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  1. #121
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    Zitat Zitat von LINN Beitrag anzeigen
    Und mal nicht das Bild einer in Radkleidung angezogenen Frau abwertend sexistisch finden, weil einem selbst sexuelle Gedanken durch den Kopf gehen...
    Wenn das passiert, dann bitte gleich ein Gang zum Therapeuten.
    Mihambo!

  2. #122
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    Zitat Zitat von seankelly Beitrag anzeigen
    Find beides [Anm.: Bild+Video] daneben. Das hat nicht mal ne politische Aussage (wie bei Toscani/Benetton, was in der Tat eine sehr gute Kampagne war), sondern ist schon sehr sexistisch. Ist halt nur geschickt verpackt, so dass man sich gut rausreden kann. Aber wenn die Agentur ehrlich ist, dann geben sie zu, dass sie auf Sexismus gesetzt haben.
    Zitat Zitat von bee Beitrag anzeigen
    Er hat noch nichtmal gesagt, dass die Werbung sexistisch sei

  3. #123
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    Zitat Zitat von deeplue Beitrag anzeigen
    Mist ich hatte gewusst dass ich den ganzen Thread genau lesen sollte bevor ich ein Statement abgebe.

    Mir gefällt die Argumentation von SK trotzdem, wenn ich auch den Ausdruck "sexistisch" übertrieben finde.

  4. #124
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    Zitat Zitat von bee Beitrag anzeigen
    Mist ich hatte gewusst dass ich den ganzen Thread genau lesen sollte bevor ich ein Statement abgebe.

    Mir gefällt die Argumentation von SK trotzdem, wenn ich auch den Ausdruck "sexistisch" übertrieben finde.
    Bin wieder da

    Ja stimmt, man könnte präziser sagen: die Werbung spielt mit dem Thema Sexismus, denn der Subtext besteht nunmal. Ich finde die Parallele zur Rammstein-Kampagne übrigens tatsächlich frappierend: ein kurzer Ausschnitt aus einer längeren Sequenz spielt mit einem Tabu, was dann in der Gesamtschau in einen "akzeptierten" Kontext überführt wird. In diesem Sinne schon gut gemacht. Der Kern bleibt aber: es gibt keine Werbung, die "einfach nur so zeigt, was ist", also einfach nur dokumentiert. Im Grunde ist Abbildung nie neutral, sondern unterliegt immer Kontext/Situation/Geschichte. Wäre dem nicht so, bräuchte man ja z.B. keine Kunstwissenschaft(en).
    Geändert von seankelly (22.10.2020 um 15:18 Uhr)
    Once I saw the river clean

  5. #125
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    Zitat Zitat von rumplex Beitrag anzeigen
    Wenn das passiert, dann bitte gleich ein Gang zum Therapeuten.
    Hab keinen Termin bekommen.
    Wer langsam fährt kommt auch nach Hause.

  6. #126
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    Zitat Zitat von strwd Beitrag anzeigen
    Hab keinen Termin bekommen.
    Notambulanz geht immer. Da bekommt man auch Mittel zur Beruhigung.
    Mihambo!

  7. #127
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    Zitat Zitat von seankelly Beitrag anzeigen
    Bin wieder da

    Ja stimmt, man könnte präziser sagen: die Werbung spielt mit dem Thema Sexismus, denn der Subtext besteht nunmal. Ich finde die Parallele zur Rammstein-Kampagne übrigens tatsächlich frappierend: ein kurzer Ausschnitt aus einer längeren Sequenz spielt mit einem Tabu, was dann in der Gesamtschau in einen "akzeptierten" Kontext überführt wird. In diesem Sinne schon gut gemacht.
    der Sexismus ist, so finde ich es – und da dient natürlich auch die Betrachtung der anderen Motive aus dem Spot – nicht ursprünglich gewollt bzw. Hauptmotiv. (ich verkaufe die Klamotten, weil die irgendwie »sexy« sein sollen) sondern maximal fahrlässig, weil nicht darüber nachgedacht wurde (ich verkaufe die Klamotten weil ich irgendwie andere, eher peinliche/ungewöhnliche Situationen aus dem Leben eines Rennradfahrers zeigen möchte).

    zur veranschaulichung, neben dem Pieseln am Straßenrand, die anderen Motive:
    • Kante am Pool
    • Beinrasur beim Mann
    • Radeinladen ins Auto
    • gelangweilte Restfamilie (das finde ich eher grenzwertig, weil es ein bisschen so rüberkommt, als wäre das Hobby Männersache – das ist auch die einzige Einstellung de nur in Kombination mit dem Autoeinladen funktioniert)
    • Umfallen an der Ampel

    wenn man da versucht gendermäßig zu mixen, wäre es am besten, die Frau hätte die Kante …
    … und evtl. könnte das Radeinräumen zusammen erfolgen …
    … Frau an der Ampel umfallen lassen lieber nicht, weil das auch was anderes suggeriert.

    man sollte noch einmal versuchen, das Motiv umzudrehen (Männern vorn, Frau hinten) … ist es dann besser ?

    Zitat Zitat von seankelly Beitrag anzeigen
    Der Kern bleibt aber: es gibt keine Werbung, die "einfach nur so zeigt, was ist", also einfach nur dokumentiert. Im Grunde ist Abbildung nie neutral, sondern unterliegt immer Kontext/Situation/Geschichte. Wäre dem nicht so, bräuchte man ja z.B. keine Kunstwissenschaft(en).
    na ja – das ist aber hier das Konzept – und es ist exakt dieses Konzept, das mit den Regeln bricht
    Allerdings ist das Konzept aber auch nicht »es ist wie es ist« – da wäre der Rapha-Radler schon näher dran, sondern es sind die Rand-Erlebnisse die sonst in wenigen anderen Hobbies so vorkommen.
    Geändert von hate_your_enemy (22.10.2020 um 15:34 Uhr)

  8. #128
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    Klasse Werbung. Hab herzlich gelacht

  9. #129
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    Zitat Zitat von bee Beitrag anzeigen
    Da Seankelly raus ist, komme ich rein.

    ich finde nämlich, das seankelly sehr sauber und sachlich hier schreibt und von anderen angepöbelt wird.

    Er hat noch nichtmal gesagt, dass die Werbung sexistisch sei, sondern nur dass es kalkulierte Provokation ist und nicht einfach ein "normales Bild". Er hat völlig recht mit der Analyse, dass
    a) Bilder in einen Kontext gehören
    b) In der Werbung kein Bild "einfach nur so die Realität" darstellt.
    c) natürlich das Bild eine sexuellen Subtext hat

    Mehr braucht man dazu jetzt auch kaum schreiben. Ich persönlich finde die Werbung gut. Werbung darf natürlich mit sexuellen subtexten spielen und macht das nahezu immer. Es ist eine Frage des Grades, und natürlich dann auch des persönlichen Geschmacks. Aber klar darf und muss soetwas gesellschaftlich diskutiert werden. Das ist keine Bilderstürmerei. Die Grenzen werden immer neu ausgelotet und sind auch nicht statisch. Etwas was gestern nicht ging geht heute, etwas was hier geht ist im Iran nicht möglich.

    ps. Wenn ich jetzt genauso angepöbelt werde wie seankelly, bin ich hier auch sofort wieder draussen.
    Nein, bei Deiner Analyse vergisst Du die Beziehung zwischen Text und Bild. Der macht den letzten Rest von eventuellem Sexismus kaputt. Der Subtext ist dann nämlich plötzlich ein ganz anderer.
    M'enfin!

  10. #130
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    Zitat Zitat von rumplex Beitrag anzeigen
    Notambulanz geht immer. Da bekommt man auch Mittel zur Beruhigung.
    Ich bin hier am putzen, das geht auch.
    Wer langsam fährt kommt auch nach Hause.

  11. #131
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    Selbst die durchgeknallten Berliner rotrotgrünen Sexismus-Werbung-Verbieter machen klar, dass ein sexy Unterwäschemodel das für sexy Unterwäsche wirbt KEINE sexistische Werbung ist, jedoch ein sexy Unterwäschemodel mit dem für Autos geworben wird sexistisch sei.

    Wer also glaubt, eine pinkelnde Frau in der Kleidung, für die geworben wird, sei sexistische Werbung, der hat einmal einen massiven Fetisch (welcher normal veranlagte Mann findet eine pinkelnd dahockende Frau sonderlich sexy?) und ist selbst als Feminist mit seiner Sexismusdefinition auf Talibanniveau unterwegs.

    Aber einen auf Medienanalyse machen. Arme Kerle.
    Isch 'abe gar keine Fahrrad.

  12. #132
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    Zitat Zitat von KeinerEiner Beitrag anzeigen
    Aber einen auf Medienanalyse machen. Arme Kerle.
    Wirklich arm ist der, der seinem Standpunkt eine persönliche Diffamierung hinterherschickt.
    Once I saw the river clean

  13. #133
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    Bedauern ist keine persönliche Diffamierung. Kommunikationsanalyse ist nun wirklich nicht deine Stärke. Lass das lieber.
    Isch 'abe gar keine Fahrrad.

  14. #134
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    Zitat Zitat von KeinerEiner Beitrag anzeigen
    Bedauern ist keine persönliche Diffamierung. Kommunikationsanalyse ist nun wirklich nicht deine Stärke. Lass das lieber.
    Sehr sehr schade das alles .... geh mal in einem stillen Moment in dich.
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  15. #135
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    Zitat Zitat von bee Beitrag anzeigen
    ...Seankelly ... sehr sauber und sachlich hier schreibt und von anderen angepöbelt wird.
    Bin ich mittlerweile so abgestumpft, dass ich anpöbeln nicht mehr registriere oder bist Du so dünnhäutig, dass Du das etwas arg sensibel über-interpretierst

    Ach dritte Möglichkeit gibt es auch noch, langer Monolog den ich nicht zu Ende gelesen habe

  16. #136
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    Zitat Zitat von Hein Mueck Beitrag anzeigen
    Bin ich mittlerweile so abgestumpft, dass ich anpöbeln nicht mehr registriere oder bist Du so dünnhäutig, dass Du das etwas arg sensibel über-interpretierst
    Hier wird vielleicht zu viel Intelligenz vorausgesetzt. Dass die oft fehlt, zeigt dieser Thread ja gut auf.
    Finde, es muss nicht sein, andere hier als minderbemittelt zu diskreditieren, weil man in der Sache nicht gleicher Meinung ist.

    Zurück zum Thema:
    Erinnert sich noch jmd. an die Müsing-Printwerbung der 90er Jahre? Müsing hatte damals attraktive Frauen neben einem Rad abgebildet. Ich erinnere mich noch an ein Rad, am Zaun einer Pferdekoppel lehnend, daneben eine Dame in Reitkleidung. Die Isadore-Werbung (Print) hat mich im allerersten Moment daran erinnert. Print finde ich nicht gut, das Video schon.
    Wenn der Fahrer schon nichts drauf hat darf's nicht auch noch am Material scheitern.

  17. #137
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    Meine damalige Freundin hat sich mal neben uns Jungs gehockt, und gepieselt wie wie wir. Meinte, wenn wir das so natürlich dürfen, darf sie das auch. Fanden wir ok. mal abgesehen davon, dass man das in breiter Öffentlichkeit nicht tun sollte. War übrigens ne sehr selbstbewusste und auch emanzipierte Frau.

    Ob man das zeigen sollte? Hier wurden auch schon Männer-Pinkel Fotos von der Bodensee-Rundfahrt beklatscht, ohne dass da Kritik kam.
    Mihambo!

  18. #138
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    Ähnlich wie in den USA geht es nur um die Swing-Buyer. Wenn jemand irgendeine Affininität zu dieser Werbung entwickeln kann, ist er potentiell Gold wert.

  19. #139
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    Zitat Zitat von LVM Beitrag anzeigen
    Finde, es muss nicht sein, andere hier als minderbemittelt zu diskreditieren, weil man in der Sache nicht gleicher Meinung ist.
    +1

    nee, bin nicht dünnhäutig. Persönlich ist mir das völlig wumpe; ich kenne keinereiner ja nicht persönlich. Ich denke nur, man sollte in einer Diskussion ohne persönliche Angriffe auskommen. Nennt sich Respekt. Und ob "armer Kerl" nun eine Diffamierung oder Ausdruck von asymmetrischer Kommunikation ist, spielt ja auch keine Rolle.
    Once I saw the river clean

  20. #140
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    KeinerEiner
    "Da die Zielgruppe Rennradler sind, sollten sie doch ohne weiteres auch in den Printanzeigen erkennen, worum es geht. Seien es Männer, die sich die Beine rasieren, was nicht nur bei Nichtrennradlern zur ungläubigem Staunen führt sondern auch bei Anfängern, oder sei es das typische unisex Gruppenpinkeln bei Gruppenausfahrten. Oder ein Radler der beim Anhalten einfach umkippt.

    Der ironische Ansatz aus dem Widerspruch des "episch" klingenden Slogans und den ebenso "epischen" Umgebungen/Settings/Beleuchtung mit den dargestellten eher schrägen Seiten des Rennradlerdaseins funktioniert ja auch da.

    Ob diese Ironie auch von ausreichend vielen Personen der Zielgruppe erkannt wird und die gewünschte Werbewirkung erzielt, ist freilich eine andere Frage. Hier wird vielleicht zu viel Intelligenz vorausgesetzt. Dass die oft fehlt, zeigt dieser Thread ja gut auf. "

    Da habe ich mich schon immer gefragt, warum mich Werbung, insbesondere die mit wenig Information, eher zum Gegenteil nämlich dem Nichtkauf der beworbenen Produkte animiert. Dank KeinerEiner, der mir und den vermutlich doch noch weiteren in dieser Hinsicht Minderbemittelten die Welt erkärt, ist zumindest diese Frage für mich beantwortet. Ein Rätsel des Alltags ist somit gelöst.
    Weiter so!

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