zwischen "politischem" und "unpolitischem" zu ziehen?

    Dann lösche gleich den ganzen Faden! Und alle anderen Threads, in denen es um die Gefährdung, Verletzung oder Tötung von Radfahrern geht...! Über die Symptome darf man jammern, aber keine Ursachen nennen.

    Ich bin raus aus diesem Witzforum.

  17. #357
    Registriert seit
    Aug 2005
    Ort
    Karlsruhe
    Beiträge
    1.405
    👍👍👍

    Zitat Zitat von La Gaffe Beitrag anzeigen
    Nein, wir haben zwar ein Auto, das ich gelegentlich auch benutze, aber es ist keine "dicke, fette Protzkarre", sondern eine asiatischer Mittelklassewagen, mit dem kann man schlecht angeben. Autos interessieren mich nicht sehr.

  18. #358
    Registriert seit
    Dec 2003
    Ort
    ehem. Königreich Rialto
    Beiträge
    5.200
    Zitat Zitat von DPS Beitrag anzeigen
    Was wird denn das jetzt? Zensur, weil zu "politisch"...? Wer legitimiert bitte dich dazu, hier eine Trennlinie zwischen "politischem" und "unpolitischem" zu ziehen?

    Dann lösche gleich den ganzen Faden! Und alle anderen Threads, in denen es um die Gefährdung, Verletzung oder Tötung von Radfahrern geht...! Über die Symptome darf man jammern, aber keine Ursachen nennen.

    Ich bin raus aus diesem Witzforum.
    Grüß Pirmasens von uns.

  19. #359
    Registriert seit
    Aug 2008
    Beiträge
    991
    Wie wärs mit einem Ersatz für den treffenden und unbeliebten Begriff? Mir fällt allerdings kein PC-Sprech dafür ein.

    Zitat Zitat von La Gaffe Beitrag anzeigen
    Den von Dir erkannten "Erziehungsauftrag" nehmen viele war
    Ernstgemeinter Vorschlag von mir: Absolutiere nicht alles. Das mag zutreffen oder auch nicht. Eindeutig ist jedoch, das Kfzler Radfahrer besonders häufig erziehen und ich würde sagen, auch besonders brutal. Sitze ich im Auto, passiert das nicht. Kooooomisch. Bin ich Fußgänger, ist das auffällig seltener und beschränkt sich auf Hupen. Seeeeeltsaam.
    Aber heutzutage ersetzt Weltbild eben Realität (ein wichtiger Grund auch fürs verlangen nach PC-Sprech).

  20. #360
    Registriert seit
    Sep 2008
    Beiträge
    48.813
    Zitat Zitat von DPS Beitrag anzeigen
    Was wird denn das jetzt? Zensur, weil zu "politisch"...? Wer legitimiert bitte dich dazu, hier eine Trennlinie zwischen "politischem" und "unpolitischem" zu ziehen?
    Ich hatte Dich zunächst höflich gebeten, den Begriff sorgsamer zu nutzen. Als Antwort unterstelltest Du mir "die deutsche Unart, sich an vermeintlich historisch belasteten "Begriffen" aufzugeilen".
    Das war nicht nur sachlich falsch was meine Motivation betraf, sondern zeugte auch von Unwissen über die Ursprünge des Wortes.
    Eine weitere Eskalation hielt ich für nicht zielführend und habe daraufhin lediglich, aber deutlich geschrieben, dass ich nicht über die Verwendung dieses Begriffes diskutieren möchte.
    Geändert von Abstrampler (18.12.2019 um 13:24 Uhr)
    "Ich schaute vom Affen zum Menschen und vom Menschen zum Affen und konnte kaum sagen, wer was ist."

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •