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  1. #1
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    Joggen nach Beckenringfraktur?

    Hallo zusammen,

    im März diesen Jahres hatte ich eine Beckenringfraktur (Fraktur des Kreuzbeins). Diese wurde mit einer ISG-Verschraubung behandelt, welche auch noch nicht entfernt wurde. Rennradeln und normales Gehen funktionieren inzwischen wieder vollkommen problemlos und ohne Schmerzen.

    Da ich seit dem Unfall aber nicht mehr gejoggt bin wollte ich fragen, ob etwas dagegen spricht, es langsam wieder zu probieren oder ist das mit der Schraube nicht so ratsam? Nächster Termin beim Orthopäden ist leider erst im November, daher der Versuch hier im Forum in der Hoffnung, dass vielleicht ein paar Mediziner mitlesen ;-)

    Christoph

  2. #2
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    Also ich würde nicht joggen - unabhängig von der Fraktur. Sorry, das hilft dir wohl nicht weiter. Konnte ich mir gerade nicht verkneifen.

  3. #3
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    Ich würde meinen Arzt fragen anstatt den Forums-Doktor

  4. #4
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    bin zwar kein Jogger / Läufer aber vom gefühl her würde ich sagen, dass die eher abrupte und stossweise Belastung dabei im Gegensatz zum Rad fahren nicht so positiv und empfehlenswert sind.

  5. #5
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    Ich hoffe, dass sich hier im Forum niemand ernsthaft zu einer befürwortenden Aussage hinreißen lässt.

    Selbst wenn Ärzte anwesend sind, werden die sich ohne die genaue Krankengeschichte zu kennen kaum äußern wollen. Für alle Nichtmediziner, wie mich, verbietet sich meiner Meinung nach sowieso jegliche Empfehlung zu medizinischen Fragen.

    Geh auf Nummer sicher, warte ab, bis du mit deinem Orthopäden gesprochen hast. Auch wenns schwer fällt. Der Ärger, wenn du zu früh wieder anfängst und dadurch ein Schaden entsteht wäre ungleich größer.

  6. #6
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    Joggen ist generell eine nicht gerade gelenkschonende Sportart. Für mich als Normalo (also jemand, der das gemäßigt betreibt für Herz-Kreislauf und Grundsportlichkeit) kommt auch mittlerweile nur noch Waldboden unter die Treter. In den wenigen Ausnahmefällen auf diversen versiegelten Böden macht sich die Belastung sofort in den Knochen bemerkbar.

    Rein Gefühl her würde ich dir davon abraten.

    Ich weiß ja nicht, wie exzessiv du das vorher betrieben hast, wie gut deine Lauftechnik war/ist und was genau jetzt deine Ziele sind. Auf jeden Fall muss dein Arzt vorab kontrollieren, wie der Heilungsfortschritt ist. Eigentlich kann man da ohne Bild keine verantwortungsvolle Aussage treffen. Am besten ist es dann vielleicht sogar, unter Anleitung wieder einzusteigen. Mit einem Reha-Trainer oder Physiotherapeuten, der kennt die Abläufe und Kraftflüsse im Körper (Muskeln, Knochen, Gelenke etc.). Sicherlich spielen Sprunggelenk, Kniegelenk und Hüftgelenk die entscheidene Rolle, aber von dort aus muss es ja aus der Asymmetrie heraus weiter kompensiert werden.

  7. #7
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    Du kannst auch in der Praxis anrufen und die Frage über die MFAs an den Arzt weitergeben lassen und um Rückruf bitten. Solle doch eigentlich möglich sein?

  8. #8
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    Zitat Zitat von Jule Beitrag anzeigen
    Joggen ist generell eine nicht gerade gelenkschonende Sportart.
    Dafür gibt es wenig Belege.
    Ich hab nie von einer Studie gehört, die irgendeine Signifikanz bei Gelenkschäden bei Läufern verzeichnete.
    Zwei an langjährigen Hobby-Marathonläufern (Universität Heidelberg, Jefferson Universität Philadelphia) zeigten wenig veränderte Gelenkschäden. Scheinbar haben Marathonläufer leicht bessere Knie, dafür leicht schlechtere Hüftgelenke.

    Das soll nicht heißen, dass der Threadersteller joggen soll.

  9. #9
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    Ich schrieb bewusst "nicht gelenkschonend" anstelle von "gelenkschädigend", die Debatte darüber ist mir bekannt

    Wer sein Körpergefühl herbeinimmt, braucht keine Studien um zu merken, dass beim Joggen andere Kräfte wirken als beim Radfahren oder Schwimmen beispielsweise. Sicherlich kann man durch eine gute Lauftechnik und entsprechend vorhandene Muskulatur die Beanspruchung der Gelenke reduzieren.

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