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  1. #1
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    Gebraucht oder NEU

    Hey Leute,
    auf Grund der aktuellen Lage mache ich mir Gedanken, was ich kaufen soll.
    Bräuchte mal eure Gedanken.
    Entweder ein Neurad bestellen und warten und hoffen, dass es frühestens Anfang/Ende November kommt.
    Oder doch eher aktuell ein gebrauchtes Rad kaufen?
    Preislich geben die Räder sich nur wenig, Ausstattung ist beim Gebrauchtrad auf aktuellem Niveau, mit 11-fach Di2. Das Neurad entsprechend auf 2022 bzw. aktuell am Markt auch erhältlich, 12-fach ETAP.
    Ich bin aktuell skeptisch und schwer am überlegen was ich machen soll.
    Auf das Neurad warten, ist ein Race-Allrounder, oder das Gebrauchtrad, ist ein Aeroracer, mit entsprechenden Bedenken kaufen.

  2. #2
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    komische Frage:
    brauchst Du dringend ein Rad? Ja, dann gebraucht. Derzeit ist es leider ziemliche Glücksache ob Du Dein 2022-Wunschneurad wirklich dieses Jahr noch bekommst.

    Ansonsten, daß was Dir besser gefällt/ paßt und das Radportfolio am geschicktesten erweitert.

  3. #3
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    Nehm das gebrauchte Aero für sofortiges fahren!
    Und bestell den Allrounder!
    Sind doch 2 verschiedene Bikes und eins ist eh zu wenig

  4. #4
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    Sag mal, hast Du nicht genug Räder?
    Ok, war nur eine rhetorische Frage!

    Ich würde mich erstmal entscheiden, was mit dem Rad gefahren werden soll - der Einsatzzweck der 2 genannten Typen differiert stark.

    tl;dr:
    Ich persönlich würde das aktuelle Gebrauchtrad (du hast ja bereits eines im Sinn) anschauen und mitnehmen, wenn der Typ "Aeroracer" zum angedachten Einsatzzweck passt. Der Hauptgrund wäre, dass Du sofort damit fahren kannst - und nicht erst im November, wenn es weh tut, das dann nagelneue Rad durch Regen und Schnee () zu scheuchen.
    "Race-Allrounder" hört sich so wischiwaschi an - nennt man jetzt so Rennräder mit langen Steuerrohren, bei denen kein Geld für die Aero-Optimierung übrig war?


    Ich stand für eine Freundin vor derselben Entscheidung, nachdem sie mein "Gravelbike" (Planet X London Road) gefahren ist und unbedingt so etwas auch haben wollte. Nach einer längeren Recherche war klar, dass es selbst für 100% Aufpreis gegenüber dem Wunschpreis von 750 Euro nahezu nichts auf dem Markt gibt, was entweder lieferbar, ähnlich leicht ist oder genauso gut passt. Also verkaufe ich ihr jetzt mein London Road und habe für mich durch einen glücklichen Zufall bereits einen neuen Rahmen bestellt.

    Für sie war also der Fall klar: entweder "irgendetwas" Neues kaufen, was es gerade lieferbar gibt, oder etwas gebrauchtes mit einer älteren Schaltung, was sofort verfügbar ist und sehr gut passt.

    In deinem Fall solltest Du bedenken, dass auch die Gebrauchtangebote zum Saison-Ende häufiger werden, die Preise fallen tendenziell etwas und die Verfügbarkeit wird besser, sobald das Wetter schlechter wird. Aber auch hier musst Du schnell zuschlagen.
    Bei einem Neurad wirst Du schnell sein müssen oder vorbestellen: im ersten Fall kannst Du vielleicht von Rabatten oder Gutscheinaktionen profitieren, im zweiten Fall bekommst Du Dein Rad, zahlst aber die UVP.

    Selbstaufbau würde ich gerade nicht empfehlen, wenn man nicht schon alle Teile da hat oder bereit ist, stundenlang zu recherchieren - die Verfügbarkeit ist gering, die Preise hoch, teilweise sind Komponenten mit Lieferdatum Q2/2022 angegeben.

  5. #5
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    Zitat Zitat von bobons Beitrag anzeigen
    Selbstaufbau würde ich gerade nicht empfehlen, wenn man nicht schon alle Teile da hat oder bereit ist, stundenlang zu recherchieren - die Verfügbarkeit ist gering, die Preise hoch, teilweise sind Komponenten mit Lieferdatum Q2/2022 angegeben.
    Habe mir im Frühjahr eins aufgebaut.
    Klar war es viel suchen und Teile kamen aus zig Ländern. Aber es geht schon.
    Halt nicht so wie früher, alles von einem Shop und das sofort zum mitnehmen.

  6. #6
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    Also ich habe aktuell kein Straßenrad.
    Wie gesagt, es gibt einige Faktoren die mitspielen.
    Ganz oben schwebt das Budget. Klar.

    Dann ist mir mal im Kopf ein Aerorenner herumgeschwirrt. Komme aber mit beiden Geos sehr gut bis super klar.
    Dann möchte ich damit in meinem welligen Gelände und natürlich auch mal in den Bergen unterwegs sein.

    Einzig das Thema Garantie bereitet einem immer mal Kopfzerbrechen.

    Und um jetzt mal die Katze aus dem Sack zu lassen, ich habe ein Storck Fascenario.3 Comp Disc SRAM Force ETAP AXS neu und ein Canyon Aeroad CF SLX Disc 8.0 Di2 aus dem Herbst 2018 im Auge.

  7. #7
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    Zitat Zitat von igliman Beitrag anzeigen
    Also ich habe aktuell kein Straßenrad.
    Wie gesagt, es gibt einige Faktoren die mitspielen.
    Ganz oben schwebt das Budget. Klar.

    Dann ist mir mal im Kopf ein Aerorenner herumgeschwirrt. Komme aber mit beiden Geos sehr gut bis super klar.
    Dann möchte ich damit in meinem welligen Gelände und natürlich auch mal in den Bergen unterwegs sein.

    Einzig das Thema Garantie bereitet einem immer mal Kopfzerbrechen.

    Und um jetzt mal die Katze aus dem Sack zu lassen, ich habe ein Storck Fascenario.3 Comp Disc SRAM Force ETAP AXS neu und ein Canyon Aeroad CF SLX Disc 8.0 Di2 aus dem Herbst 2018 im Auge.
    Ganz klar Canyon. Ist aber absolut subjektiv ... bin kein Freund von Storck ....
    Mädchen sind die schönsten Jungs

  8. #8
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    Zitat Zitat von igliman Beitrag anzeigen
    Hey Leute,
    auf Grund der aktuellen Lage mache ich mir Gedanken, was ich kaufen soll.
    Bräuchte mal eure Gedanken.
    Entweder ein Neurad bestellen und warten und hoffen, dass es frühestens Anfang/Ende November kommt.
    Oder doch eher aktuell ein gebrauchtes Rad kaufen?
    Preislich geben die Räder sich nur wenig, Ausstattung ist beim Gebrauchtrad auf aktuellem Niveau, mit 11-fach Di2. Das Neurad entsprechend auf 2022 bzw. aktuell am Markt auch erhältlich, 12-fach ETAP.
    Ich bin aktuell skeptisch und schwer am überlegen was ich machen soll.
    Auf das Neurad warten, ist ein Race-Allrounder, oder das Gebrauchtrad, ist ein Aeroracer, mit entsprechenden Bedenken kaufen.
    Du hast Dir doch die Antwort selbst gegeben. Du hättest immer „Deine Bedenken“ im Hinterkopf. Wäre für mich ein NoGo.

    Ach ja, es kommt dieses Jahr noch das Fascenario 4 raus. Verfügbar ab November 11.

    Neue Bedenke
    Geändert von E‘ Gässje (14.09.2021 um 15:35 Uhr)

  9. #9
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    Zitat Zitat von E‘ Gässje Beitrag anzeigen
    Du hast Dir doch die Antwort selbst gegeben. Du hättest immer „Deine Bedenken“ im Hinterkopf. Wäre für mich ein NoGo.

    Ach ja, es kommt dieses Jahr noch das Fascenario 4 raus. Verfügbar ab November 11.

    Neue Bedenke
    Nein, keine Bedenken. Das liegt deutlich über dem Budget.

    Die Bedenken beziehen sich auf das Thema Defekte, Garantie, etc. Da gibt Canyon, wie die meisten anderen auch, nur Garantie für den Erstbesitzer. Da ist man bei einem Neurad das man als „Ersti“ kauft einfach auf der konservativ sicheren Seite.
    Geändert von igliman (14.09.2021 um 15:48 Uhr)

  10. #10
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    Ich bin neben dem Fascenario auch das Aerfast gefahren. Beide Räder im M und haben mir sehr sehr gut gefallen und auch gepasst.

    Das Aerfast überschreitet das Budget aber um satte 10%, egal in welcher von beiden angepeilten Varianten. Die eine war mit der RIVAL ETAP AXS und Hochprofilern aufgebaut, die andere mit der Force ETAP AXS, aber mit 23mm LRS zum gleichen Preis.
    Die RIVAL hat mich nicht ganz abgeholt, das Rad mit Force und den 23mm Laufrädern wirkt irgendwie so halbgar.

    Und mechanisch kommt beim Aerfast nicht in Frage.

    Das gibt es auch bald als Aerfast.4, sieht auch super aus, aber ist noch einen Ticken teurer... Also auch hier keine Bedenken
    Geändert von igliman (14.09.2021 um 15:49 Uhr)

  11. #11
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    Und ein neues Canyon käme nicht in Frage? Kollege hat ein Vorjahresmodell, Austellungsrad oder wie das bei Radsport Arnold heißt, gekauft. Gut, man muss Glüc mit der Größe haben, aber das war einiges günstiger, als frisch aus dem KAtalog.

    Wieso hast du kein Straßenrad?
    Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. (Karl Lagerfeld)

  12. #12
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    Das schon, aber die können überhaupt nichts zu Lieferzeiten sagen. Die wissen noch nicht mal ob sie in 2021 überhaupt noch etwas ausliefern können, geschweigedenn wann in 2022 begonnen werden kann bzw. wann die neuen Räder auf der Homepage erscheinen.

    Aktuell muss man Glück haben überhaupt ein Rad direkt verfügbar zu erwischen.

    Ich hatte ein Rad, ein Gravelrad. Aber mit dem bin ich nicht warm und glücklich geworden. Deshalb habe ich das Rad verkauft. Aktuell fahre ich, wenn es mein Rücken zulässt, mit dem Mountainbike umher.

  13. #13
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    Gebraucht nur, wenn du es dir leisten kannst, dass das Rad aufgrund eines versteckten Mangels zerstört wird und du auf den Kosten sitzen bleibst. Keine Garantie (bei manchen Herstellern 5-6 Jahre oder lebenslang), Gewährleistung nach 2 Jahren abgelaufen und die meisten Käufer lassen sie sich nicht abtreten.

    Was mir auch aufgefallen ist, nachdem ich Anfang des Jahres ein gebrauchtes Rad gekauft habe, ohne dass ich je ein neues Rad hatte: Man weiß nicht, wie sich eine korrekt eingestellte Schaltung, eine neue Kette, nicht abgenutzte Ritzel & Kettenblätter anzufühlen haben und kann vielleicht Probleme nicht erkennen oder sieht Probleme, wo eigentlich keine sind. Außerdem kann man aus diesem Grund beim Gebrauchtkauf auch gelinkt werden. Abgenutzte Teile, die bei einem jungen Rad drangeschraubt wurden, erkennt man als solche nicht und verlässt sich auf das Alter des Rahmens, so ist es mir z.B. passiert.

    Was du auch machen kannst, ist ein neues Rad zu bestellen, ein gebrauchtes jetzt kaufen und dann entweder später weiterverkaufen oder als Smart-Trainer-Rad abzustellen.

  14. #14
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    Ich sag’s nicht gerne…auch um diese Räder dreht sich gerade mein Kopf.

    Ich finde das neue Aeroad ja super, aber das ganze drumherum passt einfach absolut nicht. Beim Storck passen leider keine 28er hinten rein. Könnte ja vielleicht auch wichtig für dich sein.

    Leider alles sehr schwierig. Tatsächlich habe ich mir erstmal das Kickr Bike für den Winter geholt, spare weiter bis die neuen Modelle verfügbar sind. Solltest dir auch genau überlegen welche Schaltung du gerne haben willst. Bei kompletträdern geht wohl mit SRAM noch etwas mehr derzeit. Mal schauen, wies dann ab Oktober mit der neuen Di2 aussieht.

  15. #15
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    28er Reifen sind für mich nicht ausschlaggebend.
    In erster Linie will man sich doch für sein hart Erspartes das bestmögliche Rad kaufen.
    Und ich bin nach euren Beiträgen echt in meinen Überlegungen weiter gekommen. Ich bin mittlerweile so weit, dass mir das Thema der "Sicherheit" sprich Garantie etc doch sehr wichtig ist. Da habe ich auch schon etwas an negativen Erfahrungen gesammelt.

    Nichts desto trotz aber auch die Technik und das Design.
    Die SRAM Force ETAP finde ich richtig gut. Die neue Ultegra Di2 dauert mir noch zu lange.
    Und nebenbei, ich habe bereits einen Smarttrainer zu Hause stehen.

  16. #16
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    Zitat Zitat von rdmn Beitrag anzeigen

    Was mir auch aufgefallen ist, nachdem ich Anfang des Jahres ein gebrauchtes Rad gekauft habe, ohne dass ich je ein neues Rad hatte: Man weiß nicht, wie sich eine korrekt eingestellte Schaltung, eine neue Kette, nicht abgenutzte Ritzel & Kettenblätter anzufühlen haben und kann vielleicht Probleme nicht erkennen oder sieht Probleme, wo eigentlich keine sind. Außerdem kann man aus diesem Grund beim Gebrauchtkauf auch gelinkt werden. Abgenutzte Teile, die bei einem jungen Rad drangeschraubt wurden, erkennt man als solche nicht und verlässt sich auf das Alter des Rahmens, so ist es mir z.B. passiert.
    Das ist dir so passiert, das muss ja nicht jedem passieren. Als routinierter Schrauber erkennt man so Kinkerlitzchen meist direkt, wenn da auf einem Rad mit 500km der Antrieb schon stark verschlissen ist - sowas fällt _mir_ z.B. direkt auf.

    Die Schaltung ist selbst bei Neurädern teils nicht wirklich gut eingestellt und das ist auch kein Kriterium, selbst wenn man das nicht kann und noch nen Service braucht, kostet doch (in Relation) fast nix.

    Dass man als Laie leicht gelinkt werden kann, ist ja eigentlich eine Bauernregel und sollte m.E. nicht grundsätzlich gegen einen Gebrauchtkauf sprechen, auch hier kann man sich ja die nötige Expertise dazuholen.

    Zumindest vor Covid waren hier nämlich die Schnäppchen zu machen. Kaum gefahrene Traumräder, statt 10.000 nurnoch 4.500 Euro.

    Momentan wegen der ganzen Malaise natürlich nicht mehr so krass, aber früher haben die Leute neuwertige Räder (also aktuelle Modelle) teilweise zu 50% vom aktuellen Neupreis kaum losbekommen. Und mussten auf 65% runtergehen.

    Von dem gesparten Geld kann man sich einige Gutachter/Bekannte, die sich gut auskennen/Radhändler des Vertrauens, die das Rad vor dem Kauf inspizieren, leisten. Man muss halt wollen. Oder den "alles neu"-Fetisch rechtfertigen (müssen).

  17. #17
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    Das wäre nun mein erstes neues Rennrad.
    Die letzten habe ich mir entweder in Teilen gekauft und aufgebaut, oder gebraucht.
    Aber gerade beim letzten Rad hatte ich Probleme mit einem Defekt am Rahmen. Den hätte, und da würde ich jede Wette eingehen, keiner der versierten und erfahrenen Schrauber hier vorher gesehen. Das Thema Garantie und Service ist dann schon ein Problem.
    Aber das Risiko geht man nunmal ein, wenn man gebraucht kauft.
    Und gerade hier möchte ich einfach aktuell kein zu großes Risiko gehen.
    Klar, Teile kann man immer weiter verwenden. Aber wenn ein passender Rahmen fehlt, ist's nix. Und wenn man dann gebraucht kauft, keine Garantie bekommt, weil nicht Erstbesitzer, dann sitzt man uU auf einem defekten und teuren Rahmen.

  18. #18
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    Ja, okay. Da geb ich dir recht.

    Habe selbst ein Look 785 Huez RS hier, bei dem der Rahmen in Höhe der Sattelklemmung ne leichte Quetschung erlitten hat.

    (Als die Sattelstütze nachgegeben hat, weil die Klemmschellenschraube gefettet war oder weil das mit dem Drehmoment doch nicht so gestimmt hat, wie der Vorbesitzer behauptet.)

    Hab durchs Forum den Tipp zu einem Carbon-Reparaturdiestleister bekommen. Der wollte es gar nicht erst anfassen, meinte, das wäre gar nicht nötig an der Stelle, einfach andere Stütze verwenden und fahren.

    Ist jetzt im Beispiel egal, worauf ich hinaus will: LOOK verweigert die Garantie, der Rahmen wurde fast nicht gefahren und hätte welche gehabt, aber er hat wohl übersehen, ihn zu registrieren. Der Rahmen war dann umsonst und für kleines Geld gabs noch Boras und Anbauteile, weil der Vorbesitzer einfach keinen Bock mehr drauf hatte und neu gekauft hat. Hat er mir bei der Abholung auch offen so gesagt:

    Kopfsache, kein Vertrauen mehr, neues Traumrad (mit Super Record) gekauft und nach wenigen Fahrten sowas.


    Ist im Fall auch relativ egal, um was es (mir) hier geht ist vielmehr, dass der Kunde da ja auch mitspielt.

    Ob immer heiklere Rahmen oder Vollintegration. Zielt alles auch auf eine Zerstörung des Gebrauchtmarktes ab, sei es, dass man das Zeug nicht mehr verlegen kann, oder alles so heikel ist, dass man es nur neu und mit Garantie kauft, weil es ja viel zu empfindlich ist, etc...


    Mir hat letztens jemand gesagt, der die Super Record von dem LOOK 785 RS dann gekauft hat, dass er mein Angebot aufgrund der Liefersituation und natürlich der Preisersparnis gerne annimmt, aber eigentlich ist er auch Neukäufer aus Überzeugung und würde sich aus Sicherheitsgründen z.B. niemals gebrauchte Carbonlaufräder kaufen, weil man ja nie wüsste, was der Vorbesitzer damit so angestellt hat...

    Okay.

    Muss ich auch respektieren.

    Ich hab zig Carbonlaufräder und alle davon gebraucht gekauft. Ich maße mir an, dass ein Rad, welches optisch keine Anzeichen einer Vorschädigung hat, gleichmäßige Speichenspannung und einen guten Rundlauf, etc. wahrscheinlich sicher fahrbar ist.
    Aber er sieht das anders, fürchtet die plötzlich kollabierende Carbonfelge und würde damit nicht in eine Abfahrt gehen wollen. Nur mit neuem Material, selbst gekauft.


    Bei einem ultraleichten Carbonrahmen kann ich's ja verstehen, aber irgendwann wird es zum Fimmel und zum selbstbestätigenden Dogma.

    Irgendwas kann immer passiert sein, wenn das Zeug so heikel ist, dass man es bitte nur ganz vorsichtig anfasst und niemals gebraucht kauft, wieso sitzen dann Familienväter drauf und zahlen 10k EUR für ihr Schätzchen, das gebraucht quasi unverkäuflich ist, weil ja vor solch hochheiklem Material mit unbekannter Vorgeschichte nur zu warnen ist?

    Schizophrenie.

    Die Industrie lacht sich ins Fäustchen.

    Habe letztens mit meinem Vater gebastelt: Alter Pinarello Stahlrahmen, mit Rost und festgegammeltem Schaftvorbau. Alles Kriechöl und Kältespray der Welt hat nix geholfen, am Ende wurde der Vorbau abgesägt, angeschlitzt und ausgetrieben. Gabelschaft bisschen poliert und wieder aufgebaut. Die Innenlagerschalen waren nur mit riesen Hebel auszubauen und sind dabei auch zerbröselt, aber egal, nachschneiden und planfräsen, weiter geht's.

    So wie das Schaltwerk und die Ergos aussehen, ist das Teil auch schon mal gestürzt. Schaltauge ausgerichtet und gut war. Rahmen scheint nicht verzogen, man kann wunderbar freihändig fahren. Der Pedant kann ja nochmal mit der Rahmenkontrolllehre nachschauen.

    Zwei Extremfälle, klar.

    Aber dass es auch anders geht, hat die Vergangenheit ja gezeigt.

    Ich postuliere nicht, dass man heute wieder relativ weiche Stahlrahmen mit schwerer 9-fach Record herstellen müsste, aber diese Supervollintegration mit heiklen Teilen und einer "uuh, Carbon, gefährlich, nicht gebraucht!" -(Propaganda)geschichte ist ja genau das, was die Industrie braucht.

  19. #19
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    Zitat Zitat von igliman Beitrag anzeigen
    Das Thema Garantie und Service ist dann schon ein Problem.
    Aber das Risiko geht man nunmal ein, wenn man gebraucht kauft.
    Und gerade hier möchte ich einfach aktuell kein zu großes Risiko gehen.
    Klar, Teile kann man immer weiter verwenden. Aber wenn ein passender Rahmen fehlt, ist's nix. Und wenn man dann gebraucht kauft, keine Garantie bekommt, weil nicht Erstbesitzer, dann sitzt man uU auf einem defekten und teuren Rahmen.
    Garantie, Service, Problem, Risiko ..... kauf NEU! Die Sache ist entschieden; sonst wirste nicht glücklich.
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  20. #20
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    Gebraucht mit Probefahrt von 'nem ehrlichen Verkäufer, der einen nachvollziehbaren Grund für den Verkauf hat wäre für mich mindestens genauso gut wie Neu.

    Hab bislang noch kein gebrauchtes Material gehabt was den Geist aufgegeben hätte.
    Außer Canyon - von denen ist sowohl der Rahmen ausm Outlet gebrochen, als auch der neue Ersatzrahmen.

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